RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0122015 Entscheidungsdatum28.03.2007 Geschäftszahl6Ob68/07d; 2Ob273/05v; 7Ob156/07b; 1Ob4/08g; 6Ob18/08b; 1Ob136/08v; 6Ob164/08y; 2Ob123/08i; 10Ob17/09m; 2Ob275/08t; 6Ob148/09x; 3Ob272/09k; 2Ob193/09k; 3Ob21/12b; 8ObA85/11z; 5Ob97/13w; 2Ob152/14p; 2Ob155/14d; 4Ob210/16k; 10Ob45/17s; 5Ob11/18f; 2Ob213/18i; 8Ob136/18k; 5Ob149/19a; 6Ob109/20b; 6Ob190/20i; 4Ob1/21g; 2Ob81/21g; 2Ob177/21z NormZPO §502 Abs1; AußStrG 2005 §62 Abs1 RechtssatzDie Begründung eines Zulässigkeitsausspruchs, wonach eine Rechtsprechung des OGH zu einem vergleichbaren Sachverhalt fehle, ist letztlich eine Scheinbegründung. Genügte nämlich für die Zulässigkeit einer Revision bereits das Fehlen einer höchstgerichtlichen Entscheidung zu einem vergleichbaren „Sachverhalt", dann müsste der Oberste Gerichtshof in vielen Fällen die Sachentscheidung fällen, obgleich sie in Wahrheit keine erhebliche Rechtsfrage, sondern nur die Einzelfallgerechtigkeit berührenden Wertungsfragen aufwirft. EntscheidungstexteTE OGH 2007-03-28 6 Ob 68/07d TE OGH 2007-04-19 2 Ob 273/05v Beisatz: Auch bei der Begründung, dass ein Fall von bisher entschiedenen Fällen abweiche, handelt es sich letztlich um eine Scheinbegründung. Genügte nämlich für die Zulässigkeit einer Revision bereits das „Abweichen des Falles von bisher entschiedenen Fällen", so müsste der Oberste Gerichtshof in vielen Fällen die Sachentscheidung fällen, obgleich sie in Wahrheit keine erhebliche Rechtsfrage, sondern nur die Einzelfallgerechtigkeit berührenden Wertungsfragen aufwirft. (T1) TE OGH 2007-08-29 7 Ob 156/07b TE OGH 2008-02-26 1 Ob 4/08g Vgl auch TE OGH 2008-03-13 6 Ob 18/08b TE OGH 2008-08-11 1 Ob 136/08v nur: Genügte nämlich für die Zulässigkeit einer Revision bereits das Fehlen einer höchstgerichtlichen Entscheidung zu einem vergleichbaren „Sachverhalt", dann müsste der Oberste Gerichtshof in vielen Fällen die Sachentscheidung fällen, obgleich sie in Wahrheit keine erhebliche Rechtsfrage, sondern nur die Einzelfallgerechtigkeit berührenden Wertungsfragen aufwirft. (T2) TE OGH 2008-08-07 6 Ob 164/08y Auch TE OGH 2008-11-27 2 Ob 123/08i Vgl TE OGH 2009-04-21 10 Ob 17/09m Vgl TE OGH 2009-05-20 2 Ob 275/08t Auch TE OGH 2009-08-05 6 Ob 148/09x Beisatz: Dass jedenfalls in einem Verfahren, welches in zweiter Instanz anhängig gewesen ist, unterschiedliche Rechtsstandpunkte eingenommen werden können, liegt schon allein deshalb auf der Hand, weil es sonst gar nicht zum Rekursverfahren gekommen wäre. Dann müsste der Oberste Gerichtshof jedoch praktisch in allen Verfahren die Sachentscheidung fällen, obgleich sie in Wahrheit keine erhebliche Rechtsfrage, sondern nur die Einzelfallgerechtigkeit berührende Wertungsfragen aufwirft. (T3) TE OGH 2010-01-27 3 Ob 272/09k TE OGH 2010-06-17 2 Ob 193/09k Ähnlich TE OGH 2012-03-14 3 Ob 21/12b Vgl auch; nur T2 TE OGH 2012-07-26 8 ObA 85/11z Auch TE OGH 2013-06-06 5 Ob 97/13w Vgl auch TE OGH 2015-02-18 2 Ob 152/14p Vgl TE OGH 2015-05-13 2 Ob 155/14d Vgl auch TE OGH 2016-11-22 4 Ob 210/16k Vgl auch TE OGH 2017-11-14 10 Ob 45/17s Auch; Beisatz: Dass Rechtsprechung zu einem vergleichbaren Sachverhalt fehlt, begründet noch nicht das Vorliegen einer erheblichen Rechtsfrage. (T4) TE OGH 2018-05-15 5 Ob 11/18f Vgl auch TE OGH 2018-11-29 2 Ob 213/18i Auch; Beis wie T4 TE OGH 2018-11-26 8 Ob 136/18k Beis wie T4 TE OGH 2019-10-22 5 Ob 149/19a Vgl TE OGH 2020-09-15 6 Ob 109/20b Vgl; Beisatz: Hier: Das Berufungsgericht hat es unterlassen, in seiner den ursprünglichen Nichtzulassungsausspruch abändernden Entscheidung darzutun, worin es konkret die Möglichkeit einer krassen Fehlbeurteilung sieht. (T5) TE OGH 2020-11-25 6 Ob 190/20i TE OGH 2021-05-27 4 Ob 1/21g Vgl; Beis wie T4 TE OGH 2021-06-24 2 Ob 81/21g Vgl TE OGH 2021-11-25 2 Ob 177/21z Beis wie T4 European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:2007:RS0122015
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