Deutschland. Die vorgetäuschten Lieferungen sollten – auf dem Papier – durch die Ø ApS erfolgen, deren Eigentümer der gesondert Verfolgte Z war. Der gesondert Verfolgte R wirkte eng mit dem gesondert Verfolgten K zusammen, ohne
außen hin sichtbar zu werden. Randnummer 5 1. Generelles Vorgehen Randnummer 6 Dem gemeinsamen Tatplan entsprechend veräußerte in der Folge die H ApS an unbekannt gebliebene Abnehmer Bier und alkoholfreie Getränke. Statt die Geschäfte ordnungsgemäß abzurechnen und so eine zutreffende Besteuerung zu ermöglichen, ließ der gesondert Verfolgte K als Verantwortlicher der H ApS Ausgangsrechnungen an B erstellen oder erstellte diese selbst. Da es sich scheinbar um innergemeinschaftliche Lieferungen handelte, wiesen die Rechnungen keine dänische Mehrwertsteuer aus. Dabei täuschten die gesondert Verfolgten K und Z vor, dass die Ø ApS den Transport der Getränke von Dänemark
Deutschland durchgeführt habe. Die Gesellschaft wurde auch auf den Transportpapieren als Spediteurin ausgewiesen. Randnummer 7 Damit die H ApS sich die bereits gezahlte dänische Biersteuer in Dänemark wegen der vermeintlichen Ausfuhr erstatten lassen konnte, bestätigte der Angeklagte für B den Empfang der Waren und ließ sich vom Hauptzollamt die Anmeldung der deutschen Biersteuer bestätigen. Die Bestätigungen leitete er dem gesondert Verfolgten K zu. Mithilfe dieser Bestätigungen beantragte die H ApS die Erstattung der dänischen Biersteuer. Die angemeldete deutsche Biersteuer zahlte B. Randnummer 8 Der Angeklagte veranlasste als Geschäftsführer von B die Erteilung von Ausgangsrechnungen, wonach diese die tatsächlich nicht gelieferten Getränke scheinbar an Abnehmer in Dänemark und Rumänien veräußerte. Dabei berechnete B den vermeintlichen Abnehmern den B von der H ApS berechneten Preis auf die Waren sowie einen Aufschlag für die Mitwirkung an dem Scheingeschäft. Dieser Aufschlag wurde auf den Rechnungen – meist als Entgelt für die „Warenlieferung“ – gesondert ausgewiesen. Da es sich wiederum scheinbar um innergemeinschaftliche Lieferungen handelte, wiesen die Rechnungen von B keine deutsche Umsatzsteuer aus. Randnummer 9 Die Scheinabnehmer von B bestätigten den Empfang der Waren und die Anmeldung zur jeweiligen Biersteuer nicht, sodass B sich die deutsche Biersteuer nicht erstatten lassen konnte. Randnummer 10
dem B den Rechnungsbetrag zunächst in bar und im Dezember 2014 per Überweisung erhalten hatte, veranlasste der Angeklagte die Überweisung des Einkaufspreises an die H ApS. Das Entgelt für „Warenlieferungen“ verblieb bei B. Randnummer 11 2. Vorgetäuschte Lieferungen an B Randnummer 12 Zwischen April 2011 und Dezember 2014 täuschten der Angeklagte und die gesondert Verfolgten K und Z wenigstens 368 Lieferungen von der H ApS an B vor. Lediglich zu maximal drei Abrechnungen wurde die Ware tatsächlich an B geliefert, um den Anschein zu erwecken, dass die Warenflüsse den Rechnungen entsprechen. Auch diese Ware wurde aber entsprechend der Erwartung des Angeklagten der Versteuerung in Dänemark entzogen, sodass auch insoweit ein Steuerschaden entstanden ist. Randnummer 13 Da die H ApS die Waren um den jeweiligen Zeitpunkt der Abrechnung gegenüber B tatsächlich an andere Kunden veräußerte, entstand in den einzelnen Monaten in
folgend angegebener Höhe dänische Mehrwertsteuer. Außerdem entfiel auf die veräußerten Waren dänische Biersteuer in der angegebenen Höhe. Randnummer 14 Monat Umsatz Mehrwertsteuer Biersteuer April 2011 302.368,00 DKK 60.473,60 DKK 0,00 DKK Mai 2011 1.368.205,60 DKK 273.641,12 DKK 0,00 DKK Juni 2011 911.860,80 DKK 182.372,16 DKK 0,00 DKK Juli 2011 850.718,80 DKK 170.143,76 DKK 0,00 DKK August 2011 777.489,60 DKK 155.497,92 DKK 0,00 DKK September 2011 1.152.701,20 DKK 230.540,24 DKK 63.420,09 DKK Oktober 2011 289.249,60 DKK 57.849,92 DKK 0,00 DKK November 2011 1.710.945,20 DKK 342.189,04 DKK 170.232,89 DKK Dezember 2011 2.411.689,20 DKK 482.337,84 DKK 233.652,98 DKK Januar 2012 2.232.960,00 DKK 511.553,04 DKK 291.951,47 DKK Februar 2012 2.777.259,20 DKK 490.490,80 DKK 299.250,26 DKK März 2012 4.220.452,60 DKK 844.090,52 DKK 640.142,28 DKK April 2012 4.056.622,20 DKK 811.324,44 DKK 481.719,93 DKK Mai 2012 5.673.724,60 DKK 1.134.744,92 DKK 896.298,72 DKK Juni 2012 3.646.512,60 DKK 729.302,52 DKK 498.895,09 DKK Juli 2012 4.955.968,60 DKK 991.193,72 DKK 894.956,21 DKK August 2012 4.595.612,40 DKK 911.207,48 DKK 685.061,41 DKK September 2012 3.420.574,20 DKK 678.594,84 DKK 505.071,86 DKK Oktober 2012 3.056.599,80 DKK 611.319,96 DKK 481.045,62 DKK November 2012 2.133.229,80 DKK 426.645,96 DKK 296.506,51 DKK Dezember 2012 1.850.049,40 DKK 370.009,88 DKK 0,00 DKK Januar 2013 3.112.641,60 DKK 628.657,92 DKK 415.800,51 DKK Februar 2013 2.523.426,20 DKK 504.685,24 DKK 303.641,71 DKK März 2013 3.303.653,40 DKK 660.730,68 DKK 472.652,58 DKK April 2013 3.365.312,00 DKK 673.062,40 DKK 650.741,27 DKK Mai 2013 1.236.322,80 DKK 247.264,56 DKK 84.807,18 DKK Juni 2013 3.798.853,40 DKK 759.770,68 DKK 709.438,33 DKK Juli 2013 2.632.536,20 DKK 526.507,24 DKK 269.601,58 DKK August 2013 2.401.260,60 DKK 480.943,32 DKK 434.817,13 DKK September 2013 3.297.434,50 DKK 670.191,08 DKK 442.163,84 DKK Oktober 2013 686.919,20 DKK 137.383,84 DKK 92.105,21 DKK November 2013 2.257.390,00 DKK 451.478,00 DKK 547.562,60 DKK Dezember 2013 1.788.331,80 DKK 357.666,36 DKK 457.826,08 DKK Januar 2014 0,00 DKK 0,00 DKK 0,00 DKK Februar 2014 2.134.327,20 DKK 426.865,44 DKK 560.429,82 DKK März 2014 2.061.807,00 DKK 412.361,40 DKK 434.468,46 DKK April 2014 2.631.463,20 DKK 539.492,64 DKK 704.489,28 DKK Mai 2014 3.409.397,80 DKK 681.879,56 DKK 852.182,60 DKK Juni 2014 2.093.191,20 DKK 418.638,24 DKK 146.628,58 DKK Juli 2014 5.381.097,80 DKK 1.076.219,56 DKK 1.008.959,83 DKK August 2014 4.209.231,40 DKK 852.077,48 DKK 872.093,77 DKK September 2014 1.907.593,80 DKK 541.252,56 DKK 674.706,94 DKK Oktober 2014 1.040.268,00 DKK 208.053,60 DKK 269.892,31 DKK November 2014 0,00 DKK 0,00 DKK 0,00 DKK Dezember 2014 1.680.866,00 DKK 232.064,80 DKK 227.831,96 DKK Summe 109.763.851,40 DKK 21.952.770,28 DKK 16.603.740,93 DKK Randnummer 15 Insgesamt entstand mit der Veräußerung der Waren dänische Mehrwertsteuer von 21.952.770,28 DKK. Für die veräußerten Waren hatte die H ApS dänischer Biersteuer in Höhe von 16.603.740,93 DKK gezahlt. Wegen der Einzelheiten der vorgetäuschten Lieferungen an B wird auf Anlage 1 zum Urteil Bezug genommen. Randnummer 16 3. Vorgetäuschte Lieferungen von B Randnummer 17 Da die H ApS die abgerechneten Waren tatsächlich nicht an B geliefert hatte, konnte der Angeklagte sie nur zum Schein weiterveräußern, ohne sie auch auszuliefern. Zwischen April 2011 und Dezember 2014 täuschte der Angeklagte daher wenigstens 368 Lieferungen von B an vermeintliche Abnehmer im innergemeinschaftlichen Ausland vor. Die Höhe des in den Ausgangsrechnungen ausgewiesenen Entgelts hing davon ab, ob und wieviel Biersteuer B in Deutschland zu entrichten hatte. In den maximal drei Fällen, in denen Waren tatsächlich an B geliefert worden waren, wurde die Ware
wenigen Tagen mit unbekanntem Ziel wieder bei B abgeholt. Randnummer 18 Insgesamt vereinnahmte B aus den vorgetäuschten Lieferungen 894.254,64 € an Entgelten und zahlte 507.300,83 € an deutscher Biersteuer. B erlangte damit aus den vorgetäuschten Lieferungen vor sonstigen Steuern einen wirtschaftlichen Vorteil von 386.953,81 €. Wegen der Einzelheiten der vorgetäuschten Lieferungen von B wird auf Anlage 1 zum Urteil Bezug genommen. Randnummer 19
folgenden Monate die jeweils genannten umsatzsteuerfreien innergemeinschaftlichen Lieferungen an, in denen die oben unter 2 aufgeführten vermeintlichen Umsätze mit B enthalten waren. Tatsächlich hatte die H ApS die Waren an andere, unbekannt gebliebene Kunden veräußert, sodass dänische Mehrwertsteuer in der unter 2 genannten Höhe entstanden war und hätte angemeldet werden müssen. Randnummer 22 Tat Monat(e) Anmeldung Innergemeinsch. Lieferungen Verkürzte Mehrwertsteuer in Euro 1 April–September 2011 17.11.2011 5.932.890,00 DKK 1.072.668,80 DKK 143.664,20 € 2 Oktober 2011 15.11.2011 305.247,00 DKK 57.849,80 DKK 7.747,91 € 3 November 2011 09.12.2011 1.785.970,00 DKK 342.189,00 DKK 45.829,90 € 4 Dezember 2011 06.01.2012 2.482.961,00 DKK 482.337,80 DKK 64.600,25 € 5 Januar 2012 09.02.2012 2.557.765,00 DKK 511.553,00 DKK 68.513,09 € 6 Februar 2012 08.03.2012 2.490.621,00 DKK 490.490,80 DKK 65.692,19 € 7 März 2012 11.04.2012 4.282.699,00 DKK 844.090,40 DKK 113.050,34 € 8 April 2012 02.05.2012 4.469.437,00 DKK 811.324,40 DKK 108.661,94 € 9 Mai 2012 10.06.2012 5.748.879,00 DKK 1.134.744,80 DKK 151.978,14 € 10 Juni 2012 07.07.2012 3.736.530,00 DKK 729.302,40 DKK 97.676,60 € 11 Juli 2012 14.08.2012 5.085.373,00 DKK 991.193,60 DKK 132.752,10 € 12 August 2012 12.09.2012 4.589.720,00 DKK 911.207,40 DKK 122.039,42 € 13 September 2012 10.10.2012 3.414.482,00 DKK 678.594,80 DKK 90.885,26 € 14 Oktober 2012 13.11.2012 3.091.217,00 DKK 611.319,80 DKK 81.875,01 € 15 November 2012 11.12.2012 2.155.002,00 DKK 426.645,80 DKK 57.141,33 € 16 Dezember 2012 07.01.2013 1.897.364,00 DKK 370.009,80 DKK 49.555,99 € 17 Januar 2013 07.02.2013 3.143.289,00 DKK 628.657,80 DKK 84.197,12 € 18 Februar 2013 11.03.2013 2.523.426,00 DKK 504.685,20 DKK 67.593,27 € 19 März 2013 09.04.2013 3.303.653,00 DKK 660.730,60 DKK 88.492,68 € 20 April 2013 14.05.2013 3.365.312,00 DKK 673.062,40 DKK 90.144,29 € 21 Mai 2013 24.06.2013 1.236.322,00 DKK 247.264,40 DKK 33.116,50 € 22 Juni 2013 12.08.2013 3.798.853,00 DKK 759.770,60 DKK 101.757,26 € 23 Juli 2013 19.08.2013 2.632.536,00 DKK 526.507,20 DKK 70.515,93 € 24 August 2013 11.09.2013 2.404.716,00 DKK 480.943,20 DKK 64.413,47 € 25 September 2013 21.10.2013 3.350.955,00 DKK 670.191,00 DKK 89.759,72 € 26 Oktober 2013 14.11.2013 686.919,00 DKK 137.383,80 DKK 18.400,02 € 27 November 2013 09.12.2013 2.257.390,00 DKK 451.478,00 DKK 60.467,15 € 28 Dezember 2013 13.01.2014 1.788.331,00 DKK 357.666,20 DKK 47.902,79 € 29 Februar 2014 11.03.2014 2.134.327,00 DKK 426.865,40 DKK 57.170,74 € 30 März 2014 08.04.2014 2.062.252,00 DKK 412.361,40 DKK 55.228,20 € 31 April 2014 12.05.2014 2.697.463,00 DKK 539.492,60 DKK 72.255,08 € 32 Mai 2014 17.06.2014 3.409.397,00 DKK 681.879,40 DKK 91.325,17 € 33 Juni 2014 10.07.2014 2.093.191,00 DKK 418.638,20 DKK 56.068,86 € 34 Juli 2014 25.08.2014 5.381.097,00 DKK 1.076.219,40 DKK 144.139,74 € 35 August 2014 12.09.2014 4.260.566,00 DKK 852.077,40 DKK 114.120,05 € 36 September 2014 16.10.2014 2.706.262,00 DKK 541.252,40 DKK 72.490,77 € 37 Oktober 2014 20.11.2014 1.040.268,00 DKK 208.053,60 DKK 27.864,94 € 38 Dezember 2014 12.01.2015 1.160.324,00 DKK 232.064,80 DKK 31.080,80 € Summe 21.952.767,40 DKK Randnummer 23 Soweit die Mehrwertsteuererklärungen ein Mehrwertsteuerguthaben zugunsten der H ApS auswiesen, hat die dänische Steuerbehörde das Guthaben entweder an die H ApS ausgezahlt oder mit anderen Steuerforderungen verrechnet. Randnummer 24 Insgesamt unterstützte der Angeklagte die Hinterziehung dänischer Mehrwertsteuer zugunsten der H ApS in Höhe von 21.952.767,40 DKK. Das entspricht – unter Zugrundelegung des im Tatzeitraum für den Angeklagten günstigsten Wechselkurses zwischen dänischen Kronen und Euro von 7,4665 DKK/€ – 2.940.168,40 €. Wegen der Einzelheiten der Verkürzungsberechnung wird auf Anlage 2 zum Urteil Bezug genommen. Randnummer 25 Dem Angeklagten war durchgehend bewusst, dass die vorgetäuschten Lieferungen an B dem Zweck dienten, die dänische Mehrwertsteuer zugunsten der H ApS zu verkürzen. Ihm war auch durchgehend bewusst, dass der gesondert Verfolgte K in der Folge falsche Mehrwertsteuererklärungen in Dänemark abgeben würde. Randnummer 26 4.2. Unberechtigte Anträge auf Erstattung dänischer Biersteuer Randnummer 27 Unter Verwendung der vom Angeklagten für B ausgestellten Bestätigungen, dass B die angeblichen Bierlieferungen in Empfang genommen habe und zur deutschen Biersteuer angemeldet hatte, und der entsprechenden zollamtlichen Bestätigung beantragte der gesondert Verfolgte K für die H ApS an den
folgend genannten Terminen die Erstattung der für diese Waren zuvor gezahlten dänischen Biersteuer in der angegebenen Höhe. Die Erstattung erfolgte in der jeweils beantragten Höhe, wodurch die H ApS einen Steuervorteil in der abschließend aufgeführten Höhe erlangte. Randnummer 28 Tat Monat Antrag Beantragte Erstattung Erlangter Biersteuervorteil in Euro 39 Januar 2012 07.02.2012 291.951,00 DKK 291.951,00 DKK 39.101,45 € 40 Februar 2012 06.03.2012 302.873,00 DKK 299.250,00 DKK 40.079,01 € 41 März 2012 12.04.2012 646.740,00 DKK 640.142,00 DKK 85.735,21 € 42 April 2012 01.05.2012 566.030,00 DKK 481.719,00 DKK 64.517,37 € 43 Mai 2012 13.06.2012 903.150,00 DKK 896.298,00 DKK 120.042,59 € 44 Juni 2012 03.07.2012 504.190,00 DKK 498.895,00 DKK 66.817,78 € 45 Juli 2012 15.08.2012 901.529,00 DKK 894.956,00 DKK 119.862,85 € 46 August 2012 13.09.2012 694.667,00 DKK 685.061,00 DKK 91.751,28 € 47 September 2012 04.10.2012 507.512,00 DKK 505.071,00 DKK 67.644,94 € 48 Oktober 2012 20.12.2012 481.045,00 DKK 481.045,00 DKK 64.427,10 € 49 November 2012 07.02.2013 295.506,00 DKK 295.506,00 DKK 39.577,57 € 50 Januar 2013 08.04.2013 415.800,00 DKK 415.800,00 DKK 55.688,74 € 51 Februar 2013 Mai 2013 26.06.2013 303.641,00 DKK 84.807,00 DKK 303.641,00 DKK 84.807,00 DKK 40.667,11 € 11.358,33 € 52 März 2013 11.06.2013 472.652,00 DKK 472.652,00 DKK 63.303,02 € 53 April 2013 14.08.2013 656.684,00 DKK 650.741,00 DKK 87.154,75 € 54 Juni 2013 23.08.2013 709.438,00 DKK 709.438,00 DKK 95.016,13 € 55 Juli 2013 12.09.2013 266.425,00 DKK 266.425,00 DKK 35.682,71 € 56 August 2013 25.09.2013 424.817,00 DKK 424.817,00 DKK 56.896,40 € 57 September 2013 22.10.2013 442.164,00 DKK 442.163,00 DKK 59.219,58 € 58 Oktober 2013 08.11.2013 92.105,00 DKK 92.105,00 DKK 12.335,76 € 59 November 2013 Dezember 2013 21.02.2014 547.562,00 DKK 460.075,00 DKK 547.562,00 DKK 457.826,00 DKK 73.335,83 € 61.317,35 € 60 Februar 2014 03.04.2014 560.426,00 DKK 560.426,00 DKK 75.058,72 € 61 März 2014 24.04.2014 434.465,00 DKK 434.465,00 DKK 58.188,57 € 62 April 2014 Mai 2014 25.06.2014 712.417,00 DKK 937.617,00 DKK 704.489,00 DKK 852.182,00 DKK 94.353,31 € 114.134,06 € 63 Juni 2014 01.08.2014 150.751,00 DKK 146.628,00 DKK 19.638,11 € 64 Juli 2014 29.08.2014 1.010.466,00 DKK 1.008.959,00 DKK 135.131,45 € 65 August 2014 24.09.2014 872.085,00 DKK 872.085,00 DKK 116.799,70 € 66 September 2014 28.10.2014 716.589,00 DKK 674.706,00 DKK 90.364,42 € 67 Oktober 2014 01.12.2014 296.180,00 DKK 269.892,00 DKK 36.147,05 € 68 Dezember 2014 11.02.2015 227.830,00 DKK 227.830,00 DKK 30.513,62 € Summe 16.589.533,00 DKK Randnummer 29 Die dänische Steuerbehörde zahlte die beantragte Biersteuererstattung entweder an die H Aps aus oder verrechnete sie mit anderen Steuerforderungen. Randnummer 30 Insgesamt erlangte die H ApS durch die Mitwirkung des Angeklagten nicht gerechtfertigt dänische Biersteuer in Höhe von 16.589.533,00 DKK. Das entspricht – unter Zugrundelegung des im Tatzeitraum für den Angeklagten günstigsten Wechselkurses zwischen dänischen Kronen und Euro von 7,4665 DKK/€ – 2.221.862,05 €. Wegen der Einzelheiten der Verkürzungsberechnung wird auf Anlage 3 zum Urteil Bezug genommen. Randnummer 31 Dem Angeklagten war durchgehend bewusst, dass die vorgetäuschten Lieferungen an B dem Zweck dienten, ungerechtfertigt dänische Biersteuer zugunsten der H ApS zu erlangen. Ihm war auch durchgehend bewusst, dass der gesondert Verfolgte K in der Folge mit den an die H ApS jeweils zurückgereichten vereinfachten Begleitpapieren in Dänemark unberechtigt die Erstattung der dänischen Biersteuer beantragen würde. Randnummer 32 Wegen der dänischen Biersteuer für das Jahr 2011 hat die Staatsanwaltschaft das Verfahren im Ermittlungsverfahren
PO vorläufig eingestellt. Randnummer 33 5.
tatgeschehen Randnummer 34 Am … eröffnete das Amtsgericht Flensburg unter dem Aktenzeichen … das Insolvenzverfahren über das Vermögen von B, am … unter dem Aktenzeichen .. auch dasjenige über das Vermögen der B GmbH. Randnummer 35 Die hinterzogene dänische Mehrwertsteuer wurde bis zum Ende der Beweisaufnahme nicht
-, die ungerechtfertigt erlangte Biersteuer nicht zurückgezahlt. III. Randnummer 36 Die Feststellungen zur Person beruhen auf den ihnen entsprechenden Angaben des Angeklagten sowie dem in der Hauptverhandlung verlesenen Auszug aus dem Bundeszentralregister und den Unterlagen zur Untersuchungshaft des Angeklagten. Randnummer 37 Die Feststellungen zur Sache beruhen insbesondere auf den Angaben des Angeklagten in der Hauptverhandlung und den umfangreichen in die Hauptverhandlung eingeführten Urkunden. Daneben hat die Kammer den Zeugen Petersen als ehemaligen Lagerarbeiter von B vernommen. Randnummer 38 1. Einlassung des Angeklagten Randnummer 39 Zu den Tatvorwürfen hat sich der Angeklagte in der Hauptverhandlung zunächst wie folgt eingelassen: Randnummer 40 Er sei seit 2002 alleiniger Geschäftsführer der B Verwaltungsgesellschaft mbH gewesen, die als Komplementärin der B GmbH & Co. KG fungiert habe. Der gesondert Verfolgte K sei ihm als Geschäftsführer der H ApS, der gesondert Verfolgte R als sein Mitarbeiter bekannt. Beim gesondert Verfolgten Z handele es sich um den Inhaber des dänischen Transportunternehmens Ø ApS. Randnummer 41 Die H ApS habe ihm ohne vorherige Bestellung zahlreiche Rechnungen über vermeintliche Lieferungen von Soft- und Biergetränken übersandt, die mit Verweis auf innergemeinschaftliche Lieferungen keine dänische Mehrwertsteuer ausgewiesen hätten. Die Spedition Ø ApS habe ihm durch den gesondert Verfolgten Z wahrheitswidrig bestätigt, den Transport von Dänemark
Deutschland durchgeführt zu haben. Er selbst habe der H ApS den angeblichen Erhalt der Waren bestätigt. Tatsächlich habe es zu keinem Zeitpunkt Lieferungen gegeben. Randnummer 42 Er sei nicht darüber in Kenntnis gesetzt worden, was die H ApS mit den Rechnungen gemacht habe. Da es aber keine Lieferungen gegeben habe, sei er davon ausgegangen, dass die Rechnungen bei der H ApS wahrheitswidrig verbucht würden. B habe die Rechnungen als innergemeinschaftliche Erwerbe verbucht. Randnummer 43 Im Anschluss habe er unter Einfügung eines Gewinnaufschlags
Vorgabe der gesondert Verfolgten K und R die tatsächlich nicht vorhandene Ware an ihm nun nicht mehr bekannte Unternehmen weiterberechnet. Auch wenn er keine genaue Kenntnis über diese Unternehmen gehabt habe, sei für ihn mehr als zweifelhaft gewesen, ob sie überhaupt existierten. Die Rechnungstellung sei ohne Ausweis deutscher Umsatzsteuer als innergemeinschaftliche Lieferung erfolgt. Randnummer 44 Die Rechnungen seien fast taggleich in bar beglichen worden. Den ausgewiesenen Gewinnaufschlag habe er einbehalten, mit dem Restbetrag seien die Rechnungen der H ApS per Überweisung beglichen worden. Randnummer 45 Er wisse nicht, ob die H ApS bei ihren Mehrwertsteuererklärungen gegenüber dem dänischen Finanzamt wahrheitswidrig innergemeinschaftliche Lieferungen angegeben habe. Es sei aber der Plan gewesen, dass die H ApS eine unberechtigte Mehrwertsteuerbefreiung in Anspruch nehmen kann. Ob es sich hierbei um die in der Anklage genannten Taten und Beträge handele, könne er nicht sagen. Er habe auch keine Kenntnis davon, ob das Bier in Dänemark oder anderswo – zum Beispiel in Schweden – verkauft worden sei. Randnummer 46 Er habe den angeblichen Erwerb gegenüber dem Hauptzollamt Itzehoe angezeigt und die jeweils bei einem Grenzübertritt anfallende deutsche Biersteuer aus seinem Gewinnaufschlag entrichtet. Die
weise über die Entrichtung habe er an die gesondert Verfolgten K und R gesandt, die daraufhin wohl bei der dänischen Finanzbehörde die Erstattung der dänischen Biersteuer hätten beantragen wollen. Dies sei nicht ausdrücklich besprochen worden, allerdings sei das klar gewesen. Ob sie dies erfolgreich gemacht hätten, entziehe sich seiner Kenntnis. Er könne deshalb zu den einzelnen Vorwürfen der Hinterziehung dänischer Biersteuer nichts sagen. Randnummer 47 Insgesamt habe er 507.318,83 € deutsche Biersteuer entrichtet. Dieses Geld solle – soweit ein Schaden entstanden sei – zur Wiedergutmachung dem dänischen Staat zur Verfügung gestellt werden. Randnummer 48 In der Folge hat er sich ergänzend wie folgt geäußert: Randnummer 49 Den gesondert Verfolgten R habe er schon aus früheren Geschäftsbeziehungen gekannt, etwa seit 2011 oder 2012, als der gesondert Verfolgte Softdrinks bei ihm bezogen habe. Der gesondert Verfolgte Z habe die Ware bei ihm abgeholt. Den gesondert Verfolgten K habe er ab 2013 durch den gesondert Verfolgten R kennengelernt. Randnummer 50 Die Rechnungsketten seien auf Betreiben der gesondert Verfolgten K und R eingerichtet worden. Mit diesen habe er eine Spanne von 3,00–6,00 € je Kasten für B vereinbart. Es sei auch vereinbart worden, dass er die deutsche Biersteuer tatsächlich abführen würde; sonst hätte er an den Geschäften nicht mitgewirkt. Randnummer 51 Welche konkrete Funktion der gesondert Verfolgte R bei der H ApS gehabt habe, könne er nicht sagen. Es habe den Anschein gehabt, dass der gesondert Verfolgte R dem gesondert Verfolgten K untergeordnet gewesen sei. Randnummer 52 Er könne nicht sagen, wer den gesondert Verfolgten Z eingebunden habe und ihm inhaltliche Vorgaben gemacht habe. Er wisse auch nicht, was der gesondert Verfolgte Z für seine Mitwirkung bekommen habe. Randnummer 53 Die dänischen Gesellschaften, an die er die Ausgangsrechnungen von B gerichtet habe, seien ihm vom gesondert Verfolgten R benannt worden. Er habe von den vermeintlichen Abnehmern jeweils Kopien des Ausweises, Gewerbeanmeldungen und Steuernummern erhalten. Die Ausgangsrechnungen seien von einem Kurier abgeholt worden, sodass er nicht sagen könne, wer sie tatsächlich erhalten habe. Randnummer 54 Es habe ein bis drei tatsächliche Lieferungen von der H ApS an B gegeben, die fotografisch festgehalten worden seien. Der gesondert Verfolgte K habe angerufen und die Lieferung angekündigt, warum die Lieferung tatsächlich erfolgt sei, sei ihm jedoch nicht mitgeteilt worden. Der gesondert Verfolgte K oder der gesondert Verfolgte R hätten ein paar Tage später angerufen; daraufhin habe er Rechnungen und Frachtpapiere erstellt und die Waren seien wieder abgeholt worden. Randnummer 55
wenigen Tagen wieder verschwunden gewesen sei. Randnummer 63 Da das Bier
Überzeugung der Kammer tatsächlich vorhanden war, ist die Kammer auch davon überzeugt, dass alle auf identischem Wege behandelten alkoholfreien Getränke vorhanden waren. Hierfür spricht auch, dass B für seine Einbindung ein Entgelt von insgesamt 894.254,64 € erhalten hat. Dieses Entgelt musste – naheliegender Weise durch die tatsächliche Veräußerung der Waren an Dritte – erwirtschaftet werden. Randnummer 64 Die Kammer ist auch überzeugt, dass die tatsächliche Veräußerung der Waren jeweils zeitnah zur Rechnungstellung an B erfolgte: Randnummer 65 Die H ApS hat im Laufe von etwa vier Jahren 368 Lieferungen gegenüber B abgerechnet. Diese umfassten über 8,8 Mio. Liter an Getränken. Schon diese Mengen lassen es naheliegend erscheinen, die Abrechnungen jeweils zeitnah vorzunehmen, auch damit die Warenwirtschaft dem jeweiligen Lagerbestand entspricht. Randnummer 66 Für eine Abrechnung der behaupteten Verkäufe an B zeitnah zur tatsächlichen Veräußerung spricht auch, dass die Erlöse aus den tatsächlichen Geschäften in die Buchhaltung eingespeist werden mussten. In den etwa vier Jahren vereinnahmte B aus den vorgetäuschten eigenen Lieferungen an Dritte umgerechnet über 15 Mio. €, von denen der Angeklagte über 14 Mio. € an die H ApS zurückleitete. Dabei erfolgte die Zahlung von B an die H ApS bei zwei Dritteln der 368 Lieferungen innerhalb von fünf Tagen ab Rechnungslegung. Die an den Scheingeschäften beteiligten Personen waren also erkennbar darum bemüht, die einzelnen Geschäfte zeitnah abzuschließen. Randnummer 67 Für eine zeitnahe tatsächliche Veräußerung spricht auch, dass B bis Oktober 2014 jeweils kurz vor oder kurz
dem Rechnungsdatum Barzahlungen buchhalterisch erfasst, die Rechnungsbeträge in der Folge auf das Konto der Gesellschaft eingezahlt und anschließend an die H ApS überwiesen hat. Es ist naheliegend und lässt sich zwanglos mit den Angaben des Angeklagten in der Hauptverhandlung in Einklang bringen, dass die tatsächlichen Abnehmer der entsteuerten Getränke diese in bar bezahlten und das Geld über B zeitnah in die Buchführung der H ApS überführt werden sollte. Randnummer 68 Schließlich sprechen auch die Unregelmäßigkeit der vorgetäuschten Geschäfte zwischen der H ApS und B sowie die Variation der in den Rechnungen ausgewiesenen Getränke dafür, dass die abgerechneten Getränke – wenngleich an anderen Abnehmer – tatsächlich veräußert wurden. Wäre es dem Angeklagten und den gesondert Verfolgten darum gegangen, ohne tatsächlich existierende Waren in möglichst großem Umfang Steuern zu hinterziehen oder nicht gerechtfertigte Steuervorteile zu erlangen, hätte es in Bezug auf die Biersteuer nahegelegen, sich auf Biere mit hohem Alkoholgehalt zu konzentrieren, weil hier die Differenz zwischen dänischer Steuer und deutscher Steuer besonders groß ist. Hätte man das Risiko der Verauslagung von Biersteuer vermeiden und lediglich Mehrwertsteuer hinterziehen wollen, wäre es andererseits naheliegend gewesen, sich auf verbrauchsteuerfreie nichtalkoholische Getränke zu beschränken. Die Berücksichtigung verschiedenster Biersorten spricht dafür, dass die H ApS tatsächlich verschiedenste Getränke im Besitz hatte, die ihre Abnehmer lediglich steuerfrei erwerben wollten. Hätten die Geschäfte ausschließlich auf dem Papier stattgefunden, ohne dass tatsächlich Waren veräußert worden wären, wäre es auch ohne weiteres möglich gewesen, regelmäßig innergemeinschaftliche Lieferungen vorzutäuschen; stattdessen hat die Beweisaufnahme ergeben, dass die H ApS in einzelnen Monaten keine Rechnungen an B stellte (Januar und November 2014), während es etwa im Mai 2012 insgesamt 17 Rechnungen und im Juli 2014 insgesamt 19 Rechnungen waren. Die Orientierung an tatsächlichen Geschäften legt wiederum nahe, diese tatsächlichen Geschäfte zeitnah in entsprechenden vorgetäuschten Vorgängen abzubilden. Randnummer 69 2.
weise über die Entrichtung der deutschen Biersteuer an die gesondert Verfolgten K und R gesandt habe. Gestützt wird dies auch durch die von der Zeugin K verfassten Schreiben von B an das Hauptzollamt …, mit denen sie die Rücksendung der gestempelten Belege für „unseren Kunden“ (gemeint war wohl der Lieferant) erbat. Tatsächlich hat das Hauptzollamt auch die gestempelten vereinfachten Begleitdokumente zurückgereicht, so etwa mit Schreiben vom 11.12.2012 und vom 26.07.
6 S. 2 AO auch in Deutschland strafbar, die Hinterziehung dänischer Biersteuer
6 S. 2 AO in Verbindung mit Richtlinie 2008/118/EG vom 16.12.2008 über das allgemeine Verbrauchsteuersystem und zur Aufhebung der Richtlinie 92/12/EWG. Randnummer 84
S die Mehrwertsteuer zu erklären. Dieser Pflicht ist die Gesellschaft zwar
gekommen, hat dabei jedoch falsche Angaben gemacht. Randnummer 88 In der Steuererklärung sind
1 S. 1 des dänischen Mehrwertsteuergesetzes auch die
des dänischen Mehrwertsteuergesetzes steuerfreien Lieferungen mitzuteilen.
1 Nr. 1 des dänischen Mehrwertsteuergesetzes ist die Lieferung von Waren steuerfrei, die an registrierte gewerbliche Abnehmer in einem anderen Mitgliedsstaat der EU erfolgt. Hier hat der gesondert Verfolgte K für die H ApS erklärt, es seien im festgestellten Umfang innergemeinschaftliche Lieferungen erfolgt. Durch diese Angaben erreichte er, dass für den Verkauf der Getränke keine Mehrwertsteuer festgesetzt wurde und verkürzte somit die dänische Mehrwertsteuer im festgestellten Umfang. Durch die wahrheitswidrige Rechnungstellung gegenüber B verhinderte er dabei die Identifizierung und steuerliche Inanspruchnahme der tatsächlichen Abnehmer. Randnummer 89 Hinsichtlich der dänischen Mehrwertsteuer ist auch Vollendung eingetreten. Die Vollendung trat jeweils spätestens mit Ablauf der Erklärungsfrist ein, weil zu diesem Zeitpunkt die Verkürzung eintrat.
4 des dänischen Erhebungsgesetzes ( lov om opkrævning af skatter og afgifter ) sind Steuern und Abgaben spätestens mit Ablauf der Erklärungsfrist zu zahlen.
S mit Ihrem Jahresumsatz von über 50 Mio. DKK monatlich bis zum
1 S. 4 des dänischen Mehrwertsteuergesetzes erfolgt die Erstattung eines negativen Saldos
des dänischen Erhebungsgesetzes, wenn die Vorsteuer die vereinnahmte Mehrwerteteuer übersteigt.
1 des dänischen Erhebungsgesetzes ist ein entsprechender Saldo ohne weitere Bedingungen auszukehren. Insbesondere gibt es keine § 168 S. 2 AO entsprechende Regelung. Im Übrigen hat die dänische Steuerbehörde die sich aus den Mehrwertsteuererklärungen der H ApS ergebenden Steuerguthaben ausgezahlt oder verrechnet; damit hat die Steuerbehörde den Erklärungen jedenfalls konkludent zugestimmt. Randnummer 91 1.1.1. Zeitpunkt der Steuerentstehung Randnummer 92 Dabei kommt es nicht darauf an, dass die Kammer nicht sicher feststellen konnte, zu welchem Zeitpunkt die H ApS die verfahrensgegenständlichen Waren an welchen Abnehmer geliefert worden sind: Randnummer 93 Steht fest, dass ein Steuerpflichtiger einen Besteuerungstatbestand erfüllt hat, ist aber ungewiss, welches Ausmaß die Besteuerungsgrundlagen haben, kann eine Schätzung vorgenommen werden (vgl. BGH, Beschluss vom 29.08.2018 – 1 StR 374/18, Rn. 7; BGH, Beschluss vom 20.12.2016 – 1 StR 505/16, Rn. 14; BGH, Beschluss vom 10.11.2009 – 1 StR 283/09, Rn. 15). Bei Serienstraftaten ist es dabei zulässig, einen feststehenden Gesamtschaden auf Einzelakte zu verteilen, wenn der Schaden der Einzelakte nicht oder nicht mit vertretbarem Aufwand zu ermitteln ist (vgl. BGH, Beschluss vom 10.11.2009 – 1 StR 283/09, Rn. 14; BGH, Urteil vom 19.07.1995 – 2 StR 758/94, zitiert
juris, dort Rn. 20; BGH, Urteil vom 06.12.1994 – 5 StR 305/94, dort Rn. 23–24; zur Schätzung sogar der Zahl der Einzelakte: BGH, Urteil vom 08.11.2006 – 2 StR 384/06, Rn. 8). Das ist hier der Fall: Randnummer 94 Die tatsächlichen Veräußerungen sind nicht dokumentiert. Es war gerade Sinn der vorgetäuschten Veräußerungen von der H ApS an B, die tatsächlich vorgenommenen, aber zur Vermeidung der Besteuerung nicht dokumentierten Warenflüsse abzudecken. Zeugen zur weiteren Aufklärung standen der Kammer nicht zur Verfügung: Die gesondert Verfolgten K, R und Z haben über ihre Verteidiger erklärt, von ihrem Auskunftsverweigerungsrecht
PO Gebrauch machen zu wollen, sodass die Kammer sie abgeladen hat. Weitere mögliche Zeugen zu den tatsächlicheren Lieferungen sind der Kammer nicht bekannt geworden. Randnummer 95 Bei der Verteilung der Umsätze auf die einzelnen Monate geht die Kammer davon aus, dass die tatsächliche Veräußerung zeitlich mit der Rechnungslegung durch die H ApS zusammenfiel. Die dänische Mehrwertsteuer wäre damit immer im Monat der Rechnungslegung durch die H ApS entstanden. Randnummer 96 Dabei hat die Kammer sowohl im Hinblick auf die Zahl der Taten als auch bei der Bestimmung des Schuldgehalts innerhalb der Einzeltaten den Zweifelssatz bedacht (vgl. hierzu etwa BGH, Beschluss vom 10.11.2009 – 1 StR 283/09, Rn. 14; BGH, Urteil vom 06.12.1994 – 5 StR 305/94, zitiert
juris, dort Rn. 24): Randnummer 97 Die Kammer ist zunächst davon überzeugt, dass in jedem der festgestellten Monate dänische Mehrwertsteuer entstanden ist und damit eine gesonderte Tat vorliegt. Diese Überzeugung beruht auf der weiteren Überzeugung, dass jedenfalls diejenigen tatsächlichen Veräußerungen im Monat der Rechnungslegung durch die H ApS stattgefunden haben, bei denen die Rechnungslegung durch die H ApS und die Vereinnahmung des Veräußerungserlöses durch B im selben Monat und wenigstens einer dieser Vorgänge
dem fünften und vor dem fünftletzten Tag dieses Monats stattgefunden hat. Unter diesen Voraussetzungen sprechen die Umstände dafür, dass auch die tatsächliche Veräußerung in diesem Monat stattgefunden hat. Randnummer 98 Zur Überzeugung, dass die Rechnungsstellung von der H ApS an B zeitnah zu den tatsächlichen Veräußerungen an die unbekannt gebliebenen Dritten erfolgte, wird zunächst auf die Ausführungen unter III.2.1 verwiesen. Randnummer 99 Rechnungslegung und Eingang der Zahlung bei B sind diejenigen Vorgänge, die am engsten mit den tatsächlichen Veräußerungen verbunden sind: Mit der Rechnungslegung und der vorgetäuschten Lieferung werden tatsächlicher Warenbestand und Lagerwirtschaft wieder in Einklang gebracht. Es liegt nahe, dies zeitnah zum tatsächlichen Abgang der Waren vorzunehmen. Randnummer 100 Der Zahlungseingang bei B erfolgte – soweit er von April 2011 bis Oktober 2014 in bar erfolgte –
Überzeugung der Kammer aus den Bareinnahmen, die die H ApS aus den tatsächlichen Veräußerungen erzielte; denn über B konnte die H ApS das vereinnahmte Bargeld ihren Ausgangsrechnungen entsprechend in die eigene Buchhaltung einfließen lassen. Es liegt nahe, dass dieser Vorgang zeitnah zur Vereinnahmung des Bargeldes von den tatsächlichen Abnehmern erfolgen sollte. Für die im Dezember 2014 erfolgten Überweisungen an B gilt Entsprechendes. Randnummer 101 Die Kammer hat für die sichere Zuordnung der tatsächlichen Veräußerungen zu einzelnen Monaten diejenigen Vorgänge von vornherein unberücksichtigt gelassen, bei denen die zwei Vorgänge – Rechnungslegung durch die H ApS und Zahlungseingang bei B – nicht im selben Monat liegen oder der Zahlungseingang nicht aufgeklärt werden konnte. In diesen Fällen war für die Kammer nicht mit der erforderlichen Sicherheit festzustellen, wann die tatsächliche Veräußerung stattfand. Randnummer 102 Von den verbliebenen Veräußerungen hat die Kammer nur diejenigen berücksichtigt, bei denen wenigstens einer der beiden Vorgänge – Rechnungslegung durch die H ApS oder Zahlungseingang bei B – nicht innerhalb der ersten oder letzten fünf Tage des Monats stattfand. Unter diesen Umständen nähert sich der Vorgang soweit der Monatsmitte an, dass die Kammer sich die Überzeugung gebildet hat, dass die tatsächliche Veräußerung im selben Monat stattgefunden hat. Randnummer 103
der genannten Maßgabe hat die Kammer etwa die Lieferung zur Ausgangsrechnung der H ApS vom 29.04.2011 zunächst nicht berücksichtigt. Da die Zahlung an B am 28.04.2011 erfolgte und damit beide Vorgänge zwar im April 2011, aber innerhalb der letzten fünf Tage des Monats liegen, vermochte die Kammer nicht auszuschließen, dass die tatsächliche Veräußerung der hier abgerechneten Waren erst im Mai erfolgte. Randnummer 104 Berücksichtigt hat die Kammer dagegen etwa die Lieferung zur Ausgangsrechnung der H ApS vom 27.03.
1 Nr. 1 des dänischen Mehrwertsteuergesetzes ohnehin nicht in Betracht kommen; aber auch eine Lieferung an einen unbekannt gebliebenen Abnehmer in Deutschland oder einem anderen EU-Mitgliedsland hätte vorliegend nicht zu einer Steuerbefreiung geführt. Dem steht entgegen, dass der gesondert Verfolgte K als Geschäftsführer der H ApS wusste, dass die verfahrensgegenständlichen Getränke vom tatsächlichen Empfänger der Besteuerung entzogen wurden. Randnummer 109 Weiß der Steuerpflichtige, dass der von ihm bewirkte Umsatz mit einer Steuerhinterziehung des Erwerbers verknüpft ist, und hat er nicht alle ihm zur Verfügung stehenden zumutbaren Maßnahmen ergriffen, um diese zu verhindern, muss ihm der Anspruch auf Mehrwertsteuerbefreiung versagt werden (EuGH, Urteil vom 09.02.2017 – Rechtssache Euro Tyre, C-21/16, Rn. 40, mit Verweis auf EuGH, Urteil vom 06.09.2012 – Rechtssache Mecsek-Gabona, C-273/11, Rn. 54; ähnlich: EuGH, Urteil vom 07.12.2010 – Rechtssache R, C-285/09, Rn. 52). Die Mehrwertsteuerbefreiung ist in diesem Fall schon auf Grundlage der europarechtlichen Vorgaben zu versagen; auf die nationalen Regelungen kommt es insoweit nicht an (vgl. EuGH, Urteil vom 18.12.2014 – Rechtssache Italmoda, C-131/13 u.a., Rn. 62; bestätigt in EuGH, Urteil vom 26.02.2019 – C-115/16 u.a., Rn. 117–120; so auch Reiß, UR 2017, 254; zur Anwendung im dänischen Recht vgl. etwa Byret, Urteil vom 08.04.2016 – BS 11-768/2015, SKM2016.410.BR). Randnummer 110 Dass der gesondert Verfolgte K wusste, dass die verfahrensgegenständlichen Getränke vom tatsächlichen Empfänger der Besteuerung entzogen würden, ergibt sich zum einen aus der auch insoweit glaubhaften und plausiblen Einlassung des Angeklagten in der Hauptverhandlung zur Abrede der Bandenmitglieder untereinander. Zum anderen machte das Vortäuschen der Lieferungen an B nur Sinn, wenn der Empfänger der tatsächlichen Lieferungen nicht offengelegt werden sollte. Der einzig erkennbare Grund hierfür liegt in der Vermeidung der Besteuerung durch den tatsächlichen Empfänger. Dass die Getränke der Besteuerung durch den tatsächlichen Abnehmer entzogen werden sollten, ergibt sich schließlich auch daraus, dass der Angeklagte für B Biersteuer anmeldete und abführte, obwohl er die entsprechende Ware nie erhalten hat; diese eigentlich unnötige Belastung der Waren musste an anderer Stelle wieder ausgeglichen werden. Randnummer 111 Sollten die ein bis drei Bierlieferungen, die tatsächlich von der H ApS an B erfolgt sind, zu den verfahrensgegenständlichen Vorgängen gehören, wären auch sie nicht ordnungsgemäß der Besteuerung unterworfen worden. Die Kammer ist überzeugt, dass alle verfahrensgegenständlichen Ausgangsrechnungen von B nicht den tatsächlichen Empfänger ausweisen. Insbesondere wäre zu erwarten gewesen, dass der Angeklagte sich sonst die Biersteuer hätte erstatten lassen,
dem das Bier wieder abgeholt worden ist. Das ist jedoch nicht passiert. Randnummer 112 1.1.3. Umfang der Steuerhinterziehung Randnummer 113 Die Höhe des dänischen Mehrwertsteuersatzes von 25% ergibt sich aus § 33 des dänischen Mehrwertsteuergesetzes. Bemessungsgrundlage ist
1 des dänischen Mehrsteuergesetzes die Gegenleistung ohne die Mehrwertsteuer. Die Beträge sind
gemäß § 57 Abs. 1 S. 2 des dänischen Mehrwertsteuergesetzes in ganzen Kronen anzugeben. Randnummer 114 Soweit das Volumen der in den Mehrwertsteuererklärungen der H ApS geltend gemachten innergemeinschaftlichen Lieferungen höher war als die Umsätze der H ApS mit B, hat die Kammer den geringeren Umsatz aus den in die Hauptverhandlung festgestellten Scheinrechnungen angesetzt. So sind in der Steuererklärung für Oktober 2011 innergemeinschaftliche Lieferungen im Umfang von 305.247,00 DKK ausgewiesen, davon entfallen aber lediglich 289.249,60 DKK auf Rechnungen an B, die auf Oktober 2011 datiert sind. Die Kammer hat daher zur Ermittlung des Steuerschadens einen Umsatz von (auf volle Kronen abgerundet) 289.249,00 DKK zugrunde gelegt. Hierin sind 57.849,80 DKK dänische Mehrwertsteuer enthalten. Randnummer 115 Wegen der weiteren Einzelheiten der Berechnung der hinterzogenen Mehrwertsteuer wird auf Anlage 2 zum Urteil verwiesen. Randnummer 116 1.2. Beihilfe zur Steuerhinterziehung Randnummer 117 Der Angeklagte war an der Steuerhinterziehung des gesondert Verfolgten K als Gehilfe beteiligt. Die Voraussetzungen einer Mittäterschaft liegen nicht vor. Randnummer 118 (Mit-)Täter einer Steuerhinterziehung gemäß § 370 Abs. 1 Nr. 1 AO kann nicht nur der Steuerpflichtige sein. Vielmehr kommt als Täter einer Steuerhinterziehung durch aktives Tun grundsätzlich jedermann in Betracht, sofern er den gesetzlichen Tatbestand verwirklicht. Mittäter kann daher auch eine Person sein, der das Gesetz keine steuerlichen Pflichten zuweist, sofern nur die Voraussetzungen einer gemeinschaftlichen Begehungsweise im Sinne von § 25 Abs. 2 StGB gegeben sind (vgl. BGH, Urteil vom 07.10.2014 – 1 StR 182/14, Rn. 34). Mittäter ist dabei
ständiger Rechtsprechung, wer nicht nur fremdes Tun fördert, sondern einen eigenen Tatbeitrag derart in eine gemeinschaftliche Tat einfügt, dass sein Beitrag als Teil der Tätigkeit des anderen und umgekehrt dessen Tun als Ergänzung seines eigenen Tatanteils erscheint, wobei die Abgrenzung aufgrund einer wertenden Betrachtung aller von der Vorstellung der Beteiligten umfassten Umstände erfolgt. Dabei kommt dem Umfang der Tatbeteiligung, der Tatherrschaft, dem Willen zur Tatherrschaft, und dem eigenen Interesse am Taterfolg besondere Bedeutung zu (vgl. BGH, Urteil vom 15.05.2018 – 1 StR 159/17, Rn. 30; BGH, Urteil vom 07.10.2014 – 1 StR 182/14, Rn. 35). Randnummer 119 Hinsichtlich der Hinterziehung der dänischen Mehrwertsteuer war der Tatbeitrag des Angeklagten gering. Rechnungen oder sonstige Belege von B waren nicht erforderlich, damit der gesondert Verfolgte K den Verkauf der verfahrensgegenständlichen Getränke für die H ApS als innergemeinschaftliche Lieferungen deklarieren konnte. Aus diesem Grund hatte der Angeklagte im Hinblick auf die Mehrwertsteuererklärungen der H ApS auch keine relevante Tatherrschaft; er hatte auch keinen erkennbaren Willen hierzu. Allerdings hat der Angeklagte durch die Entgegennahme von Bargeld – beziehungsweise im Dezember 2014 Überweisungen – und Zahlung auf die Rechnungen der H ApS geholfen, bei dieser den Anschein ordnungsgemäßer innergemeinschaftlicher Lieferungen zu erwecken. Dabei hat er die Zahlungen in allen Fällen vor Abgabe der korrespondierenden Mehrwertsteuererklärung durch die H ApS abgewickelt, also vor Beendigung der jeweiligen Taten. Insoweit wird auf die in den Anlagen 1 und 2 angegebenen Termine Bezug genommen. Randnummer 120 Der Angeklagte hatte auch ein eigenes mittelbares Interesse am Taterfolg. Er profitierte nämlich über B mittelbar von der Steuerhinterziehung, weil die Gesellschaft für ihre Einbindung in die Scheingeschäfte ein Entgelt erhielt. Gerade auf dieses Entgelt kam es dem Angeklagten an. In der Gesamtwertung genügt dieses Interesse aber nicht, um den Angeklagten als Mittäter zu bestrafen. Randnummer 121 Der Angeklagte hat aber zur Steuerhinterziehung des gesondert Verfolgten K Beihilfe geleistet. Strafbare Beihilfe im Sinne von § 27 Abs. 1 StGB ist die vorsätzliche Hilfeleistung zu einer vorsätzlich begangenen Straftat eines anderen. Als Hilfeleistung ist dabei grundsätzlich jede Handlung anzusehen, welche die Herbeiführung des Taterfolgs des Haupttäters objektiv fördert, ohne dass sie für den Erfolg selbst ursächlich sein muss. Die Hilfeleistung muss auch nicht zur Ausführung der Tat selbst geleistet werden, es genügt schon die Unterstützung bei einer vorbereitenden Handlung (vgl. BGH, Urteil vom 15.05.2018 – 1 StR 159/17, Rn. 175). Ist eine Person in ein auf Hinterziehung von Mehrwertsteuer ausgerichtetes Gesamtsystem integriert, fördert sie, wenn sie von den anderen Geschäften in der Lieferkette Kenntnis hat, als Gehilfe mit ihrem eigenen Beitrag innerhalb der Lieferkette auch jeweils eine Mehrwertsteuerhinterziehung der anderen Mitglieder, die an den auf Hinterziehung der Mehrwertsteuer gerichteten Geschäften beteiligt sind (vgl. BGH, Urteil vom 22.07.2015 – 1 StR 447/14, Rn. 15; BGH, Beschluss vom 11.12.2002 – 5 StR 212/02, zitiert
juris, dort Rn. 2). Das war hier der Fall. Der Angeklagte hat B als vermeintliche Abnehmerin der innergemeinschaftlichen Lieferungen und für die Abwicklung der Zahlungsflüsse zur Verfügung gestellt. Randnummer 122 Der Angeklagte hat insoweit auch vorsätzlich gehandelt. Gehilfenvorsatz liegt vor, wenn der Gehilfe die Haupttat in ihren wesentlichen Merkmalen kennt und in dem Bewusstsein handelt, durch sein Verhalten das Vorhaben des Haupttäters zu fördern; Einzelheiten der Haupttat braucht er nicht zu kennen. Ob der Gehilfe den Erfolg der Haupttat wünscht oder ihn lieber vermeiden würde, ist nicht entscheidend. Es reicht, dass die Hilfe an sich geeignet ist, die fremde Haupttat zu fördern oder zu erleichtern, und dass der Hilfe Leistende dies weiß. Der Vorsatz des Gehilfen muss sich nicht auf alle Einzelheiten der Haupttat beziehen; er braucht lediglich auf deren wesentliche Merkmale oder Grundzüge gerichtet zu sein (vgl. BGH, Urteil vom 15.05.2018 – 1 StR 159/17, Rn. 176; BGH, Urteil vom 22.07.2015 – 1 StR 447/14, Rn. 16). Auch diese Voraussetzungen sind erfüllt. Randnummer 123 Der Angeklagte rechnete
seiner eigenen Einlassung in der Hauptverhandlung insbesondere damit, dass der gesondert Verfolgte K in den Mehrwertsteuererklärungen der H ApS zu Unrecht angeben würde, die verfahrensgegenständlichen Getränke seien im Rahmen innergemeinschaftlicher Lieferungen mehrwertsteuerfrei verkauft worden. Der Vorsatz liegt aufgrund der Gesamtumstände der vorgetäuschten Lieferungen auch auf der Hand. Randnummer 124 1.
Deutschland ausgeführt worden sei. Auch insoweit trat Vollendung ein, da die H ApS durch die Erstattung der dänischen Biersteuer einen nicht gerechtfertigten Steuervorteil in Höhe der festgestellten Beträge erlangte. Randnummer 132 Dabei ist auch vorliegend unschädlich, dass die Kammer keine Feststellungen dazu treffen konnte, an wen das Bier tatsächlich veräußert worden ist. Insoweit gelten die Ausführungen zur Mehrwertsteuerhinterziehung (oben 1.1.2) entsprechend, insbesondere ist die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs zur Steuerbefreiung innergemeinschaftlicher Lieferungen bei der Mehrwertsteuer hier entsprechend anwendbar. Denn auch die europarechtliche Harmonisierung des Verbrauchsteuerrechts dient der Sicherstellung des Steueraufkommens in den einzelnen Mitgliedsstaaten auch im Falle grenzüberschreitender Geschäfte. Dies kann – wie bei der Mehrwertsteuer – nur sichergestellt werden, wenn der Steuerpflichtige, der die Erstattung einer von ihm bereits entrichteten Verbrauchsteuer aufgrund einer innergemeinschaftlichen Lieferung begehrt, hierzu wahrheitsgemäße Angaben macht (vgl. hierzu Ziffer 20 der Erwägungen zu Richtlinie 2008/118/EG). Macht er dagegen Angaben, von denen er sogar sicher weiß, dass sie den tatsächlichen Gegebenheiten nicht entsprechen, so ist ihm die Erstattung zu verwehren. Randnummer 133 An der Verkürzung der Biersteuer war der Angeklagte als Mittäter beteiligt. Das ergibt sich insbesondere aus dem Umfang seiner Tatbeteiligung, der Tatherrschaft und dem eigenen Interesse am Taterfolg. Insbesondere hat der Angeklagte einen unabdingbaren Tatbeitrag geleistet und hatte damit faktische Tatherrschaft: Randnummer 134
S mit ihrem Antrag auf Erstattung der zuvor in Dänemark entrichteten Biersteuer einen
weis vorlegen, dass das in Dänemark bereits versteuerte Bier
der Ausfuhr in Deutschland der Biersteuer unterworfen wurde. Hierfür legte die H ApS jeweils die dritte Ausfertigung des vereinfachten Begleitdokuments (vgl. Art. 4 Abs. 4 der Verordnung (EWG) Nr. 3649/92) der behaupteten, aber tatsächlich nicht ausgeführten innergemeinschaftlichen Lieferungen an B vor. Der Angeklagte hatte zuvor den Empfang der Ware wahrheitswidrig durch Unterschrift bestätigt oder bestätigen lassen und den Kontrollvermerk des deutschen Hauptzollamts eingeholt beziehungsweise einholen lassen. Ohne die entsprechende Bestätigung und den Kontrollvermerk hätte sich die H ApS die dänische Biersteuer nicht erstatten lassen können. Randnummer 135 Wie bereits oben ausgeführt, wurde B auch mittelbar an den Hinterziehungsbeträgen beteiligt. Der Angeklagte hatte daher ein erhebliches eigenes Interesse am Taterfolg. Randnummer 136 Der Angeklagte hat auch vorsätzlich gehandelt. Ihm war bewusst, dass die – inhaltlich falschen – Empfangsbestätigungen der unberechtigten Erstattung der dänischen Biersteuer dienen sollten. Randnummer 137 2.
juris, dort Rn. 20). Randnummer 144 Da die Erstattungsanträge für Februar und Mai 2013 am 26.06.2013 beim Finanzamt eingegangen sind, die für November und Dezember 2013 am 21.02.2014 und diejenigen für April und Mai 2014 am 25.06.2014, hat die Kammer
diesem Maßstab eine tateinheitliche Tatbegehung angenommen. Zugunsten des Angeklagte ist davon auszugehen, dass er die für die Erstattungsanträge erforderlichen Unterlagen für die jeweils betroffenen Monate zusammen an die H ApS weitergeleitet hat. Dafür spricht, dass im Rahmen der Erstattungsanträge neben den bei der H ApS ohnehin vorliegenden Ausgangsrechnungen an B lediglich die Unterlagen über den Empfang der Waren durch B vorzulegen waren. Es liegt daher nahe, dass sich die Verzögerungen bei der Einreichung der Unterlagen bei der dänischen Steuerbehörde durch Verzögerungen auf Seiten von B ergeben haben. Randnummer 145 Hierfür sprechen auch die im Rahmen des Selbstleseverfahrens in die Hauptverhandlung eingeführten Schreiben von B an das Hauptzollamt Kiel, mit dem die Bestätigungen durch das Hauptzollamt erfordert wurden sowie die Schreiben des Hauptzollamts Itzehoe, mit denen die vereinfachten Begleitdokumente mit zollamtlicher Bestätigung zurückgesandt wurden. So übersandte das Hauptzollamt Itzehoe mit Schreiben vom 26.07.2013 die bestätigten vereinfachten Begleitdokumente für einen Großteil der vorgetäuschten Lieferungen aus dem April 2013 an B, woraufhin die H ApS am 14.08.2013 die Erstattung der dänischen Biersteuer beantragte, während die Erstattung sonst weitgehend zeitnah zu den vorgetäuschten Lieferungen beantragt wurde. Randnummer 146 Im Übrigen liegt hinsichtlich der Tatbeiträge des Angeklagten Tatmehrheit vor. Der Angeklagte übersandte – wie sich aus den Daten der Erstattungsanträge (vgl. oben II.4.2) ergibt – jeweils zeitnahe die erforderlichen Unterlagen an die H ApS. Er wirkte hierdurch an jeder Steuerhinterziehung gesondert mit. V. Randnummer 147 1. Strafrahmen Randnummer 148 Bei der Strafzumessung ist die Kammer vom Strafrahmen des § 370 Abs. 3 AO ausgegangen. Danach ist Steuerhinterziehung im besonders schweren Fall mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren bedroht. Randnummer 149 1.1. Beihilfe zur Hinterziehung dänischer Mehrwertsteuer Randnummer 150 Bei den Tatvorwürfen der Beihilfe zur Steuerhinterziehung hat die Kammer jeweils das Vorliegen einer Steuerhinterziehung im besonders schweren Fall bejaht und im Ergebnis einen Strafrahmen von einem Monat bis zu sieben Jahren und sechs Monaten Freiheitsstrafe angewendet. Randnummer 151 Ob die Voraussetzungen für die Annahme eines besonders schweren Falles erfüllt sind, ist bei mehreren Tatbeteiligten für jeden von ihnen gesondert zu prüfen. Das Ergebnis richtet sich – wenn auch unter Berücksichtigung der Tat des oder der anderen Beteiligten – jeweils
dem Tatbeitrag und der Person des Teilnehmers, dessen Strafe zugemessen werden soll. Für die Bewertung der Tat des Gehilfen und den zugrunde zu legenden Strafrahmen ist somit entscheidend, ob sich die Beihilfe selbst – bei Berücksichtigung des Gewichts der Haupttat – als besonders schwerer Fall darstellt (vgl. BGH, Urteil vom 06.09.2016 – 1 StR 575/15, Rn. 26; knapper, aber entsprechend: BGH, Urteil vom 15.05.2018 – 1 StR 159/17, Rn. 164).
diesem Maßstab war bei allen Taten eine Beihilfe zur Steuerhinterziehung im besonders schweren Fall zu bejahen: Randnummer 152 Zwar war der als Beihilfe zu bewertende Tatbeitrag des Angeklagten im Hinblick auf die Hinterziehung der dänischen Mehrwertsteuer von untergeordneter Bedeutung, andererseits liegen aber bei 18 Taten ein, bei den übrigen 20 Taten (Taten zu 1, 5, 7–13, 17, 19–20, 22–23, 25, 30 und 32–35) zwei Regelbeispiele des § 370 Abs. 3 AO vor. Auch die Höhe des Gesamthinterziehungsbetrags aus der Tatserie spricht für die Annahme besonders schwerer Fälle der Steuerhinterziehung (vgl. BGH, Beschluss vom 22.09.2008 – 1 StR 323/08, Rn. 22). Randnummer 153 1.1.
dem fünften und vor dem fünftletzten Tag dieses Monats stattgefunden hat. Hierdurch hat die Kammer sichergestellt, dass bei der Verteilung des feststehenden Gesamtschadens auf die einzelnen Monate nicht zulasten des Angeklagten ein Steuerschaden großen Ausmaßes angenommen wird, der nicht sicher vorliegt. Randnummer 160 Unter Anwendung dieses Maßstabs liegt bei den Taten zu 1, 5, 7–13, 17, 19–20, 22–23, 25, 30 und 32–35 eine Steuerverkürzung großen Ausmaßes vor, weil der Steuerschaden – unter Anwendung des während des Tatzeitraums für den Angeklagten günstigsten Wechselkurses von 7,4665 DKK/€ – jeweils 50.000,00 € übersteigt (vgl. BGH, Urteil vom 05.09.2017 – 1 StR 365/16, Rn. 21). Wegen der Einzelheiten wird insoweit auf Anlagen 1 und 2 zum Urteil Bezug genommen; in Anlage 1 ist in der letzten Spalte ausgewiesen, ob der jeweilige Vorgang hier berücksichtigt wurde, Anlage 2 weist in der letzten Spalte die Summen der auf die berücksichtigten Vorgänge entfallenen dänischen Mehrwertsteuer für die einzelnen Monate aus. Randnummer 161 1.1.3. Strafrahmenverschiebung
GB Randnummer 162
GB war der Strafrahmen des § 370 Abs. 3 AO
GB zu mildern. Der Strafrahmen reicht damit von einem Monat bis zu sieben Jahren und sechs Monaten Freiheitsstrafe. Randnummer 163 1.
GB wegen der Aufklärungshilfe kam schon
GB nicht in Betracht. Danach ist eine entsprechende Strafrahmenverschiebung ausgeschlossen, wenn die Aufklärungshilfe erst
der Eröffnung des Hauptverfahrens geleistet wird. Randnummer 168 2. Konkrete Strafzumessung Randnummer 169 Innerhalb der genannten Strafrahmen hat die Kammer bei der Strafzumessung maßgeblich auf den jeweils eingetretenen Schaden abgestellt (vgl. BGH, Urteil vom 25.04.2017 – 1 StR 606/16, Rn. 16). Allerdings trat die Bedeutung der einzelnen Tat aufgrund der Vielzahl der Taten innerhalb der Serie und des insgesamt eingetretenen Steuerschadens in der Bedeutung zurück, so dass die Kammer Taten mit unterschiedlichen Schadenshöhen zu Gruppen zusammengefasst hat (vgl. ebenda, Rn. 32). Bei der Hinterziehung der dänischen Biersteuer hat die Kammer außerdem den erheblichen Gesamtschaden berücksichtigt (vgl. ebenda, Rn. 19), bei der dänischen Mehrwertsteuer nur in geringem Umfang, weil er bereits bei der Strafrahmenwahl berücksichtigt wurde (oben 1.1). Randnummer 170 In erheblichem Maß hat die Kammer zu Gunsten des Angeklagten insbesondere berücksichtigt, dass er in der Hauptverhandlung geständig war. Er hat insbesondere die Voraussetzungen einer Bande eingeräumt und auch Tatbeiträge der gesondert Verfolgten benannt. Im Übrigen hat die Kammer zu Gunsten des Angeklagten insbesondere berücksichtigt, dass er bisher nicht vorbestraft ist, die Taten erhebliche Zeit zurückliegen und das Strafverfahren lange Zeit in Anspruch genommen hat. Randnummer 171 Vor diesem Hintergrund hat die Kammer folgende Einzelstrafen festgesetzt: Randnummer 172 Bei der Beihilfe zur Hinterziehung dänischer Mehrwertsteuer für die Taten mit einem Regelbeispiel und einem Hinterziehungsbetrag (unter Berücksichtigung aller Vorgänge) von Randnummer 173 - bis zu 25.000,00 € (Taten zu 2 und 26): zwei Monate Freiheitsstrafe; Randnummer 174 - bis zu 50.000,00 € (Taten zu 3, 16, 21, 28, 37 und 38): drei Monate Freiheitsstrafe; Randnummer 175 - bis zu 75.000,00 € (Taten zu 4, 6, 15, 18, 24, 27, 29, 31 und 36): vier Monate Freiheitsstrafe; und Randnummer 176 - über 75.000,00 € (Tat zu 14): fünf Monate Freiheitsstrafe; Randnummer 177 bei den Beihilfetaten mit zwei Regelbeispielen und einem Hinterziehungsbetrag (unter Berücksichtigung aller Vorgänge) von Randnummer 178 - bis zu 75.000,00 € (Taten zu 5, 23, 30 und 33): sechs Monate Freiheitsstrafe; Randnummer 179 - bis zu 100.000,00 € (Taten zu 10, 13, 17, 19–20, 25 und 32): sieben Monate Freiheitsstrafe; Randnummer 180 - bis zu 150.000,00 € (Taten zu 1 und 7–8, 11–12, 22 und 34–35): acht Monate Freiheitsstrafe; und Randnummer 181 - über 150.000,00 € (Tat zu 9): neun Monate Freiheitsstrafe; Randnummer 182 bei der Hinterziehung dänischer Biersteuer für die Taten mit einem Regelbeispiel und einem Hinterziehungsbetrag von Randnummer 183 - bis zu 25.000,00 € (Taten zu 58 und 63): sechs Monate Freiheitsstrafe; Randnummer 184 - bis zu 50.000,00 € (Taten zu 39–40, 49, 55 und 67–68): sieben Monate Freiheitsstrafe; und Randnummer 185 - über 50.000,00 € (Tat zu 51 (Februar und Mai 2013)): acht Monate Freiheitsstrafe; und Randnummer 186 bei der Hinterziehung dänischer Biersteuer für die Taten mit zwei Regelbeispielen und einem Hinterziehungsbetrag von Randnummer 187 - bis zu 75.000,00 € (Taten zu 42, 44, 47–48, 50, 52, 56–57 und 61): zehn Monate Freiheitsstrafe; Randnummer 188 - bis zu 100.000,00 € (Taten zu 41, 46, 53–54, 60 und 66): elf Monate Freiheitsstrafe; Randnummer 189 - bis zu 150.000,00 € (Taten zu 43, 45, 59 (November und Dezember 2013) und 64–65): ein Jahr Freiheitsstrafe; und Randnummer 190 - über 200.000,00 € (Tat zu 62 (April und Mai 2014)): ein Jahr und zwei Monate Freiheitsstrafe. Randnummer 191 Soweit die Kammer Einzelstrafen unter sechs Monaten verhängt hat, war dies im Sinne von § 47 Abs. 1 StGB unerlässlich. Dabei hat die Kammer insbesondere berücksichtigt, dass sich diese Taten mit einem jeweils geringeren Schuldvorwurf in eine Serie von Taten einfügen, die einen hohen Gesamtschaden verursacht hat (vgl. BGH, Urteil vom 17.03.2009 – 1 StR 627/08, Rn. 48; BGH, Urteil vom 19.12.2000 – 5 StR 490/00, zitiert
juris, dort Rn. 9). Randnummer 192 3. Gesamtstrafen Randnummer 193 Aus den Einzelstrafen hat die Kammer unter erneuter Würdigung aller Umstände die tenorierte Gesamtfreiheitsstrafe gebildet. Dabei sprachen insbesondere das Geständnis des Angeklagten und der enge sachliche und zeitliche Zusammenhang der Taten für eine eher geringe Erhöhung der Einsatzstrafe von einem Jahr und zwei Monaten Freiheitsstrafe; letztlich war für die Kammer aber die Vielzahl der Taten ausschlaggebend für die im Ergebnis erhebliche Erhöhung der Einsatzstrafe (vgl. BGH, Beschluss vom 25.08.2010 – 1 StR 410/10, zitiert
juris, dort Rn. 4). VI. Randnummer 194 Wegen rechtsstaatswidriger Verfahrensverzögerungen hat die Kammer 2 Monate der festgesetzten Freiheitsstrafe für vollstreckt erklärt. Randnummer 195 Die Kammer geht von einer rechtsstaatswidrigen Verfahrensverzögerung von zwei Jahren aus. Verzögerungen haben sich vorliegend vor allem
Anklageerhebung ergeben: Randnummer 196 Das Ermittlungsverfahren wurde am 25.11.2013 eingeleitet und dem Angeklagten am 19.03.2015 anlässlich seiner Festnahme im Rahmen der Durchsuchung seiner Wohnung und der Räume von B bekanntgegeben. Die Anklage der Staatsanwaltschaft ging am 18.05.2017 beim Landgericht ein. Dieser Zeitraum ist vor dem Hintergrund der Vielzahl der Vorgänge, der Komplexität der Vorwürfe, der Maßnahmen des Angeklagten und der gesondert Verfolgten zur Verdeckung der Taten durch falsche Rechnungslegung sowie der grenzüberschreitenden Ermittlungen nicht unangemessen. Randnummer 197 Das Verfahren ist aber in der Folge beim Gericht nicht ausreichend gefördert worden. Die Kammer hat erst am 06.09.2019 über die Eröffnung des Hauptverfahrens entschieden. Die Hauptverhandlung begann am 05.11.2019. Die Dauer des Zwischenverfahrens war trotz der Komplexität der Tatvorwürfe mit rechtsstaatlichen Grundsätzen nicht mehr vereinbar. VII. Randnummer 198 Von einer Einziehung von Taterträgen gegenüber von B hat die Kammer mit Zustimmung der Staatsanwaltschaft gemäß § 421 Abs. 1 Nr. 3 StPO abgesehen, weil der Aufwand des Einziehungsverfahrens unangemessen wäre,
dem über das Vermögen der Gesellschaft bereits das Insolvenzverfahren eröffnet worden ist. Randnummer 199 Eine Einziehung gegen den Angeklagten selbst kam nicht in Betracht: Handelt der Täter als Organ eines Unternehmens mit dem Ziel, dass infolge der Tat bei dem Unternehmen eine Vermögensmehrung eintritt, ist das Unternehmen Drittbegünstigter im Sinne des § 73b Abs. 1 Nr. 1 StGB. Eine Vermögensmehrung bei einem Drittbegünstigten schließt grundsätzlich eine gegen den Täter anzuordnende Einziehung aus. Regelmäßig ist nämlich davon auszugehen, dass die juristische Person über eine eigene Vermögensmasse verfügt, die vom Privatvermögen des Täters zu trennen ist. Die dem Vermögen einer juristischen Person zugeflossenen Vermögenswerte sind auch dann nicht ohne weiteres vom Täter im Sinne des § 73 Abs. 1 StGB durch die Tat erlangt, wenn dieser eine legale Zugriffsmöglichkeit auf das Gesellschaftsvermögen hat. Für die Anordnung einer Einziehung gegen den Täter bedarf es in derartigen Fällen vielmehr einer über die faktische Verfügungsgewalt hinausgehenden Feststellung, dass dieser selbst durch die Tat etwas erlangt hat, das zu einer Änderung seiner Vermögensbilanz geführt hat. Umstände, die eine solche Feststellung rechtfertigen, können etwa darin zu sehen sein, dass der Täter die juristische Person lediglich als einen formalen Mantel nutzt und eine Trennung zwischen seiner eigenen Vermögenssphäre und derjenigen der Gesellschaft tatsächlich nicht vornimmt, oder jeder aus der Tat folgende Vermögenszufluss an die Gesellschaft sogleich an den Täter weitergeleitet wird. Wird der Vermögensvorteil hingegen von der Gesellschaft vereinnahmt, so kann nicht ohne weiteres vorausgesetzt werden, dass sich der Zufluss auf die Höhe einer späteren Entnahme aus dem Gesellschaftsvermögen auswirkt. In solchen Fällen sind die Einziehungsanordnungen ausschließlich gegen die Gesellschaft zu richten (vgl. BGH, Beschluss vom 17.01.2019 – 4 StR 486/18, Rn. 10, mit weiteren
weisen). Auch eine – nicht nur vorgeschobene – Vergütung des Täters durch die Gesellschaft führt nicht dazu, dass die Einziehung gegen ihn zu richten wäre (ebenda, Rn. 15).
diesem Maßstab hat der Angeklagte nichts im Sinne von § 73 StGB erlangt. Randnummer 200 Für eine Nutzung der Gesellschaft als bloßen Mantel gibt es keine Anhaltspunkte. Die im Wege des Selbstleseverfahrens in die Hauptverhandlung eingeführten Jahresabschlüsse der Jahre 2011 bis 2014 belegen vielmehr, dass eine Trennung der Vermögen des Angeklagten einerseits und von B andererseits erfolgte. Auch für eine unmittelbare Weiterleitung der Taterträge an den Angeklagten hat die Beweisaufnahme nichts ergeben. VIII. Randnummer 201 Die Kostenentscheidung beruht auf § 465 StPO. Randnummer 202 Vorgetäuschte Lieferungen Randnummer 203 Rechnung H Umsatz Alkohol- menge Fundstelle Rechnung B Fundstelle Eingang B Fundstelle Ausgang B Fundstelle Umsatz berücks. 29.04.2011 302.368,00 DKK 0,0000 l SLBII/1 28.04.2011 SLBII/365 28.04.2011 SLBII/803 28.04.2011 SLBII/999 nein 04.05.2011 311.028,00 DKK 0,0000 l SLBII/2 04.05.2011 SLBII/366 04.05.2011 SLBII/804 04.05.2011 SLBII/1000 nein 13.05.2011 259.857,60 DKK 0,0000 l SLBII/3 12.05.2011 SLBII/367 12.05.2011 SLBII/805 12.05.2011 SLBII/1001 ja 18.05.2011 241.641,60 DKK 0,0000 l SLBII/4 18.05.2011 SLBII/368 18.05.2011 SLBII/806 19.05.2011 SLBII/1002 ja 26.05.2011 279.721,60 DKK 0,0000 l SLBII/5 26.05.2011 SLBII/369 26.05.2011 SLBII/807 26.05.2011 SLBII/1003 ja 31.05.2011 275.956,80 DKK 0,0000 l (SLBII/1189) 01.06.2011 SLBII/370 01.06.2011 SLBII/808 01.06.2011 SLBII/1004 nein 09.06.2011 280.723,20 DKK 0,0000 l SLBII/6 09.06.2011 SLBII/371 09.06.2011 SLBII/809 09.06.2011 SLBII/1005 ja 16.06.2011 312.048,00 DKK 0,0000 l (SLBII/1191) 16.06.2011 SLBII/372-373 16.06.2011 SLBII/810 21.06.2011 SLBII/1006 ja 28.06.2011 319.089,60 DKK 0,0000 l (SLBII/1193) 28.06.2011 SLBII/374 28.06.2011 SLBII/811 28.06.2011 SLBII/1007 nein 06.07.2011 314.975,50 DKK 0,0000 l SLBII/7 06.07.2011 SLBII/375 06.07.2011 SLBII/812 06.07.2011 SLBII/1008 ja 15.07.2011 328.620,10 DKK 0,0000 l SLBII/8 18.07.2011 SLBII/376 18.07.2011 SLBII/813 18.07.2011 SLBII/1009 ja 28.07.2011 207.123,20 DKK 0,0000 l SLBII/9 28.07.2011 SLBII/377 28.07.2011 SLBII/814 08.08.2011 SLBII/1010 nein 15.08.2011 336.728,00 DKK 0,0000 l SLBII/10 12.08.2011 SLBII/378 12.08.2011 SLBII/815 15.08.2011 SLBII/1011 ja 19.08.2011 200.192,00 DKK 0,0000 l SLBII/11 18.08.2011 SLBII/379 18.08.2011 SLBII/816 18.08.2011 SLBII/1012 ja 25.08.2011 240.569,60 DKK 0,0000 l SLBII/12 25.08.2011 SLBII/380 25.08.2011 SLBII/817 25.08.2011 SLBII/1013 ja 02.09.2011 273.506,90 DKK 0,0000 l (SLBII/1195) 05.09.2011 SLBII/381 05.09.2011 SLBII/818 06.09.2011 SLBII/1014 nein 16.09.2011 328.366,40 DKK 0,0000 l (SLBII/1197) 19.09.2011 SLBII/382 19.09.2011 SLBII/819 19.09.2011 SLBII/1015 ja 28.09.2011 279.531,90 DKK 196,7328 l (SLBII/1199) 29.09.2011 SLBII/383-384 29.09.2011 SLBII/820 29.09.2011 SLBII/1016 nein 30.09.2011 271.296,00 DKK 1.049,2416 l (SLBII/1201) 05.10.2011 SLBII/385 05.10.2011 SLBII/1017 nein 04.10.2011 289.249,60 DKK 0,0000 l (SLBII/1203) 11.10.2011 SLBII/386 11.10.2011 SLBII/821 11.10.2011 SLBII/1018 ja 04.11.2011 292.730,00 DKK 1.049,2416 l SLBII/14 08.11.2011 SLBII/388 02.11.2011 SLBII/822 03.11.2011 SLBII/1019 nein 09.11.2011 273.298,40 DKK 0,0000 l SLBII/13 08.11.2011 SLBII/387 08.11.2011 SLBII/823 08.11.2011 SLBII/1020 ja 14.11.2011 296.730,00 DKK 1.147,6080 l SLBII/16 11.11.2011 SLBII/390 11.11.2011 SLBII/824 11.11.2011 SLBII/1021 ja 21.11.2011 271.365,20 DKK 0,0000 l SLBII/15 21.11.2011 SLBII/389 21.11.2011 SLBII/825 21.11.2011 SLBII/1022 ja 25.11.2011 302.850,00 DKK 1.147,6080 l SLBII/17 25.11.2011 SLBII/391 25.11.2011 SLBII/826 25.11.2011 SLBII/1023 ja 28.11.2011 273.971,60 DKK 0,0000 l SLBII/18 28.11.2011 SLBII/392-393 28.11.2011 SLBII/827 28.11.2011 SLBII/1024 nein 02.12.2011 296.730,00 DKK 1.147,6080 l SLBII/19 06.12.2011 SLBII/394 06.12.2011 SLBII/828 06.12.2011 SLBII/1025 ja 09.12.2011 284.029,20 DKK 0,0000 l SLBII/21 09.12.2011 SLBII/397 09.12.2011 SLBII/829 09.12.2011 SLBII/1026 ja 13.12.2011 266.280,00 DKK 0,0000 l SLBII/20 13.12.2011 SLBII/395-396 13.12.2011 SLBII/830 13.12.2011 SLBII/1027 ja 16.12.2011 328.230,00 DKK 1.147,6080 l SLBII/23 16.12.2011 SLBII/400 16.12.2011 SLBII/831 16.12.2011 SLBII/1028 ja 20.12.2011 292.520,00 DKK 0,0000 l SLBII/22 20.12.2011 SLBII/398-399 20.12.2011 SLBII/832 20.12.2011 SLBII/1029 ja 23.12.2011 328.230,00 DKK 1.147,6080 l SLBII/24 22.12.2011 SLBII/401 22.12.2011 SLBII/401 22.12.2011 SLBII/1030 ja 27.12.2011 287.440,00 DKK 0,0000 l SLBII/25 27.12.2011 SLBII/402-403 27.12.2011 SLBII/833 27.12.2011 SLBII/1031 nein 30.12.2011 328.230,00 DKK 1.147,6080 l SLBII/26 31.12.2011 SLBII/404 29.12.2011 SLBII/834 29.12.2011 SLBII/1032 nein 06.01.2012 329.190,00 DKK 0,0000 l SLBII/27 09.01.2012 SLBII/405-406 05.01.2012 SLBII/835 05.01.2012 SLBII/1033 ja 10.01.2012 329.850,00 DKK 1.147,6080 l SLBII/28 10.01.2012 SLBII/407 10.01.2012 SLBII/836 10.01.2012 SLBII/1034 ja 13.01.2012 328.230,00 DKK 1.147,6080 l SLBII/29 12.01.2012 SLBII/408 12.01.2012 SLBII/837 12.01.2012 SLBII/1035 ja 17.01.2012 293.130,00 DKK 0,0000 l SLBII/30 17.01.2012 SLBII/409 17.01.2012 SLBII/838 17.01.2012 SLBII/1036 ja 20.01.2012 328.230,00 DKK 1.147,6080 l SLBII/31 20.01.2012 SLBII/410 20.01.2012 SLBII/839 20.01.2012 SLBII/1037 ja 24.01.2012 292.860,00 DKK 0,0000 l SLBII/32 24.01.2012 SLBII/411-412 24.01.2012 SLBII/840 24.01.2012 SLBII/1038 ja 27.01.2012 331.470,00 DKK 1.147,6080 l SLBII/34 27.01.2012 SLBII/415 27.01.2012 SLBII/841 31.01.2012 SLBII/1039 nein 31.01.2012 324.805,20 DKK 0,0000 l SLBII/33 01.02.2012 SLBII/413-414 01.02.2012 SLBII/842 01.02.2012 SLBII/1040 nein 03.02.2012 334.062,00 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SLBII/1049 nein 06.03.2012 298.285,00 DKK 0,0000 l SLBII/44 06.03.2012 SLBII/428-429 06.03.2012 SLBII/1050 nein 09.03.2012 262.830,00 DKK 0,0000 l SLBII/45 09.03.2012 SLBII/430-431 09.03.2012 SLBII/851 09.03.2012 SLBII/1051 ja 13.03.2012 361.053,00 DKK 1.262,3688 l SLBII/46 13.03.2012 SLBII/432 13.03.2012 SLBII/852 13.03.2012 SLBII/1052 ja 14.03.2012 289.130,00 DKK 0,0000 l SLBII/47 15.03.2012 SLBII/433-434 15.03.2012 SLBII/853 15.03.2012 SLBII/1053 ja 16.03.2012 361.053,00 DKK 1.262,3688 l SLBII/48 15.03.2012 SLBII/435 15.03.2012 SLBII/853 20.03.2012 SLBII/1054 ja 20.03.2012 361.053,00 DKK 1.262,3688 l SLBII/49 20.03.2012 SLBII/436 20.03.2012 SLBII/854 20.03.2012 SLBII/1054 ja 22.03.2012 292.278,40 DKK 0,0000 l SLBII/50 22.03.2012 SLBII/437-438 22.03.2012 SLBII/855 22.03.2012 SLBII/1055 ja 23.03.2012 345.845,40 DKK 1.519,1928 l SLBII/51 23.03.2012 SLBII/439 22.03.2012 SLBII/855 22.03.2012 SLBII/1055 ja 26.03.2012 361.053,00 DKK 1.262,3688 l SLBII/53 26.03.2012 SLBII/440 26.03.2012 SLBII/856 26.03.2012 SLBII/1056 ja 27.03.2012 227.430,00 DKK 971,7246 l SLBII/52 27.03.2012 SLBII/441 26.03.2012 SLBII/856 28.03.2012 SLBII/1057 ja 28.03.2012 338.335,80 DKK 0,0000 l SLBII/55 28.03.2012 SLBII/443 28.03.2012 SLBII/857 28.03.2012 SLBII/1057 nein 29.03.2012 361.053,00 DKK 1.262,3688 l SLBII/54 29.03.2012 SLBII/442 28.03.2012 SLBII/858 30.03.2012 SLBII/1058 nein 02.04.2012 331.580,00 DKK 0,0000 l SLBII/56 02.04.2012 SLBII/444 31.03.2012 SLBII/859 02.04.2012 SLBII/1059 nein 03.04.2012 361.053,00 DKK 1.262,3688 l SLBII/58 03.04.2012 SLBII/447 03.04.2012 SLBII/860 02.04.2012 SLBII/1059 nein 04.04.2012 293.342,00 DKK 0,0000 l SLBII/57 04.04.2012 SLBII/445-446 02.04.2012 SLBII/860 11.04.2012 SLBII/1060 nein 12.04.2012 289.176,00 DKK 0,0000 l SLBII/59 12.04.2012 SLBII/448-449 11.04.2012 SLBII/861 12.04.2012 SLBII/1061 ja 13.04.2012 361.053,00 DKK 1.262,3688 l SLBII/60 13.04.2012 SLBII/450 12.04.2012 SLBII/862 23.04.2012 SLBII/1064 ja 17.04.2012 361.053,00 DKK 1.262,3688 l SLBII/61 17.04.2012 SLBII/451 16.04.2012 SLBII/863 16.04.2012 SLBII/1062 ja 18.04.2012 361.053,00 DKK 1.262,3688 l SLBII/62 18.04.2012 SLBII/452 16.04.2012 SLBII/863 16.04.2012 SLBII/1062 ja 19.04.2012 286.386,60 DKK 0,0000 l SLBII/63 19.04.2012 SLBII/453-454 19.04.2012 SLBII/864 19.04.2012 SLBII/1063 ja 20.04.2012 405.540,00 DKK 0,0000 l SLBII/64 20.04.2012 SLBII/455 20.04.2012 SLBII/865 19.04.2012 SLBII/1063 ja 23.04.2012 361.053,00 DKK 1.262,3688 l SLBII/65 23.04.2012 SLBII/456 23.04.2012 SLBII/866 23.04.2012 SLBII/1064 ja 26.04.2012 361.053,00 DKK 1.262,3688 l SLBII/67 26.04.2012 SLBII/459 25.04.2012 SLBII/867 26.04.2012 SLBII/1066 ja 27.04.2012 284.279,60 DKK 0,0000 l SLBII/66 27.04.2012 SLBII/457-458 25.04.2012 SLBII/868 27.04.2012 SLBII/1065 ja 01.05.2012 361.765,80 DKK 1.262,3688 l SLBII/68 01.05.2012 SLBII/460 02.05.2012 SLBII/869 02.05.2012 SLBII/1067 nein 02.05.2012 241.925,00 DKK 0,0000 l SLBII/69 02.05.2012 SLBII/461-462 02.05.2012 SLBII/869 02.05.2012 SLBII/1067 nein 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22.05.2012 SLBII/875 22.05.2012 SLBII/1075 ja 23.05.2012 361.765,80 DKK 1.262,3688 l SLBII/79 22.05.2012 SLBII/474 22.05.2012 SLBII/875 23.05.2012 SLBII/1075 ja 24.05.2012 279.355,00 DKK 0,0000 l SLBII/80 24.05.2012 SLBII/475-476 24.05.2012 SLBII/876 24.05.2012 SLBII/1075 ja 25.05.2012 361.053,00 DKK 1.262,3688 l SLBII/81 24.05.2012 SLBII/477 24.05.2012 SLBII/876 25.05.2012 SLBII/1075 ja 29.05.2012 327.259,00 DKK 0,0000 l SLBII/82 29.05.2012 SLBII/478-479 29.05.2012 SLBII/877 29.05.2012 SLBII/1075 nein 30.05.2012 361.053,00 DKK 1.262,3688 l SLBII/83 30.05.2012 SLBII/480 29.05.2012 SLBII/877 31.05.2012 SLBII/1076 nein 31.05.2012 351.657,00 DKK 0,0000 l SLBII/84 31.05.2012 SLBII/481-482 31.05.2012 SLBII/878 31.05.2012 SLBII/1076 nein 01.06.2012 362.835,00 DKK 1.262,3688 l SLBII/85 01.06.2012 SLBII/483 01.06.2012 SLBII/879 01.06.2012 SLBII/1076 nein 06.06.2012 305.795,00 DKK 0,0000 l SLBII/86 06.06.2012 SLBII/484-485 06.06.2012 SLBII/880 06.06.2012 SLBII/1077 ja 07.06.2012 359.370,00 DKK 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24.10.2012 SLBII/913 25.10.2012 SLBII/1096 ja 29.10.2012 385.525,80 DKK 1.592,8402 l SLBII/148 29.10.2012 SLBII/560 31.10.2012 SLBII/914 31.10.2012 SLBII/1097 nein 31.10.2012 300.386,80 DKK 0,0000 l SLBII/149 31.10.2012 SLBII/561-562 31.10.2012 SLBII/914 31.10.2012 SLBII/1097 nein 13.11.2012 275.000,00 DKK 0,0000 l SLBII/150 13.11.2012 SLBII/563 14.11.2012 SLBII/915 15.11.2012 SLBII/1098 ja 16.11.2012 267.600,00 DKK 0,0000 l SLBII/151 16.11.2012 SLBII/564-565 14.11.2012 SLBII/915 15.11.2012 SLBII/1098 ja 23.11.2012 182.283,20 DKK 0,0000 l SLBII/152 23.11.2012 SLBII/566 26.11.2012 SLBII/916 26.11.2012 SLBII/1099 ja 26.11.2012 361.053,00 DKK 1.262,3688 l SLBII/153 26.11.2012 SLBII/567 26.11.2012 SLBII/916 26.11.2012 SLBII/1099 nein 27.11.2012 389.898,00 DKK 1.866,6288 l SLBII/154 27.11.2012 SLBII/568 28.11.2012 SLBII/917 28.11.2012 SLBII/1100 nein 28.11.2012 248.735,60 DKK 0,0000 l SLBII/155 28.11.2012 SLBII/569 28.11.2012 SLBII/918 28.11.2012 SLBII/1100 nein 29.11.2012 219.030,00 DKK 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SLBII/588 01.02.2013 SLBII/1108 nein 31.01.2013 260.611,40 DKK 0,0000 l SLBII/174 31.01.2013 SLBII/589-590 01.02.2013 SLBII/1108 nein 11.02.2013 267.178,80 DKK 0,0000 l SLBII/175 11.02.2013 SLBII/591-592 13.02.2013 SLBII/926 13.02.2013 SLBII/1109 ja 12.02.2013 379.690,20 DKK 1.680,2078 l SLBII/176 12.02.2013 SLBII/593 13.02.2013 SLBII/926 13.02.2013 SLBII/1109 ja 18.02.2013 322.072,00 DKK 1.260,5472 l SLBII/179 18.02.2013 SLBII/595 28.02.2013 SLBII/927 01.03.2013 SLBII/1111 ja 19.02.2013 293.195,00 DKK 0,0000 l SLBII/177 19.02.2013 SLBII/594 20.02.2013 SLBII/928 21.02.2013 SLBII/1110 ja 20.02.2013 276.411,20 DKK 0,0000 l SLBII/178 20.02.2013 SLBII/596-597 20.02.2013 SLBII/928 21.02.2013 SLBII/1110 ja 26.02.2013 323.443,20 DKK 0,0000 l SLBII/180 26.02.2013 SLBII/598 28.02.2013 SLBII/927 01.03.2013 SLBII/1111 nein 27.02.2013 373.777,20 DKK 1.666,1592 l SLBII/181 27.02.2013 SLBII/599 07.03.2013 SLBII/929 07.03.2013 SLBII/1112 nein 28.02.2013 287.658,60 DKK 0,0000 l SLBII/182 28.02.2013 SLBII/600-601 07.03.2013 SLBII/930 07.03.2013 SLBII/1112 nein 04.03.2013 229.110,00 DKK 950,1030 l SLBII/183 04.03.2013 SLBII/602 12.03.2013 SLBII/931 12.03.2013 SLBII/1113 ja 05.03.2013 346.203,00 DKK 1.262,3688 l SLBII/184 05.03.2013 SLBII/603 12.03.2013 SLBII/932 12.03.2013 SLBII/1113 ja 06.03.2013 257.130,00 DKK 0,0000 l SLBII/185 06.03.2013 SLBII/604 14.03.2013 SLBII/933 14.03.2013 SLBII/1113 ja 11.03.2013 302.743,60 DKK 0,0000 l SLBII/186 11.03.2013 SLBII/605-606 14.03.2013 SLBII/933 14.03.2013 SLBII/1113 ja 12.03.2013 207.480,00 DKK 817,4628 l SLBII/187 12.03.2013 SLBII/607 19.03.2013 SLBII/934 20.03.2013 SLBII/1114 ja 13.03.2013 383.176,80 DKK 1.590,2784 l SLBII/188 13.03.2013 SLBII/608 19.03.2013 SLBII/934 20.03.2013 SLBII/1114 ja 14.03.2013 342.266,40 DKK 1.272,2054 l SLBII/189 14.03.2013 SLBII/609 21.03.2013 SLBII/935 21.03.2013 SLBII/1114 ja 15.03.2013 332.580,40 DKK 0,0000 l SLBII/190 15.03.2013 SLBII/610-611 21.03.2013 SLBII/935 21.03.2013 SLBII/1114 ja 19.03.2013 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KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.