Abgabenexekutionsordnung-Durchführungsverordnung
Worum geht es in dieser Vorschrift?
Diese Regelung legt fest, wie Vollstreckungsbehörden vorgehen müssen, wenn sie bewegliche Sachen pfänden, um Landes- und Gemeindeabgaben einzutreiben, die nicht von Finanzämtern erhoben werden. Sie regelt die Kommunikation und Koordination zwischen diesen Behörden und den Finanzämtern.
Für wen: Vollstreckungsbehörden, die für die Eintreibung von Landes- und Gemeindeabgaben zuständig sind; Finanzämter.
Auf einen Blick
- Land
- Österreich
- Rechtsgebiet
- Familienrecht
- Quelle
- ris.bka.gv.at
- Text abgerufen
- Erklärung aktualisiert
Was regelt diese Vorschrift?
- Die Verständigung des Bezirksgerichts nach der Pfändung beweglicher Sachen.
- Die Verständigung des Finanzamtes vor der Einleitung eines Verwertungsverfahrens.
- Die Abstimmung zwischen Vollstreckungsbehörde und Finanzamt bei der Durchführung von Verwertungsverfahren.
- Die Berücksichtigung von Pfandrechten bei der Verwendung des Verwertungserlöses.
Wen betrifft diese Vorschrift?
- Vollstreckungsbehörden, die für die Eintreibung von Landes- und Gemeindeabgaben zuständig sind.
- Finanzämter.
- Abgabenschuldner.
Was sind die Eckpunkte?
- Nach der Pfändung beweglicher Sachen muss die Vollstreckungsbehörde das Bezirksgericht durch Übersendung des Pfändungsprotokolls oder eines Auszuges davon verständigen.
- Vor einem Verwertungsverfahren muss die Vollstreckungsbehörde das Finanzamt des Abgabenschuldners informieren.
- Haben sowohl Finanzamt als auch Vollstreckungsbehörde Pfandrechte an denselben Sachen, müssen sie sich über das Verwertungsverfahren abstimmen.
- Pfandrechte des Finanzamtes und der Vollstreckungsbehörde sind bei der Verwendung des Verwertungserlöses nach ihrem Rang zu berücksichtigen.
Familienrecht
Gesetzestext
Gesetzestext
RIS Dokument KurztitelAbgabenexekutionsordnung-Durchführungsverordnung KundmachungsorganBGBl. Nr. 157/1949 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 104/2019Bundesgesetzblatt Nr. 157 aus 1949, aufgehoben durch Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 104 aus 2019, TypVrömisch fünf §/Artikel/AnlageParagraph/Artikel/AnlageArt. 3 § 9Artikel 3, Paragraph 9 Inkrafttretensdatum08.06.2010 Außerkrafttretensdatum30.06.2020 AbkürzungAbgEO-DV Index32/01 Finanzverfahren, allgemeines Abgabenrecht TextArtikel III (zu §§ 2, 85, Abs.(4), und 86, Abs.(3), des Gesetzes).Artikel römisch drei (zu Paragraphen 2, 85,, Abs.(4), und 86, Abs.(3), des Gesetzes).§ 9.Paragraph 9,
Dies gilt entsprechend für das Finanzamt, wenn das bei der Vollstreckungsbehörde durchgeführte Verwertungsverfahren ergebnislos geblieben ist. Bei der Verwendung des Verwertungserlöses sind Pfandrechte des Finanzamtes und der Vollstreckungsbehörde wechselseitig nach ihrem Rang zu berücksichtigen.Die in Paragraph 2, Absatz 2, Litera b,, des Gesetzes bezeichneten Vollstreckungsbehörden haben vor Einleitung eines Verwertungsverfahrens das Finanzamt zu verständigen, in dessen Sprengel der Abgabenschuldner wohnt. Hat das Finanzamt an den vom Verwertungsverfahren betroffenen Sachen ein Pfandrecht erworben, so hat es sich mit der Vollstreckungsbehörde über die Durchführung des Verwertungsverfahrens ins Einvernehmen zu setzen.
Der Abgabenschuldner ist vom Ergebnis der Abmachung zu verständigen. Gleiches gilt sinngemäß, wenn eine Vollstreckungsbehörde Paragraph 2, Absatz 2, Litera b,, des Gesetzes) von einem bei einem Finanzamt anhängigen, die gleichen Sachen erfassenden Verwertungsverfahren Kenntnis erhält. Im Fall der Ergebnislosigkeit des vom Finanzamt durchgeführten Verwertungsverfahrens kann die Vollstreckungsbehörde ihr Verwertungsverfahren fortsetzen. Dies gilt entsprechend für das Finanzamt, wenn das bei der Vollstreckungsbehörde durchgeführte Verwertungsverfahren ergebnislos geblieben ist. Bei der Verwendung des Verwertungserlöses sind Pfandrechte des Finanzamtes und der Vollstreckungsbehörde wechselseitig nach ihrem Rang zu berücksichtigen.
AnmerkungFassung zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 158/2010Fassung zuletzt geändert durch Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 158 aus 2010, Schlagworte§ 18 EOParagraph 18, EO Zuletzt aktualisiert am31.10.2019 Gesetzesnummer10003824 DokumentnummerNOR40118370