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{'item': 'Ra 2021/18/0219'}

RIS Dokument GerichtVerwaltungsgerichtshof Entscheidungsdatum23.06.2021 GeschäftszahlRa 2021/18/0219 Hinweis auf StammrechtssatzGRS wie Ra 2015/18/0100 E

  1. Dezember 2015 VwSlg 19261 A/2015 RS 5 StammrechtssatzAufgrund der eingeschränkten Ermittlungsmöglichkeiten der Asylbehörde bzw. des BVwG hat sich im Asylverfahren die Praxis etabliert, Erkundigungen im Herkunftsstaat des Asylwerbers über private Personen vorzunehmen, die das Vertrauen der österreichischen Vertretungsbehörden ("Vertrauensanwälte") oder der ermittelnden Asylbehörde bzw. des BVwG genießen. Der VwGH hat dazu erkannt, dass es sich bei den von diesen Privatpersonen abgegebenen Stellungnahmen und Berichten um keinen Beweis durch Sachverständige im Sinn des § 52 AVG, sondern um ein Beweismittel eigener Art handelt, das auf Grund der besonderen Ermittlungsschwierigkeiten in Bezug auf asylrechtlich relevante Sachverhalte im Heimatland des Asylwerbers im Sinn des § 46 AVG geeignet und zweckdienlich sein kann. Bei dessen Würdigung sei aber stets zu berücksichtigen, dass die Qualifikation und die Vorgangsweise der ermittelnden Privatperson sich einer Kontrolle weitgehend entziehen und sie im Gegensatz zu einem Sachverständigen im Sinn des § 52 AVG auch nicht persönlich zur Verantwortung gezogen werden könne. Darauf sei in der Beweiswürdigung Bedacht zu nehmen (vgl. etwa VwGH vom
  2. Jänner 2000, 99/20/0488, vom
  3. Mai 2001, 2000/20/0470, vom
  4. März 2002, 2000/01/0207, vom
  5. Oktober 2002, 2002/20/0304, vom
  6. März 2003, 2001/20/0068, vom
  7. April 2003, 2002/01/0438, vom
  8. Mai 2003, 99/20/0578, vom
  9. Oktober 2006, 2003/20/0021, und vom
  10. April 2011, 2011/01/0129).Aufgrund der eingeschränkten Ermittlungsmöglichkeiten der Asylbehörde bzw. des BVwG hat sich im Asylverfahren die Praxis etabliert, Erkundigungen im Herkunftsstaat des Asylwerbers über private Personen vorzunehmen, die das Vertrauen der österreichischen Vertretungsbehörden ("Vertrauensanwälte") oder der ermittelnden Asylbehörde bzw. des BVwG genießen. Der VwGH hat dazu erkannt, dass es sich bei den von diesen Privatpersonen abgegebenen Stellungnahmen und Berichten um keinen Beweis durch Sachverständige im Sinn des Paragraph 52, AVG, sondern um ein Beweismittel eigener Art handelt, das auf Grund der besonderen Ermittlungsschwierigkeiten in Bezug auf asylrechtlich relevante Sachverhalte im Heimatland des Asylwerbers im Sinn des Paragraph 46, AVG geeignet und zweckdienlich sein kann. Bei dessen Würdigung sei aber stets zu berücksichtigen, dass die Qualifikation und die Vorgangsweise der ermittelnden Privatperson sich einer Kontrolle weitgehend entziehen und sie im Gegensatz zu einem Sachverständigen im Sinn des Paragraph 52, AVG auch nicht persönlich zur Verantwortung gezogen werden könne. Darauf sei in der Beweiswürdigung Bedacht zu nehmen vergleiche etwa VwGH vom
  11. Jänner 2000, 99/20/0488, vom
  12. Mai 2001, 2000/20/0470, vom
  13. März 2002, 2000/01/0207, vom
  14. Oktober 2002, 2002/20/0304, vom
  15. März 2003, 2001/20/0068, vom
  16. April 2003, 2002/01/0438, vom
  17. Mai 2003, 99/20/0578, vom
  18. Oktober 2006, 2003/20/0021, und vom
  19. April 2011, 2011/01/0129). European Case Law IdentifierECLI:AT:VWGH:2021:RA2021180219.L01

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KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.