45 MEMORIAL Memorial DU des GRAND-DUCHÉ DE LUXEMBOURG. Großherzogthums Luxemburg. SAMEDI, 15 février
- N°.
- Samstag,
- Februar
- Loi du 5 février 1890, portant interprétation de l'art. 10 du Code civil et de l'art. II de la loi du 27 janvier 1878, sur les naturalisations. Gesetz vom
- Februar 1890, die Auslegung der A r t . 10 des Civilgesetzbuches und A r t . I I des Gesetzes vom 27 J a n u a r 1878, über die Naturalisationen, betreffend. Nous GUILLAUME I I I , par la grâce de Dieu, Roi des Pays-Bas, Prince d'Orange-Nassau, Grand-Duc de Luxembourg, etc., e t c , etc.; Wir W i l h e l m III, von Gottes Gnaden, König der Niederlande, Prinz von Oranien-Nassau, Großherzog von Luxemburg, u., u., u.; Notre Conseil d'État entendu ; De l'assentiment de la Chambre des députés; Vu la décision de la Chambre des députés du 30 janvier 1890 et celle du Conseil d'État du 31 du même mois, portant qu'il n'y a pas lieu à second vote ; Avons ordonné et ordonnons : Nach Anhörung Unseres Staatsraths; M i t Zustimmung der Abgeordnetenkammer; Nach Einsicht der Entscheidung der Abgeordnetenkammer vom
- Januar 1890 und derjenigen des Staatsraths vom
- dess. Monats, gemäß welchen eine zweite Abstimmung nicht erfordert ist; Article unique. L'art. 10 § 2 du Code civil et l'art. I l de la loi du 27 janvier 1878, sur les naturalisations, sont interprétés en ce sens que les dites dispositions sont applicables à l'enfant né d'une mère d'origine luxembourgeoise, qui a perdu la qualité de luxembourgeoise. Einziger A r t i k e l . Art. 10 § 2 des Civilgesetzbuches und Art. I I des Gesetzes vom
- Januar 1878, über die Naturallsationen, sind dahin auszulegen, daß die darin enthaltenen Bestimmungen auch anwendbar sind auf das Kind einer Mutter luxemburgischer Herkunft, welche die Eigenschaft als Luxemburgerin verloren hat. Mandons et ordonnons que la présente loi soit insérée au Mémorial, pour être exécutée et observée par tous ceux que la chose concerne. Befehlen und verordnen, daß dieses Gesetz im Memorial veröffentlicht werde, um von Allen, die es betrifft, ausgeführt und befolgt zu werden. Haben verordnet und verordnen: I m Loo, den
- Februar
- Au Loo, le 5 février
- Wilhelm. GUILLAUME. Le Ministre d'État, Président du Gouvernement, EYSCHEN. Der Staatsminister, Präsident der Regierung, Eyschen. 46 Avis. — Conseil d'Étal. Bekanntmachung. — Staatsrath. Par arrêté royal grand-ducal du 5 février ct., M. Edouard Thilges, ministre d'Etat honoraire, conseiller d'État, a été maintenu pour un nouveau terme d'un an, à dater du 13 de ce mois, dans les fonctions de président du Conseil d'État. Durch Königl.-Großh. Beschluß vom
- Februar ct. ist Hr. Ehren-Staatsminister T h i l g e s , Mitglied des Staatsrathes, neuerdings für die Dauer eines Jahres, vom
- d. Mts. ab, als Präsident des Staatsraths bestätigt worden. Luxembourg, le 10 février
- Le Ministre d'État, Président du Gouvernement, EYSCHEN. Luxemburg, den
- Februar
- Der Staatsminister, Präsident der Regierung, Eyschen. Avis. — Notariat. Bekanntmachung. — Notariat Conformément à l'art. 70 de l'ordonnance royale grand-ducale du 8 octobre 1841, sur l'organisation du notariat, la veuve de M. le notaire Joseph Loser d'Echternach a désigné M. Baldauff, notaire en la dite ville, comme dépositaire provisoire des minutes de feu son mari. Gemäß Art. 70 der Königl.-Großh. Verordnung vom
- Oktober 1841, über die Organisation des Notariats, hat die Wittwe des Hrn. Joseph Looser, ztl. Notar zu Echternach, Hrn. B a l d a u f f , Notar ebendaselbst, zum provisorischen Depositar der Urkunden ihres verstorbenen Gatten bezeichnet. Luxembourg, le 9 février
- Le Ministre d'État, Président du Gouvernement, EYSCHEN. Luxemburg, den
- Februar
- Der Staatsminister, Präsident der Regierung, Eyschen. Avis. — Brevets d'invention. Bekanntmachung. — Erfindungspatente. Le brevet n° 444— système de tour parallèle sans engrenage pour filetage universel — n'est pas éteint ; l'avis publié au n° 6 du Mémorial, p. 35, est à rectifier en conséquence. Das Patent Nr. 444 — Paralleldrehbank ohne Zahnrad für Universalgewinde — ist nicht erloschen, und die Bekanntmachung in Nr. 6 des Memorials, S . 35, demgemäß zu berichtigen. Luxembourg, le 10 février
- Le Conseiller secrétaire général, P. RUPPERT, Luxemburg, den l
- Februar
- Der Regierungsrath u. Generalsekretär, P. R u p p e r t . Avis. — Service sanitaire. Bekanntmachung — Sanitätsdienst Liste du personnel médical, établi dans les communes françaises limitrophes du GrandDuché et appelé à bénéficier des dispositions de la convention sanitaire du 30 septembre 1879, réglant l'exercice de la médecine dans les communes frontières de la France et du Grand-Duché. Liste der in den französischen Grenzgemeinden seßhaften Medizinalpersonen, welche auf Grund der Uebereinkunft vom
- September 1879 ermächtigt find, ihre Praxis auf die an Frankreich grenzenden Gemeinden des Großherzogthums auszudehnen. 47 I . Médecins. Olinger, Jean, à Longwy. Mangin, Nic. Richard, à Audun-le-Roman. Roch, J.-B., à id. Comon, Fr.-Ch., à Longuyon. Lelorrain, Henri, à id. Romand, M.-E., à id. Haut, E.-J.-D., à Villers-la-Montagne. Marie, L.-P., à id. Burgun, A.-V., à Villerupt. Coliez, Emile, à Longwy. Freschard, .J.-E. à id. I I . Vétérinaires. Rohert, Georges, à Longwy. Willemin, Fr.-Th.-E., à Audun-le-Roman. Toussaint, à Allondrelle. I I I . Sages-femmes. Toucas, Anne-H., à Audun-le-Roman. Thiery, M.-H., à Longwy. Norroy, V., à Allondrelle. Monhoven, Rosalie, à Mont-St-Martin. Robin, R.-V., à Longuyon. Dufour, P.-C, f. Cailloux, à id. Chassy, O., f. Ste Vanne, à Longuyon. Dufour, M.-V., à Saulnes. Martin, P., à Pierrepont. Verdeaux, Marg., f. Mansard, à Saulnes. Bauchot, H , à Hussigny. Louis, Adèle, à Villers-la-Montagne. Jacques, Fr , v Gény, à Longwy. Priscal, Sidonie, à Villerupt. Césard, J, f. Lonsberg, à id. Arnould, Eugénie, à id. Luxembourg, le 7 février
- Luxemburg, den
- Februar
- Le Directeur général des travaux publics, THORN. Der General-Director der öffentlichen Bauten, Thorn. Bekanntmachung — Zollwesen. Nachstehende Bestimmungen sind als §§ 101a und 101 b hinter § 101 der Ausführungsbestimmungen zum Zuckersteuergesetz vom .
- J u l i 1887 (Memorial pro 1888, Seite 389 ff.) einzuschalten und für das Großherzogthum Luxemburg maßgebend: § 101a. Bei der Ausfertigung eines Begleitscheines über mehrere mit Zucker beladene Eisenbahnwagen ist in den Begleitschein die Anzahl, Bezeichnung und das Gewicht der in jedem Wagen verladenen Kolli aufzunehmen. Bei Transporten unter Raumverschluß sind dem Begleitschein zu den Schlössern jeder besondern Kunstschloh-Serie 2 Schlüssel in gesonderter Verpackung beizugeben. Falls unterwegs in Folge von Naturereignissen oder Unglücksfällen oder aus Eisenbahn-Betriebsrücksichten ein oder mehrere Wagen zurückbleiben müssen, ist von der Güterexpedition eine beglaubigte Abschrift von dem Begleitschein zu fertigen und auf dem Original, sowie auf der Abschrift mit rother Tinte ein Vermerk über die zurückgebliebenen Wagen zu machen, welchem etwa folgende Fassung zu geben ist: „Eisenbahnwagen Nr. . . . laufunfähig und behufs Umladung in Station N. zurückgeblieben. Duplikatschlüssel zurückbehaltend (Datum, Stempel und Unterschrift der Güterexpedition). Die lauffähig gebliebenen Wagen können sodann mit dem Originalbegleitscheine weiter gesandt und am Bestimmungsorte alsbald nach dem Eintreffen abgefertigt werden. 48 Dem nächsten Zoll- oder Steueramte ist von der Trennung der Wagen und deren Ursache sofort Anzeige zu machen. Dieses beziehungsweise der von demselben beauftragte Beamte hat nach der Vorschrift im § 28 des Begleitschein-Regulativs zu verfahren und das Geschehene i n der Begleitscheinabschrift zu bemerken. Eine Aenderung der Bestimmung für die zurückgebliebenen Wagen ist ausgeschlossen. Beim Empfangsamt ist die Abfertigung auf Grund der dem Original als Belag beizufügenden Begleitscheinabschrist zu bewirken und demnächst der Begleitschein vorschriftsmäßig zu erledigen. § 101b. Zur größeren Sicherung gegen die Gewährung einer unrechtmäßigen oder zu hohen Vergütung der Materialsteuer für Erzeugnisse der Melasseentzuckerung (Vergl. § 41) wird bestimmt:
- Die Steuerstellen haben die ihnen bekannte Eigenschaft von Zucker als Melassezucker d. h. als ein aus Melasse, ohne oder mit Zuckereinwurf. in einem der verschiedenen Entzuckerungsverfahren (Strontianit, Kalk, Osmose Verfahren u . s . w ) gewonnenes Erzeugniß amtlich von der Erzeugungsstätte ab so lange festzuhalten, bis zufolge beantragter Abfertigung des Zuckers zur Ausfuhr oder Niederlegung gegen Materialsteuervergülung der Zuckergehalt auf Grund chemischer Analyse amtlich festgestellt oder der Zucker in den Betrieb einer andern Zuckerfabrik (Raffinerie u . s . w ) aufgenommen oder bis derselbe in den freien Verkehr (§ 96 Absatz
- 2.) abgefertigt worden ist. Diese Vorschrift findet entsprechend Anwendung auf Mischungen von Melassezucker und andern Zucker. Ausgeschlossen von der Anwendung der Vorschrift bleiben die Zucker, welche als weiße, volle, harte Brode, Blöcke, Platten, Stangen oder Würfel, oder aus solchen Zuckern durch Zerkleinerung in Gegenwart der Steuerbehörde gewonnen, amtlich festgestellt worden sind,
- Gemäß Ziffer 1 Absatz 1 und 2 ist bezüglich des ohne Anspruch auf Vergütung der Materialsteuer in eine Niederlage gebrachten Zuckers die Eigenschaft als Melassezucker oder Mischung von solchem und anderm Zucker insbesondere auch in den Fällen einer auf dem Lager stattfindenden Umpackung, Theilung oder Mischung amtlich festzuhalten.
- Die Festhaltung der Eigenschaft von Zucker als Melassezucker u . s . w . geschieht durch einen entsprechenden Zusatz z. B. „Melassezucker" oder „Mischung von Melassezucker und anderm Zucker") zu der amtlichen Angabe der Art des !Zuckers in den bezüglichen Spalten der betreffenden Abfertigungspapiere und Register.
- Auch für Mischungen von Melassezucker und anderm Zucker hat zur Feststellung des Zuckergehalts die chemische Analyse stattzufinden. Von der Herbeiführung derselben kann jedoch die Steuerstelle im Einzelfall absehen, wenn nach dem ihr bekannten Mischungsverhältniß und den sonstigen Umständen kein Grund zu der Annahme vorliegt, daß die Mischung überpolarisirende Bestandtheile (Raffinose u . s . w . ) in verhältnißmäßig erheblicher Menge enthalte. (§ 41 Absatz 1). Luxemburg, den
- Februar
- Der General-Direktor der Finanzen, Mongenast. Luxbg. Imp. Lib. d. I. C. V. Bück; L. Bück, Succ
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