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BAG 6 AZN 56/23 (F)

KARE600065784 ECLI:DE:BAG:2023:210323.B.6AZN56.23F.0 BAG

  1. Senat 20230321 6 AZN 56/23 (F) Beschluss Art 103 Abs 1 GG, § 78a Abs 4 S 4 ArbGG, § 97 Abs 1 ZPO vorgehend ArbG Stuttgart,
  2. April 2021, Az: 27 Ca 212/20, Urteilvorgehend Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg,
  3. April 2022, Az: 21 Sa 56/21, Urteilvorgehend BAG,
  4. Oktober 2022, Az: 6 AZN 406/22, Beschlussvorgehend BAG,
  5. Januar 2023, Az: 6 AZN 678/22 (F), Beschluss DEU Bundesrepublik Deutschland Unstatthaftigkeit einer weiteren Anhörungsrüge Die weitere Anhörungsrüge des Klägers gegen den Beschluss des Senats vom
  6. Januar 2023 - 6 AZN 678/22 (F) - wird auf seine Kosten als unzulässig verworfen. 1 Die weitere Anhörungsrüge hat keinen Erfolg. 2 I. Die weitere Anhörungsrüge vom
  7. Januar 2023 ist bereits unzulässig, weil ein erneuter Rechtsbehelf gegen einen Beschluss, mit dem eine Anhörungsrüge als unzulässig verworfen bzw. als unbegründet zurückgewiesen wurde, wegen der Unanfechtbarkeit dieser Entscheidung nach § 78a Abs. 4 Satz 4 ArbGG nicht statthaft ist (vgl. BAG
  8. November 2014 - 10 AZN 618/14 (A) - Rn. 2 f.; zum wortgleichen § 321a Abs. 4 Satz 4 ZPO vgl. BGH
  9. März 2022 - I ZR 196/15 - Rn. 1 mwN;
  10. März 2015 - V ZR 219/13 - Rn. 3 mwN;
  11. Februar 2012 - V ZR 8/10 - Rn. 2 f. mwN; zuvor schon BVerfG
  12. April 2011 - 2 BvR 597/11 - Rn. 5 mwN; sh. auch BGH
  13. Januar 2021 - 2 StR 45/20 - Rn. 2). Das gilt auch, wenn die Anhörungsrüge wegen Fristversäumung als unzulässig verworfen wird und keine inhaltliche Prüfung der gerügten Gehörsverletzung erfolgt ist (für § 321a Abs. 4 Satz 4 ZPO vgl. BGH
  14. Februar 2021 - VI ZR 354/19 -;
  15. September 2017 - IV ZR 391/16 - Rn. 2). Das Rechtsstaatsprinzip, dem § 78a ArbGG Rechnung trägt, verlangt nur, dem Rechtsuchenden die Möglichkeit zu gewähren, eine behauptete Verletzung des Art. 103 Abs. 1 GG einer einmaligen gerichtlichen Kontrolle zu unterziehen (vgl. BVerfG
  16. April 2003 - 1 PBvU 1/02 - zu C II 5 der Gründe, BVerfGE 107, 395). Kommt diese Möglichkeit nicht zum Tragen, weil es dem Rechtsuchenden nicht gelingt, die gesetzlich vorgegebenen Formalien einzuhalten, ist das verfassungsrechtlich gebotene und vom Gesetzgeber eröffnete Mindestmaß an Rechtsschutz gewahrt. Darum tritt nunmehr das Gebot der Rechtssicherheit in den Vordergrund, welches ebenfalls im Rechtsstaatsprinzip verankert ist (BVerfG
  17. April 2003 - 1 PBvU 1/02 - aaO). 3 Vor dem Hintergrund dieser eindeutigen Rechtslage durfte der Prozessbevollmächtigte des Klägers eine weitere Anhörungsrüge nicht mehr ernsthaft für zulässig erachten (vgl. BVerfG
  18. Februar 2008 - 1 BvR 2327/07 - Rn. 28 f. mwN). 4 II. Der Kläger hat die Kosten des Rügeverfahrens nach § 97 Abs. 1 ZPO zu tragen. Spelge Heinkel Wemheuer http://www.rechtsprechung-im-internet.de/jportal/?quelle=jlink&docid=jb-KARE600065784&psml=bsjrsprod.psml&max=true Deutschland deutsch BMJV public

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