Verfahrens trägt der Beklagte.
geschiedenen Ehemannes, die dieser geleistet hat, um einen Versorgungsausgleich zu vermeiden, bei der geschiedenen Ehefrau steuerlich zu erfassen sind. Randnummer 2 Die seit dem
Scheidungsverfahrens bzgl. der am 07. Juni 1994 geschlossenen Ehe unter dem Datum
05. Februar 2006 eine Vereinbarung getroffen, wonach die ehemaligen Eheleute bei Gericht den Ausschluss
Versorgungsausgleichs unter Hinweis auf erhebliche Zahlungen
Ehemanns an die Ehefrau (die Klägerin zu 2) beantragten. Nach der weiteren Vereinbarung vom
Antraggegners in den Streitjahren bei A, wobei für diesen keine Rentenanwartschaft bestand, weil er Beamter oder Arbeitnehmer mit vergleichbaren Versorgungsansprüchen war. Randnummer 3 Nach einer verwaltungsinternen Kontrollmitteilung an den für die Klägerin zu 2) zuständigen Veranlagungsteilbezirk vom 03. Juni 2009 hat diese im Streitjahr 2006 von ihrem ehemaligen Ehegatten den Bausparvertrag in Höhe von 29.995,-- EUR und eine Barzahlung in Höhe von 5.000 EUR,-- (Gesamt: 34.995,-- EUR) und daneben 12.000,-- EUR Unterhaltsleistungen gemäß Anlage U erhalten. Im Streitjahr 2007 hat die Klägerin zu 2) nach der Kontrollmitteilung zudem vereinbarungsgemäß von ihrem geschiedenen Ehegatten eine Zahlung in Höhe von 32.000,-- EUR erhalten. Zwischen den Beteiligten ist unstreitig, dass es sich bei den Beträgen von 34.995,-- EUR und 32.000,-- EUR um tatsächlich erfolgte Ausgleichszahlungen
ehemaligen Ehegatten handelt, die dieser geleistet hat, um einen Versorgungsausgleich zu vermeiden. Randnummer 4 Mit Änderungsbescheiden nach § 173 Abs. 1 Nr. 1 Abgabenordnung (AO) vom 12. August 2009 unterwarf der Beklagte die Beträge von 34.995,-- EUR für 2006 und in Höhe von 32.000,-- EUR für 2007 als sonstige Einkünfte in Form von wiederkehrenden Bezügen nach § 22 Nr. 1
Einkommensteuergesetzes (EStG) der Besteuerung. Die in 2006 gezahlten Unterhaltsleistungen in Höhe von 12.000,-- EUR hatte der Beklagte bereits in dem Einkommensteuerbescheid für 2006 vom
Versorgungsausgleiches nicht um sonstige Einkünfte nach § 22 Nr. 1 EStG. Die Ausgleichszahlungen seien bei der Klägerin zu 2) mangels Entschädigung im eigentlichen Sinne auch nicht nach § 24 Nr. 1 a i.V.m. § 19 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 EStG in der für die Streitjahre gültigen Fassung (a.F.) zu versteuern. Es sei nur das ausgeglichen worden, was der Klägerin zu 2) aufgrund der gesetzlichen Regelungen über den Versorgungsausgleich ohnehin zustehe. Die Erfüllung bereits bestehender Ansprüche sei für den Empfänger keine Entschädigung. Unerheblich sei, dass der zum Versorgungsausgleich verpflichtete Ehegatte die Zahlungen als Werbungskosten abziehen könne. Denn dieser müsse die ihm in späteren Jahren zufließenden - höheren - Pensionsbezüge nach § 19 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 EStG a.F. versteuern. Unerheblich sei schließlich auch, dass ohne die Vereinbarung vom 05. Februar 2006 zur Vermeidung
Versorgungsausgleiches eine externe Teilung der Anrechte
geschiedenen Ehemannes aus seinem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis erfolge. Randnummer 7 Nach Auffassung der Kläger sei auch der Anwendungsbereich
G i.V.m. § 22 Nr. 1 S. 3 Buchst. a Doppelbuchstabe aa EStG in der für die Streitjahre gültigen Fassung (a.F.) vorliegend nicht eröffnet, da die Abfindung nach Auffassung der Kläger nicht mit künftigen Renteneinkünften aus der gesetzlichen Rentenversicherung im Zusammenhang stünden. Zudem würden mit der getroffenen Vereinbarung über die Ausgleichszahlung lediglich bereits bestehende Ansprüche ausgeglichen. Randnummer 8 Die Kläger beantragen sinngemäß, unter Aufhebung der Einspruchsentscheidung vom
geschiedenen Ehemannes handele es sich um eine Entschädigung für der Klägerin zu 2) nach dem Versorgungsausgleichsgesetz (VersAusglG) zustehende Einnahmen. Ohne die Vereinbarung vom 05. Februar 2006 zur Vermeidung
Versorgungsausgleichs wäre eine externe Teilung der Anrechte
geschiedenen Ehemannes aus seinem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis nach § 16 VersAusglG i.V.m. § 14 VersAusglG erfolgt. Hiernach habe der A als Arbeitgeber
geschiedenen Ehegatten einen Ausgleichswert als Kapitalbetrag an den Versorgungsträger der Klägerin zu 2) zahlen müssen. Dabei hätte es sich um Einnahmen nach § 19 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 EStG a.F. gehandelt, die durch das Dienstverhältnis
geschiedenen Ehemannes veranlasst seien. Unbeachtlich sei, dass die Klägerin zu 2) in keinem Dienstverhältnis zum A stehe. Dies habe der Gesetzgeber mit der Ergänzung
G durch das Gesetz zur Strukturreform
Versorgungsausgleichs (VAStRefG) klargestellt. Ebenfalls ohne Bedeutung sei, dass der vom A zu zahlende Ausgleichswert nach § 3 Nr. 55 b EStG steuerfrei gewesen wäre und eine Versteuerung erst im Zeitpunkt der Auszahlung durch den Versorgungsträger der Antragstellerin nach § 22 Nr. 1 Satz 3 Buchstabe a Doppelbuchstabe aa EStG a.F. erfolgt wäre. Die Klägerin zu 2) habe die Möglichkeit, die von ihrem geschiedenen Ehegatten erhaltenen Ausgleichszahlungen in ihre Altersvorsorge einzuzahlen und auf diese Weise über den Sonderausgabenabzug ein entsprechendes steuerliches Ergebnis zu erzielen. Randnummer 11 Nachdem das Gericht mit Beschluss vom 17. Oktober 2011 die streitgegenständlichen Bescheide von der Vollziehung ausgesetzt hatte, ist der Beklagte der Auffassung, dass die streitgegenständlichen Ausgleichszahlungen nach § 24 Nr. 1 Buchst. a EStG i.V.m. 22 Nr. 1 S. 3 Buchst. a Doppelbuchstabe aa EStG a.F. zu versteuern seien. Sie stellten den Verzicht auf die der Klägerin zu 2) mit Renteneintritt zustehenden Renteneinnahmen dar. Eine Entschädigung im Sinne
G liege vor bei Zahlungen, die als Ersatz für Einnahmen geleistet würden, die entweder entgangen seien oder noch entgingen und die nunmehr an deren Stelle träten. Nach der in den Streitjahren gültigen Fassung
Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) sei über eine Versorgung oder Versorgungsanwartschaft aus einem Arbeitsverhältnis mit Anspruch auf Versorgung nach beamtenrechtlichen Vorschriften oder Grundsätzen gegenüber einer Körperschaft, Anstalt oder Stiftung
öffentlichen Rechts, einem ihrer Verbände einschließlich der Spitzenverbände oder einer ihrer Arbeitsgemeinschaften der öffentlich-rechtliche Versorgungsausgleich durchzuführen. Hiernach sei in Höhe der Hälfte
Wertunterschiedes für den ausgleichsberechtigten Ehegatten eine Anwartschaft in der gesetzlichen Rentenversicherung begründet, die diesem einen eigenständigen Versicherungsschutz vermittele (sog. Quasi- Splitting). Es sei unstreitig, dass aufgrund der Tätigkeit
geschiedenen Ehemannes der Klägerin zu 2) beim A ohne Ausgleichsvereinbarung nach § 1587o Abs. 1 und 2 BGB a.F. ein öffentlich-rechtlicher Versorgungsausgleich in Form
Quasi- Splittings durchzuführen gewesen wäre. Die Klägerin zu 2) hätte eine Rentenanwartschaft in der gesetzlichen Rentenversicherung erlangt, auf der sie mit Renteneintritt Zahlungen erhalten hätte. Die Klägerin zu 2) habe auf zukünftige Renteneinnahmen, die nach § 22 Nr. 1 S. 3 Buchst. a Doppelbuchstabe aa EStG a.F. zu versteuern gewesen wären, verzichtet. Randnummer 12 Entgegen der Auffassung der Kläger werde mit der Vereinbarung nach § 1587o BGB a.F. zu Gunsten der Klägerin zu 2) nicht lediglich das ausgeglichen, was dieser aufgrund der gesetzlichen Regelung über den Versorgungsausgleich und wegen der bereits während der Ehezeit vor der Ehescheidung begründeten Anrechte ohnehin zugestanden habe. Vielmehr gebe der ausgleichsberechtigte Ehegatte durch den Verzicht auf den Versorgungsausgleich gegen Abfindung einen Vermögenswert, nämlich das Recht auf Bildung einer Versorgungsanwartschaft, in seiner Substanz endgültig auf. Randnummer 13 Der Beklagte räumt ein, dass die Rechtsprechung
Bundesfinanzhofs (BFH) eine Entschädigung im Sinne
G nur annehme, wenn der Ausfall der Einnahmen entweder von dritter Seite veranlasst worden sei oder, wenn er vom Steuerpflichtigen selbst oder mit
sen Zustimmung herbeigeführt worden sei, dieser unter rechtlichem, wirtschaftlichem oder tatsächlichem Druck gestanden habe, wofür im vorliegenden Fall keine Anhaltspunkte bestünden. Der Beklagte ist aber der Auffassung, dass die von der Rechtsprechung angenommene zusätzliche Voraussetzung eines wirtschaftlichen und tatsächlichen Drucks nicht geeignet sei, den Anwendungsbereich
G sachgerecht einzugrenzen. Randnummer 14 Da der geschiedene Ehegatte nach den Grundsätzen der Rechtsprechung
BFH die im Zusammenhang mit dem Verzicht auf den Versorgungsausgleich getätigten Aufwendungen als Werbungskosten bei den Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit in Abzug bringen könne, sei es zudem sachgerecht, wenn auch der Empfänger dieses Ausgleichsbetrages diesen Betrag zu versteuern habe. Unterbliebe eine Besteuerung, so sei dieses mit dem Prinzip der Besteuerung nach der Leistungsfähigkeit nicht zu vereinbaren. Randnummer 15 Auch die Grundsätze
Urteils
BFH vom 15. Juni 2010 X R 23/08, BFH/NV 2010, 1807, kämen vorliegend nicht zur Anwendung. Wenn dort ausgeführt werde, dass Zahlungen, die ein Steuerpflichtiger für den Ausschluss eines Versorgungsausgleichs leiste, beim Zahlungsempfänger keine Steuerpflicht auslösten, vielmehr eine Vermögensauseinandersetzung darstellten, so betreffe dieses lediglich die Abgeltung
Ausschlusses eines schuldrechtlichen, nicht eines öffentlich-rechtlichen Versorgungsausgleichs. Randnummer 16 Dem erkennenden Senat haben die den Streitgegenstand betreffenden Steuerakten vorgelegen. Entscheidungsgründe Randnummer 17 I. Die Klage ist zulässig und begründet. Randnummer 18 Die Einkommensteuerbescheide für die Streitjahre 2006 und 2007, jeweils vom
halb als Rechtsgrundlage nicht zur Anwendung, da die Klägerin zu 2) durch den Verzicht auf den Versorgungsausgleich nicht auf zukünftige Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit im Sinne
G a.F. verzichtet hat. Randnummer 21 Nach § 24 Nr. 1 a EStG gehören zu den Einkünften i.S.
G auch Entschädigungen, die gewährt worden sind als Ersatz für entgangene oder entgehende Einnahmen. Randnummer 22 Eine Legaldefinition
Begriffs der Entschädigung fehlt. Der Begriff der Entschädigung wird für alle Fälle
G dahingehend aufgefasst, dass der Steuerpflichtige die Ersatzleistung als Ausgleich für einen Schaden in Gestalt
Verlustes oder der Verringerung von Einnahmen oder einer Einnahmemöglichkeit erhält, also für eine Beeinträchtigung seiner Rechtsgüter (vgl. u.a. Schmidt-Wacker, Kommentar zum EStG, § 24 Anm. 4; Blümich-Stuhrmann, Kommentar zum EStG, § 24 Anm. 6, 7, jew. mit Rechtsprechungsnachweisen). Aus der Formulierung „auch“ ergibt sich zudem, dass die in der Vorschrift
G genannten Einnahmen keine neue selbständige Einkunftsart bilden, sondern die Entschädigung zu einer Einkunftsart im Sinne
G gehören muss (vgl. Schmidt-Wacker, Kommentar zum EStG, § 24 Anm. 2 m.w.N.; Littmann/Bitz/Pust: EStG, § 24 Rz. 15). Randnummer 23 Selbst wenn davon auszugehen wäre, dass es sich bei der seitens der Klägerin zu 2) erhaltenen Abfindung als Gegenleistung für den Ausschluss
Versorgungsausgleichs um eine Entschädigung gehandelt habe, wäre diese nicht als Ersatz für entgangene oder entgehende Einnahmen aus nichtselbstständiger Arbeit gewährt worden, da die Klägerin zu 2) bei Durchführung
Versorgungsausgleichs zukünftig - wovon inzwischen auch die Beteiligten ausgehen - Einkünfte aus § 22 Nr. 1 S. 3 Buchst. a Doppelbuchstabe aa EStG a.F. und nicht aus selbstständiger Arbeit erzielt hätte. Randnummer 24 2. Der Zufluss dieser Beträge führt auch nicht zu Einkünften nach §§ 24 Nr. 1 a, 22 Nr. 1 S. 3 Buchst. a Doppelbuchstabe aa EStG a.F.. Randnummer 25 a) Die seitens der Klägerin zu 2) erhaltenen Ausgleichszahlungen sind keiner Einkunftsart im Sinne
G zuzuordnen. Insbesondere stellen sie keinen Ersatz für Einkünfte in Form von Renteneinkünften im Sinne
G a.F. dar. Sie stellen sich vielmehr als Ersatzleistungen für Verluste oder Wertminderungen im nicht steuerverhafteten Privatvermögen dar. Solche Ersatzleistungen unterfallen hingegen nicht dem Anwendungsbereich
G (vgl. Littmann/Bitz/Pust: EStG, § 24 Rz. 15). Randnummer 26 Gemäß § 1587 BGB in der für die Streitjahre 2006 und 2007 gültigen Fassung (a.F.) findet zwischen geschiedenen Ehegatten ein Versorgungsausgleich statt. Dabei hat gemäß § 1587 a BGB a.F. derjenige Ehegatte, der während der Ehezeit wertmäßig höhere Anwartschaften auf eine Versorgung wegen Alters, Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit (Versorgungsanwartschaften) als sein Ehepartner erworben hat, diesem die Hälfte
Wertunterschieds auszugleichen. Bei Beamten oder Arbeitnehmern mit beamtenrechtlichen Versorgungsansprüchen wird ein öffentlich-rechtlicher Versorgungsausgleich in der Weise durchgeführt, dass nach § 1587 b Abs. 2 BGB a.F. in Höhe der Hälfte
Wertunterschiedes für den ausgleichsberechtigten Ehegatten eine Anwartschaft in der gesetzlichen Rentenversicherung begründet wird, die diesem einen eigenständigen Versicherungsschutz vermittelt (sog. Quasi-Splitting). Für den ausgleichsverpflichteten Ehegatten hat die Begründung der Anwartschaften in der gesetzlichen Rentenversicherung zur Folge, dass seine Versorgungsbezüge gem. § 57 BeamtVG gekürzt werden, denn der Träger seiner Versorgung hat der gesetzlichen Rentenversicherung den durch den Versorgungsausgleich entstehenden Aufwand zu erstatten. Das Rentenanrecht in der gesetzlichen Rentenversicherung wird durch die Entscheidung
Familiengerichts konstitutiv begründet (vgl. Palandt/Brudermüller BGB, § 1587 b Rz. 27). Durch eine notariell zu beurkundende und vom Familiengericht zu genehmigende Vereinbarung gemäß § 1587 o S. 2 BGB a.F. können die Ehegatten den Versorgungsausgleich gegebenenfalls gegen Abfindung ausschließen. Randnummer 27 Im Streitfall haben die ehemaligen Eheleute - was zwischen den Beteiligten unstreitig ist - im Zuge der Vereinbarung zur Vermeidung
Versorgungsausgleichs vom
BFH vom 15. Juni 2010 X R 23/08, BFH/NV 2010, 1807). Eine nach § 1587 o BGB a.F. getroffene Vereinbarung betreffe daher eine Vermögensauseinandersetzung (vgl. Urteil
BFH vom 15. Juni 2010 X R 23/08, BFH/NV 2010, 1807). Dieses spricht dafür, dass mithilfe der Ausgleichsvereinbarung lediglich ein Anspruch auf Begründung eines Anwartschaftsrechts, mithin ein Vermögenswert im Privatvermögen, abgegolten werden soll, nicht hingegen etwaige zukünftige Rentenansprüche. Dieses auch vor dem Hintergrund, dass Rentenansprüche der Klägerin zu 2) gegenüber ihrem geschiedenen Ehemann nicht bestanden haben. Randnummer 29 b) Unabhängig davon, dass die streitgegenständlichen Geldbeträge keiner Einkunftsart unterfallen und mithin bereits aus diesem Grunde nicht in den Anwendungsbereich
G fallen, neigt der Senat zu der Auffassung, dass es sich bei den Zahlungen um Entschädigungen handelt und nicht um bloße Erfüllungsleistungen. Randnummer 30 Zahlungen, die nicht an die Stelle weggefallener Einnahmen treten, sondern bürgerlich-rechtlich Erfüllungsleistungen eines bestehenden Schuldverhältnisses sind, gehören nicht zu den Entschädigungen. Dementsprechend liegt eine Entschädigung nur vor, wenn die bisherige Grundlage für den Erfüllungsanspruch weggefallen ist und der an die Stelle der bisherigen Einnahmen getretene Ersatzanspruch auf einer neuen Rechts- oder Billigkeitsgrundlage beruht (ständige Rechtsprechung, vgl. z.B. Urteil
BFH vom 11. Januar 2005 IX R 67/02, BFH/NV 2005, 1044 mit weiteren Rechtsprechungsnachweisen). Neu ist eine Rechtsgrundlage, wenn sie im konkreten Fall an die Stelle der bisherigen Rechtsgrundlage tritt, aus der sich der Anspruch auf die weggefallenen Einnahmen ergibt (vgl. Herrmann/Heuer/Horn EStG/KStG, § 24 EStG Rz. 26). Als neue Rechts- und Billigkeitsgrundlage kommen gesetzliche und vertragliche Ansprüche in Betracht, wobei zu Letzteren auch Prozessvergleiche gehören (vgl. Littmann/ Bitz/Pust EStG, § 24 Rz. 21; Herrmann/Heuer/Horn EStG/KStG, § 24 EStG Rz. 26). Randnummer 31 Vor Abschluss der Ausgleichsvereinbarung bestand seitens der Klägerin zu 2) gegenüber ihrem geschiedenen Ehemann ein Anspruch auf Versorgungsausgleich, der im Ergebnis beinhaltet hat, dass durch Gestaltungsurteil
Familiengerichts eine Rentenanwartschaft in der gesetzlichen Rentenversicherung begründet wird. Randnummer 32 Dieser Anspruch, der letztlich auf Wertausgleich gerichtet gewesen ist, wurde nunmehr abgelöst durch einen Zahlungsanspruch der Klägerin zu 2) gegen ihren geschiedenen Ehemann. Anders als in Fällen, in denen die Abgeltung bzw. Kapitalisierung einer Erfüllungsleistung angenommen wird, bestand seitens der Klägerin zu 2) kein Anspruch auf Zahlung und auch keine Anwartschaft auf eine zukünftige Zahlung gegenüber ihrem geschiedenen Ehemann mit der Folge, dass der Verzicht auf Versorgungsausgleich sich als neue Rechtsgrundlage darstellen dürfte. Randnummer 33 Einer abschließenden Klärung dieser Frage bedarf es hingegen vorliegend nicht, da, selbst wenn es sich bei den erhaltenen Zahlungen um Entschädigungen handelt, diese – wie dargelegt – keiner Einkunftsart unterfielen. Randnummer 34 c) Eine Entschädigung im Sinne
G setzt zudem voraus, dass der Ausfall der Einnahmen entweder von dritter Seite veranlasst wurde oder, wenn er vom Steuerpflichtigen selbst oder mit
sen Zustimmung herbeigeführt worden ist, dieser unter rechtlichem, wirtschaftlichem oder tatsächlichem Druck stand (ständige Rechtsprechung, vgl. u.a. Urteil
BFH vom 11. Januar 2005 IX R 67/02, BFH/NV 2005, 1044). Randnummer 35 Diese Voraussetzungen sind vorliegend nach Auffassung
Senats nicht erfüllt. Es ist nicht ersichtlich, dass die Klägerin zu 2) bei ihrer Entscheidung, auf den Versorgungsausgleich zu verzichten, unter wirtschaftlichem oder tatsächlichem Druck gestanden hat. Allein die Tatsache, dass ein Versorgungsausgleich aufgrund der Scheidung durchzuführen gewesen ist, begründet für sich genommen keine Zwangssituation, was zur Folge hat, dass auch aus diesem Grunde eine Steuerbarkeit der streitgegenständlichen Zahlungen nach § 24 Nr. 1 a EStG nicht gegeben ist. Randnummer 36 d) Auch der Argumentation
Beklagten, die Ausgleichszahlungen seien
halb als steuerbar und steuerpflichtig zu behandeln, da der BFH ausgeführt habe, dass es sich bei Ausgleichszahlungen im Zusammenhang mit einer Ehescheidung nach § 1587 o BGB a.F. auf Seiten
Ausgleichspflichtigen um vorab entstandene Werbungskosten handele (vgl. Urteil
BFH vom
BFH vom
BFH vom
Ausgleichsberechtigten gezogen werden können. Randnummer 37 3. Die streitigen Zahlungen an die Klägerin zu 2) sind auch nicht als Einkünfte aus Leistungen i.S.
G zu versteuern. Randnummer 38 Nach § 22 Nr. 3 S. 1 EStG sind sonstige Einkünfte ( § 2 Abs. 1 Nr. 7 EStG) Einkünfte aus Leistungen, soweit sie weder zu anderen Einkunftsarten noch zu den Einkünften i.S. der Nrn. 1, 1a, 2 oder 4 der Vorschrift gehören. Eine (sonstige) Leistung i.S.
G ist jedes Tun, Dulden oder Unterlassen, das Gegenstand eines entgeltlichen Vertrages sein kann; ausgenommen sind jedoch Veräußerungsvorgänge oder veräußerungsähnliche Vorgänge im privaten Bereich (ständige Rechtsprechung; vgl. Urteil
BFH vom
G dar (vgl. Blümich-Nacke, Kommentar zum EStG, § 22 Anm. 163 mit Rechtsprechungsnachweisen; Urteil
BFH vom
Senats der ausgleichsberechtigte Ehegatte, vorliegend die Klägerin zu 2), einen Vermögenswert – nämlich das Recht auf Bildung einer Versorgungsanwartschaft – in seiner Substanz endgültig auf mit der Folge, dass es sich um einen veräußerungsähnlichen Vorgang handelt, der nicht der Besteuerung nach § 22 Nr. 3 EStG unterliegt (so auch: Risthaus in: DStZ 2010, 269, 276). Randnummer 41 Die von einer Literaturmeinung (vgl. Steger/Venturelli in: INF 2006, 938, 942) geäußerten Bedenken gegen die Annahme einer Aufgabe eines Vermögenswertes in der Substanz, werden nicht geteilt. So wird von dieser Literaturmeinung angeführt, dass der ausgleichsberechtigte Ehegatte keinen Anspruch auf reale Teilung der beamtenrechtlichen Versorgungsansprüche habe, das Familiengericht vielmehr ein Rentenanrecht in der gesetzlichen Rentenversicherung erst begründe. Die Rentenanwartschaft stelle somit einen Vermögensgegenstand dar, der allerdings erst durch die Entscheidung
Familiengerichts begründet werde. Die den Vermögenswert bildende Rechtsposition werde somit aufgegeben, bevor sie existiere, mit der Folge, dass die Abfindungszahlung nicht als Entgelt dafür angesehen werden könne, dass diese Rechtsposition aufgegeben werde (vgl. Steger/Venturelli in: INF 2006, 938, 942). Zutreffend ist zwar, dass ein Rentenanwartschaftsrecht im Zeitpunkt
Verzichts noch nicht zur Entstehung gelangt ist. Dennoch regeln die Vorschriften der §§ 1587, 1587 a, 1587 b Abs. 2 BGB a.F., dass und mit welchen Rechtsfolgen ein öffentlich-rechtlicher Versorgungsausgleichs durchzuführen ist. Bereits der gesetzliche Anspruch auf Wertausgleich in Höhe der Hälfte
Wertunterschieds der wertmäßig höheren Anwartschaften hat zur Folge, dass in dieser Höhe für den ausgleichsberechtigten Ehegatten eine Anwartschaft in der gesetzlichen Rentenversicherung begründet wird. Diese Rechtsposition
ausgleichsberechtigten Ehegatten unterscheidet sich somit nicht von der Rechtsposition
jenigen, der ein Anwartschaftsrecht von vornherein innehat. Dass es zur Begründung
Anwartschaftsrechts als eines Umsetzungsaktes eines Gestaltungsurteils
Familiengerichts bedarf, ist letztlich unerheblich. Wenn – wie vorliegend – auf diese Rechtsposition gegen Entgelt verzichtet wird mit der Folge, dass nunmehr beim ausgleichspflichtigen Ehegatten eine Kürzung der Versorgungsbezüge unterbleibt, so handelt es sich um einen veräußerungsähnlichen Vorgang im privaten Bereich. Randnummer 42 Diese Würdigung steht auch im Einklang mit der Rechtsprechung
BFH, der beispielsweise entschieden hat, dass der Verzicht auf einen zukünftigen Erb- und Pflichtteil, somit einen zukünftigen schuldrechtlichen Anspruch, einen veräußerungsähnlichen Vorgang darstellt, der nicht dem Anwendungsbereich
G unterfällt (vgl. Urteil
BFH vom 20. Oktober 1999 X R 132/95, BStBl II 2000, 82). Randnummer 43 II. Die Kostenentscheidung beruht auf § 135 Abs. 1 FGO. Randnummer 44 III. Die Entscheidung zur vorläufigen Vollstreckbarkeit beruht auf § 151 Abs. 1 und 3 FGO i.V.m. §§ 708 Nr. 10, 711 der Zivilprozessordnung. Randnummer 45 IV. Die Revision war wegen grundsätzlicher Bedeutung bzw. Rechtsfortbildung zuzulassen. Permalink Diesen Link können Sie kopieren und verwenden, wenn Sie genau dieses Dokument verlinken möchten: https://www.rv.hessenrecht.hessen.de/perma?d=LARE190001624
KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.