RIS Dokument GerichtAUSL EGMR RechtssatznummerRS0125071 Entscheidungsdatum25.10.2018 GeschäftszahlBsw26958/95; Bsw49418/99; Bsw49017/99; Bsw72713/01; Bsw58547/00; Bsw46389/99; Bsw68354/01; Bsw30547/03; Bsw37464/02; Bsw5266/03; Bsw26606/04; Bsw13540/04; Bsw3138/04; Bsw12556/03; Bsw20620/04; Bsw513/05; Bsw78060/01; Bsw9605/03; Bsw5380/07; Bsw23160/09; Bsw20981/10; Bsw5709/09; Bsw8895/10; Bsw24703/15; Bsw18597/13; Bsw70693/11; Bsw38450/12 NormMRK Art10 Abs2 IV3b RechtssatzDer Gerichtshof hat in den Urteilen Lingens/A und Oberschlick/A zwischen Tatsachenbehauptungen und Werturteilen unterschieden. Das Vorliegen von Tatsachen kann bewiesen werden, während die Wahrheit von Werturteilen einem Beweis nicht zugänglich ist. EntscheidungstexteTE AUSL EGMR 2001-02-27 Bsw 26958/95 Bemerkung: Jerusalem gegen Österreich (T1a); Veröff: NL 2001,52 TE AUSL EGMR 2004-07-20 Bsw 49418/99 Vgl auch; Veröff: NL 2004,188 TE AUSL EGMR 2004-12-17 Bsw 49017/99 Vgl auch; Veröff: NL 2005,10 TE AUSL EGMR 2005-03-29 Bsw 72713/01 Vgl auch; Veröff: NL 2005,77 TE AUSL EGMR 2005-10-27 Bsw 58547/00 Vgl auch; Veröff: NL 2005,246 TE AUSL EGMR 2006-01-19 Bsw 46389/99 Veröff: NL 2006,20 TE AUSL EGMR 2007-01-25 Bsw 68354/01 Vgl auch; Veröff: NL 2007,19 TE AUSL EGMR 2007-02-01 Bsw 30547/03 Veröff: NL 2007,28 TE AUSL EGMR 2007-02-22 Bsw 37464/02 Vgl auch; Veröff: NL 2007,32 TE AUSL EGMR 2007-02-22 Bsw 5266/03 Vgl auch; Veröff: NL 2007,36 TE AUSL EGMR 2007-02-22 Bsw 26606/04 Vgl auch; Veröff: NL 2007,38 TE AUSL EGMR 2007-02-08 Bsw 13540/04 Veröff: NL 2007,65 TE AUSL EGMR 2007-01-25 Bsw 3138/04 Vgl auch; Veröff: NL 2007,23 TE AUSL EGMR 2007-11-15 Bsw 12556/03 Veröff: NL 2007,307 TE AUSL EGMR 2008-03-27 Bsw 20620/04 Vgl; Veröff: NL 2008,84 TE AUSL EGMR 2008-07-17 Bsw 513/05 Vgl auch; Veröff: NL 2008,219 TE AUSL EGMR 2008-10-14 Bsw 78060/01 Veröff: NL 2008,287 TE AUSL EGMR 2008-11-14 Bsw 9605/03 Veröff: NL 2008,340 TE AUSL EGMR 2009-12-01 Bsw 5380/07 nur: Das Vorliegen von Tatsachen kann bewiesen werden, während die Wahrheit von Werturteilen einem Beweis nicht zugänglich ist. (T1) Beis: Handelt es sich um ein Werturteil, so kann die Verhältnismäßigkeit eines Eingriffs vom Bestehen einer ausreichenden Tatsachengrundlage abhängen. (Karsai gegen Ungarn) (T2) Veröff: NL 2009,346 TE AUSL EGMR 2013-09-19 Bsw 23160/09 Vgl auch; Veröff: NL 2013,318 TE AUSL EGMR 2014-04-17 Bsw 20981/10 Vgl auch; Beisatz: Mangels einer faktischen Grundlage können auch Werturteile als überzogen angesehen werden. (Mladina d.d. Ljubljana gg. Slowenien) (T3) Veröff: NL 2014,130 TE AUSL EGMR 2014-04-17 Bsw 5709/09 Vgl auch; Beisatz: Es ist unangemessen, im Kontext einer Meinungsäußerung zu einem Thema von öffentlichem Interesse für den behaupteten neonazistischen Charakter einer Organisation „zwingende Beweise“ zu verlangen, sind doch die Standards für die Bewertung der politischen Aktivitäten einer Person aus moralischer Sicht verschieden von den Standards, die für den Nachweis der Begehung von Straftaten gefordert werden. (Brosa gg. Deutschland) (T4) Veröff: NL 2014,132 TE AUSL EGMR, OGH 2016-02-16 Bsw 8895/10 Auch; Beis wie T2; Veröff: NL 2016,66 TE AUSL EGMR 2017-11-07 Bsw 24703/15 Vgl auch; Beis wie T2; Veröff: NL 2017,546 TE AUSL EGMR 2018-01-09 Bsw 18597/13 Vgl auch; Beis wie T2; Beisatz: Hier: Die Bezeichnung der islamfeindlichen Rede eines Politikers als „verbaler Rassismus“ war ein Werturteil, das angesichts des allgemeinen Hintergrunds der in der Schweiz geführten Debatte über ein Verbot von Minaretten eine ausreichende Tatsachengrundlage hatte. (GRA Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus gg. die Schweiz) (T5) TE AUSL EGMR 2018-09-20 Bsw 70693/11 nur T1; Beis wie T2; Beisatz: Hier: Keine ausreichende Tatsachengrundlage für die Gleichsetzung der von einem namentlich genannten Arzt durchgeführten Schwangerschaftsabbrüche mit „Mord“ und dem Holocaust. (Annen gg Deutschland [Nr 5]) (T6); Veröff: NL 2018,455 TE AUSL EGMR 2018-10-25 Bsw 38450/12 nur T1; Beis wie T2; Beisatz: Hier: Keine ausreichende Tatsachengrundlage für die Behauptung, der Prophet Mohammed wäre „pädophil“ gewesen. (E. S. gg Österreich) (T7); Veröff: NL 2018,459 European Case Law IdentifierECLI:AT:AUSL000:2001:RS0125071
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