Abkommen – Einkommen- und Vermögensteuern samt Protokoll (Kasachstan)
Worum geht es in dieser Vorschrift?
Dieses Abkommen regelt, wie die Doppelbesteuerung von Einkommen und Vermögen zwischen Kasachstan und Österreich vermieden wird, um sicherzustellen, dass Personen nicht in beiden Ländern für dieselben Einkünfte oder dasselbe Vermögen Steuern zahlen müssen.
Für wen: Personen, die in Kasachstan ansässig sind und Einkünfte oder Vermögen in Österreich haben; Personen, die in Österreich ansässig sind und Einkünfte oder Vermögen in Kasachstan haben.
Auf einen Blick
- Land
- Österreich
- Rechtsgebiet
- Steuerrecht
- Quelle
- ris.bka.gv.at
- Text abgerufen
- Erklärung aktualisiert
Was regelt diese Vorschrift?
- Die Anrechnung von in einem Land gezahlten Steuern auf die Steuerschuld im anderen Land.
- Die Freistellung bestimmter Einkünfte oder Vermögenswerte von der Besteuerung in einem der Länder.
- Die Berücksichtigung von Einkünften oder Vermögen zur Ermittlung des Steuersatzes, auch wenn sie selbst freigestellt sind.
- Spezielle Regelungen für Dividenden, die von einer Gesellschaft des einen Landes an eine Gesellschaft des anderen Landes gezahlt werden.
Wen betrifft diese Vorschrift?
- Personen, die in Kasachstan ansässig sind und Einkünfte oder Vermögen in Österreich haben.
- Personen, die in Österreich ansässig sind und Einkünfte oder Vermögen in Kasachstan haben.
Was sind die Eckpunkte?
- Kasachstan: Rechnet die in Österreich gezahlte Einkommen- oder Vermögensteuer an, darf aber den anzurechnenden Betrag nicht über den niedrigeren kasachischen Steuersatz hinausgehen lassen.
- Kasachstan: Darf Einkünfte oder Vermögen, die nur in Österreich besteuert werden dürfen, zur Ermittlung des Steuersatzes heranziehen.
- Österreich: Nimmt Einkünfte oder Vermögen, die in Kasachstan besteuert werden dürfen, grundsätzlich von der Besteuerung aus.
- Österreich: Rechnet die in Kasachstan gezahlte Steuer auf Einkünfte aus den Artikeln 10, 11 und 12 an, wobei der anzurechnende Betrag den auf diese Einkünfte entfallenden Teil der österreichischen Steuer nicht übersteigen darf.
Steuerrecht
Gesetzestext
Gesetzestext
RIS Dokument KurztitelAbkommen – Einkommen- und Vermögensteuern samt Protokoll (Kasachstan) KundmachungsorganBGBl. III Nr. 69/2006Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 69 aus 2006, TypVertrag – Kasachstan §/Artikel/AnlageParagraph/Artikel/AnlageArt. 23Artikel 23 Inkrafttretensdatum01.03.2006 Index39/03 Doppelbesteuerung TextArtikel 23 VERMEIDUNG DER DOPPELBESTEUERUNG(1)Absatz eins,In Kasachstan wird die Doppelbesteuerung wie folgt vermieden: a)Litera a Bezieht eine in Kasachstan ansässige Person Einkünfte oder hat sie Vermögen und dürfen diese Einkünfte oder dieses Vermögen nach diesem Abkommen in Österreich besteuert werden, so rechnet Kasachstan (i)Absatz i, auf die vom Einkommen dieser Person zu erhebende Steuer den Betrag an, der der in Österreich gezahlten Steuer vom Einkommen entspricht; (ii)Absatz i, i, auf die vom Vermögen dieser Person zu erhebende Steuer den Betrag an, der der in Österreich gezahlten Steuer vom Vermögen entspricht.
Ist der auf diese Einkünfte entfallende Steuerbetrag gemäß den in Kasachstan anzuwendenden Steuersätzen niedriger, so darf der nach der vorstehenden Bestimmung anzurechnende Betrag diesen niedrigeren Steuerbetrag nicht übersteigen. b)Litera b Bezieht eine in Kasachstan ansässige Person Einkünfte oder hat sie Vermögen, die nach diesem Abkommen nur in Österreich besteuert werden dürfen, darf Kasachstan diese Einkünfte oder dieses Vermögen in die Besteuerungsgrundlage einbeziehen, jedoch nur für die Ermittlung des Steuersatzes, der auf die in Kasachstan zu besteuernden Einkünfte oder das zu besteuernde Vermögen anzuwenden ist.
Zuletzt aktualisiert am22.05.2025 Gesetzesnummer20004729 DokumentnummerNOR40077402