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Arrêté grand-ducal du 2 octobre 1939 portant réglementation de la circulation et de séjour dans certaines régions-frontières. Großh. Beschluß vom 2. O

949 Mémorial Memorial du de Grand-Duché de Luxembourg. Großherzogtums Luxemburg. Mardi, 3 octobre 1939 № 73 Großh. Beschluß vom 30. September 1939, betreffend die Einrichtung von Schiedsgerichten über Mietsstreitigkeiten. Wir Charlotte, von Gottes Gnaden Großherzogin von Luxemburg, Herzogin zu Nassau, u., u., u. ; Gesehen die Gesetze vom 28. September 1938 und 29. August 1939 betreffend die Ausdehnung der Exekutivgewalt ; Gesehen Art. 27 des Gesetzes vom 16. Januar 1866 über die Einrichtung des Staatsrates, und in Anbetracht der Dringlichkeit ; Auf Bericht und nach Beratung der Regierung im Konseil ; Haben beschlossen und beschließen : Vom 1. Oktober 1939 an sind die Beziehungen zwischen Vermietern, Mietern und Untermietern in Mietsachen ausnahmsweise und zeitweilig folgenden Bestimmungen unterworfen : Art. 1. Unabhängig von den Bestimmungen Unsers Beschlusses vom 31. Oktober 1936 betreffend den Schutz des Geschäftsfonds, kann der kommerzielle Mietvertrag, der aus irgendeiner Ursache abläuft, auf Antrag des Mieters für eine Zeitdauer bis zu sechs Monaten verlängert werden, es sei denn, daß der Vermieter nachweist, daß er die vermieteten Räume zum eigenen Gebrauch benötigt. Hat der Vermieter i n letzterem Falle die vermieteten Räume binnen Monatsfrist nach dem Auszug des Mieters nicht bezogen, so hat letzterer Recht auf Schadenersatz. Die Verlängerung kann erneuert werden. Art. 2. Jeder unglückliche und ehrliche Mieter oder Untermieter, dessen Einkommen eine wesentliche Verminderung durch den Krieg erfahren hat, kann die Herabsetzung des Mietspreises, die Abänderung Dienstag, 3. Oktober 1939 der Zahlungsmodalitäten und aller andern Lasten des Mietvertrages sowie dessen Auflösung beantragen, wenn seine Lage ihn in die Unmöglichkeit versetzt, seinen vertraglichen Verpflichtungen nachzukommen. Das zuständige Gericht urteilt in diesen Streitsachen unter besonderer Berücksichtigung der Klauseln des Vertrages, der allgemeinen wirtschaftlichen Lage, der auf den Besitzungen ruhenden Lasten, des Geschäftsganges des Mieters. Es kann zu diesem Zwecke alle für notwendig befundenen Untersuchungsmaßregeln anordnen. Das Gericht kann die Auflösung des Mietvertrages auf Antrag des Mieters anordnen, falls bewiesen ist, daß trotz der verordneten Abänderungen die Ausführung des Vertrages dessen Ruin herbeizuführen droht. Dieselbe Maßnahme kann getroffen werden auf Antrag des Eigentümers, falls festgestellt ist, daß dessen Vermögenslage und die Umstände denselben zwingen, aus den vermieteten Räumen eine Miete zu ziehen, die wesentlich höher ist als die vom Gericht festgesetzte. Der Eigentümer kann ebenfalls die Auflösung erwirken, falls der Mieter den vom Richter, gemäß Art. 7 letzter Abschnitt, festgesetzten provisorischen Maßnahmen nicht nachkommt. A r t . 3. Alle Klauseln eines Mietvertrages, welche die gänzliche oder teilweise Aufhebung der einen oder andern Bestimmungen dieses Beschlusses bezwecken, sind nichtig. Art. 4. In jedem Kanton wird ein Schiedsgericht für Mietsstreitigkeiten eingesetzt. Der Kanton Esch erhält zwei Schiedsgerichte, entsprechend den Bezirken der beiden Friedensrichter. 950 Das Schiedsgericht ist zusammengesetzt aus dem Friedensrichter oder dem Ergänzungsrichter, als Präsidenten, und zwei Beisitzern, von denen der eine unter den Eigentümern, der andere unter den Mietern des Kantons bezeichnet wird. Der Gerichtsschreiber des Friedensgerichtes versieht das Amt des Sekretärs. Der Friedensrichter wählt die Beisitzer auf Grund einer von der Regierung im Konseil aufgestellten Liste von Eigentümern und Mietern. Vor ihrem Amtsantritt leisten die Beisitzer unter die Hände des Präsidenten folgenden Eid : „Ich schwöre meine Funktionen auf Ehre und Gewissen zu erfüllen und das Geheimnis der Beratungen zu Mahren, so wahr mir Gott helfe !" Die Entschädigungen der Beisitzer und des Gerichtsschreibers werden durch Ministerialbeschluß festgesetzt. Die Mitglieder des Schiedsgerichtes können aus den in Art. 378 der Zivilgesetzordnung vorgesehenen Gründen abgelehnt werden ; das Schiedsgericht entscheidet darüber, ohne daß irgend ein Rekurs zulässig wäre. Das Schiedsgericht tritt zusammen im Kanton Esch in Esch, Differdingen und Düdelingen, i n den anderen Kantonen i m Kantonalhauptort, jeweils im Sitzungssaal des Friedensgerichtes und an den vom Präsidenten bezeichneten Tagen und Stunden. A r t . 5. Diese Schiedsgerichte sind allein zuständig, unter Ausschluß jeder anderen Gerichtsbarkeit, welches auch die Höhe der Klage oder die Kühe der Mieten sei, selbst wenn der Rechtstitel bestritten ist, um in allen Streitigkeiten zwischen Vermietern und Mietern zu urteilen, die sich auf die Existenz, die Ausführung der Mietverträge und der Bestimmungen des gegenwärtigen Beschlusses beziehen. Die Zuständigkeit des Gerichtes wird durch die Lage des Gebäudes, auf das sich der strittige Mietvertrag bezieht, bedingt. A r t . 6. Die Klage hat durch einfaches, auf stempelfreiem Papier niedergeschriebenes und bei der Schiedsgerichtskanzlei einzureichendes Gesuch zu erfolgen. Der Zeitpunkt des Eingangs des Gesuches wird unverzüglich durch den Gerichtsschreiber in ein aus stempelfreiem Papier bestehendes Register eingetragen, das i n der Gerichtskanzlei geführt wird. Dieses Register wird durch den Präsidenten des Schiedsgerichtes numeriert und paraphiert. Der Gerichtsschreiber trägt ebenfalls die Daten der Einschreibebriefe ein, die durch diesen Beschluß vorgesehen sind. A r t . 7. Nach der Eingabe des Gesuches findet vor dem Präsidenten des Schiedsgerichtes ein Einigungsversuch statt. Zu diesem Zwecke werden die Parteien durch Einschreibebrief des Gerichtsschreibers vorgeladen. Dieser Brief enthält die Angaben über Namen, Stand und Wohnort des Klägers, den Gegenstand des Antrages und den Tag und die Stunde des Erscheinens, die durch den Präsidenten festgesetzt werden. Die Vorladungsfrist beträgt mindestens zwei volle Tage. Die Parteien müssen persönlich erscheinen. I m Falle einer durch den Präsidenten als zulässig erachteten Entschuldigung können die Parteien sich durch Bevollmächtigte vertreten lassen. In allen Fällen kann der Präsident durch Ordonnanz alle für die Parteien verbindliche provisorischen Maßnahmen treffen, besonders den provisorischen Mietzins bis zur definitiven. Erledigung des Streitfalles, festsetzen. Diese Ordonnanzen sind nicht anfechtbar. Sie sind vollstreckbar auf Grund der Urschrift und vor dem Einregistrieren. Die Summen, die auf Grund der provisorischen Maßnahmen bezahlt worden sind, werden auf den Betrag der entgültigen Entscheidung angerechnet. A r t . 8. Kommt eine Einigung nicht zustande oder erscheint der Beklagte nicht, so wird dies i m Sitzungsregister vermerkt und die Parteien werden durch den Gerichtssekretär, vermittels Einschreibebrief mit Empfangsbestätigung, für das vom Präsidenten gelegentlich des Einigungsversuches festgesetzte Datum, unter Wahrung einer Vorladefrist von wenigstens einem vollen Tage, einberufen, es sei denn die Parteien einigten sich freiwillig über den Sitzungstermin. In letzterem Falle unterzeichnen sie eine entsprechende Erklärung, die zu den Akten gelegt wird und die Vorladung ersetzt. Art. 9. Erscheint eine der Parteien weder in Person noch durch einen Bevollmächtigten, erläßt das Gericht ein Versäumnisurteil. Die nicht erschienene Partei kann Einspruch erheben. In diesem Falle geschieht die Vorladung gemäß den Bestimmungen des Art. 8. 951 A r t . 16. F ü r das Verfahren vor dem Schiedsgericht sind die Regeln maßgebend, die für die Schiedsgerichte i n Sozialversicherungsangelegenheiten gemäß Unserem Beschluß vom 23. Dezember 1927 vorgesehen sind, soweit sie nicht mit der gegenwärtigen Materie unvereinbar sind und soweit sie durch die Bestimmungen dieses Beschlusses nicht abgeändert sind. In den Streitsachen, die der Zuständigkeit des Schiedsgerichtes unterliegen, sind die den Gerichten zustehenden Befugnisse i n betreff der ehelichen Ermächtigung dem Präsidenten des Schiedsgerichtes zugeteilt. Art. 11. Das Schiedsgericht erkennt i n erster und letzter Instanz i n allen Streitigkeiten deren Gegenstand die Grenzen, die durch Art. 2 Titel I, des Gesetzes vom 20. April 1939 betreffend Abänderung gewisser Bestimmungen des Gesetzes vom 18. Februar 1885 über die Organisation des Justizwesens, des Gesetzes vom 27. November 1926 über die Kompetenz der Gerichte sowie des Art. 1006 der Zivilprozeßordnung festgesetzt sind, nicht übersteigen, und i n erster Instanz in allen anderen Streitigkeiten. A r t . 12. Die Berufung wird vor dem Bezirksgericht eingelegt. Sie muß bei Strafe der Nichtigkeit binnen 40 vollen Tagen vom Datum des Urteils an erfolgen, wenn das Urteil kontradiktorisch ist. In diesem Falle bedarf es keiner Zustellung. Bei einem Versäumungsurteil muß die Berufung binnen vollen 40 Tagen von dem Tage an, wo der Einspruch nicht mehr statthaft ist, erfolgen. Für die Berufungserklärung sowie für die Untersuchung und das Urteil wird das gewöhnliche Verfahren i n Handelssachen befolgt. Art. 13. Gegen die i n letzter Instanz ergangenen Entscheidungen ist das Kassationsverfahren unzulässig, es sei denn daß eine Gesetzesübertretung oder eine Verletzung der wesentlichen oder unter Strafe der Nichtigkeit vorgeschriebenen Formen vorliegt. Die Revision muß bei Strafe des Verfalls innerhalb 40 vollen Tagen vom Tage der Notifikation des Urteils des Schiedsgerichtes beziehungsweise der Zustellung des Urteils des Bezirksgerichtes ab ein- gereicht weiden. Für die Versäumungsurteile beginnt die Frist an dem Tage des Ablaufs der Einspruchfrist. Das Revisionsgesuch wird gemäß den für das Verfahren beim Kassationshofe in Zivil- und Handelssachen vorgeschriebenen Formen eingeleitet, untersucht und entschieden. A r t . 14. Die entgültigen Entscheidungen sowie die Vereinbarungen zwischen den Parteien während des Prozesses über den Preis und die Lasten des Mietvertrages binden die Parteien für eine Dauer von wenigstens sechs Monaten vom Tage der Entscheidung bezw. der Vereinbarung an ; nach dieser Frist kann ihre Überprüfung beantragt werden, falls eine Änderung der Lage dieselbe rechtfertigt. Diese Bestimmung betrifft nicht die Auflösungsklagen, die auf Grund der Abschnitte 4 und 5 des Art. 2 erhoben werden. Eine Abänderung der Mietverträge, die nach dem Inkrafttreten dieses Beschlusses eingegangen werden, kann während sechs Monaten nach dem Genußantritt des Mieters nicht beantragt werden. A r t . 15. Die Streitsachen, die beim Inkrafttreten dieses Beschlusses anhängig sind, werden bei den befaßten Gerichtsbarkeiten belassen, die für die Periode nach dem 30. September 1939 gemäß den Prinzipien dieses Beschlusses erkennen. A r t . 16. Unser Minister der Justiz ist mit der Ausführung dieses Beschlusses betraut, der am Tage seiner Veröffentlichung im „Memorial" in Kraft tritt. Der Beschluß bleibt i n Kraft bis zu dem Datum, das durch einen i n der Form eines öffentlichen Verwaltungsreglementes erlassenen Großh. Beschluß festgesetzt wird. Schloß Fischbach, den 30. September 1939, Charlotte. Die Mitglieder der Regierung : P. Dupong. Jos. Bech. N. Margue. P. Krier. R. Blum. 952 Arrêté grand-ducal du 2 octobre 1939 portant réglementation de la circulation et de séjour dans certaines régions-frontières. Großh. Beschluß vom 2. Oktober 1939, betreffend Reglementierung des Verkehrs und des Aufenthaltes in gewissen Grenzgegenden. Nous CHARLOTTE, par la grâce de Dieu Grande-Duchesse de Luxembourg, Duchesse de Nassau, etc., etc., etc. ; Vu les lois des 28 septembre 1938 et 29 août 1939, portant extension de la compétence du pouvoir exécutif ; Vu l'art, 27 de la loi du 16 janvier 1866 sur l'organisation du Conseil d'Etat, et considérant qu'il y a urgence ; Sur le rapport de Nos Ministres de l'Intérieur et de la Justice et après délibération du Gouvernement en Conseil ; Wir Charlotte, von Gottes Gnaden Großgerzogin von Luxemburg, Herzogin zu Nassau, u., u., u. ; Avons arrêté et arrêtons : Art. 1er. Il est interdit de circuler ou de séjourner dans le triangle formé par les localités de Remich et de Mondorf et les frontières sud-est du GrandDuché, à toutes personnes ne résidant pas habituellement dans cette région, à moins de service public, de motifs graves ou d'affaires urgentes. La circulation reste toutefois libre à l'intérieur des localités de Remich et de Mondorf. I l en est de même pour la route reliant directement Remich à Mondorf en passant près des stations de Scheuerberg et d'Ellange ; cependant sur la partie reliant la station de Scheuerberg à la localité de Remich tout stationnement non motivé de personnes ou de véhicules est prohibé. Art. 2. Sont interdits dans tous les cas :

  1. a)Les attroupements de personnes dans la zone prévue à l'art. 1er ;
  2. b)l'accès à la localité et au ban de Schengen, depuis la tombée de la nuit jusqu'au lever du jour. Exception est cependant faite pour les cas de service public et médical. Art. 3. Dans la zone prévue à l'art. 1er, y compris le tronçon de route Scheuerberg-Remich et sur les limites de cette zone, l'usage et le port d'appareils optiques de grossissement ou d'appareils photographiques sont prohibés. Dans ces mêmes zones l'occultation des appareils Nach Einsicht der Gesetze vom 28. September 1938 und 29. August 1939, betreffend Ausdehnung der Exekutivgewalt der Regierung ; Nach Einsicht des Art. 27 des Gesetzes vom 16. Januar 1866 über die Einrichtung des Staatsrates, und in Anbetracht der Dringlichkeit ; Auf den Bericht Unserer Minister des Innern und der Justiz und nach Beratung der Regierung im Konseil ; Haben beschlossen und beschließen : Art. 1. Der Verkehr und der Aufenthalt in dem von den Ortschaften Remich und Mondorf sowie der Südostgrenze des Großherzogtums gebildeten Dreieck ist jedem verboten, der nicht gewöhnlich in diesem Landesteil ansässig ist, es sei denn aus Rücksichten des öffentlichen Dienstes, wegen schwerwiegender Beweggründe oder zur Erledigung dringender Geschäfte. Der Verkehr bleibt jedoch frei im Innern der Ortschaften Remich und Mondorf, sowie für die Straße, die Remich mit Mondorf direkt verbindet und an den Bahnhöfen Scheuerberg und Ellingen vorbeiführt ; auf dem Straßenteil jedoch, der den Bahnhof Scheuerberg mit der Ortschaft Remich verbindet, ist jedes unbegründete Stehenbleiben bezw. Halten von Personen oder Fahrzeugen verboten. Art. 2. In allen Fällen sind untersagt :
  3. a)die Zusammenrottungen von Personen in der im Art. 1 erwähnten Zone ;
  4. b)der Zugang zu der Ortschaft und dem Bann von Schengen vom Einbruch der Nacht an bis zum Tagesanbruch, ausgenommen in Fällen öffentlichen oder medizinischen Dienstes. Art. 3. In der im Art. 1 erwähnten Zone, der Straßenteil Scheuerberg-Remich miteinbegriffen, und an den Grenzen dieser Zone sind der Gebrauch und das Tragen von Vergrößerung- und Photographieapparaten verboten. In denselben Jonen ist im Freien das Abdunkeln 953 d'éclairage des véhicules ainsi que des lampes électriques à main est obligatoire, en plein air, depuis la tombée de la nuit jusqu'au lever du jour. Art. 4. Nonobstant les dispositions des art. 1 et 2 le chef de la gendarmerie ou son délégué peuvent accorder des autorisations personnelles et temporaires de circulation ou de séjour pour des endroits déterminés. Art. 5. Les limites de la zone d'interdiction prévue au présent arrêté peuvent être modifiées par arrêté du Ministre de l'Intérieur. Art. 6. Les infractions aux dispositions du présent arrêté seront punies d'un emprisonnement de 1 à 7 jours et d'une amende de 20 à 50 francs ou d'une de ces peines seulement. Pourront être confisqués les véhicules ou les engins mentionnés à l'art. 3 qui auront servi aux infractions à ces dispositions. Art. 7. Nos Ministres de l'Intérieur et de la Justice sont chargés, chacun en ce qui le concerne, de l'exécution du présent arrêté, lequel entrera en vigueur le jour même de sa publication au Mémorial. Château de Fischbach, le 2 octobre 1939. Charlotte. Les Membres du Gouvernement, P. Dupong. Jos. Bech. Nic. Margue. P. Krier. R. Blum. der Fahrzeug-Beleuchtungsapparate sowie der elektrischen Handlampen vom Einbruch der Nacht bis zum Tagesanbruch obligatorisch. A r t . 4. Ungeachtet der Bestimmungen der Art. 1 und 2 kann der Chef der Gendarmerie oder sein Vertreter persönliche und zeitlich beschränkte Verkehrsund Aufenthaltsermächtigungen für bestimmte Orte bewilligen. A r t . 5. Durch Beschluß des Ministers des I n n e r n können die Grenzen der in diesem Beschluß vorgesehenen Absperrgrenze abgeändert werden. A r t . 6. Die Zuwiderhandlungen gegen die Bestimmungen dieses Beschlusses werden mit einer Gefängnisstrafe von 1 bis 7 Tagen und einer Geldstrafe von 20 bis 50 Fr. oder mit nur einer dieser Strafen geahndet. Die Fahrzeuge und die in Art. 3 erwähnten Apparate, die zur Zuwiderhandlung gedient haben, können beschlagnahmt werden. A r t . 7. Unsere Minister des Innern und der Justiz sind, jeder insoweit es ihn betrifft, mit der Ausführung dieses Beschlusses betraut, der am Tage seiner Veröffentlichung im „Memorial" in Kraft tritt. Schloß Fischbach, den 2. Oktober 1939. Charlotte. Die Mitglieder der Regierung : P. Dupong. Jos. Bech. N. Margue. P. Krier. R. Blum. Avis. — Jury d'examen. — Le jury d'examen pour la délivrance du certificat d'aptitude et de capacité aux fonctions de professeur à l'école normale et d'inspecteur de l'enseignement primaire se réunira le lundi, 9 octobre 1939, dans une salle de la Commission d'Instruction à Luxembourg, à l'effet de procéder à l'examen de M. Paul Ulveling de Luxembourg, récipiendaire pour l'ordre des lettres. L'examen écrit aura lieu les 9, 10 et 11 octobre, chaque fois de 9 h. du matin à midi et de 3 à 6 h. de relevée. L'épreuve orale est fixée au vendredi, 13 octobre à ,3 h. de relevée. Les dates des épreuves pratiques sont fixées au jeudi, 12 octobre, de 8 h. du matin à midi, pour la correction des devoirs écrits, et aux mardi, 17 et vendredi, 20 octobre, pour les leçons pratiques. — 2 octobre 1939. 954 Arrêté du 28 septembre 1939, partant modification de celui du 7 du même mois, concernant l'abatage des porcs. Le Conseil du Gouvernement, Vu les lois des 28 septembre 1938 et 29 août 1939, portant extension du pouvoir exécutif et plus spécialement l'art. 1er, alinéa dernier de la susdite loi du 28 septembre 1938 ; Revu l'arrêté du 7 septembre 1939, concernant l'abatage des porcs et considérant qu'il importe dans l'intérêt du ravitaillement de n'admettre à l'abatage que des porcs d'un poids garantissant un certain rendement économique ; Die Regierung im Konseil, Nach Einsicht der Gesetze vom 28. September 1938 und 29. September 1939 betreffend die Ausdehnung der Kompetenz der Exekutivgewalt und besonders des Art. 1, letzter Abschnitt des obenerwähnten Gesetzes vom 28. September 1938 ; Nach Wiedereinsicht des Beschlusses vom 7. September 1939, betreffend das Abschlachten der Schweine, und in Erwägung, daß es im Interesse der Fleischversorgung ist, nur Schweine zur Schlachtung zuzulassen, deren Lebendgewicht einen genügenden wirtschaftlichen Ertrag gewährleistet ; Beschließt : Arrête : er Beschluß vom 28. September 1939, betreffs Abänderung desjenigen vom 7. dess. Mts. über das Abschlachten des Schweine. er Art. 1 . L'art. 1 du susdit arrêté du 7 septembre 1939 est remplacé par la disposition suivante : Jusqu'à disposition ultérieure contraire l'abatage de porcs d'un poids vif inférieur à 100 kg. est défendu tant dans les abattoirs publics que dans les tueries privées. Cette disposition ne s'applique pas à l'abatage de porcs pour des besoins privés. En cas de nécessité, des autorisations spéciales d'abatage pourront être accordées par le Ministre de l'Agriculture. Art. 2. Le présent arrêté entrera en vigueur le jour de sa publication au Mémorial. Art. 1. Art. 1 des obenerwähnten Beschlusses vom 7. September 1939 wird durch folgende B e stimmungen ersetzt : Bis auf weiteres ist das Abschlachten von Schweinen mit einem Lebendgewicht von weniger als 100 Kg. in den öffentlichen und privaten Schlachthäusern verboten. Diese Verfügung betrifft nicht das Abschlachten von Schweinen für Privatbedürfnisse. Falls die Notwendigkeit vorliegt, können besondere Schlachtermächtigungen durch den Minister des Ackerbaus erteilt werden. Art. 2. Dieser Beschluß tritt am Tage seiner Veröffentlichung im „Memorial" in Kraft. Luxembourg, le 28 septembre 1939. Les Membres du Gouvernement, P. Dupong. Jos. Bech. Nic. Margue. P. Krier. R. Blum. Luxemburg, den 28. September 1939. Die Mitglieder der Regierung : P. Dupong. Jos. Bech. N. Margue. P. Krier. R. Blum. Avis. — Administration communale. — Par arrêté en date du 27 septembre 1939, M . Joseph Conzemius, cultivateur, à Fouhren, a été nommé aux fonctions d'échevin de la commune de Fouhren. — 2 9 septembre 1939. 955 Avis. — Assurance vieillesse et invalidité. Liste des délégués-patrons et des délégués-assurés appelés à siéger comme assesseurs aux tribunaux arbitraux pour la période du 1er janvier 1940 au 31 décembre 1943.
  5. a)Délégués-patrons. A. — Membres effectifs. I . — Tribunal arbitral de Luxembourg. 1° Conrath Joseph, fondé de pouvoir, Wecker ; 2° Schrader Jacques, entrepreneur, Luxembourg ; 3° Faber Jean, ingénieur, Dommeldange ; 4° Flammang Nicolas, maître-plafonneur, Luxembourg ; 5° Ronckard Edouard, maître-menuisier, Luxembourg. II. — Tribunal arbitral d'Esch-s.-Alz. 1° Brouch Joseph, fondé de pouvoir, Differdange ; 2° Grüneisen Guillaume, entrepreneur, Differdange ; 3° Kayser Henri, directeur de l'usine à gaz, Esch-s.-Alz. ; 4° Schneider Guillaume, peintre-décorateur, Esch-s.-Alz. ; 5° Kill Paul, maître-électricien, Esch-s.-Alz. III. — Tribunal arbitral de Diekirch. 1° Lambert Georges, industriel, Wiltz ; 2° Pesch Nicolas, administrateur de la Société Aug. Richard & Cie., Diekirch ; 3° Wagner Jean, carrossier, Diekirch ; 4° Walch Nicolas, entrepreneur, Gilsdorf ; 5° Wanderscheid E., entrepreneur, Ettelbruck. B. — Membres suppléants : I . — Tribunal arbitral de Luxembourg. 1° Morché Ernest, entrepreneur, Limpertsberg ; 2° Schmit Jos., maître-zingueur, Luxembourg ; 3° Durbach Mathias, maître-peintre, Luxembourg. II. — Tribunal arbitral d'Esch-s.-Alz. 1° Chomé Pierre, ingénieur, chef de service de l'Arbed, Esch-s.-Alz. ; 2° Logelin Victor, directeur des minières Angleur-Athus, Esch-s.-Alz. ; 3° Zigrand Joseph, garagiste, Esch-s.-Alz. III. — Tribunal arbitral de Diekirch. 1° Faber Léon, fondé de pouvoir, tannerie Idéal, Wiltz ; 2° Heintz Joseph, fabricant de meubles, Diekirch ; 3° Schaffner Robert, maître-serrurier, Echternach.
  6. b)Délégués-assurés, A. — Membres effectifs. I. — Tribunal arbitral de Luxembourg. 1° Bœs Nicolas, tourneur, Hespérange ; 2° Brendel J.-P., dessinateur, Bonnevoie ; 3° Jander Charles, ouvrier, Luxembourg ; 4° Kirsch Mich., ouvrier, Pfaffenthal ; 5° Schoos Nic., typographe, Luxembourg. 956 II. — Tribunal arbitral d'Esch-s.-Alz. 1° Ackermann Victor, ouvrier, Esch-s.-Alz. ; 2° Fellens Jean, serrurier, Esch-s.-Alz. ; 3° Gœrres Albert, ouvrier, Differdange ; 4° Kremer J.-B., mineur, Obercorn ; 5° Leches J.-P., ouvrier d'usine, Rodange. III. — Tribunal arbitral de Diekirch. 1° Deltgen Fr., ouvrier-brasseur, Wiltz ; 2° Fink Math., typographe, Diekirch ; 3° Haagen Jos., ouvrier-tanneur, Niederwiltz ; 4° Mertens Tony, ouvrier-tanneur, Niederwiltz ; 5° Simon P., ouvrier de carrières, Gilsdorf. B. — Membres suppléants. I. — Tribunal arbitral de Luxembourg. 1° Krier Jean, ouvrier-tisserand, Luxembourg ; 2° Reiter Aloyse, ouvrier, Bonnevoie ; 3° Schwab Jean, ouvrier, Bonnevoie ; 4° Wagner Léon, peintre, Luxembourg ; 5° Weber Nic., ouvrier-mineur, Grevenmacher. II. — Tribunal arbitral d'Esch-s.-Alz. 1° Baum Dom., ouvrier d'usine, Schifflange ; 2° Bohler Nic., ouvrier-mineur, Rumelange ; 3° Fellens J.-P., typographe, Esch-s.-Alz. ; 4° Gales Léon, zingueur, Esch-s.-Alz. ; 5° Stemper Aug., mineur, Esch-s.-Alz. III. — Tribunal arbitral de Diekirch. 1° Bildgen Nic., ouvrier-brasseur, Diekirch ; 2° Evrard Nic., ouvrier d'ardoisières, Perlé ; 3° Haas Mich., ouvrier-tanneur, Wiltz ; 4° Weber Ch., ouvrier, Diekirch ; 5° Thill Pierre, ouvrier d'ardoisières, Asselborn. — 30 septembre 1939. Imprimerie de la Cour Victor Buck, S. a r. l., Luxembourg.

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