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Règlement grand-ducal du 8 janvier 2010 concernant la protection intégrale et partielle de certaines espèces végétales de la flore sauvage. A = Annexe

règlement grand-ducal déclarant zone protégée d’intérêt national sous forme de réserve naturelle et de corridor écologique, la zone « Schwaarzbaach » sise sur les territoires des communes de Colmar-Be

Accipiter gentilis Habicht 2018 VU Alcedo atthis Eisvogel 2022 NT /

I Anthus trivialis Baumpieper 2022 NT Ciconia nigra Schwarzstorch 2022 NT /

I Cinclus cinclus Wasseramsel 2023 Columba oenas Hohltaube 2023 -/II/2 Corvus corax Kolkrabe 2022 VU Cuculus canorus Kuckuck 2021 VU Dendrocopos medius Mittelspecht 2020

I Dryocopus martius Schwarzspecht 2023

I Milvus migrans Schwarzmilan 2022 NT /

I Milvus milvus Rotmilan 2022 VU /

I Oriolus oriolus Pirol 2018 NT Pernis apivorus Wespenbussard 2020

I Phylloscopus sibilatrix Waldlaubsänger 2022 NT /

Art. 4

(2)Picus canus Grauspecht 2018 NT /

I Picus viridis Grünspecht 2023 Scolopax rusticola Waldschnepfe 2022 Daten ungenüg. /

Art. 4

(2)Streptopelia turtur Turteltaube 2022 VU /

Art. 4

(2)40 Réserve naturelle N° 49bis Schwaarzbaach Karte 13: Wertgebende Avifauna im geplanten Naturschutzgebiet (Quelle: Datenbank Recorder des MNHN und LNVL, zur Verfügung gestellt durch ANF 2023), Fond topographique: © Origine Cadastre: Droits de l'État réservés Carte topographique 1:20.000 (sit. 2022) à partir de la BD-L-TC) Ausweisungsdokument | agl Februar 2024 41 Réserve naturelle N° 49bis Schwaarzbaach Ausweisungsdokument | agl Februar 2024 42 Réserve naturelle N° 49bis Schwaarzbaach 4.3.2 Säugetiere An Säugetieren liegen aus dem Gebiet zahlreiche Nachweise der verbreiteten Waldarten wie Reh, Rotwild, Fuchs und Wildschwein vor. Darüber hinaus sind aber auch der Dachs (Meles meles), die Haselmaus (Muscardinus avellanarius), die Waldspitzmaus (Sorex araneus) und die Hausspitzmaus (Crocidura russula) im geplanten Waldschutzgebiet belegt. Fledermausnachweise liegen vom Unterlauf des Schwaarzbaachs, vom nordöstlichen Waldrand des Gebietes und vom Randbereich des Useldénger Fréin vor. Dort wurde 1995 die NordFledermaus (Eptesicus nilsonii) am Waldrand detektiert, am Unterlauf des Schwaarzbaachs gelang der Nachweis von Wasserfledermaus (Myotis daubentonii), Großem Abendsegler (Nyctalus noctula), Zwergfledermaus (Pipistrellus pipistrellus) und Grauem Langohr (Plecotus austriacus). temporär wasserführender – Mardellen durch mehrere potenzielle Laichgewässer aus. Für das Gebiet Schwaarzbaach liegen allerdings aus der Datenbank LUXNAT derzeit nur Nachweise des Feuersalamanders aus dem Schwaarzbaachtal vor. Darüber hinaus wurde am Nordrand des Gebietes in einer Mardelle die Geburtshelferkröte (Alytes obstreticans) gefunden. An Reptilien sind im Waldgebiet die Blindschleiche und die Bergeidechse präsent. Am nordöstlichen Waldrand wurde vor kurzem die stark gefährdete Wimperfledermaus (Myotis emarginatus) erfasst. Es ist davon auszugehen, dass bei einer vertieften Untersuchung des geplanten Waldschutzgebietes weitere Fledermausnachweise zu erwarten sind. 4.3.3 Amphibien, Reptilien Der Lebensrhythmus der meisten Amphibienarten ist durch den regelmäßigen Wechsel zwischen aquatischen und terrestrischen Habitaten gekennzeichnet. Habitate an Land spielen als Nahrungsräume, Quartiere oder auch Rufwarte eine Rolle. Gewässer werden von allen Arten während der Jugendentwicklung und als Laichplätze benötigt. Das geplante Waldschutzgebiet zeichnet sich aufgrund einiger – zumindest Ausweisungsdokument | agl Februar 2024 Tab. 10: Wertgebende Artnachweise der Reptilien und Amphibien Art (wiss.) Art (deutsch) Alytes obstreticans Geburtshelferkröte Letzter Nachweis Geschützte Art/ Gefährdung/ PNPN 2017 A /- / PNPN priorité 2 Salamandra salamandra Feuersalamander 2022 A / - / PNPN priorité 2 Zootoca vivipara 2020 A/ /- Bergeidechse Gefährdung nach Rote Liste der Arten : EN = endangered, VU = vulnerable, NT = near threatened, R = rare * Geschützte Art gem. Règlement grand-ducal du 8 janvier 2010 concernant la protection intégrale et partielle de certaines espèces végétales de la flore sauvage. A = Annexe A: Espèces intégralement protégées | B = Annexe B1: Espèces partiellement protégées Prioritäre Art des PNPN (2007-2011): 1 – höchste Priorität, 2 – hohe Priorität 43 Réserve naturelle N° 49bis Schwaarzbaach 4.3.4 Tag- und Nachtfalter Aus der Datenbank LUXNAT stammen Artnachweise aus der Gruppe der Insekten, insbesondere der Lepidopteren mit den Gruppen der Tag- und Nachtfalter. Bei den Tagfaltern liegen Nachweise einiger charakteristischer und gefährdeter Waldarten vor, darunter an erwähnenswerten Arten der Große Fuchs (Nymphalis polychloros), der Kleine Eisvogel (Limeritis camilla), das Landkärtchen (Araschnia levana), der Mauerfuchs (Lasiommata megera), der Kleine Perlmutterfalter (Issoria lathonia) und der Pflaumen-Zipfelfalter (Satyrium pruni). Die Nachweise stark gefährdeter Arten wie Baumweißling und Lilagold-Feuerfalter liegen schon über 30 Jahre zurück und müssten neu bestätigt werden. Die Untersuchungen wurden überwiegend an den östlichen Waldrandbereichen des Schwaarzbaachgebietes durchgeführt. Unter den Nachtfaltern kommen mehrere seltene und gefährdete Arten vor, so u.a. Zackensaum-Heidelbeerspanner (Cepphis advenaria), der stark gefährdete Bergwald-Blattspanner (Colostygia olivata), der Weißbinden-Labkrautspanner (Epirroe rivata), der ErlengebüschSpanner (Euchoeca nebulata), das HornkrautTageulchen (Panemeria tenebrata) und der Hellgraue Lappenspanner (Trichopteryx carpinata). Auch hier liegen die Untersuchungsschwerpunkte am östlichen Gebietsrand. Ausweisungsdokument | agl Februar 2024 Tab. 10: Wertgebende Artnachweise der Tagfalter Art (wiss.) Art (deutsch) Letzter Nachweis Gefährdung Tab. 11: Wertgebende Artnachweise der Nachtfalter Art (wiss.) Art (deutsch) Letzter Gefährdung Nachweis Araschnia levana Landkärtchen 2019 Near threatened Adsolta statices Ampfer-Grünwidderchen 2017 Vulnerable Anthocharis cardamines Aurorafalter 2019 Near threatened Asthena albulata Ungepunkteter Zierspanner 2017 Near threatend Aporia craBaum-Weißling taegi 1985 Vulnerable Cepphis advenaria Zackensaum-Heidelbeerspanner 2018 Vulnerable MalvenPyrgus malWürfelfleckfalvae ter 1985 Near threatened Colostygia olivata BergwaldBlattspanner 2019 Critically endangered Lycaena hippothoe Lilagold-Feuerfalter 1990 Endangered Epirroe rivata Weißbinden-Labkrautspanner 2019 Vulnerable Nymphalis polychloros Großer Fuchs 2021 Vulnerable Euchoeca nebulata ErlengebüschSpanner 2019 Vulnerable Lasiommata megera Hecatera bicolorata Hasenlatticheule 2010 Near threatend Mauerfuchs 2019 Vulnerable Jodis lactearia 2019 Near threatend Limenitis camilla LaubwaldGrünspanner Kleiner Eisvogel 2011 Vulnerable Vulnerable Schwalbenschwanz HornkrautTageulchen 2018 Papilio machaon Panemeria tenebrata 2011 Vulnerable Near threatend Rostfarbener Dickkopffalter 1985 Near threatened Moorwald-Adlerfarnspanner 2019 Ochlodes venata Petrophora chlorosata Plagodis dolabraria Hobelspanner 2019 Near threatend Issoria lathonia Kleiner Perlmutterfalter 2011 Endangered Polyploca ridens Moosgrüber Eulenspinner 2010 Near threatend Satyrium pruni Pflaumen-Zipfelfalter 2011 Endangered Trichopteryx carpinata Hellgrauer Lappenspanner 2010 Vulnerable Xylocampa areola Geißblatt-Eule 2010 Near threatend 44 Réserve naturelle N° 49bis Schwaarzbaach Karte 14: Wertgebende Fauna im geplanten Naturschutzgebiet (Quelle: Datenbank Recorder des MNHN und LNVL, zur Verfügung gestellt durch ANF 2023), Fond topographique: © Origine Cadastre: Droits de l'État réservés Carte topographique 1:20.000 (sit. 2022) à partir de la BD-L-TC) Legende: folgende Seite Ausweisungsdokument | agl Februar 2024 45 Réserve naturelle N° 49bis Schwaarzbaach Ausweisungsdokument | agl Februar 2024 46 Réserve naturelle N° 49bis Schwaarzbaach 4.4 Landschaftlicher Kontext Der Entwurf des Plan Sectoriel Paysage der Luxemburger Landesplanung (agl/Zeyen & Baumann 2008) differenziert in seinem Kapitel „Landschaften als Faktor für Lebensqualität“ die Landschaftsbilder Luxemburgs nach ihren wahrnehmbaren Qualitäten. Zu den Landschaften, die als überwiegend positiv empfunden werden, zählen ländlich geprägte Räume mit tradierten Nutzungs- und Strukturmustern, waldgeprägte Landschaften sowie ländlich strukturierte offene und waldgeprägte Tallandschaften. Der Bereich der geplanten Erweiterung des Waldschutzgebietes zählt zu den „Waldgeprägten Landschaften mit umgebenden ländlich geprägten Räumen“, somit einem Bereich „überwiegend positiv empfundener Landschaften“. Kronendurchmesser und Mächtigkeiten entwickelt haben und/oder zu den im Gebiet eher seltenen Baumarten gehören, darunter eine Esche oder mehrere Traubeneichen (z.B. Eiche in Parzelle 26). Desweiteren gibt es in den trocknisgeschädigten Buchenaltbeständen zahlreiche Bäume mit Totästen und bzw. absterbende Bäume, die als Biotopbäume insbesondere für Totholz- und Höhlenbewohner von besonderer Bedeutung sind. Unten links: Alte Esche in der Abt. 21 (Haardstouss) Unten rechts: Biotopbaum mit Spechthöhle und Mulmbereich in der Abt. 27 (Hirzfouss) Als weitgehend naturnaher, geschlossener Waldbestand gehört das Waldgebiet Schwaarzbaach auch zum Naturerbe des Großherzogtums (agl/Zeyen&Baumann 2008). Hier werden die größeren naturnahen Waldbestände des Gutlands und der Doggerstufe (oft mit alten Mittelwäldern mit teils natürlichen, teils wirtschaftsbedingten Eichen-Hainbuchenwäldern sowie Buchenwäldern basenreicher Standorte) zusammengefasst. 4.5 Bemerkenswerte Einzelbäume, Biotopbäume Im geschlossenen Wald mit zusammenhängendem Kronendach sind bemerkenswerte Einzelbäume nur schwer zu identifizieren. Daher lassen sich trotz der überwiegend alten Waldbestände nur wenige Bäume im Gebiet hervorheben. Es handelt sich um alte Einzelbäume, die aufgrund von zeitweisem Freistand besondere Ausweisungsdokument | agl Februar 2024 47 Réserve naturelle N° 49bis Schwaarzbaach 4.6 Stehendes und liegendes Totholz Stehendes und liegendes Totholz stellt für viele Waldorganismen einen unverzichtbaren Teil ihres Lebensraumes dar. Da im Wirtschaftswald die Zerfallsphase der natürlichen Waldentwicklung – bis auf Altholzinseln oder Naturwaldreservate – fehlt, sind viele der auf starkes stehendes oder liegendes Totholz angewiesenen Arten (z.B. Pilze, Moose, holzbewohnende Käfer, Höhlenbrüter und Spechte) gefährdet. Im Inventaire d´aménagement zum Staatsforst von Colmar-Berg (ANF 2023e: 5ff) sind die Totholzanteile der Waldabteilungen aufgelistet (Stand 2019). Daraus geht hervor, dass der Totholzanteil von ca. 60% der Waldbestände als sehr schwach (< 2,5 m3/ha) bis schwach einzustufen ist (< 7,5 m3/ha). Immerhin ca 30% der Waldbestände weisen einen mittleren Totholzanteil (< 15 m3/ha) auf, und lediglich 4% einen hohen Totholzanteil (v.a. Abt. 20, Parc. 1). Den Löwenanteil des Totholzes stellt meist schwaches liegendes Totholz dar, das beim Durchforsten anfällt oder der Konkurrenz der Verjüngung geschuldet ist. Starkes Totholz mit stehenden, langsam zerfallenden Stämmen kommt v.a. in den Buchen-(Eichen)-Althölzern vor. Insbesondere in den Waldabteilungen 20 und 21, wo die Sommertrockenheit bei gleichzeitiger Auflichtung der Bestände zu massivem Trockenstress und Absterben der Altbuchen geführt hat, ist ein hoher Anteil starken Totholzes vorhanden. Besonders hohe Totholzanteile treten temporär auch in Fichtenbeständen auf, die vom Borkenkäfer befallen sind. Hier können in kurzer Zeit ganze Parzellen komplett absterben, die jedoch von der Naturverwaltung relativ schnell beräumt werden, um dem Borkenkäfer keine weiteren Reproduktionsmöglichkeit zu geben und das anfallende Holz noch nutzen zu können. In den Laubholzaltbeständen ist davon auszugehen, dass sich bei ausbleibender Nutzung der Totholzanteil innerhalb von 10-20 Jahren erheblich steigern wird. Oben und unten: Stehendes und liegendes Totholz in den Abteilungen 16, 20 (tw. Totholzinseln) sowie 27 Mitte rechts: Mittlerer Totholzanteil im Useldénger Fréin In vier Bereichen des geplanten Waldschutzgebietes wurden kleinere Totholzinseln eingerichtet, in denen keine Altbäume entnommen werden und die Entwicklung von Alt- und Totholz im Vordergrund steht. Sie befinden sich in den Abt. 2, 11, 16 und 20 (vgl. Karte 7). Ausweisungsdokument | agl Februar 2024 48 Réserve naturelle N° 49bis Schwaarzbaach 5. Schutzwürdigkeit 5.1 Aussagen des Plan Directeur Sectoriel Paysage
(2021)und des Plan National concernant la Protection de la Nature (3e Plan à l’horizon 2030) Das Waldgebiet Schwaarzbaach zählt zu den „zones prioritaires du réseau écologique“ des Entwurfs zum Plan Directeur Sectoriel Paysage“ der luxemburgischen Landesplanung und ist auch Teil der „Corridors écologiques“ des Großherzogtums (agl/Zeyen&Baumann 2013). Dies wird begründet mit der ökologischen Bedeutung der naturnahen Waldkomplexe im Netzwerk der Waldbestände des luxemburger Gutlands, damit verbunden die Bedeutung für Migration und genetischen Austausch der Waldfauna. Auch der Plan National concernant la Protection de la Nature (3e Plan à l’horizon 2030, MECDD 2023) zählt das geplante Waldschutzgebiet unter der Nr. 49 zu den prioritär auszuweisenden Naturschutzgebieten des Großherzogtums (Liste des zones protégées d’intérêt national à déclarer). Begründet wird dies mit der Bedeutung als Wald- und Feuchtgebiet sowie der Eignung als Naturwaldgebiet. Zudem soll die Fläche der Naturwaldreservate (Réserves forestières intégrales) bis 2030 auf 3.000 ha gesteigert werden. (MECDD 2023: 14) Damit wird deutlich, dass die naturnahen Waldbestände des Gebiets Schwaarzbaach naturschutzfachlich eine nationale Bedeutung aufweisen und eine Ausweisung als Waldschutzgebiet von nationalem Interesse ist. Ausweisungsdokument | agl Februar 2024 5.2 Vorkommen seltener und schützenswerter Biotope und Arten Das Ziel dieses Projektes ist der Schutz der vorhandenen wertvollen Biotope, Tier- und Pflanzenarten und deren Lebensräume sowie der Erhalt und die Pflege von Vernetzungs-elementen mit den angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen. Das geplante Waldschutzgebiet dient auch dem Schutz des Naturhaushaltes sowie seiner Funktionsfähigkeit. Neben FFHrelevanten Lebensräumen gibt es im Untersuchungsgebiet zahlreiche Biotope, die nach den Artikeln 14 bzw. 17 des Naturschutzgesetzes vom 19. Januar 2004 unter Schutz stehen. Das geplante Waldschutzgebiet beinhaltet einen hohen Anteil schützenswerter Waldgesellschaften in gutem bis hervorragendem Erhaltungszustand. Das Gebiet besteht zum großen Teil aus Buchenwäldern basenreicher Standorte und Wäldern mit mehr als 50% Laubbaumarten. Darüber hinaus sind auch Eichen-Hainbuchenwälder und Auwälder auf kleiner Fläche vorhanden. Der bodensaure Hainsimsen-Buchenwald (LRT 9110) und der mesophile Perlgras-Buchenwald (LRT 9130) kommen in teilweise alten repräsentativen Ausprägungen mit teilweise gelichteten alten Waldbeständen mit Baumaltern von über 130 Jahren vor. Einige alte Bestände, die jedoch ebenfalls eine hohe naturschutzfachliche Relevanz besitzen, weisen eine eichendominierte obere Baumschicht auf. Mit dem Sternmieren-Eichen-Hainbuchenwald (LRT 9160) kommt eine weitere charakteristische Waldgesellschaft des Attertgutlands auf den Keupermergeln in größerer Fläche und mit teilweise alten Waldbeständen vor. Auch dieser Waldtyp zählt zu den zu schützenden Waldgesellschaften nach Habitatrichtlinie, aber auch gem. nationalem Recht. Hierbei spielen die ty- pischen Biozönosen naturnaher Wälder mittlerer und staunasser Standorte eine besondere Rolle. Eine weitere ökologische, kulturhistorische und geomorphologische Bedeutung für das Waldschutzgebiet besitzen die vorhandenen Mardellen mit ihrer zugehörigen charakteristischen Pflanzen- und Tier-welt. Sie gehören zu den geschützten Biotopen nach Art. 17 des Luxemburger Naturschutzgesetzes. Das zu schützende Gebiet beherbergt weitere geschützte Lebensräume (Art. 17 Natur-schutzgesetz) wie Fließgewässer, Quellen und strukturreiche Waldmäntel. Auch diesen Lebensräumen kommt eine große Bedeutung für die Erhaltung der biologischen Vielfalt, insbesondere in Verknüpfung mit den angrenzenden artenreichen Offenlandflächen zu. Die Naturnähe, Kohärenz und Vielfalt der Wälder und Biotope des geplanten Waldschutzgebietes ist die Grundlage für das Vorkommen zahlreicher seltener und gefährdeter Pflanzenund Tierarten. Es sind Vorkommen zahlreicher gefährdeter Vogelarten (u.a. Schwarzstorch, Grauspecht, Mittelspecht, Schwarzspecht, Rotmilan, Wespenbussard, Pirol), gefährdeter Tagund Nachtfalter sowie im Schwaarzbaach Vorkommen seltener Fischarten/Rundmäuler sowie des Feuersalamanders belegt. Weitere besondere Artvorkommen sind mangels vorliegender Untersuchungen für viele Artengruppen zu vermuten. 5.3 Vorkommen naturnaher alter Waldbestände Innerhalb des geplanten Waldschutzgebietes befinden sich alte, naturnahe und repräsentative Waldbestände (v.a. basenreiche und bodensaure Buchenwälder, aber auch EichenHainbuchen- und Auwälder sowie Eichenmischwälder), die eine besondere Eignung zur 49 Réserve naturelle N° 49bis Schwaarzbaach Ausweisung als „Naturwaldreservat“ aufweisen. Die übrigen Bestände können in einer Übergangsphase zu naturnahen Waldgebieten entwickelt werden. Das Alter und die Naturnähe der Waldbestände des Areals am Schwaarzbaach bedingen zusammen mit der dort vorkommenden Flora und Fauna die besondere Schutzwürdigkeit des Waldgebiets. 5.4 International bedeutsamer Wildtierkorridor Einer der international bedeutsamen Wa

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