RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0106268 Entscheidungsdatum25.03.2026 Geschäftszahl15Os113/96; 13Os143/97; 11Os127/97; 11Os121/97; 11Os90/97; 12Os67/03; 15Os88/04; 11Os102/04; 12Os38/04; 15Os21/05k; 15Os37/05p; 11Os40/05z; 12Os129/05w; 12Os8/06b; 11Os45/06m; 11Os20/06k; 12Os25/06b; 12Os36/06w; 11Os25/06w; 12Os84/06d; 15Os93/06z; 13Os114/06y; 11Os79/07p; 13Os52/07g; 11Os161/08y; 11Os11/09s; 13Os3/09d; 12Os179/08b; 13Os182/08a; 13Os103/09k; 13Os42/09i; 11Os59/10a; 13Os65/10y; 13Os20/11g; 12Os31/11t; 12Os50/11m; 11Os70/11w; 15Os71/11x; 12Os172/11b; 15Os13/12v; 12Os52/12g; 11Os92/12g; 12Os2/13f; 14Os104/12v; 15Os83/13i; 13Os93/13w; 15Os133/13t; 15Os29/14z; 11Os39/14s; 13Os25/15y; 13Os115/14g; 13Os43/14v; 14Os25/15f; 13Os25/16z; 13Os86/17x; 12Os50/17w; 13Os86/18y; 13Os30/20s; 13Os35/20a; 14Os49/21v; 13Os128/21d; 13Os35/22d; 15Os128/22w; 11Os2/23p; 15Os55/23m; 15Os139/23i; 15Os14/24h; 15Os8/24a; 15Os53/24v; 15Os88/24s; 15Os1/25y; 15Os64/25p; 15Os20/26v NormStPO §281 Abs1 Z5 A StPO §281 Abs1 Z5a RechtssatzEin nach dem formalen Nichtigkeitsgrund des § 281 Abs 1 Z 5 StPO geltend gemachter Begründungsmangel muss den Ausspruch von für die rechtliche Beurteilung der Tat entscheidenden Tatsachen betreffen; das sind solche, die für das Erkenntnis in der Schuldfrage maßgebend sind und entweder auf die Unterstellung der Tat unter das Gesetz oder auf die Wahl des anzuwendenden Strafsatzes Einfluss üben.Ein nach dem formalen Nichtigkeitsgrund des Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 5, StPO geltend gemachter Begründungsmangel muss den Ausspruch von für die rechtliche Beurteilung der Tat entscheidenden Tatsachen betreffen; das sind solche, die für das Erkenntnis in der Schuldfrage maßgebend sind und entweder auf die Unterstellung der Tat unter das Gesetz oder auf die Wahl des anzuwendenden Strafsatzes Einfluss üben. EntscheidungstexteTE OGH 1996-12-13 15 Os 113/96 TE OGH 1997-09-24 13 Os 143/97 TE OGH 1997-10-14 11 Os 127/97 TE OGH 1997-10-14 11 Os 121/97 TE OGH 1997-08-05 11 Os 90/97 TE OGH 2003-07-31 12 Os 67/03 Auch; Beisatz: Entscheidende Tatsachen sind jene Sachverhaltsannahmen, die die Schuldfrage, Subsumtionsfrage und Strafsatzfrage berühren. (T1) TE OGH 2004-09-09 15 Os 88/04 Auch TE OGH 2004-11-09 11 Os 102/04 Auch; Beisatz: Dabei ist zu beachten, dass die Anfechtung aus Z 5 erster Fall (Undeutlichkeit) und dritter Fall (Widersprüchlichkeit) sowohl die Feststellungs- wie auch die Begründungsebene betreffen können, die übrigen Fälle (Unvollständigkeit, fehlende oder offenbar unzureichende Begründung und Aktenwidrigkeit) hingegen nur die Begründungsebene. Aber auch dann, wenn ein formeller Fehler der letztgenannten Kategorien aufgezeigt werden soll, muss er, um nach Z 5 beachtlich zu sein, die damit als mangelhaft behauptete Begründung einer schuld- oder subsumtionsrelevanten Tatsache betreffen. (T2)Auch; Beisatz: Dabei ist zu beachten, dass die Anfechtung aus Ziffer 5, erster Fall (Undeutlichkeit) und dritter Fall (Widersprüchlichkeit) sowohl die Feststellungs- wie auch die Begründungsebene betreffen können, die übrigen Fälle (Unvollständigkeit, fehlende oder offenbar unzureichende Begründung und Aktenwidrigkeit) hingegen nur die Begründungsebene. Aber auch dann, wenn ein formeller Fehler der letztgenannten Kategorien aufgezeigt werden soll, muss er, um nach Ziffer 5, beachtlich zu sein, die damit als mangelhaft behauptete Begründung einer schuld- oder subsumtionsrelevanten Tatsache betreffen. (T2) TE OGH 2005-03-01 12 Os 38/04 nur: Entscheidende Tatsachen sind solche, die auf die Unterstellung der Tat unter das Gesetz oder auf die Wahl des anzuwendenden Strafsatzes Einfluss üben. (T3) TE OGH 2005-04-21 15 Os 21/05k Vgl auch; Beisatz: Entscheidend sind beispielsweise die Wertqualifikation tangierenden Tatsachen. (T4) TE OGH 2005-04-21 15 Os 37/05p Vgl auch TE OGH 2005-06-07 11 Os 40/05z Auch TE OGH 2006-02-23 12 Os 129/05w Auch TE OGH 2006-03-23 12 Os 8/06b Auch TE OGH 2006-06-13 11 Os 45/06m Auch TE OGH 2006-06-20 11 Os 20/06k Auch TE OGH 2006-06-01 12 Os 25/06b Auch TE OGH 2006-06-01 12 Os 36/06w Auch; nur T3 TE OGH 2006-09-19 11 Os 25/06w TE OGH 2006-09-21 12 Os 84/06d Vgl auch; Beisatz: Die Mängelrüge behauptet Unvollständigkeit zufolge Nichterörterung bestimmter (Zeugen-)Aussagen dann zu Unrecht, wenn davon keine entscheidenden Tatsachen betroffen sind. (T5) TE OGH 2006-12-12 15 Os 93/06z Beisatz: Tatsachen, die für die Frage des Schuldspruches oder die rechtliche Unterstellung der Tat nicht entscheidend sind, sind nicht Gegenstand der Mängelrüge (WK-StPO § 281 Rz 399). (T6)Beisatz: Tatsachen, die für die Frage des Schuldspruches oder die rechtliche Unterstellung der Tat nicht entscheidend sind, sind nicht Gegenstand der Mängelrüge (WK-StPO Paragraph 281, Rz 399). (T6) TE OGH 2007-03-07 13 Os 114/06y TE OGH 2007-08-21 11 Os 79/07p Auch TE OGH 2007-08-01 13 Os 52/07g Vgl auch TE OGH 2008-11-04 11 Os 161/08y Auch TE OGH 2009-02-17 11 Os 11/09s TE OGH 2009-02-19 13 Os 3/09d Auch TE OGH 2009-01-15 12 Os 179/08b TE OGH 2009-04-16 13 Os 182/08a Auch TE OGH 2009-10-15 13 Os 103/09k Auch TE OGH 2009-10-15 13 Os 42/09i Auch TE OGH 2010-06-22 11 Os 59/10a TE OGH 2010-08-19 13 Os 65/10y Auch TE OGH 2011-04-07 13 Os 20/11g Auch; Beisatz: Das gilt auch für die Tatsachenrüge (Z 5a). (T7)Auch; Beisatz: Das gilt auch für die Tatsachenrüge (Ziffer 5 a,). (T7) TE OGH 2011-05-03 12 Os 31/11t TE OGH 2011-06-07 12 Os 50/11m Vgl TE OGH 2011-06-30 11 Os 70/11w TE OGH 2011-06-29 15 Os 71/11x TE OGH 2011-12-20 12 Os 172/11b Auch TE OGH 2012-03-28 15 Os 13/12v Vgl auch TE OGH 2012-06-26 12 Os 52/12g Vgl auch TE OGH 2012-08-21 11 Os 92/12g Auch TE OGH 2013-03-07 12 Os 2/13f Auch TE OGH 2013-07-09 14 Os 104/12v Vgl; Beisatz: Hier: Allfällige Schadensgutmachung hindert die rechtliche Beurteilung als Verbrechen der betrügerischen Krida nicht und ist daher nicht (gesondert) erörterungsbedürftig. (T8) TE OGH 2013-08-21 15 Os 83/13i TE OGH 2013-11-19 13 Os 93/13w TE OGH 2014-01-22 15 Os 133/13t Auch; Beisatz: Zwar könnte auch die Beurteilung der Überzeugungskraft von Aussagen unter dem Gesichtspunkt einer Unvollständigkeit mangelhaft erscheinen, dies jedoch nur dann, wenn von der Beschwerde deutlich und bestimmt bezeichnete, die Glaubwürdigkeit angeblich ernsthaft in Frage stellende, gleichwohl unerörtert gebliebene Tatumstände sich auf Feststellungen zu entscheidenden Tatsachen beziehen, nicht hingegen, wenn sie bloß die Sachverhaltsannahme der Glaubwürdigkeit oder Unglaubwürdigkeit betreffen, womit sich das Ausmaß der im Einzelfall geltenden Erörterungspflicht entscheidend reduziert. (T9) TE OGH 2014-04-23 15 Os 29/14z Auch TE OGH 2014-06-17 11 Os 39/14s TE OGH 2015-04-15 13 Os 25/15y Auch TE OGH 2015-04-15 13 Os 115/14g TE OGH 2015-04-15 13 Os 43/14v Auch TE OGH 2015-04-28 14 Os 25/15f Auch TE OGH 2016-04-13 13 Os 25/16z Auch; Beisatz: Mit Ausführungen zum Adhäsionserkenntnis bezieht sich die Mängelrüge nicht auf schuld‑ oder subsumtionsrelevante Umstände. (T10) TE OGH 2017-10-11 13 Os 86/17x Auch TE OGH 2017-10-12 12 Os 50/17w Auch TE OGH 2018-09-12 13 Os 86/18y Auch TE OGH 2020-04-27 13 Os 30/20s Vgl TE OGH 2020-12-09 13 Os 35/20a Vgl TE OGH 2022-01-18 14 Os 49/21v Vgl TE OGH 2022-04-20 13 Os 128/21d Vgl TE OGH 2022-05-18 13 Os 35/22d Vgl TE OGH 2023-03-08 15 Os 128/22w vgl; Beisatz wie T7 TE OGH 2023-06-13 11 Os 2/23p vgl TE OGH 2023-06-29 15 Os 55/23m vgl; Beisatz wie T4 TE OGH 2024-01-31 15 Os 139/23i vgl; Beisatz wie T4; Beisatz wie T10 TE OGH 2024-04-17 15 Os 14/24h vgl TE OGH 2024-05-15 15 Os 8/24a vgl TE OGH 2024-06-26 15 Os 53/24v vgl; Beisatz wie T7 TE OGH 2024-10-09 15 Os 88/24s vgl; Beisatz wie T4; Beisatz wie T7; Beisatz wie T10 TE OGH 2025-02-26 15 Os 1/25y vgl TE OGH 2025-09-10 15 Os 64/25p vgl; Beisatz: Hier: Zu §21 Abs 1 StGB. (T11)vgl; Beisatz: Hier: Zu §21 Absatz eins, StGB. (T11) TE OGH 2026-03-25 15 Os 20/26v vgl European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1996:RS0106268
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