(1)Der Ausrüstungsgrad ist ein Indikator, mit dem die « Verstädterung » und « Zentralität » einer Gemeinde auf der Grundlage ihrer Ausrüstung für 8 Funktionen ausgedrückt werden, nämlich: medizinische Pflege, Leistungen für die Allgemeinheit und Sozialleistungen;Sport, Freizeit und Horeca; Verkehr; Schalterdienstleistungen; öffentliche Funktionen; Kultur; Unterrichtswesen; Einzelhandel. Dieser Indikator ist das Ergebnis einer wissenschaftlichen Analyse von 35 Variablen, siehe E. Van Hecke, « Actualisation de la hiérarchie urbaine en Belgique » / « Actualisering van de stedelijke hiërarchie in België », Bulletin du Crédit communal / Tijdschrift van het Gemeentekrediet, 1998/3, SS. 45-
- Quellen der Werte der Variablen * Ausrüstungsgrad: wissenschaftliche Analyse von Prof. Dr. E. Van Hecke, « Actualisation de la hiérarchie urbaine en Belgique » / « Actualisering van de stedelijke hiërarchie in België », Bulletin du Crédit communal / Tijdschrift van het Gemeentekrediet, 1998/3, SS. 45-76 (Ausrüstungsgrad für 8 Funktionen / Bevölkerung am
- Januar 1999 x 1.000) * Gesamtbevölkerung der Gemeinde: Landesamt für Statistiken (LAS) am
- Januar 1999 * Gesamtfläche der Gemeinde in km2: LAS am 1.Januar 1999 * Anzahl Einwohner der Gemeinde über 65 Jahre: LAS am
- Januar 1999 * Anzahl Empfänger des Existenzminimums: Ministerium der Sozialen Angelegenheiten, Durchschnitt der Jahre 1997, 1998 und 1999 (in Promille der Gesamtbevölkerung am
- Januar 1999) * Anzahl entschädigter Vollarbeitsloser: Landesamt für Arbeitsbeschaffung, Gesamtzahl der entschädigten Vollarbeitslosen für die Jahre 1997, 1998 und 1999 (in Promille der Gesamtbevölkerung am
- Januar 1999) * Anzahl Beschäftigter im Horeca-Sektor: Landesamt für Soziale Sicherheit am
- Juni 1998 (in Promille der Gesamtbevölkerung am
- Januar 1999) * Anzahl Übernachtungen: LAS am
- Januar 1999 (Anzahl Übernachtungen im Jahr 1998 pro tausend Einwohner am
- Januar 1999) * Anzahl begangener Straftaten: Allgemeiner Polizeiunterstützungsdienst für die Jahre 1997, 1998 und 1999 (Wohnungseinbrüche, Autodiebstähle, Gewalttaten ausserhalb der Familie, pro tausend Einwohner am
- Januar 1999) * Anzahl Adressenänderungen in der Gemeinde und Anzahl Einwanderungen: LAS, Durchschnitt der Jahre 1996, 1997 und 1998 (pro tausend Einwohner am
- Januar 1999) * Gefängniskapazität: SIDIS (Informatisiertes System für die Verwaltung der Daten über Inhaftierte) am
- Mai 2000 (pro tausend Einwohner am
- Januar 1999) * Anzahl Verkehrsunfälle mit Toten und/oder Verwundeten: LAS am
- Januar 1999 (pro 1.000 Einwohner am
- Januar 1999) * Katastereinkommen von bebauten Parzellen pro ha bebaute Fläche: LAS am
- Januar 1999 * Anzahl Wohnungen mit Basiskomfort: LAS, Volkszählung 1991 (in Prozent der Gesamtanzahl Wohnungen) * durchschnittliches steuerpflichtiges Nettoeinkommen: LAS am
- Januar 1999 (durchschnittliches steuerpflichtiges Einkommen, Steuerjahr 1998, pro Einwohner am
- Januar 1999) Mit dem Interzept und den Koeffizienten entsteht folgende Formel: Personalbestand pro 1.000 Einwohner = - 0,316888 + 2,440647 x (Ausrüstungsgrad / 1.000 Einwohner) + 0,000004866 x (Gesamtbevölkerung der Gemeinde) + 0,001392 x (Gesamtfläche der Gemeinde) + 0,005323 x (Anzahl Einwohner der Gemeinde über 65 Jahre / 1.000 Einwohner) + 0,003762 x (Anzahl Empfänger des Existenzminimums + Anzahl entschädigter Vollarbeitsloser / 1.000 Einwohner) + 0,005006 x (Anzahl Beschäftigter im Horeca-Sektor / 1.000 Einwohner) + 0,000008099 x (Anzahl Übernachtungen / 1.000 Einwohner) + 0,011825 x (Anzahl begangener Straftaten (Wohnungseinbrüche, Diebstähle von oder in Autos sowie Gewalttaten (ausserhalb der Familie)) / 1.000 Einwohner) + 0,007887 x (Anzahl Adressenänderungen in der Gemeinde + Anzahl Einwanderungen / 1.000 Einwohner) + 8,713153 x (Gefängniskapazität / 1.000 Einwohner) + 0,033242 x (Anzahl Verkehrsunfälle mit Toten und/oder (Leicht- oder Schwer-)Verwundeten / 1.000 Einwohner) + 0,000000189 x (Katastereinkommen pro ha bebaute Fläche) + 0,004005 x (Anzahl Wohnungen mit Basiskomfort / Gesamtanzahl Wohnungen) - 0,000000787 x (durchschnittliches steuerpflichtiges Nettoeinkommen pro Einwohner) + 6,965663 x (Dummy-Variable für Brüssel (= 1 für Brüssel und 0 für alle anderen Gemeinden)) + 0,790629 x (Dummy-Variable für Antwerpen (= 1 für Antwerpen und 0 für alle anderen Gemeinden)) + 1,450377 x (Dummy-Variable für Lüttich (= 1 für Lüttich und 0 für alle anderen Gemeinden)) + 0,230696 x (Dummy-Variable für Gent (= 1 für Gent und 0 für alle anderen Gemeinden)) + 0,104033 x (Dummy-Variable für Charleroi (= 1 für Charleroi und 0 für alle anderen Gemeinden)) Um für eine bestimmte Gemeinde die durch die KUL-Norm festgelegten Personalbestände zu berechnen, müssen die Werte für die 14 unabhängigen Variablen in die Formel eingetragen werden. Das Ergebnis ist eine Norm für die Anzahl Personalmitglieder pro 1.000 Einwohner. Um die schlussendliche lokale Polizeikapazität zu erhalten, muss letztere Zahl durch 1.000 geteilt und dann mit der Bevölkerungszahl dieser Gemeinde multipliziert werden. Die Interpretation der Ergebnisse bedarf folgender Erläuterung: Pro Erhöhung der unabhängigen Variablen um eine Einheit gibt ein Koeffizient den Wert des Zuwachses der Anzahl Personalmitglieder pro 1.000 Einwohner wieder. Mit anderen Worten: In der Annahme, dass zwei Gemeinden für alle unabhängigen Variablen genau die gleichen Werte aufweisen, ausser dass die Fläche der zweiten Gemeinde um einen km2 grösser ist, wird die Formel ergeben, dass die zweite Gemeinde über 0,001392 Personalmitglieder pro 1.000 Einwohner mehr als die erste Gemeinde verfügen wird. Die Koeffizienten dürfen nicht miteinander verglichen werden, um die Bedeutung des Beitrags verschiedener Variablen zur KUL-Norm einander gegenüberzustellen, da nicht alle Variablen in derselben Masseinheit ausgedrückt sind (Prozentsätze, Flächenmasse, Zahlen, ...). Bei der Interpretation der Regressionsanalyse muss man sich dessen bewusst sein, dass kein Kausalzusammenhang zwischen der berechneten Polizeikapazität und den erklärenden Variablen besteht. Ein Anstieg der Erwerbsbevölkerung im Horeca-Sektor kann zum Beispiel keine direkte Ursache für einen Anstieg der Polizeikapazität sein. Dieser Anstieg zeigt aber, dass die Zone eine Zentrumsfunktion hat, was zu höherer Arbeitslast führt. Die auf der Grundlage der KUL-Norm berechnete Polizeikapazität ist eine Neuverteilung der 1998 und 1999 bestehenden lokalen Polizeikapazitäten. Darum ergibt diese Berechnung eine durchschnittliche Kapazität pro Zone und kann nicht als Mindestkapazität betrachtet werden, die die Zone im Rahmen ihrer neuen Zuständigkeiten benötigt. Deshalb dient diese Kapazität nur als Schlüssel für die Verteilung der auf lokaler Ebene bestehenden Anzahl Polizeibeamter auf die Polizeizonen, erstens als Ausgangspunkt der Verteilung der Haushaltsmittel und zweitens, in Ermangelung eines diesbezüglichen Konsenses, als Teil des finanziellen Verteilerschlüssels, mit dem die Gemeindedotation an die Polizeizone in Mehrgemeindezonen bestimmt wird. Gesehen, um dem Königlichen Erlass vom
- April 2005 zur Festlegung der besonderen Regeln für die Berechnung und die Verteilung der kommunalen Dotationen innerhalb einer Mehrgemeindepolizeizone beigefügt zu werden ALBERT Von Königs wegen: Der Minister des Innern P. DEWAEL Anlage II zum Königlichen Erlass vom
- April 2005 Voor de raadpleging van de tabel, zie beeld Gesehen, um dem Königlichen Erlass vom
- April 2005 zur Festlegung der besonderen Regeln für die Berechnung und die Verteilung der kommunalen Dotationen innerhalb einer Mehrgemeindepolizeizone beigefügt zu werden ALBERT Von Königs wegen: Der Minister des Innern P. DEWAEL Gezien om te worden gevoegd bij Ons besluit van 17 september
- ALBERT Van Koningswege : De Minister van Binnenlandse Zaken, P. DEWAEL