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BPatG 26 W (pat) 2/10

JURE109005303 BPatG München

  1. Senat 20100324 26 W (pat) 2/10 Beschluss § 54 Abs 2 S 2 MarkenG, § 54 MarkenG, § 53 MarkenG, § 71 Abs 1 S 1 MarkenG DEU Bundesrepublik Deutschland Markenbeschwerdeverfahren – Löschungsverfahren – kein fristgerechter Widerspruch gegen Löschungsbegehren – Löschung der Marke ohne Sacherörterung – Beschwerde aus formellen Gründen zulässig – sachlich-rechtlicher Einwand unzulässig – keine Erfolgsaussicht – Kostenauferlegung In der Beschwerdesache … betreffend die Marke 306 51 606.3 S 158/09 Lö hat der
  2. Senat (Marken-Beschwerdesenat) des Bundespatentgerichts in der Sitzung vom
  3. März 2010 unter Mitwirkung des Vorsitzenden Richters Dr. Fuchs-Wissemann sowie der Richter Reker und Lehner beschlossen:
  4. Die Beschwerde wird zurückgewiesen.
  5. Die Antragsgegnerin hat die Kosten des Beschwerdeverfahrens zu tragen. I 1 Die Antragstellerin hat mit am
  6. Juni 2009 beim Deutschen Patent- und Markenamt eingegangenem Schriftsatz die Löschung der am
  7. August 2006 angemeldeten und am
  8. Januar 2007 in das Markenregister für die Waren 2 „Klasse 21 Glaskaraffe 3 Klasse 30 Tee 4 Klasse 31 natürliche Blumen“ 5 eingetragenen Wort-/Bildmarke 306 51 606 Abbildung in Originalgröße in neuem Fenster öffnen 6 wegen Bestehens absoluter Schutzhindernisse (§ 8 Abs. 2 Nr. 1 und 2 MarkenG) beantragt. 7 Der Löschungsantrag wurde der Antragsgegnerin durch Amtsbescheid vom
  9. Juni 2009 mittels Übergabeeinschreiben, das am
  10. Juni 2009 abgesandt worden war, gemäß § 4 Abs. 2 VwZG zugestellt. Die Antragsgegnerin hat der Löschung nicht innerhalb der Frist des § 54 Abs. 2 Satz 2 MarkenG widersprochen. 8 Mit Beschluss vom
  11. September 2009 hat die Markenabteilung 3.4 des Deutschen Patent- und Markenamts dem Löschungsantrag stattgegeben und die Löschung der verfahrensgegenständlichen Marke angeordnet. 9 Hiergegen richtet sich die Beschwerde der Antragsgegnerin mit dem Antrag, 10 den angegriffenen Beschluss des Deutschen Patent- und Markenamts vom
  12. September 2009 aufzuheben und den Löschungsantrag unter Auferlegung der Kosten des Löschungsverfahrens zu Lasten der Antragstellerin zurückzuweisen. 11 Die Antragstellerin beantragt, 12 die Beschwerde zurückzuweisen und der Antragsgegnerin die Kosten des Beschwerdeverfahrens aufzuerlegen. II 13 Die zulässige Beschwerde der Antragsgegnerin ist unbegründet. Die angegriffene Entscheidung des Deutschen Patent- und Markenamts lässt einen Rechtsfehler nicht erkennen. 14 Widerspricht der Markeninhaber nach Unterrichtung über das Löschungsbegehren nicht innerhalb der zweimonatigen Frist des § 54 Abs. 2 Satz 2 MarkenG der beantragten Löschung, so wird die Marke ohne weitere Sacherörterung gelöscht (vgl. Kirschneck in Ströbele/Hacker, MarkenG,
  13. Aufl. 2009, § 54 Rn. 12). Vom Vorliegen dieser Voraussetzungen ist das Deutsche Patent- und Markenamt zutreffend ausgegangen. Dem Beschwerdevorbringen der Antragsgegnerin lässt sich nichts Gegenteiliges entnehmen. 15 Gegen die Löschungsentscheidung ist der Rechtsbehelf der Beschwerde zulässig, allerdings nur mit der Begründung, die Löschung habe aus formellen Gründen zu unterbleiben ( Bous in HK-MarkenR,
  14. Aufl. 2009, § 54 Rn. 7 und § 53 Rn. 5). Solche Gründe wurden von der Antragsgegnerin nicht dargetan. Mit ihrem in der Beschwerdebegründung vorgebrachten sachlich-rechtlichen Einwand, dem Löschungsbegehren der Antragstellerin liege keines der Schutzhindernisse des § 8 Abs. 2 MarkenG zugrunde, kann die Antragsgegnerin in der Beschwerdeinstanz nach Vorstehendem nicht gehört werden. 16 Da die Einlegung der Beschwerde von vorneherein keine Aussicht auf Erfolg hatte, entspricht es der Billigkeit, der Antragsgegnerin die Kosten des Beschwerdeverfahrens aufzuerlegen (§ 71 Abs. 1 Satz 1 MarkenG; vgl. Fuchs-Wissemann in HK-MarkenR a. a. O., § 71 Rn. 4; Knoll in Ströbele/Hacker a. a. O., § 71 Rn. 11). http://www.rechtsprechung-im-internet.de/jportal/?quelle=jlink&docid=jb-JURE109005303&psml=bsjrsprod.psml&max=true Deutschland deutsch BMJV public

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