Zu den Voraussetzungen des Beweises eines Gesellschaftsvetrags bzw. einer Treuhandabrede bei Übertragung eines Depots Leitsatz Die bloße Übertragung eines Depots ist als Indiztatsache nicht geeignet, das Bestehen eines Gesellschaftsvertrags oder einer Treuhandabrede zu beweisen. § 199 Abs. 3a BGB findet auf die Übertragung eines Depots unter Lebenden keine Verwendung. Anmerkung Auf den Hinweis wurde die Berufung zurückgenommen. Verfahrensgang vorgehend LG Gießen, 30. September 2016, 5 O 209/16 Tenor In dem Rechtsstreit (...) wird darauf hingewiesen, dass beabsichtigt ist, die Berufung der Klägerin gegen das Urteil der 5. Zivilkammer des Landgerichts Gießen vom 30.09.2016 (5 O 209/16) durch Beschluss gemäß § 522 Abs. 2 ZPO zurückzuweisen. Nach Vornahme der gebotenen Prüfungen ist der Senat einstimmig davon überzeugt, dass die Berufung offensichtlich keine Aussicht auf Erfolg hat und eine mündliche Verhandlung nicht geboten ist. Die Sache hat auch weder grundsätzliche Bedeutung, noch erfordern die Fortbildung des Rechts oder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Senats durch Urteil. Es besteht Gelegenheit zur Stellungnahme binnen 2 Wochen. Gründe I. Die Klägerin nimmt die Beklagte im Wege einer Stufenklage auf Auskunft und Zahlung wegen übertragener Wertpapierdepots in Anspruch. Zwischen dem ...2013 und dem ...2013 verstarb A (im Folgenden Erblasser genannt) und wurde zur Hälfte von der Beklagten und zur anderen Hälfte von der zwischenzeitlich verstorbenen früheren Beklagten zu 2) beerbt. Die Beklagte ist Alleinerbin der früheren Beklagten zu 2). Die Klägerin zahlte im Jahr 1998 DM 30.000,00 auf ein in ihrem Namen errichtetes Depot bei der X AG und im Jahre 1999 DM 20.000,00 auf ein in ihrem Namen und auf eigene Rechnung eingerichtetes Depot bei der Y GmbH ein. Die Beklagte erhob die Einrede der Verjährung. Die Klägerin hat behauptet, die von ihr getätigten Vermögensanlagen seien in Absprache mit dem Erblasser erfolgt, der die Hälfte des Geldes vorab an die Klägerin überwiesen habe. Es sei vereinbart gewesen, dass beide Seiten gleichermaßen wirtschaftlich haben berechtigt sein sollen, wobei die Klägerin jedoch zunächst treuhänderisch den Anteil des Erblassers habe halten sollen. Hintergrund sei gewesen, dass der Erblasser seine steuerlichen Freibeträge bereits durch andere Geldanlagen ausgeschöpft habe. Im Jahr 2000 habe die Klägerin beide Wertpapierdepots an den Erblasser übertragen, da die Mutter der Klägerin Sozialhilfe habe beantragen wollen. Die Beklagte hat vorgetragen, dass sie davon ausgehe, dass es sich bei der behaupteten Übertragung der Wertpapierdepots um Schenkungen gehandelt habe. Jedenfalls habe ein Rechtsgrund bestanden. Mit Urteil vom 30.09.2016, auf dessen tatsächliche Feststellungen im Übrigen Bezug genommen wird, hat das Landgericht die Klage abgewiesen. Die Klägerin habe weder einen Anspruch auf Auskunft noch auf Auszahlung. Sie habe weder das Bestehen einer Gesellschaft, eines Auftrages oder eines sonstigen Treuhandverhältnisses bewiesen. Sie habe hierfür keine Beweise angeboten. Die Klägerin habe zudem angegeben, nicht einmal beweisen zu können, dass der Erblasser ihr die ursprünglich eingezahlten Beträge überwiesen habe. Das einzige Beweisangebot der Klägerin beziehe sich auf die Indiztatsache, dass die Klägerin dem Erblasser ihr Depot übertragen haben wolle. Eine solche Übertragung sei kein hinreichendes Indiz für die klägerseits behauptete Abrede. Eine Übertragung könne unterschiedlichste Gründe haben. Gegen das Bestehen eines Treuhandverhältnisses spreche, dass die Klägerin bei Eröffnung des Kontos bei der Y unstreitig erklärt habe, dass sie das Konto auf eigene Rechnung führe. Auch einen bereicherungsrechtlichen Anspruch habe die Klägerin nicht. Zum einen habe sie nicht bewiesen, dass eine Übertragung ohne Rechtsgrund erfolgt sei. Zumindest aber sei ein bereicherungsrechtlicher Anspruch verjährt. Hiergegen wendet sich die Klägerin unter Wiederholung und Vertiefung ihres erstinstanzlichen Vortrags mit ihrer Berufung, mit der sie die erstinstanzlich gestellten Anträge weiter verfolgt. Die landgerichtliche Entscheidung beruhe auf einer unvollständigen Erfassung und Würdigung des vorgetragenen Sachverhalts und einer Verkennung der Beweislast. Die Klägerin habe nachgewiesen, dass sie beide Depots an den Erblasser übertragen habe. Hierzu legt sie erstmals in der Berufungsinstanz ein Bestätigungsschreiben der Y vom 18.10.2000 (Anlage K9, Bl. 35 d. A.) sowie die Kopie einer Telefonnotiz (Anlage K10, Bl. 96 d. A.) vor. Zudem habe die Klägerin bereits erstinstanzlich Beweis durch Vorlage der Depotauszüge durch die Beklagte angeboten. Zutreffend sei das Landgericht zwar davon ausgegangen, dass die Klägerin keinen unmittelbaren Beweis für die Vereinbarung mit dem Erblasser habe erbringen können, wonach die beiden Depots für gemeinsame Rechnung haben gehalten werden sollen. Es sei allerdings unbestritten, dass der Erblasser DM 10.000,00 und DM 15.000,00 an die Klägerin zwecks Eröffnung der Depots überwiesen habe. Hierzu nimmt die Klägerin Bezug auf die Anlage K11 (Bl. 97 f. d. A.), ein von dem Erblasser ausgefülltes Risikobarometer. Damit habe die Klägerin für die Richtigkeit ihres Vortrages schlüssige Indizien vorgetragen, während Anhaltspunkte für eine Schenkung nicht gegeben seien. Schließlich sei der Anspruch auch nicht verjährt, da dieser erst mit der Auflösung des Depots und der Kenntnis der Klägerin hiervon, also frühestens im Jahre 2013, entstanden sei. Ein hilfsweise geltend gemachter bereicherungsrechtlicher Anspruch sei nicht verjährt, da es sich um einen Anspruch aus einem Erbfall mit einer dreißigjährigen Verjährungsfrist nach § 199 Abs. 3a BGB handele. Die Klägerin beantragt, unter Abänderung des Urteils des Landgerichts Gießen vom 30.09.2016 (Az. 5 O 209/16), die Beklagte als Erbin des zwischen den ....2013 und am ....2013 verstorbenen A sowie der am ...2015 verstorbenen B zu verurteilen, der Klägerin Auskunft über den Auszahlungsbetrag zweier im Nachlass des Herrn A befindlicher Wertpapierdepots bei der Y GmbH (Depot-Nr. ...) sowie bei der X AG (Depot-Nr. ...) zu erteilen, nach Erteilung der Auskunft 50 % der so ermittelten Werte an die Klägerin auszuzahlen und mit 5 Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszinssatz ab Auszahlung seitens der Depotbanken zu verzinsen, Euro 1.358,86 für die vorgerichtliche anwaltliche Vertretung an die Klägerin zu zahlen. Die Beklagte beantragt, die Berufung zurückzuweisen. Sie verteidigt das landgerichtliche Urteil. Die Vorlage der weiteren Unterlagen sei verspätet. Diese vorgelegten Dokumente änderten im Übrigen nichts an der Beweisverteilung und der rechtlichen Einschätzung. Aus ihnen ergäben sich keine neuen rechtlichen Erkenntnisse. Die von Klägerin behauptete Abrede zwischen ihr und dem Erblasser sei jedenfalls nichtig, da es sich um eine Vortat zur Geldwäsche handele. Das Treuhandverhältnis sei nämlich gegenüber der depotführenden Stelle nicht offengelegt worden. II. Die Berufung ist zulässig. Sie insbesondere form- und firstgerecht eingelegt und begründet worden. 1. In der Sache hat sie jedoch offensichtlich keine Aussicht Erfolg. Das Landgericht hat zutreffend festgestellt, dass die Klägerin weder einen Auskunfts- noch einen Zahlungsanspruch gegen die Beklagte hat, weshalb das Landgericht die Stufenklage zu Recht insgesamt abgewiesen hat.
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