RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0111715 Entscheidungsdatum25.02.1999 Geschäftszahl2Ob41/99i; 3Ob60/99s; 1Ob358/99z; 7Ob320/00k; 1Ob63/03a; 5Ob233/05h; 2Ob280/05y; 2Ob159/08h; 10Ob9/11p; 9Ob19/11a; 1Ob98/11k; 3Ob200/12a; 9Ob68/16i; 7Ob183/17p; 6Ob120/19v; 10Nc3/22f; 1Ob38/22b NormEuGVÜ Art17 Abs1; Verordnung (EG) Nr 44/2001 des Rates 32001R0044 Brüssel I-Verordnung (EuGVVO) Art23 Abs1; EuGVVO 2012 Art 25; LGVÜ Art17 Abs1EuGVÜ Art17 Abs1; Verordnung (EG) Nr 44 aus 2001, des Rates 32001R0044 Brüssel I-Verordnung (EuGVVO) Art23 Abs1; EuGVVO 2012 Artikel 25,; LGVÜ Art17 Abs1 RechtssatzDem Schriftformerfordernis wird auch durch Bezugnahme auf Allgemeine Geschäftsbedingungen, in denen eine Gerichtsstandsklausel enthalten ist, entsprochen, wenn der Vertragstext ausdrücklich auf die AGB Bezug nimmt. EntscheidungstexteTE OGH 1999-02-25 2 Ob 41/99i Veröff: SZ 72/37 TE OGH 1999-11-24 3 Ob 60/99s TE OGH 2000-04-28 1 Ob 358/99z Vgl auch; Beisatz: Im Anwendungsbereich des LGVÜ ist das Schriftlichkeitsgebot nach Art 17 Abs 1 lit a erster Fall LGVÜ jedenfalls dann nicht im Sinn der "Unterschriftlichkeit" zu verstehen, wenn in der die Gerichtsstandsvereinbarung enthaltenden einheitlichen Urkunde zwar die Unterschrift jenes Teils fehlt, von dem die Urkunde ausgestellt wurde, dessen Identität aber feststeht, die Urkunde jedoch vom anderen Teil im Sinne der Zustimmung unterfertigt ist. (T1)Vgl auch; Beisatz: Im Anwendungsbereich des LGVÜ ist das Schriftlichkeitsgebot nach Artikel 17, Absatz eins, Litera a, erster Fall LGVÜ jedenfalls dann nicht im Sinn der "Unterschriftlichkeit" zu verstehen, wenn in der die Gerichtsstandsvereinbarung enthaltenden einheitlichen Urkunde zwar die Unterschrift jenes Teils fehlt, von dem die Urkunde ausgestellt wurde, dessen Identität aber feststeht, die Urkunde jedoch vom anderen Teil im Sinne der Zustimmung unterfertigt ist. (T1) Veröff: SZ 73/76 TE OGH 2001-03-30 7 Ob 320/00k Auch; Beisatz: Hier: Art 17 Abs 1 EuGVÜ. (T2)Auch; Beisatz: Hier: Artikel 17, Absatz eins, EuGVÜ. (T2) TE OGH 2003-11-18 1 Ob 63/03a Beisatz: Hier: Art 23 Abs 1 EuGVVO. (T3)Beisatz: Hier: Artikel 23, Absatz eins, EuGVVO. (T3) TE OGH 2006-01-10 5 Ob 233/05h Beis wie T2 TE OGH 2007-02-07 2 Ob 280/05y Auch; Beisatz: Durch die Paraphierung direkt unter die Fußzeile mit dem Hinweis auf die Allgemeinen Bedingungen und den Gerichtsstand wurde die darin enthaltene Gerichtsstandvereinbarung zur Kenntnis genommen. Von einer unbemerkten Aufnahme der Gerichtsstandvereinbarung kann, da die Absicht des Vertragspartners, Verträgen grundsätzlich ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen zugrundezulegen, der Klägerin auf Grund der seit 2002 bestandenen Geschäftsbeziehung nicht verborgen geblieben sein konnte, keine Rede sein. (T4) Beisatz: Die in der Rechtsprechung des EuGH zu Art 17 EuGVÜ entwickelten Kriterien sind auch auf Art 23 EuGVVO zu übertragen. (T5)Beisatz: Die in der Rechtsprechung des EuGH zu Artikel 17, EuGVÜ entwickelten Kriterien sind auch auf Artikel 23, EuGVVO zu übertragen. (T5) TE OGH 2009-01-22 2 Ob 159/08h Vgl TE OGH 2011-03-01 10 Ob 9/11p Auch TE OGH 2011-05-26 9 Ob 19/11a Vgl auch TE OGH 2011-06-21 1 Ob 98/11k Beis wie T3 TE OGH 2013-01-23 3 Ob 200/12a Auch; Beis wie T1 TE OGH 2016-10-28 9 Ob 68/16i Beisatz: Dies gilt auch im Fall eines mündlich geschlossenen Vertrages, wenn die schriftliche Bestätigung durch einen Vertragspartner, der dessen AGB beigefügt sind, vom anderen Vertragspartner schriftlich angenommen worden ist. (T6) TE OGH 2018-01-24 7 Ob 183/17p TE OGH 2019-09-24 6 Ob 120/19v TE OGH 2022-03-29 10 Nc 3/22f TE OGH 2022-03-23 1 Ob 38/22b European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1999:RS0111715
KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.