Vm Abs. 5 Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz - NAG idgF, abgewiesen wurde denDas Verwaltungsgericht Wien hat durch seine Richterin Mag. Nussgruber über die Beschwerde der Frau Seyedehleila M. gegen den Bescheid des Amtes der Wiener Landesregierung, Magistratsabteilung 35 - Einwanderung, Staatsbürgerschaft, Standesamt - Referat Erstanträge, vom 21.11.2012, Zahl MA35-9/2919799-01, mit welchem der Antrag auf Erteilung eines Aufenthaltstitels für den Zweck "Familienangehöriger"
Paragraph 11, Absatz 2, Ziffer 4, in Verbindung mit Absatz 5, Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz - NAG idgF, abgewiesen wurde den B E S C H L U S S gefasst: I.
GVG (im Folgenden: VwGVG) wird der Beschwerde stattgegeben, der angefochtene Bescheid aufgehoben und die Angelegenheit zur Erlassung eines neuen Bescheides an die belangte Behörde zurückverwiesen.römisch eins.
Paragraph 28, Absatz 3, Satz 2 des Bundesgesetzes über das Verfahren der Verwaltungsgerichte (Verwaltungsgerichtsverfahrensgesetz - VwGVG (im Folgenden: VwGVG) wird der Beschwerde stattgegeben, der angefochtene Bescheid aufgehoben und die Angelegenheit zur Erlassung eines neuen Bescheides an die belangte Behörde zurückverwiesen. II. Gegen diesen Beschluss ist
GG (im Folgenden: VwGG) eine ordentliche Revision an den Verwaltungsgerichtshof nach Art. 133 Abs. 4 B-VG unzulässig.römisch zwei. Gegen diesen Beschluss ist
Paragraph 25 a, des Verwaltungsgerichtshofgesetzes 1985 - VwGG (im Folgenden: VwGG) eine ordentliche Revision an den Verwaltungsgerichtshof nach Artikel 133, Absatz 4, B-VG unzulässig. E n t s c h e i d u n g s g r ü n d e Mit dem angefochtenen Bescheid vom 21. November 2012 wurde der Antrag der nunmehrigen Beschwerdeführerin vom 27. April 2011 auf Erteilung eines Aufenthaltstitels „Familienangehöriger“
2 des Bundesgesetzes über die Niederlassung und den Aufenthalt in Österreich (Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz - NAG (im Folgenden: NAG), im Wesentlichen mit der Begründung abgewiesen, ihr Aufenthalt könnte zu einer finanziellen Belastung einer Gebietskörperschaft führen.Mit dem angefochtenen Bescheid vom 21. November 2012 wurde der Antrag der nunmehrigen Beschwerdeführerin vom 27. April 2011 auf Erteilung eines Aufenthaltstitels „Familienangehöriger“
Paragraph 47, Absatz 2, des Bundesgesetzes über die Niederlassung und den Aufenthalt in Österreich (Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz - NAG (im Folgenden: NAG), im Wesentlichen mit der Begründung abgewiesen, ihr Aufenthalt könnte zu einer finanziellen Belastung einer Gebietskörperschaft führen. Unter Hinweis auf die Bestimmung des § 11 Abs. 5 NAG und dem sich aus § 293 ASVG ergebenden Richtsatz betrage die Höhe der nachzuweisenden Unterhaltsmittel, die eine Lebensführung ohne Inanspruchnahme von Sozialhilfeleistungen ermögliche, für ein Ehepaar derzeit 1.221,68 Euro im Monat.Unter Hinweis auf die Bestimmung des Paragraph 11, Absatz 5, NAG und dem sich aus Paragraph 293, ASVG ergebenden Richtsatz betrage die Höhe der nachzuweisenden Unterhaltsmittel, die eine Lebensführung ohne Inanspruchnahme von Sozialhilfeleistungen ermögliche, für ein Ehepaar derzeit 1.221,68 Euro im Monat. Das Ermittlungsverfahren habe ergeben, dass der Ehemann der nunmehrigen Beschwerdeführerin über ein durchschnittliches monatliches Nettoeinkommen in der Höhe von 773,26 Euro verfüge. Das anrechenbare Einkommen des Ehemannes läge sohin unter dem zuvor bezifferten Richtsatz, weshalb der Antrag nicht positiv entschieden werden könne. Des Weiteren legte die Verwaltungsbehörde im angefochtenen Bescheid ausführlich die Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) in der Rechtssache Dereci (EuGH vom
2 Z 1 bis 6 NAG ein Aufenthaltstitel erteilt werden könne, wenn dies zur Aufrechterhaltung des Privat- oder Familienlebens im Sinne des Art. 8 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (Europäische Menschenrechtskonvention - EMRK), BGBl. Nr. 2010/1958, geboten sei, hält die Verwaltungsbehörde abschließend Folgendes fest:Hinsichtlich der Bestimmung des Paragraph 11, Absatz 3, NAG, wonach trotz Ermangelung einer (allgemeinen) Voraussetzung
Paragraph 11, Absatz 2, Ziffer eins bis 6 NAG ein Aufenthaltstitel erteilt werden könne, wenn dies zur Aufrechterhaltung des Privat- oder Familienlebens im Sinne des Artikel 8, der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (Europäische Menschenrechtskonvention - EMRK), Bundesgesetzblatt Nr. 2010 aus 1958,, geboten sei, hält die Verwaltungsbehörde abschließend Folgendes fest: „Im gegenständlichen Fall wurde zwar das Vorliegen eines Familienlebens i.S.d. Art. 8 EMRK bejaht, allerdings könnte die deutliche Unterschreitung der in § 293 ASVG vorgesehenen Richtsätze zu einer finanziellen Belastung der Gebietskörperschaft führen. „Im gegenständlichen Fall wurde zwar das Vorliegen eines Familienlebens i.S.d. Artikel 8, EMRK bejaht, allerdings könnte die deutliche Unterschreitung der in Paragraph 293, ASVG vorgesehenen Richtsätze zu einer finanziellen Belastung der Gebietskörperschaft führen. Ihr Antrag war somit abzuweisen, da die Sicherung des Lebensunterhaltes im Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz (NAG) eine wichtige Grundvoraussetzung für die Erteilung eines Aufenthaltstitels darstellt.“ In der dagegen fristgerecht erhobenen, als Beschwerde zu wertende Berufung wurde im Wesentlichen ins Treffen geführt, sie habe einen „Anspruch auf diese Entscheidung“ und sie wünsche sich, dass sie eines Tages mit ihrem Mann unter einem Dach leben könne. Das Verwaltungsgericht Wien hat erwogen: 1.) Zur Zuständigkeit des Verwaltungsgerichtes Wien in der gegenständlichen Rechtssache:
1 Z 1 des Bundes-Verfassungsgesetzes – B-VG erkennen Verwaltungsgerichte über Beschwerden gegen den Bescheid einer Verwaltungsbehörde wegen Rechtswidrigkeit.
, Absatz eins, Ziffer eins, des Bundes-Verfassungsgesetzes – B-VG erkennen Verwaltungsgerichte über Beschwerden gegen den Bescheid einer Verwaltungsbehörde wegen Rechtswidrigkeit.
26 NAG, BGBl. I Nr. 100/2005, in der Fassung BGBl. I Nr. 68/2013, sind alle mit Ablauf des
Paragraph 81, Absatz 26, NAG, Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 100 aus 2005,, in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 68 aus 2013,, sind alle mit Ablauf des
2 Z 4 NAG, BGBl. I Nr. 100/2005, in der Fassung BGBl. I Nr. 38/2011, dürfen Aufenthaltstitel einem Fremden nur erteilt werden, wenn der Aufenthalt des Fremden zu keiner finanziellen Belastung einer Gebietskörperschaft führen könnte.
Paragraph 11, Absatz 2, Ziffer 4, NAG, Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 100 aus 2005,, in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 38 aus 2011,, dürfen Aufenthaltstitel einem Fremden nur erteilt werden, wenn der Aufenthalt des Fremden zu keiner finanziellen Belastung einer Gebietskörperschaft führen könnte.
3 NAG, BGBl. I Nr. 100/2005, in der Fassung BGBl. I Nr. 38/2011, kann ein Aufenthaltstitel trotz Vorliegens eines Erteilungshindernisses
Abs. 1 Z 3, 5 oder 6 sowie trotz Ermangelung einer Voraussetzung
Abs. 2 Z 1 bis 6 erteilt werden, wenn dies zur Aufrechterhaltung des Privat- und Familienlebens im Sinne des Art. 8 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (Europäische Menschenrechtskonvention - EMRK), BGBl. Nr. 210/1958, geboten ist. Bei der Beurteilung des Privat- und Familienlebens im Sinne des Art. 8 EMRK sind insbesondere zu berücksichtigen:
Paragraph 11, Absatz 3, NAG, Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 100 aus 2005,, in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 38 aus 2011,, kann ein Aufenthaltstitel trotz Vorliegens eines Erteilungshindernisses
Absatz eins, Ziffer 3, 5, oder 6 sowie trotz Ermangelung einer Voraussetzung
Absatz 2, Ziffer eins bis 6 erteilt werden, wenn dies zur Aufrechterhaltung des Privat- und Familienlebens im Sinne des Artikel 8, der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (Europäische Menschenrechtskonvention - EMRK), Bundesgesetzblatt Nr. 210 aus 1958,, geboten ist. Bei der Beurteilung des Privat- und Familienlebens im Sinne des Artikel 8, EMRK sind insbesondere zu berücksichtigen:
5 NAG, BGBl. I Nr. 100/2005, in der Fassung BGBl. I Nr. 38/2011, führt der Aufenthalt eines Fremden zu keiner finanziellen Belastung einer Gebietskörperschaft (Abs. 2 Z 4), wenn der Fremde feste und regelmäßige eigene Einkünfte hat, die ihm eine Lebensführung ohne Inanspruchnahme von Sozialhilfeleistungen der Gebietskörperschaften ermöglichen und der Höhe nach den Richtsätzen des § 293 des Allgemeinen Sozialversicherungsgesetzes (ASVG), BGBl. Nr. 189/1955, entsprechen. Feste und regelmäßige eigene Einkünfte werden durch regelmäßige Aufwendungen geschmälert, insbesondere durch Mietbelastungen, Kreditbelastungen, Pfändungen und Unterhaltszahlungen an Dritte nicht im gemeinsamen Haushalt lebende Personen. Dabei bleibt einmalig ein Betrag bis zu der in § 292 Abs. 3 zweiter Satz ASVG festgelegten Höhe unberücksichtigt und führt zu keiner Erhöhung der notwendigen Einkünfte im Sinne des ersten Satzes. Bei Nachweis der Unterhaltsmittel durch Unterhaltsansprüche (§ 2 Abs. 4 Z 3) oder durch eine Haftungserklärung oder Patenschaftserklärung (Abs. 2 Z 15 oder 18), ist zur Berechnung der Leistungsfähigkeit des Verpflichteten nur der das pfändungsfreie Existenzminimum
Nr. 79/1896, übersteigende Einkommensteil zu berücksichtigen. In Verfahren bei Erstanträgen sind soziale Leistungen nicht zu berücksichtigen, auf die ein Anspruch erst durch Erteilung des Aufenthaltstitels entstehen würde, insbesondere Sozialhilfeleistungen oder die Ausgleichszulage.
Paragraph 11, Absatz 5, NAG, Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 100 aus 2005,, in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 38 aus 2011,, führt der Aufenthalt eines Fremden zu keiner finanziellen Belastung einer Gebietskörperschaft (Absatz 2, Ziffer 4,), wenn der Fremde feste und regelmäßige eigene Einkünfte hat, die ihm eine Lebensführung ohne Inanspruchnahme von Sozialhilfeleistungen der Gebietskörperschaften ermöglichen und der Höhe nach den Richtsätzen des Paragraph 293, des Allgemeinen Sozialversicherungsgesetzes (ASVG), Bundesgesetzblatt Nr. 189 aus 1955,, entsprechen. Feste und regelmäßige eigene Einkünfte werden durch regelmäßige Aufwendungen geschmälert, insbesondere durch Mietbelastungen, Kreditbelastungen, Pfändungen und Unterhaltszahlungen an Dritte nicht im gemeinsamen Haushalt lebende Personen. Dabei bleibt einmalig ein Betrag bis zu der in Paragraph 292, Absatz 3, zweiter Satz ASVG festgelegten Höhe unberücksichtigt und führt zu keiner Erhöhung der notwendigen Einkünfte im Sinne des ersten Satzes. Bei Nachweis der Unterhaltsmittel durch Unterhaltsansprüche (Paragraph 2, Absatz 4, Ziffer 3,) oder durch eine Haftungserklärung oder Patenschaftserklärung (Absatz 2, Ziffer 15, oder 18), ist zur Berechnung der Leistungsfähigkeit des Verpflichteten nur der das pfändungsfreie Existenzminimum
Paragraph 291 a, der Exekutionsordnung (EO), RGBl. Nr. 79 aus 1896,, übersteigende Einkommensteil zu berücksichtigen. In Verfahren bei Erstanträgen sind soziale Leistungen nicht zu berücksichtigen, auf die ein Anspruch erst durch Erteilung des Aufenthaltstitels entstehen würde, insbesondere Sozialhilfeleistungen oder die Ausgleichszulage.
2 NAG, BGBl. I Nr. 100/2005, in der Fassung BGBl. I Nr. 38/2011, ist Drittstaatsangehörigen, die Familienangehörige von Zusammenführenden sind, ein Aufenthaltstitel „Familienangehöriger“ zu erteilen, wenn sie die Voraussetzungen des 1. Teiles erfüllen.
Paragraph 47, Absatz 2, NAG, Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 100 aus 2005,, in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 38 aus 2011,, ist Drittstaatsangehörigen, die Familienangehörige von Zusammenführenden sind, ein Aufenthaltstitel „Familienangehöriger“ zu erteilen, wenn sie die Voraussetzungen des 1. Teiles erfüllen.
GVG kann das Verwaltungsgericht den angefochtenen Bescheid mit Beschluss aufheben und die Angelegenheit zur Erlassung eines neuen Bescheides an die Behörde zurückverweisen, wenn die Behörde die notwendigen Ermittlungen des Sachverhalts unterlassen hat. Die Behörde ist hierbei an die rechtliche Beurteilung gebunden, von welcher das Verwaltungsgericht bei seinem Beschluss ausgegangen ist.
Paragraph 28, Absatz 3, Satz 2 VwGVG kann das Verwaltungsgericht den angefochtenen Bescheid mit Beschluss aufheben und die Angelegenheit zur Erlassung eines neuen Bescheides an die Behörde zurückverweisen, wenn die Behörde die notwendigen Ermittlungen des Sachverhalts unterlassen hat. Die Behörde ist hierbei an die rechtliche Beurteilung gebunden, von welcher das Verwaltungsgericht bei seinem Beschluss ausgegangen ist. Die Verwaltungsbehörde hat den Antrag der nunmehrigen Beschwerdeführerin auf Erteilung eines Aufenthaltstitels „Familienangehöriger“
2 NAG letztlich mangels Vorliegens der allgemeinen Vor-aussetzung des § 11 Abs. 2 Z 4 in Verbindung mit Abs. 5 NAG abgewiesen, weil das anrechenbare Einkommen ihres Ehemannes unter dem sich aus § 293 ASVG ergebenden Richtsatz läge – er mithin nicht über das erforderliche Mindesteinkommen in der Höhe von 1.221,68 Euro verfüge - und die nach § 11 Abs. 3 NAG vorzunehmende Beurteilung zwar ergeben habe, dass ein Familienleben
EMRK zu bejahen sei, allerdings nicht ausgeschlossen werden könne, der Aufenthalt der Beschwerdeführerin könnte zu einer finanziellen Belastung einer Gebietskörperschaft führen.Die Verwaltungsbehörde hat den Antrag der nunmehrigen Beschwerdeführerin auf Erteilung eines Aufenthaltstitels „Familienangehöriger“
Paragraph 47, Absatz 2, NAG letztlich mangels Vorliegens der allgemeinen Vor-aussetzung des Paragraph 11, Absatz 2, Ziffer 4, in Verbindung mit Absatz 5, NAG abgewiesen, weil das anrechenbare Einkommen ihres Ehemannes unter dem sich aus Paragraph 293, ASVG ergebenden Richtsatz läge – er mithin nicht über das erforderliche Mindesteinkommen in der Höhe von 1.221,68 Euro verfüge - und die nach Paragraph 11, Absatz 3, NAG vorzunehmende Beurteilung zwar ergeben habe, dass ein Familienleben
, EMRK zu bejahen sei, allerdings nicht ausgeschlossen werden könne, der Aufenthalt der Beschwerdeführerin könnte zu einer finanziellen Belastung einer Gebietskörperschaft führen. Die dabei zum Ausdruck kommende Ansicht der Verwaltungsbehörde, wonach sie bei der Interessenabwägung nach § 11 Abs. 3 NAG den öffentlichen Interessen gegenüber den persönlichen Interessen der Beschwerdeführerin allein deswegen den Vorzug eingeräumt hat, weil das nach § 11 Abs. 5 NAG notwendige Ausmaß an Unterhaltmittel nicht nachgewiesen worden sei, steht nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes nicht im Einklang mit dem Gesetz. Diese Auffassung liefe nämlich darauf hinaus, dass im Fall des Fehlens der Erteilungsvoraussetzung nach § 11 Abs. 2 Z 4 in Verbindung mit Abs. 5 NAG eine Interessenabwägung nach § 11 Abs. 3 NAG immer zu Lasten des Fremden auszugehen hätte; dies entspricht aber nicht dem Gesetz (vgl. VwGH vom
3 NAG ein Aufenthaltstitel trotz Fehlens u.a. der Voraussetzung nach § 11 Abs. 2 Z 4 NAG erteilt werden kann, wenn dies zur Aufrechterhaltung des Privat- und Familienlebens im Sinne des Art. 8 EMRK geboten ist, an Hand der Umstände des Einzelfalles und unter Beachtung auf die in den Z 1 bis 9 genannten Kriterien, eine gewichtende Gegenüberstellung des Interesses des Fremden an der Erteilung eines Aufenthaltstitels und an dem öffentlichen Interesse an der Versagung vorzunehmen (vgl. VwGH vom 21. Juni 2011, Zl. 2008/22/0744, und VwGH 20. Oktober 2011, Zl. 2009/21/0182).Die Verwaltungsbehörde hat vielmehr bei der Beurteilung, ob
Paragraph 11, Absatz 3, NAG ein Aufenthaltstitel trotz Fehlens u.a. der Voraussetzung nach Paragraph 11, Absatz 2, Ziffer 4, NAG erteilt werden kann, wenn dies zur Aufrechterhaltung des Privat- und Familienlebens im Sinne des Artikel 8, EMRK geboten ist, an Hand der Umstände des Einzelfalles und unter Beachtung auf die in den Ziffer eins bis 9 genannten Kriterien, eine gewichtende Gegenüberstellung des Interesses des Fremden an der Erteilung eines Aufenthaltstitels und an dem öffentlichen Interesse an der Versagung vorzunehmen vergleiche VwGH vom 21. Juni 2011, Zl. 2008/22/0744, und VwGH 20. Oktober 2011, Zl. 2009/21/0182). Das Verwaltungsgericht Wien hätte nun über den am 27. April 2011 eingebrachten Antrag auf Erteilung des Aufenthaltstitels „Familienangehöriger“
2 NAG zu entscheiden. Für die Entscheidung in der Sache ist der Sachverhalt bis dato maßgeblich. Die belangte Behörde hat keine weiteren Ermittlungen getätigt oder Feststellungen getroffen; die belangte Behörde stützt sich in der Bescheidbegründung - wie dargelegt wurde - isoliert auf die fehlenden finanziellen Mittel zur Sicherung des Lebensunterhaltes. Hinreichende Sachverhaltsfeststellungen für die nach § 11 Abs. 3 anzustellende Gesamtbetrachtung fehlen ebenso. Die Verwaltungsbehörde hat (daher) auch keine weiteren Feststellungen hinsichtlich der besonderen Voraussetzungen zur Erteilung des beantragten Aufenthaltstitels nach § 47 Abs. 2 NAG getroffen. Das Verwaltungsgericht Wien hätte nun über den am 27. April 2011 eingebrachten Antrag auf Erteilung des Aufenthaltstitels „Familienangehöriger“
Paragraph 47, Absatz 2, NAG zu entscheiden. Für die Entscheidung in der Sache ist der Sachverhalt bis dato maßgeblich. Die belangte Behörde hat keine weiteren Ermittlungen getätigt oder Feststellungen getroffen; die belangte Behörde stützt sich in der Bescheidbegründung - wie dargelegt wurde - isoliert auf die fehlenden finanziellen Mittel zur Sicherung des Lebensunterhaltes. Hinreichende Sachverhaltsfeststellungen für die nach Paragraph 11, Absatz 3, anzustellende Gesamtbetrachtung fehlen ebenso. Die Verwaltungsbehörde hat (daher) auch keine weiteren Feststellungen hinsichtlich der besonderen Voraussetzungen zur Erteilung des beantragten Aufenthaltstitels nach Paragraph 47, Absatz 2, NAG getroffen. Da für die Beurteilung nach § 11 Abs. 3 NAG u.a. die Aufenthaltsdauer, das tatsächliche Bestehen eines Familienlebens sowie die Schutzwürdigkeit des Privatlebens, der Grad der Integration des Fremden und die Bindung zum Heimatstaat zu berücksichtigen ist, sind hierfür entsprechende Ermittlungen vorzunehmen, sodann eine gewichtende Gegenüberstellung des Interesses der Beschwerdeführerin an der Erteilung eines Aufenthaltstitels und dem öffentlichen Interesse an der Versagung und letztlich weitere Erhebungen hinsichtlich der weiteren Voraussetzungen vorzunehmen. Gegen den in der Folge unter Umständen zu erlassenden Bescheid stünde der Beschwerdeführerin sodann die Möglichkeit offen, Rechtsschutz vor dem Verwaltungsgericht Wien zu erlangen.Da für die Beurteilung nach Paragraph 11, Absatz 3, NAG u.a. die Aufenthaltsdauer, das tatsächliche Bestehen eines Familienlebens sowie die Schutzwürdigkeit des Privatlebens, der Grad der Integration des Fremden und die Bindung zum Heimatstaat zu berücksichtigen ist, sind hierfür entsprechende Ermittlungen vorzunehmen, sodann eine gewichtende Gegenüberstellung des Interesses der Beschwerdeführerin an der Erteilung eines Aufenthaltstitels und dem öffentlichen Interesse an der Versagung und letztlich weitere Erhebungen hinsichtlich der weiteren Voraussetzungen vorzunehmen. Gegen den in der Folge unter Umständen zu erlassenden Bescheid stünde der Beschwerdeführerin sodann die Möglichkeit offen, Rechtsschutz vor dem Verwaltungsgericht Wien zu erlangen. Überdies ist infolge des eingetretenen Zeitablaufes seit Erlassung des abweisenden Bescheides nicht auszuschließen, dass sich seither entscheidende sachverhaltsmäßige Änderungen ergeben haben und sich notwendige Erhebungen ergeben, die auch zu anderen Beurteilungen führen könnten. Auch im Hinblick darauf ist eine Verbreiterung der Entscheidungsgrundlage notwendig. Mit der unmittelbaren Beweisaufnahme durch das Verwaltungsgericht Wien wäre vor dem Hintergrund des gegenständlich zu ermittelnden Sachverhaltes keine Ersparnis an Zeit und Kosten verbunden, zumal auch das Verwaltungsgericht Wien, anders als die belangte Behörde, nicht über die entsprechende Infrastruktur zur Durchführung der Ermittlungen wie etwa über den erforderlichen Zugang zu diversen online-Datenbanken verfügt. Aus diesen Gründen ist der angefochtene Bescheid
GVG aufzuheben und das Verfahren an die Verwaltungsbehörde zu Durchführung eines neuen Ermittlungsverfahrens zurückzuverweisen.Aus diesen Gründen ist der angefochtene Bescheid
Paragraph 28, Absatz 3, Satz 2 VwGVG aufzuheben und das Verfahren an die Verwaltungsbehörde zu Durchführung eines neuen Ermittlungsverfahrens zurückzuverweisen. Es war daher spruchgemäß zu entscheiden. 3) Zum Ausspruch der Unzulässigkeit einer ordentlichen Revision:
GG hat das Verwaltungsgericht im Spruch des Erkenntnisses oder Beschlusses auszusprechen, ob die Revision
4 B-VG zulässig ist. Der Ausspruch ist kurz zu begründen.
Paragraph 25 a, VwGG hat das Verwaltungsgericht im Spruch des Erkenntnisses oder Beschlusses auszusprechen, ob die Revision
Der Ausspruch ist kurz zu begründen.
4 B-VG ist gegen ein Erkenntnis des Verwaltungsgerichtes die Revision zulässig, wenn sie von der Lösung einer Rechtsfrage abhängt, der grundsätzliche Bedeutung zukommt, insbesondere weil das Erkenntnis von der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes abweicht, eine solche Rechtsprechung fehlt oder die zu lösende Rechtsfrage in der bisherigen Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes nicht einheitlich beantwortet wird.
, Absatz 4, B-VG ist gegen ein Erkenntnis des Verwaltungsgerichtes die Revision zulässig, wenn sie von der Lösung einer Rechtsfrage abhängt, der grundsätzliche Bedeutung zukommt, insbesondere weil das Erkenntnis von der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes abweicht, eine solche Rechtsprechung fehlt oder die zu lösende Rechtsfrage in der bisherigen Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes nicht einheitlich beantwortet wird. Der Ausspruch über die Unzulässigkeit der ordentlichen Revision gründet sich darauf, dass keine Rechtsfrage im Sinne des Art. 133 Abs. 4 B-VG zu beurteilen war, der grundsätzliche Bedeutung zukommt. Weder weicht die gegenständliche Entscheidung von der bisherigen Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes ab, noch fehlt es an einer Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes. Die vorliegende Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes ist auch nicht als uneinheitlich zu beurteilen. Es liegen auch keine sonstigen Hinweise auf eine grundsätzliche Bedeutung der zu lösenden Rechtsfrage vor.Der Ausspruch über die Unzulässigkeit der ordentlichen Revision gründet sich darauf, dass keine Rechtsfrage im Sinne des Artikel 133, Absatz 4, B-VG zu beurteilen war, der grundsätzliche Bedeutung zukommt. Weder weicht die gegenständliche Entscheidung von der bisherigen Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes ab, noch fehlt es an einer Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes. Die vorliegende Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes ist auch nicht als uneinheitlich zu beurteilen. Es liegen auch keine sonstigen Hinweise auf eine grundsätzliche Bedeutung der zu lösenden Rechtsfrage vor. European Case Law IdentifierECLI:AT:LVWGWI:2014:VGW.151.076.11017.2014
KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.