RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0118775 Entscheidungsdatum25.02.2026 Geschäftszahl13Os14/04; 13Os135/03; 13Os17/06h; 12Os25/07d; 15Os85/07z; 13Os162/08k; 13Os124/10z; 15Os105/13z; 21Ds3/20h; 12Os13/23p (12Os16/23d); 24Ds1/23s; 15Os8/25b (15Os57/25h); 14Os61/23m; 11Os101/25z; 15Os7/26g NormStPO §260 Abs1 Z2 StPO §270 Abs2 Z4 StPO §270 Abs2 Z5 StPO §281 Abs1 Z10 A StPO §345 Abs1 Z12 RechtssatzWeist ein Urteil in Hinsicht auf die durch das Verhalten des Angeklagten begründete strafbare Handlung einen Widerspruch zwischen Tenor und Gründen auf, weil das Erkenntnis über die Schuldfrage (§§ 270 Abs 2 Z 4, 260 Abs 1 Z 2 StPO) eine andere strafbare Handlung bezeichnet als jene, die der rechtlichen Beurteilung in den Gründen (§ 270 Abs 2 Z 5 StPO) zufolge verwirklicht wurde, kommt der materielle Nichtigkeitsgrund nach § 281 Abs 1 Z 10 StPO in Betracht. Dessen Bezugspunkte sind der Ausspruch darüber, welche strafbare Handlung durch die als erwiesen angenommenen Tatsachen begründet wird (§ 260 Abs 1 Z 2 StPO), und die Feststellungen in den Entscheidungsgründen (§ 270 Abs 2 Z 5 StPO) des Urteils.Weist ein Urteil in Hinsicht auf die durch das Verhalten des Angeklagten begründete strafbare Handlung einen Widerspruch zwischen Tenor und Gründen auf, weil das Erkenntnis über die Schuldfrage (Paragraphen 270, Absatz 2, Ziffer 4, 260, Absatz eins, Ziffer 2, StPO) eine andere strafbare Handlung bezeichnet als jene, die der rechtlichen Beurteilung in den Gründen (Paragraph 270, Absatz 2, Ziffer 5, StPO) zufolge verwirklicht wurde, kommt der materielle Nichtigkeitsgrund nach Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 10, StPO in Betracht. Dessen Bezugspunkte sind der Ausspruch darüber, welche strafbare Handlung durch die als erwiesen angenommenen Tatsachen begründet wird (Paragraph 260, Absatz eins, Ziffer 2, StPO), und die Feststellungen in den Entscheidungsgründen (Paragraph 270, Absatz 2, Ziffer 5, StPO) des Urteils. EntscheidungstexteTE OGH 2004-04-07 13 Os 14/04 TE OGH 2004-10-06 13 Os 135/03 Vgl TE OGH 2006-04-05 13 Os 17/06h Vgl; Beisatz: Hier: Den Wahrsprüchen zugrunde liegende entscheidende Tatsachen, die zueinander in Widerspruch stehen, erfordern in amtswegiger Wahrnehmung (hier:) des Nichtigkeitsgrundes nach § 345 Abs 1 Z 12 StPO die Aufhebung der Wahrsprüche. (T1)Vgl; Beisatz: Hier: Den Wahrsprüchen zugrunde liegende entscheidende Tatsachen, die zueinander in Widerspruch stehen, erfordern in amtswegiger Wahrnehmung (hier:) des Nichtigkeitsgrundes nach Paragraph 345, Absatz eins, Ziffer 12, StPO die Aufhebung der Wahrsprüche. (T1) TE OGH 2007-04-12 12 Os 25/07d Vgl; Beisatz: Eine Undeutlichkeit auf der Feststellungsebene (Mängel an Feststellungen), die eine Subsumtion des im Wahrspruch dargestellten Sachverhaltes zur angenommenen Qualifikation nicht zulässt, zwingt im geschworenengerichtlichen Verfahren in amtswegiger Wahrnehmung des Nichtigkeitsgrundes nach § 345 Abs 1 Z 12 StPO zur Aufhebung des davon betroffenen Teils des Wahrspruchs und der darauf beruhenden rechtlichen Beurteilung im Schuldspruch, zumal es den Geschworenen obliegt, die Verfahrensergebnisse dahin zu bewerten, ob die Sachverhaltsvoraussetzungen für die von der Anklagebehörde angestrebte Qualifikation vorliegen oder nicht. (T2)Vgl; Beisatz: Eine Undeutlichkeit auf der Feststellungsebene (Mängel an Feststellungen), die eine Subsumtion des im Wahrspruch dargestellten Sachverhaltes zur angenommenen Qualifikation nicht zulässt, zwingt im geschworenengerichtlichen Verfahren in amtswegiger Wahrnehmung des Nichtigkeitsgrundes nach Paragraph 345, Absatz eins, Ziffer 12, StPO zur Aufhebung des davon betroffenen Teils des Wahrspruchs und der darauf beruhenden rechtlichen Beurteilung im Schuldspruch, zumal es den Geschworenen obliegt, die Verfahrensergebnisse dahin zu bewerten, ob die Sachverhaltsvoraussetzungen für die von der Anklagebehörde angestrebte Qualifikation vorliegen oder nicht. (T2) TE OGH 2007-09-06 15 Os 85/07z Auch TE OGH 2008-12-17 13 Os 162/08k Vgl; Beisatz: Rechtsrüge (Z 9) und Subsumtionsrüge (Z 10) stellen auf einen Vergleich des Schuldspruchs (§ 260 Abs 1 Z 2 StPO) mit den Feststellungen der Entscheidungsgründe (§ 270 Abs 2 Z 5 StPO) ab (WK-StPO § 281 Rz 269). (T3)Vgl; Beisatz: Rechtsrüge (Ziffer 9,) und Subsumtionsrüge (Ziffer 10,) stellen auf einen Vergleich des Schuldspruchs (Paragraph 260, Absatz eins, Ziffer 2, StPO) mit den Feststellungen der Entscheidungsgründe (Paragraph 270, Absatz 2, Ziffer 5, StPO) ab (WK-StPO Paragraph 281, Rz 269). (T3) TE OGH 2010-12-16 13 Os 124/10z Auch; Beis ähnlich wie T3; Beisatz: Und nicht mit dem Referat der entscheidenden Tatsachen im Urteilstenor (§ 260 Abs 1 Z 1 StPO). (T4)Auch; Beis ähnlich wie T3; Beisatz: Und nicht mit dem Referat der entscheidenden Tatsachen im Urteilstenor (Paragraph 260, Absatz eins, Ziffer eins, StPO). (T4) TE OGH 2013-08-21 15 Os 105/13z Vgl TE OGH 2021-12-15 21 Ds 3/20h Vgl; Beis wie T3; Beis wie T4 TE OGH 2023-05-22 12 Os 13/23p vgl; Beisatz wie T3 TE OGH 2023-09-13 24 Ds 1/23s vgl; Beisatz wie T3; Beisatz wie T4 TE OGH 2025-06-04 15 Os 8/25b vgl TE OGH 2025-03-25 14 Os 61/23m vgl; Beisatz wie T3; Beisatz wie T4 TE OGH 2025-10-07 11 Os 101/25z vgl; Beisatz wie T3 TE OGH 2026-02-25 15 Os 7/26g vgl; Beisatz wie T3 European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:2004:RS0118775
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