RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0102147 Entscheidungsdatum04.03.2025 Geschäftszahl11Os5/96; 12Os78/02; 14Os93/04; 11Os12/06h; 13Os87/06b; 15Os56/06h; 11Os21/07h; 15Os46/07i; 11Os112/08t (11Os113/08i); 12Os152/09h; 15Os1/13f; 13Os46/15m; 14Os59/15f; 11Os106/15w (11Os107/15t; 11Os110/15h; 11Os121/15a); 28Os1/16f; 15Os13/17a; 15Os145/17p; 15Os37/18g; 13Os22/18m; 12Os85/18v; 12Os148/17g; 11Os8/19i; 14Os40/19t; 14Os48/20w; 15Os47/21g; 20Ds5/21x; 14Os82/21x; 13Os90/21s; 13Os14/23t; 15Os37/24s; 15Os126/24d (15Os127/24a); 15Os147/24t (15Os148/24i); 23DS5/24y NormDSt §28 StPO §262 B StPO §281 Abs1 Z7 StPO §281 Abs1 Z8 A StPO §281 Abs1 Z10 RechtssatzGegenstand der Anklage, an den das erkennende Gericht gebunden ist, ist die konkret bestimmte Tat, also das gesamte Verhalten der Angeklagten, wie es sich aus der Anklagebegründung ergibt, nicht aber ihre vom Ankläger (oder vom Oberlandesgericht in seiner gemäß § 214 StPO ergangenen Einspruchsentscheidung) vorgenommene rechtliche Beurteilung.Gegenstand der Anklage, an den das erkennende Gericht gebunden ist, ist die konkret bestimmte Tat, also das gesamte Verhalten der Angeklagten, wie es sich aus der Anklagebegründung ergibt, nicht aber ihre vom Ankläger (oder vom Oberlandesgericht in seiner gemäß Paragraph 214, StPO ergangenen Einspruchsentscheidung) vorgenommene rechtliche Beurteilung. EntscheidungstexteTE OGH 1996-06-04 11 Os 5/96 TE OGH 2002-09-12 12 Os 78/02 nur: Gegenstand der Anklage ist das gesamte Verhalten der Angeklagten, wie es sich aus der Anklagebegründung ergibt. (T1) TE OGH 2004-08-10 14 Os 93/04 Auch; nur T1; Beisatz: Anklage und Urteil müssen denselben Lebenssachverhalt betreffen. Dieser ergibt sich aus dem Anklagetenor und der Anklagebegründung. (T2) TE OGH 2006-03-28 11 Os 12/06h Auch; Beis wie T2 TE OGH 2006-11-08 13 Os 87/06b Auch; nur T1; Beis wie T2 TE OGH 2006-12-12 15 Os 56/06h Vgl auch; Beis wie T2 nur: Anklage und Urteil müssen denselben Lebenssachverhalt betreffen. (T3) TE OGH 2007-04-24 11 Os 21/07h Auch; nur T1; Beis wie T2; Beisatz: Spricht das Urteil über einen Teil des von der Anklage umfassten Lebenssachverhaltes nicht ab, ist insoweit nicht ein Subsumtionsfehler (Z10), sondern die (teilweise) Nichterledigung der Anklage nichtigkeitsbegründend. (T4) TE OGH 2007-08-08 15 Os 46/07i Auch TE OGH 2008-10-21 11 Os 112/08t Beisatz: Prozessgegenstand ist ausschließlich der angeklagte Lebenssachverhalt. (T5) TE OGH 2010-03-11 12 Os 152/09h Vgl TE OGH 2013-05-22 15 Os 1/13f Auch; Beis wie T2 TE OGH 2015-06-30 13 Os 46/15m Vgl TE OGH 2015-11-17 14 Os 59/15f Beisatz: Es kommt darauf an, welchen Sachverhalt der Ankläger dem Gericht zur Klärung und rechtlichen Beurteilung überlassen hat („Anklagewille“). (T6) TE OGH 2016-05-19 11 Os 106/15w TE OGH 2016-12-01 28 Os 1/16f Vgl auch; Beisatz: Hier: Disziplinarverfahren gegen einen Rechtsanwalt. (T7) Beisatz: Nicht der Antrag des Kammeranwaltes, sondern der Einleitungsbeschluss stellt den Bezugspunkt für die Beurteilung der Frage dar, ob der Rahmen der vom Disziplinarverfahren umfassten Taten überschritten wurde (vgl § 28 Abs 2 sowie § 36 Abs 1 und 2 DSt). (T8)Beisatz: Nicht der Antrag des Kammeranwaltes, sondern der Einleitungsbeschluss stellt den Bezugspunkt für die Beurteilung der Frage dar, ob der Rahmen der vom Disziplinarverfahren umfassten Taten überschritten wurde vergleiche Paragraph 28, Absatz 2, sowie Paragraph 36, Absatz eins und 2 DSt). (T8) TE OGH 2017-05-24 15 Os 13/17a Auch; Beis wie T6; Beisatz: Bei der ‑ anhand des Anklagetenors und der Anklagebegründung vorzunehmenden ‑ Beurteilung der Frage, welchen Sachverhalt der Ankläger anklagen, also dem Gericht zur tatsächlichen Klärung und rechtlichen Beurteilung anheim stellen wollte, schlagen Zweifel an der Erkennbarkeit des Prozessgegenstands zu Lasten des Anklägers aus. (T9) TE OGH 2018-03-14 15 Os 145/17p Auch; Beis wie T6; Beis wie T9 TE OGH 2018-05-23 15 Os 37/18g Auch TE OGH 2018-09-12 13 Os 22/18m Auch; Beisatz: Eine Verletzung der – durch § 345 Abs 1 Z 7 StPO (allein) geschützten – Vorschrift des § 267 StPO kommt im Fall der Idealkonkurrenz (Tateinheit) nicht in Betracht. (T10)Auch; Beisatz: Eine Verletzung der – durch Paragraph 345, Absatz eins, Ziffer 7, StPO (allein) geschützten – Vorschrift des Paragraph 267, StPO kommt im Fall der Idealkonkurrenz (Tateinheit) nicht in Betracht. (T10) TE OGH 2018-09-13 12 Os 85/18v Auch TE OGH 2018-06-21 12 Os 148/17g Auch; Beis wie T9 TE OGH 2019-04-02 11 Os 8/19i TE OGH 2019-10-07 14 Os 40/19t Vgl; Beis wie T2 TE OGH 2020-06-09 14 Os 48/20w Vgl TE OGH 2021-06-10 15 Os 47/21g Vgl TE OGH 2021-09-09 20 Ds 5/21x Vgl; Beis wie T8 TE OGH 2021-11-16 14 Os 82/21x Vgl TE OGH 2022-01-12 13 Os 90/21s Vgl; Beis wie T6; Beisatz: Zur Bestimmung des Anklagesachverhalts sind Anklagetenor und Anklagebegründung in ihrer Gesamtheit zu betrachten. (T11) TE OGH 2023-05-31 13 Os 14/23t vgl; Beisatz wie T2 TE OGH 2024-05-15 15 Os 37/24s vgl TE OGH 2024-11-13 15 Os 126/24d vgl TE OGH 2025-01-22 15 Os 147/24t vgl TE OGH 2025-03-04 23 DS 5/24y vgl; Beisatz wie T8 European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1996:RS0102147
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