GB, weil es von Bebauung umgeben sei. Erforderlich sei vielmehr weiter, dass das Grundstück selbst einen Teil des Zusammenhangs bilde, selbst also an dem Eindruck der Geschlossenheit und Zusammengehörigkeit teilnehme. Mit den Begriffen "Bauten", "Bebauung", "Siedlung" sei nichts anderes gemeint, als dass die betreffenden Anlagen und Flächen dem ständigen Aufenthalt von Menschen dienen sollen. Bei Anlegung dieser Maßstäbe sei das Vorhabengrundstück dem Außenbereich zuzuordnen. Es nehme in Übereinstimmung mit der Einschätzung des Beklagten, des Rechtsausschusses und der Landesplanungsbehörde nicht am innerörtlichen Bebauungszusammenhang teil. Dieser ende am Anwesen B. Weg 43. Nach dem Eindruck vor Ort beginne dann ein zusammenhängendes Waldgebiet, in dem u.a. das Anwesen Nr. 45 versteckt liege. Deshalb komme es auch nicht (mehr) darauf an, dass dieses Haus trotz der bloßen Zulassung als Wochenendhaus nach Angaben des Klägers von Anfang an dauerhaft bewohnt worden sei und auch noch werde. Da allerdings der Beklagte die Dauerwohnnutzung inzwischen untersagt habe und die Pflicht der Bauaufsichtsbehörde zur Wahrung und Wiederherstellung rechtmäßiger Zustände nicht der Verwirkung unterliege, präge das Anwesen die nähere Umgebung im Verständnis von § 34 Abs. 1 BauGB auch nicht als Wohnhaus. Das der Wohnnutzung zu dienen bestimmte Bauvorhaben des Klägers erfülle keinen der Privilegierungstatbestände des § 35 BauGB. Die Erteilung einer Baugenehmigung auf der Grundlage des § 35 Abs. 2 BauGB scheide ebenfalls aus. Nach dieser Bestimmung könnten sonstige Vorhaben (im Außenbereich) im Einzelfall zugelassen werden, wenn ihre Ausführung oder Benutzung öffentliche Belange nicht beeinträchtige und ihre Erschließung gesichert sei. Vorliegend beeinträchtige das Vorhaben des Klägers öffentliche Belange. Nach § 35 Abs. 3 Satz 1 Nr. 5 BauGB liege eine Beeinträchtigung öffentlicher Belange insbesondere vor, wenn das Vorhaben u.a. die natürliche Eigenart der Landschaft und ihren Erholungswert beeinträchtige. Dabei beziehe sich der Begriff der natürlichen Eigenart der Landschaft nicht nur rein optisch auf ein möglicherweise reizvolles Landschaftsbild, sondern sei auch funktional zu verstehen, d.h. der Außenbereich solle mit seiner naturgegebenen Bodennutzung und seinen Erholungsmöglichkeiten für die Allgemeinheit vor dem Eindringen einer ihm wesensfremden Nutzung als Bauplatz für den einzelnen Eigentümer bewahrt bleiben. Dies gelte uneingeschränkt für eine mehr oder weniger unverletzte Landschaft. Unschädlich sei für diese Funktion auch, wenn in der Umgebung bereits einige bauliche Anlagen vorhanden seien. Allerdings bedürfe es dann für die Frage, ob die Eigenart der Landschaft trotz der bereits erfolgten Eingriffe ihre Empfindlichkeit gegenüber dem streitigen Vorhaben bewahrt habe oder ob diese Eingriffe ein Ausmaß und eine Qualität erreicht hätten, dass die Landschaft in ihrem mittlerweile erreichten Zustand für das streitige Vorhaben aufnahmefähig sein müsste, einer Auseinandersetzung mit dem bereits vorhandenen Baubestand. Die Ortsbesichtigung habe indes eindeutig ergeben, dass die Landschaft im Bereich des Vorhabengrundstücks für das geplante Bauwerk nicht aufnahmefähig sei. Vielmehr verlöre dann das hier beginnende Waldgebiet entgegen der Einschätzung des Klägers eine nicht unerhebliche Fläche. Dass das Vorhabengrundstück derzeit eingezäunt sei, stehe dem nicht entgegen, weil Zäune im Außenbereich - mit Ausnahme von solchen privilegierten Nutzungen dienenden - grundsätzlich unzulässig seien. Der hier dem Vorhaben gemäß § 35 Abs. 3 Satz 1 Nr. 5 BauGB entgegenstehende öffentliche Belang führe zur planungsrechtlichen Unzulässigkeit des Vorhabens. Die Kammer teile allerdings nicht die Einschätzung des Beklagten und des Rechtsausschusses, dass das Vorhaben das Entstehen oder die Verfestigung einer Splittersiedlung befürchten lasse. Die drei Häuser Nr. 39 – 43 grenzten unmittelbar an den B. Weg, der hier beidseits Bestandteil des Bebauungszusammenhangs der Ortslage von L sei. Das Anwesen Nr. 45 sei eindeutig als nicht dem dauerhaften Wohnen dienendes Wochenendhaus im Außenbereich genehmigt und damit im Rechtssinne kein Siedlungssplitter. Wenn das Vorhaben des Klägers realisiert würde, führte es zu einer Erweiterung der Ortslage, nicht einer Splittersiedlung. Allerdings sei in diesem Zusammenhang darauf hinzuweisen, dass es einen Rechtsgrundsatz, wonach ein Baugrundstück, das sich nach tatsächlicher Betrachtung als Baulücke darstelle, über eine besondere Lage verfüge, welche bei einer Genehmigung des Vorhabens die Bebauung auch der sonst benachbarten oder in der Nähe gelegenen Grundstücke als Folgewirkung ausschließe oder doch jedenfalls nicht ernstlich erwarten lasse, nicht gebe; das betreffe allein die Rechtsanwendung im konkreten Fall. Vorliegend würde allerdings die - nicht zutreffende - Argumentation des Klägers, dass die Landschaft hier nicht besonders reizvoll sei und sein Vorhaben nur einen geringen Teil des vorhandenen Waldes betreffe, erst Recht für das Wochenendhaus gelten und damit hätte eine Zulassung des Vorhabens eine entsprechende Folgewirkung. Damit habe der Kläger keinen Anspruch auf den begehrten Vorbescheid und zwar unabhängig davon, ob das Vorhabengrundstück Wald
LWaldG darstelle oder nicht. Aus diesem Grunde habe auch der Hilfsantrag keinen Erfolg. Randnummer 12 Mit Beschluss vom 3.4.2020 – 2 A 288/19 – hat der Senat die Berufung gegen dieses Urteil zugelassen. Zur Begründung trägt der Kläger vor, die bauplanungsrechtliche Zulässigkeit des Vorhabens beurteile sich nach § 34 BauGB. Das Grundstück liege im unbeplanten Innenbereich. Entgegen der Auffassung des Verwaltungsgerichts ende der Bebauungszusammenhang nicht am Anwesen B. Weg 43 und das Anwesen B. Weg 45 nehme an dem Bebauungszusammenhang teil. Das Anwesen B. Weg Nr. 45 liege auch nicht - wie das Verwaltungsgericht gemeint habe - „versteckt“ in einem zusammenhängenden Waldgebiet. Maßgeblich sei die vorhandene Bebauung unabhängig davon, ob sie vom B. Weg wahrgenommen werden könne. Bei dem Gebäude B. Weg 45 handele es sich im Zusammenhang mit den bebauten Anwesen im B. Weg 39, 41 und 43 um eine optisch wahrnehmbare bauliche Anlage, die nach Art und Gewicht geeignet sei, einen Bebauungszusammenhang zu bilden. Der vorhandene Waldbestand auf dem Baugrundstück ändere daran nichts. Vielmehr stelle sich das Vorhabengrundstück als eine sich zur Bebauung anbietende Baulücke dar. Dies werde besonders deutlich, wenn man das Vorhabengrundstück vom Anwesen B. Weg 45 aus in Augenschein nehme. Denn dann befinde sich die Bebauung der Parzellen 2039 (B. Weg 43) und 2040 und 2041 (B. Weg 41) auf gleicher Höhe, da diese Gebäude - wie das Anwesen B. Weg 45 - weit in den hinteren Grundstücksbereich hinein errichtet seien. Dadurch entstehe eine Wechselbeziehung zwischen dem Gebäude B. Weg 45 und den Gebäuden im B. Weg 43 und 41 mit der Folge, dass das Baugrundstück innerhalb einer Baulücke und damit innerhalb eines Bebauungszusammenhangs liege. Völlig unberücksichtigt in den Entscheidungsgründen des Verwaltungsgerichts sei der Umstand geblieben, dass auch die vorhandene Bebauung jenseits des B. Weges (mit den Hausnummern B. Weg 14, F. Weg 1 und F. Weg 2, und die ab Haus B. Weg 16 weiter vorhandene Bebauung entlang des B. Wegs) am Bebauungszusammenhang teilnehme. Der B. Weg habe aufgrund seiner geringen Breite und seines Ausbauzustandes keine trennende Wirkung. Ihm komme lediglich eine innerörtliche Erschließungsfunktion zu, die nicht in der Lage sei, trennende Wirkung zu entfalten. Deshalb präge diese vorhandene Bebauung auch die Grundstücke im Anschluss an die vorhandene Bebauung B. Weg 43 und 45 und damit auch die Baulücke zwischen diesen Gebäuden, die er, der Kläger, bebauen wolle. Der Umstand, dass der Beklagte die Dauerwohnnutzung des Anwesens B. Weg 45 untersagt habe, stelle das Vorhandensein eines Bebauungszusammenhangs nicht in Frage. Das Vorliegen eines Bebauungszusammenhangs
GB fordere nach ständiger Rechtsprechung eine tatsächlich aufeinanderfolgende, zusammenhängende Bebauung. Ausschlaggebend sei, inwieweit eine aufeinanderfolgende Bebauung trotz vorhandener Baulücken den Eindruck der Geschlossenheit (Zusammengehörigkeit) vermittele, was letztlich von den konkreten Umständen des jeweiligen Einzelfalles abhänge. Unter den Begriff der „Bebauung“
GB falle nicht jede beliebige bauliche Anlage. Erfasst würden nur solche Anlagen, die für die angemessene Fortentwicklung der vorhandenen Bebauung maßstabsbildend seien. Dies treffe nach der Rechtsprechung für Anlagen zu, die optisch wahrnehmbar und nach Art und Gewicht geeignet seien, ein Gebiet als einen Ortsteil mit einem bestimmten städtebaulichen Charakter zu prägen. Bauwerke, die nicht dem ständigen Aufenthalt von Menschen dienen würden, zählten grundsätzlich nicht dazu. Dies gelte jedoch nicht ausnahmslos. Auch ein Gebäude, das nicht dem ständigen Aufenthalt von Menschen zu dienen bestimmt sei, könne in der Lage sein, einen Bebauungszusammenhang zu vermitteln. Entscheidend sei, ob es sich um Gebäude handele, die - obwohl nicht ständig bewohnt - noch eine „maßstabbildende Kraft“ besäßen. Bei dem Gebäude im B. Weg 45 handele es sich um ein solches von maßstabbildender Kraft; es stelle eine die Umgebung mitbestimmende und damit prägende Baulichkeit dar. Zum einen handele es sich um ein optisch ins Auge fallendes Gebäude. Hinsichtlich seiner überbauten Fläche, seiner Kubatur und Geschossigkeit handele es sich um ein Gebäude, das hinsichtlich Größe und Gestalt vergleichbar sei mit den in der Umgebung vorhandenen Wohngebäuden. Es sei massiv gebaut und nicht etwa nur ein - vergleichbar einer Gartenlaube - aus einfachen Baustoffen hergestelltes, kleines Wochenendhäuschen. Die jahrzehntelange Nutzung des Gebäudes bestätige dies. Auch sei das Gebäude an die Kanalisation angeschlossen und erweise sich nach alledem als eine bauliche Anlage, bis zu der der Bebauungszusammenhang entlang des B. Weges reiche. Die Entfernung zwischen der Bebauung im B. Weg 43 und 45 - im Widerspruchsbescheid (S. 3) sei von ca. 45 m die Rede - führe nicht dazu, dass es sich um eine Baulücke handeln würde, die den Bebauungszusammenhang unterbreche. Das Gebäude auf dem Grundstück B. Weg 45 sei vom B. Weg aus gut einsehbar. Es stelle sich aufgrund seiner Gestalt, Größe und wegen seiner Massivbauweise als eine Bebauung dar, die der bereits vorhandenen Bebauung auf den benachbarten Grundstücken B. Weg 39 bis 43 entspreche. Durch diese vorhandene Bebauung entstehe eine Wechselbeziehung zwischen dem Gebäude B. Weg 45 und den Gebäuden B. Weg 39 bis 43, aufgrund dessen das Baugrundstück an diesem Bebauungszusammenhang teilnehme und der Eindruck der Zusammengehörigkeit und Geschlossenheit nicht verloren gehe. Dies gelte selbst dann, wenn das Gebäude im B. Weg 45 nur als Wochenendhaus genehmigt worden wäre. Er, der Kläger, habe somit einen Anspruch auf Erteilung des Bauvorbescheides, da sich das Vorhaben hinsichtlich Art und Maß in die nähere Umgebung einfüge. Entgegen der Auffassung des Verwaltungsgerichts habe er auch dann einen Anspruch auf Erteilung des beantragten Vorbescheides, wollte man die Zulässigkeit des Vorhabens nach § 35 BauGB beurteilen. Eine Beeinträchtigung der natürlichen Eigenart der Landschaft
GB durch das Vorhaben liege nicht vor. Bei nichtprivilegierten Vorhaben
GB sei wegen Art. 14 GG nicht gleichsam apodiktisch davon auszugehen, dass ein sonstiges Vorhaben generell im Außenbereich nie genehmigungsfähig sein könne. Vielmehr sei die Beeinträchtigung eines bestimmten Belangs im Einzelfall konkret zu belegen. Allein der Hinweis des Verwaltungsgerichts darauf, dass ein Waldgebiet „eine nicht unerhebliche Fläche“ verlieren würde, sei schon nicht zutreffend und reiche unabhängig davon nicht aus, um eine Beeinträchtigung der natürlichen Eigenart der Landschaft zu begründen. Maßgeblich für die Frage, ob eine Beeinträchtigung der natürlichen Eigenschaft der Landschaft vorliege, sei nicht lediglich die Größe der in Anspruch zu nehmenden Fläche, sondern, ob die Landschaft in ihrer natürlichen Funktion und Eigenart bewahrt bleibe. Bauliche Anlagen sollten abgewehrt werden, die der Landschaft wesensfremd seien oder die der Allgemeinheit Möglichkeiten der Erholung entziehen würden. Habe ein Vorhaben nur unerhebliche Auswirkungen auf die Landschaft, sei noch keine Beeinträchtigung dieses öffentlichen Belangs anzunehmen. Eine Beeinträchtigung liege u.a. dann nicht vor, wenn das Baugrundstück seine Schutzwürdigkeit durch bereits erfolgte anderweitige Eingriffe eingebüßt habe. Im vorliegenden Fall bestünden Besonderheiten, die es rechtfertigten anzunehmen, dass der Belang der Eigenart der Landschaft nicht negativ beeinträchtigt werde. Das geplante Vorhaben liege nicht frei inmitten der freien Landschaft, sondern zwischen einer vorhandenen Bebauung (B. Weg 43 und 45). Dies stelle, wie das Verwaltungsgericht zutreffend entschieden habe, keine Splittersiedlung dar. Vielmehr bestehe eine organische Beziehung zwischen der bereits vorhandenen Bebauung B. Weg 43 und 45, die keine unerwünschte Zersiedelung darstelle. Auch gehe es nicht darum, einen im Zusammenhang bebauten Ortsteil in den Außenbereich hinein zu erweitern. Das Bauvorhaben würde lediglich einen „Lückenschluss“ zur vorhandenen Bebauung im B. Weg 45 darstellen. Die natürliche Eigenart der Landschaft werde auch durch die in der Nachbarschaft vorhandenen Gebäude - B. Weg 39, 41, 43 und 45 - mitgeprägt. Durch den beabsichtigten Lückenschluss, der sich aufgrund der vorhandenen Bebauung anbiete, werde die Eigenart der Landschaft messbar nicht zusätzlich betroffen. Eine nur unerhebliche Auswirkung auf die naturgegebene Bodennutzung stelle noch keine Beeinträchtigung eines öffentlichen Belangs
GB dar. Darüber hinaus liege das Vorhabengrundstück, das mit einem Einfamilienwohnhaus üblicher Größe bebaut werden solle, am äußersten nordwestlich gelegenen Rand eines großen Waldgebietes, das einen beträchtlichen Teil des Gemarkungsgebiets der Beigeladenen einnehme. Es sei nichts dafür ersichtlich, dass dieses große Waldgebiet durch eine flächenmäßig untergeordnete Bebauung des Grundstücks unmittelbar im Anschluss an bestehende Bebauung in nennenswertem Umfang beeinträchtigt würde. Von einer Änderung der naturgegebenen Bodennutzung, die so erheblich wäre, dass sie als öffentlicher Belang dem Bauvorhaben entgegengehalten werden könnte, könne daher keine Rede sein. Das Vorhaben stehe auch nicht im Widerspruch zu § 35 Abs. 3 Satz 1 Nr. 7 BauGB. Der Gesetzgeber habe das Entstehen, Verfestigen oder Erweitern einer Splittersiedlung nicht schlechthin immer als Beeinträchtigung öffentlicher Belange gewertet, sondern nur dann, wenn - gleichsam mit einem negativen Akzent - das Entstehen, Verfestigen oder Erweitern einer Splittersiedlung „zu befürchten“ sei. Zu befürchten und damit
GB unerwünscht sei eine Splittersiedlung nur dann, wenn darin ein Vorgang der Zersiedlung gesehen werden müsse. Das werde zwar häufig, aber nicht immer der Fall sein. Dabei seien die Anforderungen weniger streng, wenn es sich um eine Verfestigung (und nicht etwa um eine Erweiterung) einer Splittersiedlung handele. Im vorliegenden Fall gehe es um eine Verfestigung und nicht um die Erweiterung einer Splittersiedlung. Eine Verfestigung liege vor, wenn es sich um die Auffüllung eines schon bisher in Anspruch genommenen räumlichen Bereichs handele. In der Verfestigung einer Splittersiedlung liege u.a. dann keine Beeinträchtigung des öffentlichen Belangs des § 35 Abs. 3 Satz 1 Nr. 7 BauGB, wenn das hinzutretende Vorhaben gegenüber dem Umfang eines bereits vorhandenen Baubestands deutlich untergeordnet sei. Im vorliegenden Fall sei die Verfestigung einer Splittersiedlung nicht zu befürchten. Das geplante Einzelbauvorhaben sei im Verhältnis zum vorhandenen Baubestand (B. Weg 39, 41, 43 und 45) hinreichend untergeordnet. Es stehe auch hinsichtlich seiner Ausgestaltung und Größe mit der vorhandenen Ansiedlung nicht im Widerspruch. Da das Bauvorhaben nicht inmitten der freien Landschaft verwirklicht werden solle, sondern die letzte Bebauung zwischen den Gebäuden B. Weg 43 und 45 und damit einen „Lückenschluss“ darstellen würde, sei auch eine negative Vorbildwirkung für weitere Bauvorhaben nicht ersichtlich und würde daher keine weitere Bebauung des Außenbereichs einleiten. Randnummer 13 Der Kläger beantragt, Randnummer 14 unter Abänderung des Urteils des Verwaltungsgerichts des Saarlandes vom 14.8.2019 – 5 K 726/18 – den Bescheid vom 24.3.2016 und den aufgrund der mündlichen Verhandlung vom 23.3.2018 ergangenen Widerspruchsbescheid aufzuheben und den Beklagten zu verpflichten, ihm einen positiven Vorbescheid für den Neubau eines Einfamilienhauses mit Garage auf dem Flurstück 2031/4 in Flur 9 der Gemarkung L (Anwesen B. Weg 43a) gemäß seiner Bauvoranfrage vom 1.7.2015 zu erteilen, und die Hinzuziehung eines Bevollmächtigten im Vorverfahren für notwendig zu erklären. Randnummer 15 Der Beklagte beantragt, Randnummer 16 die Berufung zurückzuweisen. Randnummer 17 Zur Begründung verweist der Beklagte auf die Ausführungen in dem Urteil des Verwaltungsgerichts. Ergänzend trägt er vor, das Wochenendhaus B. Weg 45 besitze schon aufgrund seiner Lage keine für einen Bebauungszusammenhang maßstabsbildende Kraft. Deshalb komme es hier nicht darauf an, ob das Wochenendhaus aufgrund seiner Bauweise und Größe einen Bebauungszusammenhang vermitteln könnte. Der Bebauungszusammenhang werde vorliegend auch nicht über die auf der gegenüberliegenden östlichen Straßenseite befindliche Bebauung vermittelt, da dem B. Weg insoweit eine trennende Wirkung zukomme. Denn der auf der östlichen Straßenseite befindliche Bebauungskomplex finde dort sein Ende. Randnummer 18 Die Beigeladene hat sich im Berufungsverfahren nicht geäußert und keinen Antrag gestellt. Randnummer 19 Wegen der weiteren Einzelheiten des Sachverhalts wird auf den Inhalt der Gerichtsakte (2 Bände) und der beigezogenen Verwaltungsunterlagen des Beklagten (3 Hefter) Bezug genommen. Dieser war Gegenstand der mündlichen Verhandlung. Entscheidungsgründe Randnummer 20 Die Berufung des Klägers gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts vom 14.8.2019 – 5 K 726/18 – ist zulässig, aber unbegründet. Dem Kläger steht kein Anspruch auf Erteilung eines Vorbescheides für den Neubau eines Einfamilienhauses mit Garage im B. Weg 43 a in K, Gemarkung L, Flur 9, Flurstück 2031/4, zu. Randnummer 21 Der § 76 LBO eröffnet der Bauherrin respektive dem Bauherrn die Möglichkeit, zu einzelnen Fragen ihres oder seines Vorhabens eine auf drei Jahre befristete verbindliche Entscheidung der Genehmigungsbehörde zu erhalten. Bauvoranfrage und Vorbescheid müssen sich dabei immer auf ein konkretes Bauvorhaben beziehen. Der Bauvorbescheid stellt verbindlich fest, dass dem Vorhaben hinsichtlich der zur Entscheidung gestellten Frage, soweit sie selbständiger Beurteilung zugänglich ist, öffentlich-rechtliche Hindernisse nicht entgegenstehen. Die Bauvoranfrage muss vor diesem Hintergrund eine das Vorhaben betreffende Frage so eindeutig zur Prüfung stellen, dass hieran die behördliche Entscheidung mit der ihr zukommenden Bindungswirkung anknüpfen kann. 4 Vgl. OVG Münster, Urteil vom 28.2.2008 - 10 A 1060/06 -, juris Vgl. OVG Münster, Urteil vom 28.2.2008 - 10 A 1060/06 -, juris Mit seiner Bauvoranfrage bestimmt der Antragsteller, was Gegenstand des Verfahrens und der dort vorzunehmenden Beurteilung sein soll. Ausgangspunkt für eine Auslegung gemäß § 133 BGB, welche Zulässigkeitsfragen der Antragsteller im Rahmen seiner Bauvoranfrage von der Baugenehmigungsbehörde mit Bindungswirkung entschieden haben will, kann dabei nur das konkret beschriebene Vorhaben sein, denn der Bauvorbescheid ist ein mitwirkungsbedürftiger Verwaltungsakt, dessen Inhalt durch den auf seine Erteilung gerichteten Antrag vorgegeben wird. Die in diesem Zusammenhang gestellten Fragen müssen sich auf ein bestimmtes Bauvorhaben beziehen. Es ist demnach allein Sache des Antragstellers, festzulegen, was das Vorhaben und damit der zu beurteilende Verfahrensgegenstand sein soll. Dies darf er nicht der Baugenehmigungsbehörde überlassen, die im Vorbescheidsverfahren von sich aus keine bindende Aussage zur Zulässigkeit eines Bauvorhabens machen kann, welches nicht Gegenstand der Bauvoranfrage ist. Aus dem angesprochenen Erfordernis, dass die zur Bescheidung gestellte Frage einer selbständigen Beurteilung zugänglich sein muss, folgt außerdem, dass aus der Fragestellung keine Teile ausgeklammert werden dürfen, deren Kenntnis zu Beurteilung der gestellten Frage unerlässlich sind. 5 Vgl. OVG Münster, Urteil vom 28.2.2008 - 10 A 1060/06 -, juris (m.w.N.) Vgl. OVG Münster, Urteil vom 28.2.2008 - 10 A 1060/06 -, juris (m.w.N.) Randnummer 22 Gegenstand des Antrags des Klägers auf Erteilung eines Vorbescheides vom 7.7.2015 war allein die bauplanungsrechtliche Zulässigkeit des Neubaus eines Einfamilienwohnhauses mit Garage. Die zunächst im (hilfsweisen) Klageantrag angesprochene Vereinbarkeit mit dem LWaldG ist davon nicht umfasst. Entsprechend dem Inhalt der Bauvoranfrage und der nunmehrigen Fassung des Klageantrags ist vom Senat daher nur über die bauplanungsrechtliche Zulässigkeit zu entscheiden. Randnummer 23 Hier kommt es zunächst maßgeblich auf die Frage an, ob das Vorhabengrundstück der im Zusammenhang bebauten Ortslage (§ 34 Abs. 1 Satz 1 BauGB) oder dem Außenbereich (§ 35 BauGB) zuzuordnen ist. Mit Blick auf die negative Umschreibung des Außenbereichs durch den Bundesgesetzgeber ist im Einzelfall eine Bestimmung der Grenzen des im Zusammenhang bebauten Ortsteils beziehungsweise der Zugehörigkeit der zur Bebauung ausersehenen Grundflächen hierzu vorzunehmen. Die Anwendung des § 34 Abs. 1 Satz 1 BauGB setzt einen im Zusammenhang bebauten Ortsteil voraus. Die Tatbestandsmerkmale "im Zusammenhang bebaut" und "Ortsteil" gehen nicht ineinander auf, sondern sind kumulativer Natur. 6 Vgl. BVerwG, Urteil vom 19.4. 2012 - 4 C 10.11 -, juris Vgl. BVerwG, Urteil vom 19.4. 2012 - 4 C 10.11 -, juris "Ortsteil" im Sinne von § 34 Abs. 1 Satz 1 BauGB ist jeder Bebauungskomplex im Gebiet einer Gemeinde, der nach der Zahl der vorhandenen Bauten ein gewisses Gewicht besitzt und Ausdruck einer organischen Siedlungsstruktur ist. Ein "Bebauungszusammenhang" ist gegeben, soweit die aufeinanderfolgende Bebauung trotz vorhandener Baulücken den Eindruck der Geschlossenheit und Zusammengehörigkeit vermittelt. 7 Vgl. BVerwG, Urteil vom 30.6.2015 - 4 C 5.14 -, juris (m.w.N.) Vgl. BVerwG, Urteil vom 30.6.2015 - 4 C 5.14 -, juris (m.w.N.) Mit Blick auf die negative Umschreibung des Außenbereichs durch den Bundesgesetzgeber ist in jedem Einzelfall eine Bestimmung der Grenzen des im Zusammenhang bebauten Ortsteils beziehungsweise der Zugehörigkeit der zur Bebauung ausersehenen Grundflächen hierzu vorzunehmen. Dabei ist neben dem Merkmal der Ortsteilsqualität einer Bebauung entscheidend, ob die zur Rede stehenden Flächen nach dem äußeren Erscheinungsbild bei natürlicher Betrachtung an einem den Eindruck der Geschlossenheit und Zusammengehörigkeit vermittelnden Bebauungszusammenhang teilhaben. Notwendig und entscheidend ist dabei eine am konkreten Sachverhalt orientierte umfassende Bewertung der jeweiligen örtlichen Gegebenheiten. 8 Vgl. etwa OVG des Saarlandes, Beschluss vom 6.4.2016 - 2 A 148/15 -, SKZ 2016, 176, Leitsatz Nr. 26 Vgl. etwa OVG des Saarlandes, Beschluss vom 6.4.2016 - 2 A 148/15 -, SKZ 2016, 176, Leitsatz Nr. 26 Randnummer 24 Im vorliegenden Fall ist zwischen den Beteiligten vor allem streitig und entscheidungserheblich, ob der innerörtliche Bebauungszusammenhang am Anwesen B. Weg 43 endet oder ob das Anwesen B. Weg 45 (als letztes Grundstück) noch daran teilnimmt. Randnummer 25 Ein Grundstück fällt nicht bereits deshalb unter § 34 Abs. 1 BauGB, weil es von einer zusammenhängenden Bebauung umgeben ist. Erforderlich ist vielmehr, dass das Grundstück selbst einen Bestandteil des Zusammenhangs bildet, d.h. selbst an dem Eindruck der Geschlossenheit und Zusammengehörigkeit teilnimmt. Das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) hat Kriterien dafür aufgestellt, welche vorhandene Bebauung geeignet ist, den Bebauungszusammenhang selbst herzustellen oder an seiner Entstehung mitzuwirken. Maßgeblich ist die tatsächlich vorhandene Bebauung. Die Gründe für deren Genehmigung sind unerheblich Deshalb können beispielweise auch Gebäude, die nach § 35 Abs. 1 Nr. 1 BauGB im Außenbereich privilegiert zulässig oder zugelassen worden sind, zur Entwicklung eines im Zusammenhang bebauten Ortsteils beitragen. Es kommt weder auf die Zweckbestimmung noch auf die Entstehungsgeschichte der vorhandenen Bebauung an. 9 Vgl. BVerwG, Urteil vom 30.6.2015 - 4 C 5.14 -, juris Vgl. BVerwG, Urteil vom 30.6.2015 - 4 C 5.14 -, juris "Bebauung"
GB ist indes nicht jede beliebige bauliche Anlage. Den Bebauungszusammenhang selbst herstellen oder zu seiner Entwicklung beitragen können nur Bauwerke, die optisch wahrnehmbar sind und ein gewisses Gewicht haben, so dass sie geeignet sind, ein Gebiet als einen Ortsteil mit einem bestimmten Charakter zu prägen. Das BVerwG hat hieraus gefolgert, dass zur "Bebauung"
GB grundsätzlich nur Bauwerke gehören, die dem ständigen Aufenthalt von Menschen dienen. 10 Vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 2.3.2000 - 4 B 15.00 - Buchholz 406.11 § 34 BauGB Nr. 198 S. 16 und vom 2.4.2007 - 4 B 7.07 - ZfBR 2007, 480 = juris Rn. 5 sowie Urteil vom 19.
GB zugerechnet werden, die für eine nach der vorhandenen Siedlungsstruktur angemessene Fortentwicklung der Bebauung maßstabsbildend sind. Darüber, wo die Grenze des Bebauungszusammenhangs verläuft, ist nicht nach geographisch-mathematischen Maßstäben, sondern aufgrund einer umfassenden, die gesamten örtlichen Gegebenheiten würdigenden Wertung und Bewertung des konkreten Sachverhalts zu entscheiden. 12 Vgl. BVerwG, Urteil vom 30.6.2015 - 4 C 5.14 -, juris Vgl. BVerwG, Urteil vom 30.6.2015 - 4 C 5.14 -, juris Randnummer 26 Ausgehend von diesen Maßstäben nimmt das dicht mit Sträuchern und Büschen und jedenfalls auf der Grenze zum Anwesen B. Weg 45 hin auch mit Bäumen bewachsene Vorhabengrundstück nach dem Ergebnis der Ortsbesichtigung durch den Senat nicht mehr an dem innerörtlichen Bebauungszusammenhang teil. Dieser endet vielmehr am Anwesen B. Weg
KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.