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593 Memorial 1940. Luxemburg, Dienstag, den 1. Oktober 1940. Beschluß über die Verbrauchsregelung für Seifenerzeugnisse

593 Memorial

  1. Luxemburg, Dienstag, den
  2. Oktober
  3. Beschluß über die Verbrauchsregelung für Seifenerzeugnisse und Waschmittel aller A r t , vom
  4. September
  5. Die Vermaltungskommission, Nach Einsicht der Entschließung der Abgeordnetenkammer vom
  6. und
  7. M a i 1940 ; Nach Einsicht der Gesetze vom
  8. September 1938 und
  9. August 1939, betreffend die Ausdehnung der Exekutivgewalt ; Nach Einsicht des Art. 27 des Gesetzes vom
  10. Januar 1866 über die Organisation des Staatsrates und in Anbetracht der Dringlichkeit ; Beschließt : Art.
  11. Bezugsberechtigung. — Seifenerzeugnisse und Waschmittel aller Art dürfen den Verbrauchern nur gegen Seifenkarten, Zusatzseifenkarte oder Bezugschein abgegeben und von ihnen bezogen werden. Die Seifenkarte und die Zusatzseifenkarte werden je nach einem besonderen Muster durch die Gemeindebehörden des Wohnsitzes, Bezugscheine nur durch die Warenbewirtschaftungsstelle, Abteilung Lizenzamt, ausgegeben. Art.
  12. Jeder Verbraucher erhält eine Seifenkarte. Männliche Verbraucher, die das
  13. Lebensjahr vollendet haben, erhalten die Seifenkarte mit einem Teilabschnitt zum Bezug von Rasierseife oder Rasiercreme. Art.
  14. Zusatzbedarf. — Z u m Bezug von Zusatzmengen sind die folgenden Verbrauchergruppen gegen Zusatzseifenkarte berechtigt :
  15. Kinder bis zur Vollendung des
  16. Lebensjahres (Kleinkinder).
  17. Kinder vom
  18. bis zum vollendeten
  19. Lebensjahr.
  20. Kranke, die laut ärztlicher Bescheinigung an einer mit gesteigerter Empfindlichkeit der Kaut ein- N° 55 hergehenden, ansteckenden oder nicht ansteckenden Krankheit leiden.
  21. Werdende Mütter bei Hausentbindungen.
  22. Kranke, deren längere Bettlägerigkeit, laut ärztlicher Bescheinigung, eine stärkere Verschmutzung der Wäsche bedingt.
  23. Amputierte und ähnliche Personengruppen i n besonders schweren Fällen, die durch ein ärztliches Attest bescheinigt werden.
  24. Personen, die berufsmäßig in der Krankenpflege oder Säuglingspflege sind und zwar: Arzte, Tierärzte, Zahnärzte, Hebammen, Krankenschwestern, Krankenpfleger, Säuglingspfleger und Assistenten. A r t .
  25. H ö c h s t m e n g e n . — Die Warenbewirtschaftungsstelle ordnet an, bis zu welchen Höchstmengen und in welchem Zeitraum die auf den Teilabschnitten der Seifenkarten und Zusatz-Seifenkarten verzeichneten Waren bezogen werden dürfen. Die diesbezüglichen Bekanntmachungen erfolgen jeweils durch die Presse. A r t .
  26. Bedarf bestimmter Betriebe und Anstalten. — Bezugsscheine für Seifenerzeugnisse und Waschmittel erhalten auf Antrag :
  27. Betriebe, für Gefolgschaftsmitglieder, die i n folge ihres Berufes besonders starker Verschmutzung an Körper oder Kleidung ausgesetzt sind.
  28. Kranken-, Heil-, Erziehungs-, Straf- und Wohlfahrtsanstalten, Heime und ähnliche Einrichtungen, in denen Personen gemeinschaftlich untergebracht sind, für die Personen die nicht im Besitze einer Seifenkarte sind.
  29. Kranken- und Entbindungsanstalten außerdem für die Reinigung von Wäsche.
  30. Betriebe des Gaststätten- und Beherbungsgewerbes für die Reinigung von Wäsche, mit Ausnahme der Tischwäsche.
  31. Betriebe, in denen medizinische Bäder verabreicht werden, Frisörbetriebe, Apotheken, Nahrungs- 594 mittelbetriebe und ähnliche Unternehmen für die Reinigung von Wäsche und Ausrüstungsgegenständen, die einer ständigen Verschmutzung unterworfen sind. Dasselbe gilt für die Reinigung von Kesseln und Maschinen, soweit für diesen Zweck nachweisbar Seifen benötigt werden. Wäschereien fallen nicht unter diese hier genannten Unternehmungen. Die Anträge auf Erteilung von Bezugscheinen sind an die Warenbewirtschaftungsstelle zu richten, die nach Überprüfung und nach Rücksprache mit den Antragstellern auf Grund bestimmter Richtlinien die zuzuteilenden Gesamtmengen festsetzt. Für die unter vorstehender Nr. 1 vorgesehenen Betriebe ist der Antrag durch die Betriebsleitung einzureichen, unter Benutzung eines bei der Gemeindeverwaltung erhältlichen Antragformulars. A r t .
  32. Verbraucher können Wäschereibetrieben, soweit sie ihnen nicht unmittelbar die zur Ausführung von Waschaufträgen erforderlichen Seifenerzeugnisse und Waschmittel abgeben, Abschnitte der Seifenkarte oder die besonders erteilten Bezugscheine aushändigen. Wäschereibetriebe können auf Grund dieser Abschnitte und Bezugscheine die dem Auftraggeber zustehenden Mengen beziehen. A r t .
  33. Die Versorgung des Frisörgewerbes mit Rasierseife, Kopfwaschseifen und Kopfwaschmitteln, die für das Bedienungsgeschäft (also weder für den Verkauf noch für den Bedarf, gemäß Art. 5 Nr. 5). benötigt werden, wird von der Warenbewirtschaftungsstelle besonders geregelt. Art.
  34. EinhaItung der Höchstmengen. — Seife, die im festen Stück oder in Packungen nicht den bezugsfähigen Höchstmengen entspricht, ist abgewogen zu verabfolgen. A r t .
  35. Entnehmen Inhaber von Betrieben, in denen Seifen und Waschmittel erzeugt oder feilgeboten werden, aus ihren Betrieben Waren für sich selbst, für Angehörige ihres Haushaltes oder für Gefolgschaftsmitglieder, so darf dies nur gegen Seifenkarte, Zusatzseifenkarte oder Bezugschein erfolgen. A r t .
  36. Von der Bezugsscheinpflicht sind ausgenommen :
  37. Kopfwaschseifen und Kopfwaschmittel in flüssiger oder pulverisierter Form.
  38. Medizinisch-pharmazeutische Seifenerzeugnisse, die nach besonderen Vorschriften hergestellt werden und ausschließlich durch Apotheken in den Verkehr gebracht werden.
  39. Industrie- und Textilseifen, soweit sie für industrielle Zwecke bestimmt sind. Der Lieferer hat eine Bescheinigung zu verlangen, daß diese Seifen ausschließlich für industrielle Zwecke Verwendung finden. A r t .
  40. Die Warenbewirtschaftungsstelle wird die zur Durchführung dieses Beschlusses erforderlichen Anordnungen treffen. A r t .
  41. Zuwiderhandlungen gegen die Bestimmungen gegenwärtigen Beschlusses werden mit einer Gefängnisstrafe von 8 Tagen bis zu einem Jahr und einer Geldstrafe von 51 bis 2.000 Franken oder mit nur einer dieser Strafen belegt. A r t .
  42. Der Regierungsrat für Wirtschaftsangelegenheiten ist mit der Ausführung dieses Beschlusses betraut. A r t .
  43. Dieser Beschluß tritt am
  44. Oktober 1940 in Kraft. Gleichzeitig wird die bisherige Regelung über die Zuteilung von Seifen und Waschmitteln außer Kraft gesetzt. Luxemburg, den
  45. September
  46. Die Verwaltungskommission : Albert Wehrer, Johann Metzdorff, Josef Carmes, Ludwig Simmer, Mathias Pütz. (Anlage.) Anweisung betreffend die Durchführung des Beschlusses vom
  47. September 1940, über die Verbrauchzregelung für Seifenerzeugnisse und Waschmittel aller A r t . Der Beschluß sieht drei verschiedene Arten der Zuteilung von Seifenerzeugnissen und Waschmitteln an die Verbraucher vor :
  48. Die Seifenkarte (gelbe Karte).
  49. Die Zusatzseifenkarte (grüne Karte).
  50. Bezugscheine (weiß). 595 I. Seifenkarte. Seifenkarten erhalten alle Personen, die in Luxemburg ihren Wohnsitz haben. Die Ausgabe der Seifenkarte erfolgt durch die zuständigen Gemeindebehörden, die bei der Aushändigung einen entsprechenden Vermerk auf den Personalkarten (Karteikarten) eintragen. Die gelbe Seifenkarte w i r d zunächst für die Monate Oktober 1940 bis Januar 1941 einschl. ausgegeben. Die Teilabschnitte berechtigen zum Bezuge von je 1 Stück Einheitsseife und 250 Gr. Wasch-(Seifen-) Pulver pro Kopf und pro Monat. An weibliche Verbraucher und an Personen unter 17 Jahren sind die Karten abzugeben, auf denen der Teilabschnitt für Rasierseife fehlt. Andernfalls ist der betreffende Abschnitt vor der Ausgabe abzutrennen und zu zerstören. Eine verlorengegangene Seifenkarte kann nur ersetzt werden, wenn der Verbraucher den Verlust glaubhaft macht. Bei der Ausgabe einer neuen Karte sind die Teilabschnitte für die vergangenen Monate abzutrennen. Die Seifenkarte erlischt :
  51. mit der Aufgabe des Wohnsitzes in Luxemburg,
  52. bei Antritt einer längeren Gefängnisstrafe,
  53. mit dem Tode. Die nicht ausgenutzten Abschnitte sind ungültig zu machen und bei der zuständigen Gemeindebehörde abzuliefern. Der Teilabschnitt für 1 Stück Rasierseife ist während der Monate Oktober 1940 bis Januar 1941 einzulösen. II. Zusatzseifenkarte. Die grüne Zusatzseifenkarte enthält drei Teilabschnitte für Seifenpulver, sowie sechs Teilabschnitte für Feinseife. Die Zusatzseifenkarte gewährt zusätzliche Mengen über die Grundmenge der normalen Seifenkarte hinaus. Sie ist grundsätzlich für 3 Monate gültig, jedoch kann eine kürzere Gültigkeitsdauer festgesetzt werden. In diesem Falle sind für jeden fehlenden Monat die entsprechenden Teilabschnitte abzutrennen und zu vernichten. In Ausnahmefällen ist auch eine Verlängerung der Gültigkeitsdauer zulässig. In jedem Fall muß also die Gemeindebehörde auf der Zusatzseifenkarte genau den Ausgabetag und die Gültigkeitsdauer vermerken. Der Antrag auf Erteilung einer Zusatzseifenkarte ist grundsätzlich bei der Gemeindebehörde schriftlich und zugleich durch persönliches Erscheinen zu stellen. Schriftliche Antragstellung, ohne persönliches Erscheinen ist nur im begründeten Ausnahmefalle gestattet. Dies gilt besonders für die Behandlung von Müttern und Kleinkindern. Bei der Ausstellung der Zusatzseifenkarte sind die jeweils Nichtzutreffenden Bezeichnungen wie : „ K i n d " , „Kranker", „berufsmäßig in der Krankenpflege Tätige" zu streichen. Die Ausgabe jeder Zusatzseifenkarte ist auf der Personalkarte zu vermerken. Wegen des Verlustes der Zusatzseifenkarte wird auf die entsprechenden Bestimmungen wegen des Verlustes der normalen Seifenkarte hingewiesen. Die Zulagsempfänger haben Anspruch auf Zuteilung der nachbezeichneten Teilabschnitte der Zusatzseifenkarte :
  54. Kinder bis zur Vollendung des
  55. Lebensjahres (Kleinkinder): 3 Teilabschnitte „Feinseife" oder „Einheitsseife" und 3 Teilabschnitte „Seifenpulver" (gültig 3 Monate, und zwar je 1 Abschnitt für 1 Monat).
  56. Kinder vom
  57. bis zum vollendeten
  58. Lebensjahr: 3 Teilabschnitte Seifenpulver (je 1 Abschnitt für 1 Monat).
  59. Kranke, die lautärztIicher Bescheinigung, an einer mit gesteigerter Empfindlichkeit der Haut verbundenen ansteckenden oder nicht ansteckenden Krankheitleiden: 6 Abschnitte „Feinseife" oder „Einheitsseife" (gültig für 3 Monate und zwar 2 Abschnitte pro Monat). 596
  60. Werdende Mütterbei Hausentbindungen (Attest eines Arztes, oder einer Hebamme): Die Zusatzseifenkarte wird ausgestellt für 1 Monat mit einem Abschnitt „Seifenpulver" und einem Abschnitt „Feinseife".
  61. Kranke, deren längere Bettlägerigkeit, laut ärztlicher Bescheinigung eine störkere Verschmutzung der Wäschebedingt : 3 Abschnitte Seifenpulver für 3 Monate (je 1 Abschnitt pro Monat).
  62. Amputierte und ähnliche Personengruppen, in besonders schweren Fällen, die durch ein ärztliches Attest bescheinigt werden: 1 Abschnitt „Feinseife" oder „Einheitsseife" und 1 Abschnitt Seifenpulver, gültig 3 Monate.
  63. Berufsmäßig in der Krantenund Säuglingspflege beschäftigte Personen und zwar: Arzte, Tierärzte. Zahnärzte, H e b a m m e n , Krankenschwestern, Krankenpfleger, Säuglingspflegerinnen, Assistenten : 6 Abschnitte Feinseife oder Einheitsseife, und 3 Abschnitte Seifenpulver für 3 Monate (je 2 Abschnitte Seife und 1 Abschnitt Seifenpulver pro Monat). Bei der Erteilung von Zusatzkarten an Arzte ist grundsätzlich zu prüfen, ob der Arzt neben seiner Privatpraxis auch eine Tätigkeit in einer Klinik ausübt und ob der Bezug der Zusatzkarte nicht schon durch die Krankenanstatt erfolgt ist. Vorder Ausgabe der Zusatzkarten sind die jeweils nicht bewilligten Teilabschnitte abzutrennen und zuzerstören. III. Bezugscheine. Art. 5 des Beschlusses vom
  64. September 1940 bestimmt den Kreis der Personen und Unternehmen ; die auf Antrag Bezugscheine für Seifenerzeugnisse und Waschmittel erhalten. Zuständig für die Erteilung der Bezugscheine ist die Warenbewirtschaftungstelle, Abt. Lizenzamt, in Luxemburg. IV. Seifenversorgung der Wäschereien. Für die Wäschereibetriebe ist die Möglichkeit gegeben, die Abschnitte der Seifenkarte und Bezugscheine von dem Kunden zum Bezuge von Seife entgegenzunehmen. Bezugscheine werden von der Warenbewirtschaftungsftelle an Wäschereibetriebe n i c h t ausgestellt. Die Wäschereibetriebe sind berechtigt, gegen den Abschnitt „Seifenpulver" auch Waschpulver, oder synthetische Waschmittel, oder Seifenschuppen, oder Fettlöserseife in einem zu bestimmenden Umrechnungsverhältnis zu beziehen. V. Ausnahmen von der Bezugscheinpflicht. Von der Bezugsscheinpflicht sind ausgenommen :
  65. Kopfwaschseifen und Kopfwaschmittel in flüssiger oder pulverisierter Form.
  66. Medizinische Seifenerzeugnisse dürfen ohne Einschränkung verkauft werden. Medizinische Seifen sind Seifen mit Zusätzen von Ichthyol, Kresol, Phenol, Resorcin, Salicylsäure, Salol, Schwefel, Teer.
  67. Industrie- und Textilseifen, soweit sie für industrielle Zwecke bestimmt sind, d. h. in industriellen Betrieben ausschließlich beim technischen Arbeitsgang der Fabrikation als Hilfsmittel verwendet werden, oder als Rohstoff bzw. Halbfabrikat z. B. zur Herstellung von Zahnpasten dienen. Der Regierungsrat für Wirtschaftsangelegenheiten, Mathias Pütz. 597 Beschluß vom
  68. Oktober 1940 über die Schlachtvieh- und Fleischbeschau sowie Trichinenschau. Die Verwaltungskommission, Nach Einsicht der Entschließungen der Abgeordnetenkammer vom
  69. und
  70. M a i 1940 ; Nach Einsicht des Gesetzes vom
  71. J u l i
  72. über die Viehseuchenpolizei ; Nach Einsicht des Großh. Beschlusses vom
  73. August 1908, betreffend das Reglement über die Fleischbeschau und den Fleischhandel ; Nach Einsicht der Gesetze vom
  74. September 1938 und
  75. August 1939, betreffend die Ausdehnung der Zuständigkeit der Exekutivgewalt ; Nach Einsicht des Art. 27 des Gesetzes vom
  76. Januar 1866 über die Organisation des Staatsrates und in Anbetracht der Dringlichkeit ; Beschließt : A r t .
  77. Außerhalb der Gemeinden mit Schlachthauszwang treten folgende Bestimmungen in Kraft : 1) Alle gewerblichen Schlachtungen von Schweinen unterliegen der Trichinenschau. 2) Alle Hausschlachtungen, mit Ausnahme der Ziegen und Schafe von nicht mehr als 3 Monaten, unterliegen der Schlachtvieh- (Lebend-) und Fleischbeschau. Die Anmeldung zu den Untersuchungen unter 1) und 2) haben rechtzeitig, mindestens aber 24 Stunden vorher, bei dem zuständigen Fleischbeschautierarzt zu erfolgen. 3) Die Kosten für die genannten Untersuchungen trägt derjenige, für dessen Rechnung geschlachtet wird. Dieselben sind von dem Fleischbeschautierarzt zu erheben und werden mit der Anmeldung der Schlachtung fällig. Im einzelnen ergeht eine besondere Gebührenordnung. A r t .
  78. Jede Zuwiderhandlung gegen die Bestimmungen des gegenwärtigen Beschlusses oder die Verfügungen, die i n Ausführung dieses Beschlusses getroffen werden, wird mit einer Gefängnisstrafe von 8 Tagen bis zu einem Monat und mit einer Geldstrafe von 51 bis 5.000 Franken oder mit nur einer dieser Strafen geahndet. A r t .
  79. Dieser Beschluß tritt am Tage seiner Veröffentlichung in Kraft. Luxemburg, den
  80. Oktober
  81. Die Verwaltungskommission : Albert Wehrer, Johann Metzdorff, Josef Carmes, Ludwig Simmer, Mathias Pütz. Beschluß vom
  82. Oktober 1940 über die Abänderung des organischen Jagdgesetzes vom
  83. J u l i
  84. Die Verwaltungskommission, Nach Einsicht der Entschließungen der Abgeordnetenkammer vom
  85. und
  86. M a i 1940 ; Nach Einsicht der Gesetze vom
  87. September 1938 und
  88. August 1939, betreffend die Ausdehnung der Exekutivgewalt ; Nach Einsicht des Jagdgesetzes vom
  89. J u l i 1925; Nach Einsicht von Art. 27 des Gesetzes vom
  90. Januar 1866 über die Organisation des Staatsrates und in Anbetracht der Dringlichkeit ; Beschließt : A r t .
  91. Art. 5, Absatz 6 des Jagdgesetzes vom
  92. J u l i 1925 ist abgeschafft und durch folgende Bestimmungen ersetzt : „Die Versteigerungen sind erst rechtskräftig nach 598 erfolgter Genehmigung des Regierungsrats Inneres. für A r t .
  93. Dieser Beschluß tritt am Tage seiner Veröffentlichung in Kraft. „ D e r Regierungsrat für Inneres kann die Jagd Luxemburg, den
  94. Oktober
  95. auch an einen anderen als an den vom JagdgeDie Verwaltungskommission : nossenschaftsvorstand gewählten Liebhaber vergeben." Albert Wehrer, J o h a n n Metzdorff, Josef Carmes Ludwig S i m m e r , Mathias Pütz. Sparkasse. — Annullierung von verIorenen Sparbüchern. — Laut Beschluß des Herrn Regierungsrates für die Finanzen vom
  96. September 1940, werden die Sparbücher Nr. 10.727, 39.885, 206.026, 300.063, 311.596, 321.089, 322.411, 364.962 und 537.976 annulliert u n d durch neue ersetzt. —
  97. September
  98. Sparkasse. — Verlusterklärung von Sparbüchern. — Am
  99. September 1940 sind die Sparbücher Nr. 339.910 und 345.012 als verlustig erklärt worden. Die Inhaber besagter Bücher werden hiermit ersucht dieselben binnen 14 Tagen ab heute, entweder im Zentralamte oder in einem beliebigen Nebenamte der Sparkasse vorzulegen und ihre Rechte geltend zu machen. Nach Ablauf dieser Frist werden die Sparbücher annulliert und durch neue ersetzt. —
  100. September
  101. Sparkasse Luxemburg. — Annullierungen verlorener Sparbücher.— Laut Beschluß des Hrn. Regierungsrates für die Finanzen vom
  102. September 1940 werden die Sparbücher Nr. 42.505, 197.
  103. 308.212, 317.
  104. 327.030, 351.950, 353.775, 383.102, 369.071 annulliert und durch neue ersetzt.
  105. Oktober
  106. Bekanntmachung. — Gemeindereglement. — In seiner Sitzung vom
  107. September 1940 hat der Gemeinderat von Mompach ein Reglement über die Schließung der Weinberge erlassen. — Dieses Reglement ist vorschriftsmäßig veröffentlicht wurden. —
  108. September
  109. Bekanntmachung. —Dreschgenossenschaft. — In Gemäßheit des Art. 2 des Gesetzes vom
  110. März 1900, hat die „Dreschgenossenschaft von Eschdorf" ein Duplikat ihrer gehörig einregistrierten Statuten, sowie eine Liste der Vorstandsmitglieder und aller Mitglieder auf dem Gemeindesekretariate von Heiderscheid hinterlegt. —
  111. September
  112. Bekanntmachung. —Versicherungswesen. — Fräulein Katharina Felten aus Kehlen wurde am
  113. September 1940 als Agentin der Versicherungsgesellschaft „La Paternelle" genehmigt. —
  114. Oktober
  115. 599 Grundkredit-Anstalt in Luxemburg.
  116. Ziehung, vom
  117. September 1940, der 4% Kommunal-Obligationen, Anleihe von
  118. Zur Rückzahlung am
  119. November 1940 wurden in der
  120. Ziehung durch das Los bestimmt die nachstehend aufgezählten 4% Kommunal-Obligationen, Anleihe von 1935, der Grundkredit-Anstalt in Luxemburg. Die Einlösung erfolgt zum Nennwert, kostenfrei, an der Kasse der Grundkredit-Anstalt zu Luxemburg, sowie bei allen Nebenämtern der Sparkasse, gegen Einlieferung der Stücke mit dem nichtfälligen Zinsschein Nr. 11 vom
  121. Mai 1941 u. ff. Die Verzinsung der gekündigten Obligationen endet mit dem
  122. Oktober
  123. Der auf
  124. November 1940 fällige Zinsschein wird demnach noch eingelöst. Lit. C. — 489 Stück zu 1000 Franken. 4 11 35 40 60 127 173 189 211 296 309 359 390 421 439 454 515 576 652 669 674 816 895 956 965 992 1008 1100 1134 1145 1211 1228 1254 1273 1277 1387 1392 1442 1443 1503 1509 1510 1560 1564 1611 1623 1625 1626 1690 1749 1755 1766 1768 1823 1889 1908 1953 1983 2069 2130 2131 2187 2255 2256 2314 2354 2460 2468 2485 2498 2530 2615 2638 2644 2699 2717 2781 2786 2809 2823 2824 2831 2832 2849 2894 2979 2982 3006 3027 3046 3063 3100 3157 3219 3246 3262 3274 3324 3362 3386 3416 3459 3494 3495 3559 3575 3600 3619 3686 3710 3720 3728 3780 3953 3971 4082 4133 4145 4184 4212 4275 4323 4385 4435 4528 4555 4557 4579 4589 4597 4736 4770 4810 4816 4832 4899 4962 4974 4983 4988 5132 5237 5240 5248 5296 5314 5317 5335 5357 5389 5424 5512 5520 5541 5568 5578 5585 5600 5642 5646 5672 5679 5750 5773 5825 5883 5892 5959 5960 6054 6068 6107 6118 6137 6212 6213 6250 6283 6289 6305 6361 6387 6465 6505 6512 6611 6620 6655 6659 6681 6708 6751 6760 6801 6844 6874 7020 7025 7096 7129 7166 7210 7224 7236 7266 7273 7349 7387 7395 7446 7547 7563 7600 7721 7798 7821 7858 7868 7871 7880 7881 7903 7986 8001 8007 8022 8053 8121 8147 8184 8250 8259 8294 8348 8467 8699 8805 8810 8824 8832 8847 8878 8886 8916 8935 8943 8946 8951 8952 8958 8980 9000 9062 9063 9073 9082 9092 9140 9171 9251 9276 9298 9348 9374 9501 9523 9530 9557 9563 9570 9659 9717 9730 9744 9750 9820 9888 9894 9900 9962 10030 10100 10142 10154 10187 10197 10227 10243 10248 10309 10318 10417 10516 10521 10533 10576 10595 10619 10682 10690 10733 10782 10811 10867 10884 10902 10948 10979 10984 10987 11050 11105 11165 11196 11207 11311 11314 11403 11413 11561 11588 11624 11651 11652 11674 11757 11764 11769 11791 11805 11811 11812 11839 11910 11951 12027 12057 12077 12094 12124 12146 12208 12210 12265 12303 12356 12375 12450 12455 12532 12573 12632 12654 12712 12867 12911 12967 12986 13004 13036 600 13038 13 060 13063 13067 13075 13089 13097 13104 13275 13279 13296 13321 13340 13451 13467 13509 13523 13527 13563 13654 13776 13804 13831 13854 13866 13884 13888 13927 13990 14030 14080 14084 14117 14147 14185 14231 14255 14260 14261 14284 14286 14301 14322 14499 14500 14504 14540 14570 14608 14654 14697 14703 14737 14750 14765 14796 14910 14921 14958 15047 15074 15081 15084 15175 15200 15317 15320 15353 15383 15398 15424 15432 15452 15459 15461 15477 15590 15657 15745 16001 16079 16097 16130 16158 16177 16198 16201 16216 16250 16285 16287 16301 16345 16394 16406 16496 16522 16560 16618 16630 16667 16675 16692 16702 16703 16705 16706 16718 16825 16910 16920 16922 16957 16980 17031 17038 17118 17132 17163 17164 17205 17216 17257 17283 17286 17294 17334 17375 17417 — Lit. D . — 183 Stück zu 5000 Franken. 11 16 78 .80 83 129 261 286 460 472 530 630 645 648 667 674 690 694 719 728 733 763 771 786 854 884 899 1051 1067 1124 1165 1173 1193 1210 1234 1278 1312 1313 1346 1353 1360 1448 1479 1495 1586 1619 1717 1755 1834 1874 1917 1921 1981 2031 2062 2102 2122 2126 2127 2185 2194 2212 2252 2279 2303 2338 2435 2461 2463 2523 2547 2570 2604 2650 2676 2692 2725 2726 2730 2740 2761 2914 3028 3067 3070 3077 3193 3206 3244 3246 3340 3352 3361 3387 3389 3399 3404 3497 3510 3540 3580 3602 3693 3792 3798 3822 3829 3842 3868 3947 3992 4124 4182 4207 4216 4262 4272 4295 4328 4355 4417 4431 4451 4581 4595 4664 4687 4702 4709 4721 4739 4766 4843 4878 4894 4898 4933 4962 4973 4989 5013 5016 5041 5044 5089 5109 5298 5330 5379 5409 5419 5476 5530 5596 5601 5606 5745 5757 5774 5839 5861 5887 5932 5945 5961 6002 6062 6078 6121 6146 6177 6182' 6194 6198 6215 6231 6290 6293 6371 6416 6420 6424 6487 — — — — — — — RESTANTEN. Zur Rückzahlung noch nicht vorgelegt wurden die nachstehend aufgezählten, in früheren Ziehungen ausgelosten Obligationen : Aus der
  125. Ziehung : Lit. C, Nr. 85, fällig seit dem
  126. November 1938, mit beigefügtem Zinsschein Nr. 7 u. ff. ; Aus der
  127. Ziehung : Lit. G., Nr. 75, 2970, 3430, 3634, 9975 und 10046 ; Lit D., Nr. 1254, 3087 und 5005, fällig seit dem
  128. November 1939, mit beigefügtem Zinsschein Nr. 9 u. ff. Luxemburg, den
  129. September
  130. 601 Grundkredit-Anstalt in Luxemburg.
  131. Ziehung, vom
  132. September 1940, der 4% Pfandbriefe, Anleihe von
  133. Zur Rückzahlung am
  134. November 1940 wurden in der
  135. Ziehung durch das Los bestimmt die nachstehend aufgezählten 4% Pfandbriefe, Anleihe von 1936, der Grundkredit-Anstalt in Luxemburg. Die Einlösung erfolgt zum Nennwert, kostenfrei, an der Kasse der Grundkredit-Anstalt zu Luxemburg, sowie bei allen Nebenämtern der Sparkasse, gegen Einlieferung der Stücke mit dem nichtfälligen Zinsschein Nr. 10 vom
  136. Mai 1941 u. ff. Die Verzinsung der gekündigten Pfandbriefe endet mit dem
  137. November
  138. Der am
  139. November 1940 fällige Zinsschein wird demnach noch eingelöst. Lit. C. — 841 Stück zu 1.000 Franken. 31 38 39 67 89 116 129 139 150 166 167 188 208 219 230 241 254 287 354 370 372 397 413' 419 441 452 461 502 516 523 537 550 579 599 611 615 634 664 688 700 729 760 822 824 883 914 948 961 977 979 985 987 998 1003 1013 1038 1069 1070 1108 1119 1139 1148 1166 1176 1199 1213 1245 1250 1296 1297 1299 1327 1368 1411 1423 1426 1467 1495 1523 1529 1545 1558 1565 1571 1573 1574 1586 1629 1646 1673 1677 1688 1709 1717 1718 1730 1733 1742 1760 1763 1790 1792 1800 1824 1839 1840 1841 1850 1904 1934 1942 1960 1975 1983 2049 2057 2087 2134 2136 2154 2160 2186 2198 2214 2230 2244 2274 2286 2288 2299 2319 2338 2345 2347 2399 2450 2474 2484 2499 2500 2540 2561 2581 2596 2627 2650 2662 2710 2731 2764 2771 2786 2795 2808 2856 2871 2937 2956 2975 3014 3028 3033 3034 3035 3039 3074 3099 3116 3119 3148 3168 3171 3199 3227 3236 3256 3265 3289 3302 3309 3329 3345 3348 3366 3395 3420 3437 3455 3483 3488 3514 3518 3519 3550 3562 3570 3607 3639 3664 3665 3667 3674 3689 3732 3734 3735 3736 3745 3777 3793 3817 3819 3835 3841 3921 3955 3964 3967 3974 4012 4014 4022 4032 4077 4125 4156 4164 4182 4195 4199 4206 4207 4209 4226 4240 4243 4259 4271 4295 4311 4356 4394 4428 4430 4436 4480 4489 4497 4499 4511 4549 4588 4601 4604 4628 4639 4645 4650 4652 4659 4681 4685 4689 4692 4701 4709 4713 4727 4767 4816 4819 4820 4838 4849 4870 4871 4885 4897 4972 4977 5018 5035 5039 5067 5073 5105 5123 5127 5143 5159 5163 5175 5184 5186 5188 5210 5223 5229 5235 5265 5268 5300 5322 5326 5354 5398 5424 5464 5499 5516 5539 5587 5606 5609 5638 5649 5653 5670 5675 5688 5743 5756 5772 5774 5790 5852 5860 5862 5867 5871 5894 5923 5933 5935 5967 5969 5972 6038 6062 6090 6094 6151 6202 6267 6287 6300 6308 6309 6327 6358 6362 6367 6376 6379 6381 6384 6385 6398 6461 6527 6545 6562 6564 6566 6584 6600 6601 6602 6640 6662 602 6675 6687 6693 6715 6724 6726 6733 6737 6806 6826 6852 6866 6868 6873 6887 6892 6908 6910 6931 6935 6962 6971 7001 7009 7010 7017 7059 7073 7095 7106 7123 7158 7191 7204 7210 7216 7446 7459 7466 7510 7517 7536 7537 7545 7560 7586 7605 7610 7625 7631 7649 7721 7724 7732 7734 7743 7763 7780 7789 7805 7807 7830 7833 7841 7851 7861 7874 7881 7891 7894 7902 7217 7254 7296 7297 7328 7344 7346 7349 7356 7387 7906 7939 7951 7958 7985 7990 7995 8012 8066 8068 8071 7420 7428 8092 8115 8116 8134 8165 8166 8178 8196 8205 8220 8273 8301 8304 8329 8355 8386 8388 8430 8445 8497 8591 8657 8713 8730 8731 8743 8770 8773 8776 8785 8786 8803 8818 8829 8841 8856 8863 8876 8905 8949 8954 8986 8992 8995 8996 8997 9022 9084 9087 9117 9146 9215 9227 9239 9244 9277 9282 9295 9299 9347 9372 9374 9392 9393 9410 9427 9457 9483 9521 9525 9539 9559 9591 9609 9628 9643 9649 9656 9672 9688 9734 9738 9748 9749 9758 9848 9859 9888 9902 9917 9921 9922 9924 9942 9959 9980 9995 10001 10014 10015 10076 10091 10097 10124 10167 10178 10200 10207 10216 10246 10258 10264 10282 10296 10299 10304 10387 10388 10407 10410 10413 10421 10439 10443 10450 10451 10458 10460 10517 10568 10572 10578 10609 10619 10666 10667 10671 10682 10702 10714 10721 10724 10770 10779 10842 10874 10884 10886 10889 10906 10907 10910 10915 10931 10979 11014 11016 11018 11019 11023 11066 110/9 11086 11100 11116 11149 11159 11167 11182 11184 11200 11203 11209 11248 11260 11264 11270 11277 11319 11320 11356 11387 11409 11416 11425 11452 11484 11491 11508 11522 11614 11620 11656 11699 11753 11784 11823 11835 11838 11842 11861 11865 11888 11896 11909 11917 11988 12004 12006 12008 12018 12028 12038 12039 12064 12069 12093 12113 12128 12135 12174 12193 12195 12277 12281 12308 12370 12381 12391 12393 12396 12419 12438 12450 12452 12458 12482 12544 12553 12561 12565 12590 12593 12597 12607 12653 12658 12688 12696 12727 12737 12738 12740 12742 12746 12748 12751 12774 12777 12812 12815 12841 12853 12854 12875 12902 12908 12954 12957 13002 13011 13038 13052 13067 13081 13092 13097 13140 13144 13146 13155 13197 13226 13256 13285 13295 13297 13346 13351 13352 13375 13379 13385 13400 13423 13478 13489 13501 13505 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— — — RESTANTEN. Zur Rückzahlung noch nicht vorgelegt wurden die nachstehend aufgezählten, in früheren Ziehungen ausgelosten Pfandbriefe : Aus der
  140. Ziehung: Lit. C, Nr. 7322, fällig seit dem
  141. November 1938, mit beigefügtem Zinsschein Nr. 6 u. ff. Aus der
  142. Ziehung: Lit. C, Nr. 4512, 5993, 7538, 7898, 9095, 9096, 9858 und 9935 ; Lit. D, Nr. 212 ; fällig seit dem
  143. November 1939 mit beigefügtem Zinsschein Nr. 8 u. ff. Luxemburg, den
  144. September
  145. Buchdruckerei Victor Bück, G. m. b. H., Luxemburg.

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