Zum Nachweis der medizinischen Notwendigkeit mit einer Heilung Leitsatz Der behandelnde Arzt ist als Zeuge kein geeignetes Beweismittel für die medizinische Notwendigkeit einer Heilbehandlung im Sinne des § 1 Abs. 2 MB/KK. Es ist eine Frage des Einzelfalls, ob der behandelnde Arzt in den von ihm festgestellten Befunden als Zeuge zu vernehmen ist. Anmerkung Auf den Hinweis wurde die Berufung zurückgenommen. Verfahrensgang vorgehend LG Wiesbaden, 1. Februar 2017, 1 O 63/15 Tenor In dem Rechtsstreit (...) wird darauf hingewiesen, dass beabsichtigt ist, die Berufung der Klägerin gegen das Urteil der 1. Zivilkammer des Landgerichts Wiesbaden vom 01.02.2017 (1 O 63/15) durch Beschluss gemäß § 522 Abs. 2 ZPO zurückzuweisen. Nach Vornahme der gebotenen Prüfungen ist der Senat einstimmig davon überzeugt, dass die Berufung offensichtlich keine Aussicht auf Erfolg hat und eine mündliche Verhandlung nicht geboten ist. Die Sache hat auch weder grundsätzliche Bedeutung, noch erfordern die Fortbildung des Rechts oder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Senats durch Urteil. Es besteht Gelegenheit zur Stellungnahme binnen zwei Wochen. Gründe I. Die Klägerin nimmt die Beklagte auf Leistungen aus einer Krankheitskostenversicherung in Anspruch. Zwischen den Parteien besteht auf der Grundlage der Allgemeinen Versicherungsbedingungen für die Krankheitskostenversicherung (AVB/V, Anlage B 2, Anlagenband) eine Krankheitskostenversicherung, hinsichtlich deren Einzelheiten auf den Versicherungsschein (Anlage K 1, Anlagenband) verwiesen wird. Die Klägerin unterzog sich zunächst bei A einer B-Behandlung. Wegen einer bestehenden Schilddrüsenunterfunktion wurde sie mit L.-Thyroxin substituiert. Im Jahr 2011 befand sich die Klägerin bei C in Stadt1 in Behandlung mit substitutiven Nahrungsergänzungsmitteln. Dieser stellte der Klägerin insgesamt € 7.330,63 in Rechnung (Anlagenkonvolut K 3, Anlagenband) und erstellte am 15.09.2011 einen Behandlungsbericht (Anlage K 7, Anlagenband). Die Beklagte lehnte eine Kostenerstattung ab. Die Klägerin hat behauptet, dass die Behandlung durch C medizinisch notwendig gewesen sei. Aufgrund der Höherdosierung des L.-Thyroxin durch A sei es ihr schlechter gegangen. Die Behandlung durch C habe eine Senkung der Dosierung herbeiführen können. Nach Einholung eines schriftlichen Sachverständigengutachtens von D vom 18.04.2016 (Bl. 86f. d. A.) hat das Landgericht die Klage mit Urteil vom 01.02.2017, auf dessen tatsächliche Feststellungen im Übrigen verwiesen wird, abgewiesen. Zur Begründung hat es ausgeführt, dass die Klägerin für die medizinische Notwendigkeit der Heilbehandlung beweisfällig geblieben sei. Der Sachverständige habe überzeugend ausgeführt, dass die medizinische Erforderlichkeit der Substitutionsbehandlung mit Nahrungsergänzungsmitteln nach internistischer Gesamtschau der Befunde nicht nachvollziehbar sei. Objektive Befunde habe ihm die Klägerin trotz Anforderung nicht übersandt. Die Anforderung von Behandlungsunterlagen von A sei zur weiteren Aufklärung nicht geeignet. Das Zeugnis des Behandlers sei kein geeignetes Beweismittel. Hiergegen wendet sich die Klägerin mit ihrer Berufung, mit der sie unter Wiederholung und Ergänzung ihres erstinstanzlichen Vortrags ihre erstinstanzlichen Anträge weiter verfolgt. Das Landgericht habe den Fall unzureichend geprüft. Es hätte C zu den Befunden vernehmen müssen, was die Klägerin beantragt gehabt habe. Erstmals in der Berufungsinstanz beruft sich die Klägerin hinsichtlich der Beschwerden nach der Höherdosierung auf das Zeugnis des A. Die Klägerin beantragt, das Urteil des Landgerichts Wiesbaden AZ 1 O 63/15 vom 07.12.2016 aufzuheben, die Beklagte zu verurteilen, an die Klägerin einen Betrag in Höhe von 7.330,63 Euro nebst 5% Zinsen über dem Basiszinssatz seit Rechtshängigkeit abzgl. der tariflich vereinbarten Selbstbeteiligung in Höhe von ... zu zahlen, die Beklagte ferner zu verurteilen, sie von den vorgerichtlichen Rechtsanwaltskosten in Höhe von 761,60 Euro freizustellen. Die Beklagte beantragt, die Berufung zurückzuweisen. Sie verteidigt das landgerichtliche Urteil. C habe nicht als Zeuge gehört werden müssen. Es komme allein auf dessen Dokumentation an. Die Benennung des A erstmals in der Berufungsinstanz sei verspätet. II. Die Berufung ist zulässig. Sie ist insbesondere form- und fristgerecht eingelegt und begründet worden. 1. In der Sache hat sie jedoch offensichtlich keine Aussicht auf Erfolg.
KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.