Kurz gesagt
Diese Verordnung regelt die Pflichten von ermächtigten Gewerbetreibenden im Zusammenhang mit dem Zentralen Waffenregister (ZWR) und dem Umgang mit Daten. Sie stellt sicher, dass Daten korrekt und sicher verarbeitet werden und dass die Vorschriften des Datenschutzgesetzes eingehalten werden.
Was es regelt
- Die Meldepflichten von Gewerbetreibenden bei Änderungen ihrer Gewerbeberechtigung.
- Die Bedingungen für die Heranziehung von Mitarbeitern zur Registrierung im ZWR.
- Die Anforderungen an die Datensicherheit und den Datenschutz beim Zugriff auf das ZWR.
- Die Zusammenarbeit zwischen Gewerbetreibenden, Waffenbehörden und dem Betreiber des ZWR.
Wen es betrifft
- Gemäß § 32 Abs. 1 WaffG ermächtigte Gewerbetreibende.
- Mitarbeiter dieser Gewerbetreibenden, die das ZWR nutzen.
Eckpunkte
- Gewerbetreibende müssen dem Bundesminister für Inneres unverzüglich das Ende, Ruhen, die Zurücklegung oder Entziehung ihrer Gewerbeberechtigung melden.
- Mitarbeiter dürfen nur dann das ZWR nutzen, wenn sie sich zur Einhaltung des Datengeheimnisses gemäß § 15 des Datenschutzgesetzes 2000 verpflichtet haben.
- Bei jedem Zugriff auf das ZWR müssen die Daten des Lichtbildausweises des Betroffenen (Art, Nummer, ausstellende Behörde) eingegeben werden.
- Aufzeichnungen über Datensicherheitsmaßnahmen müssen mindestens drei Jahre aufbewahrt werden.
Gesetzestext
Gesetzestext
RIS Dokument Kurztitel
- Waffengesetz-Durchführungsverordnung KundmachungsorganBGBl. II Nr. 313/1998 zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 301/2012Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 313 aus 1998, zuletzt geändert durch Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 301 aus 2012, TypVrömisch fünf §/Artikel/AnlageParagraph/Artikel/Anlage§ 8Paragraph 8 Inkrafttretensdatum01.10.2012 Außerkrafttretensdatum24.05.2018 Abkürzung
- WaffV Index41/04 Sprengmittel, Waffen, Munition TextPflichten ermächtigter Gewerbetreibender§ 8.Paragraph 8,
(1)Absatz eins,Gemäß § 32 Abs. 1 WaffG ermächtigte Gewerbetreibende sind verpflichtet, dem Bundesminister für Inneres unverzüglich die Endigung, das Ruhen, die Zurücklegung oder die Entziehung der Gewerbeberechtigung bekannt zu geben.Gemäß Paragraph 32, Absatz eins, WaffG ermächtigte Gewerbetreibende sind verpflichtet, dem Bundesminister für Inneres unverzüglich die Endigung, das Ruhen, die Zurücklegung oder die Entziehung der Gewerbeberechtigung bekannt zu geben.
(2)Absatz 2,Der gemäß § 32 Abs. 1 WaffG ermächtigte Gewerbetreibende darf für die Vornahme der Registrierung nur solche Mitarbeiter als Benutzer heranziehen, die sich ihm gegenüber zur Einhaltung des Datengeheimnisses gemäß § 15 des Datenschutzgesetzes 2000 – DSG 2000, BGBl. I Nr. 165/1999, verpflichtet haben. Benutzer sind von der weiteren Benutzung auf Dauer oder für eine bestimmte Zeit von der Ausübung ihrer Zugriffsberechtigung auszuschließen, wennDer gemäß Paragraph 32, Absatz eins, WaffG ermächtigte Gewerbetreibende darf für die Vornahme der Registrierung nur solche Mitarbeiter als Benutzer heranziehen, die sich ihm gegenüber zur Einhaltung des Datengeheimnisses gemäß Paragraph 15, des Datenschutzgesetzes 2000 – DSG 2000, Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 165 aus 1999,, verpflichtet haben. Benutzer sind von der weiteren Benutzung auf Dauer oder für eine bestimmte Zeit von der Ausübung ihrer Zugriffsberechtigung auszuschließen, wenn 1.Ziffer eins sie diese zur weiteren Erfüllung der ihnen übertragenen Aufgaben nicht mehr benötigen oder 2.Ziffer 2 sie die Daten nicht entsprechend den für den Betrieb des ZWR (Zentrales Waffenregister) maßgeblichen Bestimmungen verwenden.
(3)Absatz 3,Benutzer haben vor einer Eingabe ins ZWR einen Bezug zu einem bestimmten Registrierungsvorgang anzugeben. Bei jedem Zugriff auf das ZWR durch Benutzer sind die Daten des Lichtbildausweises des Betroffenen (Art, Nummer, ausstellende Behörde) in das System einzugeben.
(4)Absatz 4,Der Gewerbetreibende hat sicherzustellen, dass Zugriffe auf das ZWR nur erfolgen, wenn die Benutzer über die Bestimmungen gemäß § 15 DSG 2000 und den Inhalt dieser Verordnung belehrt wurden.Der Gewerbetreibende hat sicherzustellen, dass Zugriffe auf das ZWR nur erfolgen, wenn die Benutzer über die Bestimmungen gemäß Paragraph 15, DSG 2000 und den Inhalt dieser Verordnung belehrt wurden.
(5)Absatz 5,Über die getroffenen Datensicherheitsmaßnahmen sind Aufzeichnungen zu führen, die, sofern gesetzlich nichts anderes angeordnet ist, mindestens drei Jahre aufzubewahren sind.
(6)Absatz 6,Der Gewerbetreibende trägt – sofern dies nach der Art der Dienstleistung in Frage kommt – für die technischen und organisatorischen Voraussetzungen Vorsorge, dass die Waffenbehörden und der Betreiber sämtliche Auskunfts-, Richtigstellungs- und Löschungspflichten nach dem DSG 2000 innerhalb der gesetzlichen Fristen jederzeit erfüllen können.
(7)Absatz 7,Der Gewerbetreibende darf weitere Dienstleister nur mit Billigung des Betreibers und der Waffenbehörden heranziehen und hat deshalb den Betreiber und die Waffenbehörden von der beabsichtigten Heranziehung eines weiteren Dienstleisters so rechtzeitig zu verständigen, dass diese dies allenfalls untersagen können.
(8)Absatz 8,Der Gewerbetreibende wird den Waffenbehörden und dem Betreiber auf deren Verlangen jederzeit jene Informationen zur Verfügung stellen, die zur Kontrolle der Einhaltung der in dieser Verordnung genannten Verpflichtungen notwendig sind.
(9)Absatz 9,Findet in Räumen mit einer Zugriffsmöglichkeit auf das ZWR Geschäftsverkehr statt, ist jedenfalls sicherzustellen, dass eine Einsichtnahme in die Daten des ZWR durch Dritte nicht möglich ist. SchlagworteAuskunftspflicht, Richtigstellungspflicht Zuletzt aktualisiert am24.05.2018 Gesetzesnummer10006074 DokumentnummerNOR40142339