RIS Dokument GerichtLandesverwaltungsgericht Niederösterreich Entscheidungsdatum05.12.2014 GeschäftszahlLVwG-W-206/001-2014 TextIM NAMEN DER REPUBLIK Das Landesverwaltungsgericht Niederösterreich hat durch Hofrat Dr. Trixner als Einzelrichterin über die Beschwerde des Herrn *** gegen den Bescheid der Gemeindewahlbehörde der Stadtgemeinde *** vom ***, Zl. ***, betreffend Abweisung eines Antrags auf Streichung aus dem Wählerverzeichnis zur Gemeinderatswahl am 25. Jänner 2015, zu Recht erkannt: Der Beschwerde wird gemäß § 26 Abs. 4 NÖ Gemeinderatswahlordnung (GRWO), LGBl. 0350-10, keine Folge gegeben. Der Beschwerde wird gemäß Paragraph 26, Absatz 4, NÖ Gemeinderatswahlordnung (GRWO), Landesgesetzblatt 0350-10, keine Folge gegeben. Herr ***, geb. ***, ist in das Wählerverzeichnis einzutragen. Entscheidungsgründe Mit Schriftsatz vom *** beantragte der Beschwerdeführer die Streichung des Herrn *** aus dem Wählerverzeichnis zur Gemeinderatswahl 2015 der Stadtgemeinde ***. Begründend führte er aus, dass der Betroffene als Intendant der *** Festspiele seinen ordentlichen Wohnsitz offensichtlich in einer anderen Gemeinde – ***- *** habe. Mit dem angefochtenen Bescheid wies die belangte Behörde den Antrag auf Berichtigung und wurde der Betroffene gemäß § 25 Abs.1 der NÖ Gemeinderatswahlordnung in das Wählerverzeichnis eingetragen. Mit dem angefochtenen Bescheid wies die belangte Behörde den Antrag auf Berichtigung und wurde der Betroffene gemäß Paragraph 25, Absatz eins, der NÖ Gemeinderatswahlordnung in das Wählerverzeichnis eingetragen. Begründend führte sie aus, dass der Betroffene im Wählerverzeichnis zur Gemeinderatswahl 2010 und im Wählerverzeichnis der Landtagswahl 2013 eingetragen war. Er sei Miteigentümer einer Eigentumswohnung in ***. Er betätige sich gesellschaftlich im Theater ***, habe eine persönliche Stellungnahme abgegeben, in der er anführte Intendant des *** und des *** zu sein. Dem trat der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde nach Wiederholung seiner bisherigen Ausführungen mit dem Hinweis entgegen, dass es sich beim genannten Festival nur um ein 3 Tages-Festival handle und sich die Intendantentätigkeit auch nur auf wenige Tage im Jahr beschränke. Die Eintragung in den Wählerevidenzen *** und *** lasse keinerlei Rückschlüsse zu, dass diese korrekt sei. Im Zuge des Beschwerdeverfahrens brachte der Betroffene über fernmündliches Ersuchen des Gerichtes folgende Stellungnahme ein: „Sehr geehrte Frau Dr. Trixner! Zur Unterstützung der Argumentation für meine berechtigte Existenz im Wählerverzeichnis der Stadtgemeinde ***. Hier meine Homepage: *** (ist allerdings gerade im Umbau); Meine beiden Kunst/Kulturprojekte in ***: ***; *** und: *** . Als Theaterregisseur bin ich viel unterwegs, wie Sie aus meine Vita herauslesen können. Ich habe zwei Lebensmittelpunkte: *** und ***. Ich verbringe viel Zeit mit meiner Familie in ***. Aber auch beruflich bin ich als Gründer und Leiter der renommierten Kunst- und Kulturprojekte „Theater ***“ und „*** viel in ***. Ebenso ziehe ich mich in ruhigeren Monaten gerne in unser Haus zurück um zu schreiben. Meine ganze Karriere begründet sich eigentlich auf meine Projekte in ***. *** wurde das *** auf mein Betreiben und meine vernetzenden Ideen im Strandbad *** erbaut. Das Gebäude wurde mit dem Holzbaupreis ausgezeichnet. *** wurde meine Theaterproduktion „***“ für den renommierten NESTROYPREIS nominiert. Jährlich kommen auf Grund meiner Initiativen bis zu 8.000 Menschen als Besucher in die Stadt und die Region. Österreichtourismus wirbt international mit dem *** (neben den Salzburger Festspielen, Bregenzer Festspielen, etc.). Unsere Gäste kommen aus allen Bundesländern Österreichs, aus Deutschland und der Schweiz. Ich fühle mich als voll integrierter Bürger dieser Stadt, pflege einen Freundeskreis und habe unzählige Bekannte. Allein beim *** arbeiten als ehrenamtliche Helfer jährlich bis zu 200 Personen aus der Region mit. Geboren am ***, Verheiratet mit der Rechtsanwältin ***, 2 Töchter, 1 Sohn (*** ***, *** ***, *** ***) ***–*** Studium der Rechtswissenschaften, Germanistik und Theaterwissenschaften an der Universität *** ***–*** Regiestudium am *** *** Gründung des Theater ***, bis dato künstlerischer Leiter Seit *** freier Regisseur, Inszenierungen u.a.: Volkstheater ***, Landestheater ***, ***, Theater ***, Theater ***, Theater Gruppe ***, Theater ***, Theater der Jugend ***, Deutsches Staatstheater *** Seit *** Geschäftsführung der ***: *** (Agentur für ***) ***: Gründung der *** Agentur (Agentur zur Vermittlung mobiler Bühnenproduktionen) und der *** (Agentur für Film und TV Drehbücher) ***: Franchising von *** für Österreich (Online-Branchenverzeichnis für den Eventmarketingbereich), Mitbegründer des Schreibworkshops „***“ *** Gründung des mobilen *** *** künstlerische Leitung *** in *** Seit *** Intendant der Festspiele *** Preise: ***: Kulturpreis des Landes Niederösterreich für Darstellende Kunst ***: „***“ – Kulturpreis der Stadt *** ***: nominiert für den NESTROY (beste Bundesländeraufführung) Kurzbiographie: Der Regisseur und Verlagsleiter *** wurde *** in *** geboren. Von *** bis *** Regiestudium am ***. *** gründete er das Theater *** in ***. Seit *** Geschäftsführung des Familienunternehmens ***. Regiearbeiten unter anderem für Volkstheater ***, Landestheater ***, Theater der Jugend ***, Theater ***, Theater ***, Deutsches Staatstheater *** in ***, Theater ***, Schauspielhaus ***, *** und Theater ***. Seit ***: Gründer und Intendant des *** in *** am ***. Seit ***: Intendant der Festspiele ***. Anbei auch ein Artikel, der letztes Jahr geschrieben wurde und ein Artikel der unlängst im *** erschienen ist. Ebenso der besagte ***-Artikel von dieser Woche. Sehr geehrte Frau Dr. Trixner, gestatten Sie mir nochmals meine Verwunderung darüber auszusprechen, wieviel Aufwand hier betrieben wird. Wir stehen vor anderen Problemen in dieser Welt und haben eigentlich alle wichtigeres zu tun. Herzlichen Dank und freundliche Grüße, *** PS: das nächste *** ist vom ***- ***. Theaterpremiere im *** ist am ***; gespielt wird dann den ganzen August. Würde mich über Ihren Besuch sehr freuen. *** T h e a t e r p r o j e k t e *** *** *** Büro ***: ***, *** Büro ***: ***, ***“ Das Landesverwaltungsgericht Niederösterreich stellt dazu fest: Gemäß § 26 Abs. 1 GRWO steht gegen die Entscheidung der Gemeindewahlbehörde über die Aufnahme in das oder die Streichung aus dem Wählerverzeichnis sowohl dem Antragsteller als auch dem Betroffenen binnen drei Tagen nach Zustellung die Möglichkeit der Beschwerde an das Landesverwaltungsgericht offen. Ist die Beschwerde nicht als unzulässig oder verspätet eingebracht zurückzuweisen, hat es darüber nach Abs. 4 dieser Bestimmung in der Sache selbst zu entscheiden.Gemäß Paragraph 26, Absatz eins, GRWO steht gegen die Entscheidung der Gemeindewahlbehörde über die Aufnahme in das oder die Streichung aus dem Wählerverzeichnis sowohl dem Antragsteller als auch dem Betroffenen binnen drei Tagen nach Zustellung die Möglichkeit der Beschwerde an das Landesverwaltungsgericht offen. Ist die Beschwerde nicht als unzulässig oder verspätet eingebracht zurückzuweisen, hat es darüber nach Absatz 4, dieser Bestimmung in der Sache selbst zu entscheiden. Wahlberechtigt ist nach § 17 Abs. 1 GRWO jeder österreichische Staatsbürger und jeder Staatsangehörige eines anderen Mitgliedstaates der Europäischen Union, der spätestens am Wahltag das 16. Lebensjahr vollendet hat, vom Wahlrecht nicht ausgeschlossen ist und in der Gemeinde seinen ordentlichen Wohnsitz hat.Wahlberechtigt ist nach Paragraph 17, Absatz eins, GRWO jeder österreichische Staatsbürger und jeder Staatsangehörige eines anderen Mitgliedstaates der Europäischen Union, der spätestens am Wahltag das 16. Lebensjahr vollendet hat, vom Wahlrecht nicht ausgeschlossen ist und in der Gemeinde seinen ordentlichen Wohnsitz hat. Der ordentliche Wohnsitz einer Person ist – nach § 18 Abs. 6 GRWO – an jenem Ort begründet, welchen sie zu einem (von mehreren möglichen) Mittelpunkt(
KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.