(2020), § 839 Rn. 481). Dies ist vorliegend nicht die Beklagte, sondern das Amt S. Randnummer 31 Die Beklagte ist zwar gemäß §§ 11, 14, 50 StrWG-MV als Trägerin der Straßenbaulast an sich verkehrssicherungspflichtig. Die Wahrnehmung der Verkehrssicherungspflicht in Form der Prüfung der Standsicherheit von Straßenbäumen ist jedoch eine Angelegenheit der laufenden Verwaltung, die dem Amt S. als Entscheidungs- und Ausführungszuständigkeit gemäß §§ 2 Abs. 3, 127 Abs. 1 S. 2 KV M-V im Wege einer gesetzlichen Aufgabendelegation übertragen ist. Das Amt S. treffen aus der eigenverantwortlich wahrzunehmenden gesetzlichen Durchführungs- und Erfüllungsverantwortung gemäß § 127 Abs. 1 S. 2 KV M-V auch die grundsätzlich der Beklagten obliegenden öffentlich-rechtlichen Verkehrssicherungspflichten, so dass es letztendlich auch für die hier maßgebliche Gefahrenabwehr zuständig ist (vgl. LG Rostock, Urt. v. 10.06.2009 - 4 O 59/09, BeckRS 2010, 893; VG Schwerin, Urt. v. 30.05.2005 - 3 A 851/02, juris; Darsow, in: Schweriner Kommentierung der KV M-V,
- Aufl., § 127 Rn. 5 f. u. 15; F. v. Mutius, in: Schröder/Freund/Wellmann/u.a, Kommunalverfassungsrecht M-V,
- EL, § 127 KV M-V Anm. 8.2; Sauthoff/Witting, StrWG-MV, Stand 2/22, § 10 Rn. 31). Das gilt auch, soweit das Amt nicht durch Verwaltungsakt handelt, sondern wie hier schlicht hoheitlich tätig wird.
- Randnummer 32 Die Klage ist daher in Abänderung des landgerichtlichen Urteils abzuweisen. II. Randnummer 33 Die Kostenentscheidung beruht auf §§ 91 Abs. 1, 101 Abs. 1 ZPO. Die übrigen Nebenentscheidungen beruhen auf §§ 708 Nr. 10, 711 ZPO. III. Randnummer 34 Die Revision ist gem. § 543 Abs. 2 Nr. 2 ZPO im Hinblick auf die Abweichung zur Rechtsprechung des
- Zivilsenates des Oberlandesgerichts Rostock in den zitierten Entscheidungen (OLG Rostock, Urt. vom 24.09.1998 - 1 U 174/97, OLGR 1999, 112; Urt. vom 04.04.2008 - 5 U 10/08; OLG Rostock, Beschluss vom 20.04.2010 – 5 W 14/10; s. auch Urteil vom 21.05.2010 - 5 U 145/09, BeckRS 2010, 17377) zuzulassen.