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Arrêté du 19 septembre 1916, portant fixation du plan d'études général pour les écoles primaires supérieures du Grand-Duché. LE DIRECTEUR GÉNÉRAL ET D

1097 Mémorial Memorial du des Grand-Duché de Luxembourg. Großherzogtums Luxemburg. Lundi, 25 septembre 1916. N° 76. Arrêté du 19 septembre 1916, portant fixation du plan d'études général pour les écoles primaires supérieures du Grand-Duché. LE DIRECTEUR GÉNÉRAL ET DE L'INSTRUCTION DE L'INTÉRIEUR PUBLIQUE; Vu l'art. 2 de la loi du 23 avril 1878, concernant l'organisation de l'enseignement primaire supérieur; Arrête: Art. 1er. A partir de l'année scolaire 1916-1917, le plan d'études faisant annexe au présent arrêté, sera introduit et suivi, pendant une période provisoire de cinq années scolaires, dans les écoles primaires supérieures du GrandDuché. Art. 2. Le présent arrêté sera inséré au Mémorial et au Courrier des écoles. Luxembourg, le 19 septembre 1916. Le, Directeur général de l'intérieur et de l'instruction publique, L. MOUTRIER. Montag, 25. September 1916. Beschluß vom 19. September 1916, die Festlegung eines Lehrplanes für die Oberprimärschulen des Großherzogtums betreffend. Der General-Direktor des Innern und des öffentlichen Unterrichts ; Nach Einsicht des Art. 2 des Gesetzes vom 23. April 1878, über die Organisation des Oberprimärunterrichts; Beschließt: Art. 1. Der gegenwärtigen: Beschluß beiliegende Lehrplan wird provisorisch für die Dauer von 5 Jahren, vom Schuljahr 1916—1917 ab, in den Oberprimärschulen des Großherzogtums eingeführt und befolgt. Art. 2. Gegenwärtiger Beschluß soll im „Memorial" und im „Schulbote" veröffentlicht werden. Luxemburg, den 19. September 1916. Der General-Direktor des Innern und des öffentlichen Unterrichts. L. Moutrier . Lehrplan für die Oberprimärschulen des Großherzogtums Luxemburg. (8. und 9. Schuljahr.) Sie hat ihm darum das zu geben, was als A. Unterrichtsprinzipien . Grundlage für das spätere Leben in Staat und Die Oberprimärschule ist die Fortsetzung der Beruf an Wissen und Können erforderlich ist Primärschule; sie steht wie diese im Dienste der und zwar in einer Weise, daß dadurch seine allgemeinen Bildung und bereitet weder auf eine geistigen Kräfte und Anlagen ihre weitere Ausbesondere Unterrichtsanstalt noch auf einen bildung erfahren. bestimmten Beruf vor. Den lokalen Verhältnissen und Bedürfnissen Ihre Aufgabe ist es, den Schüler für das trägt die Oberprimärschule insofern Rechnung praktische Leben tüchtig zu machen. 1098 als in den einzelnen Zentren und Gegenden jene Stoffe, und Stoffgruppen ausführlicher behandelt werden, welche die Erwerbstätigkeit der Bewohner dieser Orte bedingen. Es liegt in der Zielrichtung der Oberprimärschule für Knaben, daß bei Anstalten, deren Schüler sich vorwiegend handwerklichen Berufen widmen, Schülerwerkstätten errichtet und Formen, leichtere Holz- und Metallarbeiten in den Unterrichtsplan aufgenommen werden. In der Oberprimärschule für Mädchen muß in Rücksicht auf das soziale Wohl der Familie der Handarbeits- und haushaltungsunterricht eine besondere Pflege finden. Die Schülerinnen sollen aber mehr auf dem Wege der unmittelbaren Anweisung als dem der bloßen Belehrung in die hauswirtschaftlichen Vorgänge und Verrichtungen eingeführt werden, lucshalb der Unterricht in der Schulküche die Grundlage des hauswirtschaftlichen Unterrichtes bilden muß. Die Errichtung von Schulküchen wird damit zur unabweisbaren Forderung, und dieses um so mehr als unsere Mädchen-Oberprimärschulen nur durch eine praktischere Orientierung ihres gesamten Unterrichts das Elternhaus dauernd gewinnen können. Die Behandlung des Stoffes hat in eiller Weise zu erfolgen, daß zugleich mit dem Erwerb eines gründlichen Wissens und der Entwicklung der Kräfte im Schüler ein gleichschwebendes, vielseitiges Interesse erzeugt wird, durch das er Lust und Geschmack erlangt, sich selbständig im Leben weiter zu bilden. In allen Fächern ist darum der Selbstbetätigung der Schüler der größte Raum zu schaffen. An Stelle des untätigen Hörens muß werktätiges Schaffen treten, der abstrakte Wortunterricht durch konkretes Erleben, die gedächtnismäßige Wissensschulung durch schaffendes Lernen ersetzt werden. Die Schülerübungen und Schülerversuche sollen überall, wo es nur möglich und vorteilhaft ist, das Lernen unterstützen. Alle metho- dischen Maßnahmen müssen von dem Prinzip ausgeben, daß die Arbeit, heute mehr denn je, ein allgemeines Erziehungsmittel ist, das den gesinnten Schulunterricht durchdringen muß. Um das erworbene Wissen zu befestigen und ihm einen größern Grad von Beweglichkeit zu geben, sind planmäßige Wiederholungen am Schluße größerer methodischer Einheiten umungänglich notwendig. Sie bringen Einheit in den Gedankenkreis und sichern dem Wissen eine um so festere Grundlage als sie mehr Bedacht auf die Zusammenfassung der Stoffe nach bestimmten Gesichtspunkten nehmen. Indem sie gleichzeitig das in den verschiedenen Fächern erworbene Wissen vielseitig untereinander verknüpfen und in lebendige Gedankenverbindungen übersühren, werden sie zu einer bedentsanien Konzentration der verwandten Unterrichtvstoffe. Hand in Hand mit der selbsttätigen Aneignung und Befestigung des Wissens hat die Pflege der Ausdrucksfähigkeit der Schuler zu gehen. Langsames, deutliches Lesen und Sprechen, natürliches Vortragen und Deklamieren, zusammenhängende Wiedergabe und wiederholende Zusammenfassung in allen Fächern, mündliche und schriftliche Darstellungen mit Hilfe zeichnerischer Skizzen sind sorgfaltig zu pflegen. Neben der Sprache ist auch dem Auge und dem Ohr, namentlich aber der Hund die gebührende Bedeutung als Bildungs- und Ausdrucksmittel beizumessen. Alle Arbeiten müssen mit der grüßten Sauberkeit ausgeführt werden. Nicht nur ist auf eine deutliche und gewandte Schrift in allen, auch in schnellen Schriftsätzen zu halten, auch in der Anlage und Ausführung der Zeichen- und Handarbeiten muß sich der Sinn für Reinlichkeit, Regelmäßigkeit, Ordnung und Schönheit bekunden. Überhaupt soll die Schule in ihrem ganzen Betrieb und mit allen ihren Einrichtungen, Tag für Tag, den Eindruck gewissenhafter Ordnung auf den Schüler machen und so dessen Ordnungs- 1099 sinn fördern. Regelmäßigkeit, Pünktlichkeit und Sauberkeit in allen Dingen muß das gesamte Schulleben charakterisieren. Nur wenn der Schüler täglich an diese Tugenden gewöhnt wird, können sie ihm als unverlierbares Eigentum für sein ganzes Leben verbleiben. Der vorliegende Lehrplan baut auf das 7. Schilljahr der Primarschule auf. Er fetzt voraus, daß die wirkliche Oberprimärschule aus zwei aufeinander folgenden Jahrgängen, dem 8. und 9. Schuljahr besteht, und bildet in diesem Sinn ein Ganzes. Die methodischen Anweisungen, welche die einzelnen Unterrichtsfächer begleiten, sollen keineswegs die 'Freiheit der Lehrerpersönlichkeit einschränken; sie wollen vielmehr zur Sicherung eines zeitgemäßen und einheitlichen Lehrverfahrens auf jene erprobten Unterrichtsgrundsätze hinweisen, welche aus dem heutigen Stand der pädagogischen Wissenschaft und Erfahrung heransgewachsen sind. Wenn bei einzelnen Fächern dieselben eine größere Ausdehnung erhalten haben, so rührt das daher, weil in diesen Fächern einerseits die Methode neue Wege geht, anderseits einschlägige methodische Anweisungen gar nicht oder doch nicht in einwandfreier Form zur Hand stehen. Da der Stoff in verschiedenen Fächern auf zwei Serien verteilt werden mußte, so ist es im Interesse der Vereinheitlichung des Unterrrichtes empfehlenswert, wenn in den Schuljahren, deren erste Jahreszahl mit einer ungeraden Ziffer endigt, die 1. Serie und in jenen, deren erste Jahreszahl mit einer geradelt Ziffer endigt, die 2. Serie behandelt wird. Dementsprechend soll für das Schuljahr 1916—1917 die 2. Serie, für das Schuljahr 1917—1918 aber die 1. Serie zur Behandlung kommen. Wöchentliche Unterrichtstunden für Knaben. Mädchen. 1. Religion und Moral 2 2. Deutsche Sprache 4 3.Languefrançaise 6 5 3 4. Rechnen 5. Naturwissenschaften 3 1 1 1 2 4 6 4 2 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 3 30 30 6. Haushaltungskunde 7. Zeichnen 8. Geschichte 9. Geographie 10. Bürgerkunde 11. Comptabilité et documents commerciaux. 12. Kalligraphie und Ge- schäftsaufsätze 13. Gesang 14. Turnen und Spiele 15. Weibliche Handarbeit. Total Gemäß Art. 2 des Gesetzes vom 23. April 1678, die Organisation des Oberprimärunterrichtes betreffend, steht es dem Gemeinderat mit Genehmigung der Regierung frei, unter besonderer Berücksichtigung der örtlichen Verhältnisse und Bedürfnisse, noch andere Lehrfächer in dieses Programm aufzunehmen. Religion. Knaben und Mädchen. (2 Stunden wöchentlich.) 1. Katechismus. — Vertiefung verschiedener schwieriger Kapitel des Diözesankatechismus. Liturgik und Kirchengeschichte. Handbuch : Katholischer Katechismus für das Bistum Luxemburg. Druck und Verlag der St. -Paulusgesellschaft. 2. Biblische Geschichte. — Eingehende Behandlung jener Bibelstücke, die besanders geB. U n t e r r i c h t s g e g e n s t ä n d e . Der Unterricht in den Oberprimärschulen eignet sind, den Schülern einen Überblick über die verschiedenen Perioden der Erlösungsgebegreift folgende Lehrfächer: 1100 Die Behandlung des Lesestoffes paßt sich dem besonderen Inhalt jedes Stuckes an. Bei der Besprechung der Prosastücke ist vor allem auf Herausarbeiten der Gedankengange und Einsicht in Aufbau und Gliederung des Stoffes Gewicht zu legen. Das freudige Interesse an guter Lekture soll geweckt, die LeseDeutsch. Iust in richtige Bahnen gelenkt werden. Die Knaben und Mädchen. Schulbucherei ist fur die Anleitung zum selbständigen Lesen nach der Schulzeit nutzbar zu (4 Stunden wöchentlich.) Ziel. — Der Unterricht in der deutschen Sprache machen. Gedichte sind als Kunstwerte zu behandeln, soll die Schüler zur Fertigkeit im sprachrichtigen und sicheren mündlichen und schriftlichen Ge- die Schuler sollen sie als Ganzes verstehen, erdankenausdruck hinleiten und sie mit gehaltvollen, fassen und nachempfinden fernen. Erklärungen, Gliederungen und Entwicklung von Grundgedem jugendlichen Verständnis zugänglichen Erzeugnissen der deutschen Literatur bekannt danken sind auf das fur die Vertiefung des machen. Er soll aus Gemüt und Willen bildend künstlerischen Eindrucks Notwenorge zu beschränund anregend wirken und die Freude am schönen ken. Kinze Belehrungen überdieDichtungsformen weiden im Auschluß an Lesestücke fördern. Die beiden Schuljahre werden in der Regel dargeboten. in einer Abteilung unterrichtet; bei Mitteilungen aus dem Leben der D i c h schwierigen. Lesestücken und Gedichten soll jedoch ter sind nur in der Ausdehnung zu geben, die Trennung eintreten. Der Lehrgang ist das Verständnis der Dichtungen erfordert. Geeinjährig. legentlich können die den Schulein bis dahin bekannt gewordenen Stucke hervorragender 1. Lesen. Dichter zusammengestellt und mit den nötigen Ziel. — Erzielung des sinngemäßen und ausdrucksvollen Lesens von Prosastücken und Ge- Ergänzungen und biographischen Angaben zu dichten, Erweiterung des Gedankenkreises der einem Leben bild vereinigt werden. Auswendig gelernte Stucke werSchüler, Förderung der Gemüts- und Geschmacksdern naturlich, ohne falsches Pathos, vorgebildung. tragen. Stoss. — Lesen und Erklären von ProsaLieder sind, wenn moglich, mit der Melodie stücken und Gedichten des Lesebuches: epischen darzubieten. und lyrischen Gedichten, Märchen, Fabeln, Er 2. Sprachlehre und Rechtschreibung. zählungen, Darstellungen aus Sage, Geschichte, Natur- und Erdkunde, leichten Abhandlungen

  1. a)Sprachlehre. und Briefen. In besonders günstigen VerhältZiel. Entwicklung des Gefühls sin Sprachnissen soll ein Schriftwerk von mäßigem Umfang richtigkeit und Befähigung zum bewußten richunter Benutzung einer billigen Volksausgabe tigen Sprechen und Schreiben. Einfuhrung in ganz oder teilweise gelesen werden. Bildung und Abstammung der gebräuchlichen Behandlung. - Natürliches, deutliches und Wörter. lautreines Sprechen und Lesen ist Stoff. Wortlehre . Verlieste Wieversorgfältig zu pflegen. holung des Stoffes der Oberstufe der Primärschichte des Alten und Neuen Testamentes zu vermitteln. Hand buch: Biblische Geschichte fur Schule und Hans von Schuster-May-Knecht. Herdersche Verlagsbuchhandlung in Freiburg-Breisgan. 1101 schule. Starke und schwache Deklination. Schwierigere Formen der Deklination (Deklination der Eigennamen und Fremdwörter). Starke und schwache Konjugation . Unregelmäßige Verben, Schwankungen in der Konjugation. Zusammengesetzte Verben. S a t z l e h r e . — Wiederholung der Lehre vom einfachen Satz. Der z u s a m m e n g e s e t z t e Satz und seine Interpunktion (Satzverbindung, Satzgefüge, verkürzte Nebensätze). Analyse von schwierigeren Satzgebilden des Lesebuches. Wortbildung . — Arten der Wortbildung. Bildung der Personen-, Familien- und Ortsnamen mit Bezugnahme auf die heimische Mundart. Wortfamilien mit Berücksichtigung des Bildegehaltes der Sprache und des Form- und Bedeutungswandels. Behandlung. — Wie in der Primarschule ist der Unterricht in der Sprachlehre nicht Selbstzweck, sondern Mittel zum Zweck. Er wird erteilt im Anschluß an Musterbeispiele und mit besonderer Berücksichtigung der in den Aufsätzen und mündlichen Übungen vorkommenden Verstöße gegen die Sprachrichtigkeit. Doch ist in Wortund Satzlehre der Überblick über das Ganze zu sichern. Satzlehre und Wortkunde sind für die Bildung des Stils fruchtbar zu machen.
  2. b)R e c h t s c h r e i b u n g . Ziel. — Sicherheit in der richtigen Schreibung des für die Lebens- und Berufsverhältnisse der Schüler nötigen Wortschatzes. Stoff. — Wiederholung des Stoffes der Oberstufe der Primärschule, soweit es notwendig ist. Schreibung schwierigerer Wörter und der gebräuchlichsten Fremdwörter. Groß- und Kleinschreibung. Zeichensetzung. Behandlung. — Der Unterricht erfolgt im Anschluß an die Verbesserung schriftlicher Arbei- ten und durch Diktate vorwiegend zusammenhängender Stücke. 3. Sprechen und Aufsatz. Ziel. — Befähigung zur klaren, geordneten und sprachrichtigen Darstellung von Stoffen des jugendlichen Beobachtungs- und Gedankenkreises. Stoff. — Darstellung eigener Erlebnisse und Beobachtungen innerhalb und außerhalb der Schule. Darstellung von Stoffen aus dem Schulunterricht und der Lektüre (Erzählungen, Beschreibungen, Schilderungen, Zusammenfassungen, Begleichungen, Umformungen). Übungen im Briefschreiben und in der Abfassung von Geschäftsaufsätzen. Behandlung. — S p r e c h e n . — Die zusammenhängende mündliche Wiedergabe von Erlebnissen, Beobachtungen und Unterrichtsergebnissen soll die Entwicklung der Ausdrucksfähigkeit fördern. Aufsatz. — Die Klassen sind nicht kombiniert. In der Regel behandeln die beiden Klassen besondere Themen. In den Aufsätzen ist Selbständigkeit in Auffassung und Darstellung zu erstreben. Die Vorbereitung soll die Schüler zum Sammeln und Ordnen der Gedanken anleiten; sie tritt allmählich zurück und fällt später ganz fort. Die Ausführung soll kurz und klar, die Sprache natürlich sein. Die Verbesserung geschieht nach Inhalt und Form. Jede Woche eine schriftliche Arbeit. Langue française. Garçons et filles. (6 heures par semaine.) But. — L'enseignement, de la langue française à l'école primaire supérieure a pour but 1102 de faire acquérir aux élèves une connaissance vraiment pratique et effective de la langue française écrite et parlée, tout en tenant compte de l'éducation intellectuelle et morale. Pour arriver à ce but, l'enseignement du français comprendra les exercices suivants:
  3. a)Exercices oraux: 1° Exercices de lecture et de récitation; 2° Exercices de conversation,
  4. b)Exercices écrits: 1° Exercices d'orthographe et de grammaire; 2° Exercices de composition. Matière. — 1. Exercices de lecture et de récitation. (2 heures par semaine.) Le maître établira une table des matières à traiter durant deux années consécutives dans les deux classes réunies. Ces matières sont à grouper en deux séries, comme le montre p, ex, le programme-type qui suit: I Fables. re 1 série. — L'ourse et le petit ours; le grillon; le loup et le jeune mouton; le corbeau et le renard; l'abeille et la mouche; le moineau et les poulets. 2e série. — Les deux renards; le loup et le chien; l'aigle et le soleil; la carpe et les carpillons ; le loup et l'agneau; le coq et le renard. II. — L'homme et la société. 1re série. — L'étude (lettre d'une mère à son fils); la rentrée des classes; le fils prétentieux; le forgeron; l'ivresse; le cœur d'une mère; les orphelins recueillis; une leçon de politesse; un héros de quinze ans; un petit tyran; amour du foyer; l'Angélus de Millet; le premier des devoirs; division du travail; la barque de l'émigré; nécessité de l'attention; si j'étais riche; la fileuse de Folgoat. 2e série. — L'école (lettre d'un père à son fils); bienfaits de l'instruction; la jeunesse; un songe; trait de franchise; ce que c'est qu'une mère; l'écriture du mort: piété filiale; un héros sans le savoir; je suis un enfant trouvé; qu'estce que la patrie? le meilleur fils; le travail; l'économie; le champ d'orge; de l'ordre; l'ordre formation des villages au moyen-âge; les travaux dans les mines. III. — L'homme et la nature. 1 série. — La nature; les quatre saisons; variétés des travaux des champs; la neige; une basse-cour; la fauvette; la fourmi; la fête de Pâques des oiseaux en Russie; les hirondelles; nos amis parmi les animaux; une forêt au printemps. 2e série. — Aux paysans; la terre; un paysan à sa charrue; le vent d'hiver; la poule qui a couvé des canards; le moineau; les choux; les dénicheurs; trait d'amour maternel chez les oiseaux; le crapaud; les chardonnerets, re IV. — L'homme et ses devoirs, 1re série. — La conscience; le véritable bonheur; le mensonge; piété filiale; devoirs en vers Dieu. 2e série. — Les vrais plaisirs; le casseur de pierres; savoir dire non; lettre d'un père à sa fille; devoirs de l'enfant envers lui-même. (Ces morceaux sont tirés des ouvrages suivants; Cours de langue française par Maquet et Mot, Méthode de langue française par Brunot et. Bony, Cours complet de langue française par Kayser et Weiller; Lehrbuch der französischen Sprache von Jul. Bierbaum.) 2. Exercices de conversaition. (1 heure par semaine.) Dans les leçons de choses, il importe de tenir compte des circonstances de temps et de lieu. Cependant, il est préférable qu'il y ait pour toutes les écoles un programme-type de leçons de choses, qui serait à compléter suivant les besoins des régions scolaires, et pour l'établissement du quel le personnel enseignant conservera néanmoins toute liberté d'action. Les deux classes étant réunies pour la couver- 1103 sation, le maître fera bien d'établir sa table des 4° Noms en ien, on. 5° Noms en eur. 6° Noms matières pour deux années consécutives, comme en teur. 7° Noms les plus usités dont le féminin le montre le programme-type qui suit : diffère entièrement du masculin: père, fils, frère, oncle, neveu, époux, parrain, roi, grand L'homme et la nature; l'industrie et les métiers ; père, compère, serviteur, coq, loup, cerf, les voies de communication; le sport. dindon. I . — Automne. — La rentrée; la classe; la (Division supérieure.) famille; la maison; le village; la ville; le maçon; 1° Noms dont le féminin offre quelques diffil'agriculteur; le vin; le cidre; le verre; le liège; cultés, p. ex: avocat, chasseur, chanteur, enle boulanger; le batteur en grange — la récolte; chanteur, pécheur, vengeur. 2° Noms princila vendange; la cueillette des fruits; les se- paux dont le sens varie avec le genre: aide, aune, mailles d'automne; les brouillards — la pêche; couple, crêpe, enfant, foudre, garde, greffe, la chasse. guide, hymne, livre, mouche, manœuvre, mode, II. — Hiver. — Le chauffage; la houille; le moule, mousse, page, pendule, poêle, poste, mineur; le thermomètre; l'éclairage; le gaz; somme, tour, vase. 3° Règles sur les mots le battage; le forgeron; le fer; le menuisier; Pâques, gens, amour, délice, orgue. les vêtements; le linge — la forêt en hiver; le II. — Nombre. (Division inférieure.) bûcheron; le garde forestier; le pauvre — la 1° Répétition des règles principales avec les glace; la neige. exceptions. 2° Noms qui ont deux formes pour III. — Printemps. — L'homme et les anile pluriel: aïeul, ciel, œil, travail. maux; l'apiculteur — les semailles de prin(Division supérieure.) temps; le jardin; les oiseaux — promenades; véhicules sur la route. 1° Règle générale des noms composés. IV. — Eté. — Le faucheur; le moissonneur; 2° Principaux noms qui ne s'emploient qu'au la faucheuse et la moissonneuse mécanique; — pluriel ou bien qui changent de signification: l'orage; la vapeur; la pluie; le baromètre; l'eau; les aguets, les alentours, les annales, les archives, le cours d'eau; les pâturages — voyages; la les lunettes, les broussailles, les ciseaux, les gare; en chemin de fer; la rue; la poste; les décombres, les dépens, les entrailles, les envibains; les forces motrices. rons, les fiançailles, les frais, les funérailles, les matériaux, les mœurs, les ténèbres, les 3. Exercices d'orthographe et de grammaire. vêpres, les vivres. 3° Règle générale sur le (2 heures par semaine.) pluriel des noms propres. Pour renseignement de l'orthographe et de L'article. (Division inférieure.) la grammaire, les élèves forment deux divisions, 1° Article partitif remplacé par la préposiet la matière est répartie sur deux années consé- tion de. 2° Article défini employé contrairecutives. ment à l'allemand. Le nom. (Division supérieure.) I . — Genre. 1° Répétition des règles générales sur l'ar(Division inférieure.) ticle. 2° Répétition et suppression de l'article. 1° Répétition, des règles générales. 2° PrinL'Adjectif. (Division inférieure.) cipaux noms, terminés au masculin par e, qui 1° Répétition des règles générales sur le font esse au féminin: traître, maître, comte, féminin et le pluriel des adjectifs. 2° Répétition prince, hôte, tigre, âne, nègre. 3° Noms en er. 1104 des règles sur les degrés de qualification avec les exceptions: bon, petit, mauvais. 3° Emploi de la négation ne dans le second membre de la comparaison. 4° Principales règles sur l'adjectif déterminatif, surtout sur les adjectifs numéraux. (Division supérieure.) 1° Place de l'adjectif. 2° Principaux adjectifs qui changent de signification selon qu'ils précèdent ou qu'ils suivent certains substantifs: un bon homme, un homme bon; un honnête homme, un homme honnête; un pauvre homme, un homme pauvre; un gentilhomme, un homme gentil; une grande dame, une dame grande; un brave homme, un homme brave; une fausse clef, une clef fausse; une certaine chose, une chose certaine; le nouveau vin, le vin nouveau; un triste livre, un livre triste. 3° Accord de l'adjectif avec le substantif. Le Verbe. (Division inférieure.) 1° Répétition de la conjugaison des verbes auxiliaires, réguliers et irréguliers avec leurs composés énumérés au plan d'études des écoles primaires. 2° Emploi du passé défini et de l'imparfait. 3° Emploi du mode indicatif et du mode subjonctif; règles principales. 4° Règles sur le participe passé;
  5. a)sans auxiliaire,
  6. b)employé avec l'auxiliaire être. 5° Principales règles sur le participe passé ;
  7. a)des verbes réfléchis,
  8. b)employé avec l'auxiliaire avoir. (Division supérieure,) 1° Participe présent et adjectif verbal. 2° Participe passé:
  9. a)Répétition approfondie des règles de l'année précédente;
  10. b)le participe passé suivi d'un infinitif;
  11. c)le participe passé des verbes impersonnels et des verbes neutres. 3° Accord du verbe avec son sujet. 4° Répétition des règles sur les modes indicatif et subjonctif. 5° Emploi de la négation ne. Le Pronom, (Division inférieure.) 1° Pronoms personnels:
  12. a)place des pronoms personnels;
  13. b)répétition des pronoms personnels. 2° Pronoms relatifs:
  14. a)les invariables qui, que, dont, où, quoi;
  15. b)le variable lequel. 8° Pronoms indéfinis:
  16. a)les pronoms indéfinis on et chacun,
  17. b)règles sur tout et même. (Division supérieure.) 1° Pronoms personnels:
  18. a)orthographe de leur;
  19. b)règles sur l'emploi de certains pronoms personnels: 1. le pronom il, 2. le pronom le, 3. emploi de en, 4. emploi de y, 5. emploi de soi. 2° Pronoms relatifs: place du pronom relatif, 3° Pronoms indéfinis: les pronoms indéfinis aucun, nul, personne, l'un et l'autre, l'un l'autre, L'Adverbe. (Division inférieure.) 1° Formation régulière, du féminin de l'adjectif. 2° Adverbes qui prennent un é, 3° Adverbes qui sont formés des adjectifs en ant et ent. 4° Degrés de comparaison:
  20. a)formes régulières;
  21. b)formes irrégulières; bien, mal, peu, beaucoup. (Division supérieure) 1° Répétition des règles sur l'adverbe. 2° Principaux adjectifs qui ont la fonction d'adverbes: sentir bon, mauvais, fort; monter haut; demeurer court; parler bas, haut (parler bassement, hautement); chanter juste, faux; acheter, vendre cher; frapper fort ; pleuvoir fort; faire exprès; marcher droit à; tenir bon, ferme; voir clair; tomber dru. Les principales prépositions, conjonctions et interjonctions s'apprennent par l'usage. 4. Exercices de conjonction. (1 heure par semaine.) Les exercices de conjonction comprennent les quatre groupes suivants: 1° traduction de vers en prose; 2° contes et récits; 3° descriptions et portraits; 4° lettres. 1105 En général, les deux années sont réunies pour pourra contrôler si ses élèves ont compris le les exercices de composition, cependant le récit et s'ils sont à même de s'exprimer libremaître tâchera à graduer les exercices de sorte ment en français. que les élèves de la division supérieure traitent
  22. b)La lecture expliquée. — La lecture expliquée le même sujet avec plus d'extension et de déve- a surtout pour but d'enrichir l'esprit de l'élève loppement ou reçoivent un sujet plus difficile et de lui apprendre à réfléchir sur le sens de à traiter sur la même matière. ce qu'il lit. Il va de soi qu'on ne doit pas choisir comme sujet des textes trop simples, n'offrant DIRECTIONS PÉDAGOGIQUES. rien de nouveau. Les morceaux qui conviena) Exercices oraux. nent à ce genre de lecture doivent éveiller l'in1. Lecture et récitation. — À l'école primaire telligence des élèves et les porter à la réflexion. supérieure, la lecture a surtout pour but de Un texte qui s'abaisse trop complaisamment cultiver l'intelligence des élèves, d'enrichir leur jusqu'au niveau de l'enfant peut amuser au esprit de notions variées et de leur inculquer le commencement, mais il n'instruira pas. Cela goût de la bonne lecture; mais encore ne faut-il étant, il faudra donc dresser un plan de lecture pas négliger la lecture matérielle. expliquée et choisir avec soin une série de sujets Les exercices de lecture sont de trois sortes, intéressants et instructifs. savoir: la lecture cursive, la lecture expliquée L'étude de fond d'un morceau, devant préet la lecture libre ou spontanée. céder celle de la forme, on fera bien de suivre,
  23. a)La lecture cursive. — Elle consiste dans la pour l'explication des textes, les directions du lecture rapide d'un texte dont on veut surtout plan d'études des écoles primaires proprement comprendre le sens général, sans entrer dans dites. de trop longs détails. Une fois les termes nouveaux expliqués, le Comme tout enseignement, cet exercice doit maître lira lui-même le texte à haute voix. élargir les connaissances de l'élève, mais ce Là-dessus, i l en demandera à quelques élèves n'est pas là son rôle.principal ou propre. Celui-ci le compte-rendu oral, puis un résumé succinct. est plutôt matériel. Il consiste à faire acquérir Le maître procédera ensuite à l'étude analytique à l'élève les qualités de la lecture expressive, du sujet. I l en décomposera soigneusement telles que: l'articulation, l'enchaînement des chaque phrase en ses propositions pour en faire mois, l'accentuation, les liaisons harmonieuses saisir le sens et la structure. Il fera rechercher etc. A cet effet, le maître choisira des textes les idées principales et celles des pensées seconfaciles à comprendre quant, au fond et quant daires qui servent de développement aux preaux termes, afin que les explications du texte mières. On pourra aussi transformer certaines ne détournent pas l'attention de l'élève de phrases en substituant aux termes du texte des l'objet de la leçon, qui est la lecture elle-même. équivalents, destinés à en faire mieux cemLe maître commencera la leçon par indiquer prendre la signification. On ne négligera pas de en quelques mots le sujet développé dans le faire aussi des remarques sur l'enchaînement texte. Puis, il lira lentement le morceau choisi, des idées, sur les raisons de tel. détail ou de telle en donnant à sa lecture les qualités qu'il se pensée, voire quelquefois sur les qualités du propose d'exiger de celle des élèves. Lorsque style. Quant aux mots en particulier, ils se prêtent ceux-ci auront lu le texte à leur tour, on aura à une multitude d'exercices à la fois faciles et soin de le faire reproduire de vive voix par intéressants. Citons entre autres la recherche plusieurs d'entre eux. De cette façon, le maître 76 a 1106 de la racine et des diverses significations d'un mot, de même que l'indication de ses dérivés, antonymes, synonymes, homonymes etc. L'étude analytique d'un texte se termine par des questions relatives aux règles grammaticales précédemment étudiées. On procédera par voie d'induction; c'est-à-dire qu'on fera découvrir les règles par la comparaison d'une série d'exemples appropriés, de sorte qu'elles no seront plus que la constatation d'un fait souvent noté, suivant une jolie formule: « La règle ne sera plus que l'expression consciente d'une habitude inconsciente». De la sorte, chaque leçon de grammaire occasionnelle contribue à une meilleure compréhension du texte, en associant intimement la forme et le fond dans l'esprit des élèves, Enfin, il importe de rattacher à la leçon de lecture quelques exercices de conjugaison ou de transposition tirés du texte. La conjugaison est une des parties importantes de la grammaire, On peut dire sans exagération qu'elle ont à cette matière, ce que les tables de calcul sont à l'arithmétique, et que l'élève ne sait parler correctement, qu'à la condition de savoir très bien conjuger. Or, autant l'étude de la conjugaison est fastidieuse et ennuyante, quand elle fait l'objet d'une leçon séparée, autant elle paraît facile et intéressante, lorsqu' elle se fait occasionnellement dans des expressions vivantes. L'orthographe et la composition peuvent également tirer parti de la lecture expliquée, qui sera alors comme le point de concentration, l'idée pivot des différentes parties qui constituent l'enseignement du français. Les élèves apprendront par cœur les morceaux expliqués (un morceau par quinzaine),
  24. c)La lecture spontanée ou libre. — Le but de la lecture expliquée est d'obliger l'élève à réfléchir sur la lecture. Mais ce but n'est pas le seul. Le principal, c'est que reniant prenne le goût des bons livres et s'habitue dès maintenant à consacrer à la lecture une partie de ses loisirs. Le manuel de classe, la bibliothèque scolaire concourent efficacement à la réalisation de cette fin. Il est Tort recommandable aussi de consacrer par exemple une demi-heure par semaine à lire on classe les extraits d'un certain nombre d'œuvres recommandables. On parviendra de la sorte à faire naître chez les élèves le désir de lire des œuvres entières et on les accoutumera par le fait à choisir comme lecture des œuvres naines, instructives et profitables. L'instituteur n'oubliera pan qu'il importe moins de lire beaucoup (Se livres que d'en lire très bien quelquesuns seulement. Un volume par mois suffit, Chaque élève pourra de la sorte s'assimiler la matière d'une dizaine d'ouvrages par année. Cette pratique ornera l'esprit des enfants, contribuera à former leur goût et à leur inculquer des sentiments délicats et pourra devenir ainsi un puissant moyen d'éducation morale. Il va de soi que I'instituteur devra contrôler régulièrement si les élèves profitent de la lecture et qu'il devra à cet effet leur demander un compterendu oral ou écrit, lequel fournira matière à un excellent exercice de conversation ou même de composition française. 2. Leçons de choses et conversation. — La lecture nous fournit déjà fréquemment l'occasion de faire de la conversation. Mais réciter des réponses correspondant à des questions immuables, ce n'est pas causer. Une leçon de lecture, même bien dirigée, n'amènera que rarement l'enfant à savoir s'exprimer en français. Il faut pour cela un exercice complétif: la conversation. Celle-ci est le plus souvent un entretien familier sur des objets en nature ou représentés en images. Cet exercice, qui est un excellent moyen d'apprendre l'usage de la langue parlée, intéressera vivement les élèves et les armera de nombreuses connaissances pratiques d'une utilité incontestable. Les leçons de choses 1107 demandent au maître une préparation sérieuse. Non seulement il doit posséder le sujet qu'il veut traiter, mais il en faut encore déterminer à l'avance ce qu'il est à propos d'en dire, circonscrire la question, en éliminer tout ce qui est inutile ou trop connu des élèves, c'est le moyen d'être clair, intéressant et pratique. Le choix des leçons doit être fait avec discernement et s'inspirer des besoins locaux et des circonstances du temps. Chaque leçon en particulier doit faire en quelque sorte partie d'un cycle, régi par une idée dominante ou idée pivot. Celle-ci serait non seulement à la base des exercices de conversation, mais aussi des leçons de lecture et de récitation pour une huitaine ou une quinzaine de jours. Un exemple fera mieux comprendre la pensée exprimée. LE BLÉ Leçons de choses. Lecture.
  25. a)Le laboureur et ses enfants. Le labour.
  26. b)Un laboureur à sa charrue. La charrue. Les semailles. Le battage. — ou — Instruments aratoires. — OU —
  27. a)Variété des travaux des champs. Rédactions. Histoire d'une bouchée de pain. Notre voisin bat le blé. — ou — Chez le boulanger. La boutique du boulanger. Le fer. Lettres:
  28. a)Un jeune laboureur fait la commande de deux herses et d'un rouleau;
  29. b)L'élève raconte à son frère absent qu'ils ont vendu le blé à bon prix et lui expose le plan de la culture pour l'année prochaine. — ou — — ou — — ou — Portrait de l'ivrogne. Fabrication de la bière.
  30. a)L'intempérance. Lettre à un ami où il raconte Fabrication de l'eau-de-vie. un accident causé par Alcoolisme. l'ivrognerie. Portrait du forgeron. A l'atelier du forgeron.
  31. b)Le forgeron. Voici en général la marche d'une leçon de En ce qui concerne le choix des cycles, le maître trouvera dans la table des matières les choses: au début de la leçon, le maître interroge indications qui pourront servir à rétablissement sur le. sujet traité la fois précédente. Puis, il d'un programme distinct pour chaque école, énonce le nouveau sujet et place l'objet ou programme adapté aux besoins régionaux de l'image sous les yeux des élèves. Ceux-ci sont invités alors à faire leurs observations. Ils en chaque lieu.
  32. b)Un songe. Le pain. Le meunier. Le boulanger. 1108 nomment les parties, en indiquent la nature et les usages. L'attention étant ainsi excitée, le maître donne la leçon sous forme de courte exposition et suivant un plan qu'il a préparé. Cela fait, la matière traitée est reprise sous forme d'interrogations variées, précises et bien ordonnées. On finit par un résumé succint de la leçon, suivi d'une dictée ou d'un devoir à rédiger.
  33. b)Exercices écrits. 1. Orthographe et grammaire. — L'orthographe est la manière d'écrire correctement les mots d'une langue selon l'usage établi. On distingue l'orthographe absolue ou usuelle, c'està-dire celle qu'ont les mots dans le dictionnaire, et l'orthographe de règles, c'est-à-dire les modifications qu'adoptent les mots en raison de leurs rapports réciproques dans une même phrase. Cette dernière a pour base l'étude de la grammaire. L'orthographe usuelle est surtout affaire de mémoire. La dictée est un exercice orthographique par excellence. Elle peut se rattacher directement aux leçons de lecture ou de conversation, ou bien le texte en est entièrement nouveau. Dans ce dernier cas surtout, la dictée a besoin d'être préparée avec soin. D'abord, le texte sera lu lentement et à voix haute par le maître. Les mots difficiles ou inconnus seront expliqués, épelés et même écrits au tableau. Les règles dont il s'agit de faire l'application seront répétées; bref, on devra mettre l'élève à même d'éviter toute faute possible, attendu que la dictée n'a pas pour but de constater l'ignorance des élèves, mais bien de contrôler ce qu'ils ont appris et retenu. Le plus souvent, on dictera un texte suivi, à la fois simple et intéressant, Si celui-ci n'offrait pas assez d'applications relatives à certaines règles importantes, on le ferait suivre de quelques phrases détachées, naturelles et non tourmentées à plaisir pour y multiplier les difficultés. En donnant la dictée, le maître aura, soin de bien articuler chaque mot, tout en prenant garde cependant de ne pas les dénaturer par une prononciation contraire à l'usage. On dictera lentement, par membre de phrase; un élève reprendra, et tous écriront en silence. La correction de la dictée peut se faire par le maître ou par les élèves. Ce dernier procédé présente de réels avantages. Le texte est lu et épelé à haute voix; chaque élève souligne au crayon ses fautes et en indique le nombre en marge. Voici un autre procédé; un élève écrit la dictée sur le tableau tourné, pendant que ses condisciples la l'ont sur leur cahier, Ensuite, on corrige d'abord au tableau, puis les élèves rectifient leur texte. Si le texte de la dictée se trouve dans le manuel de classe, la correction pourra se faire au moyen du livre. En tout cas, le maître devra s'assurer personnellement que la correction a été bien faite, en vérifiant régulièrement les devoirs corrigés et en y apposant non visa. C'est ainsi qu'il se rend compte des progrès de ses élèves; de plus, la nature des fautes qu'il constate doit le guider dans les moyens à prendre pour les l'aire éviter. Voici encore quelques moyens que l'on pourra employer avec avantage pour l'élude de l'orthographe; 1° Le maître dresse une liste des mots d'usage dans lesquels les élèves font ordinairement des fautes et il en indique quelques-uns après chaque dictée. 2° Pendant la lecture, on attire. l'attention des élèves sur l'orthographe de certains mots. 3° On fait apprendre une liste des racines, choisies parmi celles qui concourent à la formation des mots d'un usage courant. 4° L'élève écrit dans un carnet d'Orthographe les mots qu'il a mal orthographiés ou qui présentent quelques difficultés. C'est là un procédé très recommandable et qui ne manquera pas de produire des effets heureux, La grammaire, qui apprend à parler et à 1109 écrire correctement, doit être le guide constant du maître dans tous les exercices que comporte l'enseignement du français. Mais cette grammaire occasionnelle ne suffit pas. I l faut un cours de grammaire spécial qui est d'ailleurs un admirable instrument pour former des esprits justes. La méthode à suivre sera celle indiquée au programme des écoles primaires. Quant à la matière, elle sera au fond la même, mais l'instituteur tâchera de la présenter sous un nouvel aspect plus étendu, pour éveiller l'intérêt de l'élève et approfondir et élargir ses connaissances grammaticales. Afin d'assurer la compréhension des règles, on ne saurait en aucune façon se passer dans les écoles du Grand-Duché des exercices de traduction qui ont toujours donné des résultats fort appréciables. Ces thèmes écrits ne doivent pas se composer uniquement de phrases détachées, mais ils formeront autant que possible un morceau suivi, s'appliquant à un paragraphe de la grammaire. 2. Composition française. — La composition française a pour but d'apprendre à l'élève à exprimer ses idées on français d'une façon correcte et avec une certaine aisance. Les exercices de composition sont pour ainsi dire le couronnement des divers exercices que comporte l'enseignement du français. Ils sont en quelque sorte la mise en application des connaissances acquises, des remarques faites au cours des leçons de lecture et de conversation. La pédagogie actuelle veut qu'on mette l'élève autant que possible en face des choses qu'il doit étudier. D'après ce principe, on empruntera les sujets de composition française au milieu et aux objets familiers à l'élève, aux événements qui s'accomplissent sous ses yeux, aux scènes de la vie qui l'intéressent. Mais la lecture expliquée sera un auxiliaire indispensable puisqu'elle est le guide et l'inspiratrice de l'observation, les auteurs nous apprenant à observer, à sentir et nous donnant des formes d'expression, auxquelles la pensée de l'élève s'adapte facilement. De cette manière, la lecture, pivot de l'enseignement du français, est également rapprochée de la composition française. Les sujets de composition se divisent en quatre groupes, où l'on part du plus facile pour arriver au plus difficile. 1. Traduction de vers en prose. — Dans ces sortes de devoirs, l'élève ne traduira pas simplement le mot à mot, mais il tâchera de ne rien laisser subsister de ce qui peut rappeler le vers, comme la rime, la césure et les expressions qui ne conviennent qu'à la poésie. Il est recommandable de commencer par des fables faciles, parce que la fable est le sujet qui reste le mieux gravé dans la mémoire des élèves. C'est un récit simple qui, après avoir été expliqué en classe par le maître, offre la matière la plus favorable à une reproduction. Cet exercice, en forçant l'élève à méditer l'œuvre d'un écrivain, lui donne une grande facilité d'élocution et l'initie quelque peu aux secrets de la langue. 2. Contes et récits. — Le conte en prose est la suite logique de la fable. Il est l'exposé d'un fait, réel ou imaginaire, depuis le moment où il commence jusqu'à celui où il s'achève. Il doit être clair, court, vif d'allure et intéressant. 3. Descriptions et portraits. — La description, consistant à composer une sorte de tableau dont la lecture représente aux yeux la chose ou l'objet que l'on s'est proposé de taire connaître, empruntera logiquement les sujets aux leçons de choses. La description des traits distinctifs d'un homme ou d'un animal s'appelle portrait. La description portera donc tantôt sur un objet, sur une scène de la nature ou sur une gravure, tantôt sur un animal ou une plante, 1110 sur une personne ou un personnage en action. En tous cas, elle doit être fidèle et vraie, sans se perdre dans des détails inutiles. 4. Lettres. — Comme tous les élèves auront plus tard à exprimer leurs pensées sous forme de lettre, le maître fera fréquemment de ces exercices. Ce genre embrassant tous les sujets, il sera facile de multiplier et de varier le canevas de lettres. Tout peut servir à cette fin:
  34. a)une fête ou un deuil de famille;
  35. b)un événement ou un fait particulier, arrivés dans le pays ou à l'école;
  36. c)le compte-rendu des leçons apprises, des progrès obtenus, des récompenses, des promenades;
  37. d)des conseils à demander ou à donner;
  38. e)un compliment ou un reproche;
  39. f)une commande, une réclamation ou une demande d'emploi;
  40. g)une invitation avec les réponses qui acceptent ou qui refusent. Le style doit toujours être très simple. La composition française en général sera le résultat d'un triple effort : 1° En premier lieu, on recherchera les idées que le sujet comporte; c'est ce qu'on appelle l'invention ; 2° En second lieu, on choisira parmi ces matériaux ceux dont on veut faire emploi, et on les présentera d'après un plan réfléchi: c'est la disposition ; 3° Enfin, on utilisera chacun des éléments du plan à la construction d'une proposition, d'une phrase ou d'une suite de phrases : c'est l'élocution ou le style. Comme il convient que la jeunesse ne marche pas toujours en lisière, l'élève traitera de temps à autre un sujet sans plan établi par le maître. La correction des rédactions comprend: la correction individuelle, le compte-rendu et la correction collective. La correction individuelle consiste à examiner chaque devoir en particulier. Elle exige beaucoup de temps. On pourra cependant simplifier ce travail en préparant en commun le sujet à traiter, en faisant porter principalement la correction sur deux ou trois défauts, que l'on poursuit dans toutes les copies durant plusieurs semaines, et enfin en recourant souvent à la correction générale Le compte-rendu des devoirs est l'ait par le maître, lorsqu'il remet, aux élèves leurs copies vues et corrigées. A cette occasion, on fera des remarques sur les fautes les plus fréquentes, on appréciera certains passages que l'on fera lire au besoin, soit que ces citations puissent servir de modèles, soit qu'elles se prêtent à des remarques utiles à l'ensemble des élèves. La correction générale se l'ait de la manière suivante: en examinant les devoirs des élèves, le maître a relevé quelques phrases défectueuses qu'il fait écrire au tableau. Puis, il invite les élèves à rechercher les incorrections qui s'y trouvent et à les remplacer par des formes correctes, Rechnen. Ziel. — Der Rechemmterricht bezweckt verständnisvolles und gewandtes Operieren mit ganzen Zahlen, Dezimal- und Bruchzahlen und zwar unter steter Bezugnahme auf die Umgebung des Schülers und die Gebiete des praktischen Lebens. Der geometrische Unterricht soll die Schüler zur klaren Auffassung der Raumformen und zur Erkenntnis der Gesetzmäßigkeit der räumlichen Verhältnisse führen; er soll sie befähigen, die Raumgebilde zeichnend darzustellen, auszumessen und zu berechnen. Die zwei Schuljahre werden in 2 Abteilungen getrennt unterrichtet; der Lehrgang für jede Abteilung ist einjährig. 1111 Stoff. A. Knaben. (5 Stunden wöchentlich.) 1. Schuljahr. I. — Arithmetik. 1. Dezimalzahlen und Brüche, Wiederholung. Verwandlung von Brüchen in Dezimalzahlen und umgekehrt. 2. Teilbarkeit der Zahleil durch 10, durch 2 und 5, durch 4 und 25, durch 8 und 125, durch 9 und 3, durch 11. Primfaktoren. Größter gemeinschaftlicher Teiler. Kleinstes gemeinschaftliches Vielfache. 3. Quadratwurzel von ganzen Zahlen, Dezimalzahlen und Brüchen. 4. Eingehende Wiederholung der Längen-, Flächen- und Körpermaße, sowie der bei uns gebräuchlichen Münzen und Gewichte. 5. Vielfaches Üben im Kopfrechnen in ganzen Zahlen, Dezimalzahlen und Brüchen, mit spezieller. Berücksichtigung der Abkürzungen und Rechenvorteile. 6. Regel-de-tri bei Preisberechnung, Durchschnitts- und Zeitrechnung. 7. Prozentrechnen bei Zinsen, Gewinn und Verlust, Tara und Rabatt. 8. Die Sparkasse. 9. Gesellschafts- und Mischungsrechnen. II. — Geometrie. 1. Folgende geometrische Körper sind zu besprechen: Würfel, vierseitige Säule, dreiseitige Säule, vierseitige und dreiseitige Pyramide, Pyramidenstumpf, die Walze, der Kegel, der Kegelstumpf, die Kugel. 2. Berechnung der von obigen Körpern abgeleiteten Flächen: Parallelogramm, Dreieck, Trapez, Vieleck, Kreis und Ellipse. 3. Volumen der Körper: Würfel, Prisma und Walze, Pyramide, Kegel, Kugel, Pyramidenund Kegelstumpf. 4. Pythagoräischer Lehrsatz und seine praktische Verwertung. 2. Schuljahr. I. — Arithmetik. 1. Erweiterung der Prozentbestimmungen durch Promille. Der Feingehalt. 2. Die Verhätnisbestimmung durch die Proportion. 3. Zins- und Zinseszins. 4. Der Praxis entnommene Aufgaben über direkte Steuern, Erbschaftssteuer, Einregistrierungs- und Hypothekengebühren, Sparkasse und Grundkreditanstalt, Krankenkasse und Unfallversicherung. Lebens-, Feuer- und Hagelversicherung. 5. Renten, Aktien und Obligationen. II. — Geometrie. 1. Messen und Berechnen der gewöhnlichen geometrischen Körper; Oberfläche und Inhalt. 2. Kubierung von Mauerwerken, Getreidefeimen, Baumstämmen, Bütten und Fässern. 3. Volumenberechnung unregelmäßiger Körper:
  41. a)durch Verdrängen des Wassers in regelmäßigen Gefäßen;
  42. b)durch Abwägen im Wasser (Prinzip von Archimedes);
  43. c)durch Abwägen und mit Hilfe, des spezi- fischen Gewichtes. 4. Die einfachen Nivelierinstrumente und deren Gebrauch. B. M ä d c h e n . (4 Stunden wöchentlich.) 1. Schuljahr. I. — Arithmetik. 1. Dezimalzahlen und Brüche, Wiederholung. Verwandlung von Brüchen in Dezimalzahlen und umgekehrt. 2. Teilbarkeit der Zahlen durch 10, durch 2 und 5, durch 4 und 25, durch 9 und 3. 3. Eingehende Wiederholung der Längen-, Flächen- und Körpermaße, sowie der bei uns gebräuchlichen Münzen und Gewichte. 4. Vielfaches Üben im Kopfrechnen in ganzen 1112 Zahlen, Dezimalzahlen und Brüchen, mit spezieller Berücksichtigung der Abkürzungen und Rechenvorteile. 5. Regel-de-tri bei Preisberechnung, Durchschnitts- und Zeitrechnung. 6. Prozentrechnung bei Zinsen, Gewinn und Verlust, Tara und Rabatt. 7. Praktische Aufgaben aus der Hauswirtschaft: Wohnung und Hausgeräte; Nahrung, Kleidung und Wäsche; Feuerung und Licht. II. — Geometrie. 1. Folgende geometrische Körper sind zu besprechen: Würfel, vierseitige Säule, dreiseitige Säule, vierseitige und dreiseitige Pyramide, Walze und Kegel. 2. Berechnung der von obigen Körpern abgeleiteten Flächen: Parallelogramm, Dreieck, Trapez, Vieleck und Kreis. 3. Volumen folgender Körper: Würfel, Prisma und Walze. 2. Schuljahr. I. — Arithmetik. 1. Erweiterungen der Prozentbestimmungen durch Promille. Der Feingehalt. 2. Zins und Zinseszins. 3. Gesellschafts- und Mischungsrechnen. 4. Der Praxis entnommene Aufgaben über direkte Steuern, Erbschaftssteuern, Einregistrierungs- und Hypothekengebühren, Sparkasse und Grundkreditanstalt, Krankenkasse und Unfallversicherung, Lebens-, Feuer- und Hagelversicherung. II. — Geometrie. Messen und Berechnen von Wohnräumen: a.) Flächeninhalt von Fußboden, Decke und Wänden;
  44. b)Raur(…) versewen. Behandlung. — Der Rechenunterricht schöpft seinen Stoff ans dem praktischen Leben; er soll also hinübergreifen in Heimat- und Erdkunde, Naturwissenschaften, Kultur- und Wirtschaftsgeschichte. Er muß im Dienste von Ackerbau und Gewerbe, von Handel und Industrie stehen. Ir der Mädchenoberprimärschule soll er vorzüglich die Hauswirtschaft berücksichtigen. Es gilt als schätzenswertes Ziel, die Schiller anzuleiten, aus besprochenen und bekannten Sachgebieten selb ständig Rechenprobleme zu bilden. Der logische Aufbali, der dem GeometrieUnterricht eigen ist, sichert ihm in seinem Fort schreiten eine gewisse Selbständigkeit und Unabhängigkeit von andern Unterrichtsgegenständen, Dennoch hat er Anknüpfungspunkte, die ihm andere Unterrichtsgebiete, wie Heimat- und Naturkunde, dann auch Schülerexkursionen usw. ungesucht bieten, gebührend zu beachten und zu benutzen. Im geometrischen Unterricht müssen Wissen und Tun eng verbunden sein. Die Schuler müssen anschauen und zeigen, abschätzen, messen und berechnen, zeichnen, falten und ausschneiden, wenn tunlich kleben und formen. Auf Klarheit und Richtigkeit im sprachlichen Ausdruck, sowie auf Fertigkeit im Ausführen der Rechenoperationen ist besondere Sorgfalt zu verlegen. Im Rechenunterricht bedienen sich beide Klassen der deutschen Sprache; jedoch werden alle technischen Ausdrücke in beiden Sprachen gegeben. Leichtere Probleme werden zuweilen in französischer Sprache behandelt. Wöchentlich sind zwei Ausgaben mit Räsonnement schriftlich anzufertigen. Naturkunde. Ziel. — Der naturkundliche Unterricht macht die Schüler mit den wichtigsten Naturgegenständen und Naturereignissen bekannt; er lehrt sie dieselben beobachten, verstehen und die in ihnen wirkenden Gesetze auf ihre praktische und sittliche Lebensführung anwenden; zugleich lernen die Schüler die Natur als eine weise Ratgeberin und als eine Quelle edler Genüsse schätzen und lieben. In Knaben- und Mädchenschulen werden die zwei Schuljahre bei der Behandlung der 1. und 1113 2. Serie Kombiniert ; hier ist der L e h r gang zweijährig . In Knabenschulen erhalten die Schiller des 2. Schuljahres außerdem wöchentlich 1 Stunde getrennten Unterricht; für diese Stoffreihe ist der Lehrgang einjährig. Stoff. A. Für Knaben . 1. und 2. Schuljahr, kombiniert. (2 Stunden wöchentlich.) Erste Serie . I. — Naturgeschichte. Aus dem Tierreich.*) — Die H a u s k a t z e . Der Haushund (die Raubtiere). Die Fledermaus (der Winterschlaf).DerMaulwurf (Insektenfresser). Merkmale der Säugetiere. Die Schleiereule (Raubvögel). Der Buntspecht (Klettervögel). Der B u c h fink (Singvögel; Nützen der Singvögel; Vogelschutz). Die Haustaube (Tauben). Das Haushuhn (Hühner). Die Hausente (Schwimmvögel). Bedeutung und Pflege der Hausvögel. Allgemeine Merkmale der Vögel. Das Vogelei. Der Maikäfer (Käfer). Der Kohlweißling (Schmetterlinge). Die Honigbiene (Haut flügler). Die Stubenfliege (Zweiflügler). Merkmale der Infekten, Die Insekten im Haushalt der Natur. Der Mensch. — Die Hauptteile des menschlichen Körpers. Die Knochen; die Muskeln; die Nerven; die Sinneswerkzeuge: Gau, Tätigkeit und Pflege dieser Organe. Arbeit und Erholung. Vorsichtsmaßregeln bei ansteckenden Krankheiten. Erste Hilfe bei Unglücksfällen. Anforderungen an eine gesunde Kleidung und Wohnung. *) Die durch g e s p e r r t e n Druck bezeichneten Tiere uns Pflanzen der ersten und zweiten Serie sind eingehend zu behandeln; andere Vertreter sind im Anschluß an die Einzelbehandlung einfach zusammenzustellen, wobei das eine oder andere Individuum zum Vergleich herausgegriffen und als Stillbeschäftigung aufgegeben werden kann. Aus dem Pflanzenreich. — Studium einzelner Pflanzen unter besonderer Berücksichtigung der Anpassungserscheinungen: Der Birnbaum (Unsere Obstbäume; Freunde und Feinde derselben; Pflanzen, Pflege und Veredeln der Obstbäume; Verwertung des Obstes). Die Hundsrose (Beerensträucher). Der W e i n s t o c k (Weinbereitung). Der Weißk o h l (Veränderung der Pflanze durch Garteuzucht; das Gemüse). Die Erbse (Bedeutung der Hülsenfrüchte). Der Roggen (Getreide und Gräser; Getreideschädlinge). Die Tulpe (Zwiebelgewächse; die Blumenzucht). Der Wurmfarn . Das goldene Frauenhaar (Bedeutung der Moose). Kaffee, Tee und Kakao. Die Pflanze. — Die Keimung; Bedingungen des Keimens. Das Wachstum der Pflanzen; Einfluß von Wärme, Licht, Boden, Luft und Wasser auf das Wachstuni. Pflege der Pflanzen während des Wachstunis. Das Versetzen der Pflanzen. Die Vermehrung der Pflanzen durch Ausläufer, Zwiebel, Wurzelstock, Knollen und Stecklinge. II. — Naturlehre. Von der Wärme. — Wärmequellen. Wärmefortpflanzung: Leitung und Strahlung; die Wirkung der Sonnenstrahlen. Ausdehnung der Körper durch die Wärme; Verhalten des Wassers. Das Thermometer. Schmelzen und Erstarren. Siedeil und Verdampfen des Wassers; Dampfspannung; Dampfmaschine. Verdunsten des Wassers; Feuchtigkeit der Luft; Atmosphärische Niederschläge. Strömung der Luft: die Winde; Meeresströmungen. Aus der Mechanik. — Schwertraft; Lot; Setzwage; Gewichte; Schwerpunkt. Beharrung. Reibung. Der zweiarmige Hebel (gleicharmig und ungleicharmig): Krämerwage; Schnellwage; feste Rolle; Der einarmige Hebel: Brecheisen; bewegliche Rolle; Flaschenzug. Die Brückenwage. Die Oberfläche der Flüssigkeiten. Verbundene 76 b 1114 Röhren: Wasserwage; Springbrunnen; Wasserleitung. Der Druck der Flüssigkeiten: Hydraulische Presse. Der Gewichtsverlust eingetauchter Körper: das spezifische Gewicht; die Senkwage. Die Luft, ein Körper. Der Druck der Luft. Die Spannkraft der Luft. Der Blasebalg; der Stech- und Saugheber; die Saug- und Druckpumpe; der Windkessel und die Feuerspritze; das Barometer. Der Auftrieb der Luft; der Luftballon. Vom Schalle. — Entstehung, Leitung und Geschwindigkeit des Schalles. Zurückwerfung des Schalles: das Echo; der Phonograph. Zweite Serie. I. — Naturgeschichte. Aus dem Tierreich. — Das Wildschwein (Vergleich mit dem Hausschwein). Das Hausrind (Wiederkäuer). Das Pferd (UnPaarzeher). Bedeutung und Pflege der Haustiere; Tierschutz. Der H a s e (Nagetiere). DieZauneidechse. Die Ringelnatter (giftige und ungiftige Schlangen; Kriechtiere). Der grüne Wasserfrosch (Lurche). Die Forelle (Fische; Bedeutung der Fischzucht). Merkmale der Wirbeltiere. Die Krenzspinne (Spinnentiere). Der Flußkrebs (Krebse). Die Gliederfüßler. Die Weinbergschnecke (Weichtiere). Der Regenwurm; die Trichine ; der Bandwurm. Der Mensch. — Die Atmung und die Atmungswerkzeuge; Erkrankungen und Pflege der Atemwerkzeuge; Verhaltungsmaßregeln. Das Blut und der Blutkreislauf. Die Verdauung und die Verdauungswerkzeuge. Die Ernährung; die wichtigsten Nahrungs- und Genußmittel; die Nährstoffe; Nährwert der einzelnen NahrungsMittel; der Alkoholismus. Die AusscheidungsWerkzeuge. Das Waschen und Baden. Aus dem Pflanzenreiche. — Studium einzelner Pflanzen unter besonderer Berücksichtigung der Anpassungserscheinungen: Die Sal- oder Palmweide (Weidenkultur). Der Haselnußstrauch (Waldbäume und Waldsträucher; Waldschütz und Waldpflege; die Bedeutung des Waldes). Die Kiefer (Laubund Nadelhölzer). Der F l a c h s (Gespinstpflanzen). Die Möhre (Doldenblütler als Arznei- und Giftpflanzen; die Kultur der Wurzel). Die Kartoffel (Nachtschattengewächse als Giftpflanzen; Künstliche Zucht neuer Arten; Geschichte des Kartoffelbaues). Der Löwenzahn (Korbblütler als Zier- und Arzneipflanzen). Der FeldChampignon (Eßbare und giftige Pilze; Schmarotzerpilze). Die Spaltpilze. Reis, Zuckerrohr und Baumwolle. Die Pflanze. — Vom Bau und Leben der Zelle. Die Nährstoffe der Pflanze. Das Blatt als Werkzeug zur Aneignung der Nährstoffe; das Blatt als Werkzeug der Wasserverdunstung. Bau und Leben der Wurzel, des Stammes, der Blüte, der Frucht und des Samens. II. — Naturlehre. Vom Lichte. — Lichtquellen. Selbstleuchtende und dunkle Körper. Ausbreitung und Geschwindigkeit des Lichtes; der Schatten. Zurückwerfung des Lichtes; die Dämmerung. Brechung des Lichtes; die Sammel- und Zerstreuungslinsen. (Das Mikroskop; das Fernruhr; der photographische Apparat). Das Auge und die Brillen. Zerlegung des Lichtes; der Regenbogen. Vom Magnetismus. — Magnetische Anziehung; Pole des Magneten; Magnetnadel und Kompaß. Wechselwirkung zweier Magnete; das magnetische Verhalten der Erde. Von der Elektrizität. - Entstehung, Arten und Leitung der Elektrizität. Elektrische Verteilung; gute und schlechte Leiter. Elektroskop. Leidener Flasche. Elektrisiermaschine. Gewitter und Blitzableiter. — Das galvanische Element und die Entstehung des elektrischen Stromes. 1115 Elektrische Maßeinheiten. Wirkungen des elektrischen Stromes; Wärmewirkung. Elektrisches Licht. Chemische Wirkung. — Magnetische Wirkring. Elektromagnet; Elektrische Klingel. Telegraph. Wirkung der Elektrizität auf den menschlichen Körper. — Induktionsströme: Entstehung und Anwendung. Telephon. Dynamomaschine und Elektromotor. Elektrische Bahn. Anhang. A. Für Oberprimärschulen aus Gegenden mit Weinbau treibender Bevölkerung. Der Weinbau. Erste Serie. — Die bekanntesten einheimischen Weinbergstrauben; der Weinstock, seine Teile und deren Bedeutung; die Vermehrung des Weinstockes; Neuanlage von Weinbergen; Arbeiten im Weinberg; die pflanzlichen Schädlinge der Reben und deren Bekämpfung. Zweite Serie. — Die tierischen Rebschädlinge und deren Bekämpfung; die Weinlese; die Weinbereitung; die Kellerwirtschaft; Reblausgesetz und Weingesetz; Geschichtliches über den Weinbau. B. Für Oberprimärschulen ans Gegenden mit Hochofenbetrieb. Das Eisenerz u n ddieEisengewinnung. Erste Serie. — G e s c h i c h t l i c h e s u n d Wirtschaftliches : Das Bohnen- und Nierenerz im Luxemburger Lande; die Auffindung der Minette; das gesetzlich geregelte Eigentumsrecht und die Einteilung in zwei Zonen; die Verdinggabe unserer Erzfelder; die Wirtschaftliche Bedeutung des Eisengewerbes. Zweite Serie. — Die R o h s t o f f e : Die Gewinnung des Eisenerzes im Tage- und Grubenbau; der Koks; die Zuschläge. D e r Hochofen und der Hochofenprozeß. Die E r z e u g nisse: Das Gichtgas und seine Verwendung; die Hochofenschlacke und ihre Verwendung; das Roheisen; das Schmiedeeisen; der Stahl; die Thomasschlacke. 2. Schuljahr getrennt. (1 Stunde wöchentlich.) Rückblick auf die Tier- und Pflanzenwelt. — Zusammenstellung der wichtigeren Tiergruppen in ihrer aufsteigenden Reihenfolge, mit je einem Beispiel (keine vertiefende Einzelbehandlung mehr). Zusammenstellung der wichtigeren Pflanzengruppen in ihrer aufsteigenden Reihenfolge, mit je einem Beispiel. Wiederholende Zusammenstellung der biologischen Besonderheiten der früher behandelten Tiere und Pflanzen. Aus der Chemie und Mineralogie. — Die Luft : Eigenschaften und Bestandteile der Luft; Physikalische und chemische Vorgänge; der Stickstoff; der Sauerstoff (Darstellung, Eigenschaften, Vorkommen, Bedeutung); Mechanisches Gemenge; chemische Verbindung; Element. D a s Wasser: Vorkommen und Eigenschaften; hartes und weiches Wasser; das Trinkwasser; Zusammensetzung des Wassers; der Wasserstoff. Stickstoff verbindungen : Vorzeigen und Anwendung von Ammoniak, Salmiak, Chilisalpeter, Kalisalpeter, Salpetersäure. Die Heizu n d Beleuchtugsstoffe: Entzündungswärme; die Flamme; der Ofen. Der Kohlenstoff; die Holzkohle; das Verkohlen der Pflanzenstoffe in der Natur; der Torf, die Braunkohle, die Steinkohle; die Kohlensäure; das Kohlenoxyd; das Petroleum; das Leuchtgas. Schwefel und Phosphor: Der Schwefel; schweflige Säure; Vorzeigen und Anwendungen der Schwefelsäure. Der Phosphor; die Phosphorsäure; der phosphorsäure Kalk. D a s Kochsalz und andere Salze. Das Kochsalz; die, Soda; die Pottasche; Vorzeigen und Anwendungen der Salzsäure. V o n den Metallen: das Gold; das Silber. Das Kupfer; das Eisen. Sonstige w i c h t i g e Mineralar- 1116 t e n : Der Ton (Töpferei, Porzellan, Steingut, Ziegelbrennerei); der Tonschiefer; der Quarz (Glasbereitung); der Sandstein; der Kalk; der Gips. D i e A c k e r e r d e : Die Entstehung des Bodens, die verschiedenen Bodenarten, Bodenbearbeitung, Bodenverbesserung, die Düngung, natürliche und künstliche Dünger, die Brache und die Wechselwirtschaft. Einige wichtige Gewerbe: Die geistige Gärung, die Spiritusbereitung, die Bierbranerei, die Weinbereitung, die Essigbereitung, die Brotbereitung. — Die Papierbereitung, die Seifenbereitung; die Lederbereitung. B.Für Mädchen. 1. und 2. Schuljahr, kombiniert. (2 Stunden wöchentlich.) Erste Serie. I. — Naturgeschichte. Derselbe Stoff wie für Knaben, erste Serie, mit Ausnahme der Abteilung: der Mensch. II. — Naturlehre. Von der Wärme. — Wärmequellen. Leitung und Strahlung der Wärme. Ausdehnung der Körper durch die Wärme; Verhalten des Wassers. Das Thermometer. Schmelzen und Erstarren. Sieden und Verdampfen des Wassers. Verdunsten des Wassers; Feuchtigkeit der Luft; Atmosphärische Niederschläge. Strömung der Luft. Aus der Mechanik. — Schwerkraft; Schwerpunkt. Beharrung. Reibung. Hebel: gleicharmige, ungleicharmige, einarmige; Krämerwage, Schnellwage. Die Oberfläche der Flüssigkeiten. Verbundene. Röhren: Wasserwage; Springbrunnen; Wasserleitung. Der Druck der Flüssigkeiten, Gewichtsverlust eingetauchter Körper: das spezifische Gewicht; die Senkwage. Die Luft, ein Körper. Der Druck der Luft. Die Spannkraft der Luft: der Blasebalg; der Stech- und Saugheber; die Sang- und Druckpumpe; die Feuerspritze; das Barometer. Der Auftrieb der Luft: der Luftballon. Vom Schalle. — Entstehung, Leitung und Geschwindigkeit des Schalles. Zurückwerfung des Schalles: das Echo, der Phonograph. Zweite Serie. I. — Naturgeschichte. Derselbe Stoff wir für Knaben, zweite Serie, mit Ausnahme der Abteilung: der Mensch. II. — Naturlehre. Vom Lichte. — Lichtquellen. Ausbreitung und Geschwindigkeit des Lichtes; der Schatten. Zurückwerfung des Lichtes; die Dämmerung. Brechung des Lichtes. Die Linsen. Die Brillen. Zerlegung des Lichtes; der Regenbogen. Vom Magnetismus. — Magnetische Anziehung. Pole des Magneten; Magnetnadel und Kompaß. Von der Elektrizität. Entstehung, Arten und Leitung der Elektrizität. Elektroskop. Elektrisiermaschine. Gewitter und Blitzableiter. Galvanismus. Elektrische Klingel. Telegraph. Telephon. Wichtige Stoffe für die Haushaltung. — Die atmosphärische Luft. Das Wasser. Die Beleuchtungsstoffe. Das Leuchtgas. Die Gärung. Die Destillation. Die Brotbereitung. Die Fette. Die Seifenbereitung. Behandlung. — Der Unterricht geht überall von den Erfahrungen und Beobachtungen der Schiller aus. Diese werden durch den Versuch ergänzt und berichtigt. Zu den Versuchen verwende man einfache Apparate, da an den einfachsten Apparaten, sich der Vorgang am dentlichsten beobachten läßt. Der Lehrer begleitet den Vorgang mit erläuternden Worten; seine Fragen veranlassen die Schüler, die einzelnen Veränderungen wahrzunehmen und die Gründe derselben denkend zu erfassen, Über den Verlauf des Versuches und ihre Beobachtungen 1117 sprechen die Schiller sich im Zusammenhange soziale Interesse in wirksamster und vorteilaus. Aus der Wiederholung des Versuchs und der Vergleichung des Vorganges mit ähnlichen Erscheinungen aus dem vorausgegangenen Unterricht oder aus dem Leben wird das Gesetz gefunden. Die Anwendung erfolgt, indem durch das erarbeitete Gesetz verwandte Erscheinungen erklärt, die Verwertung desselben bei Werkzeugen und Maschinen nachgewiesen, Apparate oder Modelle durch einfache Zeichnungen oder in Wirklichkeit nachgebildet, einfache Versuche von den Schülern wiederholt, einschlägige Rechenaufgaben gelöst und die Ergebnisse mündlich oder schriftlich wiedergegeben werden. In der Tier- und Pflazenkunde wird der Stoff, der in der Primärschule nach Lebensgemeinschaften gegliedert und durchgearbeitet worden, nach Verwandtschaftsgruppen geordnet. Ein Typus wird eingehend untersucht; an demselben werden die für die ganze Gruppe charakteristischen Mierkinale festgestellt und im Anschluß daran die hervorragendsten Vertreter dieser Gruppe mit ihren Eigentümlichkeiten betrachtet. In allen Einzelbetrachtungen suche man, soweit das ungezwungen möglich ist, den ursächlichen Zusammenhang zwischen Bau, Lebensweise, Stand- oder Aufenthaltsort klarzulegen. Dabei arbeite man sorgfältig jene Tatsachen der Zweckmäßigkeit, der Ordnung, der Sparsamkeit, des Maßes, der Einfachheit, der Arbeitsteilung, der Unter- und Einordnung, der Gesetzmäßigkeit heraus, die nicht nur das Leben der Pflanzen und Tiere, sondern auch das des einzelnen Menschen wie des gesamten Volkes gestaltend beherrschen. Ferner nehme der Unterricht Veranlassung, das Zusammenleben von Tieren und Pflanzen, ihr gegenseitiges Abhäigigkeitsverhältnis den Schülern recht klar vor Augen zu führen, damit diesen allmählich auch ein Verständnis aufgehe für die gegenseitigen Beziehungen der Menschen, der gesellschaftlichen Stände und Klassen untereinander, wodurch das haftester Weife beeinflußt wird. Im Unterricht in der Gesundheitslehre soll der Schüler seinen eigenen Leib und die Gesetze der Entwicklung, Pflege und Übung desselben kennen lernen, damit er ihn richtig behüten, üben und benutzen lerne. In Knabenoberprimärschulen werden die zwei Jahrgänge in zwei Abteilungen unterrichtet. Für die 1. Abteilung, das 1. und 2. Schuljahr kombiniert, ist derLehrgangzweijährig , für die 2. Abteilung, das zweite Schuljahr allein, aber einjährig. Während die Schüler des oberen Jahrganges getrennt unterrichtet werden, erhalten die des untern Jahrganges einen der unter Tier- und Pflanzenreich in der 1. und 2. Serie im gewöhnliehen Druck angeführten Stoffe zur schriftlichen Bearbeitung. In Oberprimärschulen aus Gegenden mit Weinbau treibender Bevölkerung oder in solchen aus Gegenden mit Hochofenbetrieb sind die als Anhang gegebenen Stoffreihen in der 1. Abteilung zu geeigneter Zeit zu behandeln. In Mädchenoberprimärschulen werden die 2 Jahrgänge in einer Abteilung unterrichtet. Der Lehrgang ist zweijährig, Haushaltungskunde. Mädchen. (1 Stunde wöchentlich.) Ziel. — Der Unterricht in der Haushaltungskünde vermittelt den Mädchen die notwendigsten Kenntnisse über den Bau und die Lebensverrichtungen des menschlichen Körpers, die Gesundhaltung und die Ernährung, die Kleidung und die Wohnung; er weckt ihr Interesse und Verständnis für die Vorgänge und Verrichtungen im häuslichen Leben und sucht sie auf den Beruf als Hausfrau und Mutter vorzubereiten. Beide Schuljahre werden kombiniert; der Lehrgang ist zweijährig. 1118 Stoff. 1. S e r i e . Gesundheitslehre. — Wiederholende Behandlung des im 7. Schuljahr durchgemachten Stoffes bezüglich des Baues und der Pflege der Knochen, Zähne, Muskeln, Nerven, Sinnesorgane, der Atmungs-, Blutumlaufs-, Verdanungsund Ausscheidungswerkzeuge. Eier. Das Fleisch: Nährwert, Qualität der ver- schiedenen Fleischstücke; Schädliche Fleischspeisen; Finne; Trichine; Konservieren des Fleisches; Pökeln; Räuchern. Das Mehl: Nährwert; Eigenschaften; wertlose und gesundheitsschädliche Zusätze; Mehlspeisen. Das Brot: Herstellung desselben; Hefe und Sauerteig. Die Hülsenfrüchte: Nährwert; Behandlung derselben. Die Krankenpflege. — Die Krankenpflege im all- Kartoffeln. Die Gemüse: Wurzel-, Stengelgemeinen; Krankenzimmer; Krankenbett; Kör- und Blattgemüse, Frucht- und Samengemüse; perpflege des Kranken; Krankenkost; Umge- Aufbewahren der Gemüse; Einmachen des Weißkohls, der Bohnen, der Gurken; die eßbaren, bung des Kranken. Ansteckende Krankheiten: Tuberkulose; Ty- und giftigen Pilze; Speisezusätze: Fett; Kochphus; Dyphterie; Keuchhusten, Scharlach und salz; Zucker; die Gewürze: Pfeffer; Muskatnuß; Gewürznelken. Das Obst: Aufbewahren Masern. Vorsichtsmaßregeln zur Verhütung von An- des frischen Obstes; Dörren und Einmachen des steckung; Hilfeleistung bei plötzlichen Unglücks- Obstes; Marmelade und Konfekt. Die Getränke: fällen und Erkrankungen; Ohmnacht; Krämpfe; Branntwein; Wein; Bier; Obstwein; Folgen Blutungen; Verbrennungen; Knochenbruch; des Alkoholismus. Wirtschaftslehre. — Belehrungen in bezug auf Verenkung und Verstauchung; Schlaganfall; die Einrichtungen der Küche; Kochhero; KochErfrieren; Ertrinken; Ersticken. geschirre. Allgemeines über die Zubereitung der Wohnung. — Hygienische Vorschriften bezügSpeisen. Behandlung der Milch. Butterbereilich der Wohnung; Reinigung der Wohnung; tung. Käsebereitung. Molkereiwesen; HansBeleuchtung: Petroleum, Kohlenleuchtgas, Azegarten. Geflügelzucht. tylengas, elektrisches Licht. Zinnnerheizung: Behandlung. — Der Unterricht in der HausFeuerungsanlagen, Brennmaterialien, Ankauf haltungskunde geht von den Beobachtungen und und Aufbewahrung derselben; Zimmerpflanzen Erfahrungen aus, welche die Schülerinnen durch und ihre Pflege. ihre Betätigung in der Hauswirtschaft bereits Kleidung. — Beschaffenheit der verschiedenen gewonnen haben. Die Beobachtung ist daher Kleidungsstoffe; Instandhaltung, Reinigung und durch fortlaufende Beobachtungsaufgaben sorgAufbewahrung der Kleider; Behandlung der fältig zu pflegen. Aber sie reicht allein nicht aus, Wäsche: Hartes und weiches Wasser, Soda, denn Mißverständnis oder Täuschung mischt Bleichen, Entflecken der Leinwand und der Kleisich gar zu oft in dieselbe ein. Der Versuch muß dungsstücke, Desinfektion. deshalb als Ergänzung und Berichtigung der 2. S e r i e . schon bekannten Erscheinung eintreten. Für den Ernährungslehre. — Zusammensetzung der Versuch bildet aber, bei einem, großen Teil der Nahrungsmittel; Bestimmung des Nährwertes hauswirtschaftlichen Stoffe, die Schulküche die der gebräuchlichsten Nahrungsmittel; Konser- natürliche Grundlage, weshalb die Errichtung vierung der Nahrungsmittel. Die Milch: Ernäh- von Schulküchen überall anzustreben ist. rung kleiner Kinder durch Milch; Milchflasche; Der Unterricht verfährt, der Natur des GegenBrüter; Käse. Die Eier: das Konservieren der standes entsprechend,fragend— entwickelnd oder 1119 vortragend und zieht die im naturkundlichen I. — Freihandzeichnen. Unterricht erarbeiteten Gesetze, gute Modelle, A. K n a b e n . Abbildungen und Tafelzeichnungen zur Ver(1 Stunde wöchentlich.) mittlung des Verständnisses an geeigneter Stelle 1. Schuljahr. heran. Dabei muß die Selbstätigkeit der SchüleStoff. — Zur Auswahl gelte folgender rinnen in weitgehendem Maße in Anspruch ge- Lehrstoff: nommen werden. 1. Blätter . — Schöllkraut, Akelei, Ahorn, Bei den einzelnen Gebieten ist so lange zu Kastanie, Winde, Akazie, Storchschnabel, Aronverweilen, bis die Schillerinnen den Stoff in stab, Löwenzahn, Pfeilkraut, Platane, Dotterden gezogenen Grenzen beherrschen. blume, Brombeere, Stechpalme, Rosenblatt, Der hauswirtschaftliche Unterricht greift mit Eiche und Weinrebe. seinem umfangreichen Lehrstoff auch in die 2. Blüten in der Draufsicht (zu Rosetten). Naturkunde, in den Rechen-, Sprach-, Zeichen- — Ehrenpreis, Kornrade, Sonnenblume, Verund Handarbeitsunterricht ein; diese Fächer gißmeinnicht, Mohn, Wucherblume, Blaue Kornsind daher stets in engster Fühlung mit demselben blume, Primel. zu behandeln. 3. Blüten i m Profil.— Glockenblume, Der gesamte Unterricht hat sich in den Dienst Veilchen, Mairöschen, Winde, Fingerhut, Fuchsie, der Gesundheitslehre zu stellen. Schmetterlingsblütler, Tulpe, Herbstzeitlose, Kürbisblüte, Kornrade, Kapuzinernelke, Schneeglöckchen, Haselnußkätzchen. Zeichnen. 4. Früchte . — Birne, Traube, Erdbeere, Aprikose, Pilze, Eichel, Brombeere, Gurke, Ziel. — Das Zeichnen erzieht zum bewußten Sehen und zwingt zu selbständiger und aufmerk- Tannenzapfen, Roggenähre, Hafer. 5. Tiere . — Schmetterlinge, Libellen, Käfer, samer Beobachtung; es wirkt in vorzüglicher Weise auf die Phantasie ein, bildet den Geschmack Vögel im Profil nach ausgestopften Mustern, und das ästhetische Gefühl; es weckt und fördert Muscheln, Schneckengehäuse, Vogelfedern und die Selbsttätigkeit des Schülers und leitet ihn präparierte Vogelflügel. Verwenden leichterer Formen aus den vorzur Ordnung und Reinlichkeit an. In rein praktischer Hinsicht befähigt der Zeichen- stehenden Gruppen als Ornamen . 6. Gebrauchsegegenstände (in einUnterricht die Schüler, die Natur und die Gegenstände ihrer Umgebung nach Form und Farbe facher perspektivischer Darstellung). — Zigarrenzu beobachten und das Beobachtete einfach und kiste, Fußbank, Stuhl, Schubkarren, Kaffeemühle, Blasebalg, Papierkorb, Flasche und klar darzustellen. In Mädchenoberprimärschulen hat der Zei- Glas. Ferner folgende geometrische Körper: Kubus, chenunterricht außerdem den besonderen Bedürfnissen des Handarbeitsunterrichtes Rechnung Prisma, Walze, Pyramide, Kegel, Pyramidenund Kegelstumpf. zu tragen. Behandlung. — Der Lehrstoff baut sich unIn Knaben- und Mädchenschulen werden die zwei Schuljahre gleichzeitig , aber in 2 mittelbar auf das Programm der Primärschule auf. Der Unterricht wird in der Regel als MassenAbteilungen unterrichtet; der Lehroder Gruppenunterricht, in Ausnahmefällen, gang ist zweijährig. 1120 mit Rücksicht auf die Begabung, als Einzelunterricht erteilt. Der Schüler muß vor allein angeleitet werden, selbständig zu beobachten und das richtig Erfaßte wiederzugeben. Dadurch prägt sich auch ein möglichst klares Bild des gezeichneten Gegenstandes in sein Gedächtnis ein. Bei der perspektivischen Darstellung von Gegenstänständen und deren Beleuchtung und Farbe ist von jeder theoretischen Erörterung und Konstruktion abzusehen. Es genügt die praktische Übung im Beobachten und Nachbilden des Gegenstandes. Um die Schüler an rasches und sicheres Erfassen der charakteristischen Form eines Gegenstandes zu gewöhnen, werden Übungen im Skizzieren mit Bleistift, bei begabteren Schülern mit Feder oder Pinsel, angestellt. Sehr zu empfehlen ist das Wandtafelzeichnen sowie das Gedächtniszeichnen. Letzteres hat zum Gegenstand den vorhergehenden Stoff des Naturzeichnens und bezweckt, dem Geiste die geschaute und schon gezeichnete Naturform tiefer einzuprägen. Die pedantische Wiedergabe von Einzelheiten wird dabei vermieden. Als Hausarbeit gestatte man den Schülern das Illustrieren von Aufgaben und Aufsätzen aus dem Sprach- und Sachunterricht, weil dadurch Empfindungs- und Gestaltungskraft der Kinder geweckt und gefördert werden. 2. Schuljahr. Das Ornamentzeichnen als Ergänzung des Zeichnens nach Natur:
  45. a)Mosaikfliesen, Tapetenmuster und Stoffmuster;
  46. b)Gipsmodelle;
  47. c)Zierformen in Holz, Eisen und Stein, z. B. Fragmente an Bildenahmen, Möbelskulpturen, Möbelfüße, Portalbeschläge, Schlüsselschilder; Nachbilden von leichten Porzellanverzierungen, schöne Schildformen, Skizzieren von Steinornamenten an Fassaden und Grabmonumenten. Dabei soll der modernen Linienführung im Kunstgewerbe Rechnung getragen werden;
  48. d)Anordnung von gegebenen Motiven im Quadrat, Rechteck, Dreieck, Kreis und in der Ellipse; fortlaufende Ornamente.
  49. e)Übung im freien Bilden und Erfinden von Ornamenten mit Zugrundelegung der Formen von Blättern, Blüten und Früchten, welche eben in der untern blasse gezeichnet werden.
  50. f)einige Belehrungen über Farbenzusammenstellung;
  51. g)Anfertigung von Kunstschriften. Behandlung. — Der Lehrer leite die Schüler an, an der Natur nicht nur Form und Farbe, Licht und Schatten, sondern auch das Organisch» Gesetzliche zu erkennen. Dies wird zum Leitmotiv des Ornamentes, das ein Entfernen von allen Zufälligkeiten verlangt und zu selbständigem Schaffen und phantasievollem Bilden erzieht. Dann steht auch das Zeichnen im direkten Dienste des Handwerks und der Knust. B. M ä d c h e n , (1 Stunde wöchentlich.) l. Schuljahr. Derselbe Stoff wie bei den Knaben. 2. Schuljahr. a.) die in der Unterklasse eingeübten Formen werden zu einfachen, geschmackvollen Mustern zusammengesetzt, welche als Vorlage für weibliche Handarbeiten Verwertung finden können, nämlich: Anordnung von gegebenen Motiven zur Verzierung von Deckchen, Dischläufern, Kissen usw.; Sternmuster; Eckornamente; unbegrenzte Ornamente; Motive für Weißstickerei, Festons, Richelieu- und Lochstickerei in gegebenem Maßstab.
  52. b)Kunstschriften. Das Zeichenmaterial für das Freihandzeichnen in beiden Klassen der Knaben und Mädchenoberprimärschulen ist folgendes: Zeichenblock mit weißem oder getöntem Papier, weicher Bleistift, Kreide und Pastellstift, Wasserfarbe und Pinsel. 1121 II. — Linearzeichnen. N u r für K n a b e n . (2 Stunden wöchentlich.) Ziel. — Der Unterricht im Linearzeichnen soll das räumliche Vorstellungsvermögen der Schiller entwickeln, sie im Gebrauch von Zirkel, Lineal, Reißschiene, Winkel und Reißfeder üben und sie zu verständnisvoller Anfertigung sauberer und korrekter Zeichnungen anleiten. In der Oberklasse sollen die Schüler soweit gebracht werden, daß sie vorgelegte Fachzeichenpläne verstehen, lesen und erklären können. Ferner sollen sie soviel Übung im Fachzeichnen erlangen, daß sie einfache Möbel und Gebäude nach angegebenem Maßstabe in Grund- und Aufriß zu zeichnen vermögen. 1. Schuljahr. Stoff. —
  53. a)Verjüngter Maßstab; seine Konstruktion.
  54. b)Linien gegebener Größe und Lage. Halbieren, Drei- und Vierteilung der geraden Linie; Fällen von Senkrechten in einen gegebenen Punkt; Fällen von Senkrechten von einem gegebenen Punkt; Parallele Linien.
  55. c)Konstruieren eines Winkels von 45°, 22½°, 60°, 30°, usw.; Halbieren eines gegebenen Winkels; Dreiteilung des rechten Winkels.
  56. d)Arten der Parallelogramme. Übungen im Messen derselben, an den vorhandenen geometrischen Körpern und Auftragen in verjüngtem Maße; Netz des Würfels und der vierseitigen, Säule.
  57. e)Dreieck (Arten), Sechseck, Achteck, Trapez; Netz der drei-, vier-, sechs- und achtseitigen Säule bezw. Pyramide und des Pyramiden- stumpfes.
  58. f)Der Kreis; Linien und Winkel im Kreis; die Sehne des Kreises; Kreisring; Netz der Walze, des Kegels und des Kegelstumpfes.
  59. g)Dreipaß, Vierpaß und Schneckenlinie.
  60. h)Konstruktion des Ovals, der Ellipse und des Korbbogens. Ausschneiden, Messen und Berechnen dieser Figuren.
  61. i)Aufnahme leichter Flächen. Solche bieten z. B. Wandtafel, Türe, Reißschiene, Winkel, Parkettboden, Bilderrahmen,, Tischplatte, Schultisch von vorne und von der Seite gesehen, Fenster, Zummerwand, mit Fensteröffnungen, Grundriß des Schulzimmers, des Schulhofes, des Schulgartens, des Schulhauses, usw. Behandlung. — Das Linearzeichnen tritt in enger Verbindung auf mit der Besprechung der im geometrischen Unterricht erwähnten Flächen und Körper. Da aber die vorhandenen geometrischen Lehrmittel nur nach der Theorie geformte und abstrahierte Anschauungsgegenstände sind, so sollen die Schüler alle oben erwähnten Figuren erst an wirklichen Dingen, Werk- und Kunstgegenständen aufsuchen und betrachten und auf das Modell in der Schulstube übertragen. Der Schüler stellt zunächst die Fläche in einer Freihandskizze dar, die er mit den von dem Gegenstande entlehnten Maßen versieht. Hierauf zeichnet er die Fläche im verjüngten Maße, das der Lehrer den einzelnen Schülern oder Schülergruppen in verschiedener Größe angibt. Dann folgt Größen- ev. Preisberechnung. Diese Übungen eignen sich auch vorzüglich zu Hausaufgaben. Der Unterricht im Linearzeichnen erfordert stets eine gewisse materielle Vorbereitung durch Herbeischaffung der geeigneten Lehrmittel und der Zeichenutensilien; deshalb sollen die zwei wöchentlichen Lehrstunden zu einer Lektion vereinigt werden. 2. Schuljahr. Stoff. —
  62. a)Ebenflächig begrenzte Körper: Grundriß, Aufriß, Kreuzriß: Abwicklima des Körpermantels; 76 c 1122 Schnittebene im Körper; Ermittlung derer Wirklichen Größe; isometrische Darstellung (perspective cavalière). Beispiele: Prisma mit schräg durchgelegtem Schnitt; Abwicklung; isometrische Darstellung der beiden Teile. Drei-, sechs- und achtseitiges Prisma; zweiund dreistufige Treppe; Tisch in einfacher Form; Fußschemel; Stützpfeiler; Dachgiebel; Keil. Pyramide (Schnitt 1. wagerecht, 2. schräg).
  63. b)Körper mit einseitig gekrümmter Oberfläche: Grundriß, Aufriß, Abwicklung des Mantels; Schnittebene im Körper; Ermittlung ihrer Größe; isometrische Darstellung. Beispiele: Zylinder, Litermaß, Kochtopf; Gerader Kegel, Becher, Eimer, (Schnitt 1. Parallel zur Grundfläche, 2. parallel zur Seitenlinie, 3. unter gegebenem Winkel z. B. 45°).
  64. c)Anleitung zum Fachzeichnen: 1. Holzarbeiten: Holzverbindungen, Türe, Bank, Tisch, Kenntnis der wichtigsten Rundstäbe 4. Berechnen des Volumens ev. des Preises des behandelten Körpers (Kostenanschlag). Die Belehrungen über die Stilarten beschränken sich auf einfache Unterhaltungen über Charakteristik und Zweckdienlichkeit dieser Architekturformen und haben zum Zweck, den Schillern einigermaßen Verständnis und Geschmack zu diesen Formen zu geben und ihr ästhetisches Gefühl zu bilden. Lehrmittel. — Sammlung geometrischer Körper. Der zu zeichnende Körper muß stets vorhanden sein. Die Schüler haben ein Zeichenbrett (80 x 60), eine Reißschiene, eine Reißkiste, einen Holzwinkel, einen m/m-Stab von 30 cm Länge, einen halbweichen Bleistift, Gummi, schwarze und rote Tusche, einen Farbenkasten mit Pinsel. Geschichte. Knaben und M ä d c h e n . (1 Stunde wöchentlich.) Ziel. —- Der Unterricht in der Geschichte erstrebt Weckung des geschichtlichen Sinnes sowie (moulures). Verständnis für die heutigen staatlichen und 2. Steinarbeiten: Einfache Tür- und Fenstergesellschaftlichen Einrichtungen und die Verdeckung; Ziegelverbände. dienste der Fürsten und hervorragenden Männer 3. Metallarbeiten: Nietnagel; Rundstab; die des Vaterlandes. gebräuchlichsten T, I und U- Formen. Die beiden Schuljahre werden in einer
  65. d)Einfache mündliche Belehrungen über die Abteilung unterrichtet; der Lehrgag gebräuchlichen, Stilarten in der Architektur, auf ist zweijährig . Grund passender Kunstvorlagen. Stoff. Der griechische, der romanische, der gothische Stil, der Renaissance-Stil, die neuern Stilarten. Erste Serie. Behandlung. — Folgender Lehrgang ist I. —DiewichtigstenEreignisse einzuhalten: d e r griechischen u n d r ö m i s c h e n G e 1. Anschauen und Besprechen der zu zeichnenden schichte von der Zeit der Perserkriege bis Körper; Alexander d. Gr., bezw. von den punischen 2. Messen und Skizzieren mit Eintragung der Kriegen bis Augustus unter besonderer HervorMaße; hebung des kulturgeschichtlichen Stoffes. 3. Zeichnen des Körpers nach angegebenem Kelten, Römer, Germanen. Maße. Die Zeichnungen sind mit Reißfeder und II. —DiewichtigstenEreignisse Tusche auszuführen und mit einem ruhigen, der G e s c h i c h t e des Mittelalters. lichten Farbenton, der dem Stoff des Körpers Die Völkerwanderung. Das Frankenreich entspricht, zu überlegen. (Chlodwig). Karl der Große. Teilung 1123 des Frankenreiches. Haupttatsachen der Landesgeschichte im 10. und 11. Jahrhundert (Graf Siegfried). Die Kreuzzüge. (Ursachen und Veranlassung, der erste Kreuzzug. Ausgang und Folgen der Kreuzzüge). Das Rittertum (Ermesinde. Heinrich V I I . Johann der Blinde. — Entstehung des Ritterstandes, Erziehung und Ausbildung des Ritters, Wohnung, Kampfspiele, Leben, Verfall). Dorf und Stadt im Mittelalter (Entstehung der Städte, Freiheitsbriefe, Inneres, die Bürger, Verwaltung, Gewerbe, Handel. Stände , Lehnswesen). Das k i r c h l i c h e Leben (Kirchenbauten, Klöster, Kreuzzüge, das Wichtigste über den Investiturstreit). Die d e u t s c h e n Kaiser aus dem Hause Luxemburg. Deutschland am Ende des Mittelalters. Vergleichung mit der entgegengesetzten politischen Entwicklung in Frankreich. Luxemburg unter der burgundischen Herrschaft. Die wichtigsten Erfindungen des Mittelalters. Kompaß. Schießpulver. Buchdruckerkunst. Die wichtigsten geographischen Entdekk u n g e n und ihre Folgen. Künste und Wissenschaften zur Zeit der Renaissance. Die Reformation . Karl V. Die Gegenreformation. Der Jesuitenorden. Philipp II. Der Dreißigjährige Krieg. Nach größeren Zeitabschnitten vertiefende Wiederholung. Zweite Serie. I. — Das 17. und 18. Jarhundert . Ludwig XIV. Hauptkriege mit besonderer Berücksichtigung der vaterländischen Geschichte. Politische und geistige Vorherrschaft Frankreichs. Friedrich II. Maria-Theresia. Joseph I I . Hauptkriege mit besonderer Be- rücksichtigung der vaterländischen Geschichte. Verwaltung. Wirtschaftliche Entwicklung. Geistige Strömungen. Die f r a n z ö s i s c h e Revolution . Ursachen. Haupttatsachen. Einwirkung auf unser Land. Napoleon I. Hauptkriege. Einrichtungen. Fall. Der Wiener Kongreß. II. — D a s 19. Jahrhundert mit besonderer Hervorhebung der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung unseres Landes. Frankreich vom Sturze Napoleons bis zum zweiten Kaiserreich. D e u t s c h l a n d bis nach der Februarrevolution. — Nationalitätsprinzip, Konstitutionalismus. Das Königreich der Vereinigten Niederl a n d e . Wilhelm I. Die belgische Revolution. Das Königreich Belgien. Das Großherzogtum Luxemburg. Wilhelm II. Der deutsche Zollverein. Haupttatsachen der Wirtschafts- und Geistesgeschichte in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Deutschland und Frankreich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Der deutsch-französische Krieg von 1870—71. Die politische, soziale und wirtschaftliche Entwicklung unseres Landes in der zweiten Hälfte des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Wilhelm III. Prinz Heinrich. Der Londoner Kongreß von 1 8 6 7 . Das Großherzogtum unter eignen Fürsten. Großherzog Adolf. Großherzog Wilhelm. Großherzogin Marie Adelheid. Die wichtigsten Ereignisse der neuesten Zeit. Haupttatsachen der Wirtschafts- und Geistesgeschichte. Nach größeren Zeitabschnitten vertiefende Wiederholung. Behandlung.—DasHauptgewicht fällt auf die Geschichte der neuen und neuesten Zeit. Der Unterricht lehnt, wenn möglich, an hervorragende Persönlichketten an und 1124 erstrebt die Zusammenfassung einer Zeitperiode zu einem geschlossenen Ganzen. Ursachen und Wirkungen der geschichtlichen Ereignisse, vertiefende Besprechung ihrer inneren Beziehnilgen, sowie sozial politische und wirtschaftliche Belehrungen sind in einer der Fassungskraft des Schillers zugänglichen Weise darzulegen. Vergleiche mit andern Zeinten, und Völkern sind zu empfehlen. An Bekanntes aus andern Wissensgebieten ist anzuknüpfen. Namen und Zahlen sind auf das Notwendigste zu beschränken und durch Wiederholungen fest einzuprägen. Zur Anknüpfung u n d V e r a n s c h a u lichung sind die Geschichte der engeren Heimat und die vaterländische Geschichte, zur Wekkung lebendiger Vorstellungen heimische Denkmäler aller Art so oft als möglich heranzuziehen. Die Lehrformen sind die erzählende und die entwickelnde. Am Schluß größerer Zeitabschnitte sind Wiederholungen anzustellen, in denen der Stoff in neuer Gruppierung vorzunehmen ist. Charakteristische Auszüge ans Quellenschriften, historische Karten, Bilder (Wand- und Lichtbilder, Ansichtskarten), Gedichte und Erzählungen sind als Anschanungsmittel zu verwenden. Geographie. Knaben und M ä d c h e n . (1 Stunde wöchentlich). Ziel. — Der erdkundliche Unterricht hat die Aufgabe, die Schüler mit den wichtigsten Grundlehren der mathematischen Geographie bekannt zu machen, besonders aber soll er ihnen, eine übersichtliche Kenntnis der europäischen und außereuropäischen Länderkunde vermitteln. Beide Schuljahre werden zu einer Abteilung vereinigt; der Lehrgang ist zweijährig. Stoff. I. — Mathematische Geographie und Himmelskunde. 1. Serie. — Die Erde als Himmelskörper. — Kugelgestalt und Achsendrehung der Erde. — Erdachse, Äquator, Meridiane, Parallelkreise, geographische Länge und Breite, Wende- und Polarkreise, Zonen. — Bewegung der Erde. — Tages- und Jahreszeiten, Zeitunterschied. — Erdinneres und Erdwärme, Erdbeben. 2. Serie. — Die verschiedenen Arten von Sternen. — Mond und Mondphasen. — Sonnenund Mondfinsternis. — Dier- und Pflanzenwelt in ihrer Beziehung zu den klimatischen Verhältnissen. — Einfluß des Klimas auf den Menschen. — Die Menschenrassen. — Die Weltmeere. — Die Lufthülle. II. — Unsere Nachbarstaaten. 1. Serie.— 1. Belgien. 2. Frankreich. 2. Serie. —1. Deutschland, speziell Rheinpreußen und Elsaß-Lothringen. 2 Holland. Diese Länder erfordern eine eingehendere Behandlung, besonders in industrieller und kommerzieller Hinsicht und in ihrer Beziehung zu unsern Lande. Die Hauptkolonien dieser Staaten sind anzugeben. III. — Die andern europäischen Länder. nach folgendem Überblick: Lage, Grenzen, Größe, Bevölkerung, Bodengestaltung, Bewässerung, Klima, Erwerbszweige, hauptsächlichste Schenswürdigkeiten, wichtigste Städte, Staatsverhältnisse, geschichtliche Erinnerungen. 1. Serie. — Die Alpen, Die Schweiz, Österreich-Ungarn, Spanien und Portugal, Italien. 2. Serie. — Großbritannien und Irland, Dänemark, Schweden und Norwegen, Rußland, Die Balkanstaaten. IV. — Die außereuropäischen Weltteile nach folgenden Gesichtspunkten: Lage, Gliederung, Bodengestaltung, Bewäs- 1125 erung, Klima, Erwerbszweige, Hauptstaaten und 2e série. — Population. — Voies de commuihre Beziehungen zu Europa, Einblick in die nication. — Cultes. — Les administrations. Hauptverkehrswege mit Europa. Remarque. — La méthode à suivre pour 1. Serie. — Amerika und Australien. l'enseignement de la géographie nationale est 2. Serie. — Asien und Afrika. la même que celle indiquée au programme de Behandlung. — Im geographischen Unterricht la géographie en général. ist der innere Zusammenhang nach Grund und Folge, Ursache und Wirkung festzustellen. Bürgerkunde. Die Aneignung des Stoffes geschieht nach den Kaben und M ä d c h e n . Gesetzen der Seelenlehre und charakterisiert sich (1 Stunde wöchentlich.) durch die drei Tätigkeiten des Anschauens, Ziel. — Die Bürgerkunde soll die Schüler mit Denkens und Übens.
  66. a)Die Anschauung wird gefördert durch Heran- den wichtigsten Tatsachen der Gesetzes- und Verziehung bekannter und verwandter Erscheinungen, fassungskunde, sowie mit den Elementen der besonders ans der Heimat; richtige Karten, gute Volkswirtschaftslehre bekannt inachen und das Verständnis für die bürgerlichen und sozialen Bilder, Wandtafelskizzen, sowie Produktensammlungen verschiedener Länder erleichtern die Pflichten und Rechte des Staatsbürgers anAuffassung des Neuen. Projektionsserien sind bahnen. zur Belebung des Unterrichtes wann zu emp- Der Unterricht ist für beide Schuljahre komfehlen. biniert ; der Lehrgang ist zweib) Die denkende Betrachtung ergibt sich bei jährig. Feststellung von Ursache und Wirkung, Grund Stoff. und Folge, wobei durch lebensvolle Bilder, am Erste Serie. besten Projektionsbilder, das Interesse zu wecken
  67. a)Allgemeines : Familie, Gemeinde, und wach zu erhalten ist. Die strenge DenkarStaat. Gesetz und Recht. beit und der Genuß einer Schilderung sollen mit
  68. b)Öffentliches R e c h t : Die wicheinander abwechseln. tigsten Bestimmungen unserer Verfassung
  69. c)Die Übung wird bewirkt durch stetige Wieder(die staatsbürgerlichen Rechte der Luxemburger, holungen; dabei werden gleichartige ErscheiGroßherzog, Kanuner, Regierung, Staatsrat, nungen zusammengestellt, Skizzen und Bilder Justiz). entworfen. Das Wesentliche über die Verfassung der Gemeinde (Selbstverwaltung, Behörden, FiGéographie nationale. nanzen, Wahlen. Interkommunale Syndikate). Le cours de géographie nationale se fait en Die Staatsfinanzen . -— Direkte Steufrançais, puisqu'il ne représente au fond qu'une ern (Grund- und Mobiliarsteuer). Indirekte répétition des matières apprises à l'école pri- Steuern (Einregistrierungsgebühren, Hypomaire proprement dite. thekeneinschreibungsgebühren, Erbschaftssteiler, Matière. Zölle). 1re série. — Situation et superficie, — Relief Die Rechtspflege . — Gerichtswesen. naturel du sol. — Climat. — Cours d'eaux. — Zivilprozeß. Strafprozeß. Schiedsgericht. Productions naturelles. — Industrie et comDer öffentliche Unterricht . merce.
  70. c)Privatrecht : Die Familie . Fa- 1126 Comptabilité et documents commerciaux. milienrecht, Vormundschaft. Erbfolge, Testament, Schenkung. Garçons et filles. Das Eigentum . — Nießbrauch. Servi(1 heure par semaine.) tuten. But. — Cet enseignement tend à familiariser Die Verträge . — Gläubiger und Schuldles élèves avec les documents commerciaux les ner. Kaufvertrag. Dienstvertrag, Miete, Pacht. plus usuels et quelques actes de la vie pratique Hypothek. de chaque jour, ainsi qu'à leur apprendre les Die Verjährung . éléments de la tenue des livres commerciale. Zweite Serie. Il est de plus destiné à former l'esprit et à Elemente der Volkswirtschafts- inspirer le goût de la promptitude et de l'exaclehre. titude. Überblick über die Hauptwirtschaftsstufen. Les deux années sont réunies on une seule Die Erzeugung der Güter (Natur, Arbeit, section, et la matière à traiter est répartie sur Kapital). deux années consécutives. Die Hauptformen der Unternehmung. Le cours de comptabilité peut être donné en Die Arbeit (Arbeitsteilung, Arbeitslohn, Ar- langue française ou en langue allemande, beitsnachweis). Matière. Verteilung und Verbrauch der Güter (Lohn, Série 1. Zins, Unternehmergewinn, Krisen). I. — Documents commerciaux et actes Der Umlauf der Güter (Geld — Münzen, usuels; Ersatzmittel — Kredit, Banken). Quittance, acquit, reçu à souche. ReconLandwirtschaft, Handel und Industrie und naissance. Mandat de poste. Recouvrement. ihre Organisation. Handel und Verkehr (Post, Bulletin d'expédition, Lettre de voiture, DéEisenbahnen). Wichtige Bestimmungen aus der sozialen claration de douane. Note, facture simple et Gesetzgebung: Versicherungsgesetzgebung (Kran- facture d'expédition. Les principaux contrats: ken-, Unfall-, Alters- und Invalidenversicherung; contrat d'achat et de vente, contrat de louage et le contrat d'apprentissage. Gewerbeaufsicht; Sonntagsruhe). Behandlung. — Der Unterricht in der BürgerRemarque, — Le nombre des contrats ne kunde wird in enger Anlehnung an die Geschichte doit pas être étendu, et encore est-il indiqué à erteilt. Die Entwicklung der staatlichen und recommander aux élèves de ne jamais rédiger wirtschaftlichen Einrichtungen wird im Zusam- un acte compliqué ou portant sur un objet immenhang mit der gesamten geschichtlichen Ent- portant à moins d'avoir recours aux conseils wicklung dargestellt. d'un homme compétent. Nur das wirklich Wesentliche wird eingehender Quelques notions sur l'enregistrement des behandelt. actes. — Billet simple. Billet à ordre. Lettre Die Darstellung muß vor allem anschaulich de change. Chèque (généralités et formes). sein und so oft als möglich an eigene Erfahrungen L'endossement, l'échéance, le protêt, l'accepder Schüler und Beispiele des täglichen Lebens tation de la lettre de change. anknüpfen. II. — Tenue des livres d'un artisan ou d'un Bei der Entwicklung volkswirtschaftlicher Be- agriculteur. (Le système doit être préparatoire griffe ist auf konkrete Verhältnisse Bezug zu à la tenue des livres commerciale). III. — Correspondance commerciale. Règles nehmen. 1127 générales. Les lettres les plus usuelles seule- les énonciations que les pièces contiennent. Il ment: avis, circulaire, lettre de commande, leur fera connaître les dispositions légales sur accusé de réception et demande de renseigne- la matière et leur apprendra à distinguer entre ments. les énonciations qui sont essentielles et celles Remarque. — Dans les écoles de filles, la tenuequi ne font que modifier les effets ordinaires. des livres d'un artisan respectivement d'un Il rendra ainsi les élèves aptes à rédiger en agriculteur est réduite à quelques applications connaissance de cause les pièces d'écriture traiet précédée de la tenue du livre des frais de tées de la façon indiquée. Pour faciliter la compréhension des rapports ménage, d'après le même système. existant entre les contractants et l'objet du Série II. contrat, et pour rendre l'enseignement plus 1. — La tenue des livres en partie simple: fructueux, les contractants seront choisis parmi 1° Méthodes et principe général de la tenue les élèves ou parmi les personnes figurant dans des livres. Le compte. Prescriptions légales les propositions pour les applications de la tenue sur les livres. Disposition de ces livres et leur des livres. Les documents et les lettres à rédiger division. A. Livres obligatoires: le livre des par les élèves, les formules postales et les autres inventaires, le copie de lettres et le journal. formules à remplir et la tenue des livres formeB. Livres facultatifs:
  71. a)livres indispensables: ront un ensemble. Cet enchaînement donnera Mémorial, grand-livre et le livre des frais de au cours un caractère pratique. ménage;
  72. b)livres auxiliaires: carnet d'échéances Après avoir expliqué les principes de la tenue passives et le livre des effets à recevoir. des livres, à l'aide de quelques propositions 2° Exercices d'application. Comptabilisation comptabilisées et après avoir ainsi montré aux d'opérations habituelles d'une maison de comélèves la façon de procéder, le maître fera rédiger merce en demi-gros réparties sur les jours d'un au tableau noir les écritures qui devront servir mois. d'exemples. 3° Travail de fin d'exercice. Balance de véLes règles fondamentales déduites par les rification, balance générale, clôture et réouverélèves des exemples seront transcrites dans un ture des comptes, écritures d'inventaire, le cahier pour être apprises par cœur. bilan. Un certain nombre de documents commerII. — Quelques notions sur la cessation de ciaux et d'actes usuels est rédigé dans les deux payement, la faillite et le concordat préventif. langues. Directions pédagogiques. — La théorie et la pratique doivent marcher partout de pair. Kalligraphie und Geschäftsaussätze. L'instituteur, dans des entretiens avec les élèves Knaben und M ä d c h e n . sur des faits de la vie pratique ou de commerce, (1 Stunde wöchentlich.) les conduit à voir que, pour fixer par écrit les Ziel. — Aufgabe des Schreibunterrichtes ist rapports existant entre les personnes ayant es, den Schülern nicht nur eine deutliche und joué un rôle dans les choses discutées, i l faut des écrits de qualités spéciales, des documents. gefällige, sondern auch eine fließende Handschrift Les formules de ces écrits seront arrêtées par anzueignen, fo daß die Buchstabenformen auch l'instituteur et les élèves. Ces modèles de docu- bei schneller Ausführung die Eigenschaften einer ments seront écrits au tableau noir, et le maître, guten Schrift erhalten, und der Sinn für Reinpar ses questions, amènera les élèves à fixer lichkeit, Ordnung und Schönheit gefördert wird. 1128 Beide Schuljahre werden in einer Abteilung unterrichtet; der Lehrgang ist einjährig. Stoff. — Außer der deutschem und lateinischen Schrift sowie dem Zifferschreiben, soll auch die Rundschrift in beiden Klassen gepflegt werden. Behandlung. — Der besondere Unterricht in der gewöhnlichen Schrift beschränkt sich auf eine Wiederholung der Buchstabenformen nach Gruppen. Die Buchstabenformen der Rundschrift werden in genetischer Folge eingeübt. Die Erreichung des eigentlichen Zieles, d. h. die Aneignung einer deutlichen, gefälligen, fließenden Handschrift in deutscher und lateinischer Schrift sowie der Fertigkeit in der Rundschrift, geschieht durch nette Ausführung aller schriftlichen Arbeiten, vorzüglich der im Buchführungsunterricht notwendigen Schreibungen und der zu diesem Unterrichtsfache gehörenden Geschäfts- aufsätze. Die theoretischen Belehrungen über die Geschäftsaufsätze werden mit der praktischen Ausführung der Schriftstücke verbunden. Gesang. Knaben und M ä d c h e n . (1 Stunde wöchentlich.) Ziel. — Der Gesang bezweckt, das musikalische Gehör und die Stimme zu üben, den Schönheitssinn zu bilden, das Gemüt zu veredeln, den Willen zum Guten anzuregen, das religiöse und patriotische Gefühl zu beleben, die Freude au der Natur zu fördern und die Schüler mit einem Schatze trefflicher Lieder zur Pflege heiterer Geselligkeit auszustatten. Beide Schuljahre werden kombiniert; der Lehrgang ist einjährig; Stoff. 1. Theorie. Liniensystem; Sol- Schlüssel; Gestalt; Wert und Namen der Noten (bis Achtel einschließlich); Pausen; Takt und Taktschlagen; gerade und ungerade einfache Taktarten; Auftakt und Taktgewicht; Versetzungszeichen, Kreuz, Bemol und Auflösungszeichen; Verlängerung der Noten; Tempo und die gebräuchlichsten Bezeichnungen; Intervalle: Sekunde, Terz, Quart, Quint, Oktav; Triolen. Dur- und Molldreiklang; Bilden von Durtonarten mit 1 und 2 Vorzeichen. Körperhaltung beim Singen; Atmung; Tonausatz; Mundstellung. Richtige Aussprache der Buchstaben und Silben. Die gebräuchlichsten dynamischen Zeichen. 2. Lieder. Die Auswahl der ein-, zwei und dreistimmigen Lieder geschieht durch den Lehrer. Es werden jährlich wenigstens 10 Lieder eingeübt. Darunter befindet sich das eine oder andere in luxemburger Mundart und in französischer Sprache. Behandlung. — Beide Klassen sind zu kombinieren. Das Notensingen mit Taktschlagen ist fleißig zu üben. Das Verfahren zur Einübung eines Liedes ist folgendes: Die Schüler sprechen sich über die Notenschrift ans, wobei das in den Solfège-Übungen Vorgenommene, nämlich Takt, Vorzeichen, Wiederholungszeichen, Namen und Wert der Noten, berücksichtigt wird. Alle Schiller müssen die Noten des Gesangstückes geläufig lesen können. Das Lied wird einmal ganz vom Lehrer vorgesungen oder mit der Geige vorgespielt. Dann wird es satzweise eingeübt, wobei, die Schüler die einzelnen Intervalle tunlichst selbst treffen sollen; schwierigere Intervalle werden vom Lehrer wiederholt vorgesungen oder vorgespielt, und die Schüler singen sie so ost nach, bis dieselben sich dem Gehör eingeprägt haben. Zunächst wird ans den Rhythmus keine Rücksicht genommen; dann wird der Rhythmus mit der Melodie verbunden und zuletzt auch die Dynamik beachtet. Der so auf den Notennamen und der Silbe „la" erlernten Melodie wird der Text unterlegt und der Aussprache, dem Atemholen, der richtigen Mundstellung, der reinen Tonbil- 1129 dung, dem guten Vortrag und dem Takte die verdiente Aufmerksamkeit gewidmet. Es empfiehlt sich, daß einzelne Sätze auch noch vom Lehrer mustergiltig vorgetragen oder gespielt werden. Die Übung wird fortgesetzt, bis ein fehlerfreier Vortrag des Liedes erzielt ist. Als Instrument zur Einübung und Begleitung dient am besten die Violine. Beim Vortrag soll jedoch die Begleitung der Violine zuweilen zurücktreten, damit die Schüler sich daran gewöhnen, die Lieder auch selbständig anzufangen und zu singen. Die Schüler sollen alle einstimmigen und die einfachsten zweistimmigen Lieder ganz auswendig zu singen wissen. Alle Schüler müssen bei mehrstimmigen Liedern zuvor die Melodie sicher einüben. Dabei muß, da bei Oberprimärschülern die Zeit der Mutation herannaht, auf den Tonumfang der Melodie Rücksicht genommen werden, und die Lieder sind tiefer zu intonieren. Turnen und Spiele. K n a b e n und Mädchen. (1 Stunde wöchentlich.) Ziel. — Das Turnen soll Gesundheit, Kraft, Gewandtheit und Anmut fördern, Frohsinn, Selbstvertrauen, Mut und Ausdauer stärken, an Pünktlichkeit und Unterordnung des Einzelnen unter die Gesamtheit gewöhnen und Freude an Leibesübungen nach der Schulentlassung wecken. Die beiden Schuljahre werden kombiniert unterrichtet; der Lehrgang ist einjährig. Stoff. —
  73. a)Ordnungsübungen zur Erzielung einer schnellen und richtigen Aufstellung der Schüler. Vgl. den Stoff für die Primärschulen.
  74. b)Freiübungen : Kopf- und Gliederübungen; Rumpfübungen; Haltungsübungen (die Spannbeuge, Übungen mit Unterstützung); Ge- wandtheitsübungen; Verbindung und Wiederholung der Übungen.
  75. c)Handgerätübungen : Stabübungen. Erweiterung des Stoffes für die Primärschulen. Hantelübungen. Ausführung von Freiübungen als Hantelübungen. Besondere Hantelübungen: die Schulterprobe, der Sägemann, das Hantelverlegen.
  76. d)G a n g - , Lauf - und Hüpfübungen .
  77. e)Volkstümliche Übungen und Wettkämpfe (Wettlaufen, Wettspringen, Ziehen und Schieben).
  78. f)Spiele , Lauf- und Ballspiele. Behandlung. — Auswahl und Zusammenstellung der Übungen geschehen durch den Lehrer. Der Unterricht wird, wenn nur möglich, im Freien erteilt. Turnhallen müssen gut gelüftet und staubfrei sein. In Ermangelung einer Turnhalle ist es zulässig, bei unpassender Witterung die zweckentsprechende Ausführung schwierigerer Übungen in Anlehnung an konkrete Fälle im Schulfaal zu erklären. I m Turnunterricht soll Frische und Fröhlichjeit herrschen, damit die Schüler sich auch nach der Schulentlassung mit Lust an gesunden Leibesübungen betätigen. In jeder Turnstunde soll der Körper gründlich durchgearbeitet werden; die Stunde ist deshalb nach Möglichkeit auszunutzen. Doch ist jede Überanstrengung zu vermeiden. Die Stunde beginne mit frischen Bewegungsübungen; die anstrengendsten Übungen treten in der Mitte auf; den Schluß bilden beruhigende Übungen. Jede Gruppe ist aus erzieherischen und turnerischen Gründen so lange zu üben, bis sie genau und in vollendester Forin, ausgeführt wird. Bei einfachen Aufmärschen dürfen gelegent76 d 1130 lich passende Marsch- und Wanderlieder gesungen werden. Weibliche Handarbeit. Mädchen. (3 Stunden wöchentlich.) Ziel. — Durch den Handarbeitsunterricht soll das in der Primärschule erworbene Wissen und Können so befestigt, vervollkommnet und erweitert werden, daß das junge Mädchen eine bewußte Gewandtheit im selbständigen Anfertigen und Ausbessern der im Familienleben notwendigen Wäschegegenstände und der einfachsten Kleidungsstücke sowie die zu einer weitern eigenen Fortbildung notwendige Anregung und Befähigung erhält. Außerdem soll durch diesen Unterricht nicht nur die Erziehung in den weiblichen Tugenden, in Ordnung, Genauigkeit, Arbeitsamkeit und Sparsamkeit, sondern auch die Lust und Liebe an einem geordneten Hauswesen und das richtige Schönheitsgefühl gefördert werden. Beide Schuljahre werden gleichzeitig , aber in zwei Abteilungen unterrichtet; der Lehrgang ist zweijährig . Stoff. 1. Schuljahr. 1. Stricken. Ein Paar Frauenstrümpfe. Fersen mit Beigarn, resp. Garnieren derselben. 2. Flicken des Gestrickten an einein dazu bestimmten Maschengewebe. A. Waschenstichüberfahren an dünngewordener Stelle der Strickfläche. B. Einstricken neuer Teile. C. Stopfen durch Gitter- und Maschenstichstopfe. a.) Rechtsmasche,
  79. b)Linksmasche,
  80. c)Rechts- und Linksmasche in Verbindung. 3. Flicken des Gewebten. A. Wieseln oder Einziehen neuer Fäden an dünngewordenen Stellen in verschiedenen Stoffarten. B. Einsetzen von Stücken
  81. a)in Leinwand,
  82. b)in ge- mustertem Zeug,
  83. c)in Flanell. C. Anfertigen von Riß- und Gitterstopfen. 4. Zuschneiden und Anfertigen eines Frauenhemdes (Fassonhemd) und einer Unterhose. (Hand- und Maschinennähen). 2. Schuljahr. 1. Wiederholen der verschiedenen Ausbesserungsarbeiten an Gebrauchsgegenständen. 2. Zuschneiden und Anfertigen von Schürze, Knabenhemd oder Arbeiterhemd, Nachtjacke oder Nachthemd. (Hand- und Maschinennähen.) 3. Festonnieren, Weißzeugsticken und Häkeln. 4. Sogenannte Luxusarbeiten in mäßigem Umfange erst dann, wenn das vorgeschriebene Pensum erreicht ist. Behandlung. — Der Handarbeitsunterricht ist Klassenunterricht. Jeder neuen Arbeit geht das Vorzeigen derselben und eine Besprechung über ihren Wert und ihre Bedeutung sowie über die Gewinnung, Herstellung, Verwendung, die Eigenschaften, Behandlung, Vor- resp. Nachteils, die Güte und den Preis des Materials und Werkzeugs vorher. Daran schließen sich Vorübungen mit einer kurzen, klaren Unterweisung über den Ausführungsmodus der Arbeit an. Diese Vorübungen werden von Lehrerin und Schülerinnen mit eigens dazu bestimmten Veranschaulichungsmitteln und mit starkem Material vorgenommen. Zu diesen Belehrungelt und Unterweisungen tritt helfend das Zeichnen an der Wandtafel. So wird das Flicken des Gestrickten und Gewebten nicht nur durch Vormachen am Stopf- resp. Nährahmen, sondern auch durch Zeichnen an der Wandtafel zum Verständnis gebracht. Beim Zuschneideunterricht wird durch genaue Berechnung auf eine haushälterische Verwendung des Stoffes besonders hingewiesen. Das Zeichnen und Anfertigen der Schnittmuster in natürlichem Maßstab kann ergänzt werden durch zeichnerische Darstellungen im verjüngten Maßstabe nebst den einschlägigen Angaben im Hefte; auch kann vor 1131 dem eigentlichen Zuschneiden der Gebrauch der Schere an Papier sowie des Zentimeters und damit das eigentliche Zuschneiden angebahnt werden. Bei den praktischen Ausführungen muß neben dem Klassenunterrichte der Einzelunterricht einsetzen, wobei den schwachen Schülerinnen besondere Aufmerksamkeit geschenkt wird. Gewandte Schülerinnen füllen den etwaigen Zeitvorsprung mit Nebenarbeiten aus. Bei allen Schülerinnen ist auf eine stetige gute Körperhaltung die größte Sorgfalt zu verwenden. Nebenbeschäftigung der Lehrerin während des Unterrichtes, und das Hereinziehen anderer Schulfächer sind nicht gestattet. Die Lehrform paßt sich dem Lehrstoffe an, und Theorie und Praxis stützen sich gegenseitig und schreiten miteinander fort. Die Benennungen der verschiedenen Arbeiten und die Grundregeln über den Ausführungsmodus werden sowohl systematisch als gelegentlich wiederholt. Der erste Unterricht im Maschinennähen besteht im Vorzeigen und Anschauen der Maschine und in einem kurzen Überblick über die Geschichte derselben. Darnach werden die Teile und nach und nach auch die Hilfsapparate vorgezeigt, deren Zweck erklärt und praktisch nachgewiesen. Außerdem werden Belehrungen über die Eigenschaften der Nadel und Fäden, ferner über die Behandlung und das Instandhalten der Maschine gegeben. Das eigentliche Einführen ins Maschinennähen geschieht durch Vormachen durch die Lehrerin und Nachmachen durch die Schülerinnen an einem Stoffabschnitte. Die ersten Versuche werden ohne Faden gemacht. Die Fertigkeit im Maschinennähen wird wie i n allem Können durch fleißiges Üben erzielt. Arrêté ministériel du 23 septembre 1916, concernant la fixation de l'heure légale. Ministerialbeschluß vom 23. September 1916, die Bezeichnung der gesetzlichen Zeit betreffend. L E MINISTRE D'ÉTAT, PRÉSIDENT DU GOUVERNEMENT, Der Staatsminister, Präsident der Regierung ; Nach Einsicht des Gesetzes vom 10. M a i 1916, betreffend die Vereinheitlichung der gesetzlichen Zeit während der Sommerzeit; Beschließt: Art. 1. Vom 1. Oktober künftig ab wird in Gemäßheit des vorerwähnten Gesetzes vom 10. Mai 1916 im Großherzogtum als gesetzliche Zeit die sogenannte „mitteleuropäische Zeit" gelten, die der zur Zeit in Anwendung stehenden Sommerzeit um 60 Minuten nachgeht. Die Überleitung geschieht in der Nacht vom 30. September zum 1. Oktober in der Weise, daß der 80. September eine Stunde nach Mitternacht endigt. Um 1 Uhr nachts werden die Uhren um eine Stunde zurückgestellt und nun beginnt der 1. Oktober. Vu la loi du 10 mai 1916, concernant l'unification de l'heure légale de la saison d'été; Arrête: Art. 1 . A partir du 1 e r octobre prochain et conformément à la loi susvisée du 10 mai 1916, l'heure légale du Grand-Duché sera celle dite « d'Europe centrale », laquelle retarde de 60 minutes sur l'heure estivale actuellement en vigueur. La transition se fera pendant la nuit du 30 septembre au 1 er octobre de telle manière que le 30 septembre finira une heure après minuit. A 1 heure de la nuit, les horloges seront retardées d'une heure, et c'est à partir de ce moment que commencera le 1 er octobre. er 1132 A l'effet d'éviter toute confusion, la 1re heure entre minuit et 1 heure du matin, celle qui appartient encore au 30 septembre, sera désignée par 12 h. ., min. (A) et la seconde, celle qui appartient déjà au 1 e r octobre, par 12 h. . .min. (B). Art. 2. Le présent arrêté sera publié au Mémorial. Um jeder Verwechselung vorzubeugen, wird die 1. Stunde zwischen Mitternacht und ,1 Uhr morgens, die also noch zum 30. September gehoch mit 12 Uhr. .. Min. (A), und die 2., die also schon zum 1. Oktober gehört, mit .12 Uhr .. Min. (B) bezeichnet. Art. 2. Dieser Beschluß soll ins „Memorial" eingerückt werden. Luxembourg, le 23 septembre 1946. Luxemburg, den 23. September 1916. Le Ministre d'État, Président du Gouvernement, V. THORN. Avis. A partir du 1 octobre prochain, les administrations de chemins de fer ainsi que les entrepreneurs des services publics d'autobus adopteront l'heure de l'Europe centrale, laquelle retarde de 60 minutes sur celle actuellement en vigueur. La transition se fera pendant la nuit du 30 septembre au 1er octobre de telle manière que le 30 septembre finira 1 heure après minuit. A 1 heure de la nuit les horloges seront retardées d'une heure, et c'est à partir de ce moment que commencera le 1 er octobre. er Luxembourg, le 23 septembre 1916, Le Directeurgénéral des travaux publics, A. LEFORT. Der Staatsminister, Präsident der Regierung, V. Thorn. Bekanntmachung. Vom 1. Oktober dieses Jahres ab werden die Gisenbahnverwaltungen sowie die Unternehmer der öffentlichen Autobusdienste in ihren Betrieben wieder die mitteleuropäische Zeit einführen, die der zur Zeit gültigen um 1 Stunde nachgeht. Der Übergang geschieht in der Nacht vom 30. September auf den 1. Oktober derart, daß der 30. September um 1 Uhr nach Mitternacht endigt. Um 1 Uhr des Nachts werden demnach die Uhren um 1 Stunde zurückgestellt und beginnt von diesem Augenblick an der 1. Oktober. Luxemburg, den 23. September 1916. Der General-Direktor der öffentlichen Arbeiter, A. L e f o r t . VICTOR BÜCK, LUXEMBOURG

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