Verkaufsstellen im Sinne des Berliner Ladenöffnungsgesetzes nicht geöffnet werden dürfen. Die Verordnung trat am
eine Antragstellung grundsätzlich auf digitalem Weg über das Internetportal zu erfolgen habe. Sie könne die Formulare jedoch nicht benutzen, da sie darin zu bestätigen und zu versichern habe,
sie zu den Gewerbebetrieben gehöre, welche bereits aufgrund der Beschlüsse des Bundes und der Länder seit dem 28. Oktober 2020 ihren Geschäftsbetrieb einstellen mussten. Sie sehe sich aber diesen gegenüber ungerechtfertigt und damit verfassungswidrig ungleich behandelt. Auf das Verlangen der Klägerin nach einem Bescheid wies die Beklagte die Klägerin epostalisch darauf hin,
die Antragstellung ausschließlich digital zu erfolgen hat. Randnummer 9 Die Klägerin hat am
diese auf die zu Unrecht ausgeschlossene Personengruppe erstreckt werden müsse, so
ihr der Anspruch auf die streitige Hilfe zustehe. Wegen der weiteren Einzelheiten ihres schriftsätzlichen Vorbringens wird auf die Klageschrift (Bd. I Bl. 3 bis 71 d. A.) und die Schriftsätze vom
sie die Waren nicht verkaufen könne. Es sei für sie eine Wertungsfrage,
Schuhgeschäfte wie Lebensmittelgeschäfte behandelt würden. Andere Gewerbebetriebe wie etwa die Hotels hätten andere Geschäftsmöglichkeiten gehabt. Die hier maßgebliche Vergleichsgruppe sei nicht gleichförmig. Die Vergleichbarkeit lasse sich an vielen Dingen festmachen. Entscheidend sei,
ein Kunde in das Geschäft kommen könne, um etwas in Anspruch zu nehmen. Randnummer 11 Bezogen auf die Frage nach der Bedeutung der Entscheidung der Europäischen Kommission hat sie darauf verwiesen,
dem Einzelhandel gesagt worden sei, er müsse keine Sorge haben, er werde nicht von einer Schließung betroffen sein. Randnummer 12 Die Klägerin beantragt, Randnummer 13 die Beklagte zu verpflichten, ihr auf ihren Antrag vom
die Klägerin zuvor Eilanträge gestellt oder Klage erhoben hätte. Der Kreis der Zuwendungsempfänger sei durch eine zeitlich bestimmte bzw. spezifisch definierte direkte oder indirekte Betroffenheit sachgerecht begrenzt worden. Die Klägerin habe sich in einer weniger belastenden Situation befunden als diejenigen, die bereits im November hätten schließen müssen. Wegen der weiteren Einzelheiten ihres Vorbringens wird auf die Schriftsätze vom
sie nicht auf die digitale Antragstellung verwiesen werden durfte, weil nach § 10 Satz 1 VwVfG das Verwaltungsverfahren nicht an bestimmte Formen gebunden ist und es hier keine besondere Rechtsvorschrift für die Form des Verfahrens und des Antrags im Sinne des § 22 Satz 2 VwVfG gibt. Das ließe sich im Bereich eines gesetzlich geregelten Anspruchs vertreten, wenn jenes Gesetz keine Bestimmung über den Antrag enthält. Wenn aber – wie zweifelsfrei hier – die Verwaltung befugt ist, eine Verwaltungspraxis zur Gewährung von Zuwendungen zu begründen, dann darf sie auch Vorgaben zur Antragstellung treffen. Gleichwohl bleibt es aber bei § 22 Satz 1 VwVfG, wonach die Behörde nach pflichtgemäßem Ermessen entscheidet, ob sie ein Verwaltungsverfahren durchführt. Die Entscheidung der Beklagten, hier kein Verwaltungsverfahren durchzuführen und mit einem (sei es auch ablehnenden) Verwaltungsakt abzuschließen (vgl. § 9 VwVfG), ist aber pflichtwidrig. Sie ist es, weil die Klägerin einerseits einen guten Grund dafür benennt, warum sie ihren Antrag nicht digital beim Bund stellte, anderseits die Beklagte, die nach der Regelung die beihilfegebende und damit zur Entscheidung über Anträge verpflichtete Stelle wäre, für ihr Verhalten keine sachgerechte Erwägung vorbringt. Den guten Grund sieht das Gericht darin,
die Klägerin anerkennt,
sie kein „glatter Fall“ für die begehrte Hilfe ist, weil sie eigentlich deren Voraussetzungen nicht erfüllt. Ihr Anliegen geht dahin,
diese Voraussetzungen erweitert/angepasst werden. Die von ihr angeregte Prüfung unterscheidet sich damit erheblich von der anderer Antragsfälle. Das verdeutlicht die abweichende Antragsform. Zudem macht die Klägerin unwidersprochen geltend, sie habe den Antrag nicht digital übermitteln können, weil sie wahrheitsgemäß angeben wollte, erst von den Schließungsvorgaben zum 16. Dezember 2020 betroffen gewesen zu sein. Randnummer 21 Eine Aussetzung des Verfahrens gemäß § 75 Satz 3 VwGO ist ausgeschlossen gewesen. Denn es gibt keinen zureichenden Grund dafür,
die Beklagte über den Antrag der Klägerin vom 21. April 2021 noch nicht entschieden hat. Randnummer 22 B. Die Klage ist aber unbegründet. Randnummer 23 Man kann den zitatenreich dargelegten rechtlichen Ansatz der Klägerin teilen, ohne mit ihr zum gleichen Ergebnis zu gelangen. Entscheidend ist, ob die Klägerin und die mit ihr verbundenen Unternehmen rechtlich im Wesentlich gleich der Unternehmen sind, die von der Regelung erfasst sind, die sie günstiger stellt als es die Überbrückungshilfen täten. Es geht mithin um die Anwendung von Art. 3 Abs. 1 GG, der auch auf die Klägerin als inländische juristische Person anwendbar ist (Art. 19 Abs. 3 GG). Das Gericht hält dafür,
die unterschiedliche Behandlung der von der Regelung erfassten Betriebe/Unternehmen, die bereits im November 2020 von Schließungen betroffen waren, und der Klägerin in der Zeit vom
die von der Regelung erfassten Schließungsbetroffenen Dienstleistungen erbringen, die Klägerin aber Güter/Waren verkauft. Das ist in diesem Sachzusammenhang ein wesentlicher Unterschied, weil die Dienstleistungserbringung viel stärker zeitgebunden ist als der Warenverkauf. Das Gericht geht von einem Erfahrungssatz aus,
jemand, der etwa monatlich in ein Kosmetikstudio, dann ins Theater und danach in ein Restaurant geht, das nicht alles nachholt, wenn er in einem Monat einmal daran gehindert war. Für die Anbieter ist das ein nicht nachholbarer Umsatzverlust. Hingegen lässt sich die Deckung des Bedarfs an Sachgütern aufschieben. Zudem bietet das Internet dem Einzelhandel Absatzmöglichkeiten, die den Dienstleistern im Allgemeinen nicht mit vergleichbarem Erfolg zur Verfügung stehen. Das Gesamtergebnis des Verfahrens, insbesondere die eingehende Erörterung dieses Punktes in der mündlichen Verhandlung, gebietet keine andere Wertung. Es steht außer Frage,
auch die Klägerin durch Schließungsregelungen in ihrer wirtschaftlichen Betätigung – sei es auch nur mittelbar durch das geänderte Kaufverhalten – betroffen war. Das beschreibt aber nur eine Gemeinsamkeit mit den durch die Regelung begünstigten Unternehmen, sagt aber nichts zu dem hier für maßgeblich gehaltenen Unterscheidungsmerkmal. Randnummer 25 Der hier angenommene Erfahrungssatz führt auf eine Typenbildung (Dienstleister einerseits, Einzelhandel anderseits), die das Gericht trotz Unterschieden im Einzelnen für sachlich vertretbar erachtet. Damit teilt das Gericht nicht die Auffassung der Klägerin, entscheidend sei,
ein Kunde in das Geschäft kommen könne, um etwas in Anspruch zu nehmen. Randnummer 26 Ausgehend von der zulässigen Typenbildung sieht das Gericht die Klägerin und die durch die Regelung begünstigten Dienstleister auch deshalb im Zeitraum vom
Kundenbindung in Abhängigkeit von der Schließungsdauer abnimmt. Randnummer 27 In der Entscheidung der Europäischen Kommission vom 21. Januar 2021, gegen die Regelung keine Einwände zu erheben, sieht das Gericht eine Bestätigung dafür,
1 GG nicht verletzt ist. Zwar ist diese Norm kein Prüfungsmaßstab für die Kommission. Doch kann man in Art. 107 Abs. 1 AEUV einen speziellen Gleichheitssatz sehen. Danach ist zu fragen, ob durch die Begünstigung bestimmter Unternehmen der Wettbewerb verfälscht wird oder es droht,
er verfälscht wird. Es bezeichnet eine beihilferechtlich wesentliche Gemeinsamkeit von Unternehmen, wenn sie miteinander im Wettbewerb stehen. Umgekehrt sind Unternehmen, die nicht in einem Wettbewerb miteinander stehen, voneinander wesentlich verschieden. Wie bei Art. 3 Abs. 1 GG ist ein Bezugsrahmen zu ermitteln und die konkrete Maßnahme herauszuarbeiten, die zu einer Ungleichbehandlung führt (vgl. Pache/Pieper in Birnstiel/Bungenberg/Heinrich, Europäisches Beihilferecht, 2013, Seite 156 Rn. 214). Ist es aber beihilferechtlich unproblematisch,
bestimmte Dienstleister eine außerordentliche Wirtschaftshilfe erhalten, Warenverkäufer aber nicht, dann ist das ein Argument dafür, zwischen beiden einen wesentlichen Unterschied für die Beihilfegewährung nach dem Maßstab des Art. 3 Abs. 1 GG zu sehen. Die in der mündlichen Verhandlung bei Erörterung dieses Gedankens von der Klägerin angeführte Darstellung, für die Europäische Kommission sei bei Prüfung der Regelung nicht erkennbar gewesen,
etwa vom Beschluss der Regierungschefs vom 13. Dezember 2020 betroffene Unternehmen nicht von der Regelung erfasst werden sollten, trifft im Tatsächlichen nicht zu. Die Unterscheidung war in der Fußnote 1 auf Seite 2 der Präambel der Regelung angelegt. Randnummer 28 Den Ausführungen der Klägerin ab Seite 39 der Klagebegründung entnimmt das Gerichts nichts, was eine andere Betrachtung gebietet. Sie verkennen im Ansatz,
1 GG nicht dann verletzt ist, wenn zwei unterschiedlich behandelte Personengruppen drei Gemeinsamkeiten haben, sondern erst dann, wenn es keinen wesentlichen Unterschied zwischen ihnen gibt. Randnummer 29 Die Klägerin argumentiert mit der Relevanz der betroffenen Unternehmen für die Versorgung der Bevölkerung. Das ist aber in keinen Zusammenhang mit der Gewährung der streitigen Beihilfe/Zuwendung zu bringen. Denn diese zielte nicht darauf ab, die Versorgung der Bevölkerung zu sichern / zu verbessern, sondern von Schließung betroffenen Unternehmen zu helfen. Die Klägerin bezieht sich in diesem Zusammenhang nur auf Entscheidungen betreffend pandemiebedingte Betriebsschließungen. Es liegt aber auf der Hand,
1 GG in Bezug auf Betriebsschließungen – mögen sie auch wie im Falle des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs (Beschluss vom 31. März 2021 – 20 NE 21.540) ein Schuhgeschäft betreffen – anderes fordert als in Bezug auf eine außerordentliche Wirtschaftshilfe. Randnummer 30 Unbehelflich ist,
die Klägerin wie auch die von der Regelung erfassten Dienstleistungsunternehmen (in der Zeit vom
KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.