Kurz gesagt
Diese Verordnung regelt die Ausdehnung der Geltung bestimmter österreichischer Gesetze und Vorschriften auf das Bundesland Burgenland. Sie stellt sicher, dass eine Reihe von grundlegenden Verfassungs- und Staatsgesetzen auch in diesem Bundesland Anwendung finden.
Was es regelt
- Die Ausdehnung des Bundes-Verfassungsgesetzes und anderer Verfassungsgesetze auf das Burgenland.
- Die Geltung von Staatsgrundgesetzen über allgemeine Rechte der Staatsbürger und den Schutz persönlicher Freiheiten im Burgenland.
- Die Anwendung von Gesetzen zur Organisation staatlicher Institutionen und Verfahren, wie des Verfassungsgerichtshofes und des Nationalrates, im Burgenland.
- Die Regelung finanzieller Beziehungen zwischen Bund und Ländern (Gemeinden) im Burgenland.
Wen es betrifft
- Das Bundesland Burgenland, da die genannten Vorschriften auf dessen Gebiet ausgedehnt werden.
- Bürger und staatliche Institutionen im Burgenland, die von den ausgedehnten Gesetzen und Verordnungen betroffen sind.
Eckpunkte
- Die Verordnung trat am 12.07.1922 in Kraft und wurde am 31.12.1999 außer Kraft gesetzt.
- Sie erstreckt die Geltung von insgesamt 20 spezifischen Gesetzen und Verordnungen auf das Burgenland.
- Das Bundes-Verfassungsgesetz (B. G. Bl. Nr. 1/1920) wird mit Ausnahme bestimmter Übergangsbestimmungen auf das Burgenland ausgedehnt.
- Beim Finanz-Verfassungsgesetz (B. G. Bl. Nr. 124/1922) beginnt die dreimonatige Frist des § 14 Abs. 1 für das Burgenland erst mit dem ersten Zusammentritt des neugewählten Landtages.
Gesetzestext
Gesetzestext
RIS Dokument Kurztitel
- Verfassungsübergangsverordnung KundmachungsorganBGBl. Nr. 405/1922 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 191/1999Bundesgesetzblatt Nr. 405 aus 1922, aufgehoben durch Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 191 aus 1999, §/Artikel/AnlageParagraph/Artikel/AnlageArt. 1Artikel eins Inkrafttretensdatum12.07.1922 Außerkrafttretensdatum31.12.1999 TextArtikel I.Artikel römisch eins. Die Geltung der nachstehenden, in Österreich gesetzmäßig kundgemachten Vorschriften wird auf das Burgenland erstreckt: 1.Ziffer eins Artikel 1 bis 87, dann Artikel 88, jedoch bezüglich des Absatzes 2 unbeschadet der Übergangsbestimmungen des § 25, Absatz 3, der Verfassungsübergangsverordnung vom
- Juli 1921, B. G. Bl. Nr. 475, ferner Artikel 89 bis 107 und endlich Artikel 115 bis 148 des Gesetzes vom
- Oktober 1920, B. G. Bl. Nr. 1, womit die Republik Österreich als Bundesstaat eingerichtet wird (Bundes-Verfassungsgesetz);Artikel 1 bis 87, dann Artikel 88, jedoch bezüglich des Absatzes 2 unbeschadet der Übergangsbestimmungen des Paragraph 25,, Absatz 3, der Verfassungsübergangsverordnung vom
- Juli 1921, B. G. Bl. Nr. 475, ferner Artikel 89 bis 107 und endlich Artikel 115 bis 148 des Gesetzes vom
- Oktober 1920, B. G. Bl. Nr. 1, womit die Republik Österreich als Bundesstaat eingerichtet wird (Bundes-Verfassungsgesetz); 2.Ziffer 2 §§ 1 bis 32 sowie 34 bis 43 des Verfassungsgesetzes vom
- Oktober 1920, B. G. Bl. Nr. 2, betreffend den Übergang zur bundesstaatlichen Verfassung;Paragraphen eins bis 32 sowie 34 bis 43 des Verfassungsgesetzes vom
- Oktober 1920, B. G. Bl. Nr. 2, betreffend den Übergang zur bundesstaatlichen Verfassung; 3.Ziffer 3 Staatsgrundgesetz vom
- Dezember 1867, R. G. Bl. Nr. 142, über die allgemeinen Rechte der Staatsbürger für die im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder, mit Ausnahme des Artikels 20; 4.Ziffer 4 Gesetz vom
- Oktober 1862, R. G. Bl. Nr. 87, zum Schutze der persönlichen Freiheit; 5.Ziffer 5 Gesetz vom
- Oktober 1862, R. G. Bl. Nr. 88, zum Schutze des Hausrechtes; 6.Ziffer 6 Beschluß der provisorischen Nationalversammlung vom
- Oktober 1918, St. G. Bl. Nr. 3; 7.Ziffer 7 Gesetz vom
- Februar 1920, St. G. Bl. Nr. 94, womit Artikel 7 des Gesetzes vom
- März 1919, St. G. Bl. Nr. 180, über die Staatsregierung ergänzt wird; 8.Ziffer 8 Gesetz vom
- April 1920, St. G. Bl. Nr. 180, über die Mitwirkung der Nationalversammlung an der Regelung von Eisenbahntarifen, Post-, Telegraphen- und Telephongebühren und Preisen der Monopolgegenstände sowie von Bezügen der in staatlichen Betrieben Beschäftigten; 9.Ziffer 9 Bundesgesetz vom
- November 1920, B. G. Bl. Nr. 10, über die Geschäftsordnung des Nationalrates; 10.Ziffer 10 Bundesgesetz vom
- Dezember 1920, B. G. Bl. Nr. 33, über das Bundesgesetzblatt; 11.Ziffer 11 Bundesverfassungsgesetz vom
- Mai 1921, B. G. Bl. Nr. 293, über die Regelung der auf grund des Staatsvertrages von Saint-Germain sich ergebenden Grenzfragen im Verhältnis zum Ausland; 12.Ziffer 12 Bundesgesetz vom
- Juni 1921, B. G. Bl. Nr. 367, über Volksbegehren auf Grund der Bundesverfassung; 13.Ziffer 13 Bundesgesetz vom
- Juli 1921, B. G. Bl. Nr. 364, über die Organisation und über das Verfahren des Verfassungsgerichtshofes; 14.Ziffer 14 Verordnung der Bundesregierung vom
- November 1921, B. G. Bl. Nr. 653, womit die Geschäftsordnung des Verfassungsgerichtshofes kundgemacht wird; 15.Ziffer 15 Entschließung des Bundespräsidenten vom
- Dezember 1920, B. G. Bl. Nr. 12 von 1921, womit das Recht der Ernennung von Bundesangestellten bestimmter Kategorien den zuständigen Mitgliedern der Bundesregierung und dem Präsidenten des Rechnungshofes übertragen wird; 16.Ziffer 16 Entschließung des Bundespräsidenten vom
- Jänner 1922, B. G. Bl. Nr. 20, womit das Recht der Verleihung von Dienstposten bestimmter Kategorien im Bundesdienst den zuständigen Mitgliedern der Bundesregierung und dem Präsidenten des Rechnungshofes übertragen wird; 17.Ziffer 17 Entschließung des Bundespräsidenten vom
- Dezember 1920, B. G. Bl. Nr. 49 von 1921, womit die Bundesregierung und die zuständigen Mitglieder der Bundesregierung zum Abschlusse bestimmter Kategorien von Staatsverträgen ermächtigt werden; 18.Ziffer 18 Bundesgesetz vom
- Juli 1921, B. G. Bl. Nr. 377, über die Bezüge der Mitglieder des Nationalrates, der Mitglieder des Bundesrates und der Volksbeauftragten; 19.Ziffer 19 Bundesverfassungsgesetz vom
- März 1922, B. G. Bl. Nr. 124, über die Regelung der finanziellen Beziehungen zwischen dem Bund und den Ländern (Gemeinden) (Finanz-Verfassungsgesetz), § 14 dieses Bundesverfassungsgesetzes jedoch mit der Maßgabe, daß die in Absatz 1 festgesetzte dreimonatige Frist bezüglich der im Burgenlande geltenden Bestimmungen erst vom Tage des ersten Zusammentrittes des neugewählten Landtages für das Burgenland läuft;Bundesverfassungsgesetz vom
- März 1922, B. G. Bl. Nr. 124, über die Regelung der finanziellen Beziehungen zwischen dem Bund und den Ländern (Gemeinden) (Finanz-Verfassungsgesetz), Paragraph 14, dieses Bundesverfassungsgesetzes jedoch mit der Maßgabe, daß die in Absatz 1 festgesetzte dreimonatige Frist bezüglich der im Burgenlande geltenden Bestimmungen erst vom Tage des ersten Zusammentrittes des neugewählten Landtages für das Burgenland läuft; 20.Ziffer 20 Gesetz vom
- Juli 1917, R. G. Bl. Nr. 307, mit welchem die Regierung ermächtigt wird, aus Anlaß der durch den Kriegszustand verursachten außerordentlichen Verhältnisse die notwendigen Vorkehrungen auf wirtschaftlichem Gebiete zu treffen.