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SG Berlin 165. Kammer S 165 SF 2027/09 E Beschluss Bemessungskriterien für die Höhe der Terminsgebühr § 14 RVG, Nr 3106 RVG-VV

Bemessungskriterien für die Höhe der Terminsgebühr Orientierungssatz Neben weiteren Ermessenskriterien des § 14 RVG stellt die Dauer eines Termins grundsätzlich ein Bemessungskriterium zur Bestimmung der Höhe der Terminsgebühr nach Nr 3106 RVG-VV dar; hierfür ist die durchschnittliche Verhandlungsdauer mit 30 bis 45 Minuten einzuschätzen. (Rn.3) Tenor Die Erinnerung gegen den Vergütungsfestsetzungsbeschluss der Urkundsbeamtin des Sozialgerichts Berlin vom

  1. April 2009 wird zurückgewiesen. Gründe Randnummer 1 Von einer weiteren Darstellung der Gründe wird abgesehen. Das Gericht verweist zur Begründung in entsprechender Anwendung von § 153 Abs. 2 Sozialgerichtsgesetz (SGG) nach eigener Prüfung auf die nach Ansicht der Kammer zutreffenden Gründe der angefochtenen Entscheidung (vgl. Meyer-Ladewig, Sozialgerichtsgesetz,
  2. Auflage 2005, § 142 Randziffern 5, 5 a, 5 b, 5d m. w. N.). Randnummer 2 Ergänzend weist die Kammer auf folgendes hin: Randnummer 3 Entgegen der Ansicht des Erinnerungsführers stellt die Dauer eines Termins grundsätzlich – jedenfalls bei einem (wie hier am
  3. März 2009) tatsächlich durchgeführten Termin - neben den weiteren Ermessenskriterien des § 14 RVG ein Bemessungskriterium zur Bestimmung der Höhe der Terminsgebühr nach Nr. 3106 VV RVG dar, SG Augsburg vom
  4. Dezember 2008 – S 3 SF 68/08 KO – und vom
  5. Februar 2009 – S 3 SF 122/08 KO; LSG Hessen vom
  6. Mai 2009 – L 2 SF 50/09 E; LSG Nordrhein-Westfalen vom
  7. Mai 2007 – L 10 B 6/07 SB - und vom
  8. Januar 2007 – L 19 B 14/06 AL; LSG Sachsen vom
  9. März 2007 – L 6 B 17/07 AS-KO – und - L6 B 38/07 AS-KO; LSG Schleswig-Holstein vom
  10. September 2006 – S 2 SF 12/05 SK; LSG Thüringen vom
  11. März 2008 – L 6 B 198/07 SF; SG Berlin vom
  12. Mai 2008 – S 49 SO 5824/05 (teilweise in www.sozialgerichtsbarkeit.de ). Die Einschätzung einer durchschnittlichen Verhandlungsdauer von 30 (bis 45) Minuten im angefochtenen Vergütungsfestsetzungsbeschluss wird von der Kammer geteilt, vgl. zuletzt den Beschluss der
  13. Kammer des SG Berlin vom
  14. Januar 2010 - S 165 SF 1315/09 E – (in www.sozialgerichtsbarkeit.de ). Randnummer 4 Der von dem Erinnerungsführer zitierte Beschluss des SG Aachen vom
  15. August 2005 – S 9 AL 18/05 – ist für den vorliegenden Fall dagegen nicht einschlägig, denn dort war die Höhe einer „ fiktiven “ Terminsgebühr zu bestimmen, nachdem ein Termin – im Gegensatz zum vorliegenden Fall - nicht stattgefunden hatte. ( Nur ) In jenen Fällen kann die Dauer eines (hypothetischen) Termins denknotwendigerweise kein Kriterium sein (ständige Rechtsprechung der Kostenkammern des SG Berlin, vgl. z.B. - S 164 SF 12/09 E – vom
  16. Januar 2009, - S 165 SF 11/09 E – vom
  17. Februar 2009 (in juris , www.sozialgerichtsbarkeit.de , dort auch schon zum maßgeblichen Kriterium der Verhandlungsdauer bei tatsächlich durchgeführtem Termin): Randnummer 5 Das Verfahren ist gebührenfrei, Kosten werden nicht erstattet, § 56 Abs. 2 Satz 2 und 3 RVG. Randnummer 6 Die Beschwerde gegen diese Entscheidung ist nicht statthaft, Landessozialgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 20.06.2008, L 1 B 60/08 SF AL. Permalink Diesen Link können Sie kopieren und verwenden, wenn Sie genau dieses Dokument verlinken möchten: https://gesetze.berlin.de/perma?d=NJRE000981731

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