Asyl Jemen - subsidiärer Schutz aufgrund des innerstaatlichen bewaffneten Konflikts Leitsatz Asylrecht; Herkunftsland: Jemen; innerstaatlicher bewaffneter Konflikt; Gewährung subsidiären Schutzes. (Rn
§ 60Abs. 7 Satz 2 Aufenth
G a.F.; BVerwG, Beschluss vom 8.03.2018 - 1 B 7.18 - juris Rn. 3; BVerwG, Urteil vom 20.05.2020 – 1 C 11/19 –, juris Rn. 21 vgl. BVerwG, Urteile vom 27.04.2010 - 10 C 4.09 - juris Rn. 33; vom 17. November 2011 - 10 C 13.10 - juris Rn. 22 f. und vom 13.02.2014 - 10 C 6.13 - juris Rn. 24, jeweils zu den
§ 60Abs. 7 Satz 2 Aufenth
G a.F.; BVerwG, Beschluss vom 8.03.2018 - 1 B 7.18 - juris Rn. 3; BVerwG, Urteil vom 20.05.2020 – 1 C 11/19 –, juris Rn. 21 . Dabei ist die zahlenmäßige Ermittlung der Opfer nicht im Sinne eines starren quantitativen Schwellenwertes für die erforderliche Gefahrendichte zu verstehen, der unionsrechtlich unzulässig wäre 56 vgl. EuGH, Urteil vom 10.06.2021 - C-901/19 - Rn. 44 vgl. EuGH, Urteil vom 10.06.2021 - C-901/19 - Rn. 44 . Vielmehr ist in einem nächsten Schritt auf Grundlage der quantitativen Ermittlung der Opferzahlen eine wertende Gesamtbetrachtung zur individuellen Betroffenheit des Einzelnen vorzunehmen 57 vgl. BVerwG, Urteil vom 20.05.2020 – 1 C 11/19 –, juris Rn. 21 vgl. BVerwG, Urteil vom 20.05.2020 – 1 C 11/19 –, juris Rn. 21 . Bei dieser Gesamtbetrachtung sind die Intensität der bewaffneten Auseinandersetzung, der Organisationsgrad der beteiligten Streitkräfte und die Dauer des Konflikts zu berücksichtigen wie auch das geographische Ausmaß der Lage willkürlicher Gewalt, der tatsächliche Zielort des Schutzsuchenden bei Rückkehr in seine Herkunftsregion und die (zielgerichtete) Aggression der Konfliktparteien gegen Zivilpersonen 58 vgl. EuGH, Urteil vom 10. Juni 2021 - C-901/19 - Rn. 43 vgl. EuGH, Urteil vom 10. Juni 2021 - C-901/19 - Rn. 43 . Randnummer 37 Nach diesen Maßstäben ist bei dem bewaffneten Konflikt zwischen den Houthis und der Anti-Houthi-Koalition unter Führung Saudi-Arabiens ein derart hoher Grad willkürlicher Gewalt für die dortige Zivilbevölkerung zu konstatieren, dass dieser die Zuerkennung subsidiären Schutzes an die Klägerin rechtfertigt. Randnummer 38 Der quantitativen Ermittlung des Tötungs- und Verletzungsrisikos ist eine Bevölkerungsanzahl von rund 33 Millionen Menschen in Jemen zugrunde zu legen 59 vgl. Statistisches Bundesamt, Jemen, Statistisches Länderprofil, Ausgabe 02/2023, S. 5 vgl. Statistisches Bundesamt, Jemen, Statistisches Länderprofil, Ausgabe 02/2023, S. 5 , wobei der weit überwiegende Teil der Bevölkerung im dichter besiedelten Westen des Landes lebt. Randnummer 39 In einem am 23.11.2021 veröffentlichen Report schätzt das UN Entwicklungsprogramm (UNDP) die Zahl der durch den Konflikt ums Leben gekommenen Personen auf 377.000 Menschen, wovon allerdings rund 60% der Todesfälle nicht auf direkte Kampfhandlungen zurückgeführt werden, sondern auf die schlechte humanitäre Lage, insbesondere auf fehlenden Zugang zu Nahrung, Wasser und medizinischer Versorgung. 60 vgl. UNDP: Die Auswirkungen des Krieges im Jemen – Eine Bestandsaufnahme: Wege zum Wiederaufbau, S. 12; abrufbar unter: https://www.undp.org/sites/g/files/zskgke326/files/2022-09/Impact%20of%20War%20Report%20in%20Germany.pdf, Zugriff: 08.03.2023 vgl. UNDP: Die Auswirkungen des Krieges im Jemen – Eine Bestandsaufnahme: Wege zum Wiederaufbau, S. 12; abrufbar unter: https://www.undp.org/sites/g/files/zskgke326/files/2022-09/Impact%20of%20War%20Report%20in%20Germany.pdf, Zugriff: 08.03.2023 Eine Differenzierung zwischen Zivilpersonen und Kombattanten lässt sich dem Report nicht entnehmen. Zwischen dem 01.01.2021 und dem 08.10.2021 gab es laut ACLED landesweit 6.521 Sicherheitsvorfälle mit 13.382 Todesfällen, wobei ebenfalls nicht zwischen Zivilpersonen und Kombattanten unterschieden wird. Diese Zahlen gliedern sich hinsichtlich der verschiedenen Gouvernements wie folgt auf 61 vgl. UK Home Office, Country Policy and Information Note, Dezember 2021, S. 54 f vgl. UK Home Office, Country Policy and Information Note, Dezember 2021, S. 54 f : Randnummer 40 Gouvernement Anzahl der Sicherheitsvorfälle Todesfälle Abyan 184 131 Ad Dali 270 654 Aden 320 48 Al Bayda 331 693 Al Hudaydah 1357 3047 Al Jawf 347 991 Al Mahrah 16 2 Al Mahwit 34 1 Amanat al Asimah 132 78 Amran 23 10 Dhamar 42 9 Hadamawt 91 18 Hajjah 149 205 Ibb 99 35 Lahij 106 125 Marib 1616 5602 Raymah 22 0 Sadah 563 465 Sanaa 69 65 Shabwah 171 91 Suqutra 14 0 Taizz 565 1112 Randnummer 41 Der Schätzung von ACLED zufolge sind zwischen dem Ausbruch des Konflikts bis Mitte 2022 über 150.000 Personen durch direkte Gewaltanwendung gestorben, darunter über 15.000 Zivilisten, die bei gezielten Angriffen getötet wurden. 62 vgl. ACLED, Country Hub: Yemen, abrufbar unter: https://acleddata.com/middle-east/yemen/, Zugriff: 08.03.2023 vgl. ACLED, Country Hub: Yemen, abrufbar unter: https://acleddata.com/middle-east/yemen/, Zugriff: 08.03.2023 Randnummer 42 Laut Civilian Impact Monitoring Project sind durch direkte Kampfhandlungen seit Januar 2018 5.348 Zivilpersonen getötet und 9.564 Zivilpersonen verletzt worden 63 vgl. Civilian Impact Monitoring Project, Key statistics from 01.01.2018, latest Update: 31.10.2022; abrufbar unter: https://civilianimpactmonitoring.org/, Zugriff: 09.03.2023 vgl. Civilian Impact Monitoring Project, Key statistics from 01.01.2018, latest Update: 31.10.2022; abrufbar unter: https://civilianimpactmonitoring.org/, Zugriff: 09.03.2023 . Im Jahr 2019 seien 3.224 Zivilpersonen, im Jahr 2020 2.087 Zivilpersonen 64 vgl. Civilian Impact Monitoring Project 2020 Annual Report, Februar 2021, S. 2 vgl. Civilian Impact Monitoring Project 2020 Annual Report, Februar 2021, S. 2 und im Jahr 2021 2.508 Zivilpersonen 65 vgl. Civilian Impact Monitoring Project 2021 Annual Report, Februar 2022, S. 2 vgl. Civilian Impact Monitoring Project 2021 Annual Report, Februar 2022, S. 2 infolge von bewaffneter Gewalt getötet oder verletzt worden. Die meisten Vorfälle im Jahr 2021 hätten sich in den Gouvernements Sa’dah (682 zivile Opfer), Taizz (435 zivile Opfer), Marib (344 zivile Opfer) und Hodeidah (326 zivile Opfer) zugetragen. 66 vgl. Civilian Impact Monitoring Project 2021 Annual Report, Februar 2022, S. 4 und 10 vgl. Civilian Impact Monitoring Project 2021 Annual Report, Februar 2022, S. 4 und 10 Randnummer 43 Angesichts des zwischen April und Oktober 2022 geltenden Waffenstillstandes, infolge dessen es zu keinen Luftschlägen oder größeren militärischen Operationen kam, ist davon auszugehen, dass die Anzahl ziviler Opfer durch direkte Kampfhandlungen gesunken ist. Vor dem Hintergrund, dass die Waffenruhe nicht verlängert, dafür aber die Truppen an den Frontlinien wieder verstärkt wurden und Hinweise auf eine Aufrüstung vorliegen, werden zur Bestimmung des statistischen Risikos die Zahlen aus dem Jahr 2021 herangezogen, sodass das statistische Risiko einer Zivilperson durch direkte Kampfhandlungen im Jemen verletzt oder getötet zu werden, jedenfalls im Jahr 2021 bei 1:13.158 lag. Randnummer 44 Anhand der gebotenen Gesamtbetrachtung aller relevanten Umstände ist eine ernsthafte individuelle Bedrohung des Lebens oder der Unversehrtheit der Klägerin bei einer Rückkehr in den Jemen festzustellen. Dabei sind insbesondere Art und Ausmaß der Gewalthandlungen, die Dauer des Konflikts und die mit dem Konflikt einhergehende verheerende Verschlechterung der humanitären Lage in ganz Jemen in den Blick zu nehmen. Randnummer 45
- a)Die politische Situation als auch die Sicherheitslage im ganzen Land sind ausgesprochen volatil. 67 vgl. Auswärtiges Amt, Jemen: Reise- und Sicherheitshinweise, Stand: 08.03.2023, abrufbar unter: https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/jemensicherheit/202260, Zugriff: 08.03.2023 vgl. Auswärtiges Amt, Jemen: Reise- und Sicherheitshinweise, Stand: 08.03.2023, abrufbar unter: https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/jemensicherheit/202260, Zugriff: 08.03.2023 Insgesamt ist das Land von Instabilität und bewaffneten Konflikten geprägt. Es bestehen erhebliche Sicherheitsrisiken und es finden regelmäßig Luftangriffe auf verschiedene Ziele statt. Im Land und in den Küstengewässern werden zudem Minen eingesetzt. 68 vgl. EDA - Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA (30.08.2021): Reisehinweise für Jemen (gültig am: 08.03.2023), abrufbar unter: https://www.eda.admin.ch/eda/de/home/vertretungen-und-reisehinweise/jemen/reisehinweise-fuerjemen.html, Zugriff: 08.03.2023; Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl, Länderinformationsblatt der Staatendokumentation Jemen vom 17.12.2021, S. 8 vgl. EDA - Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA (30.08.2021): Reisehinweise für Jemen (gültig am: 08.03.2023), abrufbar unter: https://www.eda.admin.ch/eda/de/home/vertretungen-und-reisehinweise/jemen/reisehinweise-fuerjemen.html, Zugriff: 08.03.2023; Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl, Länderinformationsblatt der Staatendokumentation Jemen vom 17.12.2021, S. 8 Randnummer 46 Die Aggression der Konfliktparteien gegen Zivilpersonen, die zumindest teilweise gezielt erfolgt, ist enorm. Allen Konfliktparteien werden schwere Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht vorgeworfen, darunter Angriffe mit unterschiedslos wirkenden Waffen auf dicht besiedelte Gebiete, bei denen Zivilpersonen getötet und verletzt sowie zivile Infrastruktur zerstört und beschädigt wurden. Randnummer 47 Die Huthis greifen dabei überwiegend auf Waffen mit geringer Treffsicherheit, wie Mörsergranaten und Raketen zurück und setzen diese u.a. gegen Wohngebiete, Märkte, Gefängnisse und Internierungslager ein, bei denen Zivilpersonen getötet und verletzt sowie zivile Infrastruktur zerstört und beschädigt wurden. Es erfolgt mitunter auch ein gezielter Beschuss von Zivilpersonen durch Scharfschützen. 69 vgl. Human Rights Council: Situation of human rights in Yemen, including violations andabuses since September 2014 vom 03.09.2019, S. 30, Rn. 131, S. 32, Rn. 137; S. 34-36, Rn. 146-154; Human Rights Council: Situation of human rights in Yemen, including violations and abuses since September 2014 vom 28.09.2020, S. 7, Rn. 32, 33: Human Rights Council: Situation of human rights in Yemen, including violations and abuses since September 2014 vom 13.09.2021, S. 6, Rn. 26, 29, 30; Amnesty International Report Jemen vom 07.04.2021, S. 3 vgl. Human Rights Council: Situation of human rights in Yemen, including violations andabuses since September 2014 vom 03.09.2019, S. 30, Rn. 131, S. 32, Rn. 137; S. 34-36, Rn. 146-154; Human Rights Council: Situation of human rights in Yemen, including violations and abuses since September 2014 vom 28.09.2020, S. 7, Rn. 32, 33: Human Rights Council: Situation of human rights in Yemen, including violations and abuses since September 2014 vom 13.09.2021, S. 6, Rn. 26, 29, 30; Amnesty International Report Jemen vom 07.04.2021, S. 3 Daneben missachteten die Houthis in zahlreichen Fällen die besondere Schutzwürdigkeit von medizinischen Einrichtungen in bewaffneten Konflikten, indem Kombattanten in unmittelbarer Nähe zu medizinischen Einrichtungen positioniert, Krankenhäuser und Krankenwagen gezielt unter Beschuss genommen und Krankenhäuser für militärische Zwecke umfunktioniert wurden, wodurch die medizinische Versorgungslage negativ beeinflusst wurde. 70 vgl. Human Rights Council: Situation of human rights in Yemen, including violations andabuses since September 2014 vom 03.09.2019, S. 36-40, Rn. 155-170; Human Rights Council: Situation of human rights in Yemen, including violations and abuses since September 2014 vom 28.09.2020, S. 7, Rn. 37; Human Rights Council: Situation of human rights in Yemen, including violations and abuses since September 2014 vom 29.09.2020, S. 29, Rn.86 vgl. Human Rights Council: Situation of human rights in Yemen, including violations andabuses since September 2014 vom 03.09.2019, S. 36-40, Rn. 155-170; Human Rights Council: Situation of human rights in Yemen, including violations and abuses since September 2014 vom 28.09.2020, S. 7, Rn. 37; Human Rights Council: Situation of human rights in Yemen, including violations and abuses since September 2014 vom 29.09.2020, S. 29, Rn.86 Der wahllose Einsatz von Landminen durch die Houthis führte ebenfalls zu einer erheblichen Schädigung der Zivilbevölkerung. Berichten zufolge wurden Hunderte von Zivilisten getötet und viele mehr verletzt. 71 vgl. Human Rights Council: Situation of human rights in Yemen, including violations andabuses since September 2014 vom 09.08.2019, S. 8, Rn. 43; Human Rights Council: Situation of human rights in Yemen, including violations and abuses since September 2014 vom 29.09.2020, S. 30-31, Rn. 90-96 vgl. Human Rights Council: Situation of human rights in Yemen, including violations andabuses since September 2014 vom 09.08.2019, S. 8, Rn. 43; Human Rights Council: Situation of human rights in Yemen, including violations and abuses since September 2014 vom 29.09.2020, S. 30-31, Rn. 90-96 Die Landminen wurden dabei auf Farmen, Weideland, Dorfwegen, in der Nähe von Wasseranlagen und Straßenrändern eingesetzt. 72 vgl. Human Rights Council: Situation of human rights in Yemen, including violations andabuses since September 2014 vom 09.08.2019, S. 8, Rn. 45 vgl. Human Rights Council: Situation of human rights in Yemen, including violations andabuses since September 2014 vom 09.08.2019, S. 8, Rn. 45 Mehr als 450.000 Minen und Clustermunition wurden zwischen Februar 2016 und Juni 2017 entschärft, der Großteil in Gebieten, die unter der Kontrolle der Houthis stehen oder gestanden haben. 73 vgl. BAMF - Informationszentrum Asyl und Migartion, Länderreport 49 Jemen, Die Houthis, Stand: 02/22, S. 13 vgl. BAMF - Informationszentrum Asyl und Migartion, Länderreport 49 Jemen, Die Houthis, Stand: 02/22, S. 13 Randnummer 48 Die Anti-Houthi-Koalition unter Führung Saudi-Arabiens führte zwischen März 2015 und September 2021 über 23.000 Luftschläge, durchschnittlich zehn pro Tag, aus. Dabei wurden 18.000 Zivilisten getötet oder verletzt. 74 vgl. Human Rights Council, Situation of human rights in Yemen, including violations and abuses since September 2014, 13.09.2021, S. 4f., Rn. 20 – 25; Human Rights Council, Situation of human rights in Yemen, including violations and abuses since September 2014, 28.09.2020, S. 5f., Rn. 26-31 vgl. Human Rights Council, Situation of human rights in Yemen, including violations and abuses since September 2014, 13.09.2021, S. 4f., Rn. 20 – 25; Human Rights Council, Situation of human rights in Yemen, including violations and abuses since September 2014, 28.09.2020, S. 5f., Rn. 26-31 Mitunter wurden Märkte, Krankenhäuser, Internierungslager und belebte Nachbarschaften getroffen. 75 vgl. Human Rights Council, Situation of human rights in Yemen, including violations and abuses since September 2014, 13.09.2021, S. 5, Rn. 21 vgl. Human Rights Council, Situation of human rights in Yemen, including violations and abuses since September 2014, 13.09.2021, S. 5, Rn. 21 Auch 2022 kam es zu weiteren Luftschlägen durch die Anti-Houthi-Koalition, durch welche Zivilpersonen getötet oder verletzt wurden 76 vgl. BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 24.01.2022, S. 7; BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 31.01.2022, S. 7; BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 28.03.2022, S. 4 f. vgl. BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 24.01.2022, S. 7; BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 31.01.2022, S. 7; BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 28.03.2022, S. 4 f. . Auch der Koalition wird das Abfeuern von Raketen und Granaten auf dicht besiedelte zivile Gebiete 77 vgl. Human Rights Council: Situation of human rights in Yemen, including violations and abuses since September 2014 vom 28.09.2020, S. 7, Rn. 32, 34; Human Rights Council: Situation of human rights in Yemen, including violations and abuses since September 2014 vom 29.09.2020, S. 28, Rn. 81 f.; Human Rights Council: Situation of human rights in Yemen, including violations and abuses since September 2014 vom 13.09.2021, S. 6, Rn. 26 vgl. Human Rights Council: Situation of human rights in Yemen, including violations and abuses since September 2014 vom 28.09.2020, S. 7, Rn. 32, 34; Human Rights Council: Situation of human rights in Yemen, including violations and abuses since September 2014 vom 29.09.2020, S. 28, Rn. 81 f.; Human Rights Council: Situation of human rights in Yemen, including violations and abuses since September 2014 vom 13.09.2021, S. 6, Rn. 26 und der Einsatz von Landminen angelastet 78 vgl. BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 13.02.2023, S. 5 vgl. BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 13.02.2023, S. 5 . Randnummer 49 Darüber hinaus wird sowohl den Houthis als auch der Anti-Houthi Koalition unter der Führung von Saudi-Arabien der Einsatz von Hunger als Kriegswaffe vorgeworfen. Die Houthis werden insofern auch beschuldigt, die Verteilung von humanitären Hilfsgütern massiv behindert zu haben. 79 vgl. BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 06. September 2021 vgl. BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 06. September 2021 Der Anti-Houthi-Koalition wird vorgeworfen, in mindestens 90 Fällen Luftschläge auf landwirtschaftliche Flächen durchgeführt und so die ohnehin geringe Nahrungsmittelproduktion weiter gesenkt zu haben. 80 vgl. BAMF Briefing Notes Gruppe 62 Kurzinformation - Jemen Mai 2022 Humanitäre Lage in Jemen, S. 1 vgl. BAMF Briefing Notes Gruppe 62 Kurzinformation - Jemen Mai 2022 Humanitäre Lage in Jemen, S. 1 Belegt wird dies durch exemplarisch dokumentierte Angriffe sowohl der Anti-Houti-Koalition als auch der Houthis. So führte die Koalition u.a. im März 2021 Luftangriffe in von den Houthis kontrollierten Gebieten durch, darunter in der Hauptstadt Sanaa und in den Gouvernements Hajjah und Marib, wobei Berichten zufolge auch der Getreidehafen von Salif, nördlich von Hodeida, sowie ein dortiger Lebensmittelproduktionsbetrieb getroffen und mindestens fünf Mitarbeiter der Firma verletzt wurden. 81 vgl. Human Rights Council, Situation of human rights in Yemen, including violations and abuses since September 2014, 13.09.2021, S. 7, Rn. 34; Amnesty International Report Jemen vom 29.03.2022, S. 3; BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 29.03.2021 S. 6 f. vgl. Human Rights Council, Situation of human rights in Yemen, including violations and abuses since September 2014, 13.09.2021, S. 7, Rn. 34; Amnesty International Report Jemen vom 29.03.2022, S. 3; BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 29.03.2021 S. 6 f. In Hodaida besetzten Regierungstruppen eine Lebensmittelfabrik, nutzten sie für militärische Zwecke und machten sie so zu einem militärischen Angriffsziel. Am 06.06.2021 und 19.06.2021 beschossen Houthi Rebellen die Anlage mit Granaten, was zu Opfern unter der Zivilbevölkerung führte und sowohl die Lebensmittelproduktion als auch die Wasserversorgung beschädigte. 82 vgl. Human Rights Council, Situation of human rights in Yemen, including violations and abuses since September 2014, 13.09.2021, S. 7f., Rn. 34; Amnesty International Report Jemen vom 29.03.2022, S. 3 vgl. Human Rights Council, Situation of human rights in Yemen, including violations and abuses since September 2014, 13.09.2021, S. 7f., Rn. 34; Amnesty International Report Jemen vom 29.03.2022, S. 3 Am 14.06.2021 schlugen im Bezirk Khamir im Gouvernement Amran Raketen in zwei Geflügelfarmen ein, die nach Ansicht der GEE Yemen wahrscheinlich durch die von Saudi-Arabien angeführte Militärallianz abgefeuert worden waren. 83 vgl. vgl. Human Rights Council, Situation of human rights in Yemen, including violations and abuses since September 2014, 13.09.2021, S. 7, Rn. 34; Amnesty International Report Jemen vom 29.03.2022, S. 3 vgl. vgl. Human Rights Council, Situation of human rights in Yemen, including violations and abuses since September 2014, 13.09.2021, S. 7, Rn. 34; Amnesty International Report Jemen vom 29.03.2022, S. 3 Am 11.09.2021 wurden mehrere Raketen und Drohnen auf den Hafen von Mokka im südwestlichen Jemen abgefeuert. Dabei war ein Lagerhaus mit Gütern von Hilfsorganisationen abgebrannt, weitere Teile des Hafens, der für den Import von Hilfsgütern wichtig ist, wurden zum Teil schwer beschädigt. Die Regierung machte die Houthi-Rebellen für den Angriff verantwortlich, welche sich hierzu jedoch nicht geäußert hatten. 84 vgl. BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 13.09.2021. S. 8 f. vgl. BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 13.09.2021. S. 8 f. Randnummer 50
- b)In diesem Zusammenhang tritt bei der gebotenen Gesamtbetrachtung erschwerend hinzu, dass der jahrelang andauernde Konflikt zu einer ganz erheblichen Verschlechterung der humanitären Lage im Jemen geführt hat. Randnummer 51 Mitte März 2022 prognostizierten die Vereinten Nationen, dass 19 Millionen Jemeniten in Folge des andauernden Krieges im Jemen in den kommenden Monaten hungern würden. Nach dem Bericht der Vereinten Nationen verursachte der Konflikt die größte humanitäre Krise der Welt, bei der 24,1 Millionen Menschen — 80 Prozent der Bevölkerung Jemens — humanitäre Hilfe und Schutz benötigten. 85 vgl. Für Vielfalt - Zeitschrift der Gesellschaft für bedrohte Völker, 01.04.2022 vgl. Für Vielfalt - Zeitschrift der Gesellschaft für bedrohte Völker, 01.04.2022 Randnummer 52 Jemen bezieht rund 90 % seiner Lebensmittel durch Importe, welche durch den Konflikt stark eingeschränkt werden. Die durch die Anti-Houthi-Koalition unter Führung Saudi-Arabiens implementierte Luft- und Seeblockade der (Flug-)Häfen unter Kontrolle der Houthis minimierte die Versorgung mit Lebensmitteln und Treibstoff stark minimiert. 86 vgl. BAMF Briefing Notes Gruppe 62 Kurzinformation - Jemen Mai 2022 Humanitäre Lage in Jemen, S. 1 vgl. BAMF Briefing Notes Gruppe 62 Kurzinformation - Jemen Mai 2022 Humanitäre Lage in Jemen, S. 1 Zudem herrscht in Jemen ein grundsätzlicher Wassermangel, der insbesondere durch saudische Luftanschläge auf Wasserversorgungsanlagen in den ersten Jahren des Krieges verschärft wurde. Aktuell haben 51 % aller Menschen in Jemen keinen Zugang zu sauberem Wasser, was sich wiederum negativ auf den Gesundheitszustand der Bevölkerung auswirkt. 87 vgl. BAMF Briefing Notes Gruppe 62 Kurzinformation - Jemen Mai 2022 Humanitäre Lage in Jemen, S. 3 vgl. BAMF Briefing Notes Gruppe 62 Kurzinformation - Jemen Mai 2022 Humanitäre Lage in Jemen, S. 3 Randnummer 53 Darüber hinaus besteht ein Mangel an grundlegenden Medikamenten. Aufgrund der jahrelangen Kampfhandlungen, Luft- und Seeblockaden sowie internen Bewegungseinschränkungen kann das Land, welches 100 % seiner Medikamente aus dem Ausland importiert, den Bedarf nicht decken, weswegen Betroffenen oft nur der Schwarzmarkt bleibt. In der Folge starben im Oktober 2022 in mehreren Krankenhäusern der Hauptstadt Sanaa mindestens zehn Kinder durch die Einnahme kontaminierter Medikamente. 88 vgl. BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 31. Oktober 2022; BAMF Briefing Notes Gruppe 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 23. Januar 2023 vgl. BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 31. Oktober 2022; BAMF Briefing Notes Gruppe 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 23. Januar 2023 Randnummer 54 Hinzu kommen ca. 4,3 Millionen Binnenflüchtlinge, die überwiegend durch Kampfhandlungen aus ihren Heimatorten vertrieben wurden. Ein gutes Drittel der Binnenflüchtlinge lebt in einer der landesweit ca. 2.300 improvisierten Unterkünfte, fast die Hälfte dieser Unterkünfte befindet sich in unmittelbarer Nähe einer aktiven Frontlinie. Unterkünfte für Binnenflüchtlinge werden in ganz Jemen als unzureichend beschrieben, 95 % von ihnen mangelt es an grundlegender Infrastruktur, bspw. medizinischer Versorgung, Zugang zu sauberem Wasser, sanitären Einrichtungen, Bildungsmöglichkeiten und/oder Lebensmittelversorgung. Rd. zwei Drittel der Unterkünfte haben in einem Radius von 30 Minuten Fußweg keinen Zugang zu Wasserversorgung und sanitären Anlagen. Berichten zufolge verfügen 83 % der Unterkünfte über keine Müllbeseitigungsmöglichkeiten, worunter die allgemeine Hygiene und öffentliche Gesundheit leiden. In 65 % der Unterkünfte gibt es keinen Strom. Der Zustrom von Binnenflüchtlingen in andere Landesteile verschärft dabei oftmals die ohnehin schwierige Versorgungslage in den Aufnahmegebieten. 89 vgl. BAMF Briefing Notes Gruppe 62 Kurzinformation - Jemen Mai 2022 Humanitäre Lage in Jemen, S. 3 vgl. BAMF Briefing Notes Gruppe 62 Kurzinformation - Jemen Mai 2022 Humanitäre Lage in Jemen, S. 3 Randnummer 55 Zwar sind Hilfsorganisationen unterschiedlichster Art in Jemen präsent, deren Wirken wird jedoch durch zahlreiche Faktoren teilweise erheblich eingeschränkt. Zum einen fehlt es an finanziellen Mitteln. Bei einer UN-Geberkonferenz für Jemen im März 2022 wurden lediglich 30 % der benötigten Gelder zugesagt. Mangels ausreichender Finanzierung hatte das UN-Welternährungsprogramm bereits Anfang 2022 die Lebensmittelrationen für rund acht Millionen Menschen halbieren müssen. 90 vgl. BAMF Briefing Notes Gruppe 62 Kurzinformation - Jemen Mai 2022 Humanitäre Lage in Jemen, S. 5 vgl. BAMF Briefing Notes Gruppe 62 Kurzinformation - Jemen Mai 2022 Humanitäre Lage in Jemen, S. 5 Auch bei einer UN-Geberkonferenz am 27.02.2023 wurden lediglich 1,2 Mrd. USD für humanitäre Hilfen in Jemen zugesagt, wobei laut UN 4,3 Mrd. USD benötigt werden. 91 vgl. BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 06.03.2023, S. 6 vgl. BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 06.03.2023, S. 6 Zum anderen wird die Leistung humanitärer Hilfe aber auch durch die volatile und unübersichtliche Sicherheitslage im Jemen behindert. Hilfsorganisationen sind auf die Kooperation lokaler Akteure angewiesen, was durch die kaum überschaubare Zahl an bewaffneten staatlichen, quasistaatlichen, paramilitärischen Gruppen, aber auch Stammesverbänden und al-Qaida auf der Arabischen Halbinsel (AQAP) immens erschwert wird. Erst im März waren zwei Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen von bewaffneten und mutmaßlich mit AQAP-affiliierten Personen entführt worden. Hinzu kommt ein hohes Maß an Korruption. Dies trifft nicht nur auf die Behörden in den von den Houthis kontrollierten Gebieten zu, wo rund zwei Drittel der Bevölkerung leben. Allen Konfliktparteien, inklusive der international anerkannten Regierung Jemens, werden beschuldigt, Hilfsgelder zu missbrauchen, sodass die Hilfslieferungen und -zahlungen die anvisierte Bevölkerungsgruppen teils überhaupt nicht erreichen. 92 vgl. BAMF Briefing Notes Gruppe 62 Kurzinformation - Jemen Mai 2022 Humanitäre Lage in Jemen, S. 5 vgl. BAMF Briefing Notes Gruppe 62 Kurzinformation - Jemen Mai 2022 Humanitäre Lage in Jemen, S. 5 Randnummer 56
- c)In einer Gesamtbetrachtung all dieser Umstände ist als Folge des bewaffneten Konflikts zwischen den Houthis und der Anti-Houthi-Koalition unter Führung Saudi-Arabiens eine derartige Gefahrverdichtung für alle Zivilpersonen für das gesamte Staatsgebiet des Jemen anzunehmen, dass praktisch jede Zivilperson allein aufgrund ihrer Anwesenheit in dem betroffenen Gebiet einer ernsthaften individuellen Bedrohung ausgesetzt ist. 93 vgl. in diesem Zusammenhang auch VG Schleswig-Holstein, Gerichtsbescheid vom 20.12.2021 – 9 A 90/21, 8234585; VG München, Urteil vom 17.08.2022 – M 17 K 22.30700 –, juris; Bayerischer VGH, Beschluss vom 23.11.2022 – 15 ZB 22.30980 –, juris vgl. in diesem Zusammenhang auch VG Schleswig-Holstein, Gerichtsbescheid vom 20.12.2021 – 9 A 90/21, 8234585; VG München, Urteil vom 17.08.2022 – M 17 K 22.30700 –, juris; Bayerischer VGH, Beschluss vom 23.11.2022 – 15 ZB 22.30980 –, juris Randnummer 57 3. Die Klägerin muss sich auch nicht auf eine interne Fluchtalternative nach § 4 Abs. 3 Satz 1, § 3e AsylG verweisen lassen. Demnach wird einem Ausländer der subsidiäre Schutzstatus nicht zuerkannt, wenn er in einem Teil seines Herkunftslandes keine tatsächliche Gefahr eines ernsthaften Schadens droht oder Zugang zu Schutz vor einem ernsthaften Schaden nach § 4 Abs. 3 Satz 1, § 3d AsylG hat und sicher und legal in diesen Landesteil reisen kann, dort aufgenommen wird und vernünftigerweise erwartet werden kann, dass er sich dort niederlässt. Nach Art. 8 der RL 2011/95/EU muss beim internen Schutz die Existenzgrundlage so weit gesichert sein, dass vom Ausländer vernünftigerweise erwartet werden kann, dass er sich dort aufhält. Eine Niederlassung ist zumutbar, wenn bei umfassender wertender Gesamtbetrachtung der allgemeinen wie der individuellen persönlichen Verhältnisse am Ort des internen Schutzes nicht mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit andere Gefahren oder Nachteile drohen, die nach ihrer Intensität und Schwere einer für den internationalen Schutz relevanten Rechtsgutbeeinträchtigung gleichkommen, und auch sonst keine unerträgliche Härte droht. Der Sicherung der wirtschaftlichen Existenz am Ort des internen Schutzes ist dabei eine hervorgehobene Bedeutung beizumessen. Diese muss aber nur auf einem Niveau gewährleistet sein, das eine Verletzung des Art. 3 EMRK nicht besorgen lässt; darüber hinausgehende Anforderungen sind keine notwendige Voraussetzung der Zumutbarkeit einer Niederlassung. 94 vgl. BVerwG, Urteil vom 24.06.2021 - 1 C 27.20 - juris Rn. 15; Urteil vom 18.02.2021- 1 C 4.20 - juris Rn. 33 ff. m.w.N. vgl. BVerwG, Urteil vom 24.06.2021 - 1 C 27.20 - juris Rn. 15; Urteil vom 18.02.2021- 1 C 4.20 - juris Rn. 33 ff. m.w.N. Da auf Grundlage der vorangegangenen Ausführungen von einem innerstaatlich bewaffneten Konflikt mit der erforderlichen Gefahrendichte im gesamten Staatsgebiet des Jemen auszugehen ist, ist eine interne Fluchtalternative nicht gegeben. II. Randnummer 58 Die Kostenentscheidung beruht auf § 154 Abs. 1 VwGO, § 83b AsylG. Randnummer 59 Die Entscheidung über die vorläufige Vollstreckbarkeit folgt aus § 167 Abs. 2 VwGO i.V.m. § 708 Nr. 11, § 711 S. 1 ZPO. Randnummer 60 Die Beteiligten können innerhalb eines Monats nach Zustellung dieses Urteils die Zulassung der Berufung durch das Oberverwaltungsgericht des Saarlandes in Saarlouis beantragen. Fußnoten 1) vgl. Schriftsatz der Klägerin vom 20.07.2021 und Schriftsatz der Beklagten vom 28.07.2021 2) vgl. Schriftsatz der Klägerin vom 07.01.2022 und Schriftsatz der Beklagten vom 07.02.2022 3) vgl. EuGH, Urteil vom 30. Januar 2014 - C-285/12 - juris Rn. 28 und 35 4) vgl. EuGH, Urteil vom 30. Januar 2014 – C 285/12 - juris Rn. 20 ff. sowie Urteil der Kammer vom 13.10.2022 – 3 K 648/22 – juris 5) vgl. BAMF, Länderreport 49 Jemen, Die Houthis, Stand 02/22 S. 8 6) vgl. BAMF, Länderreport 49 Jemen, Die Houthis, Stand 02/22 S. 9f. 7) vgl. BAMF, Länderreport 49 Jemen, Die Houthis, Stand 02/22 S. 9f. 8) vgl. BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 01.03.2021, S. 7 9) vgl. Amnesty International Report Jemen vom 29.03.2022, S.3 10) vgl. BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 12.04.2021, S. 7 11) vgl. Amnesty International Report Jemen vom 29.03.2022, S.3 12) vgl. BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 14.06.2021, S. 6 13) vgl. BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 28.06.2021, S. 6 14) vgl. BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 02.08.2021, S. 8 15) vgl. BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 06.12.2021, S. 7 16) vgl. BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 14. Februar 2022 17) vgl. UN OCHA, Yemen Humanitarian Update - Issue 11 / November 2021 vom 07.12.2021,S.5 18) vgl. BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 29.11.2021, S. 8 19) vgl. BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 13.12.2021, S. 7 20) vgl. BAMF Briefing Notes Zusammenfassung G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration Jemen – Januar bis Juni 2022, 01.07.2022, S. 1 21) vgl. BAMF Briefing Notes Zusammenfassung G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration Jemen – Januar bis Juni 2022, 01.07.2022, S. 1 22) vgl. BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 17.01.2022, S. 8 23) vgl. BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 24.01.2022, S. 7 24) vgl. BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 31.01.2022, S. 7 25) vgl. BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 24.01.2022, S 7 26) vgl. UN OCHA, Yemen Humanitarian Update - Issue 1 / January 2022 vom 09.02.2022, S. 4 27) vgl. BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 28.02.2022, S. 6 28) vgl. BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 28.03.2022, S. 4 f. 29) vgl. BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 04.04.2022, S. 5; BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 23.05.2022, S. 6 30) vgl. BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 11.04.2022, S. 6 31) vgl. BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 25.04.2022, S. 7 32) vgl. BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 11.04.2022 S. 6; BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 25.04.2022, S. 7 33) vgl. BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 30.05.2022, S. 5 34) vgl. BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 13.06.2022, S. 6f. 35) vgl. BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 13.06.2022, S. 6f. 36) vgl. BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 25.04.2022, S. 7 37) vgl. BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 20.06.2022, S. 5 38) vgl. BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 25.07.2022, S. 5 39) vgl. BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 08.08.2022, S. 5 40) vgl. BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 15.08.2022, S. 4 41) vgl. BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 10.10.2022, S. 8 42) vgl. BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 15.11.2022, S. 5f 43) vgl. BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 28.11.2022, S. 5 44) vgl. BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 15.11.2022, S. 5f. 45) vgl. BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 19.12.2022, S. 6 46) vgl. BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 06.02.2023, S. 5 47) vgl. BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 13.02.2023, S. 5 48) vgl. EuGH, Urteil vom 17.02.2009 - C-465/07 - Rn. 35 49) vgl. EuGH, a.a.O., Rn. 36 ff. 50) vgl. EuGH, a.a.O., Rn. 39 51) vgl. BVerwG, Urteil vom 27.04.2010 - 10 C 4.09 - juris Rn. 33; BVerwG, Urteil vom 20.05.2020 – 1 C 11/19 –, juris Rn. 20 52) vgl. BVerwG, Urteil vom 14.07.2009 - 10 C 9.08 - juris Rn. 15; BVerwG, Urteil vom 20.05.2020 – 1 C 11/19 –, juris Rn. 21 53) vgl. BVerwG, Urteil vom 27.04.2010 - 10 C 4.09 - juris Rn. 33; BVerwG, Urteil vom 20.05.2020 – 1 C 11/19 –, juris Rn. 21 54) vgl. dazu BVerwG, Urteil vom 18.07.2006 - 1 C 15.05 - juris Rn. 20 ff. 55) vgl. BVerwG, Urteile vom 27.04.2010 - 10 C 4.09 - juris Rn. 33; vom 17. November 2011 - 10 C 13.10 - juris Rn. 22 f. und vom 13.02.2014 - 10 C 6.13 - juris Rn. 24, jeweils zu den
§ 60Abs. 7 Satz 2 Aufenth
G a.F.; BVerwG, Beschluss vom 8.03.2018 - 1 B 7.18 - juris Rn. 3; BVerwG, Urteil vom 20.05.2020 – 1 C 11/19 –, juris Rn. 21 56) vgl. EuGH, Urteil vom 10.06.2021 - C-901/19 - Rn. 44 57) vgl. BVerwG, Urteil vom 20.05.2020 – 1 C 11/19 –, juris Rn. 21 58) vgl. EuGH, Urteil vom
- Juni 2021 - C-901/19 - Rn. 43 59) vgl. Statistisches Bundesamt, Jemen, Statistisches Länderprofil, Ausgabe 02/2023, S. 5 60) vgl. UNDP: Die Auswirkungen des Krieges im Jemen – Eine Bestandsaufnahme: Wege zum Wiederaufbau, S. 12; abrufbar unter: https://www.undp.org/sites/g/files/zskgke326/files/2022-09/Impact%20of%20War%20Report%20in%20Germany.pdf, Zugriff: 08.03.2023 61) vgl. UK Home Office, Country Policy and Information Note, Dezember 2021, S. 54 f 62) vgl. ACLED, Country Hub: Yemen, abrufbar unter: https://acleddata.com/middle-east/yemen/, Zugriff: 08.03.2023 63) vgl. Civilian Impact Monitoring Project, Key statistics from 01.01.2018, latest Update: 31.10.2022; abrufbar unter: https://civilianimpactmonitoring.org/, Zugriff: 09.03.2023 64) vgl. Civilian Impact Monitoring Project 2020 Annual Report, Februar 2021, S. 2 65) vgl. Civilian Impact Monitoring Project 2021 Annual Report, Februar 2022, S. 2 66) vgl. Civilian Impact Monitoring Project 2021 Annual Report, Februar 2022, S. 4 und 10 67) vgl. Auswärtiges Amt, Jemen: Reise- und Sicherheitshinweise, Stand: 08.03.2023, abrufbar unter: https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/jemensicherheit/202260, Zugriff: 08.03.2023 68) vgl. EDA - Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA (30.08.2021): Reisehinweise für Jemen (gültig am: 08.03.2023), abrufbar unter: https://www.eda.admin.ch/eda/de/home/vertretungen-und-reisehinweise/jemen/reisehinweise-fuerjemen.html, Zugriff: 08.03.2023; Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl, Länderinformationsblatt der Staatendokumentation Jemen vom 17.12.2021, S. 8 69) vgl. Human Rights Council: Situation of human rights in Yemen, including violations andabuses since September 2014 vom 03.09.2019, S. 30, Rn. 131, S. 32, Rn. 137; S. 34-36, Rn. 146-154; Human Rights Council: Situation of human rights in Yemen, including violations and abuses since September 2014 vom 28.09.2020, S. 7, Rn. 32, 33: Human Rights Council: Situation of human rights in Yemen, including violations and abuses since September 2014 vom 13.09.2021, S. 6, Rn. 26, 29, 30; Amnesty International Report Jemen vom 07.04.2021, S. 3 70) vgl. Human Rights Council: Situation of human rights in Yemen, including violations andabuses since September 2014 vom 03.09.2019, S. 36-40, Rn. 155-170; Human Rights Council: Situation of human rights in Yemen, including violations and abuses since September 2014 vom 28.09.2020, S. 7, Rn. 37; Human Rights Council: Situation of human rights in Yemen, including violations and abuses since September 2014 vom 29.09.2020, S. 29, Rn.86 71) vgl. Human Rights Council: Situation of human rights in Yemen, including violations andabuses since September 2014 vom 09.08.2019, S. 8, Rn. 43; Human Rights Council: Situation of human rights in Yemen, including violations and abuses since September 2014 vom 29.09.2020, S. 30-31, Rn. 90-96 72) vgl. Human Rights Council: Situation of human rights in Yemen, including violations andabuses since September 2014 vom 09.08.2019, S. 8, Rn. 45 73) vgl. BAMF - Informationszentrum Asyl und Migartion, Länderreport 49 Jemen, Die Houthis, Stand: 02/22, S. 13 74) vgl. Human Rights Council, Situation of human rights in Yemen, including violations and abuses since September 2014, 13.09.2021, S. 4f., Rn. 20 – 25; Human Rights Council, Situation of human rights in Yemen, including violations and abuses since September 2014, 28.09.2020, S. 5f., Rn. 26-31 75) vgl. Human Rights Council, Situation of human rights in Yemen, including violations and abuses since September 2014, 13.09.2021, S. 5, Rn. 21 76) vgl. BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 24.01.2022, S. 7; BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 31.01.2022, S. 7; BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 28.03.2022, S. 4 f. 77) vgl. Human Rights Council: Situation of human rights in Yemen, including violations and abuses since September 2014 vom 28.09.2020, S. 7, Rn. 32, 34; Human Rights Council: Situation of human rights in Yemen, including violations and abuses since September 2014 vom 29.09.2020, S. 28, Rn. 81 f.; Human Rights Council: Situation of human rights in Yemen, including violations and abuses since September 2014 vom 13.09.2021, S. 6, Rn. 26 78) vgl. BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 13.02.2023, S. 5 79) vgl. BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration
- September 2021 80) vgl. BAMF Briefing Notes Gruppe 62 Kurzinformation - Jemen Mai 2022 Humanitäre Lage in Jemen, S. 1 81) vgl. Human Rights Council, Situation of human rights in Yemen, including violations and abuses since September 2014, 13.09.2021, S. 7, Rn. 34; Amnesty International Report Jemen vom 29.03.2022, S. 3; BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 29.03.2021 S. 6 f. 82) vgl. Human Rights Council, Situation of human rights in Yemen, including violations and abuses since September 2014, 13.09.2021, S. 7f., Rn. 34; Amnesty International Report Jemen vom 29.03.2022, S. 3 83) vgl. vgl. Human Rights Council, Situation of human rights in Yemen, including violations and abuses since September 2014, 13.09.2021, S. 7, Rn. 34; Amnesty International Report Jemen vom 29.03.2022, S. 3 84) vgl. BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 13.09.
- S. 8 f. 85) vgl. Für Vielfalt - Zeitschrift der Gesellschaft für bedrohte Völker, 01.04.2022 86) vgl. BAMF Briefing Notes Gruppe 62 Kurzinformation - Jemen Mai 2022 Humanitäre Lage in Jemen, S. 1 87) vgl. BAMF Briefing Notes Gruppe 62 Kurzinformation - Jemen Mai 2022 Humanitäre Lage in Jemen, S. 3 88) vgl. BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration
- Oktober 2022; BAMF Briefing Notes Gruppe 62 – Informationszentrum Asyl und Migration
- Januar 2023 89) vgl. BAMF Briefing Notes Gruppe 62 Kurzinformation - Jemen Mai 2022 Humanitäre Lage in Jemen, S. 3 90) vgl. BAMF Briefing Notes Gruppe 62 Kurzinformation - Jemen Mai 2022 Humanitäre Lage in Jemen, S. 5 91) vgl. BAMF Briefing Notes G 62 – Informationszentrum Asyl und Migration 06.03.2023, S. 6 92) vgl. BAMF Briefing Notes Gruppe 62 Kurzinformation - Jemen Mai 2022 Humanitäre Lage in Jemen, S. 5 93) vgl. in diesem Zusammenhang auch VG Schleswig-Holstein, Gerichtsbescheid vom 20.12.2021 – 9 A 90/21, 8234585; VG München, Urteil vom 17.08.2022 – M 17 K 22.30700 –, juris; Bayerischer VGH, Beschluss vom 23.11.2022 – 15 ZB 22.30980 –, juris 94) vgl. BVerwG, Urteil vom 24.06.2021 - 1 C 27.20 - juris Rn. 15; Urteil vom 18.02.2021- 1 C 4.20 - juris Rn. 33 ff. m.w.N.