RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0116299 Entscheidungsdatum25.03.2025 Geschäftszahl15Os1/02; 11Os126/03; 13Os16/04; 12Os84/09h; 15Os121/09x; 12Os189/09z; 14Os164/10i; 12Os29/11y; 12Os102/11h; 14Os10/12w; 12Os73/13x; 14Os72/14s; 15Os127/14m; 12Os61/15k; 12Os75/15v; 12Os82/15y; 12Os89/16d; 14Os130/16y; 12Os55/17f; 14Os52/17d; 12Os75/17x; 11Os88/17a; 11Os30/18y; 14Os87/19d; 12Os44/20t; 14Os141/19w; 15Os60/20t; 14Os89/20z; 12Os71/20p; 11Os116/20y; 13Os115/20s (13Os116/20p); 12Os113/21s; 12Os144/21z; 15Os69/22v; 11Os79/22k; 14Os34/22i; 12Os103/22x; 14Os50/23v; 12Os102/23a; 13Os93/23k; 15Os37/24s; 13Os27/24f; 13Os122/23z; 12Os86/24z; 14Os106/24f; 14Os61/23m NormStPO §90a StPO §90b StPO §90g StPO §281 Abs1 Z10a RechtssatzDie Möglichkeit einer Diversion hängt unter anderem auch von der Haltung des Beschuldigten ab und setzt Schuldeinsicht, demnach seine Bereitschaft voraus, Verantwortung für das ihm zur Last gelegte Tatgeschehen zu übernehmen. EntscheidungstexteTE OGH 2002-03-07 15 Os 1/02 TE OGH 2003-11-11 11 Os 126/03 TE OGH 2004-05-19 13 Os 16/04 Gegenteilig; Beisatz: Angesichts des Umstandes, dass eine planwidrige Lücke des § 90a Abs 2 StPO nicht erkennbar ist darf ein Geständnis zwar im Fall des § 90g Abs 1 StPO (und auch dort unabhängig von fehlender Zustimmung des Verletzten [vgl § 7 Abs 4 JGG]), nicht aber als generelle Voraussetzung für diversionelle Erledigung angesehen werden. (T1)Gegenteilig; Beisatz: Angesichts des Umstandes, dass eine planwidrige Lücke des Paragraph 90 a, Absatz 2, StPO nicht erkennbar ist darf ein Geständnis zwar im Fall des Paragraph 90 g, Absatz eins, StPO (und auch dort unabhängig von fehlender Zustimmung des Verletzten [vgl Paragraph 7, Absatz 4, JGG]), nicht aber als generelle Voraussetzung für diversionelle Erledigung angesehen werden. (T1) TE OGH 2009-07-02 12 Os 84/09h Auch TE OGH 2010-02-17 15 Os 121/09x Auch; Beisatz: Eine solche Verantwortungsübernahme würde im Übrigen auch die - ebenfalls bei allen Diversionsvarianten vorgesehene - (innere) Bereitschaft zur Schadensgutmachung bzw zum Tatfolgenausgleich erfordern, welche nur bei entsprechendem Unrechtsbewusstsein möglich ist (WK-StPO § 198 Rz 36). (T2)Auch; Beisatz: Eine solche Verantwortungsübernahme würde im Übrigen auch die - ebenfalls bei allen Diversionsvarianten vorgesehene - (innere) Bereitschaft zur Schadensgutmachung bzw zum Tatfolgenausgleich erfordern, welche nur bei entsprechendem Unrechtsbewusstsein möglich ist (WK-StPO Paragraph 198, Rz 36). (T2) TE OGH 2010-02-11 12 Os 189/09z Vgl auch; Beis wie T1; Beis wie T2 TE OGH 2011-01-25 14 Os 164/10i Vgl auch; Beis wie T2 TE OGH 2011-03-29 12 Os 29/11y Vgl auch; Beis wie T2 TE OGH 2011-09-20 12 Os 102/11h Auch; Beis wie T2 TE OGH 2012-04-03 14 Os 10/12w Vgl; Beis ähnlich wie T1; Beis wie T2 TE OGH 2013-10-17 12 Os 73/13x Vgl TE OGH 2014-08-12 14 Os 72/14s Auch; Beisatz: Mag auch ein Geständnis nicht als generelle Voraussetzung für diversionelle Erledigung angesehen werden, so erfordert die – bei allen Diversionsvarianten vorgesehene - (innere) Bereitschaft zur Schadensgutmachung und zum Tatfolgenausgleich eine Verantwortungsübernahme, die nur bei entsprechendem Unrechtsbewusstsein möglich ist. (T3) TE OGH 2014-12-03 15 Os 127/14m Beis wie T3 TE OGH 2015-07-09 12 Os 61/15k TE OGH 2015-08-27 12 Os 75/15v Auch TE OGH 2015-08-27 12 Os 82/15y Aber; Beisatz: Die Bereitschaft zu diversioneller Vorgangsweise indiziert idR die erforderliche Verantwortungsübernahme. Ein das Unrecht des Gesamtverhaltens, also auch alle Begleiterscheinungen der Tat mitumfassendes Schuldeinbekenntnis ist nicht Diversionsvoraussetzung. (T4) Beisatz: Beruft sich der bis zuletzt leugnende Angeklagte erst im Plädoyer auf eine allenfalls vorzunehmende diversionelle Erledigung, gebieten jedoch spezialpräventive Erwägungen einen Schuldspruch und eine Straffestsetzung. (T5) TE OGH 2016-11-04 12 Os 89/16d Auch TE OGH 2017-02-28 14 Os 130/16y Auch; Beis wie T2; Beis wie T3 TE OGH 2017-07-13 12 Os 55/17f Auch TE OGH 2017-09-05 14 Os 52/17d Auch; Beis wie T2; Beis wie T3 TE OGH 2018-02-15 12 Os 75/17x Vgl TE OGH 2018-03-13 11 Os 88/17a Auch; Beis wie T1; Beis wie T3 TE OGH 2018-04-10 11 Os 30/18y Auch; Beis wie T2; Beis wie T3 TE OGH 2019-10-07 14 Os 87/19d TE OGH 2020-05-04 12 Os 44/20t Vgl TE OGH 2020-04-14 14 Os 141/19w Vgl TE OGH 2020-06-30 15 Os 60/20t Vgl; Beis wie T3 TE OGH 2020-09-29 14 Os 89/20z Vgl TE OGH 2020-10-15 12 Os 71/20p Vgl TE OGH 2021-01-15 11 Os 116/20y Vgl; Beis wie T2; Beis wie T3 TE OGH 2021-03-16 13 Os 115/20s Vgl TE OGH 2021-12-13 12 Os 113/21s Vgl TE OGH 2022-03-31 12 Os 144/21z Vgl TE OGH 2022-09-14 15 Os 69/22v Vgl TE OGH 2022-09-27 11 Os 79/22k Vgl TE OGH 2022-09-19 14 Os 34/22i Vgl TE OGH 2022-11-07 12 Os 103/22x Vgl TE OGH 2023-09-06 14 Os 50/23v vgl; Beisatz wie T3 TE OGH 2023-10-19 12 Os 102/23a vgl; Beisatz wie T5 TE OGH 2024-03-06 13 Os 93/23k vgl TE OGH 2024-05-15 15 Os 37/24s vgl TE OGH 2024-05-22 13 Os 27/24f vgl TE OGH 2024-06-26 13 Os 122/23z vgl TE OGH 2024-09-05 12 Os 86/24z vgl; Beisatz wie T2; Beisatz wie T3 TE OGH 2024-12-16 14 Os 106/24f vgl; Beisatz wie T3 TE OGH 2025-03-25 14 Os 61/23m vgl; Beisatz wie T3 European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:2002:RS0116299
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