Verfahrensgang nachgehend Hessisches Landessozialgericht, 22. März 2018, L 1 KR 391/17, Urteil Tenor 1. Die Klage wird abgewiesen. 2. Die Beteiligten haben einander keine Kosten zu erstatten. Tatbestand Die Beteiligten streiten um die Höhe der Beiträge der Klägerin zur Gesetzlichen Kranken-und Pflegeversicherung im Hinblick auf die Versorgungsbezüge von der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) und ob der Klägerin aufgrund zu viel gezahlter Beiträge ein Erstattungsanspruch zusteht. Die Klägerin war früher abhängig beschäftigt bei der Beklagten. Inzwischen ist sie Rentnerin und bei der Beklagten gesetzlich Krankenversichert und bei der Beigeladenen pflegeversichert. Sie erhält von der Deutschen Rentenversicherung - seit 1.7.2013 eine Altersrente in Höhe von monatlich 736,50 € - seit 1.7.2013 Steigerungsbeträge aus der Höherversicherung in Höhe von monatlich: 103,56 € Die Leistungen der Höherversicherung beruhen auf der früheren Tätigkeit der Klägerin bei der Beklagten. Auf die Leistungen der Deutschen Rentenversicherung werden die Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung abgezogen und abgeführt. Neben diesen Leistung der Deutschen Rentenversicherung erhält die Klägerin seit dem 1.7.2013 einen Versorgungsbezug der VBL in Höhe von monatlich 216,32 €. Die Beklagte meldete der VBL als Zahlstelle die Beitragspflicht. Die VBL zog sodann die Beiträge zur Gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung aus dem Zahlbetrag ab. Später meldete sich die Klägerin bei der Beklagten und teilte mit, dass von dem Zahlbetrag der VBL 103,56 € abgezogen würden aufgrund einer Abtretung zu Gunsten der Beklagten (als ihren früheren Arbeitgeber). Für diesen Betrag führe bereits die Deutsche Rentenversicherung Beiträge ab. Die Beiträge dürften sich daher nur aus einem Restrentenanspruch der VBL von 112,76 € errechnen. Daher werde jeden Monat ein Betrag in Höhe von 18,17 € zu viel abgezogen. Die Klägerin forderte von der Beklagten die Korrektur der Beitragsberechnung und die Rückerstattung der zu viel gezahlten Beiträge. Es kam dann zu weiterer Korrespondenz zwischen der Klägerin, der Beklagten und der Zahlstelle. Die Beklagte trat in die Prüfung ein. Sie prüfte insbesondere auch die Abtretungserklärung der Klägerin (für den abgetretenen Teil der VBL-Rente in Höhe von 103,56 €) und den Ersatzkassentarifvertrag. In der Abtretungserklärung heißt es: „Hiermit trete ich meine durch die Nachversicherung gemäß § 18 Abs. 6 des Gesetzes zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung gegen die VBL bei Eintritt des Versicherungsfalls bestehenden Ansprüche in der Höhe an die Deutsche Angestellten-Krankenkasse ab, wie ich Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung aufgrund der als Zusatzversicherung durchgeführten Höherversicherung erhalte. Ich verpflichte mich, Leistungen, welche die VBL trotz des Forderungsübergangs an mich erbringt, an die Deutsche Angestellten-Krankenkasse abzuführen. Weiterhin verpflichte ich mich der Deutschen Angestellten-Krankenkasse den Eintritt des Versicherungsfalles durch Vorlage des Rentenbescheids unverzüglich anzuzeigen. Mit der Einholung von Auskünften durch die Deutsche Angestellten-Krankenkasse bei dem Träger der gesetzlichen Rentenversicherung erkläre ich mich einverstanden. Die Deutsche Angestellten-Krankenkasse wird von dieser Einwilligung nur insoweit Gebrauch machen, als dies zur Abwicklung der durch den Forderungsübergang erworbenen Rechte erforderlich ist.“ (vgl. Bl. 24 der Verwaltungsakte) In Nr. 20 Ziffer 2 der Anl. 7a zum Ersatzkassentarifvertrag ist diesbezüglich geregelt: „Der in Nr. 1 Ziffer 2 Abs. 1 genannte Angestellte, der nach Vollendung des 35. Lebensjahres aus den Diensten der Kasse ausscheidet und auch die sonstigen Voraussetzungen nach § 1 des Gesetzes zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung erfüllt, wird gemäß § 18 Abs. 6 des Gesetzes bei der VBL nachversichert. In diesem Falle gehen die durch die Nachversicherung gegen die VBL bei Eintritt des Versicherungsfalles bestehen Ansprüche des Angestellten in der Höhe auf die Kasse über, wie der Angestellte Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung erhält, die sich aus der durchgeführten Höherversicherung aufgrund des Beschäftigungsverhältnisses bei der Kasse ergeben. Der Angestellte ist verpflichtet, der Kasse zum Nachweis des Forderungsübergangs eine Abtretungserklärung zu erteilen.“ (vgl. Bl. 30 der Verwaltungsakte) Mit Bescheid vom 11.5.2015 lehnte die Beklagte den Antrag der Klägerin ab. Sie teilte mit, dass als Versorgungsbezüge alle mit der gesetzlichen Rente vergleichbaren Einnahmen gelten würden. Dazu würden auch die Leistung der VBL gehören. Nach § 237 S. 1 SGB V unterliege der Versorgungsbezug grundsätzlich in Höhe des Zahlbetrages der Beitragspflicht. Nach der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts müssten alle Kürzungen des Zahlungsbetrages unberücksichtigt bleiben. Insbesondere Abzweigungsbeträge infolge einer Aufrechnung, Verrechnung, Abtretung oder Pfändung dürften nicht in Abzug gebracht werden bei der Beitragserhebung. Hiergegen legte die Klägerin Widerspruch ein. Sie blieb bei ihrer Auffassung, dass sie einer doppelte Beitragszahlung unterworfen werde. Mit Widerspruchsbescheid vom 8.9.2015 wies die Beklagte den Widerspruch der Klägerin zurück. Die Beklagte wiederholte ihre bisherige Auffassung. Am 28.9.2015 hat die Klägerin Klage vor dem Sozialgericht Darmstadt erhoben. Die Klägerin meint, dass sie im Hinblick den abgetretenen Teil der „VBL-Rente“ doppelt mit Beiträgen belastet werde. In Höhe des Abtretungsbetrages beziehe sie nämlich eine gesetzliche Rente aus einer Höherversicherung aufgrund der Angestelltentätigkeit bei der Beklagten. Diese Auffassung vertrete auch die Deutsche Rentenversicherung. Eine derartige Doppelbelastung von Renten mit Krankenversicherungsbeiträgen stehe europäischem Recht entgegen. Die Klägerin beantragt: 1. Der Bescheid der Beklagten vom 11.05.2015 in der Gestalt des Widerspruchbescheides vom 08.09.2015 wird abgeändert. 2. Die Beklagte wird verpflichtet, den monatlichen Versorgungsbezug von 103,56 Euro nicht zur Beitragspflicht zur Kranken- und Pflegeversicherung heranzuziehen. 3. Die Beklagte wird verurteilt, der Klägerin für den Zeitraum vom 01.07.2013 bis zum 31.08.2017 einen Betrag in Höhe von 908,50 Euro zu erstatten. Die Beklagte beantragt, die Klage abzuweisen. Die Beklagte verweist auf die Ausführungen in Ihren Bescheiden. Ergänzend trägt sie vor, dass ihrer Auffassung nach eine Doppelbelastung der Klägerin nicht vorliege. Sie habe nämlich lediglich ein Teil des Anspruchs abgetreten. Die Beigeladene beantragt, die Klage abzuweisen. Am 15.2.2016 wurde ein Erörterungstermin durchgeführt. Daraufhin haben die Beteiligten weitere Unterlagen vorgelegt, nämlich der Rentenbescheid der Klägerin und die Anlage 7a zum Ersatzkassentarifvertrag. Außerdem erklärte die Beklagte, dass sie für die Klägerin Beiträge zur VBL bezahlt habe. Dafür habe sie alleine die Versicherungsbeiträge aufgebracht, ebenso wie für die Nachversicherung nach Anlage 7a - Nr. 20 Ziffer 2 des Tarifvertrages. Zur Ergänzung des Tatbestandes wird Bezug genommen auf den Inhalt der Verwaltungsakten der Beklagten und auf den Inhalt der Gerichtsakten. Entscheidungsgründe Die zulässige Klage ist nicht begründet. Die Beitragsbescheide der Beklagten sind nicht zu beanstanden. Die Erhebung von Beiträgen auf die abgetretenen Leistungen der VBL ist rechtmäßig. Daher hat die Klägerin auch keinen Anspruch auf Erstattung von vermeintlich zu viel bezahlten Beiträgen. Es findet entgegen der Auffassung der Klägerin insbesondere keine doppelte Verbeitragung statt. Daher war die Klage abzuweisen. Im Einzelnen: 1. Die Beitragserhebung der Beklagten ist rechtmäßig.
KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.