OGH Rechtssatz RS0132692 (11Os60/19m u. a.)
RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0132692 Entscheidungsdatum17.03.2026 Geschäftszahl11Os60/19m; 13Os71/19v; 12Os145/24a; 11Os150/24d; 11Os13/25h; 11Os59/25y; 14Os71/25k; 14Os8/26x NormStGB §28 StGB §61 StGB §67 StGB §207a Abs3 RechtssatzMehrere Begehungsformen eines alternativen Mischdelikts können - weil sie eine strafbare Handlung bilden - nicht in (Konkurrenz oder) Scheinkonkurrenz zueinander stehen.
Verschafft sich der Täter eine verpönte Darstellung (als Tatobjekt des § 207a Abs 3 erster Satz StGB) und besitzt er sie anschließend, wird diese - eine strafbare Handlung begründende - eine Tat demnach bis zu dem Zeitpunkt begangen (§ 67 Abs 1 StGB), in dem der Besitz endet.Verschafft sich der Täter eine verpönte Darstellung (als Tatobjekt des Paragraph 207 a, Absatz 3, erster Satz StGB) und besitzt er sie anschließend, wird diese - eine strafbare Handlung begründende - eine Tat demnach bis zu dem Zeitpunkt begangen (Paragraph 67, Absatz eins, StGB), in dem der Besitz endet.
Erstreckt sich die Tat über den zeitlichen Geltungsbereich verschiedener Normenlagen, ist das für den Günstigkeitsvergleich (§ 61 StGB) maßgebliche Tatzeitrecht jenes, das zu dem Zeitpunkt in Geltung stand, als sie zuletzt begangen wurde.Erstreckt sich die Tat über den zeitlichen Geltungsbereich verschiedener Normenlagen, ist das für den Günstigkeitsvergleich (Paragraph 61, StGB) maßgebliche Tatzeitrecht jenes, das zu dem Zeitpunkt in Geltung stand, als sie zuletzt begangen wurde.
EntscheidungstexteTE OGH 2019-06-25 11 Os 60/19m TE OGH 2019-11-13 13 Os 71/19v Beisatz: Nur: Alternative - also rechtlich gleichwertige - Tatbestandsvarianten können nicht in (Konkurrenz oder) Scheinkonkurrenz zueinander stehen. (T1) TE OGH 2025-01-29 12 Os 145/24a vgl TE OGH 2025-04-01 11 Os 150/24d vgl TE OGH 2025-05-06 11 Os 13/25h vgl TE OGH 2025-09-09 11 Os 59/25y vgl TE OGH 2025-09-04 14 Os 71/25k vgl TE OGH 2026-03-17 14 Os 8/26x vgl European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:2019:RS0132692