KORE708902024 ECLI:DE:BGH:2024:110924B2STR119.24.0 BGH 2. Strafsenat 20240911 2 StR 119/24 Beschluss vorgehend LG Aachen, 31. Oktober 2023, Az: 65 KLs 7/23 DEU Bundesrepublik Deutschland 1. Der Antrag
§ 176Abs. 5 Konkurrenzen 1; Beschluss vom 23. Januar 2019 – 2 St
R 489/18,
§ 176Abs.
4 Nr. 3 Konkurrenzen 1, Rn. 2). 18
- Der Wegfall der tateinheitlichen Verurteilungen lässt den Strafausspruch insgesamt unberührt. 19 Der Senat schließt aus, dass die Strafkammer bei Berücksichtigung der Verfolgungsverjährung in den Fällen II.2 bis II.35 der Urteilsgründe geringere Einzelstrafen verhängt hätte. Dieser Beurteilung steht nicht entgegen, dass das Tatgericht im Rahmen der Strafzumessung zu Lasten des Angeklagten auch die tateinheitliche Verwirklichung des Beischlafs zwischen Verwandten berücksichtigt hat. Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist es zulässig, verjährte Taten strafschärfend zu berücksichtigen (vgl. BGH, Urteil vom
- Juli 2021 – 1 StR 29/21, Rn. 14; Beschluss vom
- März 2022 – 2 StR 430/21, Rn. 6 jew. mwN). Gleiches gilt für die in den Fällen II.22 bis II.35 der Urteilsgründe angenommene tateinheitliche Verwirklichung des § 176 Abs. 4 Nr. 4 StGB a.F., da Schuldumfang und Unrechtsgehalt dieser Taten von der Änderung des Schuldspruchs unberührt bleiben (vgl. BGH, Urteil vom
- März 1996 – 1 StR 707/95, Rn. 29; Beschluss vom
- Januar 2019 – 2 StR 489/18, Rn. 2,
§ 176Abs. 4 Nr. 3 Konkurrenzen, jew. mw
N). 20 5. Angesichts des nur geringfügigen Erfolgs ist es nicht unbillig, den Beschwerdeführer mit den gesamten Kosten und Auslagen seines Rechtsmittels zu belasten (§ 473 Abs. 1 und 4 StPO). Menges Meyberg Schmidt Zimmermann Herold http://www.rechtsprechung-im-internet.de/jportal/?quelle=jlink&docid=jb-KORE708902024&psml=bsjrsprod.psml&max=true Deutschland deutsch BMJV public