RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0107915 Entscheidungsdatum25.02.2025 Geschäftszahl6Ob218/97w; 6Ob153/97m; 6Ob2230/96a; 6Ob176/97v; 6Ob343/97b; 6Ob291/97f; 6Ob386/97a; 6Ob308/99h; 6Ob109/00y; 6Ob291/00p; 6Ob320/00b; 6Ob127/01x; 8ObA196/02k; 6Ob56/03h; 6Ob11/06w; 6Ob291/06x; 6Ob7/07h; 6Ob62/09z; 6Ob244/09i; 4Ob64/10f; 4Ob66/10z; 15Os106/10t (15Os49/11m; 15Os50/11h); 15Os175/10i; 14Os12/11p; 15Os92/11k; 6Ob162/12k; 15Os39/12t; 4Ob181/12i; 15Os34/13h; 15Os52/12d; 6Ob161/14s; 24Os6/15k; 15Os116/16x (15Os117/16v); 6Ob124/18f; 4Ob242/18v; 6Ob172/19s; 6Ob57/20f; 6Ob245/20b; 4Ob61/22g; 4Ob37/22b; 6Ob32/24k; 4Ob213/24p NormABGB §1330 BII MRK Art10 Abs2 IV3b RechtssatzBei unwahren Tatsachenbehauptungen oder bei Werturteilen, basierend auf unwahren Tatsachenbehauptungen, gibt es kein Recht auf freie Meinungsäußerung. EntscheidungstexteTE OGH 1997-07-17 6 Ob 218/97w TE OGH 1997-07-17 6 Ob 153/97m Beisatz: Hier: "Schutzgeldforderung". (T1) Veröff SZ 70/150 TE OGH 1997-07-24 6 Ob 2230/96a Beisatz: "Schwarzbau". (T2) TE OGH 1997-10-16 6 Ob 176/97v TE OGH 1997-11-24 6 Ob 343/97b TE OGH 1998-01-15 6 Ob 291/97f Beisatz: "Lügenmuseum" (T3) TE OGH 1998-01-15 6 Ob 386/97a TE OGH 2000-03-09 6 Ob 308/99h Vgl auch; Beisatz: Hier: Vorwürfe des Beklagten, dass sich die Kläger eine gebotene Vorgangsweise durch ein gesetzwidriges Verhalten bewusst ersparen. (T4) TE OGH 2000-11-23 6 Ob 109/00y Veröff: SZ 73/181 TE OGH 2000-12-14 6 Ob 291/00p Veröff: SZ 73/198 TE OGH 2001-01-17 6 Ob 320/00b nur: Bei Werturteilen, basierend auf unwahren Tatsachenbehauptungen, gibt es kein Recht auf freie Meinungsäußerung. (T5); Beisatz: Die Bezeichnung einer Vorgangsweise als "Gaunerei" oder als "Gaunerstück" und "Gaunerkonsens" unterstellt ein strafrechtlich relevantes Fehlverhalten (so bereits 6 Ob 304/98v). (T6) TE OGH 2001-09-27 6 Ob 127/01x TE OGH 2002-10-17 8 ObA 196/02k TE OGH 2003-03-20 6 Ob 56/03h TE OGH 2006-02-16 6 Ob 11/06w TE OGH 2006-12-21 6 Ob 291/06x Beisatz: Die offenbar ohne jedes Tatsachensubstrat erhobene Behauptung der intensiven Verwicklung („mächtig involviert") des Klägers in die Bawag-Affäre kann auch nicht durch die Eigenschaft des Klägers als „public figure" gerechtfertigt werden. (T7) TE OGH 2007-02-15 6 Ob 7/07h Beisatz: Hier: Vorwurf von massiven Pflichtverletzungen in einem Leserbrief, die nicht den Tatsachen entsprachen. (T8) TE OGH 2009-07-02 6 Ob 62/09z Beisatz: Werturteile, die konkludente Tatsachenbehauptungen sind, dürfen nicht schrankenlos geäußert werden. Allerdings sind angesichts der heutigen Reizüberflutung selbst überspitzte Formulierungen unter Umständen hinzunehmen, soweit kein massiver Wertungsexzess vorliegt. (T9) TE OGH 2010-03-19 6 Ob 244/09i Vgl auch TE OGH 2010-07-13 4 Ob 64/10f Auch TE OGH 2010-07-13 4 Ob 66/10z Veröff: SZ 2010/82 TE OGH 2011-06-29 15 Os 106/10t Vgl auch; Beisatz: Im Rahmen politischer Auseinandersetzungen und bei „Public Figures“ genügt bereits ein „dünnes Tatsachensubstrat“ für die Zulässigkeit einer Wertung, siehe RS0127027. (T10) TE OGH 2011-06-29 15 Os 175/10i Auch; Beisatz: Unwahre, diffamierende Tatsachenbehauptungen oder auf unwahren bzw nicht hinreichenden Tatsachenbehauptungen beruhende negative Werturteile oder Wertungsexzesse fallen nicht unter den Schutzbereich des Art 10 MRK. (T11)Auch; Beisatz: Unwahre, diffamierende Tatsachenbehauptungen oder auf unwahren bzw nicht hinreichenden Tatsachenbehauptungen beruhende negative Werturteile oder Wertungsexzesse fallen nicht unter den Schutzbereich des Artikel 10, MRK. (T11) TE OGH 2011-08-30 14 Os 12/11p Auch TE OGH 2012-02-29 15 Os 92/11k Auch TE OGH 2012-10-15 6 Ob 162/12k Beis wie T9; Beisatz: Art 10 MRK schützt nicht nur stilistisch hochwertige, sachlich vorgebrachte und niveauvoll ausgeführte Bewertungen, sondern jedwedes Unwerturteil, dass nicht in einem Wertungsexzess gipfelt. (T12)Beis wie T9; Beisatz: Artikel 10, MRK schützt nicht nur stilistisch hochwertige, sachlich vorgebrachte und niveauvoll ausgeführte Bewertungen, sondern jedwedes Unwerturteil, dass nicht in einem Wertungsexzess gipfelt. (T12) Beisatz: Hier: „journalistischer Bettnässer“ (T13) TE OGH 2012-11-21 15 Os 39/12t Beis wie T11 TE OGH 2013-03-19 4 Ob 181/12i Beis wie T9 TE OGH 2013-06-26 15 Os 34/13h TE OGH, AUSL_EGMR 2013-12-11 15 Os 52/12d Auch TE OGH 2015-03-19 6 Ob 161/14s Beisatz: Eine unwahre Tatsachenbehauptung ist auch dann nicht gerechtfertigt, wenn die Grundrechtsberechtigte eine Oppositionspolitikerin ist und sich in einer Sache von allgemeinem Interesse äußert. (T14) TE OGH 2015-09-09 24 Os 6/15k Auch; Beisatz: Es verletzt Ehre und Ansehen des Standes, Justizangehörigen ohne sachliche Grundlage und ohne Not im Rahmen von Rechtsschutzeingaben – über die (zulässige) Behauptung von Gesetzesverletzungen hinaus – doloses Vorgehen aus unlauteren Motiven zu unterstellen. (T15) TE OGH 2017-02-15 15 Os 116/16x Auch TE OGH 2018-10-25 6 Ob 124/18f TE OGH 2019-01-29 4 Ob 242/18v TE OGH 2019-11-27 6 Ob 172/19s Beis wie T9 TE OGH 2020-09-15 6 Ob 57/20f TE OGH 2021-02-18 6 Ob 245/20b TE OGH 2022-04-22 4 Ob 61/22g TE OGH 2022-05-24 4 Ob 37/22b TE OGH 2024-04-26 6 Ob 32/24k TE OGH 2025-02-25 4 Ob 213/24p vgl; Beisatz: Hier: Zum Bedeutungsgehalt eines Postings in einem sozialen Netzwerk, wonach die Züchtung von „Blue-Merle“-Hundewelpen verboten werden soll, weil es sich um eine „Qualzucht“ handelt. (T16) European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1997:RS0107915
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