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Arrêté du 30 mai 1940, portant fixation du taux de blutage et de mélange du froment et du seigle. La Commission administrative, Beschluß vom 30. Mai 1

325 Mémorial Memorial du des Grand-Duché de Luxembourg. Großherzogtums Luxemburg. Jeudi, 30 mai 1940. № 31 Résolution votée par la Chambre des députés et approuvée par le Conseil d'Etat dans leurs réunions du 16 mai 1940. La Chambre des députés, Donnerstag, 30. Mai 1940. Entschließung der Abgeordnetenkammer vom 16. Mai 1940, gutgeheißen durch den Staatsrat in seiner Sitzung vom selben Tage. Die Abgeordnetenkammer, Considérant l'impossibilité dans laquelle se trouve actuellement l'administration centrale du pays de prendre les mesures nécessaires au fonctionnement normal des services publics ; In Anbetracht der Unmöglichkeit, in die sich die Zentralverwaltung versetzt sieht, die notwendigen Maßnahmen für das normale Funktionieren der öffentlichen Dienstzweige zu ergreifen; Considérant qu'il est indispensable, de créer à cet effet un organe appelé à remplir le rôle dévolu au Gouvernement en temps normal ; In Anbetracht, ferner der Tatsache, daß es unumgänglich notwendig ist, zu diesem Zweck ein Organ zu schaffen, das die der Regierung in normalen Zeiten zustehende Aufgabe erfüllen soll; Vu l'avis du Conseil d'Etat en date du 14 mai 1940; Beschließt die Kammer, nach Kenntnisnahme des Gutachtens des Staatsrates vom 14. M a i 1940: Décide : er Art. 1 . Le Secrétaire Général du Gouvernement est chargé d'assurer le fonctionnement normal des services gouvernementaux et l'expédition des affaires en collaboration avec les conseillers de Gouvernement qu'il désignera sous l'approbation de la Chambre. Le Collège ainsi constitué prendra la dénomination de «Commission de Gouvernement». A r t . 1. Der Generalsekretär der Regierung ist beauftragt, in Zusammenarbeit mit den Regierungsräten, die er mit Zustimmung der Kammer bezeichnen wird, den normalen Gang der öffentlichen Dienstzweige und die Erledigung der Geschäfte zu sichern. Art. 2. La Commission de Gouvernement exercera en outre les pouvoirs conférés aux organes du pouvoir exécutif par la loi du 28 septembre 1938 et celle du 29 août 1939. A r t . 2. Die Regierungskommission wird außerdem die der Regierung auf Grund der Gesetze vorn 28. September 1938 und vom 29. August 1939 übertragenen Vollmachten ausüben. Art. 3. La Commission de Gouvernement exercera ses pouvoirs par voie d'arrêtés gouvernementaux. Toutes les décisions à caractère législatif ou réglementaire émanant de la Commission seront com- A r t . 3. Die Regierungskommission übt ihre Befugnisse durch Regierungsbeschlüsse aus. Das so gebildete Kollegium erhält die Bezeichnung: „Regierungskommission." Alle gesetzgeberischen oder reglementarischen, von der Kommission getroffenen Entscheidungen, werden 326 muniquées immédiatement à la Chambre des dé- unverzüglich der Kammer durch eine in der Kammerputés par le dépôt d'une expédition au Greffe de kanzlei niedergelegte Ausfertigung mitgeteilt. la Chambre. Von der Abgeordnetenkammer also votiert und Ainsi voté par la Chambre des députés et apvom Staatsrat gutgeheißen am 16. Mai 1940. prouvé par le Conseil d'Etat, le 16 mai 1940. Der Präsident, Le Président der Abgeordnetenkammer, de la Chambre des députés, E m i l Reuter. Emile Reuter. Der Generalsekretär Le Secrétaire général der Regierung, du Gouvernement, Albert Wehrer. Albert Wehrer, Par décision de la Chambre des députés du 23 mai 1940 le titre de Commission de Gouvernement a été remplacé par celui de Commission administrative. Durch Entscheidung der Abgeordnetenkammer vom 23. M a i 1940 wurde die Bezeichnung „Regierungskommission" durch „ V e r w a l t u n g s k o m m i s s i o n " ersetzt. Répartition des services publics. Verteilung der öffentlichen Dienstzweige. Les services publics ont été répartis entre les Membres de la Commission administrative de la façon suivante : Die öffentlichen Dienstzweige sind wie folgt unter die Mitglieder der Verwaltungskommission verteilt: M. Albert Wehrer, Ministère d'Etat, Affaires Etrangères et Justice ; Hrn. Albert Wehrer : Staatsministerium, Auswärtige Angelegenheiten und Justiz; M. Jean Metzdorff : Intérieur, Travaux publics, Transports et Electricité ; Hrn. Johann Metzdorff : Inneres, Öffentliche Arbeiten, Transport- und Elektrizitätswesen; M. Joseph Carmes : Finances, Travail et Prévoyance sociale, Assistance publique et Service sanitaire ; Hrn. Josef Carmes: Finanzen, Arbeit und Soziale Fürsorge, Sanitatswesen und öffentliche Armenpflege; M. Louis Simmer : Instruction publique, Arts et Sciences, Cultes ; Hrn. Louis Simmer: Unterricht, Wissenschaft, Kultusangelegenheiten; M. Mathias Putz : Agriculture et Viticulture, Commerce, Industrie et Métiers. Hrn. Mathias Pütz: Acker- und Weinbau, Handel, Industrie und Gewerbe. M. Albert Wehrer, Secrétaire Général du Gouvernement assurera la présidence de la Commission administrative, et sera remplacé, en cas d'empêchement, par un de ses collaborateurs par rang d'ancienneté. Hr. Albert Wehrer, Generalsekretär der Regierung, führt den Vorsitz der Verwaltungskommission. Im Falle einer Verhinderung wird er jeweils durch den rangältesten seiner Mitarbeiter ersetzt. Kunst und 327 Arrêté du 30 mai 1940, portant fixation du taux de blutage et de mélange du froment et du seigle. La Commission administrative, Beschluß vom 30. Mai 1940 über den Vermahlungs- und Mischungssatz von Weizen und Roggen. Die Verwaltungskommission, Vu les résolutions de la Chambre des députés en date des 16 et 23 mai 1940 ; Nach Einsicht der Entschließungen der Abgeordnetenkammer vom 16. und 23. Mai 1940; Vu les lois des 28 septembre 1938 et 29 août 1939, portant extension de la compétence du pouvoir exécutif ; Nach Einsicht der Gesetze vom 28. September 1938 und 29. August 1939, betreffend Ausdehnung der Exekutivgewalt der Regierung; Arrête : Beschließt : Art. 1er. Le taux de blutage du froment et du seigle dans la fabrication de la farine est fixée à 80%. Les deux espèces de céréales sont mélangées dans la proportion suivante : 80% de froment et 20% de seigle. A r t . 1. Der Vermahlungssatz bei der Herstellung von Mehl ist für Weizen und Roggen auf 80% festgesetzt. Die beiden Getreidearten sind zu mischen in dem Verhältnis von 80% Weizen und 20% Roggen. Art. 2. Les infractions aux dispositions du présent arrêté seront punies d'une amende de 500 à 2.000 francs et d'un emprisonnement d'une semaine à trois mois ou de l'une de ces peines seulement. Art. 2. Zuwiderhandlungen gegen die Bestimmungen dieses Beschlusses werden mit einer Geldstrafe von 500 bis 2.000 Franken und mit Gefängnis von acht Tagen bis drei Monaten, oder mit nur einer dieser Bußen bestraft. Art. 3. Le présent arrêté entrera en vigueur le jour de sa publication au Mémorial. Art. 3. Dieser Beschluß tritt am Tage seiner Veröffentlichung im „Memorial" in Kraft. Luxembourg, le 30 mai 1940. La Commission administrative : Albert Wehrer, Jean Metzdorff, Joseph Carmes, Louis Simmer, Mathias Putz. Beschluß vom 23. Mai 1940 über die Notunterstützung an evakuierte Personen. Die Verwaltungskommission, Nach Einsicht der Entschließungen der Abgeordnetenkammer vom 16. und 23. M a i 1940; Nach Einsicht der Gesetze vom 28. September 1938 und 29. August 1939 betreffend Ausdehnung der Exekutivgewalt der Regierung; Nach Einsicht des Artikels 27 des Gesetzes vom 16. Januar 1866 über die Organisation des Staatsrates, und in Anbetracht der Dringlichkeit; In Erwägung, daß es unerläßlich erscheint die Betreuung von bedürftigen Evakuierten durch Gewährung von Notunterstützungen zu gewährleisten; Luxemburg, den 30. Mai 1940. Die Verwaltungskommission: Albert Wehrer, Jean Metzdorff, Josef Carmes, Louis Simmer, Mathias Pütz. Beschließt: A r t . 1. Die Evakuierten, die sich beim Gemeindesekretariat ihres neuen Aufenthaltsortes angemeldet haben, erhalten bei nachgewiesener Bedürftigkeit eine vorübergehende Unterstützung. Nach ihrer Zulassung zur Unterstützung wird ihnen von den Gemeindebehörden eine Kontrollkarte ausgehändigt. Bei Wechsel der Aufenthaltsgemeinde ist diese Karte abzustempeln durch die Behörden der Abmelde- und Reuanmeldegemeinde; sie gilt für die Reuanmeldegemeinde weiter. A r t . 2. Die Unterstützung ist festgesetzt wie folgt: 1. für ledige Jugendliche vom 18. bis zum vollendeten 25. Lebensjahr: 4 Fr. je Wochentag; 2. für Personen über 25 Jahren, mit Ausnahme 323 der mit ihrem, Ehemann zusammenlebenden Ehef r a u , und für Personen unter 25 Jahren, die Familienernährer sind, 9 Fr. je Wochentag; 3. den Familienvorständen werden für die mit ihnen zusammenlebenden Haushaltsmitglieder für jeden Wochentag zusätzlich gewährt: 4 Fr. für die Ehefrau und 3 Fr. für jedes Kind unter 18 Jahren, bis zum Gesamtbetrag von 25 Fr. B e i Zuweisung in öffentliche Speiseanstalten werden die vorstehenden Sätze ermäßigt um zwei Drittel bei Gewährung von zwei Vollmahlzeiten und um ein Drittel bei Gewährung einer Vollmahlzeit. A r t . 3. Die zur Unterstützung zugelassenen Haushaltungsvorstände und einzelne Personen haben sich täglich beim Gemeindeamt oder an den von den Gemeindebehörden bezeichneten Stellen zu melden zur Abstempelung der ihnen ausgehändigten Kontrollkarten. D i e Unterstützung wird nur für die Wochentage bezahlt, für die die Meldung beim Gemeindeamt nachgewiesen ist. Für die erwiesenermaßen ausgehunfähigen Personen wird von der täglichen Meldung abgesehen. A r t . 4. Die Unterstützung wird entzogen, wenn einem Arbeitsangebot des zuständigen Bürgermeisters oder Arbeitsnachweisamtes keine Folge geleistet wird. Die Staatskasse wird, auf schriftliches Ansuchen de Gemeinden an das Departement für Arbeit und soziale Fürsorge, die nötigen Gelder jeweils vorstrecken. Die Auszahlung der Unterstützungen erfolgt gegen Empfangsbescheinigung der Unterstützungsempfänger auf den diesbezüglichen Auszahlungslisten. Diese Listen sind nach Ablauf jeder Woche an das Departement für Arbeit und soziale Fürsorge einzusenden; eine durch den Bürgermeister beglaubigte Abschrift dieser Listen ist jeweils beizufügen. Eine weitere Abschrift ist auf dem Gemeindesekretariat aufzubewahren. Alle notwendigen Vordrucke werden den Gemeinden zugestellt. A r t . 6. Die Unterstützungen laufen ab 20. M a i 1940 bis vorläufig 1. J u l i 1940 und werden wöchentlich ausbezahlt. Für den Zeitraum vom 20. Mai. bis zur Aushändigung der Kontrollkarten ist der tägliche Kontrollvermerk nicht erforderlich. A r t . 7. geahndet. Mißbräuchliche Inanspruchnahme wird A r t . 8. Der Regierungsrat für Arbeit und soziale Fürsorge ist mit der Ausführung dieses Beschlusses betraut. Luxemburg, den 23. Mai 1940. A r t . 5. Die Unterstützungen werden von den Gemeindekassen unter der Verantwortung der Bürgermeister ausbezahlt und gehen zu Lasten des Staates. Die Verwaltungskommission: A l b e r t Wehrer, Jean Metzdorff, Josef Carmes, Louis Simmer, Mathias Pütz. Anweisung über die Notunterstützung an evakuierte Personen. wiesener Bedürftigkeit stellt die Gemeinde den Zulassungsberechtigten die Kontrollkarte in gelber Forbe aus. Gleichzeitig tätigt sie die vorgesehenen Eintragungen auf der weißen Personalkarte, die auf dem Gemeindesekretariate aufzubewahren ist. Dienstvorschriften an die Gemeindebehörden. Durch Anweisung der Verwaltungskommission vom 23. Mai 1940 werden den Evakuierten bei nachgewiesener Bedürftigkeit vorübergehende Notunterstützungen zu Lasten des Staates gewährt. Mit der Abwicklung der Geschäfte werden gemäß A r t . 48 des Gemeindegesetzes vom 24. Februar 1843 die Gemeindebehörden des Aufenthaltsortes der Evakuierten betraut. Die genannten Behörden prüfen die Bedürftigkeit der Evakuierten womöglich unter Mithilfe der Gemeinderatsmitglieder und Gemeindebeamten des früheren Wohnsitzes der Interessenten. Bei nachge- Die Kontrollkarten müssen von den Evakuierten, ausgenommen bei Ausgehunfähigkeit, täglich zur Abstempelung vorgelegt werden. Die Abstempelung erfolgt an den Stunden und an den Stellen, die von den Gemeindebehörden bestimmt werden. Die Auszahlung der Unterstützungen geschieht wöchentlich unter der Verantwortung der Bürgermeister durch die Gemeindeeinnehmer, gegen Unterschrift der Empfänger auf den diesbezüglichen Auszahlungslisten; auf den durch Art. 5 der Anweisung 329 vorgesehenen Abschriftlisten ist selbstverständlich die Unterschrift des Empfängers nicht erforderlich. Die Notunterstützungen an die Evakuierten stellen eine schwere Belastung für die an und für sich gespannten Staatsfinanzen dar. Die Gemeinden werden deshalb dringend ersucht, den Unterstützungsberechtigten weitmöglichst Arbeit zu verschaffen. Die Verweigerung der Arbeit ohne triftigen Grund bedingt den sofortigen Entzug der Unterstützung. Gleichzeitig mit den Auszahlungslisten sollen die Gemeinden eine namentliche Aufstellung der in ein ordnungsmäßiges Arbeitsverhältnis eingewiesenen Evakuierten unter Angabe der Natur der Arbeit einsenden. Die Unterstützungen laufen gemäß A r t . 6 der A n weisung ab 20. Mai 1940 bis vorläufig 1. J u l i 1940 ; für den Zeitraum vom 20. Mai bis zur Aushändigung der Kontrollkarten ist der tägliche Kontrollvermerk nicht erforderlich. Selbstverständlich Arrêté du 29 mai 1940 concernant la prorogation de l'échéance des obligations de paiement et des délais prévus à peine de nullité. La Commission administrative, müssen auch für diese Periode die durch Art. 2 der Anweisung vorgesehenen Abzüge für gewährte Mahlzeiten vorgenommen weiden. Ferner ist möglichst für öffentliche Speisungen Sorge zu tragen. Die öffentliche Speisung ist den mit Kontrollkarten versehenen Evakuierten in erster Linie vorzubehalten. Die Evakuierten sind grundsätzlich verpflichtet von der Möglichkeit, an öffentlichen Speisungen teilzunehmen, Gebrauch zu machen. Die Gemeinde- und Lokalpolizeibeamten der evakuierten Gebiete haben sich den mit der Abwicklung beauftragten Gemeinden weitgehendst zur Verfügung zu stellen. Bei Ausführungsschwierigkeiten sind Anfragen schriftlich oder telefonisch (67-66) an das Arbeitsdepartement zu richten. Der Regierungsrat für Arbeit und soziale Fürsorge, Jos. Carmes. Beschluß vom 29. Mai 1940 betreffend Verlängerung des Erfalltermins der Zahlungsverpflichtungen und der unter Strafe der Nichtigkeit vorgesehenen Fristen. Die Verwaltungskommission, Vu les résolutions de la Chambre des députés en date des 16 et 23 mai 1940 ; Nach Einsicht der Entschließungen der Abgeordnetenkammer vom 16. und 23. M a i 1940; Vu la loi du 28 septembre 1938 et celle du 29 août 1939, concernant l'extension de la compétence du pouvoir exécutif ; Nach Einsicht der Gesetze vom 28. September 1938 und 29. August 1939, betreffend die Ausdehnung der Exekutivgewalt; Vu l'art. 27 de la loi du 16 janvier 1866 sur l'organisation du Conseil d'Etat, et considérant qu'il y a urgence ; Nach Einsicht von Art. 27 des Gesetzes vom 16. Januar 1866 über die Einrichtung des Staatsrates, und i n Anbetracht der Dringlichkeit; Arrête : er Art. 1 . Les obligations de paiement des établissements de crédit, des notaires et des organismes substitués aux notaires sont prorogées jusqu'au 1er juillet 1940. Les créanciers pourront toutefois pendant ce délai réclamer chacun mille deux cents francs. Beschließt: A r t . 1. Die Fälligkeitstermine der auf Geldbeträge lautenden Forderungen gegen inländische Kreditinstitute, sowie Notare oder Notaren substituierte Organe sind bis zum 1. J u l i 1940 verlängert. Die Gläubiger sind jedoch berechtigt, während der vorbezeichneten Frist die Auszahlung eines Betrages von nicht mehr als ein tausend zwei hundert Franken zu verlangen. 330 Art. 2. Sans préjudice des dispositions de l'article 1188 du Code civil les personnes et établissements désignés ci-dessus ne pourront jusqu'à la même date poursuivre l'exécution de leurs créances à charge de débiteurs habitant le pays. Art. 3. Le présent arrêté ne s'applique pas à la Caisse d'épargne. Art. 4. Tous les délais prévus à peine de nullité ou de déchéance et dont l'expiration est postérieure au 9 mai 1940 sont prorogés jusqu'à la date prévue sub 1. L'obligation de paiement des lettres de change et des effets de commerce est prorogée jusqu'à la même date. L'échéance des intérêts n'est pas touchée par ce qui précède. Art. 5. Cet arrêté entre en vigueur dès sa publication. Luxembourg, le 29 mai 1940. Art. 2. Unbeschadet der Bestimmungen des Art. 1188 des Zivilgesetzbuches haben die vorbezeichneten Personen und Institute die Beitreibung ihrer Forderungen gegen im Lande wohnende Schuldner zu unterlassen. Art. 3. Dieser Beschluß findet auf die Sparfasse keine Anwendung. Art. 4. Sämtliche Notfristen, deren Ablauf nach dem 9. Mai erfolgt, sind bis zum obenbezeichneten Datum verlängert. Die Zahlung von Wechseln und Effekten ist in gleicher Weise gestundet. Die Berechnung der Zinsen wird von diesen Bestimmungen nicht berührt. Art. 5. Dieser Beschluß tritt am Tage seiner Veröffentlichung in Kraft. Luxemburg, den 29. Mai 1940. La Commission administrative : Albert Wehrer, Jean Metzdorff, Joseph Carmes, Louis Simmer, Mathias Putz. Die Verwaltungskommission: Albert Wehrer. Jean Metzdorff, Josef Carmes, Louis Simmer, Mathias Pütz. Arrêté du 30 mai 1940, concernant la saisie des denrées alimentaires, matières premières, demiproduits et produits finis nécessaires à la subsistance du pays. Beschluß vom 30. M a i 1940, betreffend die Beschlagnahme der für die Wirtschaft des Landes not» wendigen Lebensmittel, Rohstoffe, Halbfabrikate und Fertigerzeugnisse. La Commission administrative, Vu les résolutions de la Chambre des députés en date des 16 et 23 mai 1940; Die Verwaltungskommission, Nach Einsicht der Entscheidung der Abgeordnetenkammer vom 16. Mai 1940, sowie der Entscheidung der Abgeordnetenkammer vom 23. Mai 1940 ; Nach Einsicht der Gesetze vom 28. September 1938 und 29. August 1939, betreffend die Ausdehnung der Zuständigkeit der Exekutivgewalt; Nach Einsicht des A r t . 27 des Gesetzes vom 16. Januar 1866 über die Organisation des Staatsrates, und in Anbetracht der Dringlichkeit; In Anbetracht der durch die gegenwärtige Lage geschaffenen Notwendigkeit, die Versorgung des Landes sowie die gerechte Verteilung der Waren, durch die Beschlagnahme der für das Land unentbehrlichen Lebensmittel, Rohstoffe und Fertigerzeugnisse sicher zu stellen; Vu les lois des 28 septembre 1938 et 29 août 1939, portant extension du pouvoir exécutif ; Vu l'art. 27 de la loi du 16 janvier 1866, sur l'organisation du Conseil d'Etat et considérant qu'il y a urgence ; Considérant qu'en présence de la nécessité créée par la situation actuelle, d'assurer le ravitaillement du pays et la répartition équitable des marchandises par la saisie des denrées alimentaires, matières premières et produits nécessaires à la subsistance du pays ; 331 Arrête : Art. 1er. Les denrées alimentaires, matières premières, demi-produits et marchandises figurant au tableau annexé au présent arrêté sont saisies avec effet immédiat. Sont exceptées les provisions ménagères se trouvant chez les particuliers. Art. 2. Il ne peut être disposé des objets saisis qu'avec l'autorisation du Conseiller de Gouvernement aux Affaires économiques. La même autorisation est requise en cas d'exécution forcée. Art. 3. Aucune autorisation n'est requise dans les cas suivants :

  1. a)pour le travail, le façonnage ou la transformation d'une quantité de marchandises égale à celle travaillée, façonnée ou transformée pendant les mois correspondant de l'année précédente ;
  2. b)pour la livraison de marchandises à une entreprise, dont les stocks sont insuffisants aux fins visées à l'alinéa qui précède ;
  3. r)pour les entreprises fabriquant, travaillant ou distribuant des produits agricoles, des denrées alimentaires ou des fourrages, y compris les hôtels et les restaurants, qui pourront vendre ou acheter les quantités des produits agricoles nécessaires à l'approvisionnement normal de leur clientèle ;
  4. d)pour les magasins de détail et les artisans qui pourront livrer des marchandises aux consommateurs pour autant que leurs stocks le permettent et dans les limites tracées par la réglementation concernant le rationnement des denrées alimentaires et des produits de consommation courante ;
  5. e)pour le bois rond et les produits accessoires forestiers qui pourront être travaillés, vendus ou coupés en vue de leur transformation en bois de sciage. Art. 4. Le détenteur d'objets saisis est obligé d'adresser, le 1er de chaque mois, au Département des Affaires Economiques un relevé des marchandises saisies se trouvant dans son entreprise. Le relevé indiquera par catégories le genre et la quantité des marchandises ainsi que le lieu où elles se trouvent. Sont dispensés de l'établissement de ce relevé Beschließt: A r t . 1. Die in der gegenwärtigem Beschluß beigefügten Anlage erwähnten Lebensmittel, Rohstoffe, Halbfabrikate und Fertigerzeugnisse sind mit sofortiger Wirksamkeit beschlagnahmt. Ausgenommen sind die Waren die sich als Bevorratung in den Haushalten befinden. A r t . 2. Über die beschlagnahmten Waren kann nur mit der Genehmigung des für Wirtschaftsangelegenheiten zuständigen Regierungsrates verfügt werden. Dieselbe Genehmigung ist auch bei Zwangsvollstreckung erfordert. A r t . 3. Nicht erfordert ist eine Genehmigung in folgenden Fällen:
  6. a)für die Be- und Verarbeitung derjenigen Mengen, die der Betrieb im gleichen Monat des Vorjahrs be- und verarbeitet hat;
  7. d)für die Lieferung von Waren an einen Betrieb, dessen Eigenbestände für die im vorhergehenden Absatz erwähnten Zwecke unzureichend sind ;
  8. c)für die Betriebe, welche landwirtschaftliche Erzeugnisse, Lebens- und Futtermittel herstellen, verarbeiten oder verteilen einschließlich der Hotels und Gaststätten ; diese Betriebe dürfen die zur ordnungsmäßigen Versorgung ihrer Kunden benötigten Mengen von landwirtschaftlichen Erzeugnissen kaufen, beziehungsweise verkaufen;
  9. d)für die Detailgeschäfte und für die Handwerksbetriebe, die ihre Waren an Verbraucher abgeben dürfen, soweit die eignen Lager es zulassen und die Bestimmungen der Reglementierung betreffend die Rationierung der Lebensmittel und täglichen Gebrauchsartikel es vorsehen;
  10. e)für Rundholz und forstliche Nebenerzeugnisse, die zu Schnittholz verarbeitet oder zu diesem Zwecke verkauft werden. A r t . 4. Der Inhaber von beschlagnahmten Waren ist verpflichtet am 1. eines jeden Monates eine Aufstellung der mit Beschlag belegten Waren, welche sich in seinem Betriebe befinden, an das Departement für Wirtschaftsangelegenheiten einzureichen. Die Aufstellung muß nach Kategorien die Art und die Menge der Waren, sowie deren Lagerort angeben. Von der Aufstellung dieses Verzeichnisses sind die 332 les exploitations agricoles et les magasins de détail, dont le chiffre d'affaires ne dépasse pas 500.000 fr. Landwirtschaftsbetriebe und Detailgeschäfte entbunden, deren Jahresumsatz 500.000 Fr. nicht übersteigt. Art. 5. Quiconque détient des marchandises saisies est tenu de veiller à leur conservation et les préserver du dépérissement. Art. 6. La surveillance et l'exécution des prescriptions du présent arrêté seront assurées par les agents de la police générale et locale ainsi que par les agents du Département des Affaires économiques. Les intéressés devront fournir tous les renseignements sur les stocks, l'achat, la vente et la consommation des marchandises, objets et produits de tous genres saisis. A cet effet les agents pourront exiger la production de livres, documents, échantillons et autres pièces. Ils auront, en outre, libre accès aux magasins ou locaux affectés à la fabrication, au dépôt, à l'exposition ou à la vente. Ils constateront les infractions et dresseront procèsverbal. A r t . 5. Wer beschlagnahmte Waren in Gewahrsam hat, muß sie pfleglich behandeln und vor Verderb schützen. Art. 7. Tout manquement aux dispositions du présent arrêté ou aux dispositions prises en vue d'en assurer l'exécution sera puni d'un emprisonnement de huit jours à trois ans et d'une amende de 51 à 20.000 francs ou de l'une de ces peines seulement. Les dispositions légales sur les circonstances atténuantes sont applicables. A r t . 7. Jede Zuwiderhandlung gegen die Bestimmungen dieses Beschlusses oder die Verfügungen, die i m Hinblick auf seine Ausführung getroffen werden, wird mit einer Gefängnisstrafe von 8 Tagen bis zu drei Jahren und mit einer Geldstrafe von 51 bis 20.000 Fr. oder mit nur einer dieser Strafen geahndet. Die gesetzlichen Bestimmungen betreffend die mildernden Umstände sind anwendbar. Die Waren, welche Gegenstand der Übertretung waren, können beschlagnahmt werden, auch dann, wenn der Schuldige nicht deren Eigentümer war. Les marchandises ayant fait l'objet de l'infraction pourront être confisquées, même si le coupable n'en est pas le propriétaire. Art. 8. Le Conseiller de Gouvernement aux Affaires économiques est chargé de l'exécution du présent arrêté qui entrera en vigueur le jour de sa publication au Mémorial. Luxembourg, le 30 mai 1940. La Commission administrative : Albert Wehrer, Jean Metzdorff, Joseph Carmes, Louis Simmer, Mathias Putz. 1° Produits agricoles, denrées alimentaires et fourrages. Blé, mélanges de blés, farine et produits de farine à l'exception du pain et des articles de boulangerie. A r t . 6. Die Überwachung und die Ausführung der Bestimmungen dieses Beschlusses werden von den Agenten der allgemeinen und lokalen Polizei, sowie den Agenten des Departementes für Wirtschaftsangelegenheiten ausgeübt. Sie können von jedem Interessenten Auskünfte über den Lagerbestand, den An- und Verkauf, sowie den Verbrauch der beschlagnahmten Waren, Gegenstände, und Produkte aller Art verlangen. Zu diesem Zwecke können sie das Vorzeigen der Bücher, Schriftstücke, Muster und anderer Belegstücke verlangen. Sie haben außerdem freien Zutritt zu den Geschäften oder Räumen, die zur Herstellung, Lagerung, Ausstellung oder zum Verkauf dienen. Sie stellen Übertretungen fest und errichten Protokoll. A r t . 8. Der Regierungsrat für Wirtschaftsangelegenheiten ist mit der Ausführung dieses Beschlusses betraut, der am Tage seiner Veröffentlichung im „Memorial" in Kraft tritt. Luxemburg. den 30. Mai 1940. Die Landesverwaltung: Albert Wehrer, Jean Metzdorff, Joseph Carmes, Louis Simmer, Mathias Pütz. 1. Landwirtschaftliche Erzeugnisse, Lebens- und Futtermittel. Getreide, Getreidegemengen, Mehl und Getreideerzeugnisse mit Ausnahme von Brot- und Backwaren. 333 Riz et produits non périssables de riz, amidon de riz et produits non périssables d'amidon de riz. Légumes secs, mélanges de légumes secs et produits de légumes secs. Graines et fruits oléagineux. Autres produits alimentaires faciles à conserver (orge perlé, gruau, tapioca, produits de maïs etc.). Pommes de terre et tous les produits de pomme de terre faciles à conserver, y compris la fécule et les produits de fécule. Viande et produits de viande, y compris les conserves, de bœuf, veau, porc, mouton et chèvre. Produits de laiterie. Huiles et graisses de toutes espèces, à l'exception du lait frais de toutes espèces et du fromage blanc. Sucres et confitures. Légumes séchés, épices non périssables de toutes sortes, oignons, fruits séchés, conserves de légumes et de fruits. Cacao brut, cacao en poudre, café, succédanés de café, thé. Toutes les sortes de fourrages commerciaux non périssables de provenance animale ou végétale ainsi que les mélanges de fourrages, pour autant qu'ils ne sont pas consommés en fourrage dans l'établissement producteur. Reis und lagerfähige Reiserzeugnisse, Reisstärke und deren lagerfähige Erzeugnisse. Hülsenfrüchte, Hülsenfruchtgemenge und Hülsenfruchterzeugnisse. Ölsämereien und Ölfrüchte, sonstige lagerfähige Nährmittel. (Graupe. Grütze, Sago, Maisnährmittel usw.) Kartoffeln und alle lagerfähigen Kartoffelerzeugnisse, einschließlich Kartoffelstärke und deren Erzeugnisse. Fleisch und Fleischwaren (auch in Konserven) von Rindern einschließlich Kälbern, Schweinen, Schafen und Ziegen. Micherzeugnisse, Öle und Fette aller Art mit Ausnahme von Frischmilch aller Art und Quark. Zucker und Marmelade. Trockengemüse, lagerfähige Gewürze aller A r t , Speisezwibeln, Trockenobst, Gemüse und Obstkonserven. Rohkakao, Kakaopulver, Kaffee, Kaffeersatzmittel und Tee. Alle lagerfähigen Handelsfuttermittel tierischer und pflanzlicher Herkunft, sowie Mischfutter hieraus, soweit sie nicht zur Verfütterung im eigenen Betriebe benötigt werden. 2° Fers et aciers. Minerais de fer, fonte brute, produits de laminoirs, toutes les sortes de ferrailles, fer blanc. 3° Minerais et métaux d'épuration. Molybdène et wolfram, y compris les minerais de molybdène et de wolfram, ferrochrome. Tous autres minerais d'épuration utilisés dans la fabrication de ferroalliages ainsi que les ferroalliages eux-mêmes. 4° Métaux. Etain, nickel, cobalt. Mercure, cuivre, aluminium, plomb, zinc, antimoine, cadmium et les alliages des métaux précités. Demi-produits (barres, fils, feuillards, tuyaux et profilés) des métaux précités et leurs alliages. Vieux métaux. Minerais et produits bruts contenant les métaux précités. 2. Eisen und Stahl. Eisenerze, Roheisen, Walzwerkerzeugnisse, sämtliche Alteisensorten, Weißblech. 3. Veredelungserze und Metalle. Molypdän und Wolfram einschließlich Erze, Ferrochrom, sämtliche sonstigen zur Herstellung von Ferrolegierungen verwendeten Veredelungserze, sowie die Ferrolegierungen selbst. 4. Metalle. Zinn, Nickel, Kobalt. Quecksilber, Kupfer, Aluminium, Blei, Zink, A n t i mon, Cadmium. Legierungen aus den vorstehend genannten M e tallen. Halbzeug (Stangen, Draht, Bleche, Rohre und Profile) aus den genannten Metallen und Legierungen derselben. Altmetalle. Erze und Vormaterialien, welche die vorstehend genannten Metalle enthalten. 334 5° Métaux précieux. Platine, plombs platinifères, tels que iridium, rhodium, palladium etc. Or, argent pur, alliages d'argent. 5. Edelmetalle. Platin, Platinbeimetalle, wie I r r i d i u m , Rhodium, Palladium usw. Gold, Feinsilber, legiertes Silber. 6° Pierres et terre, asbeste. 6. Steine und Erden, Asbest. Mica cristal de roche et quartz fusible, asbeste, fil d'asbeste, fibres d'asbeste moyennes et courtes, produits et demi-produits d'asbeste, manganèse au-dessus de 70% MNO 2 . Minerais de bore, (rasorite, colemanite, kernite) sillimanite (zyanite) graphite de cornue. Glimmer, Bergkristall und Schmelzquarz, Asbest, Spinnasbest, Mittel- und kurzfaseriger Asbest, AsbestHalb- und Fertigwaren. Braunstein über 70% MNO² Bormineralien (Rasorit, Colemanit, Kernitt) Sillimanit (Zyanit) Retortengraphit. 7° Pierres précieuses et fines. 7. Edelsteine und Halbedelsteine. Pierres précieuses naturelles, brutes, travaillées, égrisées. Diamants d'industrie y compris l'égrisée. Pierres fines naturelles et artificielles destinées à des fins techniques. Edelsteine, natürlich, roh und bearbeitet. Diamantpulver. Industriediamanten, einschließlich Board. natürlich und künstliche Halbedelsteine, für technische Zwecke. 8° Huiles et graisses industrielles, cires, résines, colles. 8. Industrielle Öle und Fette, Wachse. Harze und Leime. Glycérine pure et brute. Huile de ricin, colophane, huile de thérébenthine. Copale gomme-laque, gélatine pour photographie. Huile de lin, huile de bois, huile de pieds de bœuf, ainsi que toutes les huiles animales ou végétales impropres à la consommation humaine. Tous les acides de graisses. Cire d'abeilles, opokérite, colle de peau, colle de suie, gélatine. Glyzerin, rein und ruh. Ricinusöl, Kolophonium, Terpentinöl. Kopale, Schellack, Photogelatine. Leinöl, Holzöl, Klauenöl, sowie sämtliche tierischen und pflanzlichen Öle, soweit nicht zum Genuß geeignet, — sämtliche Fettsäuren. Bienenwachs, Opokerit, Hautleim, Lederlem, Gelatine. 9° Caoutchouc et lait de caoutchouc. 9. Kautschuk und Kautschukmilch. Caoutchouc brut. Plaques de caoutchouc, chambres à air neuves pour véhicules-automobiles. Pneus pleins en caoutchouc, pneus neufs. Rexines en caoutchouc neuves et usagées pour fabriques, toiles pour machines à carder. 10° Fibres textiles. Rohkautschuk. Platten aus Kautschuk, neue Kraftfahrzeugschläuche, Vollreifen aus Kautschuk, neue Kraftfahrzeugdecken, neue und gebrauchte Kautschuksdrucktücher für Fabriken und Kratzentücher für Kratzenfabriken. Laine et laine peignée, blouses et déchets de laine. Laine de mohaire, de cachemire. Alpaca, poil de chameaux. Laine peignée et cardée. Tissus de laine, coton et déchets. Tissus de coton et tissus de coton écrus. Jute, chanvre de Sisal et de Manille. Fils de jute, sacs de jute (nouveaux et usagés), tissus de jute écrus. Lin et fils de l i n . Wolle und Kammzug, Kämmlinge und Abgänge. Mohär, Kaschmir, Alpaka, Kamelhaargarn, Kammgarn und Streichgarn. Wollgewebe, Baumwolle und Abfälle, Reißbaumwolle. Gespinnste aus Baumwolle und Rohgewebe hieraus. Jute, Sisal, Manila. Jutegarn, Jutesäcke (neu und gebraucht), Jutegewebe roh, Flachs und Flachgarn. 10. Spinn und Faserstoffe. 335 Fils de coco, chanvre et fil de chanvre. Tissus de toile écrus. Soie grège. Soie shappe, tissus de soie shappe naturelle. 11° Cuirs et peaux. Peaux brutes pour la fabrication de cuir, peaux d'agneaux pour pelleterie. Cuirs bruts. Tanin et extrait de tanin. 12° Matières brutes et produits de l'industrie chimique. (Voir également nos 6 et 8). Tuluol, Agar-Agar, acide arsénique, borate,acide borique, quinquina industriel et pharmaceutique. Iode, opium, phosphate brut, soufre. Kokosgarn, Hanf und Hanfgarn. Leinengewebe roh. Rohseide. Florettseide, Florettseidengespinnste aus natürlicher Seide. 11. Leder, Felle, Häute. Rohe Felle und Häute zur Lederbereitung, Lammfelle zur Pelzmerkverarbeitung geeignet. Leder unverarbeitet. Gerbstoffe, Gerbextrakte. 12. Rohstoffe und Erzeugnisse der chemischen Industrie. T . auch Nr. 6 u. 8. Tolluol, Agar-Agar, Arsenigesäure, Borax, Borsäure, Chinarinde industriell und pharmazeutisch. Jod, Opium, Phosphate, roh, Schwefel. 13° Matières et produits forestiers. 13. Forst- und holzwirtschaftliche Rohstoffe und Erzeugnisse. Bois non-équarri de provenance indigène et étrangère. Sous-produits forestiers (résine, tan). Bois de sciage de provenance indigène et étrangère, bois coupé. Placages, contre-placages. Traverses, mats. Douves, parties de fonds de tonneaux, frises brutes pour parquets, carrelés bruts. Dalles en fibres de bois, dalles légères pour constructions, parties de caisses, bardeaux. Rundholz in- und ausländischer Herkunft. Forstliche Nebenerzeugnisse (Harze und Gerbrinde). Schnittholz, in- und ausländischer Herkunft, behauenes Holz. Furniere, Sperrholz. Holzschwellen, Masten. Faßdauben, Faßbodenteile, Parkett- Rohfriesen, Rohkanteln, Holzfaserplatten, Leichtbauplatten, Kisten teile, Schindeln. Instruction du 29 mai 1940, concernant l'enseignement des enfants évacués. L'enseignement des enfants évacués devra être organisé, dans la mesure du possible, d'après les directives suivantes : 1° Les enfants évacués sont à admettre sans autre formalité dans les écoles de leur domicile actuel pour autant qu'ils sont peu nombreux et que ces écoles pourront les contenir. Là où leur nombre est suffisant pour former une ou plusieurs classes à part, ils sont à réunir sous la direction de leurs anciens maîtres et maîtresses qui doivent se tenir à la disposition de leur autorité communale. Les instituteurs évacués qui sont occupés à des écoles pour enfants évacués sont tenus d'en informer sans délai l'inspecteur de leur ancien arrondissement. Anweisung vom 29. Mai 1940, betreffend den Unterricht für die evakuierten Schulkinder. Für die evakuierten Schulkinder soll der Unterricht soweit als möglich in folgender Weise geregelt werden: 1) Kleinere Gruppen von evakuierten Kindern sind ohne weiteres in die Schulen ihres jetzigen Wohnortes aufzunehmen, wofern genügend Raum vorbanden ist. Falls die Kinder zahlreich genug sind, um eine oder mehrere besondere Klassen zu bilden, sollen sie ihren ehemaligen Lehrern und Lehrerinnen zugeteilt werden, die sich zur Verfügung ihrer Gemeindebehörden halten müssen. Alle evakuierten Lehrer, die an Schulen von evakuierten Kindern beschäftigt sind, mögen sofort ihren früheren Inspektor benachrichtigen. 336 2° Il importe que toutes les écoles reprennent sans retard. Les classes nouvellement formées pourront être installées dans les bâtiments scolaires des localités d'accueil. Au besoin, l'enseignement pourra être donné alternativement dans le même local aux enfants de la localité et aux enfants évacués, d'après un horaire à fixer de commun accord entre les deux autorités communales compétentes, sous l'approbation de l'inspecteur d'arrondissement. Par l'effet d'un tel arrangement, les manuels de classe des uns pourront également servir aux autres. Si les bâtiments scolaires ne suffisent pas, des salles appropriées pourront être louées à condition que ces locaux répondent aux exigences les plus élémentaires de l'hygiène, surtout en ce qui concerne les privés. Un abri devra être aménagé dans le voisinage immédiat. En principe, les enfants évacués d'une même commune doivent rester ensemble et n'être mêlés à ceux d'autres communes que s'ils sont peu nombreux ou que la pénurie de personnel et de locaux exige leur fusion. La création d'écoles mixtes doit être évitée autant que possible. Si les circonstances ne permettent pas d'étendre dés le début l'enseignement à tous les élèves de l'âge obligatoire, la préférence devra être donnée aux élèves des classes supérieures. Le rassemblement de plusieurs classes en plein air sur les terrains de jeux ou dans les stades est sérieusement déconseillé à cause des attaques possibles d'aviateurs. 3° Certains bâtiments scolaires continuent à servir au logement et au cantonnement des troupes. D'après les renseignements obtenus, il est souvent possible d'en obtenir l'évacuation si le bourgmestre ou le personnel enseignant voulaient s'aboucher directement avec le commandant militaire temporaire de la localité. Il importe que les administrations communales prennent toutes les précaution pour que ces salles de classe soient nettoyées à fond et que celles qui ont servi à héberger des malades ou blessés soient désinfectées par les soins du service de l'hygiène publique. 4° Les instituteurs et institutrices des localités non évacuées sont tenus de faire sans retard rapport à l'inspecteur d'arrondissement. Le rapport indiquera la date de la rentrée des classes après le 2) Der Unterricht soll in allen Schulen möglichst sofort beginnen. Die neu gebildeten Klassen können in den Schulgebäuden der Ortschaften untergebracht werden, wo sich die Evakuierten befinden. Nötigenfalls darf der Unterricht in demselben Saalabwechselnd an die ortsansässigen und an die evakuierten Kinder erteilt werden. Der Stundenplan soll von den zuständigen Gemeindebehörden in beiderseitigem Einvernehmen und unter Gutheißung durch den Bezirksschulinspektor aufgestellt werden. Diese Regelung macht es möglich, daß die Schulbücher der ortsansässigen Kinder auch von den evakuierten Kindern benutzt werden. Sollten die Schulgebäude nicht ausreichen, so können geeignete Säle gemietet werden. Dabei ist darauf zu achten, daß die in Anspruch genommenen Räumlichkeiten, besonders inbezug auf die Aborte, den elementarsten Forderungen der Hygiene entsprechen. In der unmittelbaren Umgebung der Schule muß ein Luftschutzraum eingerichtet werden. Die evakuierten Kinder einundderselben Gemeinde sollen tunlichst beisammen bleiben. Sie sollen nur dann den Schulen anderer Gemeinden zugeteilt werden, wenn sie wenig zahlreich sind oder die geeigneten Lehrpersonen und Schulräume fehlen. Die Schaffung von gemischten Schulen ist nach Möglichkeit zu vermeiden. Wenn umständehalber der Unterricht anfänglich nicht alle schulpflichtigen Kinder erfassen kann, sind die Schüler der oberen Klassen zuerst zu berücksichtigen. Von der Ansammlung mehrerer Klassen im Freien, auf Spielplätzen oder in Stadien, wird wegen der Gefahr der Fliegerangriffe dringend abgeraten. 3) Viele Schulgebäude dienen noch immer der Unterbringung von Truppenteilen. Nach den vorliegenden Angaben dürfte sich die Freigabe der Schulgebäude in manchen Fällen durch eine Verständigung zwischen dem Bürgermeister oder dem Lehrpersonal und dem jeweiligen Ortskommandanten erwirken lassen. Die Gemeindeverwaltungen sollen dafür sorgen, daß die Schulsäle gründlich gereinigt werden. Schulräume, die Kranke und Verwundete beherbergt haben, müssen durch den öffentlichen Hygienedienst desinfiziert werden. 4) Die Lehrer und Lehrerinnen der nicht evakuierten Ortschaften müssen unverzüglich ihrem Bezirksinspektor Bericht erstatten. Zu vermerken ist in diesem Bericht das Datum des Schulbeginns nach 337 congé de la Pentecôte, éventuellement le motif pour lequel la rentrée n'a pu avoir lieu, la date probable à laquelle elle aura lieu, le relevé des élèves évacués admis provisoirement dans les différentes écoles (noms et prénoms, année d'études, ancien domicile) et contiendra, en général, toutes les suggestions utiles pour orienter les autorités scolaires sur les possibilités d'une organisation régulière des classes. Le Département de l'Instruction publique est convaincu que, grâce à la collaboration intelligente et dévouée de tous les facteurs intéressés, l'enfance évacuée pourra ainsi bénéficier partout et sans retard d'un enseignement fructueux. Luxembourg, le 29 mai 1940. Le Conseiller de Gouvernement à l'Instruction publique, L. Simmer. Arrêté du 30 mai 1940, concernant les Examens pour la collation des brevets de capacité au personnel enseignant des écoles primaires. Le Conseiller du Gouvernement à l'Instruction publique, Vu l'art. 30 de la loi du 10 août 1912, sur l'organisation de l'enseignement primaire et les arrêtés ministériels des 10 août 1938, 12 août 1938 et 22 novembre 1938, concernant les examens pour la collation des brevets de capacité au personnel enseignant des écoles primaires ; Arrête : Art. 1er. Sont nommés membres effectifs du jury d'examen devant lequel auront lieu pendant l'année courante les examens pour la collation des brevets de capacité au personnel enseignant des écoles primaires : M M . Michel Reuland, inspecteur principal de l'enseignement primaire ; Nicolas Simmer, directeur de l'Ecole normale d'instituteurs ; la dame sœur Emilienne Toussaint, directrice de l'Ecole normale d'institutrices ; M M . François Rippinger, Victor Wagner, professeurs à l'Ecole normale ; Nicolas Wagener, inspecteur d'écoles à Luxembourg et François Roden, inspecteur d'écoles à Grevenmacher. den Pfingstferien, gegebenenfalls der Grund, weshalb die Schule nicht beginnen konnte, das voraussichtliche Datum des Beginns, sowie die Liste der evakuierten und provisorisch in die verschiedenen Schulen aufgenommenen Kinder (Name und Vorname, Schuljahr, ehemaliger Wohnort). Weiterhin soll der Bericht alle Anregungen enthalten, die dazu geeignet sind, die Behörden über die Möglichkeiten eines regelmäßigen Schulbetriebes in den verschiedenen Ortschaften zu unterrichten. Das Unterrichtsdepartement ist überzeugt daß dank einer einsichtigen und unermüdlichen Zusammenarbeit aller beteiligten Kreise unsere evakuierten Kinder überall einen geordneten Unterricht erhalten können. Luxemburg, den 29. Mai 1940. Der Regierungsrat für öffentlichen Unterricht, L. Simmer. Beschluß vom 30. M a i 1940, über die Prüfungen für die Verleihung der Fähigkeitsbrevets an das Lehrpersonal der Primärschulen. Der Regierungsrat für öffentlichen Unterricht, Nach Einsicht des Art. 30 des Gesetzes vom 10. August 1912, über die Einrichtung des Primärunterrichts und der Ministerialbeschlüsse vom 10. August 1938, 12. August 1938 und 22. November 1938 über die Prüfungen für die Verleihung der Fähigkeitsbrevets an das Lehrpersonal der Primarschulen; Beschließt: Art. 1. Zu wirklichen Mitgliedern der Prüfungsjury für die Verleihung der Fähigkeitsbrevets an das Lehrpersonal der Primarschulen während des laufenden Schuljahres sind ernannt: die HH. Michel Reuland, Oberschulinspektor; Nikolaus Simmer, Direktor der Lehrernormalschule; Schwester Emilienne Toussaint, Direktorin der Lehrerinnennormalschule; die HH. Franz Rippinger, Viktor Wagner, Professoren an der Normalschule; Nikolaus Wagener, Schulinspektor in Luxemburg und Franz Roden, Schulinspektor in Grevenmacher. 338 Art. 2. Sont nommés membres suppléants du même jury :
  11. a)pour les examens du brevet provisoire et du brevet d'aptitude pédagogique : MM. Nicolas Schmit, inspecteur d'écoles à Esch-s.-Alz. ; Nicolas Schmit, inspecteur d'écoles à Esch-s.-Alz. ; Nicolas Winter, professeur à l'Ecole normale d'instituteurs et la dame sœur Suzanne Thomé, professeur à l'Ecole normale d'institutrices ;
  12. b)pour les examens du brevet d'enseignement postscolaire et du brevet d'enseignement primaire supérieur : MM. Jean-Joseph Lux, inspecteur d'écoles à Luxembourg, Nicolas Schmit, inspecteur d'écoles à Esch-s.-Alz., Nicolas Stoffel, inspecteur d'écoles à Ettelbruck, et la dame sœur Suzanne Thomé, professeur à l'Ecole normale d'institutrices. Art. 3. Les examens auront lieu: celui pour le brevet provisoire, vers la mi-juin; ceux pour les autres brevets, après le 20 août 1940; les dates précises seront fixés ultérieurement. Art. 4. Les récipiendaires pour le brevet provisoire devront présenter au Département de l'Instruction publique avant le 12 juin, et les récipiendaires pour les autres brevets avant le 1er août 1940, leur demande d'admission accompagnée d'un extrait de leur acte de naissance. Les récipiendaires pour le brevet provisoire devront indiquer dans leur demande la date à laquelle ils ont subi l'examen d'admission à l'Ecole normale (arrêté du 7 avril 1930) et y joindre leur certificat de nationalité. Les aspirants aux deux brevets inférieurs joindront en outre un certificat d'aptitude physique délivré par un médecin désigné par le Département de l'Instruction publique. Les dates auxquelles ils auront à subir l'examen médical seront portées ultérieurement à leur connaissance. Les candidats pour le brevet d'aptitude pédagogique, le brevet d'enseignement postscolaire et le brevet d'enseignement primaire supérieur doivent justifier par certificat qu'ils ont été préposés au moins pendant deux années à une école primaire du Grand-Duché et qu'ils sont en possession, depuis deux ans au moins, du brevet du rang immédiatement inférieur. Ils joindront en outre la quittance des droits d'admission fixés à 50 fr. par arrêté du 16 juin 1924. Art. 5. Le présent arrêté sera inséré au Mémorial Art. 2. Zu Ersatzmitgliedern derselben Jury sind ernannt:
  13. a)für die Prüfungen für das provisorische und das Lehrbefähigungsbrevet: die HH. Nikolaus S c h m i t , Schulinspektor in Esch a. d. Alz.; Nikolaus S t o f f e l , Schulinspektor in Ettelbrück; Peter W i n t e r , Professor an der Lehrernormalschule und Schwester Susanna T h o m é , Professorin an der Lehrerinnennormalschule;
  14. d)für die Prüfungen für das Fortbildungsbrevet und das Oberprimärbrevet: die HH. Johann Josef L u x , Schulinspektor in Luxemburg, Nikolaus S c h m i t , Schulinspektor in Esch a. d. Alz., Nikolaus S t o f f e l , Schulinspektor in Ettelbrück, und Schwester Susanna T h o m é , Professorin an der Lehrerinnennormalschule. Art. 3. Die Prüfungen finden statt: diejenige für das provisorische Brevet gegen Mitte Juni; diejenigen für die andern Brevets nach dem 20. August 1940. Die genauen Daten werden später festgesetzt. Art. 4. Die Kandidaten für das provisorische Brevet müssen vor dem 12. Juni, diejenigen für die andern Breuers vor dem 1. August 1940 ihr Gesuch nebst Geburtsschein beim Unterrichtsdepartement einreichen. Die Kandidaten für das provisorische Brevet müssen in ihrem Gesuch angeben, wann sie die Aufnahmeprüfung für die Normalschule bestanden haben (Beschluß vom 7. April 1930) und einen Heimatschein beifügen. Die Kandidaten für die beiden untern Brevets haben außerdem ein Gesundheitszeugnis beizubringen, das von einem durch das Unterrichtsdepartement bezeichneten Arzt ausgestellt wird. Die Daten der ärztlichen Untersuchung werden ihnen später bekanntgegeben. Die Kandidaten für das Lehrbefähigungs-, das Fortbildungs- und das Oberprimärbrevet müssen durch ein Zeugnis nachweisen, daß sie mährend wenigstens zwei Jahren eine Primärschule des Großherzogtums leiteten und seit wenigstens zwei Jahren das unmittelbar vorangehende Brevet besitzen. Außerdem ist die Quittung über die durch Beschluß vom 16. Juni 1924 auf 50 Fr. festgesetzte Aufnahmegebühr beizufügen. Art. 5. Gegenwärtiger Beschluß wird im „Me- 339 et au Courrier des écoles. Un exemplaire du Mémorial morial" und im ,,Schulbote" veröffentlicht. Ein sera transmis à chacun des membres effectifs et Exemplar des „Memorials" wird jedem der wirklichen suppléants du jury pour leur servir de titre. und der Ersatzmitglieder als Ernennungsurkunde zugestellt. Luxembourg, le 30 mai 1940. Luxemburg, den 30. Mai 1940. Le Conseiller du Gouvernement à l'Instruction publique, L. Simmer. Der Regierungsrat für öffentlichen Unterricht L. Simmer. Arrêté du 30 mai 1940 rapportant l'arrêté du 23 septembre 1939 sur la pêche dans les cours d'eau mitoyens entre le Grand-Duché et l'Allemagne. Beschluß vom 30. Mai 1940, wodurch der Ministerialbeschluß vom 23. September 1939 betreffend Verbot der Fischerei in den Grenzgewässern zwischen Luxemburg und Deutschland außer Kraft gesetzt wird. Le Conseiller de Gouvernement à l'Intérieur, Vu la loi du 9 juin 1894, concernant l'approbation de la Convention conclue le 5 novembre 1892 avec la Prusse au sujet de la réglementation de la pêche dans les eaux frontières ; Der Regierungsrat für Inneres, Nach Einsicht des Gesetzes vom 9. Juni 1894, betreffend die Genehmigung der am 5. November 1892 mit Preußen abgeschlossenen Vereinbarung über die Regelung der Fischerei in den Grenzgewässern; Vu l'arrêté du 1er mars 1937, concernant l'exercice de la pêche, notamment le paragraphe 4 de cet arrêté ; Nach Einsicht des Beschlusses vom 1. März 1937, betreffend die Ausübung der Fischerei in den Grenzgewässern, insbesondere des Paragraphen 4 dieses Beschlusses; Vu l'arrêté ministériel du 23 septembre 1939, portant interdiction de la pêche dans les cours d'eau mitoyens entre le Grand-Duché et l'Allemagne ; Nach Einsicht des Ministerialbeschlusses vom 23. September 1939 betreffend das Verbot der Fischerei in den die Grenze zwischen dem Großherzogtum und Deutschland bildenden Wasserläufen. Arrête: Art. 1er. L'arrêté ministériel du 23 septembre 1939 précité est rapporté. Art. 2. Le présent arrêté sera publié au Mémorial. Luxembourg, le 30 mai 1940. Le Conseiller de Gouvernement à l'Intérieur, J. Metzdorff. Beschließt: Art. 1. Der vorerwähnte Beschluß vom 23. September 1939 ist außer Kraft gesetzt. Art. 2. Gegenwärtiger Beschluß wird im „Memorial" veröffentlicht werden. Luxemburg, den 30. Mai 1940. Der Regierungsrat für Inneres, J. Metzdorff. Avis. — Magistrature. — Par arrêté grand-ducal en date du 7 mai 1940, démission honorable a été accordée, sur sa demande, à M. Marcel Meris, de ses fonctions de juge de paix du canton de Luxembourg, en vue de sa nomination aux fonctions de Greffier de la Chambre des députés. — Par arrêté grand-ducal du même jour M. Paul Michels, juge au tribunal d'arrondissement de Luxembourg, a été nommé juge de paix du canton de Luxembourg. — 7 mai 1940. 340 Arrêté du 30 mai 1940 concernant l'ouverture de la chasse au brocard. Le Conseiller de Gouvernement à l'Intérieur, Vu la loi du 19 mai 1885 sur la chasse et le règlement du 25 août 1893 pris en exécution de cette loi ; Arrête : Art. 1er. La chasse au brocard est ouverte pendant le mois de juin sous les restrictions ci-après : Il ne pourra être fait usage que de la carabine ; l'emploi de toute autre arme est interdit. Sont défendus les battues, l'emploi de chiens et d'appeaux et tous engins de chasse non expressément autorisés par l'alinéa qui précède. Art. 2. Le présent arrêté sera publié au Mémorial ; il sera affiché dans toutes les communes du pays. Luxembourg, le 30 mai 1940. Le Conseiller de Gouvernement à l'Intérieur, J. Metzdorff. Beschluß vom 30. Mai 1940, betreffend die Eröffnung der Jagd auf den Rehbock. Der Regierungsrat für Inneres, Nach Einsicht des Jagdgesetzes vom 19. M a i 1885 und des Reglementes vom 25. August 1893, zur Ausführung dieses Gesetzes; Beschließt: A r t . 1. Die Jagd auf den Rehbock ist während des Monats Juni erlaubt, unter nachfolgenden Einschränkungen: Es darf nur mit der Büchse geschossen werden, alle anderen Waffen sind untersagt. Untersagt sind Treib- und Hetzjagden, das Blatten, sowie die Anwendung aller, durch vorhergehenden Absatz nicht ausdrücklich erlaubten Jagdgeräte. A r t . 2. Dieser Beschluß soll im „Memorial" veröffentlicht und außerdem in allen Gemeinden des Landes angeschlagen werden. Luxemburg, den 30. M a i 1940. Der Regierungsrat für Inneres, J. Metzdorff. Erratum. — Le texte de l'arrêté grand-ducal du 25 avril 1940, portant règlement des examens pour les grades en sciences naturelles et publié au Mémorial du 30 avril 1940, n° 28, est à redresser à l'art. 4 (page 313, sub A) en ce sens que, pour l'ordre des sciences chimiques, il est exigé un certificat attestant que le récipiendaire s'est livré à l'université, avant ou après l'obtention du grade de candidat, pendant un semestre à des travaux pratiques de botanique ou de zoologie (au lieu de «et de zoologie»). — 9 mai 1940. Berichtigung. — Der Wortlaut des Großh. Beschlusses vom 25. April 1940, über die Prüfungen für die Verleihung der Grade in den Naturwissenschaften (Memorial vom 30. April 1940, Nr. 28) ist unter Art. 4 sub A (Seite 313) dahin zu berichtigen, daß für die Gruppe der Chemie ein Zeugnis erfordert ist, laut welchem der Kandidat vor oder nach der Kandidatur, während eines Halbjahres an einer Hochschule praktische Übungen in der Botanik oder der Zoologie (statt und der Zoologie) befolgt hat. — 9. M a i 1940. Avis. — Règlement communal. — En séance du 11 avril 1940, le conseil communal de Grevenmacher a modifié le règlement sur la conduite d'eau. — Cette modification a été dûment approuvée et publiée. — 22 mai 1940. Bekanntmachung. — Gemeindereglement.— In seiner Sitzung vom 11. April 1940 hat der Gemeinderat von Grevenmacher das Reglement über die Wasserleitung abgeändert. — Diese Abänderung ist vorschriftsmäßig genehmigt und veröffentlicht worden. — 22. M a i 1940. Imprimerie de la Cour Victor Buck, S. à r. l., Luxembourg.

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