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{'item': '2011/22/0097'}

RIS Dokument GerichtVerwaltungsgerichtshof Entscheidungsdatum31.05.2011 Geschäftszahl2011/22/0097 RechtssatzAus den Erläuterungen zu § 9 Abs. 1a FrPolG 2005 idF des FrÄG 2011, BGBl. I Nr. 38/2011 (AB 1160 BlgNR

  1. GP, 7) geht hervor, dass der Gesetzgeber im Anwendungsbereich der Richtlinie 2008/115/EG (Rückführungsrichtlinie) in Umsetzung der darin vorgesehenen Rechtsschutzgarantien die unabhängigen Verwaltungssenate als Berufungsinstanz festlegen wollte. Ist dies unionsrechtlich geboten - wovon auch der Gesetzgeber ausgeht -, so ist aber festzuhalten, dass auf diese unionsrechtlichen Vorgaben unabhängig vom Datum des In-Kraft-Tretens des FrÄG 2011 bereits ab Ablauf der Umsetzungsfrist - nach Art. 20 Abs. 1 Rückführungsrichtlinie mit
  2. Dezember 2010 - Bedacht zu nehmen war (vgl. Husmann, Die Richtlinien der Europäischen Union, 655 ff, hier 660, und das Urteil des EuGH vom
  3. Juni 1987, C-384/85, Clarke). Es ist daher davon auszugehen, dass schon seit dem Ablauf der Umsetzungsfrist die Einrichtung der Sicherheitsdirektionen als Berufungsinstanz in dem von der Rückführungsrichtlinie erfassten Bereich den unionsrechtlich gebotenen Verfahrensgarantien nicht ausreichend Rechnung trägt und es an deren Stelle auf der Basis unmittelbar anwendbaren Unionsrechtes, dem Vorrang zukommt, der Einschaltung von Tribunalen bedarf.Aus den Erläuterungen zu Paragraph 9, Absatz eins a, FrPolG 2005 in der Fassung des FrÄG 2011, Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 38 aus 2011, Ausschussbericht 1160 BlgNR
  4. GP, 7) geht hervor, dass der Gesetzgeber im Anwendungsbereich der Richtlinie 2008/115/EG (Rückführungsrichtlinie) in Umsetzung der darin vorgesehenen Rechtsschutzgarantien die unabhängigen Verwaltungssenate als Berufungsinstanz festlegen wollte. Ist dies unionsrechtlich geboten - wovon auch der Gesetzgeber ausgeht -, so ist aber festzuhalten, dass auf diese unionsrechtlichen Vorgaben unabhängig vom Datum des In-Kraft-Tretens des FrÄG 2011 bereits ab Ablauf der Umsetzungsfrist - nach Artikel 20, Absatz eins, Rückführungsrichtlinie mit
  5. Dezember 2010 - Bedacht zu nehmen war vergleiche Husmann, Die Richtlinien der Europäischen Union, 655 ff, hier 660, und das Urteil des EuGH vom
  6. Juni 1987, C-384/85, Clarke). Es ist daher davon auszugehen, dass schon seit dem Ablauf der Umsetzungsfrist die Einrichtung der Sicherheitsdirektionen als Berufungsinstanz in dem von der Rückführungsrichtlinie erfassten Bereich den unionsrechtlich gebotenen Verfahrensgarantien nicht ausreichend Rechnung trägt und es an deren Stelle auf der Basis unmittelbar anwendbaren Unionsrechtes, dem Vorrang zukommt, der Einschaltung von Tribunalen bedarf. BeachteSerie (erledigt im gleichen Sinn): 2011/18/0087 E
  7. Juni 2011 2013/18/0038 E
  8. September 2013 2011/18/0094 E
  9. Juni 2011 2011/18/0051 E
  10. Juni 2011 2011/18/0043 E
  11. Juni 2011 2011/18/0044 E
  12. Juni 2011 2011/18/0074 E
  13. Juni 2011 2011/18/0058 E
  14. Juni 2011 2011/18/0086 E
  15. Juni 2011 2011/18/0077 E
  16. Juni 2011 2011/18/0088 E
  17. Juni 2011 2011/18/0097 E
  18. Juli 2011 2011/18/0057 E
  19. Juli 2011 2011/18/0107 E
  20. Juli 2011 2011/18/0040 E
  21. Juli 2011 2011/18/0128 E
  22. Juli 2011 2011/18/0116 E
  23. Juli 2011 2011/18/0113 E
  24. Juli 2011 2011/18/0092 E
  25. Juli 2011 2011/18/0081 E
  26. Juli 2011 2011/18/0093 E
  27. Juli 2011 2011/18/0127 E
  28. September 2011 2011/18/0048 E
  29. Juni 2011

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KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.