RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0117654 Entscheidungsdatum23.10.2025 Geschäftszahl10ObS394/02t; 10ObS128/03a; 10ObS117/04k; 10ObS191/06w; 10ObS107/07v; 10ObS96/08b; 10ObS26/10m; 10ObS11/10f; 5Ob124/10m; 10ObS179/10m; 5Ob29/11t; 10ObS66/11w; 10ObS30/12b; 10ObS99/14b; 7Ob201/14f; 5Ob37/15z; 10ObS38/19i; 5Ob71/20g; 10ObS138/21y; 10ObS101/21g; 10ObS140/21t; 10ObS118/21g; 10ObS160/21h; 8ObA59/22t; 10ObS47/22t; 8ObA3/24k; 8ObA26/24t; 10ObS82/23s; 10Obs107/24v; 10ObS1/25g; 10ObS72/25y; 9ObA102/24a; 10ObS92/25i NormASVG §181b lita ASVG §223 Abs2 ASVG §236 Abs1 Z1 ASVG idF SRÄG 1991 BGBl 1991/157 §253 Abs1ASVG in der Fassung SRÄG 1991 BGBl 1991/157 §253 Abs1 ASVG §269 ASVG §551 Abs10 ASVG §600 Abs1 Z3 ASVG §600 Abs9 B-VG Art7 Abs1 B-VG Art89 KGG §2 Abs2 Z1 KGG §2 Abs6 RechtssatzDem Gesetzgeber steht ein Gestaltungsspielraum insofern zu, als er in seinen rechts- und wirtschaftspolitischen Zielsetzungen frei ist. Gerade im Sozialversicherungsbereich sind Stichtagsregelungen in Anpassung an die wirtschaftlichen und sozialen Gegebenheiten unvermeidlich, mögen sie auch in Einzelfällen Härten mit sich bringen. Eine zeitliche Differenzierung durch eine Stichtagsregelung verstößt nicht grundsätzlich gegen den verfassungsrechtlichen Gleichheitsgrundsatz, weil es im Wesen einer Änderung materiell-rechtlicher Bestimmungen liegt, dass Rechtsfälle je nach dem für maßgeblich erklärten zeitlichen Sachverhaltselement unterschiedlich nach der alten oder neuen Rechtslage behandelt werden. Es steht daher grundsätzlich auch in der rechtspolitischen Freiheit des Gesetzgebers festzulegen, wann eine neue, den Versicherten begünstigende Bestimmung zu gelten hat. Hier: § 2 Abs 2 Z 1 KGG in Verbindung mit § 2 Abs 6 KGG idF BGBl I Nr 103/2001.Hier: Paragraph 2, Absatz 2, Ziffer eins, KGG in Verbindung mit Paragraph 2, Absatz 6, KGG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr 103 aus 2001,. EntscheidungstexteTE OGH 2003-06-17 10 ObS 394/02t TE OGH 2003-05-27 10 ObS 128/03a TE OGH 2004-09-14 10 ObS 117/04k Beisatz: Hier: § 181b lit a ASVG in Verbindung mit § 600 Abs 1 Z 3 und Abs 9 ASVG idF BGBl I Nr. 140/2002 (
- ASVGNov). (T1)Beisatz: Hier: Paragraph 181 b, Litera a, ASVG in Verbindung mit Paragraph 600, Absatz eins, Ziffer 3 und Absatz 9, ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 140 aus 2002, (
- ASVGNov). (T1) TE OGH 2007-01-16 10 ObS 191/06w Auch; Beisatz: Hier: § 269 ASVG in Verbindung mit § 223 Abs 2 ASVG idF BGBl Nr 17/
- (T2)Auch; Beisatz: Hier: Paragraph 269, ASVG in Verbindung mit Paragraph 223, Absatz 2, ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Nr 17 aus 1969,. (T2) TE OGH 2007-09-11 10 ObS 107/07v Auch; Beisatz: Hier: § 236 Abs 1 Z 1 ASVG. (T3)Auch; Beisatz: Hier: Paragraph 236, Absatz eins, Ziffer eins, ASVG. (T3) TE OGH 2008-07-24 10 ObS 96/08b Vgl TE OGH 2010-03-23 10 ObS 26/10m Beisatz: Hier: § 637 Abs 2 ASVG idF BGBl I 2008/129 (T4)Beisatz: Hier: Paragraph 637, Absatz 2, ASVG in der Fassung BGBl römisch eins 2008/129 (T4) TE OGH 2010-04-13 10 ObS 11/10f Beis wie T4 TE OGH 2010-09-23 5 Ob 124/10m Vgl; Beisatz: Dem einfachen Gesetzgeber steht ein Gestaltungsspielraum verfassungsrechtlich insofern zu, als er in seinen rechtspolitischen und wirtschaftlichen Zielsetzungen frei ist, sofern keine unsachliche Ungleichbehandlung vorliegt. (T5) Beisatz: Hier: Keine verfassungsrechtlichen Bedenken gegen die Überwälzbarkeit der Grundsteuer auf die Mieter gemäß § 21 Abs 2 MRG. (T6)Beisatz: Hier: Keine verfassungsrechtlichen Bedenken gegen die Überwälzbarkeit der Grundsteuer auf die Mieter gemäß Paragraph 21, Absatz 2, MRG. (T6) TE OGH 2011-02-01 10 ObS 179/10m Auch; Veröff: SZ 2011/13 TE OGH 2011-03-29 5 Ob 29/11t Auch; Beis wie T5; Beisatz: Hier: Keine unsachliche Ungleichbehandlung durch § 16 Abs 7 MRG, weil der Gesetzgeber im Interesse des Mieters auf Ausgleich der Nachteile durch eine Befristung eine Regelung schafft, die dem Vermieter einen Anreiz dafür bieten soll, unbefristet zu vermieten. (T7)Auch; Beis wie T5; Beisatz: Hier: Keine unsachliche Ungleichbehandlung durch Paragraph 16, Absatz 7, MRG, weil der Gesetzgeber im Interesse des Mieters auf Ausgleich der Nachteile durch eine Befristung eine Regelung schafft, die dem Vermieter einen Anreiz dafür bieten soll, unbefristet zu vermieten. (T7) Bem: So auch 5 Ob 240/10w. (T8) TE OGH 2011-07-21 10 ObS 66/11w Auch TE OGH 2012-03-13 10 ObS 30/12b Vgl auch; Beisatz: Hier: § 269 ASVG. (T9)Vgl auch; Beisatz: Hier: Paragraph 269, ASVG. (T9) TE OGH 2014-12-16 10 ObS 99/14b Auch; Beisatz: Hier: Keine Bedenken an der Verfassungsmäßigkeit der Stichtagsregelung des Art 15 Abs 1 des Abkommens zwischen der Republik Österreich und der UNIDO, BGBl III 2010/111 („UNIDO-Abkommen neu“). (T10)Auch; Beisatz: Hier: Keine Bedenken an der Verfassungsmäßigkeit der Stichtagsregelung des Artikel 15, Absatz eins, des Abkommens zwischen der Republik Österreich und der UNIDO, BGBl römisch drei 2010/111 („UNIDO-Abkommen neu“). (T10) TE OGH 2014-11-26 7 Ob 201/14f nur: Dem Gesetzgeber steht ein Gestaltungsspielraum insofern zu, als er in seinen rechts- und wirtschaftspolitischen Zielsetzungen frei ist. (T11) TE OGH 2015-08-25 5 Ob 37/15z nur T11; Beisatz: Hier: § 10 MRG. (T12)nur T11; Beisatz: Hier: Paragraph 10, MRG. (T12) TE OGH 2019-07-30 10 ObS 38/19i Vgl; Beis wie T5 TE OGH 2020-11-19 5 Ob 71/20g Vgl; Beisatz: Hier: Stichtagsbegrenzte Überprüfungsmöglichkeit von Vorschreibungen nach § 14d WGG. (T13)Vgl; Beisatz: Hier: Stichtagsbegrenzte Überprüfungsmöglichkeit von Vorschreibungen nach Paragraph 14 d, WGG. (T13) TE OGH 2021-10-19 10 ObS 138/21y Beis wie T5; Beisatz: Hier: Anwendbarkeit des § 236 Abs 4b ASVG lediglich auf Pensionsanträge ab dem Stichtag 1.1.2020 nicht gleichheitswidrig. (T14)Beis wie T5; Beisatz: Hier: Anwendbarkeit des Paragraph 236, Absatz 4 b, ASVG lediglich auf Pensionsanträge ab dem Stichtag 1.1.2020 nicht gleichheitswidrig. (T14) TE OGH 2021-10-19 10 ObS 101/21g Vgl TE OGH 2021-11-16 10 ObS 140/21t Beis wie T5; Beis wie T14 TE OGH 2021-11-16 10 ObS 118/21g Beis wie T5; Beis wie T14 TE OGH 2021-11-16 10 ObS 160/21h Beis wie T5; Beis wie T14 TE OGH 2022-08-30 8 ObA 59/22t Vgl; Beisatz: Hier: § 238 DO.B. (T15)Vgl; Beisatz: Hier: Paragraph 238, DO.B. (T15) TE OGH 2022-09-13 10 ObS 47/22t Vgl; Beis wie T5; Beisatz: Hier: Keine verfassungsrechtlichen Bedenken gegen § 253 Abs 1 ASVG idF SRÄG 1991, BGBl 1991/157, iVm § 551 Abs 10 ASVG. (T16)Vgl; Beis wie T5; Beisatz: Hier: Keine verfassungsrechtlichen Bedenken gegen Paragraph 253, Absatz eins, ASVG in der Fassung SRÄG 1991, BGBl 1991/157, in Verbindung mit Paragraph 551, Absatz 10, ASVG. (T16) TE OGH 2024-03-22 8 ObA 3/24k vgl; Beisatz: Hier: keine Zweifel an der Verfassungskonformität von § 15f Abs 1 iVm § 40 Abs 29 MuttSchG idF BGBl I 2019/68 (T17)vgl; Beisatz: Hier: keine Zweifel an der Verfassungskonformität von Paragraph 15 f, Absatz eins, in Verbindung mit Paragraph 40, Absatz 29, MuttSchG in der Fassung BGBl römisch eins 2019/68 (T17) TE OGH 2024-06-26 8 ObA 26/24t vgl; Beisatz: Hier: Wr. VBO 1995 (T18) TE OGH 2024-07-09 10 ObS 82/23s vgl TE OGH 2024-10-08 10 Obs 107/24v nur: Eine zeitliche Differenzierung durch eine Stichtagsregelung verstößt nicht grundsätzlich gegen den verfassungsrechtlichen Gleichheitsgrundsatz, weil es im Wesen einer Änderung materiell-rechtlicher Bestimmungen liegt, dass Rechtsfälle je nach dem für maßgeblich erklärten zeitlichen Sachverhaltselement unterschiedlich nach der alten oder neuen Rechtslage behandelt werden. Es steht daher grundsätzlich auch in der rechtspolitischen Freiheit des Gesetzgebers festzulegen, wann eine neue, den Versicherten begünstigende Bestimmung zu gelten hat. (T19) TE OGH 2025-03-18 10 ObS 1/25g vgl; Beisatz: Hier: "Schutzklauseln" nach § 783 Abs 3 ASVG und § 808 Abs 3 ASVG (T20)vgl; Beisatz: Hier: "Schutzklauseln" nach Paragraph 783, Absatz 3, ASVG und Paragraph 808, Absatz 3, ASVG (T20) TE OGH 2025-07-10 10 ObS 72/25y vgl; Beisatz nur wie T5 Beisatz: Hier: § 131 ASVG (T21)Beisatz: Hier: Paragraph 131, ASVG (T21) TE OGH 2025-10-23 9 ObA 102/24a TE OGH 2025-10-21 10 ObS 92/25i Beisatz: Hier: § 292 Abs 1 Z 1 GSVG iVm § 120 Abs 7 GSVG. (T22)Beisatz: Hier: Paragraph 292, Absatz eins, Ziffer eins, GSVG in Verbindung mit Paragraph 120, Absatz 7, GSVG. (T22) European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:2003:RS0117654