RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0131445 Entscheidungsdatum22.04.2026 Geschäftszahl14Ns27/17g; 15Ns55/19k; 11Ns14/20b; 13Ns5/20v; 14Ns40/20y; 13Ns94/20g; 14Ns23/21z; 14Ns37/21h; 11Ns62/21p; 14Ns23/22a; 14Ns69/22s; 15Ns47/22p; 14Ns93/22w; 14Ns50/23y; 13Ns49/23v; 15Ns120/23z; 12Ns66/24p; 11Ns73/24k; 13Ns59/24s; 13Ns15/26y NormStGB §29 StPO §37 RechtssatzDie örtliche Zuständigkeit ist bei Subsumtionseinheiten zwar hinsichtlich jeder der zusammenzufassenden (real konkurrierenden) Straftaten nach den Kriterien des § 36 StPO zu ermitteln. Bezugspunkt für die sodann nach § 37 Abs 2 zweiter und dritter Satz StPO vorzunehmende Beurteilung, welches Gericht für das wegen aller Straftaten gemeinsam zu führende Hauptverfahren örtlich zuständig ist, ist aber jeder einzelne deren Tatorte (weil an jedem eine Ausführungshandlung gesetzt wurde; § 36 Abs 3 StPO), es sei denn die Qualifikation, die die sachliche Zuständigkeit eines höherrangigen Gerichts nach sich zieht, wäre nach der Verdachtslage durch eine einzige dieser Straftaten verwirklicht worden. Ergibt sich das Überschreiten einer qualifikationsbegründenden Wertgrenze hingegen nur durch Zusammenrechnung, kommt es demnach auch nicht darauf an, welche der dem Angeklagten zur Last gelegten Tathandlungen hiefür letztlich ausschlaggebend war.Die örtliche Zuständigkeit ist bei Subsumtionseinheiten zwar hinsichtlich jeder der zusammenzufassenden (real konkurrierenden) Straftaten nach den Kriterien des Paragraph 36, StPO zu ermitteln. Bezugspunkt für die sodann nach Paragraph 37, Absatz 2, zweiter und dritter Satz StPO vorzunehmende Beurteilung, welches Gericht für das wegen aller Straftaten gemeinsam zu führende Hauptverfahren örtlich zuständig ist, ist aber jeder einzelne deren Tatorte (weil an jedem eine Ausführungshandlung gesetzt wurde; Paragraph 36, Absatz 3, StPO), es sei denn die Qualifikation, die die sachliche Zuständigkeit eines höherrangigen Gerichts nach sich zieht, wäre nach der Verdachtslage durch eine einzige dieser Straftaten verwirklicht worden. Ergibt sich das Überschreiten einer qualifikationsbegründenden Wertgrenze hingegen nur durch Zusammenrechnung, kommt es demnach auch nicht darauf an, welche der dem Angeklagten zur Last gelegten Tathandlungen hiefür letztlich ausschlaggebend war. EntscheidungstexteTE OGH 2017-05-23 14 Ns 27/17g TE OGH 2019-09-24 15 Ns 55/19k TE OGH 2020-04-09 11 Ns 14/20b TE OGH 2020-02-26 13 Ns 5/20v TE OGH 2020-09-29 14 Ns 40/20y Vgl TE OGH 2020-12-09 13 Ns 94/20g Vgl TE OGH 2021-04-08 14 Ns 23/21z Vgl TE OGH 2021-05-10 14 Ns 37/21h Vgl TE OGH 2021-08-24 11 Ns 62/21p Vgl TE OGH 2022-04-21 14 Ns 23/22a Vgl TE OGH 2022-09-06 14 Ns 69/22s Vgl TE OGH 2022-08-29 15 Ns 47/22p Vgl TE OGH 2022-11-24 14 Ns 93/22w Vgl TE OGH 2023-06-28 14 Ns 50/23y vgl TE OGH 2023-06-28 13 Ns 49/23v vgl TE OGH 2024-04-17 15 Ns 120/23z vgl TE OGH 2024-11-27 12 Ns 66/24p vgl TE OGH 2024-12-17 11 Ns 73/24k vgl TE OGH 2024-12-18 13 Ns 59/24s vgl TE OGH 2026-04-22 13 Ns 15/26y vgl European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:2017:RS0131445
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