RIS Dokument GerichtVerwaltungsgerichtshof Entscheidungsdatum29.05.1996 Geschäftszahl95/13/0056 RechtssatzDer Ausschlußtatbestand des § 12 Abs 3 Z 2 UStG 1972 vom Vorsteuerabzug aus Rechnungen für Provisionen für die Akquisition von Kommanditbeteiligungen ist erfüllt, weil Umsätze von Kommanditanteilen gem § 6 Z 8 lit e UStG 1972 unecht steuerbefreit sind (Hinweis E 23.4.1992, 91/15/0142). Der VwGH hält auch für den Fall der Begebung stiller Beteiligungen eine abweichende Betrachtung nicht für geboten. Die zwischen der Kommanditgesellschaft und der stillen Gesellschaft ungeachtet ihrer gemeinsamen geschichtlichen Wurzeln bestehenden Unterschiede (Hinweis Straube in Straube, HGB I/2, § 178 RZ 2 ff; Hämmerle/Wünsch, Handelsrecht 2/3, 193
- ff)rechtfertigen es nicht, die Beteiligung eines stillen Gesellschafters nicht als Anteil an einer Gesellschaft iSd § 6 Z 8 lit e UStG 1972 zu beurteilen. Auch das zwischen dem Inhaber des Handelsgewerbes und dem daran nach Maßgabe der Vorschriften der §§ 178 HGB still Beteiligten begründete Rechtsverhältnis ist Gesellschaft und bedarf zu seinem Entstehen des Abschlusses eines Gesellschaftsvertrages (Hinweis Straube, aaO, § 178 RZ 4; Hämmerle/Wünsch, aaO, 194, 202; Kastner/Doralt/Nowotny, Grundriß des österreichischen Gesellschaftsrechts/5, 163, 166; Paulick, Handbuch der stillen Gesellschaft/3, 45, 131). Ertragsteuerlich werden stille Gesellschaften in der Erscheingungsform der atypischen stillen Gesellschaft als Mitunternehmerschaft iSd § 23 Z 2 der Einkommensteuergesetze behandelt (Hinweis E 9.2.1982, 81/14/0060; E 23.2.1994, 93/15/0163). Auch kapitalverkehrsteuerrechtlich gilt die Anschaffung einer stillen Beteiligung durch den Beteiliger als Erwerb von Gesellschaftsrechten (Hinweis E 20.1.1992, 90/15/0074, VwSlg 6642 F/1992; Urteil des BFH 7.2.1973, II R 60/72, BStBl 1973, II, 507).Der Ausschlußtatbestand des Paragraph 12, Absatz 3, Ziffer 2, UStG 1972 vom Vorsteuerabzug aus Rechnungen für Provisionen für die Akquisition von Kommanditbeteiligungen ist erfüllt, weil Umsätze von Kommanditanteilen gem Paragraph 6, Ziffer 8, Litera e, UStG 1972 unecht steuerbefreit sind (Hinweis E 23.4.1992, 91/15/0142). Der VwGH hält auch für den Fall der Begebung stiller Beteiligungen eine abweichende Betrachtung nicht für geboten. Die zwischen der Kommanditgesellschaft und der stillen Gesellschaft ungeachtet ihrer gemeinsamen geschichtlichen Wurzeln bestehenden Unterschiede (Hinweis Straube in Straube, HGB I/2, Paragraph 178, RZ 2 ff; Hämmerle/Wünsch, Handelsrecht 2/3, 193
- ff)rechtfertigen es nicht, die Beteiligung eines stillen Gesellschafters nicht als Anteil an einer Gesellschaft iSd Paragraph 6, Ziffer 8, Litera e, UStG 1972 zu beurteilen. Auch das zwischen dem Inhaber des Handelsgewerbes und dem daran nach Maßgabe der Vorschriften der Paragraphen 178, HGB still Beteiligten begründete Rechtsverhältnis ist Gesellschaft und bedarf zu seinem Entstehen des Abschlusses eines Gesellschaftsvertrages (Hinweis Straube, aaO, Paragraph 178, RZ 4; Hämmerle/Wünsch, aaO, 194, 202; Kastner/Doralt/Nowotny, Grundriß des österreichischen Gesellschaftsrechts/5, 163, 166; Paulick, Handbuch der stillen Gesellschaft/3, 45, 131). Ertragsteuerlich werden stille Gesellschaften in der Erscheingungsform der atypischen stillen Gesellschaft als Mitunternehmerschaft iSd Paragraph 23, Ziffer 2, der Einkommensteuergesetze behandelt (Hinweis E 9.2.1982, 81/14/0060; E 23.2.1994, 93/15/0163). Auch kapitalverkehrsteuerrechtlich gilt die Anschaffung einer stillen Beteiligung durch den Beteiliger als Erwerb von Gesellschaftsrechten (Hinweis E 20.1.1992, 90/15/0074, VwSlg 6642 F/1992; Urteil des BFH 7.2.1973, römisch zwei R 60/72, BStBl 1973, römisch zwei, 507). BeachteSerie (erledigt im gleichen Sinn): 95/13/0052 E 29. Mai 1996 95/13/0053 E 29. Mai 1996 95/13/0054 E 29. Mai 1996 95/13/0055 E 29. Mai 1996 95/13/0057 E 29. Mai 1996 95/13/0058 E 3. Juli 1996 95/13/0059 E 3. Juli 1996 95/13/0060 E 3. Juli 1996 95/13/0135 E 29. Mai 1996 95/13/0180 E 29. Mai 1996