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{'item': 'VGW-171/042/26759/2014'}

RIS Dokument GerichtLandesverwaltungsgericht Wien Entscheidungsdatum10.07.2014 GeschäftszahlVGW-171/042/26759/2014 RechtssatzAls den Gegenstand des Berufungsverfahrens über den Umfang des Gegenstands des erstinstanzlichen Verfahrens hinaus beschränkende Konstellationen gelten in erster Linie: 1) die Fälle einer nur partiellen Parteistellung des Berufungswerbers (was etwa im Falle der teilweisen Präklusion des Berufungswerbers im erstinstanzlichen Verfahren angenommen wird) sowie die Fälle einer nur teilweisen Befugnis des Berufungswerbers zur Bekämpfung des erstinstanzlichen Bescheides (was in den Fällen, in welchen die subjektive Parteistellung des Berufungswerbers nicht den gesamten erstinstanzlichen Entscheidungsgegenstand abdeckt, wie dies etwa regelmäßig bei Nachbarn in bau- oder anlagenrechtlichen Verfahren der Fall ist, angenommen wird) (vgl. VwSlg. 10.317 A/1982; 11.237 A/1983; 11.451 A/1985; VwGH 1.5.1983, 83/08/0115; 21.2.1984, 82/05/0158; 12.4.1984, 83/06/0246; 11.12.1985, 85/11/0060; 26.11.1986, 85/11/0170; 29.10.1987, 86/06/0292; 28.2.1989, 88/07/0138; 12.12.1989, 89/05/0150; 30.1.1990, 89/05/0171);1) die Fälle einer nur partiellen Parteistellung des Berufungswerbers (was etwa im Falle der teilweisen Präklusion des Berufungswerbers im erstinstanzlichen Verfahren angenommen wird) sowie die Fälle einer nur teilweisen Befugnis des Berufungswerbers zur Bekämpfung des erstinstanzlichen Bescheides (was in den Fällen, in welchen die subjektive Parteistellung des Berufungswerbers nicht den gesamten erstinstanzlichen Entscheidungsgegenstand abdeckt, wie dies etwa regelmäßig bei Nachbarn in bau- oder anlagenrechtlichen Verfahren der Fall ist, angenommen wird) vergleiche VwSlg. 10.317 A/1982; 11.237 A/1983; 11.451 A/1985; VwGH 1.5.1983, 83/08/0115; 21.2.1984, 82/05/0158; 12.4.1984, 83/06/0246; 11.12.1985, 85/11/0060; 26.11.1986, 85/11/0170; 29.10.1987, 86/06/0292; 28.2.1989, 88/07/0138; 12.12.1989, 89/05/0150; 30.1.1990, 89/05/0171); 2) die Fälle einer nicht umfassenden Bekämpfung des erstinstanzlichen Bescheides durch den Berufungswerber (sofern eine rechtliche Teilbarkeit des Bescheidspruchs gegeben ist) (was etwa im Falle einer bloß auf die Strafhöhe gerichteten Berufung oder aber im Falle der Geltendmachung der Verletzung nur eines Teiles der durch den erstinstanzlichen Bescheid erfassten subjektiv-öffentlichen Parteienrechte einer Partei durch diese Partei angenommen wird)(vgl. VwSlg. 2346 A/1951; 7240/1973; 7378 A/1968; 8123 A/1973; 11.237 A/1983; 11.368 A/1984; VwGH 28.6.1979, 151/78; 25.11.1980, 1131/80; 28.4.1981, 1199/80; 21.5.1986, 86/11/0015; 24.6.1987, 81/02/0302; 28.4.1987, 86/07/0043; 15.9.1987, 87/04/0038; 15.3.1988, 87/07/0044; 20.9.1988, 88/05/0122; 16.1.1990, 88/08/0309; Antoniolli/Koja, Allgemeines Verwaltungsrecht3 [1996] 705);2) die Fälle einer nicht umfassenden Bekämpfung des erstinstanzlichen Bescheides durch den Berufungswerber (sofern eine rechtliche Teilbarkeit des Bescheidspruchs gegeben ist) (was etwa im Falle einer bloß auf die Strafhöhe gerichteten Berufung oder aber im Falle der Geltendmachung der Verletzung nur eines Teiles der durch den erstinstanzlichen Bescheid erfassten subjektiv-öffentlichen Parteienrechte einer Partei durch diese Partei angenommen wird)(vgl. VwSlg. 2346 A/1951; 7240 aus 1973,; 7378 A/1968; 8123 A/1973; 11.237 A/1983; 11.368 A/1984; VwGH 28.6.1979, 151/78; 25.11.1980, 1131/80; 28.4.1981, 1199/80; 21.5.1986, 86/11/0015; 24.6.1987, 81/02/0302; 28.4.1987, 86/07/0043; 15.9.1987, 87/04/0038; 15.3.1988, 87/07/0044; 20.9.1988, 88/05/0122; 16.1.1990, 88/08/0309; Antoniolli/Koja, Allgemeines Verwaltungsrecht3 [1996] 705); 3) die Fälle, in welchen die erstinstanzliche Behörde nicht über alle Gegenstände des erstinstanzlichen Verfahrens entschieden hat, und etwa nur einen (zulässigen) Teilbescheid erlassen hat, bzw. die Fälle, in welchen lediglich ein Teilbescheid bekämpft wurde (vgl. i.d.S. etwa VwSlg. 3403 A/1954; 12.489 A/1987; VwGH 20.3.1984, 83/07/0340; 20.6.1985, 84/08/0099; 21.11.1988, 88/10/0102; Antoniolli/Koja, Allgemeines Verwaltungsrecht3 [1996] 704);3) die Fälle, in welchen die erstinstanzliche Behörde nicht über alle Gegenstände des erstinstanzlichen Verfahrens entschieden hat, und etwa nur einen (zulässigen) Teilbescheid erlassen hat, bzw. die Fälle, in welchen lediglich ein Teilbescheid bekämpft wurde vergleiche i.d.S. etwa VwSlg. 3403 A/1954; 12.489 A/1987; VwGH 20.3.1984, 83/07/0340; 20.6.1985, 84/08/0099; 21.11.1988, 88/10/0102; Antoniolli/Koja, Allgemeines Verwaltungsrecht3 [1996] 704); 4) die Fälle des verfahrenserledigenden Abspruchs der Erstinstanz durch eine prozessuale (daher keine meritorische) Entscheidung (vgl. VwSlg. 2066A/1951; 5893 A/1969; 8991 A/1976; VwGH 14.4.1969, 17/69; 23.5.1979, 398/79; 12.6.1981, 81/04/0081; 21.9.1982, 82/05/0084; 20.3.1984, 83/07/0340; 31.1.1985, 84/08/0213; 13.5.1985, 84/10/0065; 12.3.1986, 85/11/0109; 14.8.1986, 84/08/0054; 18.1.1990, 89/09/0093; Antoniolli/Koja, Allgemeines Verwaltungsrecht3 [1996] 704);4) die Fälle des verfahrenserledigenden Abspruchs der Erstinstanz durch eine prozessuale (daher keine meritorische) Entscheidung vergleiche VwSlg. 2066A/1951; 5893 A/1969; 8991 A/1976; VwGH 14.4.1969, 17/69; 23.5.1979, 398/79; 12.6.1981, 81/04/0081; 21.9.1982, 82/05/0084; 20.3.1984, 83/07/0340; 31.1.1985, 84/08/0213; 13.5.1985, 84/10/0065; 12.3.1986, 85/11/0109; 14.8.1986, 84/08/0054; 18.1.1990, 89/09/0093; Antoniolli/Koja, Allgemeines Verwaltungsrecht3 [1996] 704); 5) das (aus der materiellen Rechtsgrundlage, auf welche die erstinstanzliche Behördenentscheidung gestützt wurde, zu erschließende) materienrechtliche Verfahren, welches durch den erstinstanzlichen Bescheid erledigt wurde (daher die durch den erstinstanzlichen Bescheid erfolgte Spezifizierung der materienrechtlichen Rechtsgrundlage, auf welche der Bescheid gestützt wird; sind doch viele erstinstanzliche Verfahren im Hinblick auf die Rechtsgrundlage, auf welche der verfahrenserledigende Bescheid gestützt werden soll, ergebnisoffen; sodass erst mit der Bescheiderlassung eine entsprechende Beschränkung des erstinstanzlichen Verfahrensgegenstands erfolgt) (vgl. VwSlg. 7959 A/1971; 9673 A/1978; VwGH 28.10.1986, 86/07/0021; 17.5.1989, 89/03/0019; 16.1.1990, 88/08/0309; vgl. sinngemäß auch Antoniolli/Koja, Allgemeines Verwaltungsrecht3 [1996] 704);5) das (aus der materiellen Rechtsgrundlage, auf welche die erstinstanzliche Behördenentscheidung gestützt wurde, zu erschließende) materienrechtliche Verfahren, welches durch den erstinstanzlichen Bescheid erledigt wurde (daher die durch den erstinstanzlichen Bescheid erfolgte Spezifizierung der materienrechtlichen Rechtsgrundlage, auf welche der Bescheid gestützt wird; sind doch viele erstinstanzliche Verfahren im Hinblick auf die Rechtsgrundlage, auf welche der verfahrenserledigende Bescheid gestützt werden soll, ergebnisoffen; sodass erst mit der Bescheiderlassung eine entsprechende Beschränkung des erstinstanzlichen Verfahrensgegenstands erfolgt) vergleiche VwSlg. 7959 A/1971; 9673 A/1978; VwGH 28.10.1986, 86/07/0021; 17.5.1989, 89/03/0019; 16.1.1990, 88/08/0309; vergleiche sinngemäß auch Antoniolli/Koja, Allgemeines Verwaltungsrecht3 [1996] 704); 6) in amtswegig geführten Verfahren die Konkretisierung des Entscheidungsgegenstands durch den von der Erstinstanz ihrer Entscheidung zu Grunde gelegten entscheidungsmaßgeblichen Sachverhalt (im Hinblick auf Verwaltungsstrafverfahren vgl. VwGH 16.11.1964, 2401/63; 18.10.1985, 85/18/0086; 25.2.1992, 91/04/0296; im Hinblick auf Administrativverfahren vgl. VwSlg. 5871 A/1962; 7240/1973; VwGH 15.3.1979, 3055/78; vgl. sinngemäß auch Antoniolli/Koja, Allgemeines Verwaltungsrecht3 [1996] 704).6) in amtswegig geführten Verfahren die Konkretisierung des Entscheidungsgegenstands durch den von der Erstinstanz ihrer Entscheidung zu Grunde gelegten entscheidungsmaßgeblichen Sachverhalt (im Hinblick auf Verwaltungsstrafverfahren vergleiche VwGH 16.11.1964, 2401/63; 18.10.1985, 85/18/0086; 25.2.1992, 91/04/0296; im Hinblick auf Administrativverfahren vergleiche VwSlg. 5871 A/1962; 7240 aus 1973,; VwGH 15.3.1979, 3055/78; vergleiche sinngemäß auch Antoniolli/Koja, Allgemeines Verwaltungsrecht3 [1996] 704). European Case Law IdentifierECLI:AT:LVWGWI:2014:VGW.171.042.26759.2014

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