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BGH XI ZA 3/22

KORE617952023 ECLI:DE:BGH:2022:211122BXIZA3.22.0 BGH

  1. Zivilsenat 20221121 XI ZA 3/22 Beschluss vorgehend BGH,
  2. Oktober 2022, Az: XI ZA 3/22vorgehend OLG Köln,
  3. Januar 2022, Az: 12 U 45/21vorgehend LG Köln,
  4. Februar 2021, Az: 21 O 573/19nachgehend BVerfG,
  5. April 2023, Az: 1 BvR 360/23, Vrfassungsbeschwerde nicht zur Entscheidung angemommen DEU Bundesrepublik Deutschland Die Gehörsrüge der Kläger gegen den Beschluss des Senats vom
  6. Oktober 2022 wird auf ihre Kosten als unzulässig verworfen. 1 Die am
  7. November 2022 eingegangene Anhörungsrüge, mit der sich die Kläger gegen den Senatsbeschluss vom
  8. Oktober 2022 wenden, der ihnen am
  9. November 2022 zugestellt worden ist, ist zwar gemäß § 321a Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 ZPO statthaft und innerhalb der Frist des § 321a Abs. 2 Satz 1 ZPO eingelegt worden. Sie ist aber deshalb unzulässig, weil die Kläger entgegen § 321a Abs. 2 Satz 5, Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 ZPO eine eigenständige entscheidungserhebliche Verletzung ihres Anspruchs auf Gewährung rechtlichen Gehörs durch den Senat nicht darlegen (vgl. BGH, Beschluss vom
  10. Mai 2015 - I ZA 14/14, juris Rn. 4; Senatsbeschlüsse vom
  11. März 2020 - XI ZB 23/19, juris Rn. 1 und vom
  12. Juni 2020 - XI ZA 8/19, juris Rn. 1). Das Fehlen einer Begründung für die Zurückweisung des Prozesskostenhilfeantrags ist keine Gehörsverletzung (BGH, Beschlüsse vom
  13. Juni 2009 - II ZA 9/08, juris Rn. 1, vom
  14. Mai 2011 - V ZA 35/10, juris Rn. 1, vom
  15. Dezember 2018 - IX ZA 16/17, ZIP 2019, 96 Rn. 3 und vom
  16. Mai 2020 - III ZA 22/19, juris Rn. 2). Der Beschluss des Senats ist gemäß § 127 Abs. 2, § 567 ZPO unanfechtbar. Unanfechtbare Entscheidungen über Anträge auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe bedürfen keiner Begründung (vgl. BVerfGE 50, 287, 289 f.; BVerfG, NJW 2011, 1497 Rn. 12; BGH, Beschlüsse vom
  17. Juni 2009, aaO, vom
  18. Mai 2011, aaO Rn. 2 und vom
  19. Mai 2020, aaO, jeweils mwN). 2 Im Übrigen wäre die Anhörungsrüge auch unbegründet, weil der Senat den Anspruch der Kläger auf rechtliches Gehör nicht verletzt hat (§ 321a Abs. 1 Satz 1 Nr. 2, Abs. 4 Satz 3 ZPO). Der Senat hat vor seiner Beschlussfassung am
  20. Oktober 2022 umfassend geprüft, ob eine Nichtzulassungsbeschwerde der Kläger gegen den Beschluss des
  21. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Köln vom
  22. Januar 2022 Aussicht auf Erfolg bietet. Der Senat hat dies verneint, was er in seinem das Prozesskostenhilfegesuch zurückweisenden Beschluss in entsprechender Anwendung des § 544 Abs. 6 Satz 2 Halbsatz 2 ZPO zum Ausdruck gebracht hat (vgl. Senatsbeschlüsse vom
  23. April 2015 - XI ZA 10/14, juris Rn. 2 und vom
  24. Juni 2020 - XI ZA 8/19, juris Rn. 3). 3 Von einer weiteren Begründung kann auch in diesem Verfahrensabschnitt in entsprechender Anwendung des § 544 Abs. 6 Satz 2 Halbsatz 2 ZPO abgesehen werden. Weder aus § 321a Abs. 4 Satz 5 ZPO, nach dem der Beschluss kurz begründet werden soll, noch unmittelbar aus dem Verfassungsrecht ergibt sich eine Verpflichtung zu einer weitergehenden Begründung der Entscheidung, weil sonst mittels einer Anhörungsrüge nach § 321a ZPO die entsprechend anzuwendende Bestimmung des § 544 Abs. 6 Satz 2 Halbsatz 2 ZPO ausgehebelt werden könnte (BVerfG, NJW 2011, 1497 Rn. 24; BGH, Beschlüsse vom
  25. Mai 2011 - V ZA 35/10, juris Rn. 2 und vom
  26. Dezember 2018 - IX ZA 16/17, ZIP 2019, 96 Rn. 3 sowie Senatsbeschlüsse vom
  27. April 2015 - XI ZA 10/14, juris Rn. 3 und vom
  28. Juni 2020 - XI ZA 8/19, juris Rn. 4, jeweils mwN). 4 Weitere gleichgerichtete Eingaben in dieser Sache werden nicht beantwortet. Ellenberger Matthias Menges Schild von Spannenberg Ettl http://www.rechtsprechung-im-internet.de/jportal/?quelle=jlink&docid=jb-KORE617952023&psml=bsjrsprod.psml&max=true Deutschland deutsch BMJV public

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