425 Mémorial Memorial du des Grand-Duché de Luxembourg. Samedi, 8 mai
- Großherzogtums Luxemburg. N°
- Samstag,
- Mai
- Arrêté grand-ducal du 4 mai 1915, approuvant diverses modifications et ajoutes à l'annexe C du règlement d'exploitation des chemins de fer Guilaume-Luxembourg. Großh. Beschluß vom
- Mai 1915, wodurch verschiedene Abänderungen und Ergänzungen der Anlage C zum Betriebsreglement (Verkehrsordnung) der Wilhelm-Luxemburg-Eisenbahnen genehmigt werden. Nous MARIE-ADÉLAIDE, par la grâce de Dieu Grande-Duchesse de Luxembourg, Duchesse de Nassau, etc., etc., etc.; Vu l'art. 7 du traité du 11 novembre 1902, approuvé par la loi du 3 avril 1903, concernant l'exploitation des chemins de fer GuillaumeLuxembourg; Revu les arrêté; g.-d. des 27 mars et 18 avril 1909, portant approbation du nouveau règlement d'exploitation pour les dits chemins de fer du 17-23 décembre 1908; Wir Maria Adelheid, von Gottes Gnaden Großherzogin von Luxemburg, Herzogin zu Nassau, u., u., u.; Notre Conseil d'État entendu; Sur le rapport de Notre Directeur général de la justice et des travaux publics, et après délibération du Gouvernement eu conseil; Avons arrêté et arrêtons: Art. 1er. Sont approuvées, sous le mérite des réserves insérées dans l'arrêté grand-ducal susdit du 27 mars 1909, les dispositions complémentaires et modificatives ci-après relatées, à introduire à l'annexe C du règlement précité du 17-23 décembre 1908: Nach Einsicht des Art. 7 des Vertrags vom
- November 1902, genehmigt durch Gesetz vom
- April 1903, den Betrieb der WilhelmLuxemburg-Eisenbahnen betreffend; Nach Wiedereinsicht der Großh. Beschlüsse vom
- März und
- April 1909, wodurch das neu(…) Betriebsreglement (Verkehrsordnung) vom 17./
- Dezember 1903 für genannte Eisenbahnen genehmigt wird; Nach Anhörung Unseres Staatsrates; Auf den Bericht Unseres General-Direktors der Justiz und der öffentlichen Arbeiten, und nach Beratung der Regierung im Konseil; Haben beschlossen und beschließen: Art.
- Nachstehende Abänderungen und Ergänzungen der Anlage C zu obenerwähntem Betriebsreglement (Verkehrsordnung) vom 17./
- Dezember 1908 sind unter Beachtung der in vorbezogenem Beschlusse vom
- März 1909 enthaltenen Vorbehalte genehmigt: Nr. la. Sprengstoffe. Eingangsbestimmungen. A Sprengmittel.
- Gruppe a). Der mit Astralit I und II beginnende Absatz wird gefaßt: Astrlit I und II, auch mit angehängten Buchstaben (Gemenge von Ammoniaksalpeter, Kohle, 426 Pflanzenmehlen, höchstens 15 Prozent aromatischen Nitrokörpern, die nicht gefährlicher sind als Trinitrotoluol, höchstens 4 Prozent mit Kollodiumwolle gelatiniertem Nitroglyzerin, auch mit Parafinöl). Hinter dem mit ,,Astralit III" beginnenden Absatz wird eingeschaltet: Astralit IV, auch mit angehängten Buchstaben (Gemenge von Ammoniaksalpeter, höchstens 10 Prozent aromatischen Nitroverbindungen, die nicht gefährlicher sind als Tinitronaphthalin, Pflanzenmehlen, und höchstens 4 Prozent mit Kollodiumwolle gelatiniertem Nitroglyzerin). Vor dem mit "Dominit XI" beginnenden Absatz wird eingeschaltet: Detonit V, auch mit angehängten Buchstaben (Gemenge von Ammoniaksalpeter, Kohle, Pflanzenmehlen, höchstens 4 Prozent mit Kollodiumwolle gelatiniertem Nitroglyzerin und von neutralen, beständigen, die Gefahr nicht erhöhenden Salzen).
- G r u p p e b). Hinter dem mit ,,Cheddit" beginnenden Absatz wird eingeschaltet: Chloratzite (Wetter-, Kohle-Chloratzite), auch mit den angehängten Zahlen I, II, III usw. (Gemenge von Kaliumchlorat, Kaliumperchlorat, aromatischen Nitrokörpern, die nicht gefährlicher sind als Trinitrotoluol, Harzen, Kohlehydraten sowie neutralen, beständigen, die Gefahr nicht erhöhenden Salzen). Hinter dem mit ,,Miedziankit I" beginnenden Absatz wird eingeschaltet: Miedziankit mit den angehängten Zahlen III, I V usw. (Gemenge von Kaliumchlorat, 10 Prozent Leuchtpetroleum mit einem Flammpunkt von mindestens 30 Grad und höchstens 30 Prozent Kochsalz). Hinter dem mit ,,Wetter-Persalit" beginnenden Absatz wird eingeschaltet: Petrolit mit den angehängten Zahlen I, II, III usw. (Gemenge von höchstens 88 Prozent Kaliumchlorat, höchstens 3 Prozent aromatischen Nitrokohlenwasserstosfen, die nicht gefährlicher sind, als Trinitrotoluol, flüssigen aliphatischen Kohlenwasserstoffen mit einem Flammpunkt von mindestens 30 Grad sowie von neutralen, beständigen, anorganischen, die Gefahr nicht erhöhenden Salzen). Nr. I b). Munition. Beförderungsvorschriften. A. Verpackung. Zu
- a) Sprengkapseln. Im Absatz
(3)- d)werden hinter ,,Holzmehl" die Worte: oder Sägemehl gestrichen. Art. 2. Notre Directeur général de la justice et des travaux publics est chargé de l'exécution du présent arrêté. Luxembourg, le 4 mai 1915. Art. 2. Unser General-Direktor der Justiz und der öffentlichen Arbeiten ist mit der Ausführung gegenwärtigen Beschlusses beauftragt. MARIE-ADÉLAÏDE. Maria Adelheid. Der General-Direktor der Justiz und der öffentlichen Arbeiten, V. Thorn. Le Directeur général de la justice et des travaux publics, V. THORN. Luxemburg, den 4. Mai 1915. 427 Bekanntmachung. — Eisenbahnwesen. In Gemäßheit des Schlußabsatzes der Vereinbarung vom 30. Juni 1893 (Memorial S . 323), erleichternde Vorschriften für den Eisenbahnfrachtverkehr zwischen Luxemburg und Deutschland betreffend, kommen die i n der Anlage C zum vorstehenden Betriebsreglement (Verkehrsordnung) vorgesehenen Bestimmungen über bedingungsweise zur Beförderung zugelassene Gegenstände auch im luxemburgisch-deutschen Wechselverkehr zur Anwendung. Luxemburg, den 5. Mai 1915. Der General-Direktor der Justiz und der öffentlichen Arbeiten, V. T h o r n . Avis. — Administration de l'enregistrement et des domaines. Bekanntmachung — Enregistrements- und Domänenverwaltung. Par arrêté grand-ducal du 4 mai .19.15, M. Prosper Jacques, d'Arsdorf, a été nommé surnuméraire de l'administration de l'enregistrement et des domaines. Luxembourg, le 5 mai 1915. Le Directeur général des finances, M. MONGENAST. Durch Großh. Beschluß vom 4. Mai 1915 ist Hr. Prosper J a c q u e s von Arsdorf zum Supernumerar der Enregistrements- und Domänenverwaltung ernannt worden. Avis. — Inspection du Travail. Par arrêté grand-ducal en date du 30 avril 1915, le traitement du second inspecteur du Travail a été fixé à 4900-6100 fr. (Loi du 29 juillet 1913, groupe XII b, tableau A, traitements ordinaires). Luxembourg, le 3 mai 1915. Le Ministre d'État, Président du Gouvernement, EYSCHEN. Luxemburg, den 5. Mai 1915. Der General-Direktor der Finanzen, M. Mongenast. Bekanntmachung. — Gewerbe-Inspektion. Durch Großh. Beschluß vom 30. April 1915 ist das Gehalt des zweiten Gewerbe-Inspektors auf 4900—6100 Fr. festgesetzt worden. (Gesetz vom 29. Juli 1913, Gruppe XII b, Tabelle A, gewöhnliche Gehälter.) Luxemburg, den 3. Mai 1915. Der Staatsminister, Präsident der Regierung. Eyschen. Avis. — Règlements communaux. Bekanntmachung. — Gemeindereglemente. Dans ses séances des 7 et 20 avril 19.15, le conseil communal d'Ettelbruck a édicté des règlements concernant la vente du pain et de la farine et la préparation de gâteaux et de petits pains. — Ces règlements ont été dûment publiés. Luxembourg, le 3 mai 1915. Le Directeur général de l'intérieur , E. LECLÈRE. In seinen Sitzungen vom 7. und 20. April 1915 hat der Gemeinderat von Ettelbrück Reglemente über den Verkauf von Brot und Mehl, und über die Herstellung von Kuchen und Brötchen erlassen. — Diese Reglemente wurden vorschriftsmäßig veröffentlicht. Luxemburg, den 3, Mai 1915. Der General-Direktor des Innern, E. L e c l è r e . 428 Avis. — Sociétés de secours mutuels. Par arrêté du soussigné en date de ce jour, la société de secours mutuels dite «Sterbekassenverein der Wirte und Wirtinen des Großherzogtums Luxemburg», à Luxembourg, a été légalement reconnue et ses statuts ont été approuvées. Bekanntmachung. — Hilfskassen. Durch Beschluß des Unterzeichneten vom heutigen Tage ist der „Sterbekassenverein der Wirk und Wirtinen des Großherzogtums Luxemburg", zu Luxemburg, gesetzlich auerkannt und dessen Statut genehmigt worden. Statut des Sterbekassenvereins der Wirte und Wirtinen des Großherzogtums Luxemburg. I. — Bildung und Zweck des Vereins. Art. 1. Die seit dem 2. April 1909 zu Luxemburg unter der Benennung Sterbekassenverein der Luxemburger Wirte und Wirtefrauen bestehende auf Gegenseitigkeit beruhende Hilfskasse, deren Bezirk das ganze Großherzogtum umfaßt und deren gesetzlicher Sitz zu Luxemburg ist, hat den Zweck beim Tode eines wirklichen Mitgliedes, dem Bezugsberechtigten das statutenmäßig vorgesehene Sterbgeld zu verabfolgen. II. — Zusammensetzung des Vereins, Art. 2. Der Verein besteht aus wirklichen und aus Ehrenmitgliedern. Art. 3. Mitglieder sind diejenigen, welche sich allen durch die Statuten oder durch etwa erlassene gültige Beschlüsse festgesetzten Verpflichtungen unterwerfen und die in A r t . 34, 35 und 36 vorgesehenen Geldbeiträge entrichten und somit Recht auf die vom Verein gebotenen finanziellen Vorteile haben. Art. 4. Ehrenmitglieder sind diejenigen, welche durch ihre Wohltaten, ihre Ratschläge und ihre Geldspenden zur Wohlfahrt des Vereins beitragen, und auf die finanziellen Vorteile desselben verzichten. Sie sind berechtigt den Sitzungen beizuwohnen, dürfen aber nicht an den Abstimmungen teilnehmen. III. — Aufnahmebestimmungen. Art. 5. Als wirkliche Mitglieder können aufgenommen werden, jeder oder jede dem Verbande der Wirte und Wirtinendes Großherzogtums Luxemburgs angehörige Wirt oder Wirtin, sowie deren Ehegattin oder Ehegatte, wenn er oder sie im Großherzogtum Luxemburg ihr Gewerbe betreiben, wofern die Gesundheitsverhältnisse deren Aufnahme nicht entgegenstehen, und dieselben wenigstens 18 und höchstens 50 vollendete Lebensjahre zählen. Art. 6. Wer dem Sterbekassenverein beizutreten wünscht, hat sich direkt an den Vorstand des Vereins zu wenden und den Nachweis des Alters durch vorlage der Geburts- oder Heirats rkunde zu erbringen. Bei einer etwaigen Ablehnung der Aufnahme ist der Vorstand nicht verpflichtet, Gründe anzugeben. Dem Aufnahmesuchenden steht jedoch das Recht zu, bei der nächsten Generalversammlung Beschwerde über seine Ablehnung zu führen. Art. 7. Das beitretende Mitglied erklärt schriftlich, daß es sich gesund fühlt und nicht m i t einer chronischen Krankheit behaftet ist. Der Vereinsvorstand unterrichtet sich in geeigneter Weise über den Gesundheitszustand des aufzunehmenden Mitgliedes; er kann ein ärztliches Zeugnis über dessen Gesundheit-zustand fordern, Die Ehrenmitglieder werden durch den Vorstand ohne Rücksicht auf Alter, Stand oder Wohnsitz aufgenommen und sind obigen Bestimmungen nicht unterworfen, Art. 8. Das neuaufgenommene Mitglied meldet sich binnen einem Monat beim Vereinssekretär, füllt einen Aufnahmeschein aus und erhält gegen schriftliche Empfangsbescheinigung ein Exemplar der Statuten. Nach Zahlung des Einschreibegeldes und des ersten Quartalbeitrags beginnt die Mitgliedschaft. Diese wird immer auf den Tag des ersten Monats des laufenden Quartals datiert d. h. auf den vorhergehenden 1. Januar, 1. April, 1. Juli, 1. Oktober. Art. 9. Das Eintrittsalter wird in vollen Jahren festgesetzt; sechs Monate und mehr eines begonnenen Lebensjahres gelten für ein volles Jahr; weniger als sechs Monate werden nicht gerechnet. Art. 10. Bei Aufnahme eines Ehepaares wird jede Ehehälfte als besonderes Mitglied aufgenommen; der Jahresbeitrag wird für jeden der beiden Gatten gesondert bestimmt Nach der Aufnahme beider wird der Jahresbeitrag zusammengelegt, um gleichzeitig erhoben zu werden. Beim Tode eines der beiden Gatten bezahlt der überlebende 429 Teil nur noch den für seine Person bestimmten Jahresbeitrag. Dasselbe gilt für geschiedene Ehegatten. Die Bestimmung findet keine Anwendung auf jene Mitglieder, die vor dem 1. März 1915 eingetreten sind. IV. — Verlust der Mitgliedschaft bestimmungen. und Ausschluß- Art. 11. Die Mitgliedschaft geht verloren:
- a)durch freiwilligen A u s t r i t t ; derselbe ist dem Vorstande schriftlich anzuzeigen;
- b)wenn das betreffende Mitglied m i t zwei Quartalbeiträgen im Verzuge ist. Der Ausschluß geschieht in diesem Falle durch den Vorstand. Vor dem Ausschluß wird ein solches Mitglied auf seine Kosten durch eingeschriebenen Brief, in welchem die letzte Zahlungsfrist angegeben ist, zur Zahlung des geschuldeten Betrages aufgefordert. Der Vorstand kann den Ausschluß aufschieben, wenn das Mitglied nachweist, daß es sich ohne sein Verschulden im Rückstand befindet. Art. 12. Die Übernahme eines anderen Berufes schließt die Mitgliedschaft nicht aus. Art. 13. Wandert ein Mitglied aus oder verläßt es seinen bisherigen Wohnort, so bleibt dasselbe nichtsdestoweniger Mitglied, wofern es die Beiträge nebst Postporto entrichtet und den Vereinsvorstand sofort in Kenntnis setzt. Sollte besagtes Mitglied sich entfernen, ohne Meldung an den Vorstand gemacht zu haben, so wird seine Entfernung als Austritt betrachtet. Art. 14. Der Ausschluß wird vom Verwaltungsrate ausgesprochen:
- a)wegen Verurteilung zu einer entehrenden Strafe;
- b)wegen freiwilliger Beeinträchtigung der Gesellschaftsinteressen ;
- c)wegen offenkundig Ärgernis gebenden oder zügellosen Lebenswandels. In den unter Nr. b und c angegebenen Fällen wird das Mitglied, dessen Ausschluß beantragt ist, vor den Verwaltungsrat geladen, um über die ihm zur Last gelegten Tatsachen vernommen zu werdenFindet dasselbe sich am bestimmten Tage und zur bestimmten Stunde nicht ein, so wird der Ausschluß verhängt. Art. 15. Dem Ausgeschlossenen steht die Berufung an die nächste Generalversammlung offen; dieselbe muß jedoch innerhalb 20 Tagen nach Zu- stellung des Ausschlusses dem Vorstande angezeigt werden. In diesem Falle bleibt der Betreffende in seinen Rechten bis zur Generalversammlung. Durch den Austritt oder Ausschluß aus der Sterbekasse gehen alle Ansprüche an dieselbe verloren. Austritt und Ausschluß geben somit kein Recht auf Rückerstattung der geleisteten Zahlungen. Ein Mitglied, welches freiwillig austritt, hat die bis zu seinem Ausscheiden fälligen Beiträge zu entrichten. Art. 16. Ausgetretene Mitglieder können wieder aufgenommen werden. Dieselben sind ganz nach Art. 8, 9 und 10 zu behandeln. Ausgeschlossene Mitglieder können nicht in die Sterbekasse wieder aufgenommen werden. V. — Verwaltung. Art. 17. Der Verein wird verwaltet durch einen Verwaltungsrat, bestehend aus einem Präsidenten, einem Vizepräsidenten, einem Schriftführer, einem Kassierer und sechs Beigeordneten. Außer dem Schriftführer und Kassierer üben die Vorstandsmitglieder ihr A m t unentgeltlich aus. Jedoch kann denselben eine Entschädigung für Reisekosten und Auslagen von der Generalversammlung bewilligt werden. Die Generalversammlung bestimmt ebenfalls die Höhe der Entschädigung für den Schriftführer und Kassierer, wie auch eventuell für die m i t der Erhebung der Mitgliederbeiträge sowie mit der Anwerbung von neuen Mitgliedern betrauten Delegierten. Die Mitglieder des Verwaltungsrates werden in der im Monat Februar abzuhaltenden Generalversammlung in geheimer Abstimmung m i t absoluter Stimmenmehrheit unter den wirklichen Mitgliedern gewählt; ausgenommen von dieser Wahl ist der Schriftführer. Der jeweilige Generalsekretär des Verbandes der Wirte hat laut kontraktlicher Verpflichtung auch den Schriftführerposten der Sterbekasse zu versehen und hat derselbe somit auch im Vostand bloß beratende Stimme. Die Neuwahl der Mitglieder des Verwaltungsrates findet, abgesehen vom Präsidenten, der zu gleicher Zeit Präsident des Zentralverbandes der Wirte ist und auf die Dauer von vier Jahren gewählt wird, und von der Ersetzung einzelner verstorbener oder abdankender Mitglieder, alle zwei Jahre zur Hälfte statt. Die austretenden Mitglieder sind wieder wählbar. 430 Die Serie der zuerst austretenden Mitglieder wird zende drei Wochen vorher durch das Organ des Wirteverbandes oder durch Zirkular ergehen zu durch, das Los bestimmt. Auf Antrag des Verwaltungsrates kann jedes lassen. Anträge hierzu sind spätestens 10 Tage Verwaltungsratsmitglied, welches während drei vor der Generalversammlung dem Vorstand schriftaufeinanderfolgenden Sitzungen ohne genügenden lich einzureichen. In dieser Versammlung legt der Verwaltungsrat Grund abwesend war, durch die GeneralversammRechnung ab über seine Tätigkeit, die gesamten lung als Demissionär erklärt werden. Art. 18. Der Verwaltungsrat wählt unter sich Geschäfte des ganzen vergangenen Jahres und über einen Vizepräsidenten und einen Kassierer. Auch die am 31. Dezember abgeschlossene Finanzlage. kann der Verwaltungsrat Kantons- und Ortsgruppen- Diese Rechnungsablage wird 8 Tage vor der Verdelegierte bezeichnen, welche die Einkassierung sammlung im Vereinsorgan Der Wirt abgedruckt der Gelder und überhaupt das Gedeihen des Vereins und an alle Mitglieder versandt. Nach Gutheißung dieser Rechnungsablage schreiin den einzelnen Kantonen sowie Ortsgruppen zu tet die Versammlung zur gänzlichen oder teilweisen fördern haben. Neuwahl des Verwaltungsrates und zur Ersetzung Art. 19. Der Vorsitzende überwacht und sichert der abdankenden oder verstorbenen Mitglieder desdie Ausführung der Statuten. Er handhabt die selben. Polizei in den Versammlungen, unterzeichnet alle Der Vorsitzende muß auf Verlangen der Mehrheit Urkunden, Beschlüsse und Beratungen und vertritt des Verwaltungsrates oder auf ein von 50 aktiven die Gesellschaft in ihrem Verkehr mit der öffent- Mitgliedern unterzeichnetes und die Gegenstände lichen Behörde. Er erläßt die nötigen Anordnungen der Tagesordnung enthaltendes Ersuchen eine außerfür die Zusammenkünfte des Verwaltungsrates und gewöhnliche Generalversammlung einberufen. die Einberufung der Generalversammlungen. Art. 26. In den Generalversammlungen soll jedes Art. 20. Der Vize-Präsident vertritt nötigenfalls stimmberechtigte Mitglied erscheinen. Stimmbeden Präsidenten, welcher ihm alle seine Befugnisse rechtigt sind alle aktiven Mitglieder. Die Ehrenübertragen kann, er leistet dem Präsidenten Bei- mitglieder haben in Versammlungen bloß berastand in allen seinen Amtsübungen. tende Stimmen. Wenn Frau und Manu gleichArt. 21. Schriftführer ist der jeweilige General- zeitig Mitglieder sind, so hat der Mann allein Stimmsekretär des Verbandes der Wirte. Er ist betraut recht, wenn er Inhaber der Lizenz ist. Ist die Ehewit der Abfassung der Sitzungsberichte, mit der frau Inhaberin der Lizenz, so kann sie ihren Gatten, Korrespondenz, den Einberufungen und der Aufbe- respektive Sohn, delegieren, oder persönlich ihr wahrung des Archivs. Er führt das Mitgliederre- Stimmrecht ausüben. gister und legt dem Verwaltungsrat die AufnahmeArt. 27. Die Beschlüsse der Generalversammlung gesuche vor, alles unter Aufsicht und nach Anordwerden durch Stimmenmehrheit der anwesenden nung des Präsidenten. stimmberechtigten Vereinsmitglieder gefaßt. Alle Art. 22. Der Kassierer besorgt die Einnahmen Wahlen werden durch geheime Abstimmungen und Auszahlungen und trägt sie in ein mit Seiten- (Stimmzettel) vollzogen. Bei Stimmengleichheit zahl und Namenszug versehenes Kassenbuch ein. hat der älteste Kandidat den Vorrang. In jeder Generalversammlung legt er Rechnung über die Finanzlage ab. Er haftet für die Gelder Art. 28. Die Einberufung zu den Generalversammdie sich in der Kasse befinden. Er bezahlt auf Sicht sammlungen muß wenigstens dreimal vorher im von Anweisungen, welche vom Vorsitzenden und Vereinsorgan mit genauen Angaben der Tagesorddem hierzu delegierten Mitglied des Verwaltungs- nung veröffentlicht und den Mitgliedern zugesandt rates visiert sein müssen. Die Anweisungen sind werden, der Jahresrechnung als Belege mit den betreffenAnträge zur Generalversammlung müssen weden Quittungen beizufügen. nigstens 10 Tage vorher dem Vorstande schriftlich unterbreitet werden. V I . — Generalversammlungen. Zur Abfassung gültiger Beschlüsse ist die AnArt. 25. Der Verein tritt jedes Jahr im Monat wesenheit von 50 stimmberechtigten Mitgliedern Februar zu einer ordentlichen Generalversammlung erforderlich. Im Falle der Stimmengleichheit entzusammen. Die Einladung hierzu hat der Vorsit- scheidet das Los. 431 Sollten in der ersten Versammlung die 50 Mitglieder nicht zugegen sein, so entscheidet eine zweite in der statutenmäßigen Form zusammenberufene Versammlung, unbeschadet der Zahl der erschienenen Mitglieder. Art. 29. Ruhestörer werden zur Ordnung verwiesen. Bei anhaltender Störung hat der Präsident das Recht, die Versammlung aufzulösen. Art. 30. Jedes Jahr werden in der im Monat Februar abzuhaltenden Generalversammlung drei Revisoren gewählt, welche die Rechnungen und Bücher des Vereins prüfen und die Kasse revidieren. Sie fertigen einen schriftlichen Bericht aus, welcher im Verbandsorgan Der Wirt, wenigstens 14 Tage vor der Generalversammlung veröffentlicht werden muß. Die Generalversammlung kann ebenfalls den Revisoren eine Entschädigung für Reise- und Kostenauslagen zuerkennen. Art. 31. Der Vorstand versammelt sich so oft es die Geschäfte des Vereins erfordern. Der Präsident benachrichtigt die Vorstandsmitglieder mindestens zwei Tage vorher. Art. 32. Der Vostand faßt seine Beschlüsse mit Stimmenmehrheit. Er kann keinen Beschluß fassen, wenn nicht die absolute Mehrheit der Mitglieder anwesend ist. Wenn jedoch der Vorstand bei einer ersten Berufung nicht beschlußfähig ist, so kann derselbe nach einer neuen Zusammen berufung ohne Rücksicht auf die Anzahl der erschienenen Mitglieder einen Beschluß über diejenigen Gegenstände fassen, welche zum zweiten Mal auf der Tagesordnung stehen. Art. 33. Sollte ein Vorstandsmitglied während der Amtsdauer ausfallen oder sich dauernd verhindert sehen, an den Versammlungen teilzunehmen, so wird dasselbe in der nächsten ordentlichen Generalversammlung ersetzt. sind und Witwer resp. Witwen, denen beim Sterbefall ihrer Gatten resp. Gattin schon einmal Sterbegeld ausbezahlt worden ist, zahlen folgenden Jahresbeitrag: von 20—25 Jahren 18 Fr.; von 26—35 Jahren 22 Fr.; von 36 Jahren ab 25 Fr. Dieser Beitrag wird beim Tode eines der beiden Ehegatten um die Hälfte vermindert, wenn der Überlebende nicht mehr als 50 Jahre alt ist. Art. 36. Die nach dem 1. März 1915 dem Verein beitretenden Mitglieder zahlen jede einzelne Person einen Jahresbeitrag, dessen Höhe nach dem gemäß Art. 5 festgesetzten Aufnahmealter bemessen wird Dieser Beitrag beträgt: von 20—25 Jahren 8 Fr.; von 26—30 Jahren 10 Fr.; von 30—35 Jahren 12 Fr.; von 36—40 Jahren 14 Fr.; von 40—45 Jahren 15 Fr.; von 45—50 Jahren 20 Fr. Art. 37. Jedes Quartal ist ein Drittel des geschuldeten Jahresbeitrages zu entrichten. Die Erhebungsgebühr ist zu Lasten des Mitgliedes. Einem jeden Mitglied steht es frei, seine Beiträge auf eine beliebige Zeit im Voraus zu entrichten. Die bei eintretendem Todesfall eventuell zuviel eingezahlten Beiträge werden den Hinterlassen zurückerstattet. Die neu aufgenommenen Mitglieder schulden die Beiträge von dem Quartal an, in welchem ihre Aufnahme erfolgt ist. Für das Quartal, in welchem das Mitglied stirbt, ist der Beitrag nicht geschuldet. Art. 38. Es wird von den Mitgliedern keinerlei Beitrag erhoben für Zwecke, die nicht in den Statuten vorgesehen sind. Art. 39. Die Ehrenmitglieder zahlen einen Jahresbeitrag von mindestens 5 Fr. VII. — Verpflichtungen der Mitglieder gegen die Ge-V I I I . — Verpflichtungen der Gesellschaft gegen ihre Mitglieder. sellschaft. Art. 40. Beim Tode eines wirklichen Mitgliedes Art. 34. Die ab 1. März 1915 eintretenden wirklichen Mitglieder haben bei ihrer Aufnahme eine erhalten die Bezugsberechtigten ein Sterbegeld Dieses Sterbegeld beträgt für die bis zum 1. März Einschreibegebühr von 1,25 Fr. zu entrichten. 1915 beigetretenen Mitglieder augenblicklich 350 Fr. Art. 35. Die Jahresbeiträge der wirklichen Mit- Dasselbe steigt mit dem 1. Juni 1915 auf 400 Fr. glieder, welche dem Verein am 1. März 1915 ange- 1. Juli 1916 auf 450, 1. Juni 1917, 500 Fr. hören, werden festgesetzt wie folgt: Art. 41. Für Mitglieder, die nach dem 1. März Ehepaare, deren beide Teile Vereinsmitglieder 432 1915 eintreten, beträgt das Sterbegeld bei einer Mitgliedschaft von wenigstens sechs Monaten im 1 Jahre 100 Fr. 150 im 2. 200 im 3. 250 im 4. 300 im 5. 350 im 6. im 7. 400 im 8. 450 im 9. 500 Art. 42. Die Auszahlung der Unterstützung erfolgt beim Tode eines Mitgliedes auf die beigebrachte glaubhafte Todesbescheinigung des Zivilstandsbeamten gegen Empfangsbescheinigung, auf Nachweis der Mitgliedschaft und auf Verfügung des Vorstandes durch den Kassierer an die legitimierten Bezugsberechtigten. Art. 43. Bezugsberechtigt sind in nachstehender Reihenfolge: 1. der Witwer oder die Witwe ; 2. die Kinder resp. gesetzlich anerkannte Pflegekinder; 3. die Eltern; 4. die Geschwister. Es steht jedoch den Mitgliedern frei unter zwei oder mehreren Kindern oder Geschwistern eine Person als allein bezugsberechtigt testamentarisch zu bestimmen, jedoch muß vorstehende Reihenfolge eingehalten werden. Sind mehrere Bezugsberechtigte vorhanden, so müssen sie eine Kollektivquittung ausstellen. Sind keine Bezugsberechtigten vorhanden, so sorgt der Vereinsvorstand für das Begräbnis, zu welchem die erfallenden Gelder alle aufgebraucht werden. Art. 44. Wenn über 500 Fr. Vereinsgelder sich in der Kasse befinden, so muß der Überschuß unverzüglich entweder an die Staatssparkasse abgeführt oder je nach Erachten des Verwaltungsrates dem Gesetze gemäß und wie es für die Vereinsinteressen am sprießlichsten ist, angelegt werden, sei es in Luxemburger Staatsrente, sei es mit Genehmigung der Regierung in andere öffentliche Wertpapiere oder Obligationen von Gemeindeanleihen. Vorkommenden Falles werden die Obligationen, so wie sie angekauft werden, bei der Generaleinnahme hinterlegt Über die Hinterlegung der Luxemburgischen Staatsschuldentitel wird eine Erklärung gegen eine auf den Namen des Vereins lautende Nominativbescheinigung aufgenommen. Art. 45. Die Vereinsgelder dürfen in keinem Falle zu einem anderen, als dem ausdrücklich in den Statuten angewiesenen Zweck verwendet werden und sind unter keinem Vorwande von den Mitgliedern Gelder zu erheben zu Zwecken, welche die Statuten nicht vorsehen. IX. — Das Gesellschaftskapital und seine Anlage. Art. 46. Das Gesellschaftskapital besteht aus: 1. den Einzahlungen der wirklichen Mitglieder; 2. den Eintrittsgeldern; 3. den Beiträgen der Ehrenmitglieder; 4. den Privatschenkungen oder Vermächtnissen; 5. den Staats- und Gemeindezuschüssen; 6. den Zinsen der angelegten Kapitalien. X. — Statutenabänderung, Auflösung und Liquidierung. Schlichten etwaiger Streitsachen. Art. 47. Jeder Antrag auf Abänderung der Statuten oder Reglemente muß dem Verwaltungsrat unterbreitet werden. Eine Statutenabänderung ist nur durch eine Generalversammlung zulässig, welche wenigstens viermal im Voraus im Verbandsorgane mit ausdrücklicher Angabe der Tagesordnung veröffentlicht sein und aus drei Viertel der eingeschriebenen Mitglieder bestehen muß. Wenn diese Versammlung nicht die erforderte Mitgliederzahl vereinigt, so kann eine zweite Generalversammlung, die ebenso wie die erste einberufen werden muß, unbeschadet der Zahl der erschienenen Mitglieder gültig Beschluß fassen. Die Beschlüsse, betreffend Statutenabänderungen, müssen jedoch, um gültig zu sein, mit drei Viertel Stimmen der anwesenden Mitglieder gefaßt und von der Regierung in der Form genehmigt sein, welche durch Art. 2 des Großh. Beschlusses vom 22. Juli 1891 (Reglement über die auf Gegenseitigkeit beruhenden Hilfskassen) vorgeschrieben ist. Art. 48. Die Gesellschaft kann sich eigenmächtig nur bei erwiesener Unzulänglichkeit ihrer Mittel auflösen. Die Auflösung kann nur an einer speziell zu diesem Zwecke wenigstens zwei Monate im Voraus durch Einzelbriefe mit ausdrücklicher Angabe der Tagesordnung einberufenen Versammlung beschlossen werden, in welcher wenigstens drei Viertel der stimmberechtigten Mitglieder zugegen sein müssen. Dieser Beschluß kann nur erfolgen, nachdem diese Generalversammlung über die eventuelle Beschaffung neuer Hilfsmittel beratschlagt hat und muß mit wenigstens drei Viertel Stimmen der anwesenden Mitglieder gefaßt sein. Die Auflösung ist nur 433 mit Gutheißung der Oberbehörde gültig. Im Falle der Auflösung wird die Liquidierung zufolge den Bestimmungen des Art. 9 des Großh. Beschlusses vom 22. Juli 1891 bewerkstelligt. Art. 49. Alle Schwierigkeiten oder Zwistigkeiten, welche im Schoße der Gesellschaft, entweder zwischen Mitgliedern oder zwischen Mitgliedern einerund dem Verwaltungsrat andrerseits entstehen werden immer durch zwei von den beteiligten Parteien zu ernennenden Schiedsrichtern geschlichtet. Unterläßt eine der Parteien diese Ernennung, so kann der Vorsitzende der Gesellschaft dieselbe vornehmen. Luxembourg, le 6 mai 1915. Le Ministre d'État, Président du Gouvernement, EYSCHEN. Arrêté du 6 mai 1915, concernant l'ouverture de la chasse au brocard. Sind die beiden Schiedsrichter geteilter Ansicht so ziehen sie, oder in ihrer Ermangelung der Präsident, einen dritten zu, welcher zu entscheiden hat und dessen Entscheidung endgültig ist. Ist die Gesellschaft als solche bei der Streitfrage interessiert, so hat statt des Vorsitzenden der Gesellschaft der Präsident der Höheren Kommission zur Förderung der auf Gegenseitigkeit beruhenden Hilfskassen den in den beiden vorstehenden Abschnitten vorgesehenen Schiedsrichter und dritten Schiedsrichter zu ernennen. (Folgen die Unterschriften.) Luxemburg, den 6. Mai 1915. Der Staatsminister, Präsident der Regierung, Eyschen. LE DIRECTEUR GÉNÉRAL DE L ' I N T É R I E U R ; Beschluß vom 6. Mai 1915, betreffend die Eröffnung der Jagd auf den Rehbock. Der G e n e r a l - D i r e k t o r des I n n e r n ; Vu l'art. 11 de la loi du .19 mai 1885, sur la chasse ; Vu le rapport de M. le directeur des eaux et forêts; Arrête: 19. Mai 1885, über die Jagd; Nach Einsicht des Berichtes des Hrn. Direktors der Gewässer und Forsten; Beschließt: Art. 1er. La chasse au brocard, dite «à la coulée», est permise dans les bois à partir du 20 mai jusqu'au 30 juin prochain inclusivement, sous les restrictions ci-après: Il ne peut être fait usage que de la carabine. L'emploi de toute autre arme reste interdit. Sont défendus les battues et l'emploi de chiens, et tous autres engins ou procédés de chasse non expressément autorisés par le présent arrêté. La chasse à la chevrette et au faon reste fermée. Art. 1. Der Abschuß des Rehbockes im Walde ist auf dem ,,Pürschgang" vom 20. Mai bis zum 30. Juni k. einschließlich unter folgenden Einschränkungen erlaubt: Der Bock darf nur mit der Büchse geschossen werden. Der Gebrauch aller andern Waffen bleibt untersagt. Verboten sind Treib- und Setzjagden sowie die Anwendung sonstiger Jagdvorrichtungen und Jagdmethoden, die durch gegenwärtigen Beschluß nicht besonders ermächtigt sind. Rehgeis und Kitz bleiben verschont. Art. 2. Le présent arrêté sera inséré au Mémorial; i l sera en outre publié et affiché dans toutes les communes du Grand-Duché. Art. 2. Gegenwärtiger Beschluß soll ins ,,Memorial" eingerückt und außerdem in allen Gemeinden des Großherzogtums veröffentlicht und angeschlagen werden. Luxembourg, le 6 mai 1915. Le Directeur général de l'intérieur, E. LECLÈRE. Nach Einsicht des Art. 11 des Gesetzes vom Luxemburg, den 6. Mai 1915. Der General-Direktor des Innern, E. Leclère. 40a 434 Avis. — Administration communale. Par arrêté grand-ducal en date du 7 mai courant, M. Frédéric Gœdert, industriel à Esch-s.Sûre, a été nommé bourgmestre de la commune d'Esch-s.-Sûre. Luxembourg. le 8 mai 1915. Le Directeur générai de l'intérieur, E. LECLÈRE. Bekanntmachung. — Gemeindeverwaltung. Durch Großh. Beschluß vom 7. Mai ct. ist Hr. Friedrich G o e d e r t , Industrielle zu Esch a. d. Sauer, zum Bürgermeister der Gemeinde Esch a. d. Sauer ernannt worden. Luxemburg, den 8. Mai 1915. Der General-Direktor des Innern, E. Leclère. Avis. — Administration communale. Bekanntmachung. — Gemeindeverwaltung. Par arrêté du soussigné en date de ce jour, MM. Jean Krier, marchand de bestiaux, et Ernest Feider, industriel, tous les deux domiciliés à Esch-s.-Sûre, ont été nommés échevins de la commune d'Esch-s.-Sûre. Durch Beschluß des Unterzeichneten vom heutigen Tage sind die HH. Johann Krier, Viehhändler, und Ernst F e i d e r , Industrielle, beide zu Esch a. d. Sauer wohnhaft, zu Schöffen der Gemeinde Esch a. d. Sauer ernannt worden. Luxembourg, le 8 mai 1915. Le Directeur général de l'intérieur, E. LECLÈRE. Avis. — Jury d'examen. Dans la prochaine session ordinaire des jurys, les examens pour la candidature en philosophie et lettres, préparatoire à l'étude du droit, pour la candidature en philosophie et lettres, préparatoire au doctorat en philosophie et lettres, pour la première et la seconde épreuve de la candidature en sciences physiques et mathématiques, pour le premier et le second examen de la candidature en sciences naturelles, pour la candidature et le premier doctorat en droit, pour la candidature en médecine, pour le grade de candidat-vétérinaire et pour le grade de candidat en pharmacie, devront être terminés avant le 15 octobre. Les autres examens pourront avoir lieu après cette date. Les récipiendaires sont priés d'adresser au. soussigné avant le 15 août prochain leurs demandes accompagnées des pièces justificatives exigées par l'art. 43 de la loi du 8 mars 1875. Luxembourg, le 6 mai 1915. Le Directeur général des finances, M . MONGENAST. Luxemburg, den 8. Mai 1915. Der General-Direktor des Innern, E. L e c l è r e . Bekanntmachung. — Prüfungsjury. In der nächsten ordentlichen Sitzung der Prüfungsjury müssen die Prüfungen für die Kandidatur der Philosophie und Philologie als Vorbereitung auf das Rechtsstudium, für die Kandidatur der Philosophie und Philologie als Vorbereitung auf das Doktorat, für die erste und Zweite Prüfung der Kandidatur in den physikalischen und mathematischen Wissenschaften, für die erste und Zweite Prüfung der Kandidatur in den Naturwissenschaften, fur die Kandidatur und das erste Doktorat der Rechte, für die Kandidatur der Medizin, der Tierarzneikunde sowie der Pharmazeutik, vor dem 15. Oktober k. beendet sein. Die übrigen Prüfungen können an einem späteren Datum stattfinden. Die Rezipienden sollen mir ihre Gesuche nebst den diesbezüglichen, durch Art. 43 des Gesetzes vom 8. März 1875 verlangten Belegstücken, vor dem 15. August k. zukommen lassen. Luxemburg, den 6. Mai 1915. Der General-Direktor der Finanzen, M. Mongenast. 435 Avis. — Service sanitaire. Pour l'année courante, les vaccinations auront lieu du 31 mai au 15 juin prochain. MM. les vaccinateurs informeront les bourgmestres et les médecins-inspecteurs respectifs des jours et heures où ils procéderont à la vaccination et à la seconde visite. MM. les bourgmestres désigneront aux vaccinateurs le local approprié aux vaccinations; ils sont invités à s'acquitter consciencieusement — lors des opérations vaccinales — de la mission qui leur est conférée par l'arrêté r. g.-d. du 25 avril 1856, sur la vaccine, notamment par l'art. 9, qui dispose comme suit: «Le bourgmestre ou son délégué fera l'appel nominal de tous les enfants. En cas d'absence de l'un ou de plusieurs d'entre eux, il se rendra avec le vaccinateur dans la demeure des parents ou tuteurs, afin d'apprendre la raison de leur absence, et dans le cas où cette cause ne serait pas fondée, de les convaincre, par tous les moyens possibles, d'accepter les bienfaits de la vaccine.» Ils devront encore être présents à la seconde visite, afin de signer avec le médecin-vaccinateur les certificats à délivrer à chacun des enfants vaccinés avec succès. Les administrations communales informeront individuellement, par des avis écrits ou imprimés, les parents ou tuteurs des jours et heures fixés pour la vaccination: ils feront connaître le plus tôt possible aux vaccinateurs le nombre des enfants à vacciner. Les vaccinateurs feront savoir au directeur du. Laboratoire pratique de bactériologie le nombre exact des enfants à vacciner dans leur ressort. Ils adresseront le résumé synoptique de leurs opérations et leur rapport, avant, le 1er octobre le plus tard, aux médecins-inspecteurs, Bekanntmachung. — Sanitätsdienst. Fürs laufende Jahr finden die Schutzpockenimpfungen vom 3 1 . Mai bis 15. Juni statt. Die Impfärzte teilen den Bürgermeistern und Sanitätsinspektoren Tag und Stunde der Impfung und der Revision mit. Die Bürgermeister, die den Impfärzten ein geeignetes Lokal für die Impfung bereit stellen, sind ersucht, gelegentlich der Impfungen die Vorschriften des Kgl-Großh. Beschlusses vom 25 April 1856, über das Impfwesen, und besonders die durch den Art. 9 vorgesehene Verfügung, welche nachstehenden Wortlaut hat, genau zu befolgen: ,,Der Bürgermeister oder sein Stellvertreter hat alle Kinder namentlich aufzurufen. Im Falle der Abwesenheit eines oder mehrerer Kinder begibt sich derselbe mit dem Impfarzt i n die Wohnung der Eltern oder Vormünder, um den Grund der Abwesenheit zu erfahren und sie, wenn dieser Grund unzulassig ist, durch alle möglichen Mittel zu bewegen, die Wohltat der Impfung anzunehmen." Sie müssen ebenfalls bei dem zweiten Besuche zugegen sein, um zugleich mit dem Impfarzt den Impfschein für die Impflinge zu unterzeichnen. Die Gemeindeverwaltungen werden die Eltern oder Vormünder der Impflinge durch geschriebene oder gedruckte Einladungen von dem Impftermin einzeln in Kenntnis setzen sowie baldmöglichst den Impfärzten die Zahl der zu impfenden Kinder anzeigen. Die Impfärzte werden dem Direktor des praktischen bakteriologischen Laboratoriums die genaue Zahl der in ihrem Bezirk zu impfenden Kinder mitteilen. Spätestens vor dem 1. Oktober senden sie ein übersichtliches Verzeichnis der vorgenommenen Impfungen nebst Bericht an den zustän- 436 qui feront parvenir ces pièces, avec leurs observations éventuelles, au Collège médical. Luxembourg, le 5 mai 1915. Le Directeur général de la justice et des travaux publics, V. THORN. Avis. — Associations syndicales. Conformément à l'art. 10 de la loi du 28 décembre 1883, i l sera procédé à l'enquête sur les projets et statuts d'associations syndicales à créer pour l'établissement de chemins d'exploitation à Warken, au lieu dit « In der Bourscheidterbach », du 11 au 25 mai 1915, et à Kehmen, aux lieux dits « Auf dem Ewent », «Kreuefeld», du 13 au 27 mai 1915. Les pièces prévues par l'art. 1er de l'arrêté royal grand-ducal du 21 janvier 1885 seront déposées, pendant le délai indiqué, aux secrétariats communaux intéressés. Luxembourg, le 29 avril 1915. digen Sanitätsinspektor, der diese Schriftstücke mit seinen etwaigen Bemerkungen dem Medizinalkollegium übermittelt. Luxemburg. den 5. Mai 1915. Der General-Direktor der Justiz und der öffentlichen Arbeiten, V. Thorn. Bekanntmachung. — Syndikatsgenossenschaften. Gemäß Art. 10 des Gesetzes vom 20. Dezember 1883 erfolgt die Untersuchung über das Projekt und die Statuten einer zu bildenden Genossenschaft für die Anlage von Feldwegen zu Warken, Ort genannt ,,In der Bourscheidterbach", vom 11. aufden 25. Mai 1915, und zu Kehmen, Orte genannt ,,Auf dem Event", ,,Kreuefeld", vom 13. auf den 27. Mai 1915. Die durch Art. 1 des Kgl.-Großh. Beschlusses vom 21. Januar 1885 bezeichneten Aktenstücke werden während obiger Frist auf den betreffenden Gemeindesekretariaten offen liegen. Luxemburg, den 29. April 1915. Der Staatsminister, Präsident der Regierung, EYSCHEN. Eyschen. Avis. — Associations syndicales. Bekanntmachung. — Syndikatsgenossenschaften. Par arrêtés du soussigné en date des 10 oct Durch Beschlüsse des Unterzeichneten vom 27 avril 1915, les associations syndicales pour 10. und 27. April 1915 sind die Syndikatsgel'établissement de chemins d'exploitation à nossenschaften für Anlage von Feldwegen zu Huncherange, aux lieux dits «In der Hangt», Hüncheringen, Orte genannt ,,In der Hangt", «Nœrtzingerberg»; à Wahl, aux lieux dits ,,Noertzingerberg"; zu Wahl, Orte genannt „Um «Um Kassel», «Pletterbusch» ; à Wilwerdange, Kassel", ,,Pletterbüsch"; zu Wilwerdingen, Ort au lieu dit «Auf Willeray», et pour l'éta- genannt "Auf Willeray", und für Anlage einer blissement d'un assainissement à Kahler, aux Entwässerung zu Kahler, Orte genannt ,,Noderlieux dits «Roderwies», «In der Naswies», wies", ,,In der Naswies", ermächtigt worden. Le Ministre d'État, Président du Gouvernement, ont été autorisées. Ces arrêtés, ainsi qu'un double des actes d'association sont déposés au Gouvernement et aux secrétariats communaux de Bettembourg, resp. de Wahl, Troisvierges et Garnich. Luxembourg, le 6 mai 1915. Diese Beschlüsse sowie ein Duplikat der Genossenschaftsakten sind auf der Regierung und dm Gemeindesekretariaten von Bettemburg, bezw. Wahl, Ulflingen, Garnich, hinterlegt. Luxemburg, den 6. Mai 1915. Le Ministre d'État, Président du Gouvernement, EYSCHEN. Der Staatsminister, Präsident der Regierung, Eyschen. 437 Avis. — Protection des œuvres littéraires et artistiques. Suivant une communication du Conseil fédéral suisse en date du 27 avril dernier, le gouvernement d'Espagne a ratifié le protocole signé à Berne le 20 mars 1914, additionnel à la Convention de Berne revisée concernant la protection des œuvres littéraires et artistiques (Mémorial 1915, p. 333). Bekanntmachung. — Schutz von Werken der Literatur und Kunst. Gemäß einer Mitteilung des schweizerischen Bundesrates vom 27. April letzthin hat die spanische Regierung den am 20. März 1914 zu Bern unterzeichneten Zusatzprotokoll zur revidierten Berner Übereinkunft zum Schutze von Werken der Literatur und Kunst ratifiziert (Memorial 1915, S . 333). Luxembourg, le 4 mai 1915. Le Ministre d'État, Président du Gouvernement, EYSCHEN. Luxemburg, den 4. Mai 1915. Der Staatsminister, Präsident der Regierung, Eyschen. Avis. — Timbre des polices d'assurances. — Bekanntmachung. — Stempel der Versicherungspolicen. — Abonnement. Abonnement. Die auf Gegenseitigkeit beruhende VersiL'association générale contre les risques de la guerre, mutualité luxembourgeoise, éta- cherungsgesellschaft, genannt «Association géblie à Luxembourg, représentée par M. Auguste nérale contre les risques de la guerre, mutualité Stoll, directeur à Luxembourg, a contracté Iuxembourgeoise», mit dem Sitze zu Luxemburg l'abonnement au timbre prévu par l'art. 10 vertreten durch den Hrn. Direktor August Stoll de la loi du 25 janvier 1872, combiné avec zu Luxemburg, hat das durch Art. 10 des l'arrêté grand-ducal du 30 avril 1915, pour Gesetzes vom 25. Januar 1872, verbunden m i t les polices et contrats d'assurances soumis à dem Großh. Beschluß vom 30. April 1915 vorgesehene Stempelabonnement für ihre dieser cet impôt. Steuer unterliegenden Policen und Kontrakte eingegangen. Dieses Abonnement gilt für die Dauer eines Jahres und verlängert sich stillschweigend, wenn dasselbe nicht von einer der beiden Parteien drei Monate vor Ablauf dieses Jahres gekündigt wird. Gegenwärtige Bekanntmachung soll dem Art. 13 des Gesetzes vom 25. Januar 1872 Genüge leisten. Cet abonnement est contracté pour la durée d'une année et se renouvellera tacitement à défaut de dénonciation de part ou d'autre trois mois avant l'expiration, de l'année en cours. La présente publication est faite conformément à l'art. 13 de la loi du 25 janvier 1872. Luxemburg, den 8. Mai 1915. Luxembourg, le 8 mai 1915. Der General-Direktor der Finanzen, Le Directeur général des finances, M. MONGENAST. Avis. — Assurance-maladie. Les modifications apportées aux art. 39 et 50 des statuts de la caisse régionale de M. M o n g e n a s t . Bekanntmachung. — Arbeiterversicherung. Die in Art. 39 und 50 des Statuts der Bezirkskrankenkasse Diekirch-Vianden vorgenom- 438 menen, und durch Ministerial-Beschluß vom 6 Januar 1915 (stehe „Memorial" 1915, Seite 31) genehmigten Abänderungen sind dahin zu erganzen, daß die neuen Bestimmungen auf die derzeitigen Mandatsinhaber anwendbar sind. Luxemburg, den 6. Mai 1915. Der Staatsminister, Präsident der Regierung, Eyschen. EYSCHEN. 1 2 Esch-s.-Alz. Clervaux. 3 Diekirch. 4 Redange. Wiltz. Remich. 5 6 Belvaux Differdange Esch-s.-Alz Kayl. Rumelange Hachiville. Hautbellain Weiler Gilsdorf Michelau Niederpallen Schimpach Beck Wintrange Affections puerpérales. Variole. Localité. Coqueluche. Verzeichnis der in den verschiedenen Kantonen vom 17. April bis 1. Mai 1915 festgestellten ansteckenden Krankheiten. Diphtérie. Cantons. Bekanntmachung. — Sanitätswesen. Fièvre typhoïde. N° d'ordre. Avis. — Service sanitaire. Tableau des maladies contagieuses observés dans les différents cantons du 17 avril au 1er mai 1915. Scarlatine. maladie de Diekirch-Vianden, approuvées par arrêté ministériel du 6 janvier 1915 (voir Mémorial 1915, page 31) sont à compléter dans ce sens que les nouvelles modifications sont applicables aux mandataires actuellement en fonction. Luxembourg, le 6 mai 1915. Le Ministre d'État, Président du Gouvernement, 1 1 1 2 1 1 1 3 1 1 1 Total 4 11 2 1 Avis. — Titres au porteur. Il résulte d'un exploit de l'huissier Pierre Weitzel à Luxembourg en date du 6 mai courant qu'il a été fait opposition au payement tant du capital que des intérêts échus ou à échoir de. quatre obligations 4 %, émission 1906, de la société anonyme des aciéries réunies de Burbach-Eich-Dudelange, établie à Dudelange, portant les numéros 42.656, 42.657, 42.658 et 42.659, d'une valeur nominale de 500 francs chacune. 439 L'opposant prétend que les titres dont s'agit ont été perdus ou volés. Le présent avis est inséré au Mémorial en exécution de l'art. 4 de la loi du 16 mai 1891, concernant la perte des titres au porteur. Luxembourg, le 7 mai 1915. Le Directeur général des finances, M . MONGENAST. PUBLICATIONS NON OFFICIELLES. Avis. — Expropriations pour cause d'utilité publique. Suivant exploit de l'huissier Pierre Weitzel de Luxembourg, en date du 6 mai 1915, à la requête de l'État du Grand-Duché de Luxembourg, représenté par son Directeur général de la Justice et des travaux publics, M. Victor Thorn, demeurant à Luxembourg, poursuites et diligences de la société anonyme des chemins de fer Guillaume-Luxembourg, représentée par son administrateur-délégué M. Léon Metz, maître de forges, demeurant à Esch-s.-Alz. et respectivement de la Direction générale Impériale des chemins de fer d'AlsaceLorraine, établie à Strasbourg, représentée dans le Grand-Duché de Luxembourg par M. Jean Abicht, conseiller intime, chef de l'administration allemande pour l'exploitation des chemins de fer Guillaume-Luxembourg, demeurant à Luxembourg, pour lesquels requérants et poursuivantes est constitué et occupera M e Robert Brasseur, avocat-avoué, demeurant à Luxembourg, en l'étude duquel domicile est élu; Et en exécution d'un jugement rendu par le tribunal d'arrondissement de Luxembourg, ayant siégé en matière d'expropriation pour cause d'utilité publique, en date du 28 avril dernier, réassignation a été donnée à: 1° Nicolas Merckatorius, couvreur en ardoises, domicilié à Oetrange; 2° Marie Merckatorius et son époux Albert Ihry, employé au chemin de fer, demeurant ensemble à Gasperich; non comparants sur l'assignation leur donnée par exploit Weitzel, en date des 9 et 10 avril 1915; à comparaître, le mercredi, 12 mai prochain, à 9 heures et demie du matin, devant le tribunal d'arrondissement de Luxembourg, siégeant en matière d'expropriation pour cause d'utilité publique, au palais de justice à Luxembourg, pour, par les faits causes et motifs indiqués au dit exploit des 9 et 10 avril 1915, ainsi que dans celui du 6 mai courant, voir dire avec leurs co-intéressés Henri Merckatorius, ci-devant couvreur en ardoises, actuellement propriétaire, domicilié à Oetrange, Madeleine Merckatorius, sans état à Oetrange, Pierre Merckatorius, couvreur en ardoises à Oetrange, qui ont constitué avoué, que les formalités prescrites par la loi du 17 décembre 1859, pour parvenir à l'expropriation pour cause d'utilité publique de la parcelle ci-après désignée, appartenant aux assignés préqualifiés, située sur le territoire de la commune de Contern, et à emprendre pour les travaux d'agrandissement de la gare d'Oetrange, ont été remplies, savoir: une parcelle d'une contenance de 6 a. 95 ca. à emprendre d'un jardin, sis au lieu dit «Thevesfeld», inscrit au cadastre sub section A, nos 122/1395 et n° 12 du plan parcellaire; voir donner acte aux parties poursuivantes qu'elles offrent aux dits Henri Merckarius, Madeleine Merckatorius, Nicolas Merckarius, Pierre Merckatorius et aux époux Ihry-Merckatorius, à titre d'indemnité du chef de l'expropriation pour cause d'utilité publique de la parcelle dont s'agit, de 6 a. 95 ca. à raison de 85 fr. par are la somme de 586,75 fr. plus celle de 800 fr. pour dépréciation de leur propriété et perte d'arbres fruitiers; en cas de refus d'accepter cette offre, voir procéder conformément à la loi au règlement des indemnités auxquelles les assignés ont droit; voir ordonner la mise en possession des parties poursuivantes à charge par elles de consigner préalablement les sommes offertes, s'entendre les assignés condamner aux frais et dépens ; l'assigné Ihry pour en outre autoriser son époux à ester en justice, sinon voir accorder cette autorisation par le tribunal; avec déclaration que les pièces suivantes sont déposées au greffe du tribunal d'arrondissement de Luxembourg, où les intéressés peuvent en prendre connaissance: 1° l'arrêté grand-ducal en date du 21 octobre 440 1914, déclarant d'utilité publique les travaux d'agrandissement de la gare d'Oetrange, sur le territoire de la commune de Contern; 2° l'arrêté de cessibilité pour cause d'utilité publique pris par M. le Directeur général des travaux publique susdit, le 23 octobre 1914, concernant les terrains nécessaires aux travaux d'agrandissement de la gare d'Oetrange; 3° les plans et tableaux indicatifs des travaux à effectuer et des parcelles à exproprier pour cause d'utilité publique, ensemble les pièces de l'instruction administrative qui a précédé les arrêtés précités. Pour extrait, P. Weitzel. Suivant exploit de l'huissier Pierre Weitzel de Luxembourg, en date du 6 mai 1915, à la requête de l'État du Grand-Duché de Luxembourg, représenté par son Directeur général de la Justice et des travaux publics M.Victor Thorn, demeurant à Luxembourg, poursuites et diligences de la société anonyme des chemins de fer Guillaume-Luxembourg, représentée par son administrateur délégué, M. Léon Metz, maître de forges, demeurant à Esch-s.-Alz. et respectivement de la Direction générale Impériale des chemins de fer d'AlsaceLorraine, établie à Strasbourg, représentée dans le Grand-Duché de Luxembourg par M. Jean Abicht, conseiller intime, chef de l'administration allemande pour l'exploitation des chemins de fer Guillaume-Luxembourg, demeurant à Luxembourg, pour lesquels requérants et poursuivantes est constitué et occupera Me Robert Brasseur, avocat-avoué, demeurant à Luxembourg, en l'étude duquel domicile est élu; Et en exécution d'un jugement rendu par le tribunal d'arrondissement de Luxembourg, ayant siégé en matière d'expropriation pour cause d'utilité publique, en date du 28 avril dernier, réassignation a été donnée à: Susanne Molitor, ci-devant à Anvers, actuellement sans état, demeurant à Schrassig, non comparante sur l'assignation lui donnée par exploit de l'huissier soussigné en date du 7 avril 1915; à comparaître le mercredi, 12 mai prochain, à 9 heures et demie du matin, devant le tribunal d'arrondissement de Luxembourg, siégeant en matière d'expropriation pour cause d'utilité publique au palais de justice à Luxembourg pour, par les faits, causes et motifs indiqués au dit exploit du 7 avril 1915, ainsi que dans celui du 6 mai courant, voir dire avec son cointéressé Jacques Molitor, cultivateur à Oetrange, qui a constitué avoué, que tes formalités prescrites par la loi du 17 décembre 1859 pour parvenir à l'expropriation pour cause d'utilité publique de la parcelle ci-après désignée, appartenant à l'assignée et Jacques Molitor susdit, située sur le territoire de la commune de Schuttrange et à emprendre pour les travaux d'agrandissement de la gare d'Oetrange, ont été remplies, savoir: une parcelle de 7 a. 92 ca. à emprendre d'une pièce de terre labourable, sise lieu dit «Oben der Kirschheck», inscrite au cadastre sub section C n° 280/777 et n° 3 du plan parcellaire ; voir donner acte aux parties poursuivantes qu'elles offrent à l'assignée Susanne Molitor et Jacques Molitor susdits pour indemnités du chef de l'expropriation pour cause d'utilité publique de la parcelle dont s'agit de 7 a. 92 ca. à raison de 30 fr. par are, la somme de 237,60 fr.; en cas de refus d'accepter cette offre, voir procéder conformément à la loi, au règlement des indemnités auxquelles l'assignée a droit; voir ordonner la mise en possession des parties poursuivantes à charge par elles de consigner préalablement les sommes offertes, s'entendre l'assignée condamner aux frais et dépens; avec déclaration que. les pièces suivantes sont déposées au greffe du tribunal d'arrondissement de Luxembourg, où les intéressés peuvent en prendre connaissance: 1° l'arrêté grand-ducal en date du 12 février 1915, déclarant d'utilité publique les travaux d'agrandissement de la gare d'Oetrange sur le territoire de la commune de Schuttrange; 2° l'arrêté de cessibilité pour cause d'utilité publique pris par M. le Directeur général des travaux publics susdit le 13 février 1915, concernant les terrains nécessaires aux travaux d'agrandissement de la gare d'Oetrange; 3° les plans et tableaux indicatifs des travaux à effectuer et des parcelles à exproprier pour cause d'utilité publique, ensemble, des pièces de l'instruction administrative qui a précédé les arrêtés précités. Pour extrait, P. Weitzel.
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