trag II zu Ziffer 3.9.2 des Flurbereinigungsplans „Ord.Nr. 40.00 Ortsgemeinde N.“ um folgende Ziffer 5 ergänzt wird: Die Unterhaltungslast beginnt für die Ortsgemeinde erst mit ordnungsgemäßer und mängelfreier Herstellung der gemeinschaftlichen Anlage, die in einer Übergabeverhandlung unter Beteiligung der Ortsgemeinde, der Flurbereinigungsbehörde sowie der Teilnehmergemeinschaft festgestellt wird. Im Übrigen wird die Klage abgewiesen. Die Klägerin hat die Kosten des Verfahrens zu tragen, mit Ausnahme der außergerichtlichen Kosten der Beigeladenen, die diese selbst tragen. Das Verfahren ist gebührenpflichtig. Das Urteil ist wegen der Kosten vorläufig vollstreckbar. Die Revision wird nicht zugelassen. Tatbestand Randnummer 1 Die Klägerin wendet sich dagegen, dass ihr im
trag II zum Flurbereinigungsplan in der Flurbereinigung N. V, Teilgebiet 2 „S.“ ein 643 m² großes Böschungsflurstück (Flur 22 Nr. A) zu Eigentum und Unterhaltung zugeteilt wurde. Randnummer 2 Die Flurbereinigung wurde im Jahr 2007 zu dem Zweck eingeleitet, arrondierte Rebflächenareale in der traditionellen Weinkulturlandschaft Mosel zu erhalten (vgl. Flurbereinigungsbeschluss vom
haltige Bewirtschaftung der Weinbergsflächen mit modernen Geräten und Maschinen. Die mittleren Schotterwege Nrn. 202, 203 und 204 seien im Bereich der Hangkante geplant und trennten das oberhalb liegende flachere von dem unterhalb liegenden steileren Gelände. Letzteres solle terrassiert und weiterhin hangparallel bewirtschaftet werden. Aus geologischen (Erhaltung der Hangstabilität) und aus landespflegerischen Gründen (Kompensation für wegfallende Trockenmauern) sei der Neubau von Mauerstrukturen erforderlich. Die entstehenden Terrassenböschungen würden mit Gabionen in Kombination mit Böschungen (Anlagen Nrn. 501, 502, 504, 506, 508, 509 und 511) bzw. als Lesesteinböschungen (Anlagen Nrn. 503, 507 und 510) hergestellt. Unter Ziffer 3.6 des Erläuterungsberichts heißt es, dass die durch die Bodenordnung verursachten Eingriffe, wie die durch die Planierung des Rebgeländes wegfallenden Trockenmauern, die Rekultivierung von Weinbergsbrachen sowie die Anlage von Wirtschaftswegen durch geeignete Maßnahmen kompensiert würden. Randnummer 4 In dem hier interessierenden Bereich des ursprünglichen Abfindungsflurstücks Nr. B sind im Wege- und Gewässerplan als Anlagen Nrn. 503 und 507 „Lesesteinböschungen“ vorgesehen, und zwar zunächst durch den Weg Nr. 102 getrennt und später -
Verzicht auf dessen Ausbau - in der
trag I zum Flurbereinigungsplan vom
trag II zum Flurbereinigungsplan vom
der Besitzeinweisung 2017 ihre Abfindungsflächen mit neuen Reben bepflanzen können. Auch
dem plangemäßen Ausbau der Böschung mit 2 m Höhe und 2 m Breite verbleibe auf der Abfindungsfläche ein störendes Quergefälle, das von Rebzeile zu Rebzeile terrassiert werden müsse. Bei der Lesesteinböschung handele es sich um eine gemeinschaftliche Anlage im gemeinschaftlichen Interesse aller Teilnehmer. Die Zuordnung nur zu einem einzelnen Teilnehmer sei nur bei dessen Zustimmung erlaubt. Eine solche Zustimmung habe die Beigeladene zu 2) nicht erteilt, hingegen die Klägerin mit Beschluss ihres Gemeinderats vom 22. Juni 2016. Solche Gemeinderatsbeschlüsse seien auch nicht untypisch. Üblicherweise werde die Teilnehmergemeinschaft
der Durchführung der Flurbereinigung aufgelöst und die in der Flurbereinigung geschaffenen gemeinschaftlichen Anlagen bei einem örtlichen Träger verankert. Der von der Klägerin hiergegen erhobene Widerspruch sei nicht begründet. Rechtsgrundlage für die Zuteilung sei § 42 Abs. 2 FlurbG. Bei der Lesesteinböschung handele es sich um eine gemeinschaftliche Anlage. Sie diene dem landespflegerischen Ausgleich und der Kompensation für den Verlust von Trockenmauern. Der im Gemeinderatsbeschluss vom 22. Juni 2016 enthaltene Vorbehalt von Übergabeverhandlungen erlaube nicht die vollständige Ablehnung der Übernahme von gemeinschaftlichen Anlagen. Durch diese Verhandlungen solle lediglich gesichert werden, dass die Gemeinde eine ordnungsgemäß hergestellte Anlage erhalte. Es sei nicht angemessen, eine 2 m hohe, 2 m breite und 326 m lange Böschung dem Oberlieger zu übertragen, der lediglich tischhohe Trockenmauern ins Verfahren eingebracht habe. Sofern die gemeindliche Unterhaltungslast für eine solche Böschung in der Bevölkerung auf Unverständnis stoße, sei dies hinzunehmen und letztlich Konsequenz aus einem erfolgreich geführten Rechtsbehelfsverfahren. Präzedenzfälle für andere Flurbereinigungsverfahren seien nicht zu befürchten, da die Zuteilung an die jeweilige Gemeinde von deren Zustimmung im jeweiligen Verfahren abhängig sei. Randnummer 15 Die Klägerin trägt zur Begründung ihrer Klage im Wesentlichen vor: Die Zuteilung des Böschungsflurstücks Nr. A sei rechtswidrig. Die Voraussetzungen
G lägen nicht vor. Bei dem Grundstück handele es sich schon nicht um eine gemeinschaftliche Anlage. Vielmehr erfülle die Böschung allein die Funktion, das darüber liegende Gelände abzustützen. Auch in der Vergangenheit seien Hangsicherungsmaßnahmen immer dem Oberlieger zugeteilt worden. Die Bezeichnung als Ausgleichs- und Kompensationsmaßnahme sei fehlerhaft. Es handele sich um die Umwidmung einer rein privatnützigen Hangsicherungsmaßnahme in eine Anlage von gemeinschaftlichem Interesse. Die Last der Hangsicherung werde sozialisiert. Darüber hinaus fehle es auch an der erforderlichen Zustimmung der Ortsgemeinde. Der Gemeinderatsbeschluss vom 22. Juni 2016 habe sich allein auf den damaligen Flurbereinigungsplan bezogen; der
trag II sei damals noch nicht bekannt gewesen. Der Flurbereinigungsbehörde sei es untersagt, durch
trägliche Änderungen des Flurbereinigungsplans der Ortsgemeinde immer weitere „gemeinschaftliche Anlagen“ aufzubürden. Randnummer 16 Die Klägerin beantragt, Randnummer 17 den Flurbereinigungsplan des Flurbereinigungsverfahrens N. V, Teilgebiet 2 „S.“ unter Aufhebung des Widerspruchsbescheids vom 11. Februar 2021 abzuändern und das Grundstück Gemarkung N., Flur 22, Flurstück Nr. A, anderweitig zuzuteilen. Randnummer 18 Der Beklagte beantragt, Randnummer 19 die Klage abzuweisen. Randnummer 20
seiner Auffassung liegen die Voraussetzungen für die angegriffene Grundstückszuteilung vor. Bei der Lesesteinböschung handele es sich um eine gemeinschaftliche Anlage im Sinne von § 39 FlurbG. Das Flurbereinigungsverfahren habe den planmäßigen Wiederaufbau der Rebflächen zum Ziel, der
vorheriger Beseitigung der Weinbergsmauern, der Planierung des Geländes sowie der Herstellung neuer Wege erfolge. Diese Eingriffsmaßnahmen verlangten zwingend
einem Ausgleich. Ausweislich des Wege- und Gewässerplans dienten gerade die hier umstrittenen Anlagen Nrn. 503 und 507 der Kompensation für weggefallene Trockenmauern. Auch liege die erforderliche Zustimmung der Klägerin vor. Grundlage für den Gemeinderatsbeschluss vom
G befugt ist, bei Gelegenheit eines Widerspruchs jede ihr sinnvoll erscheinende Änderung des Flurbereinigungsplans vorzunehmen, ist die Spruchstelle nur zu solchen Änderungen berechtigt, die im Rahmen des bei ihr anhängigen Rechtsschutzverfahrens notwendig sind, um dem Widerspruch abzuhelfen (st. Rspr. des Senats; vgl. z.B. OVG RP, Urteil vom
G gilt deshalb § 68 Abs. 1 Satz 1 VwGO, wonach die Widerspruchsbehörde Rechtmäßigkeit und Zweckmäßigkeit
zuprüfen hat (vgl. z.B. OVG RP, Urteil vom
trags I auf den Widerspruch der Beigeladenen zu 2) hin abändern. Der Senat teilt die Auffassung des Beklagten, dass die Beigeladene zu 2) bei Zuteilung der Weinbergsfläche im Abfindungsflurstück Nr. B nebst der 2 m hohen, 2 m breiten und 326 m langen Böschung nicht wertgleich abgefunden war. Zwar waren auch in ihrem Altbesitz zur Abmilderung des Gefälles (Trocken-)Mauern vorhanden, jedoch nicht in einem Umfang und einer Mächtigkeit wie die hier streitige Böschungsfläche. Zudem weist die der Beigeladenen zu 2) zugeteilte Weinbergsfläche trotz der hohen Lesesteinböschung noch weiterhin ein störendes Quergefälle auf, das von Rebzeile zu Rebzeile ausgeglichen werden muss. Hinzu kommt – wie noch näher zu erläutern ist –, dass die Lesesteinböschung im Wege- und Gewässerplan sowie im Verzeichnis der Festsetzungen als gemeinschaftliche Anlage und als „Kompensationsmaßnahme für wegfallende Mauern“ bezeichnet wird, was nahelegt, dass deren Unterhaltung grundsätzlich auch von der Gemeinschaft aller Teilnehmer oder einem öffentlichen Träger erfolgt. Randnummer 27 2. Die Voraussetzungen für die Zuteilung der Böschungsfläche als separates Flurstück an die Klägerin liegen vor. Randnummer 28 Gemäß § 42 Abs. 2 Satz 1 FlurbG werden die gemeinschaftlichen Anlagen durch den Flurbereinigungsplan der Teilnehmergemeinschaft zu Eigentum zugeteilt und sind von ihr zu unterhalten, soweit nicht der Flurbereinigungsplan oder gesetzliche Vorschriften anderes bestimmen.
G können sie der Gemeinde zugeteilt werden, wenn diese zustimmt. Randnummer 29 a) Bei der im Wege- und Gewässerplan dargestellten Anlage Nrn. 503 und 507 „Lesesteinböschung“ handelt es sich um eine gemeinschaftliche Anlage im Sinne von § 42 Abs. 2 FlurbG. Randnummer 30 In § 39 Abs. 1 FlurbG werden gemeinschaftliche Anlagen als „Wege, Straßen, Gewässer und andere zur gemeinschaftlichen Benutzung oder einem gemeinschaftlichen Interesse dienende Anlagen“ bezeichnet. Randnummer 31 Neben Wegen sind auch die beim Wegebau entstehenden Böschungen (berg- und talseitig) ohne Weiteres als gemeinschaftliche Anlagen anzusehen. Für die öffentlichen Straßen ergibt sich dies aus § 1 Abs. 3 Nr. 1 LStrG („zu den öffentlichen Straßen gehören … Böschungen, Stützmauern …“; vgl. zu bergseitigen Weinbergsmauern: OVG RP, Urteil vom 14. März 1972, 3 C 29/71-, AS 12, 418 und RzF 2 zu § 42 Abs. 2 FlurbG). So sind der Klägerin am S. als gemeinschaftliche Anlagen zwei Wegeparzellen einschließlich Gabionenmauern und Böschungen zugeteilt worden (Flurstück-Nrn 41 und 46/1), was von ihr auch nicht beanstandet worden ist. Randnummer 32 Bei dem hier streitgegenständlichen Böschungsflurstück Nr. A handelt es sich allerdings nicht um eine solche Wegeböschung. Vielmehr befindet sie sich zwischen den beiden Weinbergsflächen auf den Abfindungsflurstücken Nrn. E und B.
den Ausführungen der Flurbereinigungsbehörde im Widerspruchsverfahren der Beigeladenen zu 2) hat diese Böschung die Funktion, das Gefälle des Steilhangs (über 30 %) abzuflachen und dadurch eine sinnvolle Bewirtschaftung der Weinbergsflächen zu ermöglichen (vgl. Widerspruchseinzelheft, Bl. 25 ff. und 31 ff.). Damit dient diese Maßnahme dem Ziel des gesamten Flurbereinigungsverfahrens, in dieser Lage arrondierte Rebflächenareale herzustellen.
dem Erläuterungsbericht und dem Pflege- und Entwicklungsplan zum Wege- und Gewässerplan erfüllen beide Terrassierungsformen, nämlich Gabionenmauer nebst Böschung einerseits und Lesesteinböschung andererseits, sowohl die Hangsicherungsfunktion als auch die landespflegerische Kompensationsfunktion. Beide Terrassierungsformen weisen eine Breite von 2 m und eine Höhe von 2 m auf. Bei so hohen Böschungen mit einer erheblichen Länge erscheint es sachgerecht, den Nutzen dieser Anlage auf das gesamte Gebiet zu beziehen und nicht bloß auf ein konkretes Einzelgrundstück. Insofern unterscheidet sich die hier durchgeführte Hanggestaltung von tradierten Wirtschaftsformen, wonach – kleinere – Weinbergsmauern dem jeweiligen Oberlieger zugeordnet wurden. Mit den hier vorgesehenen Böschungen wird ebenso wie mit den neu errichteten Wegen das Rebflächenareal insgesamt arrondiert und damit ein gemeinschaftliches Interesse verfolgt. Es war daher sachgerecht, sie im Wege- und Gewässerplan als gemeinschaftliche Anlagen zu bezeichnen. Randnummer 33 Die Böschungsparzelle Nr. A stellt sich zudem deshalb als gemeinschaftliche Anlage dar, weil sie über ihre Stützfunktion hinaus landespflegerische Zwecke verfolgt.
G umfassen die im Wege- und Gewässerplan festgelegten gemeinschaftlichen Anlagen auch landschaftsgestaltende und landschaftspflegerische Anlagen (vgl. Wingerter, in: Wingerter/Mayr, FlurbG, 10. Aufl. 2018, § 41 Rn. 3 und 5).
dem Erläuterungsbericht zum Wege- und Gewässerplan sowie dem Verzeichnis der Festsetzungen werden sämtliche Terrassierungsanlagen im hier streitgegenständlichen Hangbereich als „Kompensationsmaßnahmen für wegfallende Mauern“ festgesetzt. Die Notwendigkeit dieser Ausgleichsmaßnahme wird im Erläuterungsbericht näher beschrieben (vgl. Ziffer 3.6 und 3.8) und in dem dort in Bezug genommenen Beiheft 3 (Verträglichkeitsprüfung) im Einzelnen belegt (vgl. die dortige Eingriffsbilanzierung unter Ziffer 5.4). Die den Gabionenmauern mit Steinriegel sowie den Lesesteinböschungen zuerkannte naturschutzfachliche Funktion als Ersatzhabitat für wegfallende Trockenmauern ist ohne Weiteres
vollziehbar und stellt keine willkürliche Umwidmung einer allein privatnützigen Hangsicherungsmaßnahme dar. Sofern andere Teilnehmer der Flurbereinigung sich mit der Zuteilung der Böschungsfläche zu Eigentum und Unterhaltung einverstanden erklärt haben, ändert dies nichts an deren Qualifizierung als gemeinschaftliche Anlage. Randnummer 34 b) Die
G erforderliche Zustimmung der Klägerin liegt ebenfalls vor. Randnummer 35 Mit der Zustimmungspflichtigkeit wird bezweckt, die Gemeinden vor zu großen Unterhaltslasten zu schützen (vgl. OVG RP, Urteil vom
beendetem Ausbau und bleibt einer besonderen Übergabeverhandlung vorbehalten.“ Randnummer 45 Als empfangsbedürftige Willenserklärung ist dieser übermittelte Beschluss
dem Maßstab des § 133 BGB so auszulegen, wie der Erklärungsempfänger den Text
Treu und Glauben unter Berücksichtigung der Verkehrssitte verstehen musste (vgl. zu öffentlich-rechtlichen Willenserklärungen: Bonk/Neumann/Siegel, in: Stelkens/Bonk/Sachs, VwVfG, 9. Aufl. 2018, § 54 Rn. 29; zu § 133 BGB: Ellenberger, in: Palandt, BGB, 80. Aufl. 2021, § 133 Rn. 9). Randnummer 46
dem protokollierten Text des Beschlusses erklärt sich die Klägerin in Satz 1 ohne Einschränkungen bereit, die „neu geschaffenen bzw. geänderten gemeinschaftlichen und öffentlichen Anlagen in Eigentum und Unterhaltung“ zu übernehmen. Die von dem Ortsbürgermeister der Klägerin im Widerspruchsverfahren geltend gemachte Einschränkung, der Gemeinderat sei sich einig gewesen, keine Mauern oder Böschungen übernehmen zu wollen, ist nicht Inhalt des der Flurbereinigungsbehörde mit Schreiben der Verbandsgemeindeverwaltung vom 13. Juli 2016 übermittelten Beschlusses geworden. Der Beschlusstext nimmt auch nicht Bezug auf eine konkrete Fassung des Flurbereinigungsplans. Vielmehr erklärt er im Vorhinein die Bereitschaft zur Übernahme aller gemeinschaftlichen und öffentlichen Anlagen, die
der Erläuterung in Satz 2 ausdrücklich auch landespflegerische Anlagen – wie hier – umfassen sollen. Soweit die Klägerin einwendet, diese Interpretation ihres Beschlusses mache sie zur „Bad Bank“ der Winzerschaft und eine Flurbereinigung für Gemeinden in vergleichbarer Lage sinnlos, ist darauf hinzuweisen, dass eine solche Praxis pauschaler Übernahmeerklärungen durch die Flurbereinigungsgemeinden durchaus üblich ist. Durch eine hiervon abweichende Erklärung haben es die Gemeinden zudem in der Hand, sich von der Übernahme der Unterhaltungslast freizustellen, was allerdings die – wenig praktikable – Folge hätte, dass die Unterhaltung gemeinschaftlicher Anlagen bei der Teilnehmergemeinschaft verbliebe (vgl. hierzu: OVG RP, Urteil vom 14. März 1972 – 3 C 29/71 –, AS 12, 418 und RdZ 2 zu § 42 Abs. 2 FlurbG). Randnummer 47 Auch der in Satz 4 des Beschlusstextes formulierte Vorbehalt ändert nichts an der notwendigen vollständigen Zustimmung zur Übernahme von Eigentum und Unterhaltung. Randnummer 48 Auch insofern ist auf den Empfängerhorizont abzustellen. Der Senat teilt die Auffassung des Beklagten, dass mit dem Vorbehalt von Übergabeverhandlungen die grundsätzliche Zustimmung zur Übernahme von Eigentum und Unterhaltung bei gemeinschaftlichen Anlagen in Satz 1 nicht grundsätzlich in Frage gestellt werden sollte. Vielmehr steht der Vorbehalt im Zusammenhang mit dem Beginn der Unterhaltsverpflichtungen. So bezeichnet die einleitende Formulierung in Satz 4 den Zeitpunkt, ab wann die Unterhaltslast übernommen wird, nämlich „jeweils
beendetem Ausbau“. Die sich anschließende Formulierung ist deshalb dahin zu verstehen, dass nur der tatsächliche Beginn der Unterhaltungslast von einer Übergabeverhandlung abhängig sein soll. Wie die Spruchstelle im Widerspruchsbescheid vom 11. Februar 2021 überzeugend dargelegt hat, soll diese Klausel der Klägerin ermöglichen, den Beginn der Unterhaltungslast von der ordnungsgemäßen Herstellung der gemeinschaftlichen Anlage abhängig zu machen. So heißt es auf S. 11 des Widerspruchsbescheids: Randnummer 49 „Wenn eine Anlage mit Mängeln behaftet ist und diese in der Übergabeverhandlung festgestellt werden, bleibt die Unterhaltung bei der Teilnehmergemeinschaft bis die Anlage in Ordnung und damit übergabebereit ist.“ Randnummer 50 Weil diese Klarstellung im Text des Flurbereinigungsplans (Nr. 3.9.2: „Ortsgemeinde N. erhält das Flurstück … Nr. A … zu Eigentum und Unterhalt“) nicht hinreichend klar zum Ausdruck kommt, hat der Senat eine entsprechende Ergänzung des Flurbereinigungsplans verfügt, um auch insofern dem Erfordernis
vollständiger Zustimmung der Klägerin Rechnung zu tragen; die Befugnis zur eigenständigen Abänderung des Flurbereinigungsplans durch den Senat ergibt sich aus § 144 Satz 1 FlurbG. Randnummer 51 Die Kostenentscheidung folgt aus § 154 Abs. 1 VwGO i.V.m. §§ 138 Abs. 1, 147 Abs. 1 FlurbG. Die lediglich klarstellende Abänderung des Flurbereinigungsplans erweist sich als bloß geringfügiges Unterliegen des Beklagten (§ 155 Abs. 1 Satz 3 VwGO). Die außergerichtlichen Kosten der Beigeladenen waren deshalb nicht für erstattungsfähig zu erklären, weil sie ihrerseits mangels Antragstellung kein Kostenrisiko eingegangen sind (§§ 162 Abs. 3, 154 Abs. 3 VwGO). Randnummer 52 Die Höhe der Gebühren errechnet sich
Randnummer 53 Die Entscheidung über die vorläufige Vollstreckbarkeit des Urteils wegen der Kosten beruht auf § 167 VwGO i.V.m. §§ 708 ff. ZPO. Randnummer 54 Gründe für die Zulassung der Revision
GO liegen nicht vor. Beschluss Randnummer 55 Der Wert des Streitgegenstandes wird auf 5.000,00 € festgesetzt (§ 52 Abs. 2 GKG).
KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.