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201 Memorial MÉMORIAL des DU Großherzogthums Luxemburg. GRAND-DUCHÉ DE LUXEMBOURG, Zweiter Theil. SECONDE PARTIE. Oeffen

201 Memorial MÉMORIAL des DU Großherzogthums Luxemburg. GRAND-DUCHÉ DE LUXEMBOURG, Zweiter Theil. SECONDE PARTIE. Oeffentliche Acte verschiedener Art und nicht amtliche Mittheilungen. ACTES PUBLICS DIVERS N°24.ET PUBLICATIONS NON OFFICIELLES. Samstag,

  1. September
  2. SAMEDI, 16 septembre
  3. Circulaire relative à la confection des registres de l'état civil pour
  4. Luxembourg, le 9 septembre
  5. Luxemburg, den
  6. September
  7. J'ai l'honneur de prier MM. les bourgmestres et Ich ersuche die HH. Bürgermeister und Schössen échevins des villes et communes du Grand-Duché, de der Städte und Gemeinden des Großherzogthums vouloir bien me faire connaître pour le 5 octobre mir spätestens am
  8. October d . I . auf dem prochain au plus tard, par la voie ordinaire de la gewöhnlichen Geschäftswege anzuzeigen, wieviel correspondance, le nombre de feuilles dont ils déBogen sie zu den Civilstands-Registern ihrer sirent voir composer les divers registres de l'état respectiven Gemeinden für 1855 zu haben wün- civil de leurs communes respectives pour l'année schen.
  9. MM. les commissaires de district voudront bien Die H H . Districts-Commissäre werden die ihnen zukommenden Angaben in eine einzige résumer dans un seul tableau les renseignements qui Nachweisung zusammenfassen und mir spätestens leur seront fournis et me les faire parvenir pour le 15 du même mois, au plus tard. am
  10. desselben Monats zusenden. Ce tableau devra contenir l'indication du nombre Diese Nachweisung muß bezeichnen, wieviel de feuilles qu'il faut à chaque commune pour chaBogen jede Gemeinde für ein einfaches Exemplar cun des quatre registres de l'état civil, en simple einer jeden der vier Civilstandes-Register braucht. exemplaire. Der General-Administrator der Justiz, L'Administrateur-général de la justice, Würth-Paquet. WURTH-PAQUET. Rundschreiben über die Anfertigung der stands-Register für
  11. Civil- Bekanntmachung. Luxemburg, den
  12. September
  13. Durch König.-Großherzoglichen Beschluß vom Avis. Luxembourg, le 8 septembre
  14. Par arrêté royal grand-ducal du 2 septembre Zweiter Theil. 202 Nr.
  15. September 1854, Nr. 675, ist dem Herrn Thilges ehrenvolle Entlassung als Mitglied der Verwaltungs-Commission für die Gefängnisse und das Vettlerdepot bewilligt und an seine Stelle der Herr Wirz, Ober-Ingenieur der Bauverwaltung ernannt worden. Der General-Administrator der Justiz, Würth-Paquet. Bekanntmachung. Luxemburg, den
  16. September
  17. Durch König-Großherzoglichen Beschluß vom
  18. September d . I . Nr. 667 ist dem Herrn Jacob Heinen auf sein Ansuchen ehrenvolle Entlassung von seinem Amte als Bürgermeister der Gemeinde Feulen bewilligt worden. Der General-Administrator des Inneren, 1854, n° 675, démission honorable a été accordée à M. Thilges en qualité de membre de la commission d'administration pour les maisons de détention et le dépôt de mendicité à Luxembourg, et M. Wirz, ingénieur en chef des travaux publics, a été nommé en son remplacement. L'Administrateur-général de la justice, WURTH-PAQUET. Avis. Luxembourg, le 13 septembre
  19. Par arrêté royal grand-ducal du deux septembre courant, N° 667, le sieur Jacques Heinen a obtenu, sur sa demande, démission honorable de ses fonctions de bourgmestre de la commune de Feulen. L'Administrateur-général de l'intérieur, JURION. Jurion. Bekanntmachung. Avis. Luxemburg, den
  20. September
  21. Durch meinen Beschluß vom
  22. September 1854, Nr. 4565, ist der Herr Nikolaus Mallinger aus Diekirch, vom
  23. Oktober d . I . an zum Surnumerär der Postverwaltung ernannt worden. Luxembourg, le 9 septembre
  24. Par mon arrêté du 6 septembre 1854, n° 4565, le sieur Nicolas Mallinger, dé Diekirch, a été nommé aux fonctions de surnuméraire des postes, à partir du 1 e r octobre prochain. Der General-Administrator des Inneren, Jurion. Bekanntmachung. Luxemburg, den
  25. September
  26. Nach einem Urtheile des Civil-Tribunals zu Aachen vom
  27. Juni 1854 ist der Geburts-Act des am
  28. Frimär des Jahres XII der fran- L'Administrateur-général de l'intérieur, JURION. Avis. Luxembourg, le 15 septembre 1854, Il résulte d'un jugement rendu par le tribunal civil d'Aix-la-Chapelle, le 17 juin 1854, que l'acte de naissance du sieur François Laporte, né à Ober- Zweiter Theil. Nr.
  29. 203 zösischen Republik zu Oberhausen in der Gemeinde Reuland, in Preußen, geborenen, zu Weiler wohnhaften Hrn. Franz L a p o r t e , ErgänzungsRichters beim Friedensgerichte des Cantons Clerff, berichtigt, und verordnet worden, daß der Name L a p o r t e in D e l a p o r t e umgeändert werde. hausen, commune de Reuland (Prusse Rhénane), 1e 21 frimaire, an X I I de la république française, suppléant du juge de paix du canton de Clervaux, domicilié à Weiler, a été rectifié et qu'il a été ordonné qu'au nom Laporte serait substitué celui de Delaporte. Der General-Administrator der Justiz, L'Administrateur-général de la justice, WURTH-PAQUET. Würth-Paquet. Bekanntmachung. Am
  30. October d . I . wird eine der Studienbörsen Lamormenil und eine der freien Studienbörsen, die mit dem Athenäum verbunden sind, erledigt. Avis. Une des bourses Lamormenil et une des bourse libres attachées à l'Athénée de Luxembourg, deviendront vacantes le 1er octobre prochain. Wer Ansprüche machen w i l l , hat seine Papiere vor jenem Tage dem Verwalter der Studienbörsen, Herrn Professor Wolff zu Luxemburg, einzuhändigen. Der General-Administrator der Justiz, Würth-Paquet. Les prétendants sont invités à remettre avant cette époque leurs titres à l'administrateur des bourses d'études, Mr le professeur Wolff, à Luxembourg. Bekanntmachung. A vis. Luxembourg, le 15 septembre
  31. Deux bourses de la fondation Aldringer, une bourse de la fondation Appert et une bourse de celle Gaderius, attachées à l'Athénée de Luxembourg, sont vacantes. Luxemburg, den
  32. September
  33. L'Administrateur-général de la justice, WURTH-PAQUET. Beim Athenäum zu Luxemburg sind zwei S t u dienbörsen der Stiftung Aldringer, eine S t u dienbörse der Stiftung Appert und eine der Stiftung Gaderius erledigt. Les prétendants à l'une ou à l'autre de ces bourses Wer sich um eine derselben melden will, hat sich mit seinem Gesuch vor dem
  34. September sont invités à adresser leurs demandes au secrétariat d . I . an das Secretariat der Stadt Luxemburg de la ville de Luxembourg pour le 20 septembre unter der Adresse des Hrn. Bürgermeisters und 1854, à l'adresse de MM. le bourgmestre et le plus des ältesten Hrn. Schöffen der Stadt, als der ancien échevin de cette ville, collateurs desdites Collatoren jener Börsen, zu wenden. bourses. Der General-Administrator der Justiz, L'Administrateur-général de la justice, Würth-Paquet. WURTH-PAQUET. Nr.
  35. 204 Nicht amtliche Mittheilungen. Zweiter Theil. PUBLICATIONS SON OFFICIELLES. Son Altesse Royale le Prince Henri des Pays-Bas, Lieutenant de Sa Majesté le Roi Grand-Duc, est arrivée en très-bonne santé dans la journée du
  36. Son Altesse Royale est descendue à Walferdange. Le 15, dans la matinée, Elle a reçu en audience solennelle, à l'hôtel de Gouvernement, à Luxembourg, les officiers supérieurs de la garnison, ainsi que les autorités et fonctionnaires civils et militaires l u xembourgeois. Bericht über die V e r k e i l u n g der Preise an die Zöglinge des König-Großherzoglichen Progymnasiums von Diekirch, am 20ten August
  37. Die Ceremonie fand, unter dem Vorsitze des Curatoriums um drei Uhr des Nachmittags im großen Saale des neuen Progymnasialgebäudes, Statt. Die Geistlichkeit der Pfarrei, so wie verschiedene Civil- und Militärbeamte, etliche Eltern der Zöglinge und ein ansehnliches P u blikum, verherrlichten dieses Schulfest mit ihrer Gegenwart. Der S a a l war mit Blumen und Guirlanden festlich geschmückt, und in der Mitte das Portrait des Königs aufgestellt. An den Wänden waren die Zeichnungen der Schüler aufgehängt. Die Feierlichkeit wurde durch die hiesige Stadtmusik mit einem Festmarsche eröffnet. Hierauf hielt der Director der Anstalt an die Versammlung folgende Gelegenheitsrede: „Hochansehnliche Versammlung! „Jedes Jahr, wenn ich bei der feierlichen Preisevertheilung auftrat, um vor der zahlreichen Versammlung von Personen jeden Standes und Ranges, die dieses schöne Schulfest durch ihre Gegenwart verherrlichten, einige Gelegenheitsworte zu sprechen, war ich von den lebhaftesten Empfindungen durchdrungen, und es erwachten besonders in mir die großen Ideen von Erziehung und Unterricht. Heute aber ist mein Gemüth von einer eigenthümlichen Rührung ergriffen: Gefühle der Trauer und Sehnsucht, Gefühle der Freudigkeit und des Vertrauens haben sich zugleich meiner Seele bemächtigt. Männer, welche eine Reihe von Jahren bei dieser Feierlichkeit erschienen, welche mit mir und meinen werthgeschätzten Amtsgenossen am Progymnasium segensreich wirkten, vermisse ich heute. Mein sehnsuchtsvolles Auge sucht sie in dieser hochachtbaren Versammlung, aber, ach, es erblickt sie nicht mehr! Die Einen von ihnen sind ins jenseitige Leben hinübergegangen, den Andern sind andere Wirkungskreise überwiesen worden.— Heilig und unvergeßlich bleibt mir das Andenken an den M a n n , der 17 Jahre hindurch unser Seelenhirt war und stets unserer Anstalt die aufrichtigste Liebe und die zärtlichste Sorgfalt bewies; dessen süßeste Freude es gewesen, dieselbe den Eltern zu empfehlen und selbe mit neuen Zöglingen zu bevölkern; der der Gewissenslenker der Lehrer und Schüler war, und vor dem sie so gerne niederknieten um aus seinem Munde Worte der Belehrung, der Warnung und des Trostes zu vernehmen, und um von seiner Hand den Segen der Lossprechung zu empfangen; der noch kurz vor seinem Tode durch ein reiches Vermächtniß dem Progymnasium ein Zweiter Theil. 205 kostbares Denkmal seiner Zuneigung und Fürsorge hinterließ. „ S o hat ferner im Lauf des Jahres der Tod einen Mann dahin gerafft, der längere Zeit hindurch unserer Anstalt sein schönes Talent und seine unermüdliche Thätigkeit widmete, und der auch später, als er, getrennt von mir, in höhern Lebensverhältnissen wirkte, mir stets seine Freundschaft bewahrte und das innigste Interesse am Gedeihen des Progymnasiums nahm; der, ungeachtet seiner vielfachen und wichtigen Amtsgeschäfte, sich mit hochherziger Aufopferung in Luxemburg den zwei edelsten Zwecken der Menschheit widmete, der Pflege der Armen und der öffentlichen Jugenderziehung. „ O , ihr theueren Männer, wie oft suche ich Euch noch unter den Lebenden, und wie weich wird mir das Herz, wenn mein liebender Blick Euch nicht mehr antrifft; wenn meine rufende Stimme Euch nicht mehr erreicht; wenn ich nicht mehr in Eurer heitern und geistreichen Gesellschaft wonnenreiche Augenblicke des Lebens genießen kann! Schauet heute liebevoll von der Höhe der Sternenwelt auf unser Jugendfest herunter und empfanget die Thräne der Wehmuth und Sehnsucht, die euch geweiht w i r d ! — „Andere Männer, die früher meine Amtsgenossen waren; die meine und der übrigen Lehrer Freundschaft besaßen, die sich in hohem Grade die Liebe der Zöglinge und das Zutrauen der Eltern erworben haben — auch sie sind heute von uns getrennt und wirken in andern Lebensverhältnissen. Empfanget auch I h r , hochgeschätzte Freunde und Amtsbrüder, meinen herzlichen Dank für die treuen Dienste, so I h r mir und dem Progymnasium erwiesen habet! Möge der liebe Gott Euch noch lange am Leben erhalten und Euer edles Wirken segnen; möget Ihr auch in der Ferne unser und des Progymnasiums in Liebe und Freundschaft gedenken! Euer Andenken wird mir immerdar theuer und unvergeßlich verbleiben. Nr.
  38. „Endlich haben im Laufe des Jahres Veränderungen S t a t t gefunden, die ebenfalls einen tiefen Eindruck auf mein Herz machten : Veränderungen im hochlöblichen Curatorium und selbst in der höheren Verwaltung, wodurch mein früherer Verkehr mit Männern aufhörte, die ich hochschätzte und deren hohen Zutrauens ich mich zu erfreuen hatte. „ S o sehe ich mich nun am Schlusse dieses Schuljahres in sehr veränderten Umständen, und man wird es ganz natürlich finden, wenn in dieser feierlichen Stunde mein Herz von Gefühlen ganz eigner Art erfüllt ist. Allein das ist nun einmal so die Fügung Gottes hier auf Erden, und die Welt, worin wir leben, ist so wechselvoll und veränderlich, daß wir morgen nicht sicher unseres heutigen Besitzes, morgen nicht sicher unserer heutigen Gesinnungen und Ueberzeugungen sind. Täglich werden die zartesten Bande zerrissen, und täglich werden wieder neue geknüpft. „ I c h w i l l daher meine Gedanken auf die gegenwärtige Lage des Progymnasiums und auf das Schicksal, das demselben für die Zukunft aufbewahrt zu sein scheint, richten, und da belebt mich wiederum das freudige Gefühl der Zufriedenheit und des Vertrauens. „ I c h sehe beule hier in unserer Mitte den würdigen Nachfolger unseres frühern vielgeliebten Dechanten, dessen Verlust wir Alle schmerzlich empfinden; ich sehe ihn in strotzender Jugendkraft und ausgerüstet mit herrlichen Anlagen und Fähigkeiten. Durch seine ungeheuchelte Frömmigkeit, seinen begeisterten Seeleneiser und seine Sorgfalt für die christliche Erziehung der heranwachsenden Jugend, wie durch seine Milde und Klugheit in der Pfarrverwaltung, ist er in der kurzen Zeit, wo wir ihn näher kennen gelernt haben, uns Allen lieb und theuer geworden. „ Sein vortrefflicher Charakter und seine Freude an der Jugendbildung sind sür uns eine sichere Nr.
  39. 206 Gewährleistung, daß er den Zöglingen seinen väterlichen Schutz gewähren, den Lehrern seine Freundschaft schenken, und den großen Einfluß, dessen er genießt, zum Besten der Anstalt verwenden wird. Auch betheure ich in meinem und meiner Amtsgenossen Namen, daß wir unserseits uns fleißig bestreben werden, seinen gerechten Forderungen zu entsprechen und sein Zutrauen zu verdienen. „ Ich sehe heute in unserer Mitte neue Amtsgenossen, die ich früher nicht kannte, die mir aber jetzt schon durch ihr schönes Betragen, ihre gewissenhafte Amtsführung und ihren entschiedenen Beruf für den beschwerlichen Lehrerstand lieb und theuer sind; die ebenfalls schon die Liebe und Achtung der Zöglinge besitzen, und die, wenn sie fortfahren, wie sie angefangen haben, zum fernern Gedeihen des Progymnasiums wesentlich beitragen werden. Ich sehe heute hier an der Spitze des hochlöblichen Curatoriums jenen unbescholtenen, hochverdienten Magistraten, den wir schon seit längerer Zeit kennen und der ungeachtet seiner wichtigen Amtsgeschäfte, für die er nur zu leben scheint, die Interessen der Anstalt auf's wärmste zu Herzen nimmt;.der noch gestern und vorgestern den öffentlichen Prüfungen mit einer Theilnahme und Aufmerksamkeit beiwohnte, die alle Lehrer entzückte und auf die Schüler den wohlthätigsten Eindruck machte. „ I c h sehe hier in unserer Mitte verschiedene Mitglieder unsers hochachtbaren Ortsvorstandes unter dessen Verwaltung die äußeren Verhältnisse des Progymnasiums bedeutend verbessert worden sind durch die Errichtung des prächtigen Gebäudes, worin wir jetzt zuerst die Schlußfeier eines Schuljahres begehen. „Heute gedenke ich auch mit aufrichtigem Danke unserer gutgesinnten Baubehörde, die mit so löblicher Gefälligkeit für eine anständige Moblirung des neuen Progymnasialgebäudes Fürsorge trug, und ich gedenke mit aufrichtigem Zweiter Theil. Danke der vielen Wohlthäter unserer Anstalt, die durch ihre Gaben und Geschenke unsere Bibliothek und unser Musäum bereichert haben. Zu besonderm Danke aber verpflichtet mich der menschenfreundliche, großmüthige Herr Molitor von Diekirch, Handelsmann und Rentner in J a v a , der im weitentlegenen Asien unserm Progymnasium seine herzliche Theilnahme bewies und uns eine naturhistorische Sammlung schenkte, worauf die Stadt Diekirch wahrhaft stolz sein kann. Der Himmel segne den edlen M a n n , und verleihe ihm das Glück, das sein vortreffliches Herz verdient! „Heute bedenke ich mit besonderer Freudigkeit, daß an der Spitze des öffentlichen Unterrichtes ein Mann steht, der neulich dem Progymnasium seine hohe Theilnahme bezeugte, indem er nicht nur in eigner Person dasselbe besichtigen kam und den Unterrichtskursen beiwohnte, sondern noch dazu durch einen eigenen ums Unterrichtswesen hochverdienten Fachmann inspizieren ließ, um sich so genau von den Leistungen und den Bedürfnissen der Anstalt zu überzeugen. „Füge ich endlich noch die ausgezeichnete Ehre hinzu, welche in diesem Jahre dem Progymnasium zu Theil ward durch den huldreichen Besuch Ihrer Königlichen Hoheiten des Prinzen S t a t t halters und Seiner erlauchten Gemahlin, die Sich so freundschaftlich und herablassend mit den Lehrern unterhielten, so sind das lauter Erscheinungen, die nothwendig uns Professoren aufmuntern und das Institut in den Augen der Schüler und des Publikums bedeutend erheben müssen. „ W e n n nun einerseits in dieser feierlichen Stunde mich betrübende Erinnerungen niederschlagen, so werde ich andererseits durch die stattgefundenen Veränderungen wieder aufgerichtet, und mit neuem Muthe erfüllt, und die schmeichelhafte Aufmerksamkeit, deren im Laufe des Jahres die Anstalt gewürdigt wurde, ist mir eine sichere Zweiter Theil. Nr.
  40. 207 Bürgschaft, daß nach und nach die Mangel einer Organisation, welche sich etwa noch fühlbar machen sollten, beseitigt werden, und daß man höhern Ortes das Progymnasium in Stand setzen w i r d , seiner ursprünglichen Bestimmung vollkommen zu entsprechen. „ S o wollen w i r denn unter dem Beistande des Allerhöchsten und unter den Auspizien unsers Allerdurchlauchtigsten Monarchen das Schuljahr von 4853—1854 beschließen mit dem Wunsche und dem Vertrauen, daß das Progymnasium von Diekirch noch lange in schönem Gedeihen fortbestehen und auf die wissenschaftliche wie auch auf die populäre Bildung den segenvollsten Einfluß haben möge. „ I c h wende mich jetzt an Euch, wertheste Knaben und Jünglinge, denn Euch gilt ja vorzüglich das heutige Fest. Ich habe neulich in Eurer Gegenwart dem Herrn Spezialkommissär erklärt, daß wir das Jahr hindurch im Allgemeinen mit Eurem Fleiße und Eurem Betragen zufrieden waren. E s that meinem Herzen überaus w o h l , dieses ehrenvolle Zeugniß in Wahrhett von Euch ablegen zu können. Viele von Euch berechtigen uns sogar zu schönen Hoffnungen. O , vergesset nicht, daß nur durch Bildung des Geistes und des Herzens Ihr zu männlichem Wachsthum erstarket. Beherziget jetzt während Euerer Studien, was I h r G o t t , König und Vaterland, was I h r endlich Euch selbst, Euren Eltern und der menschlichen Gesellschaft schuldig seid! „ Ihr Zöglinge der höhern Klasse, die Ihr mit diesem Jahre Eure Studien am Progymnasium vollendet habt, bewahret Eure bisherigen Lehrer, und die Anstalt, die Euch jetzt entläßt, in kindlichem Andenken! „ D e r Augenblick ist gekommen, wo die fleißigsten von Euch öffentliche Beweise unserer Zufriedenheit erhalten sollen, und es ist für mich eine angenehme Pflicht, Eure Namen vor dieser hochansehnlichen Versammlung aufzurufen." Nach dieser Rede, worauf ein Andante gespielt wurde, rief der Direktor die Namen derjenigen Zöglinge auf, welche Preise und Accessite erhalten hatten, und erklärte sodann das laufende Schuljahr für geschlossen. Während die Versammlung sich aus dem Saale entfernte, spielte die Musik zum Beschluß noch einen Marsch. Die Lehrerkonferenz, STEHRES, Präsident. CHARLES FABER, Sekretär. Protokoll über die Preise-Vertheilung in der Mittel- und Gewerbschule zu Echternach, am 2 0 . August
  41. Schlag vier Uhr traten drei der Herren Curatoren in den S a a l , um bei der Feierlichkeit den Vorsitz zu führen. Sie wurden von der Musik des philharmonischen Vereines gegrüßt. Die Geistlichen, die Civil- und Militär-Behörden nahmen Platz neben ihnen. Die Notabilitäten der Stadt, viele Damen, eine zahlreiche Bürgerschaft waren bereits versammelt. I n dem festlich geschmückten Saale prangte in großartiger Ausmalung der gekrönte Namenszug Seiner Majestät des Königs-Großherzogs. Nach schönem Trompetenstück wurde die Ceremonie durch feierlichen Gesang der Schüler eröffnet. Darauf hielt der Direktor eine längere Anrede an die hochansehnliche Versammlung, in welcher er für's Erste die großen Veränderungen hervorhob, die jüngst in der innern Organisation der Mittel- und Gewerbschule eingeführt worden sind. Als Progymnasium, worin Latein und Griechisch für alle Schüler verbindlich waren, und den gewerblichen Bedürfnissen der Stadt Echternach keinerlei Rechnung getragen wurde, konnte Nr.
  42. 208 die Anstalt nicht ermangeln, eine Reaktion im entgegengesetzten Sinne hervor zu rufen, so daß man bereits im Jahre 1846 bei Vorlage eines neuen Gesetzes über den höheren und mittleren Unterricht mit dem Gedanken umging, das S t u dium der alten Sprachen völlig aus dem Echternacher Institute zu verbannen, und den Lehrplan desselben auf die Anfangsgründe der gewöhnlichsten Kenntnisse zu beschränken; mithin nicht weiter zu gehen, als in gehobenen Primarschulen zu geschehen pflegt. Glücklicherweise ließ sich die Regierung vor der Promulgation des fraglichen Gesetzes im J u l i 1848, durch praktische Schulmänner eines Besseren belehren, und nebst Erweiterung der industriellen Fächer wurde auch die Beibehaltung der alten Sprachen in nicht verbindlichen Cursen dekretirt. Es lag nun offenbar im Sinne des Gesetzgebers) daß gewisse Classen der Mittel- und Gewerbschule eine solche Einrichtung erhalten sollten, daß sie sich für die eigentlichen Gymnasialschüler an bestimmte Classen des Athenäums anschließen könnten. Aber leider wurde bei der Ausführung des Gesetzes und Reglementirung der Anstalt diese so natürliche und nothwendige Forderung nicht gehörig berücksichtigt; vielmehr ward die lateinische Sprache so äußerst spärlich mit Unterrichtsstunden bedacht, daß die hiesigen Studienjahre keiner der Classen anderer Anstalten entsprachen. Eine Folge davon war, daß die jungen Leute von Echternach und der Umgegend, welche regelmäßige Studien machen wollten, sich genöthigt sahen, zur Vermeidung des Zeitverlustes, anderswo ihre humanistische Laufbahn zu beginnen. Diesen Übelstand einsehend hat die Regierung schon im vorigen Winter eine theilweise Erweiterung des Unterrichtes in der lateinischen Sprache eingeleitet und im SommerSemester vervollständigen lassen. Für's nächste Schuljahr aber ist kraft höherer Ermächtigung die Einrichtung getroffen, daß die Zöglinge gleich nach abgemachten Vorbereitungsklassen zwei Sektionen bilden, eine humanistische und eine Zweiter Theil. i n d u s t r i e l l e , wovon jede auf breiter Grundlage die ihrem Zwecke angemessenen Lehrkurse erhält. Es werden nämlich " i n der Mittel- und Gewerbschule von Echternach dieselben Gegenstände gelehrt, wie in der Vorbereitungsklasse und in den drei unteren Klassen der Gewerbschule zu Luxemburg, so daß sie sich unmittelbar an die I. Klasse derselben anreiht. I n der I V . , I I I . und II. Klasse sind, für diejenigen Schüler, welche sich den Humanioren widmen, verschiedene Industrie-Curse nicht verbindlich, und an ihre Stelle treten gleichzeitige Curse der alten Sprachen und zwar in der Ausdehnung, daß für diese Abtheilung der Schüler die Anstalt der V I . , V. und IV. Gymnasialklasse des Athenäums entspricht, und sich an die I I I . Gymnasialklasse desselben anschließt.,, Auf diese Weise sind nunmehr so wohl für das industrielle, als auch und besonders für das humanistische Element die Hindernisse gehoben, welche einem gedeihlichen Aufblühen der Anstalt von Seiten ihrer inneren Einrichtung entgegenstanden. — Auch anderwärtige Übelstände sind dermalen beseitigt. — Und so darf man trotz der ercentrischen Lage Echternachs einer heiteren Zukunft für die M i t t e l und Gewerbschule entgegen sehen, die nun als Staats-Anstalt nach dreizehnjährigem Schwanken endlich das geworden ist, was sie von Anfang an hätte werden sollen:eine Mittelschule, oder Progymnasium zu Gunsten der jungen Leute, welche sich für den gelehrten Stand heranbilden wollen, — und eine I n d u s t r i e - S c h u l e zur Förderung höherer Volksbildung, zur Verbreitung nützlicher Kenntnisse für's Bürgerliche und praktische Leben, oder zur Vorbereitung auf besondere Fachstudien für Gewerbe und Handel, Künste und Ackerbau. Weiter entwickelte der Direktor die pädagogischen und didaktischen Principien, welche den bestehenden Reglementen und Schulverordnungen zu Grunde liegen, und aus denen sich ergibt, daß wissenschaftliche, sittliche und religiöse Bil- Zweiter Theil. 209 Nr.
  43. dung der Zweck der Anstalt ist, und alles entfernt werden muß, was der Erreichung dieses Zweckes hinderlich sein könnte.— Die physische Ausbildung des Körpers und die Pflege der Kunstfertigkeiten wurden ebenfalls beachtet.—Nach Erledigung allgemeiner Grundsätze, wie z. B. der Schüler vorzugsweise sein Wissen aus sich selbst vor den Gefahren der Jugend zu bewahren und sie zu höherer Weihe und Heiligkeit zu erheben." hier beim Unterricht in der Mathematik und den ernstern Wissenschaften befolgt, und wobei dem jüngern Alter das Concretere und Praktische, der reifern Jugend das Abstractere und die tiefere Begründung vorgeführt wird. — Ein ähnlicher Lehrgang wird beim Studium der Sprachen eingehalten. Für die naturwissenschaftlichen Curse ist in Anbetracht des frühzeitigen Beginnens derselben durch Einführung leichtfaßlicher Handbücher eine Änderung zum Bessern Schließlich sprach er von den eigentlichenHelden des Festes: den hoffnungsvoll ausblühenden Knaben und Jünglingen, die es durch ihr Betragen, ihren Fleiß und ihre Fortschritte verdient hatten, öffentlich durch Belohnungen und Ehrenmeldungen ausgezeichnet zu werden, und er schärfte noch allen Zöglingen besondere Verhaltungsregeln für die bevorstehenden Ferien ein. Nach dieser Anrede, auf welche ein Musikstück folgte, wurden die Preise und Accessite vom Sekretär der Lehrerconferenz, wie sie im Programm verzeichnet sind, aber in folgender Ordnung, aufgerufen: D a die Feierlichkeit gewissermaßen eine I n stallation war für den Professor der Religion und für den Direktor, so konnte dieser nicht umhin, ein Wort zu sagen von seinen frühern Verhältnissen und von den Besorgnissen, die ihm schaffen müsse, wie ihm Lust und Liebe zum seine allerdings ehrenvolle Ernennung nach Lernen beigebracht werde, und der Unterricht Echternach sehr bedenklich gemacht hatten, nun anregend und erweckend zu machen sei, wurde aber schönern Erwartungen gewichen seien. die besondere Lehrmethode besprochen, die man geschehen. Ferner w i r d der Satz erörtert: non scholæ sed vitæ discendum, und die Nothwendigkeit anhaltenden auf das Rechte gerichteten Fleißes dargethan. Nach einer umständlichen Schilderung des Einflusses ächter Religiosität auf das wissenschaftliche Streben und auf den Werth des Lebens für Zeit und Ewigkeit, zollet der Redner seinen vollen Beifall einem Passus aus dem Diekircher Schulprogramm von 1846, welcher lautet: „ W i r gehen von der unerläßlichen Voraussetzung a u s , es müsse die ganze Atmosphär der Schule eine durchaus religiöse sein; es müssen alle Lehrer es sich innigst angelegen sein lassen, den Geist des Christenthums, den S i n n für Frömmigkeit und Tugend zu pflegen, rein zu erhalten und fortzubilden; und es müsse ein Hauptaugenmerk der Anstalt sein, die Zöglinge A. Sprachen und Wissenschaften.
  44. II. Klasse (IV Gymnasialklasse). a) Eminenzpreise für die Gymnasialschüler.— b) Partikularpreise für die Industrieschüler.
  45. I I I . Klasse (V. Gymnasialklasse). a) Eminenzpreise. — b) Partikularpreise.
  46. IV. Klasse ( V I . Gymnasialklasse.) a) Eminenzpreise für die Gymnasialschüler.— b) Partikularpreise für die Industrieschüler.
  47. Vorbereitungsklasse. Eminenzpreise in den Sprachen und Wissenschaften. B. Technische Fächer.
  48. Zeichnen. a) Linearzeichnen; Architektur. Nr.
  49. 216 b) Köpfe; Figuren, c) Ornamente. d) Landschaften.
  50. Schönschreiben. a) Obere Abtheilung, b) Untere Abtheilung.
  51. Gesang. —
  52. T u r n e n . Die Feierlichkeit wurde mit Gesang und Musik geschloßen. Zweiter Theil. Chapitre
  53. Dons faits à la Société ; Chapitre
  54. Esquisses des environs de la ville d'Echternach ; Chapitre
  55. Notes sur le terrain jurassique du Grand-Duché ; Chapitre
  56. Observations sur l'accouplement des limaces ; Echternach, den
  57. August
  58. F ü r das Lehrercorps, M i c h e l , Professor, als ältester Lehrer. Luxembourg, le 7 septembre
  59. La Société des sciences naturelles du Grand-Duché vient de publier le 2 e volume de ses travaux. Chapitre 1 1 . Der Höhenrauch vom
  60. und 31 März 1854; Chapitre
  61. Notice sur les oiseaux du Luxembourg; Chapitre
  62. Supplément de l'index des lépidoptères diurnes, de la publication de 1853; Chapitre
  63. Index des lépidoptères crépusculaires; Chapitre
  64. Die Nahrungsmittel der Raupen; Cette publication a un grand mérite ; elle fournit la preuve que les sciences naturelles trouvent sur notre sol des ressources variées et très-intéressantes. La Société a étendu son cercle d'études au delà des limites que paraissaient l u i assigner le» moyens dont elle dispose. Ses travaux méritent à tous égards de fixer l'attention du public. Voici le contenu de la publication, qui est suivie de 3 planches ; Chapitres 1 , 2, 3, 4 et
  65. Travaux, composition du bureau, noms des membres de la société, et faits divers qui la concernent; Chapitre
  66. Supplément au catalogue des oiseaux du cabinet ; Chapitre
  67. Description des minerais de fer du Grand-Duché de Luxembourg; Chapitre
  68. Les mammifères de la faune du Grand-Duché de Luxembourg; Chapitre
  69. Suite au supplément des lépidoptères du Grand-Duché ; Chapitre
  70. Note sur une nouvelle maladie qui a attaqué les peupliers du Canada dans plusieurs localités du Grand-Duché vers la fin de l'été 1852; Chapitre
  71. Catalogue des fossiles recueillis dans le terrain jurassique du Grand-Duché. Zweiter Theil. 211 Nr.
  72. Anzeigen. — A N N O N C E S . Bekanntmachung, i n Betreff der V e r s t e i g e r u n g der Übernahme von B a u m p f l a n z u n g e n , welche a u f neugebauten Landstraßen zu b e w i r k e n find. Luxemburg, am
  73. September
  74. Avis relatif à l'adjudication de l'entreprise de plantations à établir sur des routes de l'Etat nouvellement construites. Luxembourg le 8 septembre
  75. Es wird zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß am S a m s t a g ,
  76. des lausenden Monats September, um zehn Uhr Morgens, im Regierungs-Gebäude dahier, zur Versteigerung der Uebernahme von Baumpflanzungen, welche auf Theile von neugebanten Landstraßen zu bewirken sind, geschritten werden wird. Diese Uebernahme wirb in 6 Loosen versteigert: Das
  77. Loos begreift den Theil der Straße von Filsdorf nach Aspelt; Das
  78. den Theil der Straße von Steinmetzhof nach Kopstal; Das
  79. die neue Straße am Eicherberg; Das
  80. den Theil der Straße von Mösdorf nach Berschbach; Das
  81. den Theil der Straße von Reuland nach Fels; und Das
  82. den Theil der Straße von Diekirch nach dem Ort „Haart" genannt. Liebhaber können den Kostenanschlag und die Vertragsbedingnisse in den Bilreaux des Ober-Bau-Ingenieurs dahier, so wie in denen der Bezirks-Ingenieure zu Luxemburg und zu Diekirch einsehen. Sie haben Submissionen auf Stempelpapier, nach dem im Bedingungsheft eingerückten Muster, einzureichen. Für den abwesenden General-Administrator der össentlichen Bauten, Der G e n e r a l - A d m i n i s t r a t o r der Justiz,

(21)Würth-Paquet. Il est porté à la connaissance da public que le SAMEDI, 23 septembre courant, à dix heures du matin. il sera procédé à l'Hôtel de gouvernement à Luxembourg, à l'adjudication de l'entreprise de plantations d'arbres à établir sur de nouvelles routes dans le Grand-Duché. Cette entreprise sera adjugée en six lots, qui entendent : Le 1er sur la section de route de Filsdorf à AspeltLe 2e sur l a section de route de Steinmetzhof à Kopstal; Le 3e sur l a nouvelle route à la côte d'Eich; Le 4e sur l a section de route de Mœsdorf à Berschbach; Le 5e sur la section de route de Reuland à Larochette; et Le 6e sur la section, de roule de Diekirch au lieu dit «Haart,» Les amateurs pourront voir les devis et cahier des. charges aux bureaux de l'ingénieur en chef des travaux publics à Luxembourg et à ceux des ingénieurs d'arrondissement à Luxembourg et à Diekirch. Ils; devront présenter des soumissions sur timbre dressées selon le modèle inséré au cahier des charges. Pour l'Adm.-général des travaux publics, absent. L'Administrateur-général de la justice,
(21)WURTH-PAQUET. Die Gemeinde-Verwaltung von Bürmeringen bringt hiermit zur Kenntniß daß die Schullehrer-Stelle zu Eldingen durch die Berufung des bisherigen Titulars zu einem anderen Posten, erledigt worden ist. Derjenige, welcher diese Stelle zu bekleiden wünscht, ist ersucht, sich sofort bei dem Schulinspector, so wie auch, bei der LokalVerwaltung zu melden, unten Vorbringung, der seine. Ansprüche begründenden Atteste. Die Einkünfte der Schule find: 1° Fixes Gehalt van 400, Franken; 2° Schulgebühren der nicht schulpflichtigen, Kürthen, circa 40, Franken betragend; und 3° freie Wohnung. Bürmeringen ,, den 9. September. 1854. Durch d i e Gemeinde -Vehünde,
(22)BERHENS, Sekretär. 212 Nr.
  1. Zweiter Theil. Récépissé du cautionnement fourni par la Société Luxembourg), coté à Paris à 99,90, soit cent cinquante mille neuf cent soixante-six francs 66 centes; d'assurances dite la «Paternelle.» Luxembourg, le 23 août
  2. (N° 2055 — 165 de 1854.) L'Administrateur-général des finances du GrandDuché de Luxembourg, Déclare 1 ° : d'après une quittance du 22 de ce mois, délivrée par M . le receveur des accises de Luxembourg, qu'en exécution de la loi du 20 mars 1853 sur les assurances et de l'arrêté royal grand-ducal du 5 juin 1853 relatif au même objet, M . Claude Merger, directeur-général, assisté de M. Gontier.Grigy, sousdirecteur de la „Paternelle", compagnie française anonyme d'assurances contre l'incendie et contre l'explosion du gaz, à Luxembourg, a déposé dans la caisse de l'Etat du Grand-Duché de Luxembourg, à titre de cautionnement de ladite compagnie, au nom et pour le compte de laquelle i l agit, trois coupons de rente des 18 et 19 août courant, portant les numéros 64679, 64698 et 64717, et représentant 6800 francs de rente au cours du jour (dernier cours connu à 2° Que les primes effectives de la même compagnie s'élèvent, d'après une déclaration de M. Gontier-Grigy en date du 1er juillet 1854, à une somme annuelle de fr. 74966 15; qu'en conséquence le montant du cautionnement est en rapport avec le montant déclaré des primes; 3° Que la même compagnie conserve la faculté de remplacer éventuellement ces coupons de rente par des lettres de gage de la caisse de crédit foncier du Grand-Duché de Luxembourg, et qu'en ce cas les lettres de gage, aux termes de l'arrêté royal grandducal précité, seront admises pour leur valeur nominale augmentée de moitié; 4° Enfin que la compagnie est autorisée à s'arranger avec M. le receveur-général du Grand-Duché, pour l'encaissement des intérêts du cautionnement par elle fourni, de manière qu'il n'en résulte pas de frais pour le trésor du Grand-Duché. L'Administrateur-général des finances,
(23)(Signé) L.–J.–E. SERVAIS. Luxemburg, bei V. Bück, Buchdrucker.

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