OGH Rechtssatz RS0129855 (17Os47/14m u. a.)
RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0129855 Entscheidungsdatum09.12.2025 Geschäftszahl17Os47/14m; 17Os23/15h; 17Os36/15w; 17Os14/16m; 17Os2/18z; 17Os9/18d; 14Os137/18f; 14Os19/21g; 14Os150/21x; 14Os102/25v NormStGB §2 StGB §302 RechtssatzRäumt das Gesetz einem Beamten Befugnis ein und verpflichtet es ihn zu einem bestimmten Handeln, schreibt es also vor, in welcher Weise der Beamte diese Befugnis (aktiv) auszuüben hat, kann ein tatbildlicher (also vorsätzlicher) Fehlgebrauch gerade auch in der Nichterfüllung dieser Handlungspflichten liegen.
EntscheidungstexteTE OGH 2015-01-21 17 Os 47/14m TE OGH 2015-12-14 17 Os 23/15h Beisatz: Gleichwertigkeit der Unterlassung iSd § 2 StGB ist dann keine Voraussetzung der Strafbarkeit nach § 302 Abs 1 StGB. (T1)Beisatz: Gleichwertigkeit der Unterlassung iSd Paragraph 2, StGB ist dann keine Voraussetzung der Strafbarkeit nach Paragraph 302, Absatz eins, StGB. (T1) TE OGH 2016-10-03 17 Os 36/15w Vgl auch; Beisatz: Hier: Zu unterlassener Abfuhr durch Hoheitsakt eingehobener Gebühren. (T2) TE OGH 2016-12-06 17 Os 14/16m Auch TE OGH 2018-06-25 17 Os 2/18z Auch TE OGH 2018-08-03 17 Os 9/18d Auch TE OGH 2019-01-29 14 Os 137/18f Auch TE OGH 2021-06-29 14 Os 19/21g Vgl TE OGH 2022-02-22 14 Os 150/21x Vgl; Beisatz: Ein durch Unterlassen begangener Befugnismissbrauch setzt die Nichterfüllung einer Handlungspflicht voraus, die sich nur aus der konkreten Zuständigkeit des Beamten ergeben kann. (T3) TE OGH 2025-12-09 14 Os 102/25v vgl European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:2015:RS0129855