Abkommen – Einkommen- und Vermögensteuern samt Protokoll (Bahrain)
Worum geht es in dieser Vorschrift?
Dieses Abkommen regelt, wie die Doppelbesteuerung von Einkommen und Vermögen zwischen Bahrain und Österreich vermieden wird. Es legt fest, wie Steuern, die in einem Land gezahlt wurden, im anderen Land angerechnet oder von der Besteuerung ausgenommen werden.
Für wen: In Bahrain ansässige Personen, die Einkünfte oder Vermögen in Österreich haben; In Österreich ansässige Personen, die Einkünfte oder Vermögen in Bahrain haben.
Auf einen Blick
- Land
- Österreich
- Rechtsgebiet
- Steuerrecht
- Quelle
- ris.bka.gv.at
- Text abgerufen
- Erklärung aktualisiert
Was regelt diese Vorschrift?
- Die Anrechnung von in Österreich gezahlten Steuern auf Einkommen und Vermögen für in Bahrain ansässige Personen.
- Die Anrechnung von in Bahrain gezahlten Steuern auf Einkommen und Vermögen für in Österreich ansässige Personen.
- Die Befreiung von der Besteuerung in Österreich für bestimmte Einkünfte aus Bahrain.
- Die Berücksichtigung von steuerbefreiten Einkünften oder Vermögen bei der Festsetzung der Steuer für das übrige Einkommen oder Vermögen in Österreich.
Wen betrifft diese Vorschrift?
- In Bahrain ansässige Personen, die Einkünfte oder Vermögen in Österreich haben.
- In Österreich ansässige Personen, die Einkünfte oder Vermögen in Bahrain haben.
Was sind die Eckpunkte?
- Für Bahrain: Wenn eine in Bahrain ansässige Person Einkünfte oder Vermögen hat, die in Österreich besteuert werden dürfen, rechnet Bahrain die in Österreich gezahlte Steuer an. Der anzurechnende Betrag darf den Teil der bahrainischen Steuer nicht übersteigen, der auf die in Österreich besteuerten Einkünfte oder das Vermögen entfällt.
- Für Österreich: Wenn eine in Österreich ansässige Person Einkünfte oder Vermögen hat, die in Bahrain besteuert werden dürfen, rechnet Österreich die in Bahrain gezahlte Steuer an. Der anzurechnende Betrag darf den Teil der österreichischen Steuer nicht übersteigen, der auf die in Bahrain besteuerten Einkünfte oder das Vermögen entfällt.
- Sonderfall Österreich: Übt eine in Österreich ansässige Person eine nachhaltige aktive Geschäftstätigkeit in Bahrain aus und dürfen diese Einkünfte in Bahrain besteuert werden und unterliegen sie dort einer Besteuerung, so nimmt Österreich diese Einkünfte von der Besteuerung aus.
- Einkünfte oder Vermögen, die in Österreich von der Besteuerung ausgenommen sind, dürfen dennoch bei der Festsetzung der Steuer für das übrige Einkommen oder Vermögen in Österreich berücksichtigt werden.
Steuerrecht
Gesetzestext
Gesetzestext
RIS Dokument KurztitelAbkommen – Einkommen- und Vermögensteuern samt Protokoll (Bahrain) KundmachungsorganBGBl. III Nr. 14/2011Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 14 aus 2011, §/Artikel/AnlageParagraph/Artikel/AnlageArt. 22Artikel 22 Inkrafttretensdatum01.02.2011 TextArtikel 22VERMEIDUNG DER DOPPELBESTEUERUNGDie Doppelbesteuerung wird wie folgt vermieden:
Bezieht eine in Bahrain ansässige Person Einkünfte oder hat sie Vermögen und dürfen diese Einkünfte oder dieses Vermögen nach diesem Abkommen in Österreich besteuert werden, so rechnet Bahrain:
Der anzurechnende Betrag darf jedoch in beiden Fällen den Teil der vor der Anrechnung ermittelten Steuer vom Einkommen oder vom Vermögen nicht übersteigen, der auf die Einkünfte, die in Österreich besteuert werden dürfen, oder auf das Vermögen, das in Österreich besteuert werden darf, entfällt.
Der anzurechnende Betrag darf jedoch in beiden Fällen den Teil der vor der Anrechnung ermittelten Steuer vom Einkommen oder vom Vermögen nicht übersteigen, der auf die Einkünfte, die in Bahrain besteuert werden dürfen, oder auf das Vermögen, das in Bahrain besteuert werden darf, entfällt.