Ce document est la prise de position du Mouvement Ecologique adressée aux membres de la Commission de la Justice le 20 avril 2022, sur le projet de loi n° 6054 réformant la législation ASBL. L'organisation salue les améliorations administratives mais regrette l'absence de mesures renforçant le soutien au travail bénévole et à l'engagement citoyen.
An die Mitglieder der „Commission de la Justice“ Luxemburg, den 20. April 2022 Betrifft: Reform der asbl-Gesetzgebung (« projet de loi sur les associations sans but lucratif et les fondations » - 6054) Sehr geehrter Herr Berichterstatter, Sehr geehrte Damen und Herren, Hiermit möchte der Mouvement Ecologique Ihnen seine Anmerkungen zum genannten Gesetzesprojekt einreichen. Der Mouvement Ecologique begrüßt grundsätzliche Verbesserungen, die am nun vorliegenden Gesetzesprojekt gegenüber jenem vom 10.6.2009 durchgeführt worden sind (z.B. betreffend administrativer Vorgaben u.a.m.). Jedoch fehlt weiterhin ein äußerst bedeutender Aspekt, der bereits in vorherigen Stellungnahmen hervorgehoben wurde, und zwar jener, wie die ehrenamtliche Arbeit stärker gefördert werden kann. Wir leben in Zeiten, in denen z.T. von einem mangelndem gesellschaftlichem Engagement und die u.a. daraus entstehenden Probleme für Vereinigungen bedauert werden. Dies, da gewusst ist, dass ohne das Engagement von Tausenden von Menschen so manche zentrale Aktivitäten für das Gemeinwohl verloren gingen. Gerade in Zeiten multipler Krisen ist dabei das Engagement von Menschen wichtiger denn je: nicht zuletzt auch um den Zusammenhalt in der Gesellschaft zu fördern. Bürger:innen tragen u.a. dazu bei Zukunftsperspektiven zu entwickeln sowie populistischen Aussagen von Einzelnen in sozialen Netzwerken das Miteinander von Organisationen gegenüber zu stellen. Die Förderung zivilgesellschaftlicher Organisationen erfordert mehr als möglichst unbürokratische Prozeduren für die administrative Führung einer Struktur. Notwendig ist vielmehr, dass staatlicherseits das aktive Engagement auch unterstützt und erleichtert wird. Fakt ist, dass z.B. der Mouvement Ecologique mittlerweile in über 10 staatlichen Gremien vertreten ist, deren Sitzungen alle während der Arbeitszeiten stattfinden. Darüber hinaus wird er quasi wöchentlich zu weiteren Unterredungen, Workshops … eingeladen. Die Teilnahme an derartigen Sitzungen, aber auch z.B. die Durchführung von Pressekonferenzen, sind deshalb für ehrenamtlich engagierte Personen innerhalb der regulären Arbeitszeiten nur sehr begrenzt möglich. Dies führt zu erheblichen Problemen, da einerseits deren Know-How weniger einbezogen werden kann und parallel die Personaldecke zu gering ist, um all jene Anforderungen auf hauptamtlicher Ebene zu erfüllen. Die Liste der Probleme ließe sich weiter fortführen. Alle diese Aspekte dürften auch Ihnen als Mitglied der für das Gesetzesprojekt zuständigen Kommission bekannt sein. Die DP-LSAP-Grüne-Koalition ist vor Jahren mit dem Anspruch angetreten, die Einbindung von Bürger:innen zu erleichtern und einen Ausbau der Partizipation zu fördern. Dieses Gesetzesprojekt bietet eine Grundlage, um das zivilgesellschaftliche Engagement nun reell voranzubringen. Dafür sind folgende Akzente unserer Ansicht nachzusetzen (es sei aus einer Stellungnahme von 2009 zitiert): „-Ehrenamtliches Engagement im neuen Gesetzestext noch gezielter fördern Allerdings bedauern die unterzeichnenden Organisationen, dass nicht stärker versucht wurde, weitere Anreize zum Ausbau des ehrenamtlichen Engagements zu schaffen. Hierbei seien vor allem vier Maßnahmen hervorgehoben, die – ähnlich wie auch in der ausländischen Gesetzgebung – mittels des neuen Gesetzes auch in Luxemburg umgesetzt werden sollen: - Kulturellen Austausch zwischen Bevölkerungsgruppen bewusst fördern: Fakt ist, dass es nach wie vor in zahlreichen Organisationen Sprachbarrieren gibt und nicht-luxemburgisch sprechende Bevölkerungsgruppen somit indirekt noch zu stark von der Mitarbeit in Vereinigungen ausgeschlossen werden. Eine Mitarbeit in Nicht-Regierungsorganisationen bietet reelle Integrationschancen bzw. einen Rahmen im Sinne eines interkulturellen Austausches. Es gälte über Wege nachzudenken, wie diese Barrieren abgebaut werden können. Ein erster Schritt wäre z.B. NichtRegierungsorganisationen ganz direkt auch finanziell darin zu unterstützen, dass sie ihre Bulletins / Konferenzen verstärkt auf Französisch übersetzen könnten (Übersetzungskosten übersteigen häufig die Mittel von Nicht-Regierungsorganisationen) u.a.m. Hier sollten entsprechende Budgetmittel vorgesehen werden. - Engagement durch steuerliche Maßnahmen fördern: Es gibt im Ausland das Modell, dass gewisses zeitliches Engagement in anerkannten Vereinigungen steuerlich anerkannt wird. Auch hier sollte darüber nachgedacht werden, ob nicht steuerliche Freibeträge für bestimmtes Engagement festgelegt werden sollten. - Einführung des « congé associatif »: Engagierte Personen widmen «ihrer» Organisation viel Freizeit, es bleibt auch wichtig, dass das Engagement weiterhin stark auf diesem Ehrenamt basiert. Jedoch sind ihm teilweise Grenzen gesetzt, z.B. wenn es gilt an bestimmten Veranstaltungen - wie z.B. offizielle Unterredungen, Presseterminen - teilzunehmen. Es wäre deshalb notwendig, für eine begrenzte Anzahl von derartigen Veranstaltungen und Personen eine gewisse Freistellung von der Arbeit zu ermöglichen. (…) “ Diese Zitate stammen aus der gemeinsamen Stellungnahme von zahlreichen NichtRegierungsorganisationen (darunter auch dem Mouvement Ecologique) vom 21.9.2009
Explication IA à partir du texte officiel de la loi. Indicatif, ne remplace pas un conseil juridique.