RIS Dokument GerichtVerwaltungsgerichtshof Entscheidungsdatum28.04.2011 Geschäftszahl2009/15/0172 BeachteSerie (erledigt im gleichen Sinn): 2009/13/0178 E 19.10.2011 2009/13/0221 E 06.07.2011 2009/13/0231 E 06.07.2011 2009/13/0244 E 06.07.2011 2009/13/0248 E 06.07.2011 2009/13/0251 E 06.07.2011 2009/13/0252 E 06.07.2011 2009/15/0144 E 31.05.2011 2009/15/0147 E 07.07.2011 2009/15/0180 E 28.04.2011 2009/15/0193 E 07.07.2011 2010/13/0004 E 06.07.2011 2010/13/0019 E 06.07.2011 2010/13/0021 E 06.07.2011 2010/13/0022 E 06.07.2011 2010/13/0023 E 06.07.2011 2010/13/0035 E 06.07.2011 2010/13/0036 E 06.07.2011 2010/13/0045 E 06.07.2011 2010/13/0046 E 06.07.2011 2010/13/0047 E 19.10.2011 2010/13/0053 E 19.10.2011 2010/13/0054 E 19.10.2011 2010/13/0064 E 06.07.2011 2010/13/0065 E 19.10.2011 2010/13/0071 E 06.07.2011 2010/13/0072 E 06.07.2011 2010/13/0085 E 06.07.2011 2010/13/0086 E 06.07.2011 2010/13/0198 E 19.10.2011 2010/15/0166 E 31.05.2011 2010/15/0214 E 31.05.2011 2011/13/0028 E 19.10.2011 2011/15/0115 E 07.07.2011 RechtssatzDer EuGH hat mit Urteil vom
- Februar 1998, C-318/96, Spar, ausgesprochen, dass die Sechste Richtlinie des Rates vom
- Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Umsatzsteuer (77/388/EWG), insbesondere ihre Artikel 17 Abs. 2 (Recht auf Vorsteuerabzug) und Artikel 33, der Erhebung einer Abgabe mit den Merkmalen der Kammerumlage 1 (nach § 57 HKG idF BGBl. Nr. 661/1994; vgl. den hg. Vorlagebeschluss vom
- September 1996, 96/15/0065) nicht entgegenstehe. Aus den Erwägungsgründen 1 und 3 der Richtlinie 2006/112 ergibt sich, dass diese grundsätzlich keine inhaltlichen Änderungen der Sechsten Richtlinie vornehmen sollte. Eine Änderung der Rechtsprechung des EuGH seit dem Urteil vom
- Februar 1998 zum "Charakter von Umsatzsteuern" liegt nicht vor (vgl. zu Artikel 33 der Sechsten Richtlinie EuGH vom
- Oktober 2007, C-283/06 und C-312/06, Kögaz u.a., Rn 26 ff; zur Richtlinie 2006/112 EuGH vom
- Oktober 2010, C-49/09, Europäische Kommission gegen Republik Polen, Rn 44 ff; vgl. auch den Beschluss des EuGH vom
- November 2008, C-156/08, Monika Vollkommer). Aus dem Urteil des EuGH, C-318/96, ergibt sich unzweifelhaft, dass eine Abgabe mit den Merkmalen der Kammerumlage 1 nicht in richtlinienwidriger Weise in das Recht auf Vorsteuerabzug eingreift. Auch Ruppe vertritt in SWI 1998, 121 ff
(124)), die Ansicht, dass die Kammerumlage 1 nicht im Widerspruch zur Sechsten Richtlinie 77/388 steht. Aus den vorstehenden Ausführungen folgt, dass die Richtlinie 2006/112 der Erhebung einer Abgabe mit den Merkmalen der Kammerumlage 1 nach § 122 Abs. 1 bis 6 WKG nicht entgegensteht.Der EuGH hat mit Urteil vom
- Februar 1998, C-318/96, Spar, ausgesprochen, dass die Sechste Richtlinie des Rates vom
- Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Umsatzsteuer (77/388/EWG), insbesondere ihre Artikel 17 Absatz 2, (Recht auf Vorsteuerabzug) und Artikel 33, der Erhebung einer Abgabe mit den Merkmalen der Kammerumlage 1 (nach Paragraph 57, HKG in der Fassung Bundesgesetzblatt Nr. 661 aus 1994,; vergleiche den hg. Vorlagebeschluss vom
- September 1996, 96/15/0065) nicht entgegenstehe. Aus den Erwägungsgründen 1 und 3 der Richtlinie 2006/112 ergibt sich, dass diese grundsätzlich keine inhaltlichen Änderungen der Sechsten Richtlinie vornehmen sollte. Eine Änderung der Rechtsprechung des EuGH seit dem Urteil vom
- Februar 1998 zum "Charakter von Umsatzsteuern" liegt nicht vor vergleiche zu Artikel 33 der Sechsten Richtlinie EuGH vom
- Oktober 2007, C-283/06 und C-312/06, Kögaz u.a., Rn 26 ff; zur Richtlinie 2006/112 EuGH vom
- Oktober 2010, C-49/09, Europäische Kommission gegen Republik Polen, Rn 44 ff; vergleiche auch den Beschluss des EuGH vom
- November 2008, C-156/08, Monika Vollkommer). Aus dem Urteil des EuGH, C-318/96, ergibt sich unzweifelhaft, dass eine Abgabe mit den Merkmalen der Kammerumlage 1 nicht in richtlinienwidriger Weise in das Recht auf Vorsteuerabzug eingreift. Auch Ruppe vertritt in SWI 1998, 121 ff
(124)), die Ansicht, dass die Kammerumlage 1 nicht im Widerspruch zur Sechsten Richtlinie 77/388 steht. Aus den vorstehenden Ausführungen folgt, dass die Richtlinie 2006/112 der Erhebung einer Abgabe mit den Merkmalen der Kammerumlage 1 nach Paragraph 122, Absatz eins bis 6 WKG nicht entgegensteht. European Case Law IdentifierECLI:AT:VWGH:2011:2009150172.X01