Der gängigste Weg, einer KI ein Gesetz zu geben, ist der Upload als PDF. Das funktioniert bei einem einzelnen Gesetz und einer Frage. Sobald Sie Rechtsprechung, historische Fassungen oder mehrere Vorschriften benötigen, stoßen Sie an Grenzen. Dieser Leitfaden vergleicht beide Ansätze sachlich, auch für Fälle, in denen PDF die bessere Wahl ist.
Europaius Österreich: Inhalt des Korpus
Die Beispiele in dieser Anleitung basieren auf tschechischem Recht. Dieselben Tools funktionieren auch mit dem Korpus von Europaius Österreich:
Umfang: Das Bürgerliche Gesetzbuch hat über 3.000 Paragrafen – der Kontext der KI ist bereits mit einem einzigen Gesetz ausgeschöpft. Rechtsprechung lässt sich auf diesem Weg gar nicht einbinden.
Aktualität: Ein PDF veraltet mit der ersten Novelle, und niemand bemerkt es.
Genauigkeit: Die KI wählt aus langen Dokumenten Passagen aus und macht dabei Fehler – besonders bei Paragrafennummern und Fristen.
Kosten: Bei jeder Anfrage wird das gesamte Dokument erneut verarbeitet, was den Token-Verbrauch erhöht und die Antwort verlangsamt.
Aufwand: Jemand muss das PDF herunterladen, hochladen und für jedes Gesetz und jede Konversation aktuell halten.
Wie ein Konnektor funktioniert
Ein Konnektor lädt nichts im Voraus hoch. Bei einer Anfrage ruft die KI eine Suche auf, erhält nur die relevanten Paragrafen oder Entscheidungen und antwortet auf dieser Grundlage. Der Korpus wird laufend aktualisiert, enthält historische Fassungen und über 980.000 Entscheidungen, die in keinen Chat passen würden. Jedes Ergebnis enthält einen Link zum Volltext, sodass die Quelle überprüfbar ist.
Der Token-Verbrauch ist geringer, da nur wenige Tausend Zeichen an Ergebnissen statt Hunderter Seiten in den Kontext einfließen. Die Verbindung wird einmal eingerichtet und funktioniert danach in jeder Konversation.
Wann PDF die richtige Wahl ist
Interne Richtlinien, Kundenverträge, Tarifverträge, Satzungen: Das sind Dokumente, die in keinem Korpus enthalten sind und der KI als Datei zur Verfügung gestellt werden sollten. Die ideale Kombination besteht darin, ein eigenes Dokument hochzuladen und die KI es mit dem Gesetz aus dem Konnektor vergleichen zu lassen. Beispiel: Sie laden einen Mietvertrag hoch, die KI prüft ihn gegen die entsprechenden Vorschriften aus dem Korpus und markiert Klauseln, die zum Nachteil des Mieters unwirksam sind.
Der Vergleich auf einen Blick
PDF-Upload: ein Gesetz, Stand zum Zeitpunkt des Downloads, ohne Rechtsprechung, manuelle Pflege, höherer Token-Verbrauch, geeignet für eigene Dokumente. Konnektor: gesamter Korpus, aktuelle wie historische Fassungen, Rechtsprechung im Volltext, kein Pflegeaufwand, geringerer Verbrauch, geeignet für öffentliches Recht. Das beste Ergebnis erzielt die Kombination aus beidem.
Verbinden Sie Europaius mit Ihrer KI Die Adresse des Konnektors ist für alle Tools gleich. Sie melden sich mit Ihrer E-Mail-Adresse an, in zwei Minuten fertig. https://mcp.europaius.com/mcp Anleitung zur Verbindung → · Preisliste
Häufige Fragen
Kann ich Konnektor und hochgeladene Dokumente in derselben Konversation nutzen?
Ja, das ist die empfohlene Vorgehensweise: eigenes Dokument als Datei, Gesetz und Rechtsprechung aus dem Konnektor.
Was ist mit Projects in Claude oder GPTs mit hochgeladener Gesetzesbibliothek?
Sie funktionieren besser als ein einmaliger Upload, haben aber dieselben Grenzen bei Umfang und Aktualität. Der Konnektor ergänzt sie um Rechtsprechung und aktuelle Fassungen.
Ist der Konnektor langsamer als ein hochgeladenes Dokument?
Bei tschechischen Quellen antwortet er innerhalb von Sekunden. Bei der ersten Anfrage zu einem ausländischen Staat kann es etwas länger dauern, weitere Anfragen sind dann schnell.
Unverbindliche Informationen, die keine Rechtsberatung ersetzen. Die Verbindung des Konnektors erfordert ein Europaius-Konto (kostenlos). Mehr über Europaius · Europaius AT